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	<title>African Paper &#187; Oud</title>
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		<title>We still need to document our future through song. Interview mit Trappist Afterland</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2015 11:42:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oftmals hat man den Eindruck, dass aufregende, erregende Musik  von denen gemacht wird, deren Einflüsse breit und nicht auf ein Genre begrenzt sind. Trappist Afterland, das Projekt des Australiers Adam Cole, bestätigt das. Auf der Facebookseite der Band werden die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/09/12/we-still-need-to-document-our-future-through-song-interview-mit-trappist-afterland/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11880551_1043817662297009_8081261230502260491_n.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10861" title="TRappist11880551_1043817662297009_8081261230502260491_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11880551_1043817662297009_8081261230502260491_n-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> </em>Oftmals hat man den Eindruck, dass aufregende, erregende Musik  von denen gemacht wird, deren Einflüsse breit und nicht auf ein Genre begrenzt sind. Trappist Afterland, das Projekt des Australiers Adam Cole, bestätigt das. Auf der Facebookseite der Band werden die Einflüsse offengelegt, und die lesen sich wie ein Gang durch die Geschichte psychedelisch(st)er (nicht nur Folk) Musik. Auf den bisherigen Alben, von denen das jüngst erschienene „Afterlander“ das erste ist, das auf Vinyl gepresst wurde, wurde aber auch immer wieder deutlich, dass Cole Interesse an außereuropäischer Musik hat – im folgenden Interview berichtet er<span id="more-10738"></span> von seiner Liebe zu Gamelanmusik. Textlich spielt (auch) immer Religion eine Rolle, Cole wählt selbst die Bezeichnung „Xian“, aber sicher nicht im Sinne eines Evangelikalen, der Feuer und Schwefel verkündigt, vielmehr rekurriert Cole in seinen Texten auch auf Häretisches, Abseitiges. Letztlich straft Trappist Afterland all diejenigen Lügen, die glauben, Folk – wie auch immer verstanden – habe etwas mit so einem Konstrukt wie „Reinheit“ zu tun.</strong></p>
<p><a title="We still need to document our future through song. Interview with Trappist Afterland" href="http://africanpaper.com/2015/09/12/we-still-need-to-document-our-future-through-song-interview-with-trappist-afterland/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p><strong><em> Lass uns vielleicht mit einer etwas langweiligen Frage beginnen, aber kannst du uns ein paar Worte über den Anfang eurer Band sagen?</em></strong></p>
<p>Ich begann mit Trappist 2010 zusammen mit Adam Casey, einem alten Freund von mir, der in einem Musikprojekt namens The Boy Who Spoke Clouds spielte. Wir haben unter dem Namen Trappist Afterland zwei Alben aufgenommen, &#8220;The round Dance of the Cross&#8221; und &#8220;Burrowing to Light&#8221;. Adam nahm beide Alben auf und fungierte als eine Art Produzent für meine Kompositionen. Er verließ die Band nach der Fertigstellung von &#8220;Burrowing to Light&#8221;, und ich machte weiter und nahm &#8220;Beehive&#8221; auf. Ich traf Phil Coyle, der auch heute noch in Trappist ist, Brett Poliness (Silver Ray, Hugo Race) und Hak Gwai Lau, den ich mit seiner zweiseitigen chinesischen Violine (ErHu) in den Straßen von Melbourne spielen sah. Wir wurden Freunde und arbeiteten zusammen an dem, woraus das &#8220;Beehive&#8221;-Album wurde. Die Band besteht heute auch Phil, Nicholas Albanis (Dandelion Wine), die beide auch an &#8220;Afterlander&#8221; mitwirkten, sowie Lachie Robertson. Ich habe unter dem Trappist-Namen auch ein Soloalbum aufgenommen namens &#8220;The Five Wounds of Francis Minor&#8221; und ich bin halb fertig mit einer neuen Aufnahme zusammen mit Anthony Cornish, das auch mehr ein Soloalbum ist und weniger kollaborativ wie &#8220;Afterlander&#8221;. Ich mag beide Arten des Aufnehmens und ich denke, es ist insgesamt eher eine porojektorientierte Sache, auch wenn die Afterlander-Band eine permanente Sache ist, zusammen mit Lachie für zukünftige Aufnahmen und Liveshows. Zumindest so lange, wie sie mich ertragen können, HAHA!</p>
<p><em><strong>Du erwähnst eine Reihe an Bands, die dich beeinflusst haben. Es scheint, dass viele von ihnen das Folkidiom benutzen, es aber zugleich musikalisch und textlich (bisweilen) radikal erweitern. Gibt es eine Eigenschaft, die sie alle verbindet?</strong></em></p>
<p>Ich dachte immer, das die eine Sache, die Folkmusik in ihrer reinsten Form verbindet, die Idee ist, mit Songs Geschichten und Ideen einer Zeit und eines Ortes zu transportieren. Ich denke, traditionelle Folkmusik wurde als ein Mittel verwendet, um Gemeinschaft zu knüpfen und die Geschichte eines Volkes, einer Zeit und eines Ortes weiterzugeben. Wenn also in experimentelleren und radikaleren Formen diese Ideen immer noch weitergegeben werden, dann ist es nach wie vor das, was es verbindet. Das Experimentieren ist heute durch Technologie zu einem wichtigen Aspekt unserer Kultur geworden, und obwohl Folkmusik ziemlich oft mit der Vergangenheit assoziiert wird, müssen wir immer noch unsere Zukunft durch Songs dokumentieren. Und ich glaube, dass es da keinen besseren Weg gibt, als all die modernen Mittel zu nutzen, über die wir verfügen. Umgekehrt reflektiert dies dann Aspekte unserer heutigen Kultur.</p>
<p><em><strong>Viele heutige Folkmusiker sind nicht in erster Linie mit Folk aufgewachsen, oft begannen ihre kreativen Biografien mit Punk oder anderen Arten der Rockmusik, bevor sie traditionelle Musik für sich entdeckten. Wie war es in deinem Fall?</strong></em></p>
<p>Ich denke, mein musikalischer Background begann in jungen Jahren mit undergroundigem Thrash-, Glam- und Death Metal. Gefolgt von 90er Jahre-Punk und Alternative Rock. Als Mitzwanziger war ich besessen von TG, Whitehouse, Psychic TV und dann dem ganzen Prog-, Psych-, Free Jazz-, British-Revival und Acid Folk, wenn immer ich da was in die Finger bekam. Heute ist es dann all dies plus eine Menge Musik aus der ganzen Welt, v.a. indische Musik, Gamelan, alte klassische Musik (Hesperion xx, David Munrow etc) und weitere traditionelle Arten der Folkmusik. Ich denke, als ich zwölf war oder so, waren die frühen Dylan-Platten für mich die Quintessenz dessen, was Folk darstellte. Von da aus entwickelte sich alles.</p>
<p><em><strong>Du spielst eine Menge unterschiedlicher Instrumente. Wie kamst du dazu, sie alle zu lernen? Begann es mit einem bestimmten, wonach andere peu a peu dazu kamen? Mit welchem identifizierst du dich am meisten?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11866422_1043817978963644_4141109301360632381_n.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10864" title="TRappist11866422_1043817978963644_4141109301360632381_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11866422_1043817978963644_4141109301360632381_n-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Ich schätze mal, dass ich wie die meisten Jungen um die zwölf Jahre eine Obsession für Gitarren hatte, unter dem Einfluss der 80er Jahre-Thrash-Szene. Irgendwann bekam ich eine elektrische Gitarre zu Weihnachten geschenkt und begann schlechte Leadgitarre und Powerakkorde zu spielen. Ich gründete eine Metal Garage-Band im Keller meiner Eltern und alles weitere nahm seinen Weg. Als ich dann älter wurde und die Folkmusik für mich entdeckte, lernte ich Fingerpicking und begann, Songs zu schreiben. Ich heiratete mit 28 und verbrachte meine Flitterwochen in Vietnam. Es war dort, als ich begann, mit etwas exotischeren Saiteninstrumenten zu experimentieren und mir beibrachte, Dan Bau-Monochord und Oud zu spielen &#8211; und ich kaufte die Dulcitar von Timothy Renner (Stone Breath). Die Dulcitar ist im Grunde ein Dulcimer mit einer vibrierenden Brücke, die ihr den für Sitar typischen Twang gibt. Timothy hat sie gebaut, wirklich genial.</p>
<p><em><strong>Wenn wir gerade über die Vielzahl von Instrumenten und musikalische Einflüssen sprechen, frage ich mich, ob das Album “The Christ Tree“ von The Trees Community, das Timothy Renner vor ein paar Jahre wiederveröffentlich hat, euer Werk ebenfalls beeinflusst haben könnte&#8230;</strong></em></p>
<p>Ich bin ein absoluter Verehrer dieses Albums, und ja, es stellte einen enormen Einfluss auf alles dar, das Trappist betrifft.</p>
<p>Mein bester Freund Neil Sweeney gab mir irgendwann 2007 eine Kopie des Vinyls auf CDr, und ich wurde regelrecht besessen davon. Ein oder zwei Jahre später hörte ich, dass Timothy eine Wiederveröffentlichung plante und hatte das Glück, die CD-Box zu ergattern. Das ganze Bonusmaterial ist großartig, wenngleich &#8220;The Christ Tree&#8221; nach wie vor für sich steht.</p>
<p>Ich mag ebenfalls besoders das Album &#8220;Christian Lucifer&#8221; von Perry Leopold und Silmarils Album &#8220;The Voyage of Icarus&#8221;. Aber die Liste könnte weitergehen.</p>
<p><em><strong>Eure ersten drei Alben habt ihr selbst herausgebracht. Euer fünftes Album kommt nun bei Sunstone Records auf Vinyl. Ist das für euch ein neues Kapitel in der Entwicklung der Band?<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11136618_992547790757330_362026334356205106_n.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10866" title="Trappist11136618_992547790757330_362026334356205106_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11136618_992547790757330_362026334356205106_n.jpg" alt="" width="960" height="640" /></a></strong></em></p>
<p>Ich denke schon, allerdings ist das nicht beabsichtigt. Als wir mit Trappist anfingen, waren wir die ganze Zeit auf der Suche nach Geistesverwandten, die unsere Sachen herausbringen könnten, aber es passierte erst etwas, als uns Nigel Spencer von Folk Police in Manchester ansprach. Nigel hatte gerade sein neues Label namens Eleven Willows gegründet, um weniger kommerzielle Folkmusik zu veröffetlichen, und der Plan war, unser drittes Album &#8220;Beehive&#8221; auf Vinyl herauszubringen. Leider ging das Label pleite, bevor es richtig los ging. Dann sprach uns Nathan Ford von dem neuseeländischen Blog-Magazin The Active Listener an und bot uns eine digitale Veröffentlichung an, was wir dann machten. The Active Listener war sehr hilfreich dabei, uns mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen und Nathan ist ein großartiger Typ, der vielen Bands hilft. Ein wahrhaft unbesungener Held der heutigen Underground Psych-Szene.</p>
