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	<title>African Paper &#187; Rebecca Loftiss</title>
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		<title>HOWLING LARSENS / NICK LYMPEROPOULOS: Poemandres</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2021 07:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor knapp fünf Jahren brachten die aus R. Loftiss und Alan Trench bestehenden Howling Larsens erstmals eine gemeisame Arbeit mit dem griechischen Okkultisten Nick Lymperopoulos heraus, eine elektroakustisch unterdröhnte Lesung des ersten Teils von Parmenides&#8217; Traktat &#8220;Über die Natur&#8221;. Es &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/02/27/howling-larsens-nick-lymperopoulos-poemandres/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/02/poemandres1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-24415" title="poemandres" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/02/poemandres1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor knapp fünf Jahren brachten die aus R. Loftiss und Alan Trench bestehenden Howling Larsens erstmals eine gemeisame Arbeit mit dem griechischen Okkultisten Nick Lymperopoulos heraus, eine elektroakustisch unterdröhnte Lesung des ersten Teils von Parmenides&#8217; Traktat &#8220;Über die Natur&#8221;. Es war damals die Rede von einer geplanten Vertonung der restlichen Teile, die bislang nicht realisiert wurde. Die gute<span id="more-24159"></span> Neuigkeit ist aber, dass die Zusammenarbeit nach wie vor besteht, und das neue Lebenszeichen geht in eine ganz ähnliche Richtung, denn hier interpretieren die drei das erste, &#8220;Poemandres&#8221; genannte, Traktat des Corpus Hermeticum.</p>
<p>Die bekannte Sammlung an z.T. in Dialogform verfassten Abhandlungen, als deren Verfasser lange Hermes Trismegistos angenommen wurde, ist die wahrscheinlich wirkmächtigste Quelle okkulten Wissens der Antike und ein wichtiges Fundament hermetischer Geheimlehren. In den Ausführungen über Mystik, Reinkarnation und Opferpraktiken klingt das Echo damals einflussreicher Denkschulen des Platonismus, Neoplatonismus und des Stoizismus an, aber auch Spuren jüdischer, persischer und (in der Eigendarstellung besonders wesentlich) ägyptischer Traditionen finden sich. Zum ersten Traktat Poemandres berichtet ein Erzähler von einer offenbarungsgleichen Vision, in welcher ihm eine Gottheit die Ursprünge alles Seienden und dessen Bestimmung erklärt.</p>
<p>In der knapp einstündigen Umsetzung bildet ein melierter, kreisender, niemals nur mäandernder Dronesound das Fundament eines bedächtig beginnenden Vortrags im ungeschliffenen Ton des Altgriechischen, der zu melodisch ist für reine Spoken Words und doch zu rezitativ für klassischen Gesang. Schon zu Beginn finden sich kleine Details wie leises Bimmeln in den Wellen der Dröhnung, leichte Veränderungen deuten Szenisches an. Auch die Stimmarbeit, die sich immer wieder einem liturgischen Charakter annähert, ist keineswegs so monoton wie es vordergründig scheinen mag. Mir ist die Sprache fremd und der Originaltext somit unbekannt, doch die gelegentlichen Sprechpausen und manche Einwürfe, die wie Fußnoten und Regieanweisungen erscheinen, wie kurze Erklärungen, bevor der Sprachfluss weitergeht, scheinen der Eigenart des Textes zu entsprechen.</p>
<p>Veränderungen in der Dynamik des Gesangs sowie der Fülle der Musik, bei denen das hypnotische Kreisen deutlicher zutage tritt und Obertöne und weitere Details &#8211; Rasseln und deutlichere Perkussion, Knistern und Knacken wie Feuer, etwas, das wie Vogelstimmen klingt &#8211; hinzukommen, scheinen immer subtil aufeinander abgestimmt. Doch ebenso sehr verändert sich auch das Hören, wenn man sich in die Musik hinenziehen lässt und so etwas wie eine Innenperspektive einnimmt. Es ist die knarrende Stimme, die gegen Ende auffallend emotional wird und fast zu brechen scheint, die einen aus dem semihypnotischen Zustand holt. Dass all dies auch ohne Sprachkenntnisse funktionieren kann, spricht nur für die Umsetzung.</p>
<p><strong>Label: Sombre Soniks</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2344380484/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://sombresoniks.bandcamp.com/album/poemandres">Poemandres by Howling Larsons &amp; N Lymperopoulos</a></iframe></p>
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		<title>TEMPLE MUSIC: Εποχές (Vol. lI)</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Feb 2019 07:39:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
		<category><![CDATA[Language of Light]]></category>
		<category><![CDATA[Rebecca Loftiss]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor knapp zwei Jahren haben Temple Music bereits zwei Tracks, die auf rituellen Performances basierten, unter dem Titel &#8220;Εποχές&#8221;/&#8221;Epoxes&#8221; herausgebracht &#8211; Stücke, die ganz auf den jeweiligen Darbietungsort und die okkulten Implikationen des Zeitpunktes zugeschnitten waren und in ihrer musikalischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/02/02/temple-music-%ce%b5%cf%80%ce%bf%cf%87%ce%ad%cf%82-vol-li/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/01/templemusicepoxes2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17006" title="templemusicepoxes2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/01/templemusicepoxes2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor knapp zwei Jahren haben Temple Music bereits zwei Tracks, die auf rituellen Performances basierten, unter dem Titel <a href="http://africanpaper.com/2017/03/04/temple-music-%ce%b5%cf%80%ce%bf%cf%87%ce%ad%cf%82-vol-l/">&#8220;Εποχές&#8221;/&#8221;Epoxes&#8221;</a> herausgebracht &#8211; Stücke, die ganz auf den jeweiligen Darbietungsort und die okkulten Implikationen des Zeitpunktes zugeschnitten waren und in ihrer musikalischen Gestalt ausladender und abstrakter ausgefallen sind als die meisten Aufnahmen, die man von ihren meist zwischen Psych Folk und Space Rock rangierenden Alben her kennt. Nach dem derben und<span id="more-17004"></span> leider viel zu wenig beachteten Studioalbum &#8220;Further, Faster, Closer, Slower&#8221; haben Alan Trench und seine Mitstreiter nachgelegt und einen zweiten Teil von &#8220;Εποχές&#8221; herausgebracht.</p>
<p>Teil II beinhaltet zwei längere Tracks, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und wer auf den ersten tatsächlich Eindruck denkt, zwei verschiedene Acts zu hören, liegt genau genommen nur formal falsch. Temple Music tritt in ganz unterschiedlichen Konstellationen in Erscheinung, und auf dem von Alan Trench erstmals solo bestrittenen &#8220;Summer Dominoes&#8221; ist nicht einmal Steve Robinson vertreten &#8211; entsprechend dezent und in sich gekehrt gibt sich das Stück so auch musikalisch: Ein sachtes, hintergründiges Dröhnen kosmischer Provenienz deutet durch leichte perkussive Anschläge, geheimnisvolles Bimmeln und subtile Halleffekte immer wieder den Ausbruch an, der allerdings ausbleibt, denn hier hat v.a. das Kleine, Dezente seinen Raum.</p>
