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	<title>African Paper &#187; Redroom</title>
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		<title>Language of Stone: Neue Kollaboration von Matt und Keith Howden</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Oct 2025 05:24:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Wochen bereits erschien mit &#8220;Language For Stone&#8221; die dritte Zusammenarbeit von Matt Howden und seinem Vater, dem Dichter Keith Howden. Die Veröffentlichung bildet, wie man im Begleittext erfährt, den Auftakt einer Reihe, die sich mit dem klanglichen Potenzial &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/10/16/language-of-stone-neue-kollaboration-von-matt-und-keith-howden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen bereits erschien mit &#8220;Language For Stone&#8221; die dritte Zusammenarbeit von Matt Howden und seinem Vater, dem Dichter Keith Howden. Die Veröffentlichung bildet, wie man im Begleittext erfährt, den Auftakt einer Reihe, die sich mit dem klanglichen Potenzial sogenannter &#8220;musikalischer Steine&#8221; beschäftigt – inspiriert von den Entdeckungen des exzentrischen englischen Gelehrten Peter Crosthwaite im 18. Jahrhundert, der im nordenglischen Lake District die ersten europäischen Lithophone konstruierte.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/languageofstone.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-48590" title="languageofstone#" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/languageofstone.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-48589"></span></p>
<p>Wie Crosthwaite folgt auch Matt Howden dem Fluss Greta bis zu den sogenannten singenden Steinen, deren Klänge er sammelte und in neun Kompositionen einarbeitete. Die Texte seines Vaters, entstanden als poetische Hommage an den Mount Skiddaw, bilden dazu das erzählerische Fundament. Herausgekommen ist ein stilles, zugleich vielschichtiges Werk zwischen Folk, zeitgenössischer Kammermusik und experimenteller Klangarchäologie und -Geologie. Die typischen, cinematisch anmutenden Streicherarrangements Howdens – bekannt vor allem durch sein in den vergangenen Jahren immer rockiger gewordenen Soloprojekt Sieben – treffen hier auf die eindringliche, erzählerische Stimme seines Vaters, die durchaus eine gewisse Familienähnlichkeit der Stimmen erkennen lässt. Musik und Sprache fügen sich zu einem szenischen Ganzen, das mitunter fast hörspielhaft wirkt: besinnlich, manchmal verspielt, getragen von einer feinen Balance aus Intimität und kleinen subtil dramatischen Gesten. &#8220;Language For Stone&#8221; wurde von Michael Lawrence (Bladud Flies) gemastert und erscheint bei Archaeological Records als LP, CD und zum Download.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3825960414/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>SIEBEN: Brand New Dark Age</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Sep 2024 05:36:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gleichwohl das nach einer kurzen initialen Phase als Trio schon bald von Matt Howden solo betriebene Projekt Sieben in den mehr als fünfundzwanzig Jahren seines Bestehens viele kleine Wandlungen und Alben mit eigenen Charakteristika hervorgebracht hat, kann man schon festhalten, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/09/28/sieben-brand-new-dark-age/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/brandnewdarkage.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42235" title="brandnewdarkage" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/brandnewdarkage-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Gleichwohl das nach einer kurzen initialen Phase als Trio schon bald von Matt Howden solo betriebene Projekt Sieben in den mehr als fünfundzwanzig Jahren seines Bestehens viele kleine Wandlungen und Alben mit eigenen Charakteristika hervorgebracht hat, kann man schon festhalten, dass der in den zurückliegenden Jahren vollzogene Übergang von einem latent folkigen Klang und der dazu passenden melancholisch-romantischen Stimmung zu einem extrovertierten <span id="more-42231"></span>Rocksound den bislang deutlichsten Richtungswechsel markiert &#8211; ein Bruch mit dem Potential, eine Fangemeinde zu polarisieren, wozu es allem Anschein nach aber nicht gekommen ist.</p>
