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	<title>African Paper &#187; Rebecca Vera</title>
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		<title>SLIM CESSNA&#8217;S AUTO CLUB: The Commandments According To SCAC</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Sep 2016 06:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Slim Cessna wird gerne mit David Eugene Edwards verglichen, zu deutlich fallen da die Gemeinsamkeiten ins Auge, zu stark zeichnen sich aber auch die Unterschiede ab. Beide haben ihre Ursprünge irgendwo in den Post Punk-Biotopen von Denver, beide machten erstmals &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/09/24/slim-cessnas-auto-club-the-commandments-according-to-scac/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/09/commandmentsSCAC.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12768" title="commandmentsSCAC" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/09/commandmentsSCAC-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Slim Cessna wird gerne mit David Eugene Edwards verglichen, zu deutlich fallen da die Gemeinsamkeiten ins Auge, zu stark zeichnen sich aber auch die Unterschiede ab. Beide haben ihre Ursprünge irgendwo in den Post Punk-Biotopen von Denver, beide machten erstmals im Rahmen der legendären Denver Gentlemen von sich reden. Beide wissen amerikanische Folk- und Country-Musik auf ganz eigene exzentrische Art in ihren Stil einzubauen, und beide nutzen ihre<span id="more-12767"></span> Songs gerne zur Reflexion über religiöse Fragen, und dies in einer Weise, die oft auch nicht-religiöse Menschen inspiriert.</p>
<p>Der größte Unterschied liegt vielleicht im ausgelassenen Frohsinn von Cessnas berühmtem Auto Club, gegen den Sixteen Horsepower und Wovenhand in ihrer Ernsthaftigkeit staubtrocken wirken. Cessnas christlicher ebenso wie sein regionaler Subtext ist von anekdotischer Art und kippt gerne auch mal ins zotig-räuberpistolenhafte, und selbst selbst die weniger ironischen Songs packen ihre Inhalte meist in galoppierendes Tempo und launigen Polkatakt.</p>
<p>Auf ihrem neuen Album haben SCAC nicht die zehn Gebote vertont oder ein paar eigene verkündet, und doch sind ihre zehn lediglich als Commandments durchnummerierten Songs Exkurse über menschliche Schwächen und Nachlässigkeiten, die man früher wohl als Todsünden bezeichnet hätte. Mal empathievoll, mal spöttisch, nicht selten mit Lust am Spektakel, aber immer schonungslos forsch zeichnen Cessna, Munly, Pentecost und die neuen Crew mit Rebecca Vera, Ian O&#8217;Dougherty und dem neuen Bassisten Todd &#8220;The Peeler&#8221; Moore ein Menschenbild, das von Gewalt, Resignation und Furcht, von der Schwerkraft der Notwenigkeiten und der Hartnäckigkeit der Triebe und Gewohnheiten geprägt ist. Ein Titel wie „The Dirty Hands of Man“ hätte angesichts des Covermotivs auch ganz gut gepasst.</p>
<p>Man sollte die „Commandments“ sowohl textlich als auch musikalisch als eine lediglich in Abschnitte gegliederte Einheit betrachten. Durchweg ist der Sound etwas rockiger als noch auf dem letzten Album „Unentitled“, zugleich auch etwas weniger opulent, an vielen Stellen erinnert der Sound an die personell ähnlich zusammengesetzten Denver Broncos UK. Immer wieder durchziehen parolenhafte Refrains („There is a hole, there is a hole, there is a hole where your heart used to beat&#8221;, heißt es im Gospelstil in „Commandment 7<span style="font-size: small;">“</span>) und starke Duette (Cessna und Munly, aber auch Cessna und Vera) die ansonsten weniger melodischen Songs. Die großartigen Gesangspassagen ziechnen sich gerade vor den etwas reduzierten Klangkulissen besonders markant ab, wie z.B. in „Commandment 3“, das über weite Strecken nur auf Banjo und einem primitiven Stampftakt aufbaut, oder beim nächsten Stück, das noch Raum für ein paar zusätzliche Soundspielereien hat.</p>