<p>Immer deutlicher wird die kreisende Gestalt der Dröhnung, eine berührende, leicht orientalisch anmutende Melodie windet sich ganz langsam aus dem Fundament und deutet eine mystische Entrücktheit an, und wenn irgendwann nach Momenten der systolischen Sammlung tatsächlich etwas mehr Bewegung ins Spiel kommt, ist man bei entsprechender Konzentration schon derart involviert, dass es den Fluss der Klänge nicht stört. Der Track wurde vor ein paar Jahren in Gent aufgenommen und ist ein dreilagiges Palimpsest: An der Basis schlummert Syd Barrets &#8220;Dominoes&#8221;, von dem hier nur die Orgel zu hören und die melodische Grundstruktur zu erahnen ist, darüber breitet sich als Kern des Stücks die gitarrendronige Liveversion aus, von der v.a. die Loops und Samples in den finalen Track transponiert und mit Synthies ergänzt wurden.</p>
<p>&#8220;Laughing in the Towers&#8221;, das vor etwa einem Jahr in einer Kirche in Gainsborough aufgenommen wurde, beginnt laut und furios und zeigt Temple Music von seiner üppigen Seite, neben Trench und Robinson sind Orchis-Sängerin Tracy Jeffery sowie Mitglieder von Language of Light und ein Kinderchor zu hören. Nach Hall und einer enormen Weite klingen die zeitweise noisigenFeedbackspuren und die gesampelten Geräusche &#8211; düstere Glocken und allerlei metallenes klappern und Rumpeln, das für Momente ein Szenario zwischen Current 93s &#8220;Dawn&#8221; und Xenakis&#8217; &#8220;Persepolis&#8221; aufflackern lässt. Der stärkste Bruch, der in eine besinnliche Orgeldröhnung führt, wird durch lieblich Glöckchen eingeleitet, die den schönen, fast ozeanischen Charakter des restlichen Stücks einleiten. Die wellenförmig hallende Landschaft, bei der nur noch eine Ocean Drum fehlt, hat jedoch einen surrealen Twist, bei dem das Quietschen vom Gummivögeln, dunkles Gemurmel und papiernes Gefetze sind noch dessen vordergründigste Indikatoren sind. Trotz allem wirkt das Stück sehr gleitend und kontinuierlich, nur durch willkürliches Zippen bemerkt man, wie veränderlich und dynamisch das alles ist.</p>
<p>Mit dem zweiten Teil ist die Εποχές-Reihe nun wohl abgeschlossen, mit der Temple Music trotz einiger atmosphärischer und auch humoresker Gemeinsamkeiten demonstrieren, wie unberechenbar sie als Live-Act sein können. Selbstredent so intensiv wie ein reguläres Album. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.sombresoniks.com/sombre-soniks">Sombre Sonics</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1296599696/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>If you’re writing music, you write what’s inside of you. Interview mit der Musikerin und Kuratorin R. Loftiss</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2016 07:20:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als im vergangenen Jahrzehnt grade Folkmusik in aller Munde war, gerieten neben den großen Hypes und dem obligatorischen Mittelmaß auch ein paar obskure Gewächse in den Fokus, denen aufgrund ihrer Sperrigkeit und ihrer Unscheinbarkeit die Aufmerksamkeit großer Magazine versagt blieb. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/12/if-you%e2%80%99re-writing-music-you-write-what%e2%80%99s-inside-of-you-interview-mit-der-musikerin-und-kuratorin-r-loftiss/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/gray-field-recordings.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-11766" title="gray-field-recordings" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/gray-field-recordings.jpg" alt="" width="255" height="170" /></a><strong>Als im vergangenen Jahrzehnt grade Folkmusik in aller Munde war, gerieten neben den großen Hypes und dem obligatorischen Mittelmaß auch ein paar obskure Gewächse in den Fokus, denen aufgrund ihrer Sperrigkeit und ihrer Unscheinbarkeit die Aufmerksamkeit großer Magazine versagt blieb. Zu diesen Gewächsen zählte auch das Projekt mit dem mysteriösen Namen The Gray Field Recordings, dessen Musik nur schwer einzuordnen war: Neben filigranen Melodien auf der</strong><span id="more-11722"></span> <strong>akustischen Gitarre finden sich rituelles Getrommel und evokativer Sprechgesang, und hinter all dem, hinter den lieblichen wie den spröden Seiten dieser Musik meint man einen okkulten Subtext zu erahnen, wie er selten so unprätentiös ins Werk gesetzt wurde. Die Frau hinter diesem Projekt, Rebecca Loftiss, ist auch sonst eine umtriebige Person. Neben ihrem Soloprojekt betreibt sie das Label AntiClock, auf der in kleiner Stückzahl Aufnahmen von ähnlich gearteten Bands erscheinen, bei denen sie selbst nicht selten mitmischt. Loftiss lebt seit einigen Jahren mit ihrer Familie auf der griechischen Insel Euböa. Mit ihrem Mann Alan Trench, dem ehemaligen Word Serpent-Mitgründer und als Musiker bekannt von Gruppen wie Orchis und Temple Music, spielt sie in mehreren Bands und sorgt ihn ihrer neuen Heimat nicht nur musikalisch für Bewegung: Ihr jüngstes Projekt ist der Charity-Sampler „In The Cities Of Your Eyes&#8221;, dessen Erlös verschiedenen</strong> <strong>Flüchtlingslagern auf den Dodekanes-Inseln zukommt. Über all dies und mehr haben wir sie im folgenden Interview befragt.</strong></p>
<p><a title="If you’re writing music, you write what’s inside of you. Interview with musician and curator R. Loftiss" href="http://africanpaper.com/2016/03/12/if-you%e2%80%99re-writing-music-you-write-what%e2%80%99s-inside-of-you-interview-with-musician-and-curator-r-loftiss/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p><em><strong>Du machst als Musikerin und drumherum sehr viel und arbeitest oft gleichzeitig an verschiedenen Sachen. Mit was bist du im Moment beschäftigt?</strong></em></p>
<p>Gerade arbeite ich zusammeen mit Lizi Bates in unserer neuen Band Karyae. Ebenfalls arbeite ich mit meinem Mann am neuen Album der Howling Larsons. Im Fall von The Gray Field Recordings ist es ein sehr langsamer Prozess, es verschwindet nie wirklich aus meinen Gedanken, aber es ist dennoch nichts, was mir leicht von der Hand geht.</p>
<p><em><strong>Was kannst du uns über die Ideen und Beweggründe hinter der von dir kuratierten Charity-Compilation „In The Cities Of Your Eyes&#8221; erzählen? Gab es einen bestimmten Impuls, der dich dazu inspirierte?</strong></em></p>
<p>Nun, ja&#8230; wir haben immer wieder in den Nachrichten gesehen, was abging, und es wurde immer schlimmer. Die Bilder von Kindern, die an Land gespült wurden, waren alptraumhaft. Ich dachte, „Ich muss etwas tun, das passiert gerade hier, jetzt&#8221;. Aber ich habe ein kleines Kind und kann es nicht mit auf die Inseln nehmen, und allein zuhause lassen kann ich sie auch nicht. Wir haben nicht viel Geld, das wir spenden könnten, was können wir also tun? Nun, ich habe Musik. Und so dachte ich, dass ich dies dazu nutzen könnte, um Geld aufzutreiben und für die entsprechende Aufmerksamkeit zu sorgen. Meine Musik ist nicht sehr bekannt und ich habe niemals Geld damit verdient, deshalb dachte ich, es wäre das beste, ein paar bekanntere mit ein paar unbekannteren Musikern zusammen zu bringen. Die Idee war, etwas echtes, berührendes auf die Beine zu bringen, etwas intensives, weil wir die Situation kennen&#8230; kein „We Are The World&#8221;-Scheiß&#8230; nichts albernes.</p>
