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	<title>African Paper &#187; Psych Rock</title>
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		<title>MOON DUO: Circles</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Sep 2012 06:38:23 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/moonduocircles.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5218" title="moonduocircles" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/moonduocircles-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Was Konzepte angeht, kann Ripley Johnson ebenso gut ernsthaft wie sleazig, und beides bewies er erst letztes Jahr. Mit seiner Hauptband Wooden Shjips veröffentlichte er ein gewohnt krachiges Psych Rock-Album zum Mythos des amerikanischen Westens und zu zahllosen Stereotypen, welche die zweite kontinentale Besiedlungswelle, diesmal von Ost nach West, hervorbrachte. Es war insgesamt nicht gerade ein Loblied auf God&#8217;s Own Country, aber auch kein Wasser auf die Mühlen eines allzu platten Antiamerikanismus. Nach „West“ stand die „Horror Tour“-EP seines zweiten Projektes Moon Duo in den Regalen<span id="more-5217"></span>, ein weniger songorientiertes Werk, dass einerseits dem Medium Film, andererseits dem Helloween-Mythos huldigte – mit einem Humor zwischen Death Rock und Grindcore und musikalisch doch weit von beidem entfernt.</p>
<p>Moon Duo besteht aus ihm und seiner Partnerin Sanae Yamada und hat sich längst zu einem eigenständigen Projekt gemausert, das einigen Leuten mittlerweile bekannter ist als seine Stammband. Zwischen dem Sound beider Bands liegen keine Lichtjahre, und es gibt wahrscheinlich wenige Fans, denen nur eine der Gruppen gefällt. Man könnte bei den Gemeinsamkeiten ein endloses Namedropping von Spaceman 3 bis zu den Fuzztones starten, doch beim klanglich reduzierteren Moon Duo mit seiner hämmernden Drummachine fühlt man sich schon mal ins New York Martin Revs und Alan Vegas versetzt. Soeben wurde das zweite Album namens „Circles“ herausgebracht. Nun kommt es durchaus nicht selten vor, dass ein Album oder ein Song von einem literarischen Werk inspiriert wird, bei „Circles“ war es aber anscheinend etwas mehr als das, denn auf die Lektüre des gleichnamigen Essays des berühmten Transzendentalisten Ralph Waldo Emerson, der schon oft geistiger Pate zahlreicher Aussteiger war, erfolgte als Selbstversuch der kreative Rückzug in einen verlassenen Ort in den Rockies. Mehrere Monate lang igelten sich die beiden in Blue River, Colorado, ein und konzentrierten sich vollends auf das Komponieren und die Aufnahme. Stilistisch schließt das Album allerdings recht nahtlos an den Vorgänger „Mazes“ an, will sagen: Es gibt auch hier wieder geloopte Rhythmen, schrille Sounds, kantige Riffs, viel WahWah und wenige Akkorde mit großer Wirkung.</p>
<p>Wer sich unter einem Titel wie „Sleepwalker“ etwas Langsames vorstellt, der kennt Moon Duo nicht. Nur der Gesang hat hier etwas Zurückgenommenes und wirkt wie auf Valium – rhythmisch und von den unterkomplexen Gitarrenriffs her ist der Song auf eine so straighte Art hypnotisch, dass man sich das Attribut fast sparen möchte. „I Can See“ steigert das Ganze zur rasenden Monotonie, der Beat beginnt an den Nerven zu zerren, und dass der Titeltrack daran anschließend einen Gang zurückschaltet, hat in dem Kontext fast etwas beruhigendes. Mit Rasseln und Tamburin kommt Retrofeeling auf, man denkt an die (konkurrierenden?) Black Angels und fühlt sich an deren Namensursprung bei The Velvet Underground erinnert. Natürlich ist das heute Lifestyle pur, die Obercoolen, die gestern Folk oder Minimal hörten und morgen schon wieder woanders sind, oft weniger aus einem weiten, sondern vielmehr aus gar keinem Horizont heraus, werden drauf abfahren. Langweilig wird ihnen dabei nicht. Was auch die restlichen Songs am meisten zusammenhält, ist der stets nach vorn galoppierende Takt, der sich immer mal für Momente zurück nimmt, um kurz darauf wieder voll anzuziehen – voll unbekümmerter Abgeklärtheit, vorbei an fuzzigen Gitarren, stilvollen Twangs, sleazigen Orgeln, eingängigen Refrains und jeder Menge netter Spielereien: „Free Action“ beginnt glatt wie schrottiger Hillbilly Techno.</p>
<p>Irgendwo im Netz betonte jemand, dass Sanae und Ripley keine Hippies sind (und, gibt es die überhaupt noch und hat es sie so je gegeben? Ich wüsste gerne, warum sich eigentlich alle derart penetrant davon abgrenzen müssen, als wäre es eine ansteckende Krankheit&#8230;) Wenn das heißen soll, Moon Duo seien das Gegenteil von jedem verbummelten Phlegmatismus, dann stimme ich zu.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.souterraintransmissions.com">Souterrain Transmissions</a></strong></p>
