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	<title>African Paper &#187; RDKPL</title>
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		<title>V.A.: Memorial for the Victims of Iran’s Black January Vol. 1</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 04:24:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im Januar erschütterten die als Black January bezeichneten Ereignisse den Iran und führten zu zahlreichen Opfern. Während unsere Medien sich auf die nächsten Headlines stürzten, initiierte die Community um das Post Orientalism-Label eine Anthologie internationaler musikalischer Beiträge, die den Opfern &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/28/v-a-memorial-for-the-victims-of-iran%e2%80%99s-black-january-vol-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/memorial.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50136" title="memorial" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/memorial-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im Januar erschütterten die als Black January bezeichneten Ereignisse den Iran und führten zu zahlreichen Opfern. Während unsere Medien sich auf die nächsten Headlines stürzten, initiierte die Community um das Post Orientalism-Label eine Anthologie internationaler musikalischer Beiträge, die den Opfern gewidmet ist und sich ausdrücklich dem Erinnern und der Wahrung menschlicher Würde verpflichtet. Volume One der <span id="more-50135"></span>Compilation &#8220;Memorial for the Victims of Iran’s Black January&#8221; erscheint offiziell im Frühling, ist aber digital schon zu hören.</p>
<p>Die selbstorganisierte Community betont ihre klare Haltung: Im Zentrum stehen die Würde und das Recht auf Leben jedes Menschen. Kurator Ehsan Saboohi, der selbst als Musiker zur Compilation beigetragen hat, beschreibt die Bedeutung der Sammlung als Akt gegen das Vergessen und als Beharren auf gemeinsamer Menschlichkeit jenseits politischer Fraktionen. Zugleich verweist er auf irritierende Reaktionen im Umfeld des Open Calls, die von der Community ausdrücklich zurückgewiesen werden, es lohnt ein Blick in die ausführlichen Liner Notes.</p>
<p>Die erste Ausgabe versammelt Werke von Krister Hansén, Mean Flow, RDKPL, Itaru Ouwan, Ehsan Saboohi, ZÖJ, Mohammad Amin Akbarpour, Sina Majd und Mahtab Miandehi. Die Beiträge sind stilistisch heterogen und reichen von Soloarbeiten bis zu dichten elektroakustischen Kompositionen. Mohammad Amin Akbarpour eröffnet mit &#8220;Marsiya (مَرْثِیَه)&#8221;, einem rund fünfzehnminütigen Setar-Solo mit subtilen Tempowechseln und ausgeprägtem narrativen Verlauf, dessen zunächst zurückhaltende Melodik zunehmend aufgewühlt wirkt. Trotz des vordergründig melancholischen Tonfalls acht sich gerade darin etwas bemerkbar, das an auch als hoffnungsvolle Aufbruchstimmung lesen ann. Mean Flow setzt mit &#8220;Thousands Of Unfair Deaths&#8221; ein langsames, requiemartiges Stück mit Chor und dröhnenden Flächen dagegen, die so kraftvoll wie berührend sind. ZÖJ, das australisch-iranische Projekt um Gelareh Pour und Brian O&#8217;Dwyer, präsentiert mit &#8220;Termites&#8221; eine knapp zehnminütige Komposition aus Gesang, schwebender Dröhnung und metallischer Perkussion. Der zugrunde liegende persische Text des Dichters Mahmoud Moshref Tehrani alias M. Azad (1934-2006) kreist um Bilder eines papiernen Vogels und einer künstlichen Blüte, um Angst, Verlust und die Furcht vor Zerstörung im Verborgenen. Das Stück bildet auch den Auftakt ihres im Frühling erscheinenden neuen Albums, auf das man schon jetzt gespannt sein kann.</p>
<p>Sina Majd und Mahtab Miandehi arbeiten in &#8220;Der Tunnel (for Recorded Violin Sounds)&#8221; mit rauschenden, kaum eindeutig zuordenbaren Klängen, aus denen sich allmählich z.T. verfremdete Violinsounds herauslösen, die streckenweise fast fanfarenartig klingen. Krister Hansén verbindet in &#8220;Moments, Waves II&#8221; ein orchestrales, stellenweise an alte Soundtrack erinnerndes Szenario mit grobkörnigen, knisternden Störungen. manchmal meint man, flüsternde Stimmen u hören, aber vielleicht ist das auch nur eine Halluziation. Itaru Ouwan unterläuft in &#8220;a blues&#8221; jede Erwartung an den Titel mit vereinzelten Klavieranschlägen und lauten, durchdringend Synthesizerklängen. Das titelgebende Werk von Ehsan Saboohi, mit fast dreißig Minuten das umfangreichste der Sammlung, kombiniert digitale Sounds mit aufgewühltem, teils verfremdetem Klavier, das im Verlauf zunehmend perkussiv hervortritt, bis der Kreis sich wieder schließt.</p>
