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	<title>African Paper &#187; Randall Dunn</title>
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		<title>GLORIA DE OLIVEIRA: Fading Faces</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 02:33:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit ihrer neuen Single &#8220;Fading Faces&#8221; öffnet Gloria de Oliveira das Tor zu ihrem kommenden Album &#8220;The Lying Swans&#8221;, das Ende Oktober erscheinen wird. Schon dieser Vorbote macht deutlich, dass sie ihren unverwechselbaren Klangkosmos weiter vertieft – mehr dazu dann &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/08/22/gloria-de-oliveira-fading-faces/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/ff.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-51879" title="ff" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/ff-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit ihrer neuen Single &#8220;Fading Faces&#8221; öffnet Gloria de Oliveira das Tor zu ihrem kommenden Album &#8220;The Lying Swans&#8221;, das Ende Oktober erscheinen wird. Schon dieser Vorbote macht deutlich, dass sie ihren unverwechselbaren Klangkosmos weiter vertieft – mehr dazu dann recht sicher auch an dieser Stelle.<span id="more-51878"></span></p>
<p>Eine in Sepiafarben schillernde Klangfläche eröffnet den Song, bevor wuchtige Drums und eine erdende ambiente Dröhnung das Fundament legen. Dann setzt Glorias traumwandlerische und doch sicher anmutende Stimme ein, die einen gleich in ein imaginäres Szenario von Jean Rollin, Jacques Rivette oder auch David Lynch katapultiert. Ihre Interpretation ist von tiefer Wehmut getragen, zugleich aber von einer Gelöstheit, in der bereits so etwas wie Akzeptanz aufscheint. Immer wieder schwingt sich ihre Stimme in lichte Höhen empor, während raue Gitarren dem insgesamt kernigen, griffigen Klangbild in seiner poetischen Schönheit eine reizvolle Erdung verleihen. Auch der Text bewegt sich zwischen Abschied und Erlösung. Aus der schmerzhaften Sehnsucht nach einem Menschen, der vielleicht nie ganz erreichbar war und es nun weniger denn je ist, entsteht eine fast rituelle Beschwörung. Ozeane, Wellen, Schiffe und Lichtwirbel werden zu Bildern eines Loslassens, das ebenso schmerzt wie befreit. Die wiederkehrenden Zeilen wirken dabei wie ein Trauergesang, der sich allmählich in eine transzendente Erfahrung zu verwandeln scheint.</p>
<p>Produziert wurde der Song von Randall Dunn, der mit seinen Synthies den dichten atmosphärischen Rahmen schafft. Neben Gloria, die neben ihrer Stimme noch Klavier und Synthie beisteuert, tragen ferner Matt Chamberlain (Drums), Lennard Zander (Gitarren) sowie Úlfur Hansson (Segulharpa, Baritongitarre, Synthie) ihren Teil bei. Gemeinsam erschaffen sie einen Song, der zwischen Traum und Wirklichkeit, Erinnerung und Neubeginn schwebt und die Vorfreude auf das Album wachsen lässt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: La Double Vie</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=3368958822/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>SUMMER OF SEVENTEEN: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2020 03:38:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aaron Turner]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Menche]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit dem Begriff der Supergroup verbindet man oftmals andere Musikgenres als die, die sich weit jenseits des Mainstreams positionieren, aber Summer of Seventeen kann man tatsächlich als eine solche bezeichnen: Zusammengekommen sind Daniel Menche, der seit Jahrzehnten originelle Geräuschmusik macht, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/10/24/summer-of-seventeen-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/10/Summer.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-22798" title="Summer" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/10/Summer-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit dem Begriff der Supergroup verbindet man oftmals andere Musikgenres als die, die sich weit jenseits des Mainstreams positionieren, aber Summer of Seventeen kann man tatsächlich als eine solche bezeichnen: Zusammengekommen sind <a href="http://africanpaper.com/tag/daniel-menche/">Daniel Menche</a>, der seit Jahrzehnten originelle Geräuschmusik macht, Aaron Turner (Hydra Head-Gründer, Sänger und Gitarrist bei den aufgelösten Isis, aktiv bei Split Cranium und Mammifier, um nur ein paar zu nennen), seine Frau (und Bandkollegin bei Mammifier) Faith Coloccia, <span id="more-22797"></span>William Fowler Collins (der eine Reihe hervorragende Alben im Bereich Drone veröffentlicht hat) und Monika Khot, die unter dem Namen Nordra einen Techno an der Grenze zum Ambient und im Bandkontext als<a href="http://africanpaper.com/2020/09/18/zen-mother-mit-neuer-lp-auf-the-flenser/"> Zen Mother </a>&#8220;Tragic Rock&#8221; spielt.</p>
