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	<title>African Paper &#187; Palace Music</title>
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		<title>WILL OLDHAM: Songs of Love and Horror</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Nov 2018 07:46:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In einer früheren Rezension schrieb ich einmal, dass Will Oldham alias Bonnie Prince Billy ein solch starkes emotionales Charisma hat, dass er auch einen simplen Satz wie &#8220;I Love You&#8221; singen könnte, ohne dabei abgedroschen zu wirken, und mit &#8220;I &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/11/03/will-oldham-songs-of-love-and-horror/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/willoldhamsongsofloveofhorroralbum.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16618" title="willoldhamsongsofloveofhorroralbum" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/willoldhamsongsofloveofhorroralbum-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In einer früheren Rezension schrieb ich einmal, dass Will Oldham alias Bonnie Prince Billy ein solch starkes emotionales Charisma hat, dass er auch einen simplen Satz wie &#8220;I Love You&#8221; singen könnte, ohne dabei abgedroschen zu wirken, und mit &#8220;I Gave You&#8221; schrieb er einen der erschütterndsten Songs über das Scheitern in der Liebe überhaupt. Schon an diesem Beispiel lässt sich aufzeigen, wie plötzlich sich in seinen Liedern bisweilen der Abgrund auftut. Dass er sein gerade erschienenes Zwischenresümee<span id="more-16617"></span> &#8211; ein Buch mit seinen gesamten Lyrics und eine CD mit neuen Versionen diverser Songs aus den letzten 25 Jahren, die auch separat erscheint &#8211; &#8220;Songs of Love and Horror&#8221; nennt, wirkt nicht nur passend, sondern führt sein Songwriting auch auf zwei wesentliche Eckpunkte seines künstlerischen Interesses zurück.</p>
<p>Man kann die Sammlung schlecht als Best-of bezeichnen, denn Oldham hat im Laufe seiner Karriere nur wenige &#8220;Hits&#8221; produziert, die aus dem Zusammenhang herausstechen und allgemein bekannt sind. Etwas spekulativ würde ich vermuten, dass er die Songs nicht nur nach persönlichen Vorlieben, sondern auch danach auswählte, wie repräsentativ sie ihm für sein Songwriting erscheinen. Dabei hat er sich einmal mehr an das ganz Einfache herangewagt und die in unterschiedlicher Opulenz gestalteten Originale auf Stimme, Gitarre und in einem Fall Pfeifen reduziert.</p>
<p>Durch das homogene Klanggewand und eine schwer greifbare stimmungsmäßige Gemeinsamkeit hat die Sammlung durchaus etwas von einem Album &#8211; mit der emotionalen Zwiespältigkeit als Klammer, wobei bei manchen Songs das Dunkle, mitunter Tragische besonders heraussticht. So z.B. bei &#8220;I See a Darkness&#8221;, und womit hätte man eine solche Compilation auch besser einleiten können als mit diesem vielleicht bekanntesten Bonnie Prince Billy-Song vom gleichnamigen Album, das seinen Klassikerstatus auch der Interpretation von Johnny Cash verdankt. Hier ringt ein hin und her gerissenes Ich mit der Kehrseite seiner Hoffnung und schwankt bekenntnishaft zwischen genügsamer Resignation und einer Auflehnung, die im Wunsch nach Erlösung besteht. Vor einigen Jahren hat Oldham eine tanzbare Version des Songs herausgebracht, die von einigen als ironisch aufgefasst wurde. Bei dem intimen Setting der Akustikversion, bei der der Sänger seine schwermütigen Verse wie direkt neben einem sitzend vorbringt, wird das wohl nicht passieren.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/willoldhamsongsofloveofhorrorbook.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-16619" title="willoldhamsongsofloveofhorrorbook" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/willoldhamsongsofloveofhorrorbook-675x1024.jpg" alt="" width="584" height="885" /></a></p>
<p>In einigen seiner Songs treibt Oldham die bescheidene Abgeklärtheit, der jede Bitterkeit fern ist, so weit, dass eine fast verbummelte Atmosphäre aufkommt, eine entspanntes Driften, wie es vor aller anderen Folkmusik v.a. in der Americana funktioniert, so in den simplen Versen und Melodiefolgen von &#8220;Only Someone Running&#8221; oder im fast heiteren Fingerstyle in &#8220;Ohio River Boat Song&#8221;. Die meisten Stücke jedoch haben die Aura unverblümter Bekenntnisse, in denen kleine Aufgewühltheiten in die Tonfolgen dringen und die Tragik der Geschichten über verpasste Chancen und verspielte Freundschaften (&#8220;So Far and here we go&#8221;) oder das Zurücklassen wichtiger Menschen (&#8220;Most People&#8221;) untermauern. Wie Bonustracks wirken dagegen die A cappella-Interpretation von Richard und Linda Thompsons “Strange Affair” und das live in &#8220;authentischer&#8221; Qualität aufgenommene “Party With Marty (Abstract Blues)&#8221;.</p>
<p>Hier und da vermisst man die etwas üppigere Instrumentierung der ursprünglichen Aufnahmen, doch wer das vor drei Jahren im Eigenlabel erschienene unbetitelte Bonnie Prince Billy-Album kennt oder überhaupt Klassiker wie &#8220;Black&#8221;, der weiß, wie gut sich Oldhams Songwriting auch mit reduziertesten Mitteln verträgt, und der stellenweise sehr eigene Charakter der Aufnahmen gibt der Sammlung ihre Relevanz. Das Buch ist jüngst im Verlag W.W.Norton erschienen, die CD bei den üblichen Verdächtigen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.domino.com">Domino</a> / <a href="http://dragcity.com">Drag City</a></strong></p>
