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	<title>African Paper &#187; Rebel Up Records</title>
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		<title>V.A.: Four Corners of the Globe</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Aug 2019 02:39:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das in der Amsterdamer Innenstadt gelegene Veranstaltungszentrum Occii, einst aus der &#8220;Hocker&#8221; (Hausbesetzer)-Bewegung hervorgegangen, hat sich bei der Auswahl seiner Konzerte einen viel missbrauchten Begriff auf die Fahne geschrieben: die Freiheit. Freiheit nicht im Konsum, sondern gerade jenseits der Sachzwänge &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/08/31/v-a-four-corners-of-the-globe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/OCC0134_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18078" title="OCC0134_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/OCC0134_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das in der Amsterdamer Innenstadt gelegene Veranstaltungszentrum Occii, einst aus der &#8220;Hocker&#8221; (Hausbesetzer)-Bewegung hervorgegangen, hat sich bei der Auswahl seiner Konzerte einen viel missbrauchten Begriff auf die Fahne geschrieben: die Freiheit. Freiheit nicht im Konsum, sondern gerade jenseits der Sachzwänge des Kommerzes in der Musik, die im Grunde seit der Industrialisierung m.o.w. alle Musikarten bestimmen, Freiheit von aufoktroyierten Mode- und Genrediktaten und<span id="more-18075"></span> Kulturgrenzen. Eine ordentliche Messlatte, die im Grunde all das in Erinnerung ruft, das einmal den DIY-Begriff des Punk ausmachte.</p>
<p>Für alle Unkenrufer mag das wie ein call for shouts klingen, einmal wieder darauf hinzuweisen, dass es all diese Abhängigkeiten immmer geben muss und sei&#8217;s im Kleinen, und natürlich darf das Wort &#8220;naiv&#8221; nicht fehlen. Was erstens nicht stimmt, zweitens zuverlässig endlose ermüdende Diskussionen hervorruft, doch wie dem sei &#8211; bei den auf der vorliegenden Compilation versammelten Musikern, die alle bereits im Occii aufgetreten sind, demonstrieren die Macher ihr konsequentes und originelles Vorgehen.</p>
<p>Zum Auftakt liefert das äthiopisch-niederländische Duo Afework Nigussie und Zea einen staubig-resignativen Bluesrocksong mit lieblicher Geige als Kontrastmittel über das Leben in Bourgeois Town, wo man zum Atmen in die verrauchte Bar geht und mit Journalisten rumhängt, die ihren Drink nicht mal bezahlen können. Wahrscheinlich denken hier die meisten gerade an ihre Stadt. Zwei weitere afrikanische Acts greifen noch tiefer in die Folkkiste: Les Filles de Illighadad aus Niger präsentieren ein unbekümmertes Instrumentalstück mit Handclaps, Rasseln und ornamentalem Saitenspiel, der ghanaische Kologovirtuose King Ayisoba, vielleicht der gefeiertste Star des Genres und einer der bekannten Namen auf dem Sampler, schmettert eine hochtönende Melodie voll wunder Heiserkeit zu urig-repetitiven Kologoakkorden.</p>
<p>Der funky Mathrock der polnischen KURWS (mir schwant, dass das nichts stubenreines bedeutet) bereitet angemessen auf die zweite Seite der LP vor, auf der es nordischer und insgesamt krachiger zugeht, jeder der folgenden Tracks wunde direkt im Occii aufgenommen. Cinema Soloriens zusammen mit ex-Sun Ra-Saxophonist Marshall Allen veranstalten ein supergnadenloses Viertelstundenfreakout mit dem Format von John Coltranes &#8220;Stellar Regions&#8221;. Drop Dead aus der Stadt Lovecrafts und Lingua Ignotas (ersteres hoffentlich kein allzu unbeliebter tag, aber was weiß man hier sonst schon über Providence, Rhode Island) spielen zwei kurze, kraftvolle Anarchocruststücke voller Gedresche und Gekrächze, die Niederländer LäRM lassen es noch kürzer angebunden krachen. Mit dem unscheinbar betitelten &#8220;Elke Dag&#8221; schließt das lokale Soundprojekt Rooie Waas die Sammlung auf bizarre Art ab: Vibrierende Ventilatoren, oder zumindest etwas so klingendes, jaulende Soli und monströse Smeagolvocals bilden einen krönenden Abschluss. Auch so etwas ist Freiheit.</p>
<p>Punk, Improv, Jazz, interkultureller Folk und jede Menge Experimentierfreude mit Sounds: All dies ist weit entfernt von jeder Homogenität, aber der rote Faden, die Spontaneität, ist mit Händen zu greifen und reißt nicht &#8211; und so entsteht stilistisch eine wahre Quadratur des Kreises bzw. der Kugel, was den Titel der Compilation dann gleich weit weniger widersprüchlich klingen lässt. Dieser rote Faden knüpft auch recht gut an an die vormodernen Ideale einer Musik, die häufiger als heute in der freien Zeit (oder von am Rande der Gesellschaften lebenden Menschen) jenseits geschäftlicher Interessen gespielt wurde. (U.S.)</p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Label: OCCII / Makkum Records / Red Wig / Rebel Up! Records</strong></span></p>