<p>Ganz basal gedacht hat sich die kompositorische Herangehensweise Siebens dabei allerdings gar nicht so stark verändert, denn auch heute basiert die Musik primär auf dem Einsatz einer Violine und Matts Stimme, zuzüglich Loops und anderen Effekten. Dass die Violine mittlerweile ein elektronisches Gerät ist, das unter dem Namen Kev so etwas wie ein zweites Mitglied darstellt, und dass die Musik mittlerweile noch mehr wie die einer vollen Band klingt, steht natürlich auf einem anderen Blatt</p>
<p>Auch das vor kurzem erschienene Album &#8220;Brand New Dark Age&#8221; führt die in den vergangenen Jahren vollzogene Richtung fort und passt auch mit seinen konfrontativ kritischen Texten in die aktuelle Schaffensphase &#8211; und, soviel vorweg, in unsere Zeit. Das Album startet rau mit fordernden gebrochenen Rhythmen und einer gequälten Rockstimme, die man aber sogleich als die Matt Howdens erkennt, und auch an den Geigensoli, die wie gewohnt an Gitarrensoli erinnern, erkennt man auch den typischen Violinstil des Projektes. &#8220;Fuzzageddon&#8221; zeichnet mit seinen verschiedenen Tempo- und Richtungswechseln, die bisweilen fast an Mathrock, gelegentlich aber auch an Noisiges erinnern, das Porträt einer Zeit, die schon vor Jahren in der Dystopie angekommen ist. Das fieberhafte &#8220;Feel the fever&#8221; kommt vordergründig leichtfüßiger daher mit seinem dribbelnden Takten und den gelegentlichen Pizzicati, doch raues Saitengeschrubbe und eine apokalyptisch anmutende Stimme durch einen Lautsprecher lassen den eingängigen Rocksong, der von einer erwärmten Erde kündet, nicht weniger fatal wirken.</p>
<p>Spannungsvoll vorantastend, dabei aber ohne jede Spur von Schüchternheit, zeichnet &#8220;My tribe&#8221; mit fast monströsem Sprechgesang ein Porträt eines auf Abwege geratenen Kollektivs, das Menschen aus vielen Ländern vertraut erscheinen dürfte. Wie ein solcher Song sich wohl im UK der vergangenen Monate angefühlt haben mag? In all den rauen Klängen und dem Lärm, der wie der in einen Strahl gebündelte Sound von Sirenen, berstendem Glas und tausend Schreien klingt, ist trotzdem über die Melodie eindeutig Sieben erkennbar. &#8220;There is a Zed&#8221; richtet seinen Blick nach Osten. In dem nach vorn preschenden Tempo und der zugleich gespenstisch langsamen Rezitation entsteht der Eindruck, dass es kaum Richtungen gibt, in denen noch eine Flucht lohnt, nur die zünftigen Rocksoli in der zweiten Hälfte lassen ein wenn auch zwiespältiges Gefühl von Vertrautheit aufkommen.</p>
<p>Mit der Zeit und vor allem nach mehrmaligem Hören zeichnen sich immer deutlicher markante und originelle Schwerpunkte in den einzelnen Songs heraus, die das Album zwar nach wie vor wie aus einem Guss und doch keinesfalls eindimensional erscheinen lassen. Es gibt luftigere Stücke wie &#8220;Stay the Hand&#8221;, die vielleicht sogar noch etwas folkiges anklingen lassen und mit einem ohrwurmartigen Gesang brillieren, andere dagegen erinnern in ihrer Effektunterlegtheit fast an düstere Elektroniker kanadischer Prägung, so z.B. &#8220;Programme of Entertainment&#8221;, eines von mehreren Stücken, die sich mal tänzelnd, mal hechelnd, mal als kraftstrotzende Rockbretter, technischen und medialen Fragwürdigkeiten unsere Zeit annehmen.</p>