<p>RDKPL setzt mit &#8220;251004_06&#8243; eine stark verzerrte Harsh-Noise-Wand als radikalen Schlusspunkt und (vorerst) finales Ausrufezeichen &#8211; vorerst soll hier bedeuten, dass die beteiligten Musikerinnen und Musiker dem Vergessen entgegentreten und, ganz in der Tradition von Post Orientalism, bereits in Begriff sind, einen zweiten Teil auf die Beine zu bringen. (U.S.)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=636746926/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>My Studio Compilation: Neue Anthologie auf Petroglyph Music</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Dec 2025 04:00:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das norwegische Netlabel Petroglyph Music veröffentlicht den Sampler &#8220;My Studio Compilation&#8221; als kostenlosen Download. ie von Labelbetreiber Øystein Q. Jørgensen kuratierte Sammlung kompiliert Beiträge aus den Bereichen Ambient, Drone, Experimental, Noise und Avantgarde sowie v.a. deren interessante Mischformen. Zu den &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/12/11/my-studio-compilation-neue-anthologie-auf-petroglyph-music/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das norwegische Netlabel Petroglyph Music veröffentlicht den Sampler &#8220;My Studio Compilation&#8221; als kostenlosen Download. ie von Labelbetreiber Øystein Q. Jørgensen kuratierte Sammlung kompiliert Beiträge aus den Bereichen Ambient, Drone, Experimental, Noise und Avantgarde sowie v.a. deren interessante Mischformen. Zu den Beteiligten gehören Cousin Silas, der bereits im Post Orientalism erschienene RDKPL, Ivan Black, autonomaton, Ramón Sánchez, Wilfried Hanrath, Ian Craig, el_masmore, Noise Cluster, Sonvol, Interzona, Deborah Fialkiewicz, Ambi Case, Steven Leak, Substak, CCJmusic und Øystein Q. Jørgensen selbst.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/mystudio.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-49361" title="mystudio" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/mystudio.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-49360"></span></p>
<p>Besondere Erwähnung verdient das Stück von Noise Cluster, in dem die Trompete von Flavio Rivabella eine zentrale Rolle einnimmt. Es wirkt durch ständige Tempowechsel wenig einlullend und dadurch besonders reizvoll. Mit dem Hinzutreten kratzig-sperriger Klänge wird es opulenter und rasanter. Jeder Beitrag wird durch ein repräsentatives Foto des jeweiligen Studios der Künstler begleitet, das die Räumlichkeiten zu den eigentlichen Protagonisten der Sammlung machen, denen die Künstler jeweils Hommage zollen. Der Sampler knüpft an die vor wenigen Wochen bei Petroglyph Music erschienene und über fünfzig Beiträge umfassende Charity-Compilation <a href="https://petroglyphmusic.bandcamp.com/album/701-one-world-compilation">&#8220;One World&#8221; </a>(kuratiert diesmal von Jørgensen zusammen mit Deborah Fialkiewicz) an, bei der sich die beteiligten Künstler teilweise überschneiden.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3720698780/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Opus Five Vol. 1: Auftakt einer neuen Reihe bei Post Orientalism Music</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2025 05:34:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ende des Jahres erscheint bei Post Orientalism Music &#8220;Opus Five Vol. 1&#8243; als Auftakt einer neuen Reihe. Die Compilation versammelt Werke von Bruce Hamilton, Dave Seidel, Ehsan Saboohi, RDKPL sowie dem Duo Hubert Heathertoes und Zan Hoffman. &#8220;Opus Five&#8221; versteht &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/10/04/opus-five-vol-1-auftakt-einer-neuen-reihe-bei-post-orientalism-music/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ende des Jahres erscheint bei Post Orientalism Music &#8220;Opus Five Vol. 1&#8243; als Auftakt einer neuen Reihe. Die Compilation versammelt Werke von Bruce Hamilton, Dave Seidel, Ehsan Saboohi, RDKPL sowie dem Duo Hubert Heathertoes und Zan Hoffman. &#8220;Opus Five&#8221; versteht sich als Hommage an eine Tradition philosophisch ausgerichteter Komposition: Bezugspunkte sind Arnold Schönbergs &#8220;Fünf Orchesterstücke&#8221;, op. 16, und Anton Weberns &#8220;Fünf Orchesterstücke&#8221;, op. 10 – Schlüsselwerke der frühen Moderne, die für den Bruch mit der Tonalität, die Neubewertung des Klangs und eine extreme Verdichtung stehen. Darauf verweist auch der Titel eines der Stücke: &#8220;13 September 1874&#8243;, Schönbergs Geburtsdatum.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/opus5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-48391" title="opus5" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/opus5.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-48390"></span></p>
<p>Die beteiligten Komponisten mit unterschiedlichen musikalischen und regionalen Hintergründen zeigen jeweils eigene Ansätze innerhalb eines Rahmens, der als post-orientalistisch beschrieben wird. Das reicht von komplexen Mustern, die verfremdet wie Glocken klingen und sich ständig neu ordnen, über sich wandelnde, dröhnende Klangflächen mit hohen Obertönen bis hin zu Passagen, die an harsh noise erinnern oder auf bearbeiteten Aufnahmen von Umgebungsgeräuschen beruhen. Jedes Werk ist so nicht nur ein abgeschlossenes Stück, sondern der Entwurf einer eigenen Klangwelt, die durch die Gegenüberstellung neue Perspektiven gewinnt. &#8220;Opus Five Vol. 1&#8243; erscheint am 20. Dezember als Download.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=583951298/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Sonitus Vol. 3: Weitere Folge der Anthologie</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2025 05:14:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am 11. August erscheint mit &#8220;Sonitus Vol. 3&#8243; der dritte Teil der vom iranischen Komponisten Ehsan Saboohi kuratierten Compilation-Reihe auf dem Label Post-Orientalism Music. Wie bereits bei den Vorgängern basiert das Projekt auf Saboohis Auseinandersetzung mit dem lateinischen Begriff Sonitus, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/07/21/sonitus-vol-3-weitere-folge-der-anthologie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 11. August erscheint mit &#8220;Sonitus Vol. 3&#8243; der dritte Teil der vom iranischen Komponisten Ehsan Saboohi kuratierten Compilation-Reihe auf dem Label Post-Orientalism Music. Wie bereits bei den Vorgängern basiert das Projekt auf Saboohis Auseinandersetzung mit dem lateinischen Begriff Sonitus, den er nicht als Klang im herkömmlichen Sinn, sondern als unmittelbares akustisches Ereignis versteht. Die Beiträge stammen diesmal von RDKPL, Deniz Tafaghodi, Soheil Shirangi und Saboohi selbst.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/07/sonitus3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-47182" title="sonitus3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/07/sonitus3.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-47181"></span></p>
<p>Auch auf &#8220;Sonitus Vol. 3&#8243; verzichten die Stücke bewusst auf stilistische Einordnung. Statt musikalischer Struktur im engeren Sinne stehen Tonereignisse im Mittelpunkt, deren Bedeutung sich erst beim Hören entfaltet. Motorisches Rattern, presslufthammerartiges Hämmern, das Stimmengewirr einer Versammlung oder auch Regen. Solcherart Geräusche werden dem Anschein nach m.o.w. unbearbeitet als akustische Readymades präsentiert. Dabei erscheinen sie teils so weit verdichtet, dass sie wie konstruierte Geräuschkunst wirken. Die Beiträge unterscheiden sich stark in ihrer Länge von unter einer Minute bis knapp dreißig Minuten und rücken noch stärker als die vorherigen Teile von traditionellen musikalischen Formen ab, was v.a. im Vergleich mit dem ersten Teil deutlich wird. Die Sammlung wirkt dadurch noch unmittelbarer, oft rauer, fast dokumentarisch. Das Cover zeigt eine neue, diesmal bläulich eingefärbte Version einer über 51.000 Jahre alten Höhlenzeichnung aus Sulawesi – eventuell ein Verweis auf die lange Geschichte nichtsprachlicher Ausdrucksformen, die auch diesem Projekt als Grundlage dient. Die Sammlung erscheint digital.