<p>Die Grichen sind unglaublich, denn sie tun dies aus reiner Herzlichkeit und &#8211; das sage ich aus großem Respekt &#8211; weil sie Griechen sind. Es wäre undenkbar, dass die Griechen diese Leute an ihren Küsten einfach leiden und sterben ließen. Aber die Griechen haben momentan selbst mit einer enormen wirtschaftlichen Krise zu tun. Das war und ist nach wie vor extrem schwierig für sie, sie haben genau genommen nichts und tun dennoch ihr äußerstes, um den Flüchtlingen zu helfen. Insofern sind die griechischen Inseln der beste Ort, um etwas zu spenden und ihnen unser Album zu widmen.</p>
<p><em><strong>Mit welchen Organisationen arbeitet ihr zusammen?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/inthecitiesofyoureyes.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11767" title="inthecitiesofyoureyes" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/inthecitiesofyoureyes-298x300.jpg" alt="" width="298" height="300" /></a>Matina Katsevelli, die so etwas wie die Göttin oder die Heilige des Lagers in Leros ist, hat großartige Fotos zum Album beigesteuert. Andere verfassten Geschichten aus den Lagern auf Leros, Lesbos und Samos. Graeme Swinton, von dem auch das Coverfoto stammt, hat sich um das Grafikdesign und das Layout gekümmert, so dass die ganze Sache letztlich perfekt war.</p>
<p>Was die Spenden angeht&#8230; wir konnten etwas für die <a href="http://gogetfunding.com/help-the-refugees-in-samos">Flüchtlinge auf der Insel Samos </a>spenden, außerdem für das<a href="https://www.facebook.com/Leros-Solidarity-Network-Team-UK-1477725875863752"> Leros Solidarity Network</a>, sowie <a href="http://uareuk.com">über die Organisation UAREUK nach Chios</a>.</p>
<p>Wir hoffen, dass wir künftig auch etwas <a href="http://www.lighthouserelief.org/">nach Lesbos spenden können über Lighthouse Relief</a> und/oder <a href="http://www.seaofsolidarity.org/">Sea of Solidarity</a>. Außerdem hoffen wir, etwas über <a href="http://kos-solidarity.com/">Kos Solidarity</a> nach Kos spenden zu können.</p>
<p><em><strong>Du bist vor einigen Jahren ebenfalls nach Griechenland gezogen. Geht es dir auch darum, dich nicht aufgrund deiner privilegierten Situation von den Flüchlingen abzuheben? </strong></em></p>
<p>Mein Umzug nach Griechenland war eine Einwanderung. Ich hatte viele Optionen, ich wollte auswandern, aber ich könnte immer noch zurückgehen, wenn ich wollte. Die Flüchtlinge sind, nun, Flüchtlinge&#8230; Sie laufen vor dem Krieg und vor einem unvorstellbaren Grauen davon, man kann das nicht vergleichen. Ich denke, es gibt da das Problem, oder vielleicht wird es auch von einigen Medien so forciert, die Flüchtlinge Einwanderer zu nennen. Die meisten von denen wollen ihre Heimat gar nicht verlassen, sie kamen nicht nach Europa, um einen guten Job zu bekommen, sich niederzulassen und ein gutes Leben zu führen. Sie wissen nicht einmal, was die Zukunft bringen wird. Sie wissen nur, dass sie keine unmittelbare Zukunft haben in was auch immer für einem kaputten Land, aus dem sie geflohen sind.</p>
<p><em><strong>Wie kam das Line-up der beteiligten Musiker zusammen? Gab es bestimmte Kriterien für die Teilnahme?</strong></em></p>
<p>Nun, das wichtigste Kriterium war, dass sie gut sein sollten. Sie sollten Bands sein, die ich respektiere und, wie ich finde, in einer kohärenten Art zusammen passen. Ich wollte außerdem verhindern, das die Compilation übermäßig lang wird, weswege ich leider ein paar sehr gute Künstler ausschließen musste. Ich hatte die meisten Musiker gefragt, ob sie ein Stück beisteuern könnten, das das Leben der Flüchtlinge oder die Situation allgemein reflektiert.</p>
<p><em><strong>Wie erfolgreich war das Projekt bislang?</strong></em></p>
<p>Für ein digitales Release läuft es wirklich gut, es funktioniert wesentlich besser, als ich erwartet hatte. Natürlich wünschte ich, dass es noch erfolgreicher wäre, aber letztlich bin ich zufrieden mit der bisherigen Resonnanz. Wir hatten schon ein paar Reviews und vor kurzem wurden wir in einem griechischen Radioprogramm namens Dialogos gespielt und vorgestellt, das weltweit sendet.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/naturaewithin.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11768" title="naturaewithin" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/naturaewithin.jpg" alt="" width="720" height="540" /></a></p>
<p><em><strong>Gab es auch kritische Kommentare?</strong></em></p>
<p>Überraschenderweise nicht&#8230; nicht wirklich. Es gab ein paar Künstler, die nicht mitmachen wollten, ohne ihre Gründe zu nennen. Es gab ein paar Magazine und Radiosender, die nie auf unsere Kontaktaufnahme reagiert hatten. Es gibt ein Magazin von fragwürdigem Charakter, bei dem sich ALLE Redakteure geweigert hatten, den Sampler zu besprechen&#8230; auf meine hämische Art fand ich das eher amüsant. Und es sind, was zu erwarten war und zugleich entäuschend ist, vor allem amerikanische Magazine und Radiosender, die für so etwas anscheinend keine Zeit haben. Ob das nun am Thema liegt, oder daran, dass sie einfach keine gute Musik mögen, weiß ich nicht. Ich denke aber, dass sich viele Leute als eher feige erweisen, wenn es darum geht, seine ehrliche Meinung zu sagen, und diese Meinung dann in Frage gestellt werden kann.</p>
<p><em><strong>Wie sehr unterscheidet sich für dich das Leben in deiner alten Heimat in Oklahoma von dem Leben in Südeuropa? Gibt es Auswirkungen auf deine musikalischen Aktivitäten?</strong></em></p>
<p>Je nachdem, worauf man achtet, kann es sehr unterschiedlich, aber auch sehr ähnlich sein. Ich liebe Oklahoma wirklich sehr, aber ich habe letztlich die amerikanische Politik und den Kapitalismus hassen gelernt&#8230; es macht mich nur noch krank. Die Griechen sind (generell) wirklich fantastische Leute. Sie sind nicht paranoid und neurotisch. Sie sind sehr bodenständig und aufgeschlossen. Außerdem besitzen sie eine große Aufgeschlossenheit gegenüber Kunst. Es ist das Ursprungsland unserer Kunst und Philosophie, deshalb wird so etwas hier ernst genommen. In Amerika könnte ich nicht einmal meine Freunde dazu bringen, zu den Shows zu gehen, die ich für lau veranstalte. Hier kommt jeder&#8230; sie gehen auch zu Konzerten, wenn ihnen die Musik nicht einmal gefällt, nur weil es neu und interessant ist. Wir leben zum Beispiel in diesem kleinen Dorf. Wir hatten ein Konzert im älteren Teil des Ortes angekündigt. Es war an einem etwas abgelegenen Platz, und wir hatten nicht viel Werbung dafür gemacht, außerdem war es eher experimentell mit gewissen esoterischen Elementen drin. Wir sagten den Leuten im Dorf, dass sie vielleicht mit der Musik nicht so viel anfangen könnten, aber tatsächlich war das ganze Dorf anwesend! Sogar der Bäcker und seine Familie! Es war unglaublich. So macht es viel mehr Spaß aufzutreten, denn du weißt, dass die Leute kommen&#8230; es ist einfach keine Zeitverschwendung.</p>
<p>Was die gemeinsamen Dinge angeht&#8230; Ich komme von einer kleinen Ackerbau-Stadt in Oklahoma und nun leben wir in einem sehr kleinen landwirtschaftlich organisierten Dorf. Jeder kennt jeden und weiß was er so treibt. Das Wetter ist auch ähnlich. Und die Zeit hat diese merkwürdige Angewohnheit, ganz langsam zu vergehen, wenn sie eigentlich etwas Tempo machen sollte, und zu schnell zu vergehen, wenn sie etwas langsamer verstreichen sollte.</p>
<p><em><strong>Habt ihr viele neue Freunde in Euböa gefunden und betrachtet ihr euch mittlerweile schon als Teil der lokalen Gemeinschaft?</strong></em></p>