<p>Das Album, dessen Titel leitmotivisch durch mehrere Songs geistert, endet mit der Ratlosigkeit verzweifelter Fragen und unguter Prognosen &#8211; Worten, mit denen man morgens in den Tag starten sollte: &#8220;What do I know of anything? When rivers and kindness flow. Unmissable. Unsayable. This dawning Modern Age smacks hard, hacks better nature. Has dangerous drivers. I fear for us all, this can only end one way. I fear for our world, for what we can never replace&#8221;. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Redroom</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_240821_165935_769.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3282707840/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Lockdown Sieben: Matt Howden veröffentlicht den ersten Teil einer Serie von Live-Alben</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2020 06:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Matt Howden]]></category>
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		<description><![CDATA[Unter dem Motto &#8220;Live Looped Lockdown&#8221; gibt Sieben-Mastermind Matt Howden derzeit jeden Freitag ein im Stream übertragenes Studiokonzert mit neuem und altem Material aus seiner umfangreichen Diskografie. Auf der Basis der ersten Performances entstand ein erstes Album, das als Download &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/05/25/lockdown-sieben-matt-howden-veroffentlicht-den-ersten-teil-einer-serie-von-live-alben/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Motto &#8220;Live Looped Lockdown&#8221; gibt Sieben-Mastermind Matt Howden derzeit jeden Freitag ein im Stream übertragenes Studiokonzert mit neuem und altem Material aus seiner umfangreichen Diskografie. Auf der Basis der ersten Performances entstand ein erstes Album, das als Download erhältlich ist, weitere sechs sind für die nächste Zeit geplant. Gerade die Interpretationen älterer Stücke sind ein interessanter Missing Link zwischen den klassischen Sieben-Platten und dem aktuellen Stil.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/05/lockdownsiebenvolume1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-21255" title="lockdownsiebenvolume1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/05/lockdownsiebenvolume1.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><br />
<span id="more-21254"></span><a href="https://www.facebook.com/pg/TheMightySieben/videos/?ref=page_internal"><strong>Konzerte @ Facebook</strong> </a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1151642017/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>SIEBEN: 2020 Vision</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/05/23/sieben-2020-vision/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2020 05:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Matt Howden hat mit seinem Projekt Sieben etwas gemacht, worin ihm wenige gefolgt sind &#8211; zumindest ist mir niemand bekannt, der die in der &#8220;Neuen&#8221; oder experimentellen Musik gängige Bearbeitung von Violinparts mit Loopeffekten derart konsequent in den Bereich des &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/05/23/sieben-2020-vision/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/2020-VISION-COVER-ART.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20827" title="6PP_DVP_1TRAY" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/2020-VISION-COVER-ART-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Matt Howden hat mit seinem Projekt Sieben etwas gemacht, worin ihm wenige gefolgt sind &#8211; zumindest ist mir niemand bekannt, der die in der &#8220;Neuen&#8221; oder experimentellen Musik gängige Bearbeitung von Violinparts mit Loopeffekten derart konsequent in den Bereich des Songwritings überführt hätte. Schon aus diesem Grund, mehr noch allerdings aufgrund der signifikanten Handschrift seiner Musik, wäre