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2499496029/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>2nd Festival of Arts Nowruz: Neue Anthologie auf Post Orientalism Music</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Apr 2025 03:06:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Als zentrales Element der diesjährigen Reihe &#8220;2nd Festival of Arts Nowruz&#8221; präsentiert das Label Post Orientalism Music eine umfangreiche Compilation zeitgenössischer, weitgehend elektroakustisch ausgerichteter Musik. Die Sammlung vereint Beiträge von etablierten und neueren Stimmen der internationalen experimentierfreudigen Musikszenen – unter &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/04/07/2nd-festival-of-arts-nowruz-neue-anthologie-auf-post-orientalism-music/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als zentrales Element der diesjährigen Reihe &#8220;2nd Festival of Arts Nowruz&#8221; präsentiert das Label Post Orientalism Music eine umfangreiche Compilation zeitgenössischer, weitgehend elektroakustisch ausgerichteter Musik. Die Sammlung vereint Beiträge von etablierten und neueren Stimmen der internationalen experimentierfreudigen Musikszenen – unter anderem aus Iran, Nordamerika, Europa und Japan. Die Anthologie knüpft an die gleichnamige Veröffentlichung des Vorjahres an und versteht sich als Plattform für polyphone Ausdrucksformen jenseits von religiöser oder staatlicher Normierung. Nowruz – ein traditionelles iranisches Frühlingsfest – wird hier als offener Denkraum begriffen, in dem Vielfalt als künstlerischer Wert betont wird. Das Album erscheint zunächst in einer Pre-Release-Version, in der die klangliche Heterogenität der einzelnen Werke bewusst erhalten bleibt. Später folgt eine finale Edition mit durchgängiger Nachbearbeitung und ergänzender Begleitbroschüre, nicht alle Beiträge sind derzeit bereits im Stream zu hören.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/04/vanowruz.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-45741" title="vanowruz" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/04/vanowruz.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-45740"></span></p>
<p>Zu den ersten bereits verfügbaren Beiträgen zählen etwa Dave Seidels &#8220;Penumbral&#8221;, das auf einem mikrotonalen Tonsystem nach La Monte Young basiert, sowie das jazznahe Piano-Stück &#8220;The Emerald Path to Redemption&#8221; von Joseph Benzola. Weitere Werke sind bereits erschienen, darunter Soheil Shirangis ernst und zurückhaltend gespieltes &#8220;Solo Piano No.1&#8243;, die vielschichtige Komposition &#8220;9880.98 km&#8221; von Deniz Tafaghodi, in der Kamancheh, Percussion und Elektronik ineinandergreifen, und das von aquatischen Sounds getragene Audiostück &#8220;Nowruz: Things or Event?&#8221; von Nik Masoo mit einem dramatischen Text von Ehsan Saboohi. Auch der dreiteilige Beitrag von Hubert Heathertoes fällt auf – eine dichte, hörspielartige Arbeit mit starken Kontrasten, lärmigen Elementen und hörbaren Brüchen. Abtin Golfam alias T-Noll steuert einen eindringlichen Track bei, der zwischen eruptivem Rhythm Noise und elektronischer Raffinesse oszilliert. Verzerrte Texturen, brodelnde Klangschichten und plötzliche Brüche formen ein Stück, das trotz seiner Schärfe eine eigentümliche Geschmeidigkeit bewahrt und sich mit jeder Minute wandelt.Einen anderen Zugang wählt das von Zwillingen gegründete Duo Zaher mit z.T. heiteren Interpretationen klassischer Gitarrenstücke, etwa von Mario Castelnuovo-Tedesco oder Manuel Ponce. PuppeTwin – alias Dear Wakabayashi – steuert eine kurze vokal-perkussive Arbeit