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		<title>OM: Advaitic Songs</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Aug 2012 07:26:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/omadvaicsongs.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4904" title="omadvaicsongs" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/omadvaicsongs-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es ist nicht einfach, den religiösen oder spirituellen Gehalt von OM zu durchblicken, und ehrlich gesagt habe ich es auch nie ernsthaft versucht. Al Cisneros Lyrik ist, auch wenn sie an manchen Stellen deutlich hinduistische oder frühchristliche Bezugspunkte anklingen lässt, viel zu abstrakt und hermetisch, um eine klare Botschaft zu transportieren, und wahrscheinlich will sie das auch gar nicht. Cisneros predigt nicht. Viel eher scheint er sich, ähnlich seinem Freund und zeitweise Kollaborateur David Tibet, in einem eigenen subjektiven Kosmos eingerichtet zu haben, in dem<span id="more-4902"></span> die spirituelle Suche oberstes Programm ist &#8211; zum Glück unter Einbezug einer interessierten Öffentlichkeit, die sich so inspirieren lassen kann, selbst dann, wenn die eigenen Fragen und Neigungen ganz anderer Art sind. Die Ernsthaftigkeit von Wort und Musik widerlegt dabei jeden Verdacht, es könnte sich bei dem Synkretismus der typischen Om-Themen um beliebige New Age-Kindereien handeln. Ebenso offenkundig ist trotz allem, dass der kraftvolle Stoner Rock des Duos keineswegs „nur Musik“ ist.</p>
<p>Als Cisneros 2003 zusammen mit dem Schlagzeuger Chris Hakius das Erbe der legendären (und ja, hier darf man das Wort schamlos verwenden) Sleep antraten, machten die beiden aus der Not der Minimalbesetzung „Mikro, Bass, Drums“ eine spezielle Tugend: Sie demonstrierten wie kaum eine andere Band, dass ein basslastiger Sound reduziert und breit zugleich sein kann. Ihr hypnotischer Stoner Rock an der Grenze zum Metal lebt von gut durchkomponierten Rhythmen, deren Statik auch in entgrenzten Momenten nie suspendiert wird, vielmehr zeigen regelmäßige Trommelwirbel, wieviel Vitalität in einfachen Formen stecken kann. Der starke Bass, mal groovig, mal wie eine Gitarre gespielt, und der rezitative Gesang ließen schnell einen eigenen Stil entstehen. Schnell kam das Klischee „kennst du ein Lied, kennst du alle“ auf, das natürlich nur dann negativ zu Buche schlägt, wenn man für die Magie der Repetition unempfänglich ist. Dass eine stilistische Erweiterung in etwa zeitgleich mit dem Ausstieg Hakius und dem Einstieg Emil Amos&#8217; (Holy Sons, Grails) erfolgte, sollte man nicht überbetonen, denn Amos demonstriert ein gutes Verständnis für Hakius Errungenschaften und führte den Drumpart mit ähnlicher Markanz fort. Ausdifferenzierte und für Om-Verhältnisse weniger ideosynkratische Themen verlangten einfach ein erweitertes Klangspektrum, Robert E. Lowe (Lichens) zählt mit seiner Handperkussion, seinen Vocals und seinem Bühencharisma mittlerweile fast zur Stammbesetzung.</p>
<p>Auf dem nun fünften Longplayer „Advaitic Songs“, dessen Titel auf eine indische Philosophie der Einheit von Schöpfer und Welt (und somit der Durchdringung von Göttlichem und Natürlichem) anspielt, wird die seit „Pilgrimage“ vorgenommene Durchmischung des Om-Sounds mit orientalischen Elementen weiter vorangetrieben, gleich im einleitenden „Addis“ trifft Liturgisches auf Amos&#8217; energetisches Drumming. „State of Non-Return“ ist der erste Höhepunkt des Albums, hier entfalten Om ein ganzes Panorama ihres derzeitgen Könnens – das wummernde, unterirdische Bassspiel, das erst verhalten beginnende und sich dann steigernde Drumming und das Hinzufügen „Om-fremder“ Aspekte: Das fast folkige Klavierspiel Lowes beispielsweise oder die stimmungsvollen Celli, u.a. von Jacky Perez Gratz (Grayceon, Amber Asylum, Giant Squid), die viel zu der typischen Atmosphäre des Songs beitragen. Der Punkt ohne Wiederkehr ist fatalistisch, und hat doch nichts von paralysierender Unausweichlichkeit.</p>
<p>Dronig mit Anflügen indischer Klassik beginnt „Gethsemane“, über leichten Gitarrensound bewegt sich heller Gesang und kündet vom christlichen Erlöser in Ketten. Die erneut orientalisch anmutenden Celloklänge unterstreichen auch hier die Ernsthaftigkeit, mit der Einflüsse aus drei Weltgegenden zusammenkommen. Keyboardsounds und Lowes Stimmexperimente leiten in das zunächst von einem islamischen Pilgergebet geprägte „Sinai“ über, das im weiteren Verlauf die typischsten Om-Momente hat – so als wollte die Band noch einmal zeigen, wo sie herkommt, bevor sie im großartigen Finale „Haqq-Al-Yaqin“ alle Qualitäten der „Advaitic Songs“ zusammen führt.</p>
<p>Mir scheint, dass man viele der wesentlichen Elemente der „Atvaitic Songs“ eher umschreiben oder, falls der Funke übergesprungen ist, in seiner Begeisterung mit anklingen lassen kann. Vieles durchmischt sich hier, Orient und Okzident in Text und Musik, aber auch alte und neue Om. Dies sollte auch viele versöhnen, denen „Pilgrimage“ und vor allem &#8220;God is Good&#8221; zu unmarkant erschienen ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.dragcity.com">Drag City</a></strong></p>
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		<title>SEVEN THAT SPELLS: The Death And Resurrection Of Krautrock: AUM</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 07:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte des Krautrock wurde schon oft erzählt und bedarf nicht unbedingt einer Neuauflage. Die kroatischen Psychrocker Seven That Spells haben ihre aktuelle Trilogie allerdings genau diesem Unterfangen gewidmet. Dass sie dies in Form interessanter (Meta-)Musik tun, ist nicht ungewöhnlich. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/01/21/seven-that-spells-the-death-and-resurrection-of-krautrock-aum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/seventhatspellskrautaum.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3503" title="seventhatspellskrautaum" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/seventhatspellskrautaum-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Geschichte des Krautrock wurde schon oft erzählt und bedarf nicht unbedingt einer Neuauflage. Die kroatischen Psychrocker Seven That Spells haben ihre aktuelle Trilogie allerdings genau diesem Unterfangen gewidmet. Dass sie dies in Form interessanter (Meta-)Musik tun, ist nicht ungewöhnlich. Ein gewagtes Projekt wird es erst dadurch, dass sie nicht die Entstehung des Krautrock zum Ausgangspunkt nehmen, sondern seinen Niedergang, von dem aus sie in die Zukunft blicken. Das macht das Ganze zu einer recht optimistischen Angelegenheit und gipfelt in einem Ja zu allem, was mit Revivals, Neuauflagen und historischem Retrobewusstsein zu tun hat.<span id="more-3502"></span></p>
<p>Ich räume ein, dass es vor allem der Titel des ersten Teils der Serie war, der mich auf diesen Gedanken gebracht hat, und ich bin mir nicht einmal sicher, ob das Konzept wirklich mehr sein soll als ein vager Rahmen für eine traditionsbewusste Musik, wie sie aus den Annalen des frühen 21. Jahrhunderts nicht wegzudenken sein wird &#8211; man denke nur an die zahlreichen (vor allem amerikanischen) Bands, die eine historische Entwicklung nachzeichnen, die irgendwo bei den 13th Floor Elevators (oder meinetwegen auch den Doors) begann, sich im Laufe der 70er Jahre irgendwann aufgabelte und entweder garagenpunkig bei den Fuzztones ankam, oder mit weißen Tennissocken bei Van Halen. Seven That Spells geben sich konzeptuell bewusster als viele andere, scheinen (ohne dass man das zwangsläufig heraushören muss) eher an deutscher Psychedelik interessiert und tragen ein ehrliches Pathos zur Schau, das auch zu seinen prätentiösen Momenten steht. Schier endlos repetitive Gitarrensoli entfalten sich schon über den kräftigen Riffs und der ausladenden Drumarbeit des noch verhältnismäßig kurzen Openers. &#8220;Aum&#8221; und &#8220;Zero&#8221; bilden mit jeweils knapp zwanzig Minuten Spieldauer den Kern des Albums: Becken und Highhats und komplexe Taktstrukturen, in Aufbau und Tempo stets wechselhafte Rhythmusgitarren, die das Klangbild streckenweise etwas dystopischer und angepunkter wirken lassen, als es bei einem reinen Revival zulässig wäre, und der langezogene (textlose?) Chorgesang &#8211; die &#8220;Ressurection&#8221; scheint in &#8220;Aum&#8221; nicht nur Thema zu sein, sondern ebenso sehr ein Anliegen, dass man hier ganz dreist zu verwirklichen sucht. Dass es sich nicht um reine Peace und Love-Musik handelt, wird vor allem beim stellenweise ins Atonale kippenden &#8220;Zero&#8221; deutlich, das wie ein droniges Stonermetal-Stück beginnt und seinen Intro-Charakter beibehält. Im Verlauf musste ich weniger an Krautrock denken, als an das unkategorisierbare &#8220;Time to Melt&#8221; von Jello Biafras und Al Joergensons großartigem Lard-Debüt.</p>
<p>Dass die drei Zagreber Spielfritzen sind, die gerne mal auf die Kacke hauen, begreift man spätestens bei &#8220;Rock ist Krieg&#8221;. Das spackige Gebrüll zu Beginn könnte auch der Auftakt einer Grindcore-Nummer sein &#8211; es handelt sich hier auch um das schmissigste Stück des Albums, doch der funkige Psychrock straft den ersten Eindruck Lügen. Beim Ausklang des Albums dominiert dann auch mal deutlicherer Gesang und eine feierliche Rock-Atmosphäre, die im Unterschied zur Referenzmusik (leider) auch so etwas wie Stadiontauglichkeit hat.</p>
<p>Sollten Seven That Spells den speziell deutschen Vertretern psychedelisch-hippiesker Musik, in deren Tradition sie sich sehen, nicht nur huldigen, sondern auch selbst zu einer neuen Blüte verhelfen, dann würde das mit einer absolut idyllfreien Reduktion sämtlicher Langsamkeit einhergehen, die man mit Gruppen wie Amon Düül II assoziiert, die aber auch rockigeren (Can) und experimentierfreudigeren (Faust) Vertretern noch vergleichsweise anhaftet. Bei allen angeführten Kritikpunkten sind die Kroaten vor allem für ihren keineswegs bemüht wirkenden Balanceakt anzuerkennen, mit dem sie ihr ganz eigennes Spannungsverhältnis zwischen Nostalgie und Humor (man denke an den vorigen Albumtitel &#8220;Acid Taking and Swet Love Making&#8221;), Vitalismus und dytopisch angehauchter Coolness aufrecht erhalten.</p>
<p>A. Kaudaht</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.blrrecords.com/">Beta-lactam Ring Records</a></strong></p>
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		<title>BALLO DELLE CASTAGNE: Kalachakra</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 06:52:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/ballodelle.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2913" title="ballodelle" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/ballodelle-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ballo Delle Castagne traten erstmals vor drei Jahren als Supergroup in Erscheinung, in der Mitglieder diverser italienischer Folkbands zeigten, dass sie auch laute und rauschhafte Musik machen können. Psychedelic hat in den letzten Jahren so mancher Folkkapelle aus der kreativen Sackgasse geholfen, aber das besondere an den vier Italienern unter dem Zeichen der Kastanienkugel ist der punkige Drive, den sie der Musik dabei verpassten.<span id="more-2912"></span></p>
<p>Die Kombination solcher oft als gegensätzlich verstandenen Stilelemente hätte kräftig daneben gehen können, aber bei Ballo Delle Castagne hat es funktioniert. Hätte man es nun wie geplant bei dem einmaligen Projekt belassen, würde Freunden kräftiger Punk Psychedelia in Zukunft einiges entgehen. Doch auch von der wahrscheinlich dummsten Rezension, für die sich das FoxyDigitalis-Magazin nicht zu schade war, ließ sich das Quartett nicht verunsichern, und flugs wurde mit weiteren Aufnahmen nachgelegt. Zuerst mit einer 10&#8221; namens „108“, vor einiger Zeit dann mit einem zweiten CD-Longplayer, der das Stil- und Soundrepertoire der Band merklich, aber auch nicht zu stark erweitert.</p>
<p>„Kalachakra“ knüpft stilistisch und konzeptuell an „108“ an, zusammen bilden die beiden Tonträger den Auftakt einer Trilogie, die alsbald mit einem weiteren Album ihren Abschluss nehmen soll. Mein Italienisch ist katastrophal, aber einigen Wortfetzen und etwas zuverlässigeren Informationen zufolge soll es in den Texten vor allem um eine Reise von Europa nach Asien gehen – eine Reise, die für eine spirituelle Expedition steht, aber auch einfach symbolisch für das Entdecken neuer Glaubenssysteme. Der Titel des Albums bedeutet im Sanskrit „Rad der Zeit“ und verweist neben dem zyklischen Aspekt sowohl auf eine Gottheit als auch auf Meditationspraktiken des tibetanischen Buddhismus.</p>
<p>Musikalisch preschen die vier Italiener gleich zu Beginn in die Mitte des Geschehens vor, schwere Orgeln, kräftiges Schlagwerk und feierlicher Gesang geben die Richtung des ersten (noch europäisch geprägten) Stückes „Passioni Diaboliche“ vor. Mit der Zeit werden die Gitarrenriffs kantiger, und Sänger Vinz wird von der beeindruckenden Stimme der Gastsängerin Carolina Ceccinato begleitet, und bei den Textfetzen, bei denen es um Seelen und Wiederkehr geht, scheint Aufbruch ein zentrales Thema zu sein. Vinz&#8217; Stimmarbeit bekommt gelegentlich etwas sakrales, was neben seinem Vortragsstil auch am Italienischen liegen könnte – an einigen Stellen erinnert er fast an Spectre, der auch dann so feierlich klingt, wenn er einfach nur einen guten Rocksong intoniert.</p>
<p>Mit Wave, wie anderenorts behauptet, hat die Musik auf „Kalachakra“ wenig bis nichts zu tun, und auch Folkelemente finden sich nur minimal – wenn, dann höchstens in Zitaten indischer Folklore, die entweder als Sitharspiel oder in Form typischer Melodiefolgen in die psychedelische Mischung aus repetitiver Gitarrenarbeit und verspielter Elektronik eingebaut wird. Unweigerlich denkt man an Gruppen wie Can und Popul Vuh, stellenweise kommen einem auch frühe Black Sabbath in den Sinn. Die starken Postpunk-Elemente des vorigen Albums fügen sich noch besser ins Gesamtbild ein, sind stellenweise nah am Hardrock. Ein Gegenpol sind die unheimlichen Traumwelten von &#8220;La foresta dei suicidi&#8221;, das die Stimmung eines verwunschenen Waldes am Fuße des Mount Fuji einfängt.</p>
<p>Das Album scheint voller Referenzen zu sein, auf einen Song der deutschen Band Eloy wird ebenso Bezug genommen wie auf eine themennahe Dokumentation von Werner Herzog, dessen einstige Muse Kinski an einer Stelle auch zu hören ist. Vielleicht steht „Kalachakra“ in noch reichhaltigeren Querverbindungen, die man erst erkennt, wenn man die entsprechenden sprachlichen und thematischen Voraussetzungen mitbringt. Doch es spricht für das Album, dass es auch so zu überzeugen weiß. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: HR S.P.Q.R. / Black Widow Records</strong></p>
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		<title>MOON DUO: Horror Tour</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 15:40:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bislang waren es eher Grails und Holy Sons, die Psych Rock mit der Ästhetik alter Genrefilme kombinierten und dabei die Hörer gründlich überraschten: Sleaziges Artwork muss der Ernsthaftigkeit einer Musik keinen Abbruch tun, und das Resultat muss nicht mal ironisch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/10/28/moon-duo-horror-tour/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/10/moonduohorrortour.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3066" title="moonduohorrortour" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/10/moonduohorrortour-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Bislang waren es eher Grails und Holy Sons, die Psych Rock mit der Ästhetik alter Genrefilme kombinierten und dabei die Hörer gründlich überraschten: Sleaziges Artwork muss der Ernsthaftigkeit einer Musik keinen Abbruch tun, und das Resultat muss nicht mal ironisch wirken. Pünktlich zum 31. Oktober machen auch Ripley Johnson und Sanae Yamada mit ihrem Moon Duo einen Abstecher in die Welt trashiger Horror-Storys und schaffen somit einen Gegenpol zum letzten Wooden Shjips-Album, auf dem sich Johnson einem Highbrow-Thema, nämlich der Geschichte des Manifest Destiny widmete.<span id="more-3065"></span></p>
<p>Die &#8220;Horror Tour&#8221;-EP ist als Begleitveröffentlichung zur aktuellen Konzertreise gedacht und enthält vier kleine Geschichten aus der Gruft. Die größte Schauernummer ist gleich der eröffnende Titeltrack. Als einziger mit Text befasst er sich mit dem Helloween-Mythos, doch die Musik ist keineswegs &#8220;düster&#8221;, sondern folgt dem kraftvoll dröhnenden Acidpunk-Stil, der schon das „Mazes“-Album prägte. In seiner langen, repetitiven Form ist der Song so rauschhaft und und meditativ wie die meisten Stücke des Duos und hätte auch auf „Mazes“ eine gute Figur gemacht. &#8220;Causing a Rainbow&#8221; ist leichtfüßiger und unbeschwerter, eine skurrile Orgel dröhnt dezent vor sich hin und verschmilzt irgendwann mit einem kräftigen Gitarrensolo. Ebenso wie das poppige &#8220;Sickener&#8221; braucht das Stück keinen Gesang, um mitreißen zu können, das erledigen schon die eingängigen Melodiebögen, die fast etwas abgegriffen wirken, in ihrer Einfachheit jedoch funktionieren – gäbe es so etwas wie einen neuen Hershell Gordon Lewis, so würde der mit einem solchen Score keine schlechte Wahl treffen. Horrorstimmung in ihrer typischen Form gibt es dann vor allem in &#8220;Circle of Evocation, pt 2&#8243;, einen kurzen Epilog in Form eines Droneloops, in dem Wasserrauschen und Motorengepolter miteinander verschmelzen.</p>
<p>Für seine kleine Horrorshow reichen dem Moon Duo fünfundzwanzig Minuten, doch die Musik ist diesmal nur die halbe Miete – der britische Illustrator Savage Wolf, bekannt durch etliche Cover, Poster und Shirts, hat ein vor Zombie-Klischees strotzendes Artwork beigesteuert, das man guten Gewissens kongenial nennen darf. Die EP erscheint ausschließlich auf Vinyl und als Download, das handfeste Format ist auf tausend Einheiten limitiert.</p>
<p>A. Kaudaht</p>
<p><strong>Label: Souterrain Transmissions</strong></p>
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		<title>MOON DUO: Mazes</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 14:54:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Psych Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Ripley Johnson]]></category>
		<category><![CDATA[Sanae Yamada]]></category>
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		<description><![CDATA[Das MOON DUO gibt es schon ein paar Jahre und wurde oft wie ein Ableger der WOODEN SHJIPS gehandelt, bei denen Gitarrist Ripley Johnson schon etwas länger die Saiten bearbeitet. Das Duo gründete er 2009 zusammen mit seiner Partnerin Sanae &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/moon-duo-mazes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/moonduomazes.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-353" title="moonduomazes" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/moonduomazes.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das MOON DUO gibt es schon ein paar Jahre und wurde oft wie ein Ableger der WOODEN SHJIPS gehandelt, bei denen Gitarrist Ripley Johnson schon etwas länger die Saiten bearbeitet. Das Duo gründete er 2009 zusammen mit seiner Partnerin Sanae Yamada, und auf der aktuellen Tour der beiden wurde schnell klar, dass es sich bei ihrer Musik keineswegs nur um ein randständiges Experimentierfeld handelt.<span id="more-352"></span></p>
<p>Irreführend ist auch der Titel des gerade erschienenen Albums „Mazes“, denn die Musik der beiden ist ungefähr so labyrinthisch wie ein pfeilgerade Landstraße, auf der Yamada und Johnson mit frisierten Zweirädern von Küste zu Küste brausen. „Motorbike, I Love You“ hieß ein früherer Song des Duos, und was sie von den beiden Küsten mitbringen und zusammenführen ist freilich musikalischer Natur. Die morbide Coolness von Factory und No Wave von der einen Seite, der lebensbejahende Frohsinn direkt von Ashbury Hights. „Die Hippies kommen, die Hipster gehen“ betitelte die aktuelle Spex vorwitzig die Ankündigung ihres Konzertes mit MUERAN HUMANOS – ein Slogan, der nur bei einem untypischen Hippiebild funktioniert, das auch im Texas der BLACK ANGELS oder in der Garage der FUZZTONES Bestand hätte. Die meisten Stücke des Albums drängen ohne Umschweife nach vorn, gefallen sich im rauen, dröhnenden Bassound, der vom geradlinigen Rhythmus der punkigen Drummachine getragen und mit wabernden Orgelsounds umwickelt wird. Aufgeregt und hektisch wirkt die Musik dabei allerdings nie, exponiert sogar eine Gelöstheit, die dem kraftvollen Klang eine ausgesprochen souveräne Note beimischt. Ein besonderes Markenzeichen: Johnsons mit viel Halleffekten unterlegte Stimme, die vielleicht noch mehr Protopunk ist als die Rhythmen und die elektronischen Loops. „When You Cut“ ist beispielhaft für die Post-Hippie-Seite des Duos, seine rotzige Gitarre erinnert unweigerlich an frühe SUICIDE, deren Zeit noch nicht reif war für die heterogenen Psychrock-Elemente, die Moon Duo hier wie selbstverständlich beizugeben wissen. „Seer“ oder das Titelstück stehen für die zurückgenommene, genügsame Seite des Albums, „On The Run“ dagegen beginnt fast wie eine frohsinnige RAMONES-Nummer. „Goners“ besinnt sich am Ende wieder auf die Moon Duo-typische Qualität des genügsamen, nonchalanten und doch niemals zynischen Driftens, und wird doch von einer unterschwelligen Wut am Leben gehalten, wie man sie von Gruppen wie A PLACE TO BURY STRANGERS kennt.</p>
<p>Spötter könnten „Mazes“ als Retroplatte bezeichnen, doch sei&#8217;s drum. Das MOON DUO gehört zu denjenigen Bands, die unterschiedliche ästhetische Traditionslinien zusammenführen und es dabei schaffen, kohärent und stimmig zu klingen. Epigonal würde ich das nicht nennen, und die Popularität solcher kreativen Rückbesinnungen erscheint mir begrüßenswert. (U.S.)</p>
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		<title>THE SKULL DEFEKTS: Peer Amid</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Daniel Higgs]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn ein Album als musikalischer Drogencocktail angekündigt und im selben Atemzug mit SONIC YOUTH vergleichen wird, dann verheißt das nicht unbedingt einen angenehmen Trip. Thrill Jockey ging sogar noch einen Schritt weiter und sprach vom neuen Album der Schweden THE &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/the-skull-defekts-peer-amid/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/peeramid.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-239" title="peeramid" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/peeramid-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn ein Album als musikalischer Drogencocktail angekündigt und im selben Atemzug mit SONIC YOUTH vergleichen wird, dann verheißt das nicht unbedingt einen angenehmen Trip. Thrill Jockey ging sogar noch einen Schritt weiter und sprach vom neuen Album der Schweden THE SKULL DEFEKTS als einer „Frustrationsablageplattform der düsteren Art“. Ich will nicht sagen, dass mich „Peer Amid“ als Gutelauneplatte überrascht hätte, aber die befürchteten Winterdepressionen blieben bislang aus.<span id="more-237"></span></p>
<p>Kollaborationen gegenüber waren die Herren Fagerström, Rylander, Huhta und Nordvall nie abgeneigt, wie einige Zusammenarbeiten mit WOLF EYES, PRURIENT und Carl Michael von Hausswolff bezeugen. Eine Ausnahmeerscheinung ist der neue Longplayer der Schweden aber dennoch – zum einen, weil die tatkräftige Unterstützung am Mikro von keinem geringeren als Daniel Higgs (optisch eine Mischung aus Karl Marx und Michelangelos Vision des Weltenschöpfers und bislang Sänger in einer Hardcoreband namens LUNGFISH) kommt und dem Album einen ganz markanten Stempel verpasst. Zum anderen weil die Band niemals einen derart dynamischen psychedelischen Crossover spielte. Nach einer im Verlauf des Albums mehrfach aufgegriffenen Urschreiübung geht das Quintett beim eröffnenden Titelsong gleich in die Vollen, was hier heißt, dass Higgs kehliges Tremolo und thrashige Gitarrenriffs einen funkig treibenden Stoner Rock zustande bringen, der eine Wut jenseits aller Frustration aufleben lässt.</p>
<p>The Skull Defekts haben eine Affinität zu ausgedehnten Wiederholungsfiguren und kreisförmigen Kompositionen, lieben die Dröhnung ohne diesmal wirklich Dronemusik zu spielen, und finden mit ihrer Kombination aus Rock, indischen Einflüssen und dem Minimalismus der 60er ihren eigenen Stil fern ab von allem Entspannenden, das man mit dem Vorzeigelabel „Psychedelic“ so gerne assoziiert. „Peer Amid“ ist in erster Linie eine dynamische, erhebende Angelegenheit. Dennoch, Momente, in denen die Schicksalsschwere des Doom in das rund 50minütige Kraftpaket hereinbricht, gibt es durchaus. „Gospel of the Skull“ beispielsweise, bei dem Higgs Gesangsbeitrag besonders gut zur Geltung kommt. Wer seine Soloaufnahmen kennt oder schon mal in den Genuss eines seiner Konzerte kam, der weiß um die mitreißende Wirkung (und auch um die gewollt komischen Effekte) seiner repetitiven Songs mit epischen Ausmaßen – schön zu wissen, dass das auch mit einem satten Rockinstrumentarium funktioniert. Auch das infernalische „The Silver River“ mit weiblichen Backing Vocals und einer Walze aus Metalgitarren lebt vor allem von Higgs Predigerstimme und seinem mantraartigen Vortrag.</p>
<p>Verspielte Rhythmen, funkadelisches Soundchaos, dumpfes Grollen im Hintergrund. Kehliger Gesang, der mitunter ganz ohne Text auskommt, ein Wilder am Saxophon – ein gefährlicher Cocktail ist „Peer Amid“ durchaus. Lenkt die Wut in die richtigen Bahnen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.thrilljockey.com/">Thrill Jockey</a></strong></p>
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		<title>THE BLACK ANGELS: Phosphene Dream</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 09:56:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Psych Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Rykodisc]]></category>
		<category><![CDATA[The Black Angels]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein interessantes Phänomen sind sie – THE BLACK ANGELS, die sich vor drei Alben im Texanischen Austin zusammengeschlossen und nach einem Song von THE VELVET UNDERGROUND benannt haben: “The Black Angel’s Death Song”, jenes hypnotisierende Stück Monotonie vom 67er Bananenalbum, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/the-black-angels-phosphene-dream/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/phosphenedream.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-379" title="phosphenedream" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/phosphenedream.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein interessantes Phänomen sind sie – THE BLACK ANGELS, die sich vor drei Alben im Texanischen Austin zusammengeschlossen und nach einem Song von THE VELVET UNDERGROUND benannt haben: “The Black Angel’s Death Song”, jenes hypnotisierende Stück Monotonie vom 67er Bananenalbum, das auf noch gewagtere Experimente vorausweisen sollte. In diese Zeit zeigen auch sämtliche stilistische Wegweiser des Quintetts, das die BEATLES zu seinen Hauptinspirationen zählt, aber allem Anschein nach noch viel mehr von Gruppen wie THE DOORS und den 13TH FLOOR ELEVATORS gelernt hat.<span id="more-377"></span></p>
<p>Eine Besprechung mit Namedropping anzufangen gilt als unfair – nicht bei den Black Angels, deren Musik für psychedelischen Rock ungefähr das ist, was die Filme Brian de Palmas für das klassische Unterhaltungskino der abseitigeren Art sind: der große finale Kommentar, die nerdige Pastiche voller halbironischer Zitate und doch zugleich eine leidenschaftlich vorgebrachte Hommage an bessere Zeiten. Somit sind sie (trotz Schlagzeugerin) auch ein bisschen das Gegenteil der Velvets, die ja bekanntlich spätestens seit Punk und Wave als ihrer Zeit weit voraus galten. Aber das macht nichts. Auf ihrem aktuellen großen Wurf „Phosphene Dream“ sind die Black Angels vor allem rasant und groovig. „Bad Vibrations“ ist zweifellos gleich schon der Hit des Albums und beschwört die kraftvolle Seite der wiederbelebten Referenzära herauf. Diverse Rhythmuswechsel und der retro-proto-punkige Sound sind das Gegenteil von langweilig, und erst recht von Friede, Freude, Händchenhalten und jeglicher Blumenkinderattitüde aus dem Bilderbuch für Nostalgiker. Die bösen Vibes tragen vielmehr dem finsteren Bandnamen Rechnung und erschaffen eine hartgesottene Atmosphäre schäbiger Backsteinfassaden, zwischen denen sich hippiesk übersteigerte Noir-Szenen abspielen – irgendwie „music for gangsters and lovers“, wenn nicht ein gewisser BAIN WOLFKIND dieses Label schon für sich reserviert hätte. Fliegen einem am Ende die Hi-Hats nur so um die Ohren, dann ist das natürlich vor allem große Show, ebenso konsumgerecht aufgearbeitet wie die Sogwirkung in der recht poppigen Rhythm and Blues-Nummer „Sunday Afternoon“ und im entrückt monotonen „Yellow Elevator #2“. Oder dem Titelstück, das mit seiner zittrigen Elektronik und dem abgehobenen Klaviergezirre erneut ein Hohelied auf frühere Zeiten anstimmt. Bei all dem betonen die Black Angels aber vor allem die Rock’n Roll-Seite des Psych Rock, hinter der experimentierfreudige Klangbasteleien zurückstecken müssen, ohne freilich vollends ins Hintertreffen zu geraten. Setzen beim Titelsong erst einmal die ausladenden Rhythmusornamente ein, dann könnte man es glatt für ein überarbeitetes Dokument von damals halten, denn streckenweise demonstriert nur die Soundgestaltung, dass es sich eigentlich um Retro-Psychedelia handelt.</p>
<p>Ich spare mir tiefer gehende Ausführungen über das spacige Covermotiv und die Frage, was die Texaner sich denn wohl „eingeworfen“ haben (wäre auch voll 90er), und schließe lieber wieder mit Namedropping – 2010 ist ein verdammt guter Jahrgang für Psych Rock unterschiedlichster Art. THE DEAD WHEATER und die vor Kreativität überschäumenden BLACK MOUNTAIN lassen sich jeweils auf ihre Weise von BLACK SABBATH, JEFFERSON AIRPLANE und LED ZEPPELIN inspirieren, SABBATH ASSEMBLY formieren sich zu Ehren von Process und nehmen ein Album voll mitreißender religiöser Hymnen auf, und GRAILS dröhnen auf Vinyl was das Zeug hält. SEVEN THAT SPELLS spannen ihre Fans seit längerem auf die Folter, und ELECTRIC WIZARD lassen uns dem November entgegen fiebern. Jede dieser Bands verdient ein eigenes Kapitel im Psych Rock-Jahr 10, dem die Black Angels ganz maßgeblich ihren Stempel verpasst haben (U.S.)</p>
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		<title>“Upward. From Sun To Cross The Sky.“ Interview mit Al Cisneros von OM</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 19:35:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Six Organs of Admittance]]></category>
		<category><![CDATA[Sleep]]></category>
		<category><![CDATA[Southern Lord]]></category>
		<category><![CDATA[Stoner Rock]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Alben haben OM, das aus Al Cisneros und Chris Hakius – die beide Anfang der 90er bei SLEEP ausufernden Stoner Rock spielten – bestehende Duo, bisher auf Holy Mountain veröffentlicht. Das dritte wird im Herbst dieses Jahres auf Southern &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/%e2%80%9cupward-from-sun-to-cross-the-sky-%e2%80%9c-interview-mit-al-cisneros-von-om/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/om1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1669" title="om1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/om1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Zwei Alben haben OM, das aus Al Cisneros und Chris Hakius – die beide Anfang der 90er bei SLEEP ausufernden Stoner Rock spielten – bestehende Duo, bisher auf Holy Mountain veröffentlicht. Das dritte wird im Herbst dieses Jahres auf Southern Lord folgen. Die drei “variations“ des ersten Albums und die zwei des 2006 veröffentlichten Nachfolgers sind lange, von Bass, Schlagzeug und dem Mantra artigen Gesang Cisneros’ getragene repetetive Stücke, die den Hörenden in einen Sog ziehen.<span id="more-1656"></span> Dazu tragen auch die verschlüsselten, hermetischen Texte bei. Ein paar Minuten nach Chris Hakius’ und Al Cisneros’ Auftritt auf dem Donaufestival sprach ich kurz mit letzterem über OM.</strong></p>
<p><strong>Im Interview ist das ein Ringen um Worte – ein Ringen mit den Worten – um den eigenen Antrieb, den eigenen Schaffensprozess zu verdeutlichen; Al Cisneros spricht mit einer Ernsthaftigkeit über seine Musik, der jedwedes Aufgesetztsein fehlt. Was bei manch einem prätentiös klingen würde, wirkt im persönlichen Gespräch aufrichtig und sympathisch. Er ist sehr freundlich, wirkt aber erschöpft, ganz so, als habe der zurückliegende Auftritt fast seine ganze Energie verbraucht. </strong></p>