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		<title>AYUUNE SULE: We Have One Destiny</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/03/24/ayuune-sule-we-have-one-destiny/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2018 06:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ayuune Sule]]></category>
		<category><![CDATA[King Ayisoba]]></category>
		<category><![CDATA[Kologo]]></category>
		<category><![CDATA[Makkum Records]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Welle an Kologomusik aus Ghana reißt nicht ab. Ayuune Sule spielt seit ein paar Jahren in der Band des hier bereits mehrfach vorgestellten King Ayisoba. Als er 2013 in dieser Konstellation erstmals in Europa auftrat, eröffnete er die Shows &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/03/24/ayuune-sule-we-have-one-destiny/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/ayuunesulewehaveonedestiny.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14985" title="ayuunesulewehaveonedestiny" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/ayuunesulewehaveonedestiny-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Welle an Kologomusik aus Ghana reißt nicht ab. Ayuune Sule spielt seit ein paar Jahren in der Band des hier bereits mehrfach vorgestellten King Ayisoba. Als er 2013 in dieser Konstellation erstmals in Europa auftrat, eröffnete er die Shows mit einem kleinen Soloset und drückte Arnold de Boer von The Ex, der auch ein Label betreibt, sein Demo in die Hand. So nahm alles seinen Lauf, und zwei Jahre später erschien eine Single mit zwei Songs, beide in einem<span id="more-14984"></span> recht abgespeckten musikalischen Gewandt aus den repetitiv gespielten zwei Saiten des banjoartigen Geräts und einer angenehm samtigen Stimme.</p>
<p>Einer davon, „What a Man Can Do, a Woman Can Do More Better“, avancierte in Belgien zu einem Hit, der andere, das hypnotische „Who Knows Tomorrow?“, fand seinen Weg auf die Compilation „This is Kologo Power“. Seit kurzem ist das Albumdebüt des Musikers draußen, der in der südlichen Ashanti-Region des Landes, in der Stadt Kumasi, aufgewachsen ist – einem Teil Ghanas, in dem die Kologo-Tradition erst Einzug erhielt, nachdem sie vor ein paar Jahren zum lokalen Popphänomen avancierte. Man sagt, dass die dort populären Genres Asonto und Hiplife gut aus den Stücken herauszuhören sind, ein Hybridphänomen also, das in unseren Breiten sicher der vereinheitlichenden Vorstellung als „afrikanisch“ zum Opfer fallen wird.</p>
<p>Ayuune Sule ist der bislang poppigste der mir bekannten Kologo-Virtuosen, zumindest wenn er es will, und so warten einige Tracks mit einer anspruchsvollen Produktion und fabelhaften Arrangements auf. Die beiden ersten Songs liefern den Beweis: „Two Wrongs Don&#8217;t Make a Right“, ein politischer Song mit einer simplen Message an afrikanische Politiker: kooperiert!, besticht durch ein sauberes Klangbild, das den besten PAs standhalten sollte, und gekonnt eingesetzten Chorpassagen, die sich um die zwar hochtönende, und doch sanfte Stimme schmiegen. „What a Man Can Do, a Woman Can Do More Better“ wurde für&#8217;s Album in einen elektronischen Popsong verwandelt und besticht mit einem steppenden Rhythmus, zu Spielereien mit dem Vocoder gesellen sich weibliche Backing Vocals – passend zu Text und Kontext, denn der Song wurde ursprünglich für einen Event geschrieben, bei dem es um die Einforderung von mehr Arbeitsrechten für ghanaische Frauen ging.</p>
<p>Alle Tracks dieser Art haben einen freundlichen Sound, der sie immer auch kompatibel für&#8217;s massentaugliche Radio macht, und vermutlich klingen sie auch nur für nördliche Ohren so exotisch und immer noch leicht schräg. Etwas markanter ein Song wie „Keleke“, bei dem man die Kologo viel deutlicher heraushört, wozu allerdings auch ein leichter Dub-Effekt kommt, der den Track noch wesentlich hypnotischer macht. Für mich allerdings stellen ohnehin die Akustikstücke die Höhepunkte des Albums dar, denn wenn Sule will, spielt er die folkige Karte perfekt. „How to Get There“ und „Say Yine Ma“ sind extrem mitreißend in ihrer Deklamatorik und ihrem monotonen Minimalismus, das noch aus dem Ayisoba-Fundus stammende „Senyaane“, dessen Instrumentarium nur aus einer mit getrockneten Beeren gefüllten Rassel besteht, gehört in die gleiche Kategorie.</p>
<p>Sule, der sich auf den Fotokollagen im Digipack auch als Crossdresser und Veralberer von Geschlechterklischees präsentiert, singt auf Englisch und in (mindestens) einer der Landessprachen Ghanas, weswegen es nur ein Eindruck ist, dass er ähnlich politisch ist wie sein Kollege Atamina. Mehr noch als dieser verbindet er die Protesthaltung mit Popappeal, und vielleicht kommt ihm die Rolle des großen Genre-Verweigerers zu. Wie wenige andere seiner bekannten Zeitgenossen streckt er seine Fühler in alle möglichen Richtungen lokaler und überlokaler Pop- und Folkrichtungen aus. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.makkumrecords.nl/">Makkum Records</a> / <a href="https://www.rebelup.org/">Rebel Up Records</a></strong></p>
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