<p>Später hatten wir das Glück, dass uns Sunstone Records einen Release anboten. Ant James, Will und Simon Norfolk betreiben das Label von Chester und Morecombe im Nordwesten Englands aus, sie waren uns eine große Hilfe, und wir sind gute Freunde geworde. Wir haben gerade unser neues Album &#8220;Afterlander&#8221; herausgebracht, und es war in England in gerade mal zwei Tagen ausverkauft, was mich doch sehr positiv überascht hat. Ich habe noch ein paar Exemplare zum Verkaufen auf der Trappist Bandcamp-Seite, aber die sind auch schon fast alle weg.</p>
<p>Eines der großartigsten Dinge bei dieser Art von Musik ist, dass es eine kleine Nische ist, und du all die wunderbaren Leute treffen kannst, die die ganzen Labels, Blogs u.s.w. aus reiner Leidenschaft betreiben. Es ist harte Arbeit und eine recht kostspielige Übung für wenig Entgelt. So sind Leute wie Nathan Ford, Ant James und Simon Norfolk echte Pioniere, wenn es darum geht, solche Musik herauszubringen in dieser musikgeschichtlich so schwierigen Zeit, zumindest was die Industrie betrifft. Von daher meinen Respekt für sie und alle, die ähnliches tun.</p>
<p><em><strong>Eure ersten Alben waren nicht nur als Download erhältlich, sondern auch als limitierte CD-Rs. Wie ist eure Einstellung zu physischen Tonträgern generell?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11168915_1017583018253807_8849051785470758788_n.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10867" title="Trappist11168915_1017583018253807_8849051785470758788_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11168915_1017583018253807_8849051785470758788_n-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Für mich sind physische Tonträger sehr wichtig, nur sind sie auch sehr teuer. Wenn immer wir ein Album machen, sorge ich dafür, dass wir allen Kosten zum Trotz irgendetwas physisches auf Lager haben werden, für gewöhnlich in limitierter Ausflage. Vinyl ist natürlich meine favorisierte Form, aber wie gesagt sehr teuer. So sind CD-Rs dann das nächst beste.</p>
<p><em><strong>Es gibt wohl Pläne für ein Splitalbum mit Stone Breath. Kannst du uns erzählen, wie es dazu kam und um was für ein Konzept oder eine Idee es sich dabei handelt?</strong></em></p>
<p>Ich bin schon lange ein Fan von Stone Breath und fragte Timothy, wie es wäre, eine Split-12&#8221; zusammen zu machen. Wieder aufgrund der Kosten haben wir uns dann entschieden, stattdessen ein Spit-Tape zu machen, welches später in diesem Jahr oder Anfang 2016 herauskommen soll. Beide Bands werden ungefähr 18 Minuten Musik pro Seite beisteuern.</p>
<p>Als ich in meinen späten Zwanzigern war, kam ich ganz naiv zu dem Schluss, dass es bei seltsamer Folkmusik und Psychedelia immer um den Tod geht. Und dass keine neue Musik nicht einmal entfernt an Gruppen wie COB, I.S.B etc etc herankommen. Das war, bevor ich Sachen wie Stone Breath, In Gowan Ring die frühen Alben von Six Organs zu hören bekam. Diese Bands und andere haben mich wirklich wieder dazu gebracht, mit der Folkmusik weiter zu machen, die ich immer geliebt hatte. Es scheint, als haben sie die Elemente der ersten Welle des Acid Folk genommen und eine sehr frische und ernsthaft neue Herangehensweise an solche Musik geschaffen.</p>
<p>Ich hoffe, dass Trappist das auch kann.</p>
<p><em><strong>In einigen eurer Songs finden sich Spuren orientalischer/asiatischer Musik. Abgesehen davon, dass du Oud spielst und manchmal mit einem chinesischen Musiker zusammenspielst &#8211; ziehst du direkte Einflüsse aus nicht-westlichen Musikkulturen? Gibt es bestimmte asiatische oder vorderasiatische Musik, die du hörst?</strong></em></p>
<p>Ich bin ein großer Fan von Gamelan-Musik. Vor ein paar Jahren, als wir mit Trappist abgefangen hatten, gab es den Plan, ein Album mit dem Melbourne Gamelan Orchestra aufzunehmen. Adam Casey stieg aus kurz nachdem wir uns mit ihnen getroffen hatten, und so wurde nie etwas daraus. Aber ich würde so etwas nie ausschließen, da Adam und ich immer wieder davon reden, in irgendeiner Form zusammen Musik zu machen.</p>
<p>Ich bin außerdem ein großer Fan von Hamza el Din, obwohl der aus Nordafrika stammt. Sein Oudspiel ist nicht von dieser Welt. Kan Mikamis Album &#8220;Barking Practice&#8221; ist grandios; Kazuki Tomokawa; Karuna Khyal; Ghost aus Japan (v.a. ihre frühen Alben)&#8230;. nicht zu vergessen die vielen Alben aus dem Nahen Osten. Es gibt so viele großartige Platten, zu viele, um sie alle aufzuzählen.</p>
<p><em><strong>Vielleicht passen die orientalischen Elemente ja ganz gut zu eurem Interesse an biblischen Themen. Denkst du, dass das westliche Christentum gut daran tun würde, den &#8220;exotischen&#8221; Hintergrund seiner eigenen Wurzeln wieder zu entdecken?</strong></em></p>
<p>Ich denke, das Problem mit dem westlichen Christentum ist, dass es seine Wurzeln komplett vergessen hat &#8211; vergessen, wo es herkommt. Im Laufe der Zivilisation wurde das Christentum von Menschen umgeformt, und für mich als Christ ist es manchmal schwierig, zu beurteilen, welche Teile von Christus kommen und welche über die Jahre durch menschliche Interpretation verdreht worden sind. Es ist eine heikle Sache &#8211; und es ist wirklich schwer, da ein bisschen Klarheit einzubringen. Aber wenn wir über immaterielle Werte reden, ist es ziemlich offensichtlich, dass die Menschheit und besonders die westliche Zivilisation alles ziemlich ruiniert hat. Obwohl auch ich nicht komplett unschuldig bin. Wir alle haben unseren Anteil daran.</p>
<p>Einigen wir uns darauf, dass Jesus Christus in den letzten 2000 Jahren ein ziemlich schlechtes PR-Team hatte, haha!</p>
<p>Aber wie in allen Ideologien oder Glaubenssystemen, gibt es auch hier immer Gutes und Schlechtes. Manchmal sind die Leute oder die Medien auf das Negative fokussiert und vergessen die großartigen Dinge, ebenso wie die furchtbaren natürlich. Unglücklicherweise tun Menschen bisweilen undenkbare Sachen in der festen Überzeugung, dass es das richtige sei.</p>
<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist1510683_990230264322416_9071354077736639320_n.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-10868" title="Trappist1510683_990230264322416_9071354077736639320_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist1510683_990230264322416_9071354077736639320_n.jpg" alt="" width="417" height="835" /></a>Du bzw. ihr nennt euch “Xian“. Welche Rolle spielt euer Glaube eigentlich generell in eurer kreativen Arbeit?</strong></p>
<p>Ich liebe seit jeher diese selbstverlegte Xian-Alben wie etwa Trees Community, Silmaril, Concrete Rubber Band, Caedmon u.s.w. und ich denke, ich bin Christ.</p>
<p>Dennoch zögere ich in einem gewissen Grad, mich als Christ im traditionellen Sinne zu bezeichnen. Vor allem, weil ich aus verschiedenen Gründen ziemliche Probleme mit der Evangelikalen Bewegung habe, mit der Katholischen Kirche und anderen Konfessionen. Aber gleichzeitig ist es zum Teil sehr herausfordernd, als Teil des Christseins an einer Gemeinschaft teilzunehmen. Aber ehrlich gesagt schrecken mich die Gemeinschaften und ihre altmodischen Ideen total ab. Es ist für mich also zumindest sehr kompliziert, HaHa!</p>
<p>Was die Einflüsse auf unsere Songs betrifft&#8230; Für mich macht das eine Menge dessen aus, was Trappist sein soll, auch wenn der Rest der Band meinen Glauben nicht teilt. Mir als Songwriter zeigt dies, wie offen und einfühlsam meine Bandmitglieder sind, und ich kann von Glück sagen, dass ich sie habe.</p>
<p><em><strong>Wie in der Musik findet sich auch in euren Inhalten ein starker Bezug zu heretischen Seitenpfaden, du beschäftigst dich mit John Dee, Franz von Assisi und einer Reihe an apokryphen und gnostischen Schriften. Fändest du es zu negativ zu sagen, dass in der (religiösen und kulturellen) Geschichte einiges schief gelaufen ist, oder entspricht das deiner Sichtweise? Gibt es etwas, das du mit diesen Referenzen rüberbringen willst?</strong></em></p>
<p>Also es fing so an, dass ich vor einigen Jahren ein großes Interesse an John Dee entwicklete. Am meisten interessierte ich mich für seinen angeblichen Kontakt zu Engelwesen während seiner Wahrsager-Sessions. Aber ganz ehrlich gesagt hatte das einen außerordentlich negativen Effekt auf meine Psyche.</p>
<p>Ich war total fasziniert von all dem Symbolismus, den er herausgearbeitet hatte über seine Interaktion mit Engeln, Enochismuns und speziell das Sigillum Æmeth-Pentakel.</p>
<p>Ich will da nicht ganz so sehr ins Detail gehen, da es eine sehr persönliche Sache ist, aber ich kann sagen, dass es eine sehr dunkle Zeit meines Lebens war und dass all dies auch zeitweise eine Auswirkung auf meine Ehe hatte. Ich weiß bis heute nicht, was genau passiert ist, aber ich werde mich nie mehr so stark auf eine solche Sache einlassen.</p>
<p>Diese Interaktionen brachten John Dee letztlich selbst zu Fall. Deshalb denke ich auch, dass seine Kontakte während der Wahrsager-Sitzungen wenig mit Engelwesen zu tun hatten.</p>
<p>Das Album &#8220;The Five Wounds of Francis Minor&#8221; war wohl so etwas wie ein Konzeptalbum, das die Leben von John Dee und Franz von Assisi vergleichen sollte.</p>
<p>Beide Männer waren besessen von der Idee, sich mit dem Göttlichen zu verbinden und beide waren extrem hingebungsvoll. Aber beide wählten auch sehr unterschiedliche Wege um diese Verbindungen zu finden.</p>
<p>Meiner Meinung nach hatte der Heilige Franziskus den richtigen Weg gewählt und wurde dafür belohnt. So sehr letztlich, dass er der erste Mann wurde, der die Stigmata erleiden durfte, was sich natürlich nach einer sehr morbiden Belohnung anhört, aber ich denke, es ist die größte Ehre, die einem Menschen zuteil werden kann.</p>
<p>Ich bin auch sehr interessiert an allen Schriften und finde die Gnostischen Evangelien ausgesprochen schön und sehr interessant. Aber wie alle angeblich heiligen Doktrinen denke ich, sind sie mit Vorsicht zu genießen und man sollte sie mit einem gewissen Augenzwinkern lesen, haha.</p>
<p>Im falschen Kontext können sie furchtbare Konzequenzen haben, man denke etwa an die Behandlung von Homosexuellen durch die Kirche und Gesellschaft und vergleichbares. Traurigerweise benutzen Leute die Schriften, um damit schönzureden, dass sie bigotte Arschlöcher sind. Und die Liste geht weiter, unglücklicherweise.</p>
<p>Aber trotz alledem bin ich nach wie vor sehr interessiert an christlicher Mystik und denke, dass sie eine sehr wichtige Rolle gespielt hat, was unser Verständnis von der Welt und der jenseitigen Welt betrifft. Ich denke einfach, dass John Dee reingelegt wurde und er hat deswegen ein tragisches Leben erlittent.<span style="text-decoration: underline;"><br />
</span></p>
<p><em><strong>Auf eurem Album “Like A Beehive, The Hill Was Alive“ gibt es einen Song namens “The Golden Bough“, der wahrscheinlich auf James George Frazers gleichnamige Arbeit verweist. Warum deutet ihr auf dieses spezielle Buch?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11846626_1043817288963713_5011963123767655511_n.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10872" title="TRappist11846626_1043817288963713_5011963123767655511_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11846626_1043817288963713_5011963123767655511_n-300x227.jpg" alt="" width="300" height="227" /></a>Mein bester Freund und zeitweise Songwritingpartner Neil Sweeney gab mir das Buch, als ich ihn in New York besuchte. Seine Idee war, eine Handvoll Songs über dieses Buch zu schreiben und ein Album daraus zu machen. Wir haben das Projekt nie zuende gebracht, und &#8220;The Golden Bough&#8221; war ein Track, den ich dafür schrieb.</p>
<p>Neil und ich planen, recht bald ein gemeinsames Album zu machen. Neil ist ein fantastischer Outsider-Folksänger und Songwriter in Baltimore, und ich freue mich sehr darauf, bald wieder mit ihm zu arbeiten.</p>
<p><em><strong>In dem Song &#8220;Lucifer Mosquito&#8221; singt ihr über die Genesis und die Erbsünde auf eine Art, die sich sehr vom biblischen Narrativ unterscheidet. Was für eine Geschichte ist es, die ihr da erzählt?</strong></em></p>
<p>Dem Song und der Story in &#8220;Lucifer Mosquito&#8221; liegt ein Traum zugrunde, den ich irgendwann hatte, ein ziemlich absurder Traum ehrlich gesagt. Es ist im wesentlichen eine alternative Version des Falles von Adam und Eva. Statt von der Schlange im Garten Eden verführt zu werden, sieht Adam, wie eine Stechmücke Blut von einem Schwein saugt, was ihn auf die Idee bringt, seine vegetarische Lebensweise aufzugeben und Tiere (in seinem Fall das Schwein) zu schlachten und zu essen.</p>
<p>Deswegen ist es gewissermaßen der Beginn des Falls der Menschheit, als Adam an einem derart brutalen Akt teinahm. Manche Theologen glaube, dass der Mensch vor dem Sündenfall Vegetarier war, und dass wir erst nach der Vertreibung aus dem Garten zu Karnivoren wurden.</p>
<p>Ich muss aber betonen, dass ich keineswegs Kreationist bin und bloß den Traum derart abgefahre fand, dass ich einen Song darüber schreiben musste, haha.</p>
<p>Ich betrachte die Genesis in der gleichen Weise wie ich das Buch der Offenbarung betrachte. Geschichten, die in einer fast fabelartigen Weise geschrieben waren, um Gottes Verhältnis zur Menschheit zu beschreiben. Aus diesen Geschichten lernen wir, doch sie sollten niemals wörtlich genommen werden.</p>
<p>Und was für fantastische Geschichten das sind! Auch die von der Arche Noah.</p>
<p><strong><em>Was kannst du uns über die Folk- und Psychedelic-Musik in Australien und speziell Melbourne erzählen? Bist du da in eine Szene involviert?</em><br />
</strong></p>
<p>Um ehrlich zu sein, die Szene in Melbourne ist wirklich klein, obwohl ich normalerweise nicht sehr häufig ausgehe und somit kein Experte bin für die Musik, die in Melbourne gespielt wird.</p>
<p>Wir selbst spielen auch nur sporadisch in der Gegend um Melbourne, und es scheint wohl ein paar junge Leute zu geben, die von den ganzen neueren Psychedelic-Gruppen beeinflusst sind. Jede Menge Psychedelic-Bands im Shoegazer-Stil mit Brian Jonestown Massacre-Reverbsound.</p>
<p>Eine Band von Melbourne, die ich besonders mag, sind die Citradels. Ihr Sound erinnert mich ein bisschen an The Outsiders und scheint ein bisschen mehr an östlich inspirierten  Psyche-Jams orientiert zu sein.</p>
<p><em><strong>Denkst du, der frühe Tod von Camera Obscura-Gründer Tony Dale hat eine große Lücke in der australischen Folkmusik hinterlassen?</strong></em></p>
<p>Ich hatte nie das Vergnügen, Tony Dale persönlich zu treffen, obwohl ich einige Camera Obscura-Sachen liebe und immer noch gerne höre. Es war sehr traurig, als Tony starb und ich kenne viele Leute, die ihn gekannt hatten, u.a. mein bester Kumpel Neil Sweeney und die großartigen Jungs von Vicious Sloth-Collectables. Diese Leute haben Trappist wirklich unterstützt und sind sehr in Ordnung.</p>
<p>Ich denke, Tonys Tod hat weltweit in der Psych-Szene eine große Lücke hinterlassen. Tony hat über die Jahre hinweg soviele unbekannte Bands unterstützt und einem Publikum bekannt gemacht.</p>
<p>Es ist traurig, aber es sind immer die Guten, die von uns gehen.</p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
<p>Titelfoto: Alan Davidson (Kitchen Cynics)</p>
<p>Gemälde: Norbert H. Cox</p>
<p><a href="https://trappistafterland.bandcamp.com/">Trappist Afterland Band @ Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/trappistafterland">Trappist Afterland Band @ Facebook</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>We still need to document our future through song. Interview with Trappist Afterland</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2015 11:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Maybe let&#8217;s start with a rather tedious question but could you say a few words about the beginnning of the band? I started Trappist in 2010 with an old friend of mine Adam Casey who plays in a musical project &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/09/12/we-still-need-to-document-our-future-through-song-interview-with-trappist-afterland/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Maybe let&#8217;s start with a rather tedious question but could you say a few words about the beginnning of the band?</strong></em></p>
<p>I started Trappist in 2010 with an old friend of mine Adam Casey who plays in a musical project called &#8220;The Boy who spoke clouds&#8221;. We released two albums together under the Trappist Afterland Moniker &#8220;The Round Dance of the Cross&#8221; and &#8220;Burrowing to Light&#8221;. Adam recorded both these albums and acted as a sort of producer to my compositions. He left the band after completing &#8220;Burrowing to light&#8221; and I continued on and recorded Beehive. I met Phil Coyle, who is still in Trappist today, Brett Poliness (Silver Ray,Hugo Race) and HakGwai Lau  who I saw busking on the Chinese 2 stringed Violin(ErHu) in the streets of Melbourne. We became friends and the three of us collaborated on what became The Beehive album. The Band these days consists of Phil, Nicholas Albanis(Dandelion Wine) who both were the band on Afterlander and Lachie Robertson. I&#8217;ve also recorded a solo album under the Trappist name &#8220;The Five wounds of Francis Minor&#8221; and I&#8217;m half way through a new record that I&#8217;ve recorded with Anthony Cornish which is also more of a solo album and less collaborative than the Afterlander album. I enjoy both ways of recording and I guess it is projects based thing although the Afterlander band is a pretty permanent fixture, along with Lachie for future recordings and playing live shows. At least as long as they&#8217;ll put up with me HAHA!</p>
<p><em><strong>You mention a number of bands that have influenced you. It seems that they many of them seem to make use of the/a folk idiom but at the same time expanding it musically as well as lyrically (sometimes) radically. What would you say is the one thing that connects them all?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11880551_1043817662297009_8081261230502260491_n.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10861" title="TRappist11880551_1043817662297009_8081261230502260491_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11880551_1043817662297009_8081261230502260491_n-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>I&#8217;ve always thought that the one thing that in it&#8217;s purest form that connects  Folk music is the idea that the songs must convey stories and ideas from a time and place. I guess traditionally folk music was used as a way of connecting community and passing on the history of a people, Place and time. So in more experimental and radical movements, as long as those ideas are still passed on, then that would be what connects it. Experimentation is a big part of our culture through technology today, and although Folk music quite often is associated with the past, we still need to document our future through song. And I believe that there is no better way to do that than by using all the modern tools available to us .This in turn reflects aspects of our culture today</p>
<p><em><strong>A lot of folk musicians today havn&#8217;t grown up with folk music, and often their creative biographies started with punk for instance or other kinds of rock music until they discovered traditional music. How was it in your case?</strong></em></p>
<p>I guess my musical background as a young man began with underground Thrash, Glam and Death Metal. Followed by 90&#8242;s Punk and Alternative rock. In my mid Twenties I became obsessed with TG, Whitehouse, Psychic TV and all the prog ,Psych, Free Jazz, British revival and Acid Folk I could get my hands on. These days it&#8217;s all of the above plus a lot of music from all over the world especially Indian Music, Gamelan, Ancient classical music(Hesperion xx,David Munrow etc) and more traditional types of folk music. I guess when I was twelve or so those early Dylan albums seemed pretty quintessentially as folk as it got for me. And it all developed from there.</p>
<p><em><strong>You play a lot of different instruments. How did it come that you learned to play them all? Did you start with a particular one, and the others followed step by step? Which one do you identify most with?</strong></em></p>