<p>Der eigentlich ganz prosaische Projektname verweist auf den Zeitpunkt des Entstehens der Aufnahmen, den titelgebenden Sommer 2017, als sich alle im Studio von Turner und Coloccia mit Randall Dunn als Produzenten trafen. Dabei ist der Kontext nicht ganz unwichtig, denn kurz nachdem die Aufnahmen beendet worden waren, wüteten im Bundesstaat Washington heftige Waldbrände. Letztlich ist es also vielleicht ganz passend, dass diese Platte im so seltsamen Jahr 2020, einem wahren Annus horribilis, erscheint. Coloccia selbst <a href="https://karlrecords.bandcamp.com/album/summer-of-seventeen">meint</a>: „Thinking about this record now, [...]it seems like we were all sort of anticipating something like this current pandemic happening, although we were thinking about it as fire in the hands of man (literal fire, and also gunfire) that would overturn the normal running of things and reveal the current false beliefs systems holding up most of America.” Da wird im Nachhinein den Künstlern vielleicht etwas viel antizipatorische und visionäre Kraft zugesprochen, aber das spricht überhaupt nicht gegen dieses grandiose Album.</p>
<p>„Chorus Of The Innocents beginnt mit einer Trompete (?), die an an- und abschwellendes Sirenengeheul erinnert. „Perceived Slight“ ist minimalistisch: vereinzelte Gitarrentöne, verhallendes Brummen, doch dann setzen plötzlich brutalverzerrte Vocals ein, die auf einer Power Electronics-Veröffentlichung nicht fehl am Platz gewesen wären. „Love Without Things“ besteht aus Knirschen, Türknarzen, melodischen Flächen und verrauschten Beats. „Community Of Aesthetics“ ist eine knapp zweiminütige Klangfläche aus kaum zu lokalisierenden Vocals und Glocken. „Spirits Of Redeemer“ wird durchzogen von verwaschenem Frauengesang, der klingt, als sei er in einer Höhle aufgenommen worden und fast schon einen sakralen Charakter hat. Am Ende geht dann aber alles im Noise unter. Auf „Cultural Orphan“ flüstert eine Frauenstimme, man hört Knarzen und Rauschen, eine Gitarre wird angeschlagen und verklingt, dann setzen Verzerrungen ein und eine unheinliche Stimme ist zu hören. „Porous Aura“ ist ein metallischer Drone mit merkwürdigen Stimmen, bei denen man denken könnte, die Little People feierten gerade mit Comus. „Theatre Needs An Audience“ beendet das Album und man hat den Eindruck, jemand habe Earth ca. &#8220;Hex; Or Printing In The Infernal Method&#8221; einen Schuss Industrial injiziert.</p>
<p>Das ganze Album ist durchzogen von einer seltsamen Stimmung, die changiert zwischen einem Entrücktsein und einer (mehr als nur) latenten Bedrohung. Das Sprichwort von den (zu) vielen Köchen trifft auf &#8220;Summer Of Seventeen&#8221; wahrlich nicht zu. (MG)</p>
<p>Label: <a href="http://www.karlrecords.net/">Karlrecords</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2628934856/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=281957338/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>SABBATH ASSEMBLY: Restored To One</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/09/01/sabbath-assembly-restored-to-one/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 08:23:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[David Nuss]]></category>
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		<description><![CDATA[Sabbath Assembly, benannt nach der wöchentlichen Zusammenkunft der Process Church of the Final Judgment und bestehend aus Jex Thoth und David Nuss – mit Unterstützung von Produzent Randall Dunn, vertonen auf ihrem Debüt Hymnen eben jener von Robert und Mary &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/sabbath-assembly-restored-to-one/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Sabbath-Assembly.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-462" title="Sabbath-Assembly" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Sabbath-Assembly.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sabbath Assembly, benannt nach der wöchentlichen Zusammenkunft der Process Church of the Final Judgment und bestehend aus Jex Thoth und David Nuss – mit Unterstützung von Produzent Randall Dunn, vertonen auf ihrem Debüt Hymnen eben jener von Robert und Mary Ann de Grimston Anfang der 60er gegründeten Gruppe, die schon recht früh auch popkulturell Spuren hinterlassen hat; so zitierte George Clinton auf den ersten  Funkadelicalben de Grimston.<span id="more-461"></span> Die Neofolk- und Industrialszene dürfte durch Robert Taylors Erinnerungen im von Adam Parfrey herausgegebenen „Apocalypse Culture“ auf die „Kirche“ aufmerksam geworden sein. Auch Genesis P. Orridge war fasziniert: Auf TGs „Mission of dead souls“ findet sich das kurze Stück „The Process“, später zitierte er de Grimston u.a. auf einigen semioffiziellen TG-Veröffentlichungen, dem Splinter Test-Minialbum und zudem plante er zusammen mit Skinny Puppy Anfang/Mitte der 90er die Process Church neu zu gründen (es war daher kein Zufall, dass das letzte Album vor dem (vorläufigen) Split der Kanadier „The Process“ hieß).  Zudem fand sich auf der etwas schlampigen Cleopatra-Version von Psychic TVs Debüt „Force the hand of chance“  als Hidden Track die Vertonung der Werbung für den „Paranoids’ Course“ der Kirche.</p>