<p>Wir haben ein paar Freundschaften geschlossen, aber um ehrlich zu sein, bin ich doch ein ziemlicher Eremit. Was die Teinahme an der Gemeinschaft angeht, ja, ich denke wir sind auf jeden Fall ein Teil unserer Dorfgemeinschaft. Wie gesagt ist es ein sehr kleiner Ort und jeder kennt jeden. Aber wir versuchen auch, an all den lokalen Festivitäten teilzunehmen, und unsere Tochter wurde hier getauft (was den Einheimischen sehr viel bedeutet). Sogar der Priester sagt „hi&#8221; zu uns, wenn er uns herumlaufen sieht.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/z7Q-_lFvxoo" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Sind dein Label AntiClock und dein Projekt The Gray Field Recordings noch richtig aktiv?</strong></em></p>
<p>Ah, genau die Frage&#8230; Ich hatte etwas Angst, dass jemand fragen würde, ob es AntiClock noch gibt, so dass ich mich entscheiden müsste, ob&#8230; Ich bin immer noch nicht sicher. AntiClock ist etwas, worauf ich wirklich sehr stolz und wovon ich zugleich sehr entäuscht bin. Ich kann mich nicht entscheiden, ob es immer noch wirklich notwendig ist. Manchmal scheint es, als ob ich zu viel hineinstecke und viel zuwenig zurückkommt. Ich meine das nicht im Bezug auf Geld&#8230; denn ich hab nie wirklich Geld damit verdient, aber ich meine was die Zufriedenheit betrifft. Verstehst du, was ich meine?</p>
<p><em><strong>Ja..</strong></em></p>
<p>Auf der anderen Seite jedoch sehe ich wirklich keinen Grund, es komplett aufzugeben. Noch nicht. Ein Freund sagte mir letztens, dass Durchhalten das einzige ist, worauf es ankommt.</p>
<p><em><strong>Ich finde, er hat Recht.</strong></em></p>
<p>Gray Field Recordings wird es immer geben, so lange ich lebe, aber ich kann nicht sicher sagen, ob ich jemals noch einmal etwas herausbringen werde. Ich meine, ich arbeite ständig an Songs&#8230; Das braucht allerdings eine Menge Zeit&#8230; und wenn ich dann denke, dass ich genug zusammen habe, und wenn das auch gut zusammen passt und bedeutsam erscheint, werde ich es als Album herausbringen. Ich glaube, ich bin tatsächlich unglaublich faul, was das betrifft.</p>
<p><em><strong>Aber du würdest The Grey Field Recordings nach wie vor als dein Hauptprojekt bezeichnen&#8230;<br />
</strong></em></p>
<p>The Gray Field Recordings ist mein persönlichstes Projekt, so nehme ich dann an, dass es auch mein „Hauptprojekt&#8221; ist, insofern es etwas ist, das ich gar nicht nicht sein kann. The Howling Larsons, Karyae, Black Lesbian Fishermen&#8230; All dies sind Projekte, an denen ich in letzter Zeit ziemlich viel gearbeitet habe, um etwas nach vorn zu bewegen. Ich sehe es nicht so, dass ich The Gray Field Recordings aufgebe, wenn ich Musik mit anderen Bands mache, es ist eher so, dass ich das miteinander vermähle.</p>
<p><em><strong>Wie sehr referiert The Gray Field Recordings wirklich auf die Technik von „field recordings&#8221;? Gibt es da eine Geschichte hiner dem Namen?</strong></em></p>
<p>Es gibt nicht so sehr viele Feldaufnahmen in The Gray Field Recordings&#8230; es gab mehr davon in dem frühen Zeug. Der Name hat nicht so viel mit Feldaufnahmen zu tun, mehr mit einem hypnagogischen Ort&#8230; ein graues Feld&#8230; wenngleich es schon auch ein Spiel mit Ideen war.</p>
<p><em><strong>In vielen Reviews wird deine Musik oft mit Worten beschrieben, die etwas eher Abstraktes implizieren &#8211; surreal, traumartig, soundscapig, ich selbst hab einige Sachen mit Hörspielen verglichen. Das klingt dann immer ein bisschen so, als wäre Folkmusik jenseits einfacher Songstrukturen modern und nicht-traditionell. Stört dich so etwas, oder siehst du dich auch manchmal als Modernisiererin oder Innovatorin?</strong></em></p>
<p>Nein, ich denke nicht, es war nie meine Absicht. Ich kümmere mich auch nicht wirklich darum, als was ich gesehen werden könnte. Es ist wichtig zu wissen, das man nie so wichtig ist. Die Musik, die ich mache, erscheint mir einfach notwendig&#8230; Nicht dass ich denken würde, sie sei wichtig für andere, aber sie ist wichtig für mich, es ist ein Spiel und es kommt einfach so wie es kommt&#8230; Ich könnte Popmelodien spielen, aber wahrscheinlich ziemlich schlechte.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/rloftiss.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11770" title="rloftiss" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/rloftiss.jpg" alt="" width="720" height="540" /></a></p>
<p><em><strong>In deinen folkorientierten Arbeiten gehst du gerne etwas unberechenbarer vor und magst Ecken und Kanten. Denkst du, dass Folk heute oft etwas zu nett und harmlos klingt?</strong></em></p>
<p>Ich kann nicht einmal verstehen, was heute so „Folkmusik&#8221; genannt wird. Es scheint, als würde jedes Arschloch mit einer Akustikgitarre auf einmal Folk spielen. In Wirklichkeit leidet heute die meiste Musik unter der kommerziellen Vorstellung davon, wie Musik zu klingen hat. Die sollten eher unter meiner Vorstellung von dem leiden, wie Musik zu klingen hat! Nein, im Ernst, es ist egal, wie Musik genannt wird. Genrevorstellungen verändern sich die ganze Zeit. Was ich für wichtig halte ist, dass du schreibst, was in dir ist, wenn du Musik schreibst. Die „nette und harmlose&#8221; Musik, denke ich, kommt eher von der Vorstellung, was „sicher&#8221; und konsumierbar ist. Was wirklich schade ist, denn meistens heißt das, dass nur noch stagnierende Musik verbreitet wird&#8230; es ist die Kopie einer Kopie einer Kopie. Musik, die für sich selbst steht, ist Information, und wenn du nur Kopien vorgesetzt bekommst, heißt das letztlich, das nichts rüberkommt. Es ist nur immer wieder die gleiche Message. Labels, Musiker und Hörer sollten musikalisch einfach mehr riskieren. Manche der schönsten und wichtigsten Musik ist immer noch begraben in der Obskurität.</p>
<p><em><strong>Hat Avantgarde-Musik (in einem breiteren Sinne inklusive Psychedelia, Krautrock etc.) in deiner musikalischen Sozialisation eine Rolle gespielt?</strong></em></p>
<p>Ja, aber solche Sachen kamen bei mir viel später. Ich fing zuerst nur an, mit Sounds herumzuspielen, weil mein Vater damals Toningenieur war. Er brachte mir bei, wie man Tonbänder zusammenklebt und Sachen rückwärts aufnimmt. Dann war da mein Bruder, der sich sehr für Punkmusik interessierte (Black Flag, The Ramones, Circle Jerks), und ich liebte alles, was er liebte. Er spielte Gitarre, und so wollte ich auch Gitarre spielen. Mein Großvater spielte ebenfalls Gitarre. Er machte dreckige Folksongs und ich liebte ebenfalls alles, was er machte. So nahm ich dann ein bisschen Gitarrenunterricht. Dann spielte mir mein Onkel das Album „Better An Old Demon Than A New God&#8221; vor, als ich gerade dreizehn war. Es war eine Compilation, die Giorno Poetry Systems herausbrachten, und es waren William Burroughs, Lydia Lunch und Psychic TV drauf. Es war Psychic TV, die ich gerade zum ersten mal hörte, und ich dachte „wow, das ist etwas großartiges!&#8221; und von da an ging alles seinen Gang. Ich gründete meine erste Band mit fünfzehn, sie hieß J.U.N.K. Wir machten Punk oder auch Experimentelles, worauf wir gerade Lust hatten. Wir konnten keine Instrumente richtig spielen, aber wir wussten, wie man Sounds macht, und so machten wir Sounds auf die bestmögliche Art und hatten großen Spaß dabei. Ich denke, das mache ich noch immer so.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/A3-tTvqGQio" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Mit deinem Ehemann Alan betreibst du die Band Howling Larsens und zusammen mit einigen griechischen Musikern habt ihr die Black Lesbian Fishermen gegründet. Was kannst du uns über die Hintergründe dieser Gruppen sagen? Wird es mit den Fishermen weiterhin Releases geben? </strong></em></p>