<p>I guess like most young men at around the age of twelve I became obsessed with the guitar through the eighties Thrash scene. Was given an electric guitar for Christmas one year and soaked it in distortion and started playing bad lead and power chords. Started the Metal garage band in my parents Basement and everything developed from there. As I got older developed more of an interest in folk music, taught myself to finger pick and began writing songs. I got married when I was 28 and travelled to Vietnam for my Honeymoon. It was there that I began experimenting with more exotic stringed instruments and taught myself to play the Dan Bau Monochord, Oud ,and I purchased the Dulcitar from Timothy Renner (of Stone Breath).The Dulcitar is essentially a Dulcimer with a vibrating bridge that gives it the Sitar Twang. Timothy built it, quite genius really</p>
<p><em><strong>When talking about the wide variety of instruments used and of muscical culture(s) that seem to have influenced you, I&#8217;m wondering if the album “The Christ Tree“ by The Trees Community that Timothy Renner re-released some years ago has had an impact on your work?<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11136618_992547790757330_362026334356205106_n.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10866" title="Trappist11136618_992547790757330_362026334356205106_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11136618_992547790757330_362026334356205106_n.jpg" alt="" width="960" height="640" /></a></strong></em></p>
<p>I Absolutely love that album by the Trees Community, and yes it has been a big influence on all things Trappist. My best friend Neil Sweeney gave me a vinyl rip on CDR around 2007 and I became quite obsessed with it. A year or 2 later I heard Timothy was doing the re-issue and was lucky enough to get the cd Box .All the bonus material is Great, although the Christ Tree itself still stands on it&#8217;s own.</p>
<p>I also particularly like the album &#8220;Christian Lucifer&#8221; by Perry Leopold and the album by Silmaril The Voyage of Icarus. But the list could go on.</p>
<p><em><strong>Your first three albums have been self-released. Your fifth album is going to be released by Sunstone Records on vinyl. Is that for you a new stage in the evolution of the band?</strong></em></p>
<p>I guess it is, not by choice though. When we initially started Trappist we were always on the lookout for like minded folk to put out our releases, but it wasn&#8217;t until we were approached by Nigel Spencer from Folk Police in Manchester that we had any offers. Nigel was starting a new label to put out less commercial folk music called Eleven Willows and the plan was to release our third album Beehive on Vinyl. Unfortunately the label folded before it got off the ground. We then were approached by Nathan Ford from New Zealand blog magazine the Active Listener to do a digital release of the album, which we did. The Active listener has been instrumental in helping us get more exposure and Nathan is a fantastic guy who helps so many bands. A true unsung hero of the underground psych scene at the moment.</p>
<p>From there we were lucky enough to be offered a release with Sunstone Records. Ant James,Will and Simon Norfolk run the label from Chester and Morecombe in the north west of England. They have been an amazing help and have become good friends. We have just released our latest album &#8220;Afterlander&#8221; and it sold out in 2 days in England, which really surprised me in a very wonderful way. I have a few copies for sale on the Trappist Bandcamp page but they are nearly all gone too.</p>
<p>One of the great thing about playing the kind of music that is quite niche is that you get to meet all these wonderful folks who truly are doing these labels,blogs etc for their love of it. I is such hard work and a very costly exercise for very little monetary reward. So people like Nathan Ford ,Ant James and Simon Norfolk are true pioneers in getting this sort of music out there during such a bad time in our musical history. At least in the sense of the industry. So Kudos to them and those like them.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11168915_1017583018253807_8849051785470758788_n.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10867" title="Trappist11168915_1017583018253807_8849051785470758788_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11168915_1017583018253807_8849051785470758788_n-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Your first albums were not only available as downloads but also as limited CD-Rs. What is your attitude towards physical releases?</strong></em></p>
<p>For me Physical releases are very important, although very costly. Whenever we do an album I always ensure that we have some kind of physical stock usually in limited supply, again due to cost. Obviously vinyl is my favourite form but again it is incredibly costly. So CDR&#8217;s are usually the next best thing.</p>
<p><em><strong>There are plans to release a split album with Stone Breath. Can you tell us how that started and if there is a concept/central idea behind it?</strong></em></p>
<p>I have been a fan of Stone Breath for some time now, and approached Timothy to do a split 12 inch. Again due to the costly nature we have decided to do a split cassette instead, which should be out later in the year or early 2016.Both bands will be doing about 18 minutes of music per side.</p>
<p>When I was in my my late twenties I had come to the conclusion quite naively that when it came to strange folk music and psych that it had pretty much been done to death. And that no new music could even come close to the likes of COB,I.S.B etc etc. That was until I heard the likes of Stone Breath, In Gowan Ring and the early Six Organs albums. Those bands and others really re- invigorated me to continue doing the folk music I&#8217;d always loved. They seemed to have taken the elements from the first wave of Acid folk and created a very fresh and sincere new take on the genre.</p>
<p>I hope Trappist can do the same.</p>
<p><em><strong>In some of your songs you can find traces of Oriental/Asian music. Apart from the fact that you play the oud and sometimes cooperate with a Chinese musician &#8211; do you draw some direct influence from non-Western music cultures? Is there some particular kind of Asian or Middle Eastern music that you enjoy?</strong></em></p>
<p>I&#8217;m a massive fan of Gamelan music. A couple of years ago when Trappist first started there was talk of doing an album with the Melbourne Gamelan Orchestra. Adam Casey left shortly after we met with them and we never quite got to doing it. But I&#8217;d never rule it out in the future, as me and Adam always talk about doing music together in some form or another.</p>
<p>I&#8217;m also a big fan of Hamza el Din, although he is from Northern Africa. His Oud playing is out of this world. A few others of note&#8230;. Kan Mikami&#8217;s album &#8216;Barking Practice&#8217; is great; Kazuki Tomokawa; Karuna Khyal; &#8216;Ghost&#8217; from Japan (especially their early albums)&#8230;. not to mention the many excellent Middle Eastern albums. So many great records to be heard&#8230; too many to mention.</p>
<p><em><strong>Maybe the slight Middle Eastern elements are somhow consequent in context with your interest in biblical subjects. Do you think that Western Christianity would benefit from discovering that its roots lie in a quite &#8220;exotic&#8221; ground?</strong></em></p>
<p>I think the problem with western Christianity is that it has completely forgotten its roots &#8211; forgotten where it comes from. Throughout civilization, Christianity has been moulded by men, and as a Christian myself it can be hard to know which parts are of Christ and which parts have been twisted over the years by human interpretation. It&#8217;s a slippery slope &#8211; and can be very hard to get to some sort of clarity within that. But as we are talking about intangibles it is quite predictable that the human race especially western civilization has made quite a mess of it. Although, I&#8217;m not exactly innocent of it either over the years. We all play a part.</p>
<p>Let&#8217;s just say Jesus Christ has had a pretty bad PR team for the past 2000 years haha!</p>
<p>But like any ideology or belief system, there are always positives/negatives. Sometimes people and the media do focus on the negative and forget that amazing things have been achieved through it, As well as horrific things of course.Unfortunately sometimes the people doing unthinkable things truly believe they are doing the right thing.</p>
<p><em><strong>You call yourself/yourselves “Xian“. What role does your belief play in the creating<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist1510683_990230264322416_9071354077736639320_n.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-10868" title="Trappist1510683_990230264322416_9071354077736639320_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist1510683_990230264322416_9071354077736639320_n.jpg" alt="" width="417" height="835" /></a> of your work(s)?</strong></em></p>
<p>I have always loved those private press Xian albums such as Trees Community, Silmaril, Concrete Rubber Band ,Caedmon etc, and I guess I am a Christian.</p>
<p>Although to some extent I hesitate to call myself Christian in a traditional sense. Especially since I do tend to struggle with the Evangelical movement, the Catholic Church and other denominations for different reasons. But at the same time it is very challenging as a big part of being Christian is to partake in community. But quite frankly the communities and a lot of their archaic ideas completely rub me the wrong way. So for me at least at the moment it is complicated HaHa!</p>
<p>As for its influence on the songs&#8230; It is for me, a huge part of what Trappist is about, although the rest of the band don&#8217;t share my beliefs. Myself being the songwriter though shows me how open and sympathetic to the cause my bandmates are, and I&#8217;m lucky to have them.</p>
<p><em><strong>Not only in the music, also in your content you show great interest in somehow heretic sidepaths, as nyou deal with John Dee, Franz von Assisi and a number of apocryphal/gnostic scriptures. Would you find it too negative to say that in (religious and cultural) history, some things went terribly wrong? Or is this the way you see things? Do you have some kind of message when referring to these topics?</strong></em></p>