<p>Es stellt sich die Frage, warum diese aus (den Anfangstagen von) Scientology hervorgegangene Gruppe solch eine Faszination auf die Subkultur ausübt(e). Die Gründe sind sicherlich verschiedener Natur. Zum einen erkannte The Process schon früh die Werbewirksamkeit von Popstars, so dass sich in den Process-Magazinen auch Interviews mit ebensolchen (u.a. Marianne Faithful, Mick Jagger) fanden. Zum anderen ist da –gerade bezogen auf die Rezeption der letzten Jahre- die Aura des Mysteriösen, Okkulten und Satanischen, das die Gruppe umgab. Von den (falschen) Anschuldigungen Vincent Bugliosis in die Mansonmorde verwickelt zu sein und Maury Terrys <em>“</em>The Ultimate Evil<em>“</em> (in dem The Process als Teil einer satanischen Verschwörung dargestellt wurde) über das Erscheinungsbild (die dunklen Roben und die Symbolik (ein Swastikaähnliches Logo, die Ziege von Mendes)) bis zur Theologie (Jehovah, Jesus, Satan und Luzifer als Gottheiten – die de Grimston später aber lediglich als Archetypen verstanden wissen wollte) und Schriften des „Lehrers“ de Grimston mit martialischen Titeln wie „Humanity is the Devil“ oder „The Gods on War“ findet sich also einiges, das Interesse wecken mag – und sei es nur aus Sensationsgier oder unreflektierter Misanthropie.</p>
<p>Neue Bekanntheit erlangte The Process durch das 2009 bei Feral House erschienene Buch „Love Sex Fear Death“, in dem einige ehemalige Mitglieder über ihre Erlebnisse reminiszierten. Dabei fiel auf, dass manche nicht aufgrund der oben genannten Äußerlichkeiten oder der (vermeintlich so faszinierenden) Weltanschauung in den Sog der Gruppe gerieten, sondern viel eher wegen eines sympathischen/charismatischen/charmanten Werbers – sich ihr Verlangen nach Transzendenz und Geborgenheit vielleicht auch an etwas anderem hätte kanalisieren können.  Außerdem bekam man den Eindruck, dass die Texte de Grimstons wohl nicht unbedingt eine zentrale Rolle innerhalb der Gemeinschaft spielten.</p>
<p>De Grimston wurde Anfang der 70er von seiner Frau, dem „Orakel“, entfernt, die  Gruppierung benannte sich in The Foundation Church of the Millenium um (und entledigte sich aller „satanischer“ Elemente), bevor sie Anfang der 90er zu der erfolgreich agierenden Tierschutzorganisation Best Friends wurde (was insofern konsequent ist, als dass schon früh ein Process-Traktat<em> </em>Tierversuche als „The Ultimate Sin” geißelte).  Soviel zum Kontext.</p>
<p>Thoth und Nuss vertonen die (Auswahl der zahlreichen) Process-Hymnen völlig ernsthaft, ohne jedwede ironische Brechung. Auf ihrer Myspace-Seite heißt es, es ginge um „rePROCESSing their hymns for the current generation“. Die musikalische Umsetzung orientiert sich aber ganz klar an der Entstehungszeit, man wird an Gospel, Blues, an Psychedelic Rock, an die 70er erinnert. Dabei könn(t)en eine Reihe der Hymnen auch in konventionellen christlichen Gruppen gesungen werden, wobei (das eigentlich liebliche) „Glory Hallelujah“ aufgrund der (freudigen) Erwartung der Endzeit dafür weniger geeignet ist und die Anrufung von Satan und Luzifer (bei „We give our lives“) wohl auch orthodoxe Christen vor den Kopf stoßen dürfte. Jex Thoth meinte in einem Interview, wenn sie das Album mit einem Film vergleichen solle, sei es einer von David Lynch, was man so auslegen kann, dass Momente der scheinbaren überzeichneten Idylle (wie sie auch am Anfang von „Blue Velvet“ zu finden ist, bevor der Zoom der Kamera “nature red in tooth and claw” zeigt) durch die Texte destruiert werden. Die Musik auf  „Restored to one“ überzeugt durchgängig (großartig ist z.B. der a capella-Beginn von „The Time of Abaddon“), aber die Frage ist dennoch, ob sie ohne den religiösen Überbau solche Beachtung gefunden hätte (schaut man sich Rezensionen und Hörerkommentare an, muss man mit „Nein“ antworten). Das spricht aber nicht unbedingt gegen diese Veröffentlichung. Da es noch genug weitere Hymnen, die vertont werden könnten, gibt, würde man sich einen Nachfolger wünschen. „As it is…so be it.“</p>
<p>(M.G.)</p>
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