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	<title>African Paper &#187; Rdeča Raketa</title>
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		<title>RDEČA RAKETA: &#8230;and cannot reach the silence</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Sep 2021 04:02:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das aus Maja Osojnik und Matija Schellander bestehende Wiener Duo Rdeča Raketa &#8211; dt. Rote Rakete &#8211; bringt ein neues Album mit dem Titel &#8220;&#8230;and cannot reach the silence&#8221; heraus. Mit zahlreichen Einflüssen von Industrial bis HipHop im Gepäck gehen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/09/25/rdeca-raketa-and-cannot-reach-the-silence/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/08/andcannotreachthesilence.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-26719" title="andcannotreachthesilence" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/08/andcannotreachthesilence-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das aus Maja Osojnik und Matija Schellander bestehende Wiener Duo Rdeča Raketa &#8211; dt. Rote Rakete &#8211; bringt ein neues Album mit dem Titel &#8220;&#8230;and cannot reach the silence&#8221; heraus. Mit zahlreichen Einflüssen von Industrial bis HipHop im Gepäck gehen die beiden in den gesungenen und rezitierten Texten Osojniks der Frage nach den zahlreichen Irrwegen der Kommunikation in Zeiten medialer Überangebote nach. <span id="more-26718"></span></p>
<p>Die von einem dystopisch anmutenden Pessimismus durchdrungenen Texte, die bei genauerem Hören aber wie ein Weckruf aus einer verschlafenen Unbewusstheit klingen, sind kunstvoll eingewoben in ein Muster aus Synthies, gesampleten Sounds und vielen mehr.</p>
<p>&#8220;&#8230;the night is spilling Across The room&#8221; lautet der Titel des 10-minütigen Openers, und was hier über den Boden geschüttet wird, ist zunächst ein langes, singendes Droneloop, in Bewegung gehalten durch ein Rauschen, das wie Worte herausgepresst wird und für Momente die Illusion eines Taktes aufkommen lässt. Doch es bleibt tastend und unsicher, und es ist nicht das letzte, das hier im Ungefähren, Diffusen beleibt. Hochfrequentes und eine schläfrig summende Stimme bilden die unklare Kulisse für einen leicht melodischen Monolog, indem die erotische Fantasie mit einem namenlosen &#8220;pretty girl&#8221; zu scheinbarem Leben erwacht.</p>
<p>Das ekstatische Keuchen, vorangetrieben von aufwühlenden Synthies, kann ebenso sehr Lust wie Verzweiflung – zusammen sicher die wesentliche Existenzgrundlage aller dating Apps dieser Welt – illustrieren und geht über in den Lärm, der &#8220;&#8230; like gasoline&#8221; wie eine MG-Salve eröffnet. Nachdem sich der Song im Midtempo eingerichtet hat, setzt auch hier der Monolog ein und beschreibt die Indifferenz (&#8220;we are nothing to each other&#8221;) und zugleich das obsessiver Begehren (&#8220;I want him so bad&#8221;), die beide sicher nicht untypisch sind für einsame virtuelle Fantasien, aber auch für Beziehungen, in denen sich Partner v.a. als Objekte begegnen.</p>
<p>Dem Titel entsprechend beginnt das abschließende &#8220;waiting it out&#8221; mit eher gemächlichen, aber nichtsdestoweniger spannungsgeladenen Synthies. Doch wer hier mit einem harmonischen Finale rechnet, bekommt die volle Ladung Dystopie entgegengeschleudert mittels hektischer Stimmfragmente, enervierendem Bohren an der Migränegrenze und der Beklommenheit einer Ego Shooter-Mission ohne Aussicht auf einen next level, bis irgendeine Instanz den erlösenden Stecker zieht und das Stück entsprechend abrupt endet.</p>
<p>&#8220;My breasts will not feed nor me nor you&#8221;, sind die finalen Worte des Albums, und dieser Hinweis auf etwas, dass in einer heute etwas angestaubt klingenden Psychologie einmal orale Fixierung genannt wurde, ist nicht unwesentlich für einen Zug, der aus dem Album mehr macht als eine etwas moralingesäuerte Medienkritik. Der Fokus nämlich liegt viel mehr auf dem Leiden des darin verstrickten, auf der hilflosen Sehnsucht desjenigen, der keine Ruhe findet. (J.G.)</p>
<p><strong>Label: Ventil Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2657748882/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/HL9ZWb8NPzE" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>NATASCHA GANGL / RDEČA RAKETA: Mi Corazón</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Feb 2020 05:23:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Natascha Gangl und das aus Maja Osojnik und Matija Schellander bestehende Duo Rdeča Raketa sind mittlerweile ein eingespieltes Trio mit einem umfangreichen ideellen Korpus an Material. Dieses existiert als stetig erweiterter und modifizierter hörspielartiger Soundcomic mit dem Titel &#8220;Wendy Pferd &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/02/28/natascha-gangl-rdeca-raketa-mi-corazon/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/08/cover_micorazo╠ün_version_print_01.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18433" title="cover_micorazo╠ün_version_print_01" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/08/cover_micorazo╠ün_version_print_01-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Natascha Gangl und das aus Maja Osojnik und Matija Schellander bestehende Duo Rdeča Raketa sind mittlerweile ein eingespieltes Trio mit einem umfangreichen ideellen Korpus an Material. Dieses existiert als stetig erweiterter und modifizierter hörspielartiger Soundcomic mit dem Titel &#8220;Wendy Pferd Tod Mexico&#8221; in einer imaginären Cloud, und gelegentlich werden Auszüge daraus aufgeführt, oder sie finden ihren Weg auf Vinyl.<span id="more-18432"></span></p>
<p>&#8220;Mi Corazón&#8221; ist die zweite 7&#8243; der Formation und schon auf den ersten Eindruck hin homogener als ihre Vorgängerin, da beide Tracks dronig-ambient ausgerichtet sind und diesen Sound wie einen luftigen Trenchcoat um die poetischen, in Spoken Words vorgetragenen Texte legen. Zu holzigem Klopfen und etherischem Gesang lullt der mantraartig wiederholte Titel &#8220;Where do the Flies go at Night?&#8221; die Hörerinnen und Hörer wie das im Verlauf des Textes genannte Neugeborene in einen sanften Schlaf, der allerdings zum Schauplatz einiger schräger Soundturbulenzen wird, die knapp, aber ambivalent am Alptraum vorbeischlittern. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/08/micorazoncover.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-18434" title="micorazoncover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/08/micorazoncover.jpg" alt="" width="790" height="567" /></a></p>
<p>Das Titelstück scheint textlich näher (oder offensichtlich näher) an der Rahmenstory mit seiner Gesichte über Pferde, über Mexiko und diverse Verlusterfahrungen zu sein. Anagrammatische Satzspielereien erklingen zu celloartigen Drones, und auch hier, im verschwimmenden Kanongesang und der anheimelnden Melodie einer Spieluhr klingt die kindliche Traumwelt an, die um so fragiler wirkt, da sie in eine Welt getaucht ist, in der Verspieltheit und Schwermut, lichtdurchflutete Abenteuer und schwarze Herzen in bewegten Bildern überblendet werden.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://mamka.klingt.org">Mamka</a></strong></p>
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		<title>NATASCHA GANGL / RDECA RAKETA: Chicken 7&#8243;</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/10/26/natascha-gangl-rdeca-raketa-chicken-7/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Oct 2018 06:33:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hinter den Nomes de Guerre Natascha Gangl und Rdeča Raketa verstecken sich das Duo Maja Osojnik und Matija Schellander, wobei der Name Rdeča Raketa wohl für das Duo als Ganzes steht &#8211; alles etwas verwirrend auf den ersten Blick, aber &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/10/26/natascha-gangl-rdeca-raketa-chicken-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/chicken.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16554" title="chicken" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/chicken-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Hinter den Nomes de Guerre Natascha Gangl und Rdeča Raketa verstecken sich das Duo Maja Osojnik und Matija Schellander, wobei der Name Rdeča Raketa wohl für das Duo als Ganzes steht &#8211; alles etwas verwirrend auf den ersten Blick, aber das ist sekundär angesichts der äußerst markanten Musik, die diese 7&#8243; enthält.<span id="more-16553"></span></p>
<p>„Chicken“ ist das erste Release von Maja Osojnik nach ihrem Album „Let Them Grow“ und zugleich das Debüt ihres neuen Labels, mit dem sie noch einiges vor hat. Es enthält zwei Tracks, die vom Strickmuster her nicht unterschiedlicher sein könnten: Der Titelsong ist ein brachiales Noise(-Rock)brett, das mit verzerrtem Feedback und dynamischen Handclap-Takten gleich auf den Punkt kommt, und wenn die verfremdete Stimme der Sängerin „There is a chicken in my heart and it bleads and it bleads“ verkündet, könnte man sich fragen, ob das nun eine Allegorie ist oder Dada oder beides, doch im Rahmen des Songs wirkt das alles sinnvoll und passend. Brüche und launige Tanzeinlagen mischen die Szenerie auf, und wenn gegen Ende von Handtrommeln unterlegtes Gackern ertönt, kann niemand bestreiten, je ein Huhn derart bluten gehört zu haben. Ganz anders „Die Toten“ auf der zweiten Seite, wo zu dramatisch dröhnenden Orgelklängen ein Text über die Heimsuchung durch etwas Wiedergängerisches aus der Vergangenheit erklingt. „Der Tote labert, labert, labert“ heißt es nicht ganz ohne Komik, und „Hol&#8217; einer die Axt und hol&#8217; aus“, und man bekommt da Gefühl nicht los, dass das nicht einfach ein schräger Song über Zombies ist.</p>
<p>„Chicken“ ist der Auftakt zu einer Reihe von Singles, die später zusammen mit einer Hörspiel-CD und einem Comicbuch eine Box bilden sollen – die Wartezeit bis dahin wird also mit einigen Lebenszeichen gehört, zu denen auch eine Tour in den nächsten Wochen gehört. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://mamka.klingt.org/releases/chicken">Mamka</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>MAJA OSOJNIK: Let Them Grow</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/02/20/maja-osojnik-let-them-grow/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2016 09:37:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Broken.Heart.Collector]]></category>
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		<description><![CDATA[Die in Wien lebende Sängerin und Klangbastlerin Maja Osojnik arbeitet seit den frühen 90ern mit zahlreichen Gruppen zusammen und wirkte an mehr als zehn Alben maßgeblich mit, die in die unterschiedlichesten musikalischen Himmelsrichtungen drängten. Kurz vor ihrem vierzigsten Lebensjahr bringt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/02/20/maja-osojnik-let-them-grow/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/02/majaosojnikletthemgrow.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11612" title="majaosojnikletthemgrow" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/02/majaosojnikletthemgrow-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die in Wien lebende Sängerin und Klangbastlerin Maja Osojnik arbeitet seit den frühen 90ern mit zahlreichen Gruppen zusammen und wirkte an mehr als zehn Alben maßgeblich mit, die in die unterschiedlichesten musikalischen Himmelsrichtungen drängten. Kurz vor ihrem vierzigsten Lebensjahr bringt sie (nach einem vor sechs Jahren erschienenen Polka-Album) ihre erste nur auf Eigenkompositionen basierende Solo-Platte heraus, und nach eigenen Angaben ist das stark persönlich gefärbte „Let Them Grow&#8221; das Resultat eines<span id="more-11611"></span> kontemplativen Rückzugs, einer intensiven Introspektion, hervorgerufen durch das Gefühl, dass die Unsicherheit in der Welt mit zunehmender Erfahrung nicht abnimmt, sondern zum Teil noch an Irritation gewinnt. Osojnik stellt Fragen nach dem Selbst und seinen Konstruktionen, aber auch nach den vielen Abspaltungen, die nötig sind, um zu wissen und zu fühlen, was man nicht ist. Damit zusammenhängend natürlich auch nach der Liebe und allgemein nach dem Bezug zum Anderen.</p>
<p>Was dabei herausgekommen ist, gebärdet sich in seiner Vielgestaltigkeit als derart enzyklopädisch, das man kaum weiß, wo man einsteigen soll. Man könnte es mit dem kernigen, von gehauchten Seufzern durchwirkten Basssound des Openers versuchen, der als Boden herhält für einen Monolog, der dem Anderen durch Selbstverleugnung eine wahre comfort zone verspricht, und natürlich generell bei der Vielzahl an zu neuer Kenntlichkeit entstellten Sounds aus unterschiedlichen Quellen. Ebenso gut bei den Kaskaden aus verzerrtem Noise, die in „Condition I&#8221; den perfekten Hintergrund abgeben für unerbittliche Riot Grrl-Shouts:  „So COME OUT you rotten cocksucker, here&#8217;s your fucking POP SONG&#8221; &#8211; der Kontrast zur entspannten Aura, die Osojniks kraftvolle Stimme an anderen Stellen entfaltet, könnte größer nicht sein. Einen ebenso guten Eingang versprechen die holprigen Loops, die in „Condition ll&#8221; ganz für sich wirken und in „Let Them&#8221; zu einem düsteren Clubhit geraten, der nicht weiter entfernt sein könnte vom einem jazzigen Torch Song wie dem herausragenden „Pale April&#8221;.</p>
<p>Wer in „Let Them Grow&#8221; einen oberflächlichen harmonischen Zusammenhang sucht, wird enttäuscht werden und das Album als krudes Sammelsurium heterogener Ideen betrachten, die alle für sich das Zeug zu einem Album hätten. „Let Them Grow&#8221; hat so viele Eingänge wie der Bau in Kafkas berühmter Erzählung und scheint doch kaum auf Rätselhaftigkeit hin ausgerichtet zu sein, sondern erscheint vielmehr als Ausdruck einer Irritation, bei der die Verschiedenartigkeit der Details mit all ihrer Übergangslosigkeit selbst den rote Faden bildett. Die beste Voraussetzung also für ein Album, bei dem man auch nach mehrmaligem Hören immer weitere Facetten entdecken kann. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.rockishell.com">Rock Is Hell Records</a></strong></p>
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