bei, deren Text über das Wiedererwachen von Leben in der Dunkelheit sinnt. Ehsan Saboohis eigener Beitrag &#8220;Who is Time&#8221; stellt die gewohnte Vorstellung von Zeit als linearem Konzept infrage und fragt nach einer ontologischen Selbstständigkeit zeitlicher Erfahrung. Ein verrauschter Tumult mit zahlreichen Detonationen von RDKPL, drei recht unterschiedliche geartete Soundartstücke von cinematischer Eindringlichkeit von Ali Araab, und ein ultraverzerrtes Noisebrett von Elektr0bath runden die Sammlung ab, die Beiträge von Kimia Koochakzadeh-Yazdi und Bruce Hamilton erscheinen noch in Kürze. Insgesamt entsteht eine Sammlung, die sich nicht durch stilistische Einheit definiert, sondern durch eine bewusste Offenheit in Form und Ästhetik. Die vollständige digitale Veröffentlichung ist für den 25. Mai vorgesehen.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4264096684/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>No To War: Neue, fortlaufende Anthologie auf Post Orientalism</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Oct 2024 03:58:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Betreiber von Post Orientalism Music, denen scheinbar nie die Ideen ausgehen, haben eine neue digitale Anthologie gestartet, die bis zum Jahresende wachsen soll, und sich &#8211; angeregt natürlich durch die furchtbaren Konflikte der jüngsten Zeit &#8211; dem Thema des &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/10/17/no-to-war-neue-fortlaufende-anthologie-auf-post-orientalism/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Betreiber von Post Orientalism Music, denen scheinbar nie die Ideen ausgehen, haben eine neue digitale Anthologie gestartet, die bis zum Jahresende wachsen soll, und sich &#8211; angeregt natürlich durch die furchtbaren Konflikte der jüngsten Zeit &#8211; dem Thema des Krieges widmet und letzterem auf eine intelligente Art ein Nein entgegenschleudert. Einige der beitragenden Musiker und Klangkünstler sind bereits öfter im Umkreis des Labels aufgetreten, andere nicht, zu hören sind bislang Beiträge von RDKPL, Joseph Benzola, Emad Khankeshipour, George Christian, Hardi Kurda, Itaru Ouwan, Kurator Ehsan Saboohi, Dave Seidel und T​​-​Noll. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/notowar.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43112" title="notowar" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/notowar.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-43111"></span></p>
<p>Angesichts des als Motto vorangestellten, konventionell gedacht eher pessimistisch klingenden Samuel Beckett-Zitats &#8211; &#8220;All of us are born into a catastrophe. The world is nothing but an endless waiting for the end&#8221; &#8211; finden sich auf der Sammlung auch viele dem Thema angemessen verstörende Momente, beispielsweise turbulenter Noise, in manchen Stücken aus reinem Feedback geboren, in anderen ratternder, salvenartiger Lärm, bei dem man sich &#8211; immersiv, wie es immer wieder heißt &#8211; in ein entfesseltes Kriegsgeschehen versetzt fühlt. Dann niederdrückende, schwere Soundscapes, aber auch Szenarien, die, wenn so viel Interpretation zulässig ist, eher für das Schöne stehen können, das von kriegerischer Gewalt bedroht ist &#8211; filigrane, sensible Sounds, die eine rituelle Folkigkeit anklingen lassen, hinter deren Ritzen menschliche Stimmen zu hören sind. Ferner hörspielartige Szenarien, bei denen klassische Kompositionen auf Rezitation trifft, metallene Soundscapes, bei denen rumpelnde Perkussion und Saitenstrumming eine ebenso lebendige wie destruktive Atmosphäre schaffen. Dann wieder subtile, von kratzenden und stetig anschwellenden Sounds untermalte Lesungen wie die von Ehsan Saboohi, die einem Manifest gleichkommt und unten auf deutsch wiedergegeben wird. Die Anthologie, deren Zusatz &#8220;Vol. 2&#8243; auf <a href="https://postorientalism.bandcamp.com/album/post-orientalism-music-anthology-vol-1">eine frühere Compilation</a> verweist, ist über die Streaming-Plattformen des Labels erhältlich.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=120700241/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>1. Ja zur Menschenwürde, jenem unauslöschlichen Konzept, das als fragile Grundlage für alle rechtlichen und moralischen Konstrukte dient.</p>