diese auch dann noch originell, wenn er dem schöngeistigen und immer leicht<span id="more-20826"></span> melancholisch eingefärbten &#8220;Folkpop&#8221; treu geblieben wäre, der Alben wie &#8220;Star Wood Brick Firmament&#8221; oder &#8220;Each Divine Spark&#8221; eine so große Beliebtheit beschert hat. Doch Howdens Pläne gehen seit einigen Jahren in eine andere Richtung, und so wendete sich seine Musik unter Beibehaltung wesentliche Techniken spätestens seit &#8220;The Old Magic&#8221; vom Pop zum Rock, zugleich nahm die nie wirklich marginale politische Seite Siebens einen größeren Raum ein, wurde deutlicher, punkiger, aggresiver.</p>
<p>Man kann sagen, dass &#8220;2020 Vision&#8221; so gesehen an das vor rund zwei Jahren erschienene &#8220;Crumbs&#8221; anknüpft, einem furiosen Rundumschlag gegen den damals aktuellen Stand der Dinge im UK. Doch ebenso wie die Zeit im Vereinigten Königreich auch seitdem nicht stehen geblieben ist, hat sich Sieben ein weiteres Mal gehäutet und wartet mit einigen Überraschungen auf. Eine ist Kev, seine neue fünfsaitige Kevlar-Violine, die hier den Status eines vollwertigen Bandmitgliedes erhält und als solches auch mit Ansagen nicht geschont wird: &#8220;We&#8217;re all Fucked, Kev&#8221; lautet der kompromisslose Titel des ebenso kompromisslosen Openers, und zu punkigem Uptempo, rockigen Soli, schwülheißem Summen und alarmierenden Sirenenklängen erörtern Matt und Kev die Übel der Zeit und Howden bekommt &#8211; nicht persönlich, aber als Angehöriger der Spezies Mensch &#8211; einen veritablen Abgesang zu hören. &#8220;Aufgeschmissen seid ihr, nicht ich&#8221;, scheint Kevs Devise zu sein und das Ende des Anthropozän und den Untergang der Menschheit scheint ihn nicht sonderlich zu kümmern &#8211; nicht weil er nicht weiß, dass er dem Menschen seine Existenz verdankt und ihn braucht, um gespielt zu werden, sondern weil es ihm an Sehnsucht und Begehren, am Wunsch zu bestehen fehlt. Künstliche Intelligenz will nichts.</p>
<p>Dieses Batteling und all die Hintergedanken zum Album müssen sich irgendwann im letzten Jahr abgespielt haben, lange vor Corona und den immer deutlicher zutage tretenden Folgen unseres Wirtschaftens, die das mettigelförmige Virus erkennen lässt, und auch in dieser Hinsicht erweist sich der apokalyptische Grundtenor des Albums und der Texte über soziale und ökologische Verwerfungen als visionär. Wie es sich für kraftvollen Rock mit endzeitlicher Message geziemt, ist die Stimmung dekadent: Mit groovigem Hämmern auf den Saiten und dem geloopten Stimmengewirr ist das immer dichter werdende &#8220;Enzosonbenzos&#8221; ein stetig aufgepumpter Ballon, aus dem die Luft am Ende entweicht wie die Farbe aus einem allzu strahlenden Bild. In &#8220;Reckoning Beckoning&#8221; takten geschlagene und gestrichene Rhythmen gegeneinander an und demonstrieren erneut, dass Rock oder Postpunk mit Geige nicht auf Levellers oder New Model Army, deren Konzerte Howden bereits eröffnet hat, hinauslaufen muss, denn hier übernimmt das Gerät ein ganzes Rock-Instrumentarium. Entpannte Grooves im Downtempo (&#8220;Death Tape Updated For 2020&#8243;), klassischer Rock mit weiblichen Gastvocals (&#8220;Vision&#8221;), treibende Ohrwurmstücke (&#8220;Come And Ride in The Cult Of Light&#8221;) und dystopische Kracher (&#8220;The Darkness You have Drawn&#8221;) reichen sich die Klinke in die Hand, in elektronischer ausgerichteten Tracks wie &#8220;You, My Cult Of Blight&#8221; erkennt man die Handschrift des ebenfalls beteiligten Maciek Frett (Job Karma), und zwischen ekstatischen Beats und röhrenden Riffs klingt hin und wieder sogar eine vertraute Folknuance an, so in &#8220;Berylsinperil&#8221;, in dem die Violine mal ganz klassische Ornamente webt.</p>