<p>The Howling Larsons ist unser eher folkorientiertes Projekt. Das war anfangs gar nicht so vorgesehen, aber irgendwie führte es genau dahin. Wir kannten uns schon sehr lange, so dass es einfach Sinn machte, zusammen Musik aufzunehmen. Anfangs fragte Alan nur, ob ich etwas zu Temple Music beitragen würde und ich fragte ihn, ob er an ein paar Tracks von The Gray Field Recordings mitmachen wollte, und auf einmal hatten wir ein paar Songs, die weder zu dem einen, noch zu dem anderen Projekt passten, und so fingen wir an, zusammen als The Howling Larsons zu spielen.</p>
<p>The Black Lesbian Fishermen&#8230; ursprünglich war das ein Projekt von Nikos Fokas and Alan. Ich beteiligte mich dann später an dem Beutezug zusammen mit Stratis Sgourellis unserem Quoten-Lesbier. Wir machen hauptsächlich improvisierte experimentelle Musik, die eine Menge Ritualmagie enthält. Für mich ist es eine große Entlastung, ich werde unglaublich nervös, wenn ich etwas aufführe, aber das Improvisieren gibt mir genug Freiraum, so dass ich nicht solche Angst haben muss, es zu versauen. Wir werden hoffentlich bald neue Alben mit beiden Projekten aufnehmen, und planen außerdem einige Liveshows diesen Mai.</p>
<p><em><strong>Auf dem Debüt der Black Lesbian Fishermen sprichst du einen Text von Crowley aus dem Umfeld seines kurzlebigen Lamp of the Invisible Light-Ordens. Wenn Crowley erwähnt wird, geht es oft um seine Skandale und Provokationen, und immer noch wird er fälschlicherweise als „satanisch&#8221; abgestempelt. Auf der anderen Seite gibt es nicht wenige Versuche, seine Theorien und Praktiken im Kontext einer „seriösen&#8221; Spiritualität und Psychologie zu betrachten. Wie wichtig ist das Okkulte für dein Leben und für deine Musik?</strong></em></p>
<p>Das Okkulte generell ist sehr wichtig in meinem Leben und meinen Arbeiten&#8230; es gibt da eine Menge Rituelles vermischt mit ein bisschen Absurdität. Was Crowley angeht&#8230;er war ein verrückter, manipulativer Bastard, aber er hatte Momente, in denen seine Schriften nett (wenn auch etwas pompös) waren. Er war wichtig für mich, als ich jünger war und dem Mysterium des Okkulten erlegen war, und Crowley war einfach der am ehesten zugängliche. Ich denke nicht, dass seine Arbeiten seriöse Spiritualität sind, aber ich sehe, dass einige Leute seriöse Spiritualität aus seinem Werk zu ziehen verstehen.. zum Beispiel Israel Regardie, Lon Milo DuQuette, Robert Anton Wilson (wenn auch indirekt durch Regardie). Aber ich mag den Gedanken, dass man Spiritualität auf der Rückseite einer Cerealienbox finden kann&#8230; es zählt nicht, woher es kommt, alles was zählt, ist was es für dich bedeutet.</p>
<p><em><strong>Wie wird das neue Howling Larsens-Album werden und was denkst du, wann es herauskommen wird?</strong></em></p>
<p>Wir spielen mit der Idee, ein Album mit Folk-Covers zu machen mit Songs über den Tod. Aber das steckt alles noch in den Kinderschuhen, und wir sind noch nicht wirklich sicher, in welche Richtung es letztlich gehen wird. Ich hoffe, wir haben es zum Ende des Jahres fertig. Ich muss einfach meinen Hintern hochkriegen. Alan ist ein wirklich guter Musiker und schreibt die ganze Zeit über an nuen Songs. Ich finde es etwas schwieriger, dran zu bleiben.</p>
<p>(U.S./A. Kaudaht)</p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/grayfieldrecordings/">The Gray Field Recordings @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/howlinglarsons">Howling Larsons @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/groups/1482851371926368/">Black Lesbian Fishermen @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/Temple-Music-256212474409378/">Temple Music @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://inthecitiesofyoureyes.bandcamp.com/releases">In The Cities Of Your Eyes @ Bandcamp</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://anticlock.greedbag.com/">AntiClock Records</a></strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/THmMb-WnfsQ" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
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		<title>If you’re writing music, you write what’s inside of you. Interview with musician and curator R. Loftiss</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2016 07:11:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[You&#8217;re a very passionate person in the field of music and often busy with several things at the same time. Which are the things youre focused on right now? Right now I&#8217;m working with Lizi Bates in our new band &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/12/if-you%e2%80%99re-writing-music-you-write-what%e2%80%99s-inside-of-you-interview-with-musician-and-curator-r-loftiss/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/gray-field-recordings.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-11766" title="gray-field-recordings" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/gray-field-recordings.jpg" alt="" width="255" height="170" /></a>You&#8217;re a very passionate person in the field of music and often busy with several things at the same time. Which are the things youre focused on right now?</strong></em></p>
<p>Right now I&#8217;m working with Lizi Bates in our new band Karyae. I&#8217;m also working with my husband on a new Howling Larsons album. As for The Gray Field Recordings, it&#8217;s a very slow process, and never far from my mind but not something that I find easy to do.</p>
<p><em><strong>What can you tell us about the main ideas and motivations for curating the charity compilation &#8220;In The Cities Of Your Eyes&#8221;? Was there a certain experience that gave an impulse to it?</strong></em></p>
<p>Well, yes&#8230; we kept seeing the news about what was happening and it kept getting worse and worse. Then the images of children washing up was nightmarish. I thought,&#8217;I have to do something. This is happening right here, now&#8217;. But I have a baby and I can&#8217;t bring her with me to the islands and I can&#8217;t leave her. We don&#8217;t have a lot of money we could donate, so what could I do? Well, I have music. There is that. So, I decided that maybe I could use that to raise money and awareness. My music isn&#8217;t well-known and I&#8217;ve never made any money by it, so I thought it would be best to bring in some better-known musicians and some lesser known musicians. The idea was to make something that was real, heartbreaking, and intense because that&#8217;s what the situation is&#8230; no &#8216;We Are The World&#8217; crap&#8230; nothing trite.</p>
<p>The Greeks are incredible because they&#8217;re doing this out of kindness and, I say this with the utmost respect, out of their Greekness. There is no way Greeks would let these people just suffer or die on their shores. But the Greeks are going through a horrible economic crisis right now. This has been and is really hard on them, they have nothing and are still doing their damndest to help the refugees. So, the Greek islands seemed the most logical place to donate to and dedicate our album to.</p>
