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	<title>African Paper &#187; phlass</title>
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		<title>PHLÅSS: Ketuk</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2026 04:09:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein entrücktes Klimpern und Bimmeln liegt halb unter einer elektrifizierten Rauschhülle verborgen und entfaltet gerade durch diese subkutane Präsenz eine eigentümliche Eindringlichkeit. Zeitweise treten andere Geräusche hervor: ein Rasseln, ein schwer zuzuordnendes Hantieren, als würde im Hintergrund etwas verschoben oder &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/04/18/phlass-ketuk/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/ketuk.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50802" title="ketuk" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/ketuk-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein entrücktes Klimpern und Bimmeln liegt halb unter einer elektrifizierten Rauschhülle verborgen und entfaltet gerade durch diese subkutane Präsenz eine eigentümliche Eindringlichkeit. Zeitweise treten andere Geräusche hervor: ein Rasseln, ein schwer zuzuordnendes Hantieren, als würde im Hintergrund etwas verschoben oder justiert. Mitunter entsteht der Eindruck, das Geschehen flache ab, doch dieser Eindruck erweist sich als trügerisch – er ist ein <span id="more-50801"></span>Aspekt der generellen Unregelmäßigkeit des klanglichen Materials und seiner Anordnung.</p>
<p>In &#8220;Ketuk&#8221;, dem aktuellen Longplayer des süditalienischen Duos Phlåss, wird genau diese ästhetische Anlage verfolgt. Das Duo, ein offenes Kollektiv um Pasquale Lomolino und Vincenzo Tattolo, versteht seine Arbeit als Dialog zwischen Musik und Nicht-Musik, zwischen strukturiertem Klang und offenem Geräusch. &#8220;Ketuk&#8221;, das den Untertitel &#8220;Ancient Rituals 1&#8243; trägt, besteht aus zwei jeweils rund zwanzigminütigen Stücken und ist als zusammenhängende Arbeit angelegt. Geloopte, &#8220;ethnografisch&#8221; anmutende Klangfragmente treffen auf feine elektronische Texturen und zielen in ihrer hypnotisch-minimalistischen Gestalt auf eine Form selbstinduzierter Trance.</p>
<p>Aus dem Flirren des Soundmaterials schälen sich mit der Zeit vorsichtig Melodieansätze und andere fragile Konturen, und eines wird rasch deutlich: Es ist eine entrückte Welt, in die man hier hineingezogen wird. Je nach eigener Disposition durchmisst man sie eher eingelullt, in einer halb somnambulen Hypnotisiertheit, oder mit geschärfter Aufmerksamkeit, wach und beinahe meditativ gesammelt. Die Klänge wirken dabei weniger gesetzt als freigelegt und erscheinen wie Partikel eines bereits vorhandenen Kontinuums, das nur punktuell hörbar wird. Auffällig ist die Zurückhaltung, mit der das Material behandelt wird. Nichts drängt sich in den Vordergrund, nichts wird eindeutig fixiert. Die vermeintliche Monotonie entpuppt sich bei genauerem Hören als ein Geflecht aus feinen Verschiebungen, in dem kleinste Veränderungen an Gewicht gewinnen. Zeit verliert dabei ihre lineare Struktur und dehnt sich eher aus, als dass sie voranschreitet.</p>
<p>&#8220;Ketuk&#8221; ist sicher nicht die kompositorisch komplexeste Arbeit von Phlåss, doch sicher eine ihrer intensivsten. Wer nach klaren Entwicklungen oder markanten Höhepunkten sucht, wird hier wenig finden. Wer sich jedoch auf die subtilen Prozesse und die eigentümliche Schwebe des Ganzen einlässt, begegnet einer Musik, die weniger erzählt als einen Zustand erfahrbar macht. Vielleicht kann man ja angesichts des Untertitels auf eine interessante Fortsetzung gespannt sein. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Backwards</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1371995272/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>PHLÅSS: Cut</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jun 2025 03:44:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht jeder Bruch ist laut, manche wirken sogar dann am stärksten, wenn sie sich beinahe verstecken – im Rauschen, im Flirren, in der subtilen Andeutung. &#8220;Cut&#8221;, das neue Album des italienischen Duos Phlåss, bewegt sich genau in diesem Bereich: zwischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/06/21/phlass-cut/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/06/cut.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-46705" title="cut" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/06/cut-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nicht jeder Bruch ist laut, manche wirken sogar dann am stärksten, wenn sie sich beinahe verstecken – im Rauschen, im Flirren, in der subtilen Andeutung. &#8220;Cut&#8221;, das neue Album des italienischen Duos Phlåss, bewegt sich genau in diesem Bereich: zwischen dem Sichtbaren und dem beinahe Ausgeblendeten, zwischen Experiment und emotionaler Verdichtung.<span id="more-46704"></span></p>
<p>Pasquale Lomolino und der auch als Architekt aktive Vincenzo Tattolo, die hinter Phlåss stehen und vor einiger Zeit bereits <a href="https://backwardsrec.bandcamp.com/album/continuum">das Tape &#8220;Continuum&#8221;</a> produziert hatten, verstehen ihr Projekt als eine Form kollektiver Klangforschung. Schon auf &#8220;Continuum&#8221; war das Interesse an flächigen Kompositionen zu hören, &#8220;Cut&#8221; jedoch denkt den Begriff der Fläche brüchiger, ohne dabei in bloße Fragmentierung zu kippen.</p>
<p>Fünf Stücke, aufgenommen an verschiedenen Orten in Italien zwischen Dezember und April, bilden das Material des Albums. Der eher kurze Einstieg &#8220;Chill&#8221; beginnt mit gemurmelten Stimmen und aufgewühlten Synthies, die glatt in Rhythm Noise übergehen könnten, doch dazu kommt es nicht. Stattdessen stören Lautstärkeschwankungen den Eindruck eines kontinuierlichen Flusses. Eine Art Rauschen liegt scheinbar über allem, unklar, ob es sich nicht doch nur um eine Fata Morgana handelt.</p>
<p>&#8220;Cave&#8221;, das zweite Stück, ist von anderer Natur. Naturgeräusche wie Seevögel und Wasserrauschen markieren hier nicht bloß ein Setting, sondern rahmen ein warm tönendes Drone, das sich allmählich ausbreitet. Eine dezente Melancholie schwingt mit, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen, eine stille Genügsamkeit ist spürbar. Doch auch dieses Stück bleibt nicht im Zustand des Gleichgewichts: ein aufhellendes Zischeln und Rauschen tritt hinzu, als würde eine Tür geöffnet und Luft in einen zu dichten Raum gelassen. Trotz aller Schichtung wirkt das Stück am Ende fast beiläufig ausgeblendet, ein bewusster Verzicht auf einen Höhepunkt.</p>
<p>&#8220;Carom&#8221; ist strukturierter und beinahe hektisch. Helles elektronisches Rascheln, tupfende Sequenzen und ein vorsichtiges Dröhnen ergeben ein Bild, das sowohl wacher als auch transparenter ist als die vorangehenden Tracks. Der Titel, so lässt sich recherchieren, könnte lexikalisch auf das Abprallen eines Objekts bezogen sein, oder auch auf ein indisches Brettspiel. Beides scheint im übertragenen Sinn mitzuschwingen: das Stoßen und Zurückprallen ebenso wie eine verspielte, aber nicht ziellose Anordnung von Details. Die hellen, leicht schneidenden Synthies erinnern streckenweise entfernt an Coil in ihren verspielteren Momenten.</p>
<p>&#8220;Cable&#8221; dagegen brodelt und knackt zunächst eher vage vor sich hin. Es entsteht eine Bewegung, die sich nicht linear, sondern eher tastend fortsetzt. Ein metallischer, perkussiver Klang bringt etwas Struktur hinein, aber kein stabiles Gerüst. Auch hier ist es gerade das Uneindeutige, das dem Stück seine Signatur verleiht.</p>
<p>Im abschließenden &#8220;Chain&#8221; überlagern sich Schleifen aus Stimmen, Rauschen und metallisch perkussivem Klang. Ein aufgewühltes Moment zieht sich durch den Track, in dem sich verschiedene Elemente wie in einer letzten Verdichtung überlagern. Schließlich kippt das Stück in ein überraschend warmes Dröhnen mit aquatischer Textur. Die Illusion einer weiblichen Stimme scheint darin zu liegen oder ein Rohrblasinstrument wie die armenische Duduk oder die in anderen vorderasiatischen Ländern verbreitete Nej.</p>
<p>&#8220;Cut&#8221; ist ein leises, durchdachtes Album mit manchmal infernalischen Ausbrüchen. Der Titel, wie auch die Tracknamen, alle beginnend mit dem Buchstaben C&#8221; verweist möglicherweise auf eine formale Idee, vielleicht auch nur auf einen offenen Zusammenhang. Sicher ist: Was Phlåss hier vorlegen, ist keine bloße Etüde im Sounddesign, sondern eine konzentrierte und eigensinnige Auseinandersetzung mit Struktur, Fläche, Störung und Stimmung.</p>
<p><strong>Label: Backwards Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=298994965/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Continuum: Tapedebüt von Phlass</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Dec 2023 04:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jüngst erschien auf Backwards Records das erste Tape des obskuren Projektes phlass unter dem Titel &#8220;Continuum&#8221;. Es ist das erste Release in einer geplanten Tetralogie und enthält zwei seitenfüllende Stücke tendenziell minimalistischer, wellenförmiger, sich in der Intensität stetig steigernder Dröhnung. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/12/18/continuum-tapedebut-von-phlass/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jüngst erschien auf Backwards Records das erste Tape des obskuren Projektes phlass unter dem Titel &#8220;Continuum&#8221;. Es ist das erste Release in einer geplanten Tetralogie und enthält zwei seitenfüllende Stücke tendenziell minimalistischer, wellenförmiger, sich in der Intensität stetig steigernder <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/12/continuum.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-38879" title="continuum" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/12/continuum.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-38878"></span></p>
<p>Dröhnung. Beim Label heißt es &#8220;Let yourself get lost in the hypnotic sound waves of this album. phlass makes the purest form of music. Handle with care&#8221;. Das Release ist auf 75 Exemplare limitiert und darüber hinaus auch zum Download erhältllich.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1970152717/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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