<p>&#8220;Times like this probably need an album with some positivity. Wish I’d known that before writing this one&#8221;, klagt Howden im Pressetext, aber ich denke, dass ihm hier die perfekte Gradwanderung gelungen ist, denn Endzeitstimmung funktionierte seit jeher am besten &#8220;with a grain of salt&#8221;, und wer derzeit ein Bedürfnis nach Eskapismus hat, ist bei Apocalypse Culture dieser Art ohnehin an der falschen Adresse. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.matthowden.com/">Redroom</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2533083478/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>SIEBEN: Crumbs</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/07/21/sieben-crumbs/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jul 2018 04:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Matt Howden]]></category>
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		<category><![CDATA[Sieben]]></category>

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		<description><![CDATA[Matt Howden war schon zufriedener mit seinem Land und seiner Zeit. Dieser Tage jedenfalls hadert er so sehr, dass er seinem Ärger, seiner Hoffnungslosigkeit, aber auch seiner Zuversicht ein kraftstrotzendes, raues, an manchen Stellen geradezu punkiges Sieben-Album namens &#8220;Crumbs&#8221; gewidmet &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/07/21/sieben-crumbs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/06/Crumbs-ALBUM-COVER.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15764" title="Crumbs ALBUM COVER" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/06/Crumbs-ALBUM-COVER-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Matt Howden war schon zufriedener mit seinem Land und seiner Zeit. Dieser Tage jedenfalls hadert er so sehr, dass er seinem Ärger, seiner Hoffnungslosigkeit, aber auch seiner Zuversicht ein kraftstrotzendes, raues, an manchen Stellen geradezu punkiges Sieben-Album namens &#8220;Crumbs&#8221; gewidmet hat.<span id="more-15763"></span></p>
<p>Moment mal, Sieben, Matt Howden &#8211; war das nicht der Geiger, den man immer mit anheimelndem Darkfolk in Verbindung brachte, der am laufenden Meter von herbstlicher Schwermut durchdrungene Songs produziert und, wie es sich für einen Spätromantiker gehört, Keats und Byron vertont hat? Jein, denn Folk war bei Sieben immer nur eine Komponente unter vielen, zwischen seinen schönen dunklen Popstücken fanden sich schon immer &#8211; v.a. auf &#8220;Desire Rites&#8221; &#8211; kämpferische Songs, und der Byron, den er porträtierte, war der sterbende Freiheitskämpfer im griechischen Missolonghi.</p>
<p>Zu &#8220;Crumbs&#8221; kann man sagen, dass es vom Stil her die Linie seit &#8220;The Old Magic&#8221; fortfährt, die einen deutlichen Bruch zur klassischen melodischen Phase, die von &#8220;Our Solitary Confinement&#8221; bis &#8220;Each Divine Spark&#8221; reichte, einleitet. Seitdem wurde der Sound trockener, grober, spröder, von den Melodien kann man ähnliches sagen, und der Druck, der über das angezogene Tempo in die nach wie vor repetitiven Songs kam, ist kaum zu überhören.</p>
<p>Ging es in &#8220;The Old Magic&#8221; und den vorausgegangenen EPs um Spuren des Primordialen im heutigen Nordeuropa, so ist &#8220;Crumbs&#8221; eine trocken disseitige Kampfansage an so manche Unart unserer Zeit, und wie es bei einem so druckvollen Album sein muss, zählen dazu einige Nachlässigkeiten, wie etwa die resignierte Zufriedenheit mit den Brosamen von den Tischen der Bonzen, die im Titelsong verhöhnt wird, aber auch die sich selbst als mutig feiernde, aber letztlich feige Untergangsstimmung der Dauerschwarzmaler, der im Opener &#8220;I will Ignore the Apocalypse&#8221; eine derbe und dreckige Absage erteilt wird. Und wer weiß, vielleicht steckt in dem Titel auch eine kleine Spitze gegenüber den Versuchen, Siebens seit jeher eigenwillige Musik in die Schublade &#8220;apokalyptischer&#8221; Musikgenres zu stecken.</p>