<p>I guess to start, A few years back I got very interested in the story of John Dee. I Especially got very intrigued by his supposed Angelic contact through his scrying sessions .But in all honesty it had a profoundly negative effect on my psyche.</p>
<p>I became quite obsessed with all the symbolism he transcribed via these angelic interaction, Enochism and particularly the Sigillum Æmeth pentacle.</p>
<p>I won&#8217;t go into to much detail as it is quite personal thing, but I can say it was a very dark time in my life which even effected my marriage for a short time .I still to this day don&#8217;t quite understand what happened, but I will never get so involved in such a thing again.</p>
<p>These interactions surely were the downfall of John himself. So I doubt that there was anything Angelic about the connections he made during the Scrying sessions.</p>
<p>The album &#8220;The five wounds of Francis Minor&#8221; I guess was a concept album comparing the life of John Dee and Francis of Assisi.</p>
<p>Both men were very obsessed with connecting with divinity and were both extremely devout. But both of them went on very different paths trying to find connections.</p>
<p>In my opinion Saint Francis took the right path and was rewarded for it .To such an extent that he became the first man to suffer the Stigmata,Which I know sounds like very morbid reward, but I think it is the greatest honour a human being can be bestowed.</p>
<p>I am also very interested in all scripture and find the Gnostic gospels very beautiful and especially interesting. But as with all supposed holy doctrine I think needs to be read with caution, and a big grain of salt haha.</p>
<p>Taken in the wrong context can have hideous consequences, such as the Church and societys treatment of homosexuals amongst many other things. Sometimes people use scripture to justify being bigoted arseholes sadly. And the list goes on unfortunately.</p>
<p>But in saying all this I am still very interested in Christian mysticism and do believe it has played a very important role in shaping our understanding of the world, and the world to come. I just think John Dee was played and suffered a tragic life because of it.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11846626_1043817288963713_5011963123767655511_n.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10872" title="TRappist11846626_1043817288963713_5011963123767655511_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11846626_1043817288963713_5011963123767655511_n-300x227.jpg" alt="" width="300" height="227" /></a>On your album “Like A Beehive, The Hill Was Alive“ there is as song called “The Golden Bough“, I guess alluding to James George Frazer&#8217;s study of the same name. Why did you choose to refer to that particular work?</strong></em></p>
<p>My best friend and sometimes songwriting partner Neil Sweeney gave me the book when I was visiting him in New York City. His idea was for us to write a bunch of songs about the book and putting it out as an album.</p>
<p>We never finished the project, and the golden bough was one track I wrote for it.</p>
<p>Neil and I are planning on doing an album together very soon. Neil is an incredible outsider folk singer/ songwriter out of Baltimore, i&#8217;m very much looking forward to working with him again.</p>
<p><em><strong>In the song &#8220;Lucifer Mosquito&#8221; you sing about Genesis and original sin in a way that differs much from the common Biblic narrative. What kind of story is it, that you tell there?</strong></em></p>
<p>Basically the song and story of &#8220;Lucifer Mosquito&#8221; was a dream I had one night. Quite an absurd dream really. It is essentially an alternative version of the Fall of Adam and Eve.Instead of them being tempted by the serpent in Eden, Adam sees a mosquito suck the blood from a pig, which gives him the idea to give up his vegetarian ways and slay the animals(in this instance the pig) to eat it.</p>
<p>Hence it is in a sense the beginning of the fall of man once Adam takes part in this violent act. Some theologians believe that before the fall, Man was vegetarian and after our expulsion from the Garden we began our carnivores ways.</p>
<p>Let me stress though, I am not in any way a creationist and I just found the dream to be so tripped out that I had to write a song about it haha.</p>
<p>I look at Genesis in the same way as I look at the Book of Revelation.</p>
<p>Stories written in an almost fable like way to explain Gods relationship with Humanity. From these stories we learn lessons, but they should never be taken Literally.</p>
<p>And amazing stories they are! including Noah&#8217;s Ark.</p>
<p><strong><em>What can you tell us about folk and psychedelic music in Australia and Melbourne? Are you part of a local scene?</em><br />
</strong></p>
<p>To be honest the Scene in Melbourne is fairly small, although I don&#8217;t tend to wander out much, so i&#8217;m probably not exactly an expert on the music being played in Melbourne .</p>
<p>We play around Melbourne fairly sporadically and there is new scene of young folk that seem to be inspired by some of the new psych bands that are around at the moment.</p>
<p>A lot of shoegazer type psyche bands with Brian Jonestown Massacre reverb drenched style sounds.</p>
<p>I particularly like a band from Melbourne called the Citradels. Their sound reminds me a bit of the Outsiders and seem to dabble in more Eastern inspired Psyche jams.</p>
<p><em><strong>Do you think that the passing of Camera Obscura founder Tony Dale left a big gap in Australia&#8217;s folk music?</strong></em></p>
<p>I never had the pleasure of meeting Tony Dale although I loved and still listen to stuff on Camera Obscura. It was very sad when Tony passed and I know a lot of people who knew him, including my best mate Neil Sweeney and the lovely guys at Vicious Sloth collectables. Those guys have been real supportive of Trappist and they are lovely guys.</p>
<p>I think a big gap has been left in the Psych scene in general all over the world since Tony&#8217;s passing. Tony Championed and gained exposure for so many great obscure bands over the years.</p>
<p>It&#8217;s always the good ones that leave us sadly.</p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
<p>top photo: Alan Davidson (Kitchen Cynics)</p>
<p>painting: Norbert H Cox</p>
<p><a href="https://trappistafterland.bandcamp.com/">Trappist Afterland Band @ Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/trappistafterland">Trappist Afterland Band @ Facebook</a></p>
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		<title>ALIF: Aynama-Rtama</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2015 05:09:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man muss viel regelmäßiger Musik aus dem nordafrikanischen und vorderasiatischen Raum hören, um ein Gespür für die Poptauglichkeit des Arabischen zu bekommen. Gesungen und im Kontext einer Musik, die mit westlichen Popkategorien kompatibel ist und trotz Wurzeln in der traditionellen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/09/05/alif-aynama-rtama/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/08/alifaynamartama.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10719" title="alifaynamartama" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/08/alifaynamartama-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man muss viel regelmäßiger Musik aus dem nordafrikanischen und vorderasiatischen Raum hören, um ein Gespür für die Poptauglichkeit des Arabischen zu bekommen. Gesungen und im Kontext einer Musik, die mit westlichen Popkategorien kompatibel ist und trotz Wurzeln in der traditionellen arabischen Musik zu unkitschig ist, um Exotismus zu befriedigen, bekommt die Sprache, die man hierzulande wohl doch meist nur im Vorbeigehen oder in politischen Nachrichten streift, einen ganz anderen Klang. Ihr für westliche Ohren oft etwas abgehackter Rhythmus entfaltet dabei eine ganz eigene Poesie. Eine Band, die sich in der Hinsicht<span id="more-10718"></span>hervorragend zum Einstieg eignet, ist Alif &#8211; ein Kollektiv, dessen derzeit fünf Mitglieder in den ungleichen Musikhochburgen Kairo und Beirut leben <a title="MAURICE LOUCA: Benhayyi Al-Baghbaghan (Salute The Parrot)" href="http://africanpaper.com/2014/11/15/maurice-louca-benhayyi-al-baghbaghan-salute-the-parrot/">und über deren Keyboarder Maurice Louca hier schon berichtet wurde</a>. Mit &#8220;Aynama-Rtama&#8221; (dt. &#8220;Wo immer es hinfällt&#8221;) legt das Quartett ein Debüt vor, das ich &#8211; wenngleich vom Schwerpunkt der Instrumentierung her wesentlich traditioneller geraten als Loucas Solodebüt &#8211; als durchweg poptauglich bezeichnen würde.</p>
<p>Die acht Stücke auf &#8220;Aynama-Rtama&#8221; sind wie kleine Vexierbilder, denn stets beginnen sie solide und greifbar und entpuppen sich im Verlauf doch immer als Irrgärten mit vielen unberechenbaren Abzweigungen. &#8220;Holako&#8221; geht gleich zur Sache und umgeht jedes langatmige Intro. Loucas Tasten und die hypnotische Oud von ex Sunn O)))-Supporter Khyam Allami legen das Fundament für Tamer Abu Ghazalehs leidenschaftlichen Gesang, Bass und eine treibende Drumsection kommen hinzu und bauen ein stabiles Songgebilde auf, nur um es am Ende, nach einigen kleinen Detonationen, explodieren zu lassen. Ich weiß nicht, ob sein textlicher Inhalt auch so destruktiv ist, der Text aus der Feder des irakischen Dichters Sorgon Boulus jedenfalls besingt einen Hulagu &#8211; so hieß auch der Mongolenführer, der im 14. Jahrhundert Boulus Heimatstadt Baghdad und mit ihr das Abbassidenreich in Schutt und Asche legte (aus Gründen des Respekts wurde die Kalifenfamilie nicht enthauptet, man wickelte sie stattdessen in Teppiche und ließ sie von einer Herde Pferde zertrampeln, aber das nur am Rande.)</p>