<p><em><strong>Which organisations are involved?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/inthecitiesofyoureyes.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11767" title="inthecitiesofyoureyes" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/inthecitiesofyoureyes-298x300.jpg" alt="" width="298" height="300" /></a>Matina Katsevelli, who is a Goddess, or a saint of the Leros camp has contributed beautiful photos for the album. We were given stories from camps in Leros, Lesvos, and Samos. Graeme Swinton did all of the graphic design and the cover photo and the layout of the entire thing which came out perfectly.</p>
<p>As for who we&#8217;ve donated to&#8230; we&#8217;ve been able to send donations to <a href="http://gogetfunding.com/help-the-refugees-in-samos">Help the Refugees in Samos, Greece</a>, <a href="https://www.facebook.com/Leros-Solidarity-Network-Team-UK-1477725875863752">Leros Solidarity Network</a>, and to Chios (via <a href="http://uareuk.com">UAREUK</a>).</p>
<p>We hope to be able to donate to Lesvos via<a href="http://www.lighthouserelief.org/"> Lighthouse Relief</a> and/or <a href="http://www.seaofsolidarity.org/">Sea of Solidarity</a>. We also hope to help out <a href="http://kos-solidarity.com/">Kos via Kos Solidarity</a>.</p>
<p><em><strong>You also migrated to Greece a couple of years ago, so do you also feel the refusal to distinguish yourself due to the privileged situation of you own migration? </strong></em></p>
<p>My move to Greece was an immigration. I had many choices, I wanted to leave but can still go back to where I came from. The refugees are well, refugees&#8230; they are running from war and horrors unimagineable. There is no comparison. I think there&#8217;s a problem, or perhaps it is intentionally manipulative of the media, in calling the refugees immigrants. Most of them didn&#8217;t want to leave their homes, they didn&#8217;t come to Europe to get an easy job, settle down and live out their lives. They don&#8217;t even know what the future holds. They only know they have no immediate future in whichever entirely fucked country they&#8217;re fleeing from.</p>
<p><em><strong>How did the line-up of contributing musicians come togegher? Were there any notable criteria for paticipation?</strong></em></p>
<p>Well, the notable criteria was that they had to be good. They needed to be bands I respected and, I felt, fit together in a cohesive way. I also didn&#8217;t want the compilation to be overwhelmingly long so there were some very good artists I had to, unfortunately, turn down. I asked most of the musicians if they could do a new piece that reflected the plight of the refugees or the situation.</p>
<p><em><strong>How successful has the project been so far?</strong></em></p>
<p>It&#8217;s done really well for a digital release, I think. It&#8217;s done a bit better than I expected it to. I, of course, would like to see it do even more but I&#8217;m pleased with how it has been received so far. We&#8217;ve had quite a few reviews and were recently played and featured on a Greek radio program, Dialogos, which is syndicated all over the world.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/loftisstop.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11765" title="loftisstop" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/loftisstop.jpg" alt="" width="657" height="493" /></a></p>
<p><em><strong>Have there also been critical comments?</strong></em></p>
<p>Surprisingly, no&#8230; not really. There were a few artists that didn&#8217;t want to participate without stating their reasons. There have been a few zines and radio stations that never responded to submissions. There is one zine, of questionable character, in which ALL of the reviewers have refused to review it&#8230; in my own impish way I find that kind of amusing. And it is, expectedly and disappointingly, mostly American zines and radio stations that don&#8217;t seem to have time for it. Though, whether that&#8217;s because of the subject matter or simply because they don&#8217;t like good music, I have no idea. I think people become sort of cowardly when it comes to stating what they really believe when their beliefs can be called into question.</p>
<p><em><strong>How strong did you experience the difference living in your native Oklahoma and your new place in Southern Europe? How did your approach to music activities change?</strong></em></p>
<p>It is very different and very much the same in some ways. I love Oklahoma but I really have kind of grown to hate American politics and capitalism&#8230; it all makes me kind of sick. The Greeks (in general) are really fantastic people. They aren&#8217;t paranoid and neurotic. They&#8217;re very down to earth and accepting. They&#8217;re also very appreciative of art. This is the motherland of art and philosophy so it&#8217;s taken seriously here. In America, I couldn&#8217;t even get my friends to go out to shows I put on for free. Here, everyone goes&#8230; they go to shows of music they might not even like. Just because it&#8217;s new. For example, we live in this really small village. We put on this show in the older part of the village. It was in a kind of out-of-the-way place and it wasn&#8217;t advertised a huge amount. Also, it was an experimental show with some kind of esoteric elements to it. We told the people in the village that they probably wouldn&#8217;t be into the music and the entire village showed up for it anyway! Even the baker and his family! It was incredible. So, it&#8217;s nicer to do live shows, in a way, because you know people will show up&#8230;it won&#8217;t just be a waste of time.</p>
<p>As for how things are the same&#8230; I come from a small agricultural town in Oklahoma and we&#8217;re now living in a very small agricultural-based village. Everyone knows everyone else and what everyone else is up to. The weather is very similar, too. And time has a strange habit of slowing down when you don&#8217;t want it to and going by too fast when you need it to slow down.</p>
<p><em><strong>Have you made many friends in Evia and regard yourselves now already as part of the local community?</strong></em></p>
<p>We&#8217;ve made a few friends but quite honestly, I&#8217;m mostly a hermit. As for being a part of the community, I think we are definitely part of our village community. As I said, it&#8217;s a very small village and everyone knows eachother. But we also try to attend all the local festivals and our daughter was baptised here (which is a huge deal to the village Greeks).The priest even says &#8216;hi&#8217; to us when he sees us walking around.</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/z7Q-_lFvxoo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em><strong>Are AntiClock and The Gray Field Recordings still active?</strong></em></p>