<p>Bei all dem wird keineswegs ein intellektueller Diskurs entfacht, sondern Wut, und wenn in &#8220;The Overlords are Back&#8221; ein Reset für unseren Planeten gefordert oder in &#8220;Here is the News&#8221; ein neuer kalter Krieg mit immer idiotischeren Machthabern an den zentralen Schaltstellen besungen wird, passt es ganz gut, dass es sich dabei um punkige Pogonummern handelt, bei denen die geloopte Violine verzerrt ertönt &#8211; wenn Howden sich in einem der textlastigeren Stücke als &#8220;Liberal Snowflake&#8221; präsentiert, wirkt das unter den Umständen fast ironisch, aber bei genauerem Hinhören wirkt auch dieses Bekenntnis zu sozialen Werten wie ein trotziger Akt. Zumal es inhaltlich sowieso passt.</p>
<p>Die Grundstimmung des Albums ist dynamisch und pulsierend, an einigen Stellen dreht Howden, verglichen mit früheren Aufnahmen, stark an der Geschwindigkeitsschraube &#8211; auch manchmal innerhalb der Songs, was für solide Verfremdung sorgt, und bei dem mit hypnotisch pochenden Beats, Rasseln und verfremdeter Stimme präsentierten &#8220;Is it dark enough?&#8221; erinnert Sieben fast ein wenig an den Techno mit Rockinstrumenten, wie ihn Bands wie <a href="http://africanpaper.com/2013/07/13/nisennenmondai-n/">Nisennenmondai</a> spielen. Rock im engeren Sinne findet sich in den zwei Bonusstücken mit Bandbegleitung, aber auch in der Soloversion des herausragenden &#8220;Coldbloods&#8221;, bei dem die Violine, wenn ich denn nichts überhöre, Riffs, Rocksoli, Rauschen und coole Midtemporhythmen im Alleingang hevorbringt. Und auch hier wieder wundert man sich über das, was schon immer überraschend war &#8211; nämlich dass Howden es schafft, mit wenigen Mitteln eine derartige Opulenz zu erzeugen.</p>
<p>Fest steht, dass The Mighty Sieben als satirischer Antiheld im Tweed-Suit in Bestform ist, und ich hoffe, dass das langsam mal eine etwas größeren Hörerschaft erreicht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.matthowden.com">Redroom</a></strong></p>
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		<title>7JK:  Ride the Solar Tide</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2016 08:37:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[7JK haben schon auf ihrem Debüt vor vier Jahren demonstriert, dass ihr Interesse nicht darin besteht, die Stile ihrer beiden Stammprojekten Sieben und Job Karma perfekt zu verschmelzen, dass sie mehr sein wollen, als die bloße Summe ihrer Teile. Auf &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/12/03/7jk-ride-the-solar-tide/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/11/7jkridethesolartide.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13032" title="7jkridethesolartide" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/11/7jkridethesolartide-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>7JK haben schon auf ihrem Debüt vor vier Jahren demonstriert, dass ihr Interesse nicht darin besteht, die Stile ihrer beiden Stammprojekten Sieben und Job Karma perfekt zu verschmelzen, dass sie mehr sein wollen, als die bloße Summe ihrer Teile. Auf dem gerade erschienenen „Ride the Solar Tide“ offenbaren Matt Howden und Maciek Frett ihren gemeinsam erarbeiteten Stil noch deutlicher.<span id="more-13031"></span></p>
<p>Auf einer internationalen Raumstation kommt es zum Frontalaufprall zwischen Depeche Mode und Cabaret Voltaire – so in etwa heißt es im Begleittext, und wenn zwei so ernsthafte Musiker so freimütig wie irgendwer zu klingen behaupten, dann heißt das erst einmal zweierlei: zum einen, dass sie es können, zum anderen, dass hier zwar einiges, aber längst nicht alles mit ernsten Dingen zugeht. „Ride the Solar Tide“ bietet fünfundvierzig Minuten Scifi und Dystopie voll paradoxer Aufbruchstimmung und ambivalenter Technophilie – ein nerdiges Interessengemenge auf die Art, wie es Mitte der 80er hip war.</p>