<p>Ob Gier oder simple Oberflächlichkeit die Geschichten in den Songs bestimmen, ob Lebenslügen entlarvt oder zu leichte Verführbarkeit abgekanzelt wird – das besondere an den allegorischen Geschichten mit ihrer oft biblischen Symbolsprache ist, dass Cessna und seine Crew sie von jeder Moralingesäuertheit befreien, schon allein weil das lyrische Ich v.a. die eigenen Schwächen zum besten gibt, und durch Witz und das recht Maß an Coolness wird am Ende sogar, man glaubt es kaum, so etwas wie Rock&#8217;n'Roll daraus. Zwischen dunklem Dröhnen und dem Zusammenspiel von urigem Slapbass und groovigen Drums hat dieser dann auch seinen adäquaten Sound gefunden.</p>
<p>Für Hardcore-Fans dürfte die mir nicht vorliegende erweiterte DVD-Version interessant sein, auf der u.a. das Album in Surround Sound, als Instrumentalversion und in einer Spoken Word-Version mit Rezitationen von Munly zu hören ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://scacunincorporated.com/">SCAC Unincorporated</a> / <a href="http://label.glitterhouse.com/">Glitterhouse</a></strong></p>
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		<title>DENVER BRONCOS UK: Songs One Through Eight</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2016 07:02:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/09/denverbroncosuk.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12702" title="denverbroncosuk" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/09/denverbroncosuk-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit Jahren schon gibt es im Umfeld von Slim Cessna und Jay Munly ein weiteres Projekt, das neben dem Auto Club und den Lupercalians das Dreigestirn komplettiert &#8211; die Denver Broncos UK, kurz DBUK. Da mit Rebecca Vera und Dwight Pentecost nur zwei weitere Musiker der älteren Bands involviert sind, kann man über den Existenzzweck dieses Projektes nur anhand von musikalischen und textlichen Merkmalen spekulieren. Zum einen fehlt den Broncos das Uptempo, der Schuss Polka des Auto Clubs, zum anderen ist auch<span id="more-12701"></span> der folkloristische, mystische Zug von Munlys Projekten weniger stark ausgeprägt.</p>
<p>Man muss an der Stelle aber ergänzen, dass dies v.a. Schwerpunktverschiebungen sind, denn die Stilmerkmale aller drei Bands gehen ständig ineinander über, und in jedem Fall sind die Handschriften der beteiligten Musiker zu erkennen. Man hielt die Broncos eine ganze Zeitlang für ein eher für Konzerte gedachtes Projekt, bis vor kurzem – bald zehn Jahre nach der Gründung – dann doch noch ein Album in den Läden stand.</p>
<p>Die Grundstimmung auf „Songs One Through Eight“ ist eher balladesk, wobei ich dieses Wort im üblichen und zugleich im buchstäblichen Sinne verstehe. Getragen und Stimmungsvoll sind die meisten der Songs, in der weitgehend akustischen Instrumentierung bilden Munlys Zupfgitarre und eine folkige Perkussion das Grundgerüst, in das Cello, Melodika und einige andere Zutaten verwoben sind. Die Songs sind aber auch allesamt erzählerischer Natur, und entfalten ein – wie nicht anders zu erwarten – wahres Kuriositätenkabinett an zum Teil gruseligen, aber immer seltsamen Geschichten, in denen es oft um die Absurditäten des Alltags geht, die wie aus dem Blickwinkel eines Kindes betrachtet scheinen, das, frei von den üblichen Betriebsblindheiten, nichts für selbstverständlich nimmt.</p>
<p>Der spärlich instrumentierte „Broncos Fight Song“, der das Album eröffnet, ist mit seinem Phlegma und dem eher pessimistischen Text eher das Gegenteil eines fight song, aber die originellen Spielereien mit dem Raumklang und die Duette wirken jeder Langeweile entgegen. Eine ähnliche Stimmung verbreitet das auf Drone aufgebaute „Columbia Girl“ oder „Uncle John&#8217;s Boat“, bei dem ausnahmsweise Cessna die Leadvocals übernimmt und über Trauer und Verlust reflektiert. Das die Doppelmoral des gooddoer ironisch vorführende „Immaculate Warded Children“ erinnert in Aufbau und Melodie an „The Denver Boot“ und ist trotz Schunkelstimmung einer der Hits des Albums.</p>
<p>Heraus stechen auch zwei Songs von etwas treibenderer Gangart – bei „Jim Nabors, From Bass to Mezzo-Soprano“ ist dies sicher dem Thema geschuldet, denn es geht um (geschlechtliche ) Transformation. An keiner Stelle geht Munly stimmlich so sehr in die Vollen wie hier. Bei „Three Bloodhounds, Two Shepards, One Fila Brasila“ handelt es sich ohnehin um einen Song aus Slim Cessnas „Unentitled“-Album, der hier allerdings merklich uriger und holpriger interpretiert wurde. Aufbauend auf organischen Droneklängen bewegt sich ein leicht trunkener Takt nach vorn, wird von Zeit zu Zeit dynamischer und erzeugt so immer wieder Spannung.</p>
<p>Munlys Ausstrahlung als Sänger und Texter machen auch auf diesem Album einen Großteil der Irritation aus, das ich übrigens höher bewerte als die letzten Munly- und Cessna-Alben. Munly spielt gerne mit einer Art Ironie, bei der nie ganz klar ist, ob es vielleicht doch alles ernst gemeint sein könnte. Vielleicht ist dies eine Masche, um das Mysterium am Leben zu erhalten – falls ja, dann aber eine, die bestens funktioniert.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://scacunincorporated.com/">SCAC Unincorporated</a><br />
</strong></p>
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		<title>MUNLY &amp; THE LUPERCALIANS: Petr &amp; the Wulf</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:12:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das russische Märchen von Peter und dem Wolf ist von Beginn an stark mit dem Medium Musik verknüpft gewesen – ist sein Stoff doch keineswegs volkstümlich, sondern die Erfindung des bekannten Komponisten Sergei Prokofjew, der auch die Musik dazu schrieb. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/munly-the-lupercalians-petr-the-wulf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lupercalia.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-849" title="lupercalia" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lupercalia-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das russische Märchen von Peter und dem Wolf ist von Beginn an stark mit dem Medium Musik verknüpft gewesen – ist sein Stoff doch keineswegs volkstümlich, sondern die Erfindung des bekannten Komponisten Sergei Prokofjew, der auch die Musik dazu schrieb. Wahrscheinlich ist diese Musik, die in erster Linie als Hintergrundmusik zur theatralischen Lesung des Märchens gedacht war, sogar den meisten Leuten bekannt, sei dies durch ihre Verwendung im Werbefernsehen oder durch zahlreiche Interpretationen von Walt Disney bis Reinhard Mey. Jüngst widmete sich der amerikanische Sänger und Banjospieler Jay Munly dem Stoff und gründete dazu sogar eine eigene Band: die Lupercalians.<span id="more-183"></span></p>
<p>Munly ist eine der schillerndsten Gestalten der berüchtigten Denver-Szene, die seit den 80ern für seltsam angeschwärzte Americana steht und sich eine ganz eigene Rubrik in der amerikanischen Subkultur erspielt hat, irgendwo zwischen Eckpunkten wie dem Altpunk und Meistersatiriker Jello Biafra (der viele der einschlägigen Alben auf seinem Label herausbrachte und auch das vorliegende veröffentlichte) und dem Produzenten Bob Ferbrache (der den Aufnahmen oft ihre klangliche Gestalt verleiht). Munly selbst zählt quasi zu den Urgesteinen der Szene, wirkte bei den legendären Denver Gentlemen mit und war/ist Teil von Gruppen wie DeVotschka und Slim Cessna’s Auto Club. Wer Munlys eigenen Arbeiten kennt und schätzt, der würdigt ihn sicher nicht nur als Musiker, sondern auch als versierten Geschichtenerzähler, und weiß um seine Vorliebe für verschrobene Konzeptalben zu typisch amerikanischen Themen. Oft sind es Themen, die gemeinhin als randständig gesehen werden, ohne es eigentlich zu sein, voll mit teilweise whitetrashigen Zitaten, deren Stellenwert meist einen großen Interpretationsspielraum zulässt. Der Galvanized Yankee von gleichnamigen Album, ein zwiespältig zu betrachtender Überläufer während des Sezessionskrieges, zählt zu den markantesten Hauptfiguren dieses Universums.</p>
<p>Eine ohnehin interpretationsbedürftige Parabel wie die von Peter, seinem Großvater und den sich gegenseitig überlistenden Tieren muss zwangsläufig das Interesse Munlys wecken, der den Stoff erwartungsgemäß umdichtet und als Geschichtenzyklus um eine fiktive Region namens Lupercalia mit allerhand archetypischen Symbolen auflädt. Im Unterschied zu den meisten bisherigen Interpreten packen die Lupercalians die Geschichte in folkige Alt-Country-Songs, bei denen die einzelnen Figuren ihre eigene Sicht auf die Ereignisse kundtun – mal in nachdenklichen Rezitationen, mal in schmissigen Strophen, bei denen ihr Hauptmedium – Munlys Gesang – seine beachtliche Variationsbreite und seinen Sinn für originelle Melodien unter Beweis stellt. Mit der ursprünglichen Musik des russischen Stoffs hat das Album übrigens wenig zu tun.</p>
<p>Die ersten drei Songs sind dem Fan natürlich schon aus einer Onlinecommunity bekannt (gemeint ist diejenige, die derzeit mit enormen Datenmengen und dem Flair eines Multimedia-Warenhauses ihre User vergrault), und ich muss gestehen, dass mir die schlichte klangliche Gestalt der halbfertigen Versionen fast noch mehr zusagte als die Albumfassungen, die aufgrund ihres stark raumorientierten Sounddesigns so plastisch wie kleine Reliefs erscheinen. Immerhin hält diese Eigenschaft, die die Songs teilweise wie eine edle Glasur überzieht, die Songs durchgehend zusammen: Gerade die einleitenden Stücke – “Scarewolf”, das einer Art Wolfsscheuche ihre Stimme gibt und den bösen Wolf mit zaghafter, beinahe furchtsamer Stimme als chimärenhafte Projektionsfläche entwirft, die fast heitere Polka in “Petr”, die den Helden einführt, und den Hit “Grandfather” – wirken dadurch wie eine untrennbare Einheit. An die Streicherpassagen im letztgenannten Song, die nur gelegentlich eingeblendet werden und den Kunstcharakter des Ganzen hervorheben, muss man sich eine Weile gewöhnen, gewinnender ist jedoch Munlys Markenzeichen par excellence, sein teilweise hämmernder Anschlag auf dem Banjo.</p>
<p>Der Stoff, die kohärente Produktion, gelegentlich wiederkehrende, verhallte Dronepassagen – allesamt Zutaten, die “Petr &amp; the Wulf” als ein kompaktes, an keiner Stelle ausladendes und ausuferndes Album erscheinen lassen, in das sich die Vocals von Rebecca Vera und dramatische Drumpassagen nahtlos einfügen. In Fankreisen ist Munly natürlich längst Kult – dass er mit dem aktuellen Album auch hierzulande von einer größeren Hörerschaft wahrgenommen wird und so aus dem Schatten bekannterer Kollegen herauswächst, sei ihm von Herzen gegönnt. (U.S.)</p>
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