<p>Ah, the question&#8230; I was afraid someone would ask if AntiClock was still active and I&#8217;d be forced to decide if it is&#8230; I&#8217;m still not sure. AntiClock is something I&#8217;m really proud of and consistently disappointed by. I can&#8217;t decide if it&#8217;s really necessary anymore. Sometimes it seems I put too much into it and there&#8217;s just not enough return. I don&#8217;t mean monetarily&#8230; because it&#8217;s never made money but I mean satisfyingly. Do you understand?</p>
<p><em><strong>Yes..</strong></em></p>
<p>However, I don&#8217;t see any reason in letting it go entirely. Not yet. A friend once told me that persistance is all that matters.</p>
<p><strong><em>I think your friend is right.</em></strong></p>
<p>Gray Field Recordings will always be active as long as I&#8217;m alive but I can&#8217;t say for sure that I&#8217;ll ever come out with anything again. I mean, I&#8217;m always working on songs&#8230; they just take a really long time&#8230; and then when I think I have enough and they kind of fit together, cohesivly, in a kind of era of meaning then I&#8217;ll release it as an album. I guess I&#8217;m incredibly lazy about it, actually.</p>
<p><em><strong>ls there something like a main music project of yours?</strong></em></p>
<p>The Gray Field Recordings is the most personal project so, I suppose, it&#8217;s &#8216;the main project&#8217; as in regards to being a thing I can&#8217;t not be. The Howling Larsons, Karyae, Black Lesbian Fishermen&#8230; those are all projects I&#8217;ve been working with quite a bit lately but, to put it into perspective&#8230; I don&#8217;t see myself as abondoning The Gray Field Recordings by doing music in the other bands so much as marrying The Gray Field Recordings to them.</p>
<p><em><strong>How much does The Gray Field Recordings really refer to the practice of &#8220;field recording&#8221;? Is there any story behind the chosing of the name?</strong></em></p>
<p>There&#8217;s not a huge amount of field recording in The Gray Field Recordings&#8230; there was more in the earlier stuff. The name actually has not so much to do with field recording, more to do with a hypnagogic place&#8230; a gray field&#8230;though it was kind of a play on ideas.</p>
<p><em><strong>In reviews to this and other projects of yours, you can ofte read terms like dreamlike, soundscapish and surreal, I have to confess that I often used the word &#8220;radio play&#8221;. This sometimes sounds as if folkish music beyond simple song structures is modernist and non-traditional. Are you uncomfortable with that or do you see yourself also a bit as a moderniser or innovator?</strong></em></p>
<p>No. I don&#8217;t think so. It&#8217;s never been my intent. I don&#8217;t really care what I&#8217;m seen as. It&#8217;s important to know you&#8217;re never so important. The music I do just seems necessary&#8230; not that I think it&#8217;s necessary for others to hear but necessary for me to do, it&#8217;s play, and it comes out the way it comes out&#8230;  I could be writing pop tunes, only doing it very badly.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/rloftiss.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11770" title="rloftiss" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/rloftiss.jpg" alt="" width="720" height="540" /></a></p>
<p><em><strong>In your folk oriented works you show an affinity to an edgier and rather unpredictable sound. Do you think that folk music is often too neat and harmless nowadays?</strong></em></p>
<p>I can&#8217;t even understand what they call &#8216;folk music&#8217; nowadays. It&#8217;s like any asshole with an acoustic guitar is suddenly writing folk. In fact, most music is suffering from this commercial idea of what music should sound like. They should be suffering from my idea of what music should sound like! No, really, it doesn&#8217;t actually matter what music is called. Genre ideals change all of the time. What I think is important is that if you&#8217;re writing music, you write what&#8217;s inside of you. The &#8216;neat and harmless&#8217; music, I think, comes from an idea of what is &#8216;safe&#8217; and consumable. Which is really too bad because mostly that means the music that is propogated is stagnant&#8230; it&#8217;s a copy of a copy of a copy. Music, in it&#8217;s own right, is information and when you get copies it means nothing is really being passed on. It&#8217;s just the same message over and over. Labels, musicians and listeners should take more musical risks. Some of the most beautiful and important music is still buried in obscurity.</p>
<p><em><strong>Did avantgarde music (in a broader sense including also psychedelia, krautrock, etc.) play a role in your creative coming of age?</strong></em></p>
<p>Yes, but, I think some of those not until much later. I first just started playing with sounds because my father, at the time, was a sound engineer. He taught me to splice tapes and record things backwards. Then there was my brother who was really into punk music (Black Flag, The Ramones, Circle Jerks) and I loved everything he loved. He played guitar so I wanted to play guitar. My grandfather also played guitar. He made up raunchy folk songs and I also loved everything he did. So I took guitar lessons for a bit. Then my uncle introduced me to the album &#8216;Better An Old Demon Than A New God&#8217; when I was 13. It was this compilation put out by Giorno Poetry Systems. It had William Burroughs, Lydia Lunch, and Psychic TV on it. It was Psychic TV that I first heard and thought &#8216;wow, that&#8217;s something awesome!&#8217; and it was all downhill from there. I started my own band when I was 15. It was called J.U.N.K. We did punk/experimental/whatever we felt like. We didn&#8217;t know how to play any instruments but we knew how to make sounds so we made sounds the best way we could and had a lot of fun doing it. I guess, I&#8217;m still doing that.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/A3-tTvqGQio" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>With your husband Alan you formed Howling Larsens and together with Greek musicians the Black Lesbian Fishermen. What can you tell us about the background of these groups? Do you Plan further releases with the fishermen? </strong></em></p>
<p>The Howling Larsons is our more folk-oriented project. It didn&#8217;t start off that way intentionally, it&#8217;s just how it&#8217;s kind of ended up. We&#8217;ve known eachother for a long time so it only made sense that we start doing music together. Initially, Alan asked that I do some stuff on some Temple Music tracks and I asked him to work with me on some Gray Field Recordings tracks and then there were some songs that just didn&#8217;t belong to either project so we started working together as The Howling Larsons.</p>
<p>The Black Lesbian Fishermen&#8230; that was initially a project of Nikos Fokas and Alan. I joined in the foray along with Stratis Sgourellis (our token Lesbian) later on. We do mostly improvised experimental music that involves a lot of ritual magic. It&#8217;s a great release, for me, I get incredibly nervous when I perform live so doing something improv gives me enough freedom to not be so afraid of fucking up. We&#8217;re hoping to record new albums for both bands soon and plan on doing some live shows in May this year.</p>
<p><em><strong>On the debut of Black Lesbian Fishermen you quote a text by Crowley, that he wrote for his short living order Lamp of the Invisible Light. Mostly when Crowley is mentioned it is more about the scandals and provocations he did, and he&#8217;s still often falsely regarded as &#8220;satanic&#8221;. On the other hand there are also quite many attempts to treat his theories and practices in the context of &#8220;serious&#8221; spirituality and psychology. How important are such occult aspects for your life and work?</strong></em></p>
<p>The occult, in general, is very important to my life and work&#8230; there&#8217;s a lot of ritual mixed with a bit of absurdity. As for Crowley&#8230;he was a  crazy, manipulative bastard but he had moments where his writing was kind of nice (if a bit pompous). He was important to me when I was younger because I was wooed by the mystery of the occult and Crowley just happens to be the most accessible. I don&#8217;t think his work is serious spirituality, however, I can see some people got some serious spirituality from his works.. such as Israel Regardie, Lon Milo Duquette, Robert Anton Wilson (even if indirectly through Regardie). But, I like to think, one can find spirituality on the back of a cereal box&#8230; it doesn&#8217;t matter where it comes from, all that matters is what it means to you.</p>
<p><em><strong>How is the new Howling Larsens album going to be and when do you think will it be released?</strong></em></p>
<p>We&#8217;re toying with the idea of an album of folk covers of songs about death. But it&#8217;s still in its infant stages so we&#8217;re not really sure what direction it will actually take. I hope we&#8217;ll have it done before the end of the year. I just have to get my ass in gear. Alan is a really good musician and writes songs all of the time. I find it somewhat harder to keep up.</p>
<p>(U.S./A. Kaudaht)</p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/grayfieldrecordings/">The Gray Field Recordings @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/howlinglarsons">Howling Larsons @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/groups/1482851371926368/">Black Lesbian Fishermen @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/Temple-Music-256212474409378/">Temple Music @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://inthecitiesofyoureyes.bandcamp.com/releases">In The Cities Of Your Eyes @ Bandcamp</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://anticlock.greedbag.com/">AntiClock Records</a></strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/THmMb-WnfsQ" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
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		<title>HOWLING LARSENS: Fool of Sound and Furry</title>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 06:54:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Suchomel]]></category>
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		<description><![CDATA[Stellt man die Howling Larsens als eine Band vor, deren Hauptbesetzung ansonsten bei Orchis und The Gray Field Recordings aktiv ist, dann rechnen viele wohl erst einmal mit akustischen Gitarren, ätherischem Gesang und allen möglichen Begleiterscheinungen, die dunkle, entrückte Folkmusik &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/05/18/howling-larsens-fool-of-sound-and-furry/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/howlinglarsensfoolofsoundandfurry.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6981" title="howlinglarsensfoolofsoundandfurry" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/howlinglarsensfoolofsoundandfurry.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Stellt man die Howling Larsens als eine Band vor, deren Hauptbesetzung ansonsten bei Orchis und The Gray Field Recordings aktiv ist, dann rechnen viele wohl erst einmal mit akustischen Gitarren, ätherischem Gesang und allen möglichen Begleiterscheinungen, die dunkle, entrückte Folkmusik so mit sich bringt. Bei den hörspielartigen Dialogen, die vor kunstvoll arrangierten Klanglandschaften voll plastischer Alltagsgeräusche geführt werden, denkt man vielleicht sogar an die berühmte falsche Platte, die man versehentlich im Player hat. Selbst ab dem Moment, wenn<span id="more-6980"></span> das Album einen ganz anderen, songorientierteren Verlauf nimmt, erinnern die Stücke nicht offenkundig an das, was man ansonsten von den Protagonisten kennt. Doch besonders kohärent und übersichtlich soll die Platte auch gar nicht sein, lautet doch ihr Titel bereits „Fool of Sound and Furry“. King Lears wandelnder Schatten, das ziellose Leben mit all seinen wahnsinnigen Klängen, wird hier noch einmal ordentlich durcheinandergewirbelt und auf ungewöhnliche Art neu zusammengefügt.</p>
<p>Alan Trench integrierte wiederholt Lyrik in seine Musik, so zum Beispiel die noch etwas zaghaften Walter de la Mare-Rezitationen auf „A Thousand Winters“. An den Robert Herrick-Beitrag auf der letzten Orchis-EP knüpft auch die erste Hälfte des vorliegenden Albums an und baut dessen Qualitäten zu einem zusammenhängenden Konzept aus. Aus dem sanft dröhnenden Klang rustikaler Holzblasinstrumente kristallisiert sich eine bedrohliche Soundkulisse heraus, die zu organisch ist, um als Dark Ambient durchzugehen. Ein aus vielen Filmscores vertrauter Flötenklang und verrücktes Affengelächter katapultiert den Hörer in ein Kolonialszenario des 19. Jahrhunderts, das – wenn man die lyrischen Beiträge als verlässlich betrachten will – von Monstern und Dämonen bevölkert ist. Furchteinflösend auch die kindliche Frauenstimme, die plötzlich auf den Plan tritt, und Erinnerungen an Current 93 zum Ende ihres kollagenhaften Frühwerks weckt. Jede Station der szenischen Klangreise formt ein gut ausgearbeitetes Bild, in das man stundenlang eintauchen könnte, um immer neue, filigrane Details zu entdecken. Aus Gluckern und Windrauschen winden sich seltsame Americana-Experimente heraus, ein dunkler (Klarinetten?)-Klang leitet über in orientalisch anmutende Klangornamente. Eine A Capella-Passage in „Sunblind“ leitet dann den songorientierteren zweiten Teil ein, der sich zunächst noch zaghaft gegen hartnäckiges Feedbackrauschen behauptet. Das dies letztlich gelingt, verdankt sich v.a. Rebecca Loftiss&#8217; Gesang und ihrem Talent für simple Melodien von starker Wirkkraft. Es folgen nette verbummelte Balladen und kraftvolle Stücke, die auf den ersten Eindruck wie eine Hommage auf besseren Zeiten eines hippiesken Folkrock anmuten, Jefferson Airplane und Fairport Convention lassen grüßen, doch nur für Momente, und ihr Frühwerk, wohlgemerkt. Doch auch der zweite Teil des Albums ist keineswegs homogen und simpel geordnet, Frauenchöre und Metallperkussion, Schiffssirenen und Falsettgenöle machen auch diesen Teil zu einem verstörenden kleinen Epos.</p>
<p>„Fool of Sound and Furry“ ist der limitierte Longplayer-Einstand dieser Band, von der ich vermute, dass sie trotz der räumlichen Entfernung der Musiker kein kurzzeitiges Unterfangen ist. Gerüchten zufolge soll schon ein weiteres Album in Planung sein.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.reverbworship.com">Reverb Worship</a></strong></p>
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