<p><strong><em>Warst du mit dem Gig zufrieden? </em></strong></p>
<p>Ja, der war prima.</p>
<p><strong><em>Nachdem ihr lange nach dem Ende von SLEEP OM gegründet habt, habt ihr euch auf zwei Instrumente und den Gesang beschränkt. Kürzlich habe ich ein altes Interview mit NICO gelesen, in dem sie meinte, sie könne Gitarristen nicht ausstehen. Was waren eure Gründe auf einen Gitarristen zu verzichten? </em></strong></p>
<p>Ich wollte so nah wie möglich an den Gefühlen und Ideen dran sein, die uns dazu bringen, diese Songs zu schreiben. Bei den Songs, die wir schreiben, den Ideen, die wir haben, der Thematik, den Konzepten teilen wir das gleiche Ziel und lenken den anderen nicht ab. Wir wollten einfach zusammen arbeiten und keine Helfer dabei haben.</p>
<p><strong><em>In einem Interview hast du gesagt, dass du nach der langen musikalischen Pause einen inneren Zwang verspürt hast, wieder etwas zu machen</em></strong><strong>. </strong></p>
<p>So ist das bei mir bezüglich Musik immer.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/om2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1670" title="om2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/om2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Ist die Musik wichtiger als die Texte? </em></strong></p>
<p>Die Texte sind Musik, die Synkopen, ihr Rhythmus, ihr Metrum. Sie sind genauso wichtig; da sind die Kadenzen, die Anordnung, die Bewegung. Deshalb ist die Stimme ein Instrument, sie lässt sich nicht davon trennen.</p>
<p><strong><em>Vögel sind immer wiederkehrende Elemente auf euren Alben. Sind sie ein Symbol für Freiheit? </em></strong></p>
<p>Hauptsächlich ein Symbol des Loslassens, ein Symbol der Freiheit. <strong> </strong></p>
<p><strong><em>Soll denn das verwandte Artwork eurer bisher veröffentlichten Alben darauf hinweisen, dass alles zusammengehört? </em></strong></p>
<p>Eigentlich ist unsere ganze Kariere nur ein Album, ein Lied. Wie auch immer man die Alben macht, es ist nur eine Abwandlung dessen, was einen anfangs dazu gebracht hat, es zu machen.</p>
<p><strong><em>Welche Ähnlichkeiten siehst du zu den Leuten, mit denen ihr bisher einen Tonträger geteilt habt (CURRENT 93 und SIX ORGANS OF ADMITTANCE)? </em></strong></p>
<p>Ich denke, dass alle drei Gruppen Musik machen, weil sie es tun müssen, psychisch, psychologisch, geistig. Es ist nicht so, dass man eine Wahl hätte, es ist viel eher eine Notwendigkeit. Das zeigt sich natürlich ganz offensichtlich auf sehr unterschiedliche Weise, aber der Zweck ist bei uns allen der gleiche.</p>
<p><strong><em>Diese Frage mag nach dem bisher Gesagten etwas profan klingen, aber auf eurer Homepage stand etwas von einem Livealbum. Gibt es da Pläne zur Veröffentlichung? </em></strong></p>
<p>Irgendwann. Wir wollen all diese Shows dokumentieren und archivieren. Eines Tages wird da was herauskommen, aber es gibt keine Pläne für die nächste Zeit, aber in unserem persönlichen Archiv haben wir die ganzen Shows, die wir gespielt haben.</p>
<p><strong><em>Gibt es Pläne bezüglich neuen Studiomaterials? </em></strong></p>
<p>Wir werden im Juni ein Album für Southern Lord aufnehmen. Es ist ein komplett neues Album, an dem wir arbeiten und das wir geschrieben haben und das wir permanent zu verbessern suchen.</p>
<p><strong><em>Du hast mal gesagt, dass ihr in der Vergangenheit ziemlich frustrierende Erlebnisse mit Plattenfirmen hattet, bist du mit deinen neuen Labels glücklicher</em></strong><strong>? </strong></p>
<p>Ja. Mein Zynismus resultiert aus meinen Erfahrungen mit SLEEP. Wir waren sehr jung und ziemlich naiv. Insofern gibt es einen enormen Unterschied zwischen den Labels, mit denen wir als OM zusammengearbeitet haben und denen, mit denen wir in SLEEP zu tun hatten.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/om3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1671" title="om3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/om3-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Im Wire weist du darauf hin, dass du eine recht kleine Plattensammlung hast. Seid ihr stark von nichtwestlicher Musik beeinflusst? </em></strong></p>
<p>Nicht so sehr was bestimmte Veröffentlichungen oder Künstler anbelangt. Im Moment kommt der Einfluss nicht so sehr von anderen Künstlern, es ist eher so, dass mir mein Herz sagt, wie ich die Songs zu schreiben habe. Normalerweise versuche ich das erst einmal zu ignorieren, aber wenn es mich stört, dann nehme ich mir meinen Bass. Wenn es keine Notwendigkeit ist, sollte man nichts machen.</p>
<p><strong><em>Sag das mal einigen anderen. </em></strong></p>
<p>Nein, ich will zu niemandem predigen, ich rede nur für mich.</p>
<p><strong><em>Du hast einmal behauptet, dass ihr keine Unterhaltung macht. </em></strong></p>
<p>Ja, es ist keine Unterhaltung, es ist überleben, es ist atmen.<strong><em></em></strong></p>
<p><strong><em>Ihr macht ziemlich intensive Musik. </em></strong><strong><em>Vor allem “At </em></strong><strong><em>Giza</em></strong><strong><em>“ [auf “Conference Of The Birds“] ist fantastisch. </em></strong></p>
<p>Auf dem neuen Album wird es eine Weiterführung dieses Themas geben.</p>
<p>M.G., D.L., S.L.</p>
<p><a href="http://omvibratory.com/">omvibratory.com</a></p>
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