<p>2. Ja zum Frieden, jenem schwer fassbaren Zustand, in dem die Maschinerie des ewigen Fortschritts Ruhe findet.</p>
<p>3. Ja zur Vernunft, jener kalten, leidenschaftslosen Kraft, die uns unbequem daran erinnert, dass Gewalt die Zuflucht gescheiterter Logik ist.</p>
<p>4. Ja zur sozialen Gerechtigkeit, jener schwer fassbaren Chimäre, die sich dem Zugriff sowohl von Idealisten als auch von Realisten ständig entzieht.</p>
<p>5. Ja zum dialektischen Widerspruch, bei dem Negation Transformation statt Zerstörung hervorbringt.</p>
<p>6. Ja zur menschlichen Kommunikation, dem unvollkommenen, chaotischen Mechanismus, durch den wir vergeblich versuchen, einander zu verstehen.</p>
<p>7. Ja zum Dialog und zur Verhandlung, den Werkzeugen, die wir in der absurden Hoffnung einsetzen, Krisen ohne Blutvergießen zu lösen.</p>
<p>8. Ja zur wirtschaftlichen Produktion, nicht zu der, die sich selbst in endlosen Zyklen von Verschwendung und Krieg verschlingt, sondern zu der, die Leben aufbaut, erhält und fortbestehen lässt.</p>
<p>9. Ja zum technologischen Fortschritt, der für die Schöpfung genutzt wird, trotz unserer Begabung, ihn in Instrumente der Vernichtung zu verwandeln.</p>
<p>10. Ja zu internationalen Institutionen, jenen bröckelnden Gebäuden, die es irgendwie immer noch schaffen, zwischen uns und dem Abgrund zu stehen.</p>
<p>11. Ja zur rationalen Organisation von Gesellschaften, in denen Gesetze und Gerechtigkeit gelegentlich das Chaos der rohen Macht übertrumpfen können.</p>
<p>12. Ja zum historischen Bewusstsein, dieser bitteren Pille, die wir schlucken, in der Hoffnung, dass die Lehren aus vergangenen Konflikten uns davor bewahren, unsere Selbstzerstörung zu wiederholen.</p>
<p>13. Ja zur Umverteilung der Ressourcen in einer Welt, in der Überfluss herrscht, die von uns erfundene Knappheit uns jedoch dazu bringt, uns gegenseitig an die Gurgel zu gehen.</p>
<p>14. Ja zur Rechtsstaatlichkeit, jenem fragilen Rahmen, der zwar unvollkommen ist, aber die Alternative des Rechts des Stärkeren schlägt.</p>
<p>15. Ja zu einer globalen Ethik, in der kein Mensch weniger menschlich ist als ein anderer, egal wie oft wir das Gegenteil behaupten.</p>
<p>16. Ja zu intellektueller Vielfalt, der notwendigen Reibung, die die Stagnation des Denkens und die Tyrannei des Dogmas verhindert.</p>
<p>17. Ja zu Freiheit und individueller Autonomie, obwohl wir genau wissen, wie leicht diese auf dem Altar des kollektiven Wahnsinns geopfert werden können.</p>
<p>18. Ja zur kritischen Rationalität, die wie ein ungebetener Gast offenbart, dass Gewalt nichts anderes als das endgültige Zugeständnis an intellektuelles Versagen ist.</p>
<p>19. Ja zu stabilen sozialen Strukturen, nicht wie sie sind, sondern wie sie sein könnten, sollten wir jemals lernen, zu leben, ohne sie auseinanderzureißen.</p>
<p>20. Ja zur politischen Selbstbestimmung, die den Nationen die tragische Freiheit gibt, durch ihre eigene Hand aufzusteigen oder zu fallen, anstatt der Laune von Imperien zu unterliegen.</p>
<p>21. Ja zum wissenschaftlichen und intellektuellen Austausch, bei dem Kooperation theoretisch die Nullsummenspiele der Machtpolitik übertrumpft.</p>
<p>22. Ja zur friedlichen Koexistenz, bei der es widerstreitenden Mächten in absurder Weise gelingt, ein empfindliches Gleichgewicht zu wahren, ohne der Gewalt zu erliegen.</p>
<p>23. Ja zu einer dialektischen Analyse der Geschichte, bei der jeder Krieg kein Endpunkt ist, sondern eine traurige Lektion darüber, was man als nächstes nicht tun sollte.</p>
<p>24. Ja zur kooperativen Spieltheorie, bei der rationale, vielleicht wahnhafte Akteure den gegenseitigen Nutzen der gegenseitigen, sicheren Zerstörung vorziehen.</p>
<p>25. Ja zu universellen menschlichen Werten, obwohl wir wissen, wie leicht sie angesichts von Nationalismus und Gewalt zerbröckeln.</p>
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