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		<title>BONNIE &#8216;PRINCE&#8217; BILLY: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2014 06:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bonnie &#8216;Prince&#8217; Billys selbstbetiteltes Album hat zwar schon ein paar Monate auf dem Buckel, verdient aber schon deshalb noch immer Erwähnung, weil es mehr als alle anderen Lebenszeichen des Sängers übergangen und in den Chroniken vermutlich einmal als obskure Randerscheinung &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/05/31/bonnie-prince-billy-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/bpbst.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8865" title="bpbst" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/bpbst-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bonnie &#8216;Prince&#8217; Billys selbstbetiteltes Album hat zwar schon ein paar Monate auf dem Buckel, verdient aber schon deshalb noch immer Erwähnung, weil es mehr als alle anderen Lebenszeichen des Sängers übergangen und in den Chroniken vermutlich einmal als obskure Randerscheinung geführt werden wird. Oldham brachte es letzten Herbst im Eigenverlag heraus, und die größte Werbung, die dafür gemacht wurde, bestand in der Vinylversion, die relativ unkommentiert auf den Merchandise-Tischen der jüngsten Tour auslag. Interessant ist es auch deshalb, weil es, wie nicht unüblich bei<span id="more-8864"></span> selbstbetitelten Werken Jahre nach dem Debüt, auch musikalisch einen markanten Bruch darstellt.</p>
<p>Man muss die meist opulent gestalteten Arbeiten der letzten Jahre, die oft in Kollaboration mit anderen renomierten Musikern (The Cairo Gang, Trembling Bells, Dawn McCarthy) entstanden sind, bei weitem nicht als Ausverkauf und Publikumsanbiederung abtun, denn Oldham zählt zu denen, die auch im eingängigen Klanggewand ihre eigenwillige Würde zu wahren wissen. In all diesen Arbeiten, auch den Coveralben, ist ein Grundmoment enthalten, dass sich seit den Anfängen mit Palace Brothers nie verloren hat, auch wenn es unter dem dichten Klang virtuos gespielter Instrumente und den manchmal etwas gefälligen Melodien versteckt liegt: eine fragile, zerbrechliche Einfachheit, eine Indifferenz gegenüber jeder kompositorischen Akuratesse, die doch nie ins Beliebige kippt, und nicht zuletzt ein Händchen für Worte, die oft im Nebensatz Abgründe passieren, als wären sie das Gewöhnlichste der Welt. Auf dem vorliegenden Album stellt Oldham all dies wieder ins Zentrum, verzichtet auf jedes kleidende Beiwerk und agiert seit Jahren erstmals wieder im eigentlichen Sinne solo. Dass er dies beinahe heimlich macht, legt umso mehr nahe, dass die urtümlich intime Seite als halb versteckter Urgrund verstanden werden will.</p>
<p>Was in den unverquasten Songs besonders zutage tritt, ist die sehr persönlich gehaltene kontemplative Note, die in einigen Textzeilen in unverhohlenen Pessimismus kippt. Der bessere Ort ist immer die Utopie, liegt fern oder ist gänzlich illusionär, so wie die Liebe, die stets zu Sterben verdammt ist &#8211; so in etwa verkündet es das fazitartige „Royal Quiet Deluxe“ zum Ende des Albums. Und doch wird ein merkwürdiges „Trotzdem“ angehängt, das sein Substrat in dem spirituellen Grundtenor hat, der das Album ebenso prägt. So lakonisch die Texte anmuten, bleiben sie doch oft rätselhaft, deuten ihre Themen eher an, als sie poetisch klar auszuarbeiten.</p>
<p>In „Bad Man“ wird man Zeuge einer furiosen Selbstanklage, doch klingt die darin enthaltene Warnung an ein Gegenüber wie eine Liebeserklärung. Auch musikalisch erscheint der Song mir als das Herzstück des Albums &#8211; vielleicht weil seine unscheinbare Melodie zu den großartigsten in Oldhams Werk zählt und weil das Gitarrenpicking mit seinen quietschenden Saiten den ganzen Bogen von frühen Palace Brothers zu Alben wie „I see a Darkness“ spannt, auf dem es einen Platz neben Songs wie „Black“ gefunden hätte. Neben ähnlich gearteten Songs, die zwischen Resignation und dem Licht am Tunnelende schwanken („I Will be Born Again“) kommen durlastige, verträumte Balladen zu Wort, ironisch gefärbte Liebeslieder („Triumph of Will“) und skurrile, doppelbödige Anekdoten („The Spotted Pig“).</p>
<p>Am Ende bleibt der Eindruck, dass hier eines der persönlichsten Bonnie &#8216;Prince&#8217; Billy-Werke vorliegt, dessen Unscheinbarkeit (im doppelten Sinne) Programm ist, denn in den simplen Versen und Melodien verschafft sich ein Ringen mit großen Themen Ausdruck, mit den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von Liebe und Trennung und den Fragen nach Tod und Unsterblichkeit. Vielleicht ist der trocken-tiefgründige Oldham einer der wenigen Sänger, bei denen mal mal einen vagen Kafkavergleich anstellen darf, ohne sich vollends zu blamieren. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://royalstablemusic.com/">Royal Stable Music</a><br />
</strong></p>
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