<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Pablo Und Destruktion</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/pablo-und-destruktion/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 18 Apr 2026 04:09:53 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>FEE REEGA: Die Entführerin</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/11/15/fee-reega-die-entfuhrerin/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2014/11/15/fee-reega-die-entfuhrerin/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Nov 2014 07:34:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Fee Reega]]></category>
		<category><![CDATA[Pablo Und Destruktion]]></category>
		<category><![CDATA[Pauken Grabationes]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Tsoi]]></category>
		<category><![CDATA[Woodland Recordings]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=9506</guid>
		<description><![CDATA[Nie mehr Schule, nie mehr Gemüse, stattdessen Schokolade, süße Träume und ein Leben fernab all der anderen Deppen, die sowieso nur stören – wer wünscht sich das nicht ab und zu, vor allem wenn er dafür erst einmal von einer &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/11/15/fee-reega-die-entfuhrerin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/10/feereegadieentführerin.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9507" title="feereegadieentführerin" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/10/feereegadieentführerin-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nie mehr Schule, nie mehr Gemüse, stattdessen Schokolade, süße Träume und ein Leben fernab all der anderen Deppen, die sowieso nur stören – wer wünscht sich das nicht ab und zu, vor allem wenn er dafür erst einmal von einer so schrägen Gangsterfrau entführt werden muss, wie sie sich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LfHz4Q3YDOk">in diesem Video</a> auf Tischen und Sofas räkelt. Natürlich ist man dann, zumindest laut Karl Abraham, oral fixiert, aber das ist ebenso wie die Komplementärneurose des kidnappenden Vamps normale Härte in der Welt Fee Reegas, die seit ein paar Wochen ein neues Album draußen hat. Es liegt gleich zweimal vor, auf Deutsch unter<span id="more-9506"></span> dem Titel „Die Entführerin“, auf Spanisch als „La Raptura“.</p>
<p>Rekapitulation: Fee startete vor ein paar Jahren mit fragilen Akustiksongs, die man mit einigen Attributen beschreiben könnte, die mit dem Präfix „selbst“ beginnen – nicht die blöden wie selbstgerecht und selbstverliebt, aber die interessanten wie selbstentblößend und selbstironisch. Anfangs sang sie überwiegend auf Deutsch, zeitgleich zu ihrem neuentdeckten Faible fürs Spanische und Englische erweiterte sich ihr Stilrepertoire gleich in mehrfacher Hinsicht und ein erster Höhepunkt war ihr gleich in drei Sprachen vorliegendes Album „Wildheit“, das sie erstmals in üppiger Bandbesetzung einspielte und zu einem reichhaltigen Werk voller Cabaret- und Revue-Anleihen geraten ließ.</p>
<p>War „Wildheit“ eine Art kreativer Dammbruch, dann ist „Die Entführerin“ der Beleg, dass es danach in gerade Bahnen weiter geht und Fees neue Üppigkeit kein Strohfeuer war. Musikalisch wirkt das aktuelle Album gesetzter, etwas schwerer, vielleicht melancholischer, und auch wenn das Cover hier das Gegenteil suggerieren mag ist der aufgeweckte Vintagestil durch einen erdigeren Sound ersetzt, der (stellenweise fast an ihre Kollaboration mit The Dead Hands erinnernd) mit Shoegaze und dezenten Rock-Elementen aufwartet.</p>
<p>All das Solide betrifft aber primär den Sound, denn Gesang und Texte zeigen schnell, dass das Reega&#8217;sche Psychokabinett nach wie vor auf Hochtouren läuft. Ob die eingangs erwähnte Entführerin dem „verlorenen Kind ohne Mutter“ das Paradis verspricht und selbst gegen Ende wie eine zittrig jaulende Sirene im Wahn verpufft, ob die geprügelte Gattin ihrem schweren Trinker mit Schmollmund alle Sünden vergibt und dabei klingt, als zitiere sie einen angestaubte Ratgeber – diese Momente, bei denen alle Fragen nach dem Verhältnis von Ernst und Augenzwinkern unbeantwortet bleiben müssen, sind ihre stärksten und typischsten. Das Lied von den blutleckenden Hunden wirkt fast wie ein launiger Kommentar dazu.</p>
<p>Würde sie das auf Albumlänge durchhalten, wäre man schnell beim Klamauk und noch schneller bei der Übersättigung angelangt, doch Fee weiß all dies gut zu dosieren, weshalb das Album auch Songs enthält, die durch weniger irritierendes, doch ebenso einfühlsames Songwriting überzeugen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://pauken.tumblr.com/">Pauken Grabationes</a>/<a href="http://www.woodlandrecordings.com/">Woodland Recordings</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2014/11/15/fee-reega-die-entfuhrerin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>2012 Field Recordings: Free Dowload Sampler von Woodland Recordings mit The Great Park, Vivian Void, Mute Swimmer, Fee Reega u.v.m.</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/12/31/2012-field-recordings-free-dowload-sampler-von-woodland-recordings-mit-the-great-park-vivian-void-mute-swimmer-fee-reega-u-v-m/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/12/31/2012-field-recordings-free-dowload-sampler-von-woodland-recordings-mit-the-great-park-vivian-void-mute-swimmer-fee-reega-u-v-m/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Dec 2012 13:24:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Allysen Callery]]></category>
		<category><![CDATA[Dead Rat Orchestra]]></category>
		<category><![CDATA[Fee Reega]]></category>
		<category><![CDATA[Fiona Sally Miller]]></category>
		<category><![CDATA[Mute Swimmer]]></category>
		<category><![CDATA[Own Road]]></category>
		<category><![CDATA[Pablo Und Destruktion]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Burch]]></category>
		<category><![CDATA[The Great Park]]></category>
		<category><![CDATA[Vincent von Flieger]]></category>
		<category><![CDATA[Vivian Void]]></category>
		<category><![CDATA[Woodland Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Woodpecker Wooliams]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=6058</guid>
		<description><![CDATA[Für die Fans von Woodland Recordings sollte 2012 ein gutes Jahr gewesen sein. The Great Park, Vivian Void, Fee Reega und andere haben tolle Alben herausgebracht, mit Pablo und Destruktion sowie Vincent von Flieger (zu ihm demnächst mehr&#8230;) erschienen ein &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/12/31/2012-field-recordings-free-dowload-sampler-von-woodland-recordings-mit-the-great-park-vivian-void-mute-swimmer-fee-reega-u-v-m/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die Fans von Woodland Recordings sollte 2012 ein gutes Jahr gewesen sein. The Great Park, Vivian Void, Fee Reega und andere haben tolle Alben herausgebracht, mit Pablo und Destruktion sowie Vincent von Flieger (zu ihm demnächst mehr&#8230;) erschienen ein paar neue Namen im Dunstkreis von Stephen Burch und seiner Mitstreiter. Andere wiederum wie Mute Swimmer sind unermüdlich getourt und machen mit neuen Songs im Repertoire gespannt auf zukünftige Releases. Zum Jahresende gibt es vom mittlerweile in Nürnberg heimischen DIY-Label ein kleines Geschenk in Form einer kostenlosen Download-Compilation.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/12/Cover.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6061" title="Cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/12/Cover.jpg" alt="" width="400" height="400" /></a>&#8220;Field Recordings&#8221; heißt sie deswegen, weil jedes der elf Stücke von Stephen selbst mit minimalem Equipment bei den jeweiligen Konzerten mitgeschnitten wurde. Wie immer liegt der Schwerpunkt bei hintergründigen, mitunter dunklen Akustiksongs, doch wer Vivian Void oder die neueren Elektronica-Vorlieben von Woodpecker Wooliams kennst, weiß, dass man sich darauf nicht grundsätzlich verlassen sollte. Musik und Hintergrundinformationen gibt es <a href="http://www.woodlandrecordings.com/news.html"><span style="text-decoration: underline;">hier</span></a>.</p>
<p>Tracklist:</p>
<p>01. Fee Reega &#8216;Es gibt andre Länder&#8217;<br />
02. Vivian Void &#8216;No Choice Boys&#8217;<br />
03. Vincent von Flieger &#8216;Yolk&#8217;<br />
04. Own Road &#8216;Mmhh&#8230;&#8217;<br />
05. Allysen Callery &#8216;The Hunstman&#8217;<br />
06. Pablo Und Destruktion &#8216;Me quieres como a un perrín&#8217;<br />
07. Fiona Sally Miller &#8216;Paco&#8217;<br />
08. Dead Rat Orchestra &#8216; The Captain&#8217;s Apprentice&#8217;<br />
09. Woodpecker Wooliams &#8216;Red Kite&#8217;<br />
10.The Great Park &#8216;Limmat&#8217;<br />
11. Mute Swimmer &#8216;Ocean Home&#8217;</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/8nW0Rcfqp5A" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/12/31/2012-field-recordings-free-dowload-sampler-von-woodland-recordings-mit-the-great-park-vivian-void-mute-swimmer-fee-reega-u-v-m/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>PABLO UND DESTRUKTION: Animal Con Parachoques</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/08/18/pablo-und-destruktion-animal-con-parachoques/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/08/18/pablo-und-destruktion-animal-con-parachoques/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Aug 2012 05:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Fee Reega]]></category>
		<category><![CDATA[Pablo G. Diaz]]></category>
		<category><![CDATA[Pablo Und Destruktion]]></category>
		<category><![CDATA[Pauken Grabaciones]]></category>
		<category><![CDATA[Silencio Oso]]></category>
		<category><![CDATA[Woodland Recordings]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=4958</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt eine Menge Versuche, traditionell akustische Klänge mit moderner Experimentierfreude zu kombinieren, doch der direkte Versuch, Urtümlichkeit mit Abstraktion und Disharmonie zusammen zu führen, wird seltener unternommen. Zu groß ist wahrscheinlich der Reiz, beim Erforschen des Ursprünglichen das vermeintlich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/08/18/pablo-und-destruktion-animal-con-parachoques/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/pablounddestruktionanimal.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4959" title="pablounddestruktionanimal" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/pablounddestruktionanimal-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt eine Menge Versuche, traditionell akustische Klänge mit moderner Experimentierfreude zu kombinieren, doch der direkte Versuch, Urtümlichkeit mit Abstraktion und Disharmonie zusammen zu führen, wird seltener unternommen. Zu groß ist wahrscheinlich der Reiz, beim Erforschen des Ursprünglichen das vermeintlich Authentische zu suchen, die nostalgische Schwermut oder gleich den Kitsch. Ausnahmen gibt es, und vermutlich denkt jetzt so mancher an Animal Collective, deren Anhängern ich bis zum St. Nimmerleinstag die weniger hippen, aber umso usprünglicheren Sun City Girls empfehlen werde. Von irgendwelchen ganz obskuren Projekten einmal ganz abgesehen. Wendet man den Blick nach Europa,<span id="more-4958"></span> so könnte man bei der Suche nach Entsprechungen in der nordspanischen Küstenprovinz Asturien fündig werden, der Heimat des Projektes Pablo und Destruktion.</p>
<p>Pablo und Destruktion ist das Hauptbetätigungsfeld von Pablo G. Diaz, der bereits in anderen Bands (u.a. Silencio Oso) für Gitarre, Mikro und mehr zuständig war und bei seinem neuen Projekt bisweilen Unterstützung von der zur Zeit vor Kreativität übersprudelnden Fee Reega bekommt. Die oben genannten Gegensätze ziehen sich durch sämtliche Seiten seiner Musik, angefangen bei seinen Auftritten („echte Happenings inklusive Tanz, Malerei und mysteriöser Rituale“, wie kürzlich jemand schrieb) bis hin zu dem im wahren Wortsinne merkwürdigen Bandnamen. Pablo, so könnte man schlussfolgern, steht für ebenso kräftigen wie sanften Baritongesang von der Art, den der Mitteleuropäer gerne mit den Attributen „warm und mediterran“ versieht, sobald die Texte in einer romanischen Sprache wiedergegeben werden. Für stimmungsvolles Gitarrenpicking, eingängige Synthies und dezente Rockismen psychedelischer Art. Destruktion dagegen würde für die weniger schöngeistigen Aspekte stehen, für kratzige Störeffekte, für spielerisch einmontierte Feedbackschleifen und andere Momente der Disharmonie, ohne die das Projekt nicht wäre, was es ist. So einfach könnte man es sich machen. Interessant und schön ist jedoch, dass es im Endeffekt kaum wie die Zusammenführung von Unpassendem klingt.</p>
<p>Ob Pablos Stil sich im entspannten Gitarrenpicking manifestiert wie in „Extranjera“ oder doch eher im elektronischen Takt mittlerer Gangart im fast poppigen „Agujero“ &#8211; zusammen mit den folkigen Momenten und dem spanischen Gesang kann das durchaus Exotismus bedienen, als Aufhänger und neugierig machendes Einfallstor, und macht doch deutlich, dass hier mehr Substanz vorhanden ist, zu viel Ernsthaftigkeit für Kitsch, zu viel unerwartete Brechungen für wohlklingende Schöngeiserei ohne Markanz. Die Brechung, das kann mechanische Stimmbearbeitung sein, verzerrte Krautgitarren oder fantasievolles Dröhnen aus den Tiefen des Unbewussten, am stärksten jedoch findet sie sich als kaum greifbares Element in der Stimmung der Songs. „Pequeña Retorcida“ erinnert in seinem kernigen Sound und seinem Midtempo-Takt an späte Can, mein Lieblingsstück „Du Bist El Sol“ dagegen ist eine seltsame Mixtur aus Schamanengesang und dem ohnehin schon hybriden Rockstil, den man mit dem Südwesten der USA assoziiert.</p>
<p>So ausdrucksstark die Musik, so wichtig auch die Inhalte, die sich durch die elf Songtexte ziehen, und die der Vinlyversion auch in englischer Übersetzung beiliegen, inklusive einer CD mit drei der Songs in Englisch. Wer davon kein Exemplar mehr bekommen sollte, der muss die ebenso schön gestaltete CD-Version keineswegs als Trostpreis betrachten.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.paukengrabaciones.com/">Pauken Grabaciones</a></strong></p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/Aq9N8-PT1fQ?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/08/18/pablo-und-destruktion-animal-con-parachoques/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FEE REEGA: Savagery, Salvajada, Wildheit</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/07/21/fee-reega-savagery-salvajada-wildheit/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/07/21/fee-reega-savagery-salvajada-wildheit/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Jul 2012 06:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Autotan]]></category>
		<category><![CDATA[Fee Reega]]></category>
		<category><![CDATA[Fernando Epelde]]></category>
		<category><![CDATA[Jesús Colino]]></category>
		<category><![CDATA[Modulok]]></category>
		<category><![CDATA[Pablo Luis Pravia]]></category>
		<category><![CDATA[Pablo Und Destruktion]]></category>
		<category><![CDATA[Pauken Grabaciones]]></category>
		<category><![CDATA[The Great Park]]></category>
		<category><![CDATA[Woodland Recordings]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=4768</guid>
		<description><![CDATA[Mit etwas Glück und der Gunst des Zufalls könnte es passieren, dass einem irgendwann in einer urigen Kaschemme ein etwas schräges, aber ungemein treffsicheres Tremolieren entgegen schallt. Ins Gespräch mit der Begleitung vertieft und mit dem Drink seiner Wahl in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/07/21/fee-reega-savagery-salvajada-wildheit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/07/feereegawildheit1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4872" title="feereegawildheit" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/07/feereegawildheit1.jpg" alt="" width="150" height="223" /></a>Mit etwas Glück und der Gunst des Zufalls könnte es passieren, dass einem irgendwann in einer urigen Kaschemme ein etwas schräges, aber ungemein treffsicheres Tremolieren entgegen schallt. Ins Gespräch mit der Begleitung vertieft und mit dem Drink seiner Wahl in der Hand nimmt man das stimmungsvolle Spiel der stromlosen Gitarre zuerst nur als Hintergrundbeschallung wahr, und erst wenn die eigensinnige Frauenstimme, fragil und energisch zugleich, die Geschichte eines ungeduldigen Pyromanen anstimmt, der ein ganzes Stadtviertel abfackelt, lässt man sich dann doch etwas bereitwilliger ablenken. <span id="more-4768"></span>Beim ersten Blick auf die Bühne denkt man vielleicht eine Sekunde lang bei Marissa Nadler zu sein, doch nur so lange bis die Sängerin die Haare aus dem Gesicht streicht und wie eine Figur aus der „Dreigroschenoper“ Kopf und Stimme hebt und im Brustton der Mitteilsamkeit verkündet, dass Kannibalen schlicht Hunger haben und dass allen Exhibitionisten zunächst einmal ungewöhnlich warm ist. Fast allen, muss ich korrigieren, und man fragt sich vielleicht, ob da einfach der spontan dahingeworfene Satz eines Psychoanalytikers zitiert und parodiert wird &#8211; bis einem weitere Geschichten über harleyfahrende Komplexbolzen, verlorene Mäntel und verliebte Geschwister in den Bann ziehen.</p>
<p>Sollte sich eine solche Situation ereignen, dann ist man zweifellos auf einem Konzert von Fee Reega gelandet und macht gerade Bekanntschaft mit ihrem freud&#8217;schen Problemfolk – ein Begriff, der hin und wieder auf Konzertflyern zu finden ist, und der sicher mal irgendwann nach einer Show in weinseliger Runde fiel. Ja, Fees Texte sind ungemein psycho, handeln nicht selten von zerfahrenen Liebschaften und unkeuschen Begierden, und in der Version, wie sie das vor rund drei Jahren auf ihrem Debüt „Herr Keine Beine“ unter die Hörer brachte, was es mir fast ein bisschen zu viel dessen, was man landläufig Seelenstriptease nennt. Vielleicht bin ich doch ein sonnigeres Gemüt, als ich dachte, oder es ist die Vorstellung selbst so offen Emotionales auf die Bühne bringen zu müssen, jedenfalls war mein Gedanke zuerst, dass es mir auf Englisch sicher mehr zusagen würde. Gegen all das steht ein Hang zum leicht Skurrilen, der ihre Pop gewordene Analytikercouch von Beginn an begleitete und mir stets sympathisch war, und hat man diese Seite ihrer Texte, ihrer Stimmkunst und ihrer Ansagen zwischen den Songs erst einmal entdeckt, dann sieht und hört man alles ohnehin ganz anders.</p>
<p>In der Zwischenzeit ist viel passiert. Woodland Recordings brachte einiges an Musik von ihr heraus, und zwei maßgebliche Entwicklungen sind zu verzeichnen: Zum einen entwickelte sich das leicht Skurrile hin zum offen Bizarren und das zuvor latent vorhandene Satireelement bekam einen viel größeren Stellenwert – und das keineswegs zuungunsten der Tiefe der Musik. Zum anderes begrenzt Fee, deren Weg von Süddeutschland über Berlin nach Madrid führte, ihr Textrepertoire längst nicht mehr auf ihre Muttersprache, und so finden sich auf ihren weiteren Album diverse Songs auf Spanisch und Englisch. Warum aus dieser Entwicklung also nicht gleich ein programmatisches Konzept machen?</p>
<p>Ob die Entscheidung, das mit „Savagery“, „Salvajada“ und „Wildheit“ gleich dreifach betitelte Album als 3CD-R-Box herauszubringen, die das Album jeweils komplett in deutscher, spanischer und englischer Fassung enthält, anfangs aus einer Not geboren wurde – ich weiß es nicht. Kann gut sein, dass die Sängerin sich bei einigen der Stücke nicht auf eine bestimmte Sprache einigen konnte und deshalb den Entschluss mit den drei Versionen fasste. Wie dem auch sei, der Entschluss war gut, und die Resultate vermitteln einmal mehr die Erfahrung, wie stark doch eine Gesangssprache den Charakter einer Musik mitprägt, gerade wenn der Rest vollkommen identisch ist. Musikalisch ist das Werk geprägt von einem niemals überladenen, aber auch keineswegs minimalen Bandsound, bei dem jedes Stück mit eigenen, oft ungewöhnlichen Ideen aufwartet, bei denen die Begleitmusiker aus Fees spanischem Umfeld sicher mehr als nur ein Wort mitreden durften. Neben der obligatorischen Zupfgitarre sorgen Banjo, Slide Guitar, Cheerleadergetrommel, eine groovige Orgel und ein launiges Honkytonk-Piano für ganz unterschiedliche Settings. Man wird von der Bar eines Offizierskasinos direkt in die Swinging Sixties gebeamt, nur um sich kurz darauf vor einer Kabarettbühne oder in der Weite der spanischen Landschaft wieder zu finden, die rau ist, sich aber dennoch – zwinkernden Auges, selbstredend – verklären und romantisieren lässt.</p>
<p>Vielleicht sind die meisten Texte ursprünglich auf deutsch entstanden – aufgrund einiger Reime kommt es mir manchmal so vor. Ich gebe der deutschen Version schon deshalb den Vorzug, weil die stets von bizarrem Humor durchzogenen Feinheiten hier umso deutlicher werden. Von feinfühlig-exzentrischen Charakterstudien wie „Dorian“ und „Der Mann, der Heroin raucht“ über ebenso feinfühlige Geschichten über das Loslassen („Andere Länder“) bis hin zu zirkushaften Gassenhauern („Gib mir eine Pistole“) ist alles dabei, viele Songs geben Anekdoten wieder über den Aufenthalt der Sängerin in einem nordspanischen Dorf. Der spezielle Humor der Texte lässt sich nur schwer beschreiben, denn er funktioniert v.a. im Zusammenspiel mit Melodie, Gesang und instrumenteller Begleitung. Die Wirkung der Musik verändert sich erwartungsgemäß propositional zur Distanz, die man zur jeweiligen Sprache hat. So empfand ich dann auch die spanische Version am meisten „eskapistisch“: Die Musik wirkt hintergründiger, verlangt weniger Aufmerksamkeit und offenbart noch mehr Einzelheiten des Instrumentenspiels.</p>
<p>Die handgemachte Box ist auf hundert Exemplare limitiert und wird hoffentlich noch einmal neu aufgelegt. Sie enthält zwei Fotografien des roten Teufels aus dem Song „Dorian“, sowie Fetzen eines ururalten Hasenfells. Außerdem alle Texte in drei Sprachen und jede Menge bunten Flitterkram. Tipp! (U.S.)</p>
<p><strong>Labels: <a href="http://www.paukengrabaciones.com/">Pauken Grabaciones</a>/<a href="http://www.woodlandrecordings.com/">Woodland Recordings</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/07/21/fee-reega-savagery-salvajada-wildheit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