<p>Alle Songs haben ihren eigenen Charakter, steht bei einen mehr der Rhythmus in Zentrum, so ist es bei anderen der basslastige Groove, das gekonnte Zusammenspiel von Oud und Buzuq oder die berührenden Gesangsmelodien, bei denen Abu Ghazaleh stilvoll die Vokale langzieht und an ausgewählten Stellen schon mal ins Falsett kippt. Ich bin eigentlich niemand, der darauf Wert legt, dass jeder Ton immer an der richtigen Stelle sitzt, doch hier &#8211; sei es bei den Ornamenten des Oudspiels oder beim Stimmeinsatz &#8211; beeindruckt die Präzision schon deshalb, weil sie die Musik immer wieder in die Entgrenzung führt. Mal kulminieren Songs in eruptiven Höhepunkten, in denen für Augenblicke alle Regeln suspendiert scheinen, dann wiederum gleiten die instrumentellen Muster immer mehr ins spontan Improvisierte, bei dem man einen gewissen Jazzcharakter herauszuhören meint und alles wie ein chaotisches Jam wirkt.</p></div>
<div>
<p>&#8220;Aynama-Rtama&#8221; erscheint wie &#8220;Salute the Parrot&#8221; auf Allamis eigenem Nawa-Label und kann als weiterer Botschafter einer interessanten Metropole mit einer immer ergiebigeren Alternativkultur gelten &#8211; und ist, das nicht nur nebenbei, ungemein berührend und kurzweilig zugleich. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.nawarecordings.com/">Nawa Recordings</a></strong></p>
</div>
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		<title>THE INVISIBLE HANDS: s/t</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/05/25/the-invisible-hands-st/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2013 08:10:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Abduction Records]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Bishop]]></category>
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		<category><![CDATA[Sir Richard Bishop]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass Alan Bishop, mehr noch als sein Bruder Sir Richard, hierzulande nur Leuten mit speziellen Interessen ein Begriff ist – man weiß nie so recht, ob man das bedauern oder doch eher trotzig befürworten soll. An seiner bekanntesten Band, den &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/05/25/the-invisible-hands-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/theinvisiblehands.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6767" title="theinvisiblehands" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/theinvisiblehands.jpg" alt="" width="167" height="150" /></a>Dass Alan Bishop, mehr noch als sein Bruder Sir Richard, hierzulande nur Leuten mit speziellen Interessen ein Begriff ist – man weiß nie so recht, ob man das bedauern oder doch eher trotzig befürworten soll. An seiner bekanntesten Band, den nach dem Tod des Drummers aufgelösten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sun_City_Girls">Sun City Girls</a>, bissen sich bereits federführende Diskursblätter die Zähne aus und blamierten sich in Konzertberichten ähnlich wie seinerzeit die Ruhrpott-Postillen bei den Essener Songtagen. Und wenn immer jemand den improvisierten Stilmix lobt, mit dem die frühen Animal Collective bei all der animistischen Folknähe weder<span id="more-6766"></span> wie Hippies noch altbacken klangen – er oder sie hätte dasselbe zehn Jahre zuvor schon bei dem Trio aus Arizona tun können, ohne dabei einen gymnasialen Teeniehype zu hofieren. Schwer zu sagen, warum die <a href="http://www.discogs.com/artist/Sun+City+Girls">Band mit der enormen Diskografie</a> bei uns derart Geheimtipp geblieben ist.</p>
<p>Die Sun City Girls hatten, nicht nur was Improvisation und Offenheit betraf, ein an Surrealismus und Krautrock geschultes Moment. Auch der absurde Humor, der in Titeln, Texten und Artwork zum Ausdruck kam, brach mit bis heute gängigen Konventionen von Eindeutigkeit und ließ die Band wie ein Americana-Pendant zu Nurse With Wound erscheinen. Vieles davon führte Bishop in seinem Soloprojekt <a href="http://www.suncitygirls.com/discography/AlvariusB_BaroquePrimitiva.php">Alvarius B</a> weiter, mit dem er vor zwei Jahren James Bond-Songs und Bob Dylan-Klassiker neu interpretierte – wohl als ironische Hommage an die verdrehten Ideale unserer Zeit. Von all dem findet sich auch viel in seinem jüngsten Projekt The Invisible Hands, das er in seiner Wahlheimat Kairo mit einheimischen Musikern betreibt und das im Nahen und Mittleren Osten ausschließlich unter dem Namen El Ayadi El Khafeyya bekannt ist.</p>
<p>Das Album, entstanden in chaotichen Umbruchszeiten, steht ganz im Zeichen deutlicher Kontraste. Das Zusammenspiel traditionell sehr unterschiedlicher Klänge und Tonalitäten muss nicht als erstes genannt werden, denn solche Übungen sind längst Routine, zumal Oud und weitere Instrumente in dem folkigen Gitarrenpop auch etwas kurz kommen. Vollkommen in Balance dagegen ist die Sprache, wobei die Trennung derart rigoros vollzogen wurde, dass man den Bandnamen entsprechend entweder eine arabische oder die mir vorliegende englische Version in der Hand hält. Die markantesten Brüche ereignen sich im Rahmen der Stimmung und in den Lyrics, denn nichts ist greifbar, jeder Song scheint den vorherigen atmosphärisch zu negieren, und in der Aussage gehen Ernst und schwarzer Humor Hand in Hand. Bissige Popstücke mit sonnigen Melodien, die auch auf einer jüngeren Ariel Pink-Veröffentlichung gepasst hätten („Soma“) finden sich neben romantischen Klavierpassagen („Summer Rain“) und psychedelischen Horrorscores („Dream Machine“, „Hitman Boy“). Wild zusammengewürfelt wirkt das trotzdem nicht. In fröhlichen Beatsongs reimt sich „Water“ auf „Daughter“ und „Slaughter“, und überhaupt ist Bishop ein Meister darin, aus poetischen Phrasen die Luft heraus zu lassen: „So many people on fire/ So many people on ice/So many of them want my money/ The rest of all think i&#8217;m nice“, holpert es flapsig in „Soma“.</p>
<p>Bishop ist als Texter ein Meister falscher Illusionen, und dabei durchaus nicht nur an Kabarett und Dada interessiert. „I heard they saw his Papa“, könntet man in „Black Blood“ verstehen, doch es heißt „sawed“ und geht weiter :„in half, right in front of his eyes“. „And out came birds that fly“, heißt es in der nächsten Strophe, doch der aufmerksame Hörer weiß längst, dass es hier um den Schädel eines Freundes geht. „Black Blood“ ist der schockierende Gedankenstrom eines Gefangenen im „War of Civilization“, der gerade eine demokratische Verhörmethode über sich ergehen lässt – und lügt, dass sich die Gitter des Knastfensters biegen. Eine toller Song und zugleich eine schallende Replik auf alle selbstgerechten Ausreden, wie sie zuletzt beim angeblich untendenziösen Zero Dark Thirty-Machwerk, <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2013/jan/25/zero-dark-thirty-normalises-torture-unjustifiable">zu dem Slavoj Žižek alles Wesentliche gesagt hat</a>, in die Welt gesetzt wurden.</p>
<p>The Invisible Hands/ El Ayadi El Khafeyya werden hoffentlich noch weiter zusammenarbeiten. In einem etwas kauzigen Interview erwähnte Bishop, die Lyrics seien schon Jahre vor der Bandgründung verfasst worden. Vielleicht stimmt das, und eventuell hat er ja noch mehr davon in der Schublade. Geplant ist als nächstes eine Box, in der beide Versionen enthalten sind. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.suncitygirls.com/abduction/">Abduction</a></strong><br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/A4QJI6FeIkw" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>I play the oud! I play music I love&#8230; Interview mit Eliot Bates</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/09/02/eliot-bates-interview/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 18:05:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Current 93]]></category>
		<category><![CDATA[Eliot Bates]]></category>
		<category><![CDATA[Oud]]></category>

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		<description><![CDATA[Eliot Bates ist ein weitgereister Mann, für den die Bezeichnung Musiker sicher nicht ausreicht. Denn neben der praktischen Arbeit an dem orientalischen Instrument seiner Wahl, der Oud – einer Kurzhalslaute, von der angenommen wird, sie sei der Vorgänger der seit dem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/02/eliot-bates-interview/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/eliottop.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-277" title="eliottop" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/eliottop.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><strong>Eliot Bates ist ein weitgereister Mann, für den die Bezeichnung Musiker sicher nicht ausreicht. Denn neben der praktischen Arbeit an dem orientalischen Instrument seiner Wahl, der Oud – einer Kurzhalslaute, von der angenommen wird, sie sei der Vorgänger der seit dem Mittelalter in Europa gebrauchten Laute – ist er Experte für das musikalische Geschehen in Anatolien, befasst sich mit der technischen Seite des Aufnahmeprozesses traditioneller Musik, lehrt an verschiedenen Universitäten sowohl in den USA als auch in der Türkei und hat im renommierten Verlag Oxford University Press ein Buch über Musik in der Türkei veröffentlicht. <span id="more-276"></span>Seit „Baalstorm, Sing Omega“ unterstützt Bates zudem CURRENT 93 live und im Studio. Dass er zusammen mit anderen die Seite dancecult.net betreibt, deren Schwerpunkt elektronische Tanzmusik ist, sollte nicht als Widerspruch sondern als Ergänzung begriffen werden, getreu Blakes Diktum „Without Contraries is no progression“.</strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a title="I play the oud! I play music I love… Interview with Eliot Bates" href="http://africanpaper.com/2013/05/17/i-play-the-oud-i-play-music-i-love-interview-with-eliot-bates/"><strong>Read the English version</strong></a></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em>Viele unserer Leser werden die Instrumente, die du spielst, nicht kennen. Kannst du uns etwas Einführendes dazu sagen? Im neuesten Current 93-Booklet werden Oud, Bendir und Erbane erwähnt…</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Die Oud ist eine elfsaitige bundlose Laute, die in großen Teilen der muslimischen Welt gespielt wird, von Marokko bis Malaysia, von der Türkei bis Kenia. Wir wissen, dass viersaitige Ouds im Baghdad des 6. Jahrhunderts gespielt wurden, aber das Instrument hat sich seitdem verändert. Auf den ersten Blick sieht eine Oud fast wie eine Gitarre aus, aber die Spielweise ist in verschiedener Hinsicht eine komplett andere: Im Modalsystem (Makam), im rhythmischen System (Usul), und überhaupt in allem anderen auch!</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Bendir und Erbane sind beides Rahmentrommeln. Bendirs sind einfach hölzerne Reifen mit einer darüber gespannten Schafs- oder Ziegenhaut, während die Erbane, die in der östlichen Türkei und dem Iran beheimatet ist, zusätzlich hunderte kleiner Ringe hat, die an der Innenseite des Holzreifens befestigt sind. Rahmentrommeln zählen zu den ältesten Musiktechnologien der Welt – über zehntausend Jahre lang wurden sie in vielen Teilen der Erde gespielt.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em>Was kannst du uns über deine früheste Begegnung mit orientalischer Musik erzählen? Hattest du diese Instrumente in einer Musikschule kennen gelernt, oder bist du vielleicht schon früh im Nahen oder Mittleren Osten gewesen?</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Ich bin im Süden Kaliforniens aufgewachsen, und da bekam ich kaum wirklich Musik „aus dem Osten“ zu hören. Aber ich hörte eine Menge an Klassischer Musik des 20. Jahrhunderts, Sachen von Bartok, Prokofiev und anderen Komponisten, die rhythmusbetonte Volkstänze integrierten und Melodien aus Osteuropa und Vorderasien adaptierten. Es war die Lieblingsmusik meiner Mutter; sie spielte sie auf dem Klavier und hatte außerdem diese wunderbaren Aufnahmen von Gyorgy Sandor, die sie auf einem alten Garrard-Plattenspieler laufen ließ. Ich spielte selbst ein bisschen Klavier, bevor ich nicht-europäische Instrumente für mich entdeckte.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/batesliles.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1163" title="batesliles" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/batesliles.jpg" alt="" width="696" height="425" /></a>In den frühen 90ern gab es in Kalifornien eine Menge Konzerte für Sitar- und andere klassische Musik aus Hindustan. Ich hatte vor, solche Musik zu lernen, aber es kam nie dazu. Stattdessen stolperte ich mehr oder weniger zufällig in ein neues College-Ensemble namens UC Santa Barbara Middle Eastern Ensemble. Der Direktor der Gruppe, Dr. Scott Marcus, überredete mich eine Oud in die Hand zu nehmen. Hier begann alles, und ehe ich mich versah, war ich schon kopfüber in die Welt arabischer und türkischer Musik eingetaucht. Ich ging 1993 in die Türkei, um die Oud bei dem bekannten Musiker Necati Çelik zu studieren, und befasste mich ausgiebig mit Ottomanischer Kunstmusik, Anatolischer Volksmusik, mit dem Makam Modalsystem und vielem mehr.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em>Auf deiner Webseite bezeichnest du dich als “ethnomusicologist, oud artist, audio engineer“. Haben die drei Interessengebiete für dich den gleichen Stellenwert? Siehst du einen großen Unterschied zwischen deinen akademischen Arbeiten und deinen Auftritten als Solokünstler und mit anderen Projekten?</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Ich betreibe die Musikethnologie, das Oudspiel und die Tontechnik nun seit zwanzig Jahren, und in einer gewissen Weise beeinflussen sich die Bereiche untereinander. Andererseits sind sie aber auch sehr stark voneinander getrennt. Ich hatte schon immer zuhause an eigenen Aufnahmen herumgebastelt, aber nach einigen enttäuschenden Erfahrungen mit kalifornischen Aufnahmestudios kam ich zu der Schlussfolgerung, dass kalifornische Rock-Studioleute einfach keine Ahnung haben, wie man eine Oud oder orientalische Perkussionsinstrumente aufnimmt. Also musste ich es selbst versuchen. Als ich erst einmal mehr vom Aufnehmen verstand, begann ich, Dinge zu erforschen, die mein Oudspiel und meine und generell meinen kreativen Prozess bereichern konnten. Mein Interesse an Aufnahmen führten mich außerdem nach Istanbul, wo ich lang andauernden musikethnologischen Forschungen in verschiedenen Aufnahmestudios nachging. Ich schreibe gerade auch ein Buch darüber, das fast fertig ist. Ich hatte dort eine Menge Aufnahmen gemacht und war außerdem als Studiomusiker beschäftigt. Ohne diese praktische Erfahrung hätten mir für all meine akademischen Arbeiten vollkommen die Voraussetzungen gefehlt.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Andererseits aber habe ich zum Beispiel überhaupt kein Interesse, irgendwelche musikethnologischen Studien über die Oud anzufangen, ich will sie einfach spielen! Ich würde niemals wieder ein kommerzielles Aufnahmestudio betreiben wollen. Wenn ich Kaderci-Aufnahmen mache oder Kollaborationen mit anderen Musikern beginne, ist es für mich eine Art Forschung, aber nicht eine Forschung mit dem Hirn oder Geist, sondern eine Forschung mit dem Herzen.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em>Beschäftigst du dich eigentlich mit Musik aus dem gesamten Nahen und Mittleren Osten, oder sind es bestimmte türkische, arabische und persische Traditionen, die dich interessieren?</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Ich höre mir eine Menge Musik aus all diesen Regionen an, aber mein Hauptfokus ist seit langem auf ein paar bestimmte Musikarten aus der Türkei gerichtet. Im 19. und 20. Jahrhundert gab es eine romantische Bewegung in der Ottomanischen Kunstmusik, und zahlreiche Komponisten schrieben fantastische Instrumentalwerke und Stücke für Gesang – ich denke an Dede Efendi, Tanburi Cemil Bey, Ismail Hakkı Bey und viele andere. Diese Musik funktioniert wunderbar auf der Oud. Es ist das Repertoire, das du lernst, wenn du auf einem türkischen Konservatorium studierst, und viele türkische CDs mit Oudmusik sind aus dieser romantischen Ära. Ich habe das ernsthaft studiert und spiele es noch immer.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/eliotinstr1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1161" title="eliotinstr1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/eliotinstr1.jpg" alt="" width="436" height="286" /></a>In letzter Zeit bin ich mehr an ländlicher anatolischer Musik interessiert, vor allem an säkularen Liedkompositionen (Deyiş) der Aleviten, oder an den Bozlak-Songs aus dem zentralen Anatolien, die wirklich sehr schön sind und unglaublich „tief“. Durch meine Forschungen in Istanbul bin ich auch häufig mit der sogenannten “Arrangierten Volksmusik” in Berührung gekommen. Das Arrangieren ist in der Türkei eine angesehene kreative Praxis; Arrangeure haben Wege gefunden, Folksongs für alle Arten von Ensembles zu adaptieren – von Gruppen mit Folkinstrumentarium zu Jazz, Surfrock oder Metalbands, oder vielleicht am Interessantesten, Folkinstrumente, die ergänzend in Metal- und Rockmusik integriert werden. Ich höre mir all dieses Zeug an (und für ein paar Jahre hatte ich nichts anderes als Aufnahmen aus der Türkei gehört), aber wie sehr das meine eigene Musik beeinflusst, das variiert von überhaupt nicht bis viel.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em>Spielst du lieber ältere Songs, oder doch eher Eigenkompositionen auf der Basis traditioneller Spielweisen?</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Es ist gut, unterschiedliche Interessen aufrecht zu erhalten – alte Songs spielen, neue Sachen komponieren, alte C93-Songs spielen, an neuen Stücken für C93 mitwirken. Ich arbeite eigentlich permanent an neuen Sachen, zum Beispiel die Kaderci Solosachen, Kollaborationen, und ich mache noch immer ab und an Klangskulpturen.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em>Westliche Hörer tun sich oft schwer, „klassische“ und „folkloristische“ Musik auseinander zu halten, wenn sie aus anderen Teilen der Welt kommt. Ist eine solche Unterscheidung sehr wichtig und trennscharf zu definieren? Bedeutet es dir etwas, als klassischer oder als Folkmusiker betrachtet zu werden?</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Ein Teil dieser Trennung ist real und hat mit nichts anderem als mit dem Kontext zu tun, in dem die Musik früher aufgeführt wurde. Es gab spezielle Arten von Musik, die in den ottomanischen und safavidischen Höfen geschaffen und aufgeführt wurden. Dass wir die Vorstellung einer türkischen oder persischen „klassischen Musik“ geerbt haben, geht sehr stark auf diesen Hintergrund zurück. Allerdings wurde der Begriff „klassisch“ von Musikkritikern und Plattenlabels auch auf Musik angewandt, die gar nichts mit höfischer Kultur zu tun hatte. Populäre Leider aus dem Istanbul des 19. Jahrhunderts beispielsweise, die in keiner Form klassisch oder höfisch waren. Ebenso gibt es eine Standarddefinition „folkloristischer“ Musik, von der man dann annimmt, dass sie aus regionalen Dorftraditionen stammt, dass die Songs keinen „Autor“ haben und dass sich die Musik in den Dörfern nicht wesentlich verändert hat. Dieses Folkkonzept ist stark kritisiert worden, seit man weiß, dass viele regionale Musik sehr wohl spezifische Ursprünge und auch bekannte Verfasser hat. Und es sind auch vielerorts rapide Veränderungen in der Geschichte dörflicher Musik dokumentiert.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Ich bin sehr skeptisch, was die heutigen Unterscheidungen zwischen Klassik und Folklore angeht, sei es in der Türkei oder anderswo, denn sie verführen zu unkritischem Inklusions- oder Exklusionsverhalten bei der Frage, wie „legitim“ letztlich bestimmte Musik ist. Ein Beispiel: Aus welchem Grund wird Alivimusik aus Zentral- und Ostanatolien, die komponiert wurde, einen bekannten Verfasser hat, als ernste Musik rezipiert wird und in einer ebenso langen Aufführungstradition steht wie die ottomanische Hofmusik, nicht als Klassik beschrieben, sondern als Folklore? Alevimusik zählt zu den wenigen polyphonen Musikarten dieser Gegend und ist außerordentlich komplex. Warum ist das Folk und nicht klassisch, wenn gleichzeitig Trinklieder aus den Nachtclubs des 19. Jahrhunderts als Klassik, statt als Folk gelten? Es ist unsinnig!</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Westliche Hörer tun sich aus verschiedenen Gründen sehr schwer, Musik aus solchen Ländern zu unterscheiden. Viele Leute entdecken die Musik der Türkei über “World Music” Sendungen oder entsprechende Plattenlabels, es gibt da eine lange Geschichte des Exotismus und Orientalismus, die unsere Wahrnehmung verdreht und jede Menge Missinformation verursacht hat. Aber das ist nicht nur im Westen so – in der Türkei selbst gibt es eine lange Geschichte der „Selbst-Orientalisierung“ und eine Tendenz zur Romantisierung ostanatolischer Musik durch Stadtbewohner, die keine Vorstellung von der regionalen Musik haben und von dem, was sie bedeutet.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Was mich betrifft, so spiele ich die Oud! Ich spiele einfach Musik, wie ich sie mag…</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/eliotistanbulbar.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1162" title="eliotistanbulbar" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/eliotistanbulbar.jpg" alt="" width="400" height="263" /></a>Ich habe Bilder von einer deiner Shows gesehen, die in einer Bar in Istanbul stattfand. Hast du schon oft an solchen Orten gespielt? Was kannst du uns über die Reaktionen der Besucher erzählen, die einen „westlichen“ Musiker „östliche“ Musik aufführen sehen?</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Ich habe ein Repertoire von einigen 500-600 Stücken aus der Türkei und Ägypten, und ich habe über 1000 Auftritte gehabt, sowohl solo als auch in kleinen Gruppen. Als ich in Istanbul lebte und im Studio arbeitete, hatte ich in etwa zwei Auftritte pro Woche, eine Nacht in einer Meyhane (einem Restaurant, in dem auch Alkohol serviert wird), die andere Nacht in einer Bar. Es war eine großartige Erfahrung, und ich spiele wirklich gerne Folk oder überhaupt leichte Musik für ein türkisches Publikum, weil die Leute mit so viel Leidenschaft dabei sind, stundenlang tanzen oder weinen und mitsingen, wenn wir melancholische Songs spielen. Es ist total anders im Vergleich zu einem amerikanischen Publikum; die Leute hören still zu und zum Schluss klatschen sie höflich. Also zumindest was die Musik angeht, bevorzuge ich die türkische Art!</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Was die Reaktionen angeht, ist es natürlich etwas Neues, wenn ein Amerikaner türkische Musik spielt, wir waren im Fernsehen, standen in den Zeitungen etc. Natürlich nutzt sich das auch irgendwann ab, und Leute, die regelmäßig zu unseren Shows in Istanbul kamen, fingen an, uns zu kommentieren und unsere Aufführung zu kritisieren und zu korrigieren. Mitten drin während der Show nahmen sie mein Textbuch und zeigten auf Stellen, die ihnen unrichtig vorkamen und schlugen andere Texte vor, und debattierten sogar untereinander, auf welche weise man einen Vers nun am besten korrigieren sollte. Ich liebte das – es war eine erstaunliche Lernerfahrung. Ein paar Fans stellten uns Compilation-CDs zusammen mit allen bekannten Aufnahmen eines bestimmten Songs, den wir gespielt hatten, so dass wir die „korrekten“ Aufnahmen besser „kopieren“ konnten. Leute begriffen, dass wir die Musik wirklich liebten und respektierten, und so hatten sie auch einen gewissen Respekt für uns. Das ist, wie wir das ganze erfahren haben, und auch was wir überhört haben, aber ihr müsst Savaş, Ergül, Cevdet, Mehmet, Tülay, Mustafa und viele andere fragen, die regelmäßig zu unseren Shows kamen, die würden euch vielleicht etwas ganz anderes erzählen…</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em>Der Orient wird in den letzten Jahren immer wieder mit Gewalt und Instabilität assoziiert. Du hast an einem Gespräch zum Thema “Music of Conflict and Reconciliation: The War in Iraq/Post-9/11 World“ teilgenommen. Was kannst du uns über deine Erfahrungen dort erzählen?</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Das Verstörendste, das auf diesem Symposium zur Sprache kam, war das Ausmaß, in dem Musik als ein Mittel des Krieges und der Folter benutzt worden ist, in erster Linie durch das US-Militär in beiden Irakkriegen.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em>Betrachtest du deine Musik (auch) als einen Versuch, Orient und Okzident wieder zusammen zu führen?</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Überhaupt nicht! Wenn überhaupt, dann ist mein Oudspiel der Versuch, meine linke und meine rechte Hand wieder zusammen zu führen. Meine Kompositionen sind der Versuch, meine Vorhöfe und meine Hirnventrikel zusammen zu führen, und meine Aufnahmen versöhnen meine linke und meine rechte Hirnhälfte… Aber du fragtest nach Orient/Okzident, und ich für meinen Teil würde die Dinge nicht auf diese Weise trennen. Ich denke, es ist so: Istanbul ist eine kosmopolitische und moderne europäische Großstadt; Sie hat ihre Marotten, aber die haben auch Rom, Paris, Berlin, London, etc. Istanbul war immer zu einem bestimmten Grad mit dem Rest Europas verbunden, und als ich dort lebte, kam es mir niemals so vor, als lebte ich in einer radikal anderen Welt. Ich meine, auf jeden Fall gibt es Unterschiede – die Sprache ist sehr andere´s und ziemlich schwer zu lernen – aber nordgermanische Sprachen und mediterrane romanische Sprachen sind ähnlich unterschiedlich.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em>In einige deiner Aufnahmen sind Jazz und Breakbeat-Elemente integriert. Ist das einfach eine Zusammenführung unterschiedlicher Dinge, die dich interessieren, oder gibt es da ein bewusstes „Crossover“-Konzept, dass diesen Aufnahmen zugrunde liegt? Wenn du Computer benutzt um Loops zu erzeugen, hast du dann das Gefühl, dass sich traditionelle Instrumente und moderne Technologien in einer fruchtbaren Weise ergänzen können?</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/eliotdavid1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1160" title="eliotdavid1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/eliotdavid1.jpg" alt="" width="410" height="294" /></a>Ich höre in meinem Kopf Songs, Texturen, Timbres und Orchestrierungen. Habe ich schon immer. Es ist eine Sache dazu in der Lage zu sein, das zu nehmen, was in meinem Kopf ist und das in tatsächlichen Klang umzuwandeln. Nichts entsteht aus einen vorher festgelegten Konzept. – Ich habe das ausprobiert und das klingt nie gut. Ich habe also diese abstrakten klanglichen Ideen, Gefühle und ich versuche Resonanzen zu finden – etwas, das ich auf der Oud oder mit Perkussion spielen kann, auf meinen analogen Synthesizern, Feldaufnahmen von Wüstenlandschaften oder Baustellen, oder digitale Signalbearbeitung, die ich auf etwas aus meinem Archiv von Aufnahmen, die ich in der Vergangenheit gemacht habe, anwende. Manchmal entsteht eine Solooudaufnahme, manchmal ist es eine harsche Industrialtextur, manchmal etwas anderes.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em>Eine Frage ist mehr oder weniger obligatorisch: Wie kam der Kontakt zu David Tibet und Current 93 zustande, wer hat wen zuerst entdeckt? Kannst du unseren Leser ein bisschen über euer erstes Treffen erzählen?</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Ich mochte Current und viele andere frühere World Serpent/Rough Trade-Künstler schon seit den späten Achtzigern. David und ich „trafen“ uns auf Myspace. David hatte sich eine ganze Menge koptischer Oud-Musik aus Ägypten angehört, ich mochte sowieso Current, und nach ein paar Nachrichten erwähnte ich, dass ich sehr gerne etwas auf der Oud zu Current oder anderen Projekten beisteuern würde. Eine Stunde später hatte David mir zwanzig mp3s mit Orgel- und Pianoparts von Baby Dee zugeschickt!</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em>David Tibet und seine Musik ist recht populär in verschiedenen Underground-Szenen, auch wenn er sich selbst nicht als Teil dessen betrachten mag. Wie sehr kannst du dich mit subkulturellen Phänomenen identifizieren? Hattest du früher auch eine Punkrock-Phase oder etwas vergleichbares?</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Ich habe in ein paar Industrial-Bands gespielt, das war in Kalifornien irgendwann in den 90ern. Bands aus der Kategorie „ziemlich verzerrt, mit gefundenen Objekten, mit Schreigesang“. Musik, die mich interessiert, muss immer auf irgendeine Art intensiv sein, wenngleich intensive akustische Folkmusik offensichtlich andere Techniken erfordert als intensiver Noise. Eine Sache, die ich an Current so schätze, ist, wie sehr sie ihren Stil über die Jahre verändert haben, ohne dabei ihre grundsätzliche Intensität aufzugeben. Natürlich hat das einfach sehr viel mit David zu tun, der ein erstklassiger Lyriker, Performer und Visionär ist und solche interessante Kollaborateure anzieht.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em>Was ist für dich innerhalb eines Bandkontextes am gewinnbringenden?</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Na ja, ich trete nicht so gerne solo auf. Ich bin zum Oudspielen und -aufnehmen auf eine sehr gesellschaftliche Weise gekommen und halte die Zusammenarbeit mit anderen am gewinnbringensten. Musik ist eine Art der Kommunikation. Es ist keine Sprache, aber es ist Kommunikation und es gibt einfach nichts auf der ganzen Welt, was dem gleichkommt, als wenn gute Musiker zusammen kommen und miteinander interagieren, kommunizieren. Für das Publikum ist das auch wirklich erfüllend. Es füllt eine Leere, die nichts anderes füllen kann und ich denke, deswegen gibt es in diesem „digitalen“ Zeitalter solch ein florierendes Geschäft für Livebands. Wie zum Beispiel CURRENT.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em>Was kannst du uns über deine Erfahrungen während CURRENT 93s „gentlemen-tour“ (wie Andrew Liles es ausgedrückt hat) berichten?</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Haha, die “Gentlemen’s Tour”! Es lief richtig gut, das Publikum war großartig, und doch an jedem Ort etwas anders. Wir haben überwiegend neues Material von den letzten Alben gespielt (Honeysuckle Aeons, Baalstorm) und natürlich von Aleph und Black Ships, ich denke, es ist ein wirklich kraftvolles und dynamisches Set draus geworden. Die Veranstalter in Athen (John und Anna von CTS Productions, Schlüsselfiguren der lokalen Black Metal Szene) haben großartige Arbeit gemacht, um die Leute zu erreichen. Auch spielten wir die erste Current-Show in Dänemark, die so gut lief, dass wir sogar über eine zukünftige Skandinavien-Tour nachdenken. Das wäre dann „der Sohn der Gentlemen’s Tour“..</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><em>Vielen Dank für das Interview.</em></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Ich habe zu danken!</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">(M.G./U.S.)</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Fotos: Ladi Dell’aira &amp; David Bauwens</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://www.eliotbates.com/">eliotbates.com</a></p>
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