<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Orb Tapes</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/orb-tapes/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 05:43:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>Mkl Anderson, Evan Hydzik und Mark Trecka: Gemeinsames Album auf Orb Tapes</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/12/07/mkl-anderson-evan-hydzik-und-mark-trecka-gemeinsames-album-auf-orb-tapes/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2024/12/07/mkl-anderson-evan-hydzik-und-mark-trecka-gemeinsames-album-auf-orb-tapes/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2024 07:10:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Drekka]]></category>
		<category><![CDATA[Evan Hydzik]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Trecka]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Anderson]]></category>
		<category><![CDATA[Mkl Anderson]]></category>
		<category><![CDATA[Orb Tapes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=43957</guid>
		<description><![CDATA[Das gemeinsame Album von Mkl Anderson, Evan Hydzik und Mark Trecka – stilisiert als Drekka x [Hydzik + Trecka] – ist ab sofort bei Orb Tapes erhältlich. Über zwei Nächte hinweg wurde das Werk komplett live in Chicago aufgenommen: eine &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/12/07/mkl-anderson-evan-hydzik-und-mark-trecka-gemeinsames-album-auf-orb-tapes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das gemeinsame Album von Mkl Anderson, Evan Hydzik und Mark Trecka – stilisiert als Drekka x [Hydzik + Trecka] – ist ab sofort bei Orb Tapes erhältlich. Über zwei Nächte hinweg wurde das Werk komplett live in Chicago aufgenommen: eine Nacht in einem leeren Betonraum, die andere vor Publikum. Die Musik ist Anderson zufolge keine verträumte Reise in andere Welten, sondern fängt die oft beunruhigenden Visionen des &#8220;hypnopompischen&#8221; Zustands ein – jenes seltsamen Übergangs zwischen Schlaf und Wachsein. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/dht.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43958" title="dht" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/dht.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-43957"></span></p>
<p>Mit Mikrofonen, Effektpedalen, Glocken, zufällig eingesetzten Objekten, dem menschlichen Körper und einem 8-Spur-Sampler erschufen die drei eine Klangwelt, die sich laut Anderson nahtlos neben Künstler wie Pharmakon, Tim Hecker, Coil oder Simon Fisher Turner (zugegebenermaßen sehr unterschiedliche Musiker) einreiht. Ohne Computer und Digitales entstand ein Album, das roh und unmittelbar wirkt und so den Live-Kontext spürbar macht. Drekka x [Hydzik + Trecka] ist ab sofort als Tape und digitaler Download erhältlich.</p>
<p><a href="https://orbtapes.bandcamp.com/album/drekka-x-hydzik-trecka"><strong>@ Orb Tapes</strong> </a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2024/12/07/mkl-anderson-evan-hydzik-und-mark-trecka-gemeinsames-album-auf-orb-tapes/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>DRAOIDH: Calamity Of Man</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/08/24/draoidh-calamity-of-man/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2024/08/24/draoidh-calamity-of-man/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Aug 2024 00:32:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Draoidh]]></category>
		<category><![CDATA[Orb Tapes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=42258</guid>
		<description><![CDATA[Draoidh ist das selbst so bezeichnete „occult ambient“-Projekt von James Searfoss, der unter dem Künstlernamen Teuthis Galore in einer Reihe von Projekten (u.a. Moth Bucket) spielt, und Brandon O&#8217; Neill, der als Memory Wound aufnimmt. 2019 erschien das Debüttape „Temple &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/08/24/draoidh-calamity-of-man/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/a3889124861_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42260" title="a3889124861_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/a3889124861_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Draoidh ist das selbst so bezeichnete <a href="https://orbtapes.bandcamp.com/album/calamity-of-man">„occult ambient“</a>-Projekt von James Searfoss, der unter dem Künstlernamen Teuthis Galore in einer Reihe von Projekten (u.a. Moth Bucket) spielt, und Brandon O&#8217; Neill, der als Memory Wound aufnimmt. 2019 erschien das Debüttape „Temple Of Tongues“ ebenfalls auf <a href="http://africanpaper.com/tag/orb-tapes/">Orb Tapes</a>: ein 35-Minütiger Track aus unheimlichen Stimmen, Sprachsamples, eine irritierende Kollage, die partiell durchaus an etwas dunklere Werke von Steven Stapletons Nurse With Wound erinnerte.<span id="more-42258"></span></p>
<p>„Calamity Of Man“, unter dem dem gaelischen Gedicht „The Song Of Amergin“ entlehnten Motto „I am the stag of seven tines. I am the god that puts fire in the head“ veröffentlicht, enthält fünf musikalisch an den Vorgänger anknüpfende Stücke: „Tome of Glúingel“ beginnt mit einen Schnipsel eines Telefongesprächs, es setzt Scheppern, Rauschen, unheimliches Rattern ein. „Teeth Trophy“, durch den Titel durchaus verstörende Assoziationen weckend, wird eingeleitet mit Sounds, die wie verrauschtes Glockengeläut klingen, dann kommen im Laufe des Stückes melancholische Melodiepassagen hinzu, schließlich das Heulen von Wölfen. Im Verlauf des Stückes wird der Klang mehr und mehr verdichtet. Auf „Snares Of The Valley“ berichtet ein Mann von „bilocation“, d. h. er berichtet davon, „at two places at one time“ zu sein, dazu hört man einzelne Schläge, Stampfen; das ist ein skelettierter und minimalistischer Track. „Indoctrination“ ist von einer leichten Unruhe durchzogen, irgendwo tönen Stimmen, die nicht zu verstehen sind, man hört flächig-dunkle Sounds, schließlich eine verfremdete Stimme, die die Göttin Diana anruft, eine andere verkündet „a terrible uprising“ werde kommen. Dann der Abschluss mit „Graven Image“, einem reduziert-dissonanten Track.</p>
<p>Allen Stücken ist gemein, dass sich keine plötzlichen Eruptionen finden, stattdessen eine gleichmäßige, aber eben nicht gleichförmige unheimlich-unangenehme Stimmung. Das ist so etwas wie dystopische Ritualmusik, der man glaubt, dass sie „from the woods of Pennsylvania“ stamme. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://orbtapes.bandcamp.com/">Orb Tapes </a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3498699911/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2024/08/24/draoidh-calamity-of-man/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>DREKKA: The Water of Life</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/01/20/drekka-the-water-of-life/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2024/01/20/drekka-the-water-of-life/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Jan 2024 06:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[David Lynch]]></category>
		<category><![CDATA[Drekka]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Herbert]]></category>
		<category><![CDATA[Orb Tapes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=36429</guid>
		<description><![CDATA[Bei einer musikalischen Arbeit, die sich stark auf ein außer ihr selbst liegendes Ereignis oder Werk bezieht, ohne dass dies z.B. in Songtexten oder prägnanten Samples unmissverständlich deutlich wird, gibt es zwangsläufig immer mindestens zwei grundsätzliche Lesarten. Vereinfacht gesprochen könnte &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/01/20/drekka-the-water-of-life/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/thewateroflife.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36447" title="thewateroflife" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/thewateroflife-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bei einer musikalischen Arbeit, die sich stark auf ein außer ihr selbst liegendes Ereignis oder Werk bezieht, ohne dass dies z.B. in Songtexten oder prägnanten Samples unmissverständlich deutlich wird, gibt es zwangsläufig immer mindestens zwei grundsätzliche Lesarten. Vereinfacht gesprochen könnte man sie zum einen als die Lesart derer bezeichnen, die den betreffenden Subtext bzw Überbau kennen, zum anderen als die Lesart derer, für die die Musik für sich steht.<span id="more-36429"></span></p>
<p>Hörer der erstgenannten Gruppe rezipieren die Musik dann, ein entsprechendes Interesse und eine besondere Aufmerksamkeit vorausgesetzt, wie zwei übereinander gelegte Negativfilme, bei denen sich Werk und Hintergrund immer gegenseitig ergänzen und erklären, und am Ende scheint in der Musik immer noch eine weitere Bedeutungsdimension durch. Im besten Fall funktioniert einer derart referentielle Musik immer auch dann, wenn man von all diesen Hintergründen nichts weiß oder versteht.</p>
<p>&#8220;The Water of Life&#8221;, mit dessen Produktion Mkl Anderson alias Drekka bereits 2015 als Auftragsarbeit für ein unvollendetes Gemeinschaftsprojekt begonnen hatte, befasst sich mit dem insgesamt 12 Romanbände umfassenden Dune-Zyklus von Frank Herbert, bei dem es &#8211; in sehr verkürzter Zusammenfassung des vielschichtigen epischen Stoffes &#8211; um die Jahrtausende lange Geschichte des Wüstenplaneten Arrakis, um seine Urbarmachung für eine lebenswichtige und zivilisationserhaltende Gewürzproduktion und um den ständiger Kampf der den Planeten bewohnende Fremenkultur gegen eine neue Wüstenbildung und die für diese verantwortlichen Sandwürmer geht.</p>
<p>Der nun Jahre später fertiggestellte Longplayer schenkt dem Stoff bei entsprechender Kenntnis (der Rezensent kennt die beiden ersten Teile des Zyklus plus eine Verfilmung) einen interessanten musikalischen Kommentar und funktioniert gleichzeitig auch als eigenständige Arbeit. So bedächtig das eröffnende &#8220;Stasis and Staric&#8221; mit seinem brummemden Fundament und den fast lieblichen Glöckchen auch startet, schon nach kurzer Zeit erweisen sich die ambienten Landschaften als von endzeitlichen Stürmen durchtostes Chaos. Das Bimmeln der Glocken ist in diesem Stück vielleicht das bemerkenswerteste überhaupt, denn es bleibt seinem Klang und seinem Tempo auf stoische Art treu, selbst wenn das stürmische Rauschen immer elektrifizierter wird und irgendwann geradezu lärmende Dimensionen annimmt.</p>
<p>Das folgende &#8220;Navigation&#8221; ist nur sehr kurz, nimmt das Rauschen mit und gestaltet es um in ein prasselndes Inferno, aus dem man raue Gitarren und trötende Blasinstrumente herauszuhören meint, bevor es irgendwann in einem merkwürdigen Idyll mit zwitschernden Vögeln ankommt. Daraufhin beginnt der Titeltrack, den man auch als Herzstück des Albums betrachten kann: Trotz einer hypnotischen Dröhnschicht ist dieser Track wesentlich luftiger und weniger dicht als die anderen, schleppt sogar noch einen kleinen Rest des Vögelidylls mit sich und lässt neben undefinierbarem mechanischen Hantieren auch wieder Glocken und andere Instrumente anklingen. Irgendwann erregen allerdings heftige verhallte Detonationen die Aufmerksamkeit des Gehörsinns. Becken zischen aufgeregt, und ehe man es recht merkt, gipfelt das Stück in ein eskalierendes Noise-Freakout, das alle Details in einen heftigen Strudel reißt. Im abschließenden &#8220;Prophecy and Prescience&#8221; erklingt ein liturgisches Gesangs-Loop, das dem ganzen eine sakrale Dimension gibt, doch das letzte Wort haben hoffnungsvoll verspielte Kinder.</p>
<p>Mit oder ohne dieser versöhnlich klingenden Schlussgebung hat Drekka hier unter dem Eindruck und Einfluss eines epischen Stoffes selbst ein kleines Klangkunstepos geschaffen und vielleicht mehr als in vielen früheren Veröffentlichungen eine beeindruckende Kunst des Geschichtenerzählens demonstriert. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Orb Tapes</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1132427059/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2024/01/20/drekka-the-water-of-life/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ALEX CUNNINGHAM: The Heavens May Cease To Be</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/07/30/alex-cunningham-the-heavens-may-cease-to-be/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2022/07/30/alex-cunningham-the-heavens-may-cease-to-be/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Jul 2022 03:30:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Cunningham]]></category>
		<category><![CDATA[Orb Tapes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=30732</guid>
		<description><![CDATA[Der in St. Louis ansässige Cunningham ist ein Geiger, der sich musikalisch im Drone und in der Improvisation verorten lässt. Er hat spielt u.a. als Hess/Cunningham Duo und Vernacular String Trio, der selbstbetitelten „Missouri free improvisation group“. Er ist auch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/07/30/alex-cunningham-the-heavens-may-cease-to-be/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/a3633205299_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-30734" title="a3633205299_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/a3633205299_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der in St. Louis ansässige Cunningham ist ein Geiger, der sich musikalisch im Drone und in der Improvisation verorten lässt. Er hat spielt u.a. als Hess/Cunningham Duo und Vernacular String Trio, der selbstbetitelten „Missouri free improvisation group“. Er ist auch als visueller Künstler tätig, dessen Kollagen eine Reihe von (eigenen und fremden) Veröffentlichungen zieren. Etwas erinnert er dabei an Ester Kärkkäinen; weniger vom Sujet als von der Herangehensweise.<span id="more-30732"></span></p>
<p>Auf seiner neuen Veröffentlichung auf Orb Tapes finden sich zwei lange Stücke, die von Labelseite als „Dense, crushing walls of violin-fed noise“ <a href="https://www.facebook.com/orbtapes/?view_public_for=995709307141627">bezeichnet werden</a> und mit dem Hinweis und der Aufforderung versehen sind: „Mastered loud, dubbed loud, play loud.“  – nicht allzu originell, aber letztlich durchaus zutreffend.</p>
<p>„The Storms are on the Ocean“ beginnt kaum hörbar mit einem entfernten Knistern, das dann zu einem Kratzen wird, ganz so, als schreibe man mit einem Stift über eine Schiefertafel. Dies ist allerdings die sprichwörtliche Ruhe vor dem titelgebenden Sturm. Es erfolgt eine zunehmende Verdichtung, die Sounds werden zirkulärer, immer dissonater, entwickeln sich zu einer Kakophonie, deren Fiepen durchaus einigen Power Electronics-Acts Konkurrenz macht. Der Titeltrack ist dann noch rabiater, beginnt sofort mit wildem Gebrutzel und Dissonanzen. Das ist ein brutales Harsh Noise-Stück, das innerhalb der 14 Minuten aber eine ziemliche Dynamik hat. Ohne Kenntnis des verwendeten Instruments käme man bei beiden Stücken kaum auf die Idee, dass es sich hier um eine Geige handelt. Ein paar der <a href="https://www.alexcunninghamviolin.com/video">Videos</a> von Cunninghams Auftritten geben einem dann eine ganz gute Vorstellung, wie er in unterschiedlichen Kontexten das Instrument seiner Wahl einsetzt. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://orbtapes.bandcamp.com/">Orb Tapes</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1783056991/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2022/07/30/alex-cunningham-the-heavens-may-cease-to-be/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>REVEREND CLAIRE: Medjugorje</title>
		<link>https://africanpaper.com/2021/08/07/reverend-claire-medjugorje/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2021/08/07/reverend-claire-medjugorje/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Aug 2021 03:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Orb Tapes]]></category>
		<category><![CDATA[Reverend Claire]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=26445</guid>
		<description><![CDATA[Das Projekt Reverend Claire beschäftigt sich auf „Medjugorje“ mit dem titelgebenden Ort im ehemaligen Jugoslawien (und heutigen Bosnien-Herzegowina), an dem einer Reihe Jugendlicher 1981 angeblich die Jungfrau Maria erschien. Im Gegesatz zum portugiesichen Fátima (dem sich u.a. sowohl Current 93 &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/08/07/reverend-claire-medjugorje/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/08/a0090002705_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-26446" title="a0090002705_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/08/a0090002705_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Projekt Reverend Claire beschäftigt sich auf „Medjugorje“ mit dem titelgebenden Ort im ehemaligen Jugoslawien (und heutigen Bosnien-Herzegowina), an dem einer Reihe Jugendlicher 1981 angeblich die Jungfrau Maria erschien. Im Gegesatz zum portugiesichen Fátima (dem sich u.a. sowohl Current 93 als auch The Legendary Pink Dots widmeten) erscheint Maria dort fast täglich oder wöchentlich. <span id="more-26445"></span>Inzwischen hat es wohl um die 50000 Mitteilungen gegeben und damit schlagen die Weisheiten der Gottesmutter den Wetterbericht von David Lynch &#8211; zumindest quantitativ.</p>
<p>Oftmals lässt sich bei instrumentaler Musik der konzeptionelle Überbau nur sehr begrenzt (respektive mit viel gutem Willen) erkennen, Reverend Claire machen auf ihrem Tape allerdings ausgiebig Gebrauch von Sprachsamples, wie schon beim Eröffnungstrack „Our Lady Of Medjugorje&#8221; deutlich wird: Hier finden sich längere Interviewpassagen &#8211; offenbar mit einem Pilger, der behauptet: „God is there for me. He is.“ Untermalt wird das von verzerrtem Gebrutzel und einem Melodieloop. Wenn der Sprecher meint: „I felt a strong desire to go there“ und von „peace and quiet“ redet, fiept als Kontrast dazu die Elektronik, stampft der Noise. Auf „Mirjana“ kommt offensichtlich eine Seherin selbst zu Wort, spricht davon, wie die Polizei sie damals zu kommunistischen Zeiten festgenommen habe. Hier brummen im Hintergrund die Dissonanzen. Die Noiseelemente auf „Apparition Hill (Meghan&#8217;s Story)“ sind wesentlich stärker im Vordergrund, begraben die Sprecherin fast, sodass man auf den 11 Minuten „Meghans Geschichte“ nur erahnen kann. Bei „Radio Maria“ hört man Stimmen, Hunde bellen und sakraler Frauengesang wird mit hochfrequenter fiepsender Elektronik kombiniert, der Sängerin/Seherin wird gratuliert („you got me crying“), dann setzt eine brutale, unruhige Noisewand ein. „Dear Children! Pray! Pray!“ scheint primär aus der Tonspur einer Dokumentation eines offenbar britischen Senders zu bestehen, während die atonalen Elemente im Hintergrund bleiben.</p>
<p>Die Destruierung und Entauratisierung des (vermeintich) Heiligen geschieht hier einerseits durch die in Titeln, Artwork und Samples stattfindende (Über-)Affirmation. So in etwa wie bei Mike Dandos Sermon-Serie (<a href="https://www.discogs.com/Con-Dom-Seven-Reasons-Why-I-Love-My-Saviour-Jesus-Christ/release/957143">„Seven reasons why I love my saviour Jesus Christ“</a>) und andererseits durch die Kontrastierung der Scharlatanerie mit allgemein als dissonant wahrgenommener Musik, die wahrscheinlich von den wenigsten der hier gesampelten Sinnsuchenden goutiert würde.</p>
<p>Übrigens: Der Vatikan erkennt Medjugorje als Wallfahrtsort nicht an. Insofern wird man den Kanzlerkandidaten, der schon einmal Klausuren verliert, dort wahrscheinlich nicht finden, aber wer weiß: Vielleicht gefällt es seinem Büroleiter dort.  (MG)</p>
<p>Label:<a href="https://orbtapes.bandcamp.com/"> Orb Tapes </a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3189650809/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2021/08/07/reverend-claire-medjugorje/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