<p>Der Sound dazu, wen wundert es bei einem Sheffielder an Bord, klingt in den meisten Stücken tatsächlich sehr nach den Cabs, und an Clock DVA darf man sich auch hier und da erinnert fühlen: Nach einem filmreifen Piano-Auftakt reihen sich groovige Uptempos an tolle Synthie-Melodien, technoides Rasseln und blechernes Scheppern an Radiosamples, toll machende Raumklangeffekte und Geigenparts, die manchmal wunderschöne Sieben-Motive in einen völlig anderen Kontext setzen, manchmal die passenden Synthies nachempfinden und vor dreißig Jahren sicher den einen oder anderen Hit hervorgebracht hätten.</p>
<p>An Entertainment-Qualität wird nicht gespart, runde, kompakte Songs allerdings werden nicht geliefert. Einige furiose Gesangspassagen Howdens und die Kombination aus Harmonie und detailverliebter elektronischer Opulenz bilden dann quasi – wenn man den Vergleich noch einmal aufgreifen will – den Depeche Mode-Part dazu, und das finale „Starseed“ ist tatsächlich äußerst radiotauglich. Bei all dem entsteht ein ganz eigener Sound, der den Vorbildern ebenso ähnelt wie den Stammbands der beteiligten Musiker, doch letzteres ist nur bis zu einem gewissen Grad der Fall: „Ride the Solar Tide“ hat weniger von der archaischen Aura, welche die perkussive Wucht Job Karmas umgibt, und würde man Howden hier zum ersten mal hören, wäre man wohl überrascht zu hören, dass er für einige als Folkmusiker gilt.</p>
<p>Doch wie dem sei, eine solche Platte braucht markante Texte, und in denen wird von dunkler Materie über das Gesetz der Entropie alle Register gezogen, und an griffigen Slogans wird ebenfalls nicht gespart. „Do you like boiled rice?“ heißt es an einer Stelle, und ich dachte schon, ich hätte mich verhört, „we are the centre of the universe“ ganz dreist an einer anderen. Ironie? Keineswegs, denn „The centre is everywhere“. Wie schon Giordano Bruno wusste, ist das Universum unendlich, und 7JK erkunden darin ausgesprochen stilsicher einen interessanten Ausschnitt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Redroom</strong></p>
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		<title>SIEBEN: The Old Magic</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2016 05:44:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die alte Magie, die Matt Howden alias The Mighty Sieben auf seinem neuen Album heraufbeschwört, kommt ohne Brimborium aus und liegt versteckt an geheimen Orten, die er in den letzten zwei Jahren im weitverzweigten Norden Europas durchforstet hat – im &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/08/06/sieben-the-old-magic/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/08/siebentheoldmagic.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12550" title="siebentheoldmagic" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/08/siebentheoldmagic-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die alte Magie, die Matt Howden alias The Mighty Sieben auf seinem neuen Album heraufbeschwört, kommt ohne Brimborium aus und liegt versteckt an geheimen Orten, die er in den letzten zwei Jahren im weitverzweigten Norden Europas durchforstet hat – im Baltikum, in Skandinavien und nicht zuletzt in seiner eigenen britischen Heimat.<span id="more-12549"></span></p>
<p>Versteckt und genügsam, ohne Drang und doch bereit, gefunden zu werden, ist auch die ganz eigene Magie von Howdens Musik. Die schönen, oft von einer leisen Melancholie durchzogenen Songs offenbaren erst beim genaueren Hinhören ihre unkonventionelle Machart aus gelooopten Motiven, die fast ausschließlich der Geige entstammen. Auch ihre spirituelle Tiefe tragen die eingängigen Songwriter-Perlen nicht wie eine Monstranz vor sich her, denn oