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	<title>African Paper &#187; Peter Vastl</title>
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		<title>CURRENT 93: Soft Black Stars</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jul 2019 05:40:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/07/current93softblackstars.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18256" title="current93softblackstars" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/07/current93softblackstars-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das 1998 erschienene &#8220;Soft Black Stars&#8221; war damals ein Album, auf das man sich einlassen musste. Das ganze zurückliegende Jahrzehnt lang konnte man sich daran gewöhnen, dass Current 93 überwiegend und v.a. auf ihren Longplayern einen gitarrenlastigen Folksound hatten und selbst die getrageneren Stücke einen eindringlichen Schmiss. Hinzu kam, dass die dunklen Folkgenres, mit denen man David Tibet und seine Band entgegen seiner Selbstbeschreibungen assoziierte, immer mehr<span id="more-18255"></span> den Charakter einer eigenständigen Szene bekamen und die damit einhergehende Klischeebildung einsetzte. Das neue Album, dessen Titel einem Thomas Ligotti-Zitat entstammte, lag zu all dem quer.</p>
<p>Anders als heute, nachdem man sich wieder mehr an häufige Stilwechsel gewöhnt hat, konnte &#8220;Soft Black Stars&#8221;, auch wenn die kurz zuvor erschienene EP &#8220;A Gothic Love Song&#8221; den Sound des Albums bereits in gebotener Kürze ankündigte, überraschen: Das Gros der Songs basierte auf einem minimalen Gerüst aus von Maja Elliott und Michael Cashmore eingespielten Klavierparts und Tibets Textvortrag, der oft nur ein leicht melodisch eingefärbter Sprechgesang war, der an Downtempo-Reduziertheit die ebenfalls stark rezitativen Stücke der &#8220;Of Ruin or Some Blazing Starre&#8221; noch um Längen übertraf: &#8220;Soft Black Stars&#8221; war eine Platte zum Runterkommen und strahlte vom ersten bis zum letzten Ton die Aura einer schwermütigen, aber auch deutlich friedvollen Besinnung aus.</p>
<p>Ähnlich wie die Songs untereinander, die durch wiederkehrende Motive und Stimmungsnuancen zu einer organischen Einheit verwoben schienen, wirkten auch Musik und Texte wie für einander geschaffen und schienen einem kohärenten Stimmungsbild zu entsprechen. Die koboldhafte Exaltiertheit, mit der Tibets Gesang immer mal die Grenzen des Bizarren überschritt, hatte hier keinen Platz, und jedes Drängen, jede Begierlichkeit, die in früheren Arbeiten den eschatologischen Grundtenor mitgeprägt hatten, waren aus den Lyrics und ihrer Darbietung verschwunden, die hier wie wehmütige Bekenntnisse eines Menschen klangen, der seinen Frieden gemacht hat: mit den angsterfüllten religiösen Ahnungen seines früheren Selbst (so in &#8220;Moonlight, or Other Dreams, or Other Fields&#8221;), mit der Substanzlosigkeit, die Zuneigung im Rahmen subkultureller Klischees annehmen kann (in &#8220;A Gothic Love Song&#8221;), v.a. aber mit dem immer noch nagenden Verlust nahestehender Menschen (in &#8220;Larkspur and Lazarus&#8221;, &#8220;Mockingbird&#8221;, The Signs in the Stars&#8221; und dem von besonderer Trauer durchdrungenen &#8220;It&#8217;s Time, Only Time&#8221;, bei dem für kurze Augenblicke die Violine Peter Vastls zu hören ist). Als eine Art Gegenstück zu diesen Bürden der Erinnerung mag man die (romantische) Utopie betrachten, die im Titelsong anklingt: im kindlich-vorsymbolischen Urzustand (&#8220;Deliver them from the book / And the letter / And the Word / And let them read the silence&#8221;) und in der Hoffnung auf einen Ort, an dem man sich wiedersieht, und an dem die sanften schwarzen Sterne scheinen.</p>
<p>All dies scheint eingetaucht in das Gefühl einer freundlichen Abgeklärtheit und etwas, das sich wie der Wunsch nach Neuerfindung anfühlt. &#8220;If I could have one wish / As in the fairy tales / I would unmake my past / And rise like Lazarus / And stand in sunlight / And banish all the dark&#8221; heist es in &#8220;Larkspur and Lazarus&#8221;, &#8220;And so I put away / All talk of death&#8217;s heads / And a little glimpse is a bloodblossomed force / And all talk of apocalypse&#8221; später in &#8220;Moonlight&#8221;, und auch wenn diese Stellen primär im Kontext der jeweiligen Songs Bedeutung haben, passen sie doch auch zu der Atmosphäre von Besinnung und selbstreflexiver Rückschau, die sich im Kleinen schon seit der &#8220;Tamlin&#8221;-EP ankündigte, aber hier erstmals zu einer zentralen Eigenschaft wurden. Dass Current 93 sich damals Current Ninety Three schrieben, mag all dies symbolisch unterstreichen, mehr noch, dass Tibet zwar nicht erstmals, aber erstmals im größeren Stil das Artwork mit eigenen Bildern schmückte. Und auch wenn man das als Trivia abtut: Current 93 wurden fortan überwiegend von denjenigen Dark Folk-Fans gehört, die wenig Interesse an einem verengten Szenedasein hatten, später dann vermehrt auch von Hörern mit den unterschiedlichsten Hintergründen.</p>
<p>Folkreferenzen gibt es durchaus, &#8220;Antichrist und Barcodes&#8221; und &#8220;Moonlight&#8221; basieren von der Melodie her auf dem Traditional &#8220;The Rolling of the Stones&#8221;, &#8220;Mockingbird&#8221; und &#8220;The Signs in the Stars&#8221; auf &#8220;O Willow Waly&#8221;, den man aus dem Film <em>The Innocents</em> (1961) kennt. Der Titelsong wiederum, der auch durch ein Antony and the Johnsons-Cover bekannt wurde, adaptiert den Renaissance-Klassiker &#8220;Une Jeune Fillette&#8221; von Jehan Chardavoine, und im in seiner Abgeklärtheit erschütternden Schlusstrack &#8220;Chewing on Shadows&#8221; tauchen dann einige traditionelle Instrumente aus dem dronigen Sirup auf.</p>
<p>Auf der im letzten Jahr von Michael Lawrence alias The Bricoleur klanglich aufgearbeiteten Neuauflage sind zwei in der Zwischenzeit entstandene Versionen dieses Songs angehängt, und man kann dieses Album, das Current 93 vielleicht von ihrer nachdenklichsten Seite und die rezitativen Vocals noch in voller Frische zeigt, immer noch jedem empfehlen, der die Band kennenlernen will. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: The Spheres</strong></p>
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		<title>NURSE WITH WOUND &amp; ARANOS: Acts of Senseless Beauty (Re-Release)</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 05:09:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Gesamtwerk von Nurse With Wound ist ungemein vielgestaltig. In den ersten Schaffensphasen, in der Zeit der späten 70er und frühen 80er, trat Stephen Stapleton (zunächst mit Band-Verstärkung) mit einem opulenten und ereignisreichen Kollagensound an die Öffentlichkeit, kombinierte dabei bedrohlich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/28/nurse-with-wound-aranos-acts-of-senseless-beauty-re-release/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a><img class="alignleft size-full wp-image-2604" title="nww-aranos" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/nww-aranos.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Gesamtwerk von Nurse With Wound ist ungemein vielgestaltig. In den ersten Schaffensphasen, in der Zeit der späten 70er und frühen 80er, trat Stephen Stapleton (zunächst mit Band-Verstärkung) mit einem opulenten und ereignisreichen Kollagensound an die Öffentlichkeit, kombinierte dabei bedrohlich klingende, zum Teil brutale Dunkelheit mit einem Faible für Triviales. In dieser Zeit bildeten sich mehr oder weniger alle Imagkomponenten des Projektes heraus, angefangen von einer absurden Ironie nach Dada-Art über einen surrealen Sinn fürs Überrationale bis hin zu einem in der allgemeinen Wahrnehmung oft unterschlagenen Hauptthema der Band: Die Erotik in all ihren abgründigen Facetten.<span id="more-2603"></span></p>
<p>Auf eine gewisse Weise ist Nurse With Wound jüngst unter veränderten technischen Gegebenheiten zu diesen Wurzeln zurück gekehrt. Die rasante Soundmontage von “The Surveillance Lounge” verhält sich zu Klassikern wie “Insect and Individual Silenced” in etwa wie das poppige “Huffin’ Rag Blues” zu der frühen Lounge-Dekonstruktion “Sylvi and Babs Hi-Fi Companion”: Man zeigt, dass man noch immer in der Lage ist, die wüstesten Kollagen zu zimmern und sie, wenn man will, sogar ohrenfreundlich zu gestalten. Und, dass man vor allem mit Leidenschaft dabei ist. Mit Liles, Potter und Waldron im Boot hat sich das Projekt des in Irland lebenden Künstlers auch wieder ein Stück in Richtung Band bewegt.</p>
<p>Über weite Zeiträume der 80er und 90er hinweg sah dies anders aus. Neben einzelnen Experimenten mit Jazz- und Krautrock-Elementen konzentrierte sich Stapleton auf die ausladende Auslotung von Statik, und ich kann diejenigen verstehen, die eine gewisse Beliebigkeit und einen Hang zum Inflationären kritisieren, oder sich mit der eher spröden Gestalt von Klassikern wie “Soliloquy for Lilith” oder “Thunder Perfect Mind” schwer tun (natürlich wäre es nun ein Leichtes, unter den zahlreichen Veröffentlichungen dieser Ära das eine Werk hervorzuheben, dass durch eine so abrisshafte Beschreibung zu Unrecht unterschlagen würde, ich selbst würde eine Lanze für „Spiral Insana“ brechen). Als um die Milleniumsjahre wieder mehr Bewegung in den NWW-Kosmos kam, stach neben dem vitalen Mammutdrone “Salt” und dem wohlklingenden “An Awkward Pause” auch das auf den ersten Blick konzeptuell schwer greifbare “Acts of Senseless Beauty” heraus, eine Zusammenarbeit mit dem ebenfalls in Irland lebenden böhmischen Violinisten Peter Vastl, der unter dem Namen Aranos firmiert. Dieses Gemeinschaftswerk, bei dem einige weitere Personen wie Earthmonkey alias Peat Bog und Current 93-Kollaborateur David Kenny im Studio vorbeischauten, wurde nun als Doppel-LP wiederveröffentlicht. Ergänzt wurde das Album durch eine Seite mit bislang unveröffentlichtem Material sowie durch zusätzliches Artwork von Stapletons Sohn Luke.</p>
<p>„Acts of Senseless Beauty“ versammelt sechs Klangobjekte, die den Raum wie eine Gaswolke ausfüllen und vielfache Assoziationen wecken. Verbindendes Element ist Aranos&#8217; Violine: Wie ein roter Faden zieht sie sich durch die gesamte Veröffentlichung, verheddert sich von Zeit zu Zeit in loophaften Wiederholungsstrukturen, um danach völlig entfesselte Klangfiguren zu krackeln oder in grummelige Statik zu verfallen. Stets abstrakt bleibend, lässt das Instrument doch immer wieder Vertrautes anklingen: &#8220;Ether Open or Unsound&#8221; erinnert streckenweise an einen verzerrten Hochzeitsmarsch, offensichtlicher noch sind Reminiszenzen an fantastische Filme der Stummfilmära. Auch das visuell implizierte Albenkonzept kreist um ein fantastisches Motiv, laut Labelinfo geht es um &#8220;[the] humanisation of fish in rivers and bodies of water surrounded by large clots of humans&#8221;. Man kann darin einen metaphorischen Kommentar sowohl auf die Vermenschlichung als auch auf die Zerstörung von Natur sehen, man kann es aber auch sein lassen und sich schlicht an einem Stück humoriger Jack Arnold-Popart erfreuen.</p>
<p>Verrauschte Chöre und dumpfes Dröhnen sind Stapletons Beitrag dazu und umgeben die Violinspuren wie eine Schicht aus leicht rostiger Stahlwolle. Sie lassen die Assoziationen wie ironische Zitate anmuten – ein Ironie allerdings, die bei NWW ganz selbstverständlich zum Zug kommt, die nicht einmal intendiert sein muss, und die wenig mit einer aufdringlichen Fast Food-Ironie gemein hat, die im urbanen Kunst- und Fashion-Zirkus als Postmoderne für Arme so langsam zu langweilen beginnt. An einigen Stellen tritt Aranos in den Hintergrund und überlässt Stapleton und den anderen die Bühne. Bei „Bloodclot“, dem dynamischsten Stück des Albums, schreckt Peat Bog den Hörer mit ekstatischer Perkussion aus der Lethargie auf, die das hintergründige Grollen bewirkt. Ebenfalls aus dem Rahmen fällt eine witzige Exkursion in loungige 70er Easy Listening-Gefilde, bei der merkwürdige Schlümpfe ein unverständliches Lied intonieren.</p>
<p>Die naiv-folkigen Fische auf dem Artwork, die vertrauten Melodien auf der Violine, die Trommeln, der Fakescore eines imaginären Giallo-Filmes – all dies weckt Assoziationen zu diversen Stationen der Low Brow-Kultur. Weckt sie, und lässt sie liebevoll ironisch zu Staub zerfallen, hermetisch wie ein absurder Spaß. Ein Akt sinnfreier Schönheit eben, die man nun wieder auf zwei transparenten Vinylscheiben genießen kann. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.touretterecords.com/">Tourette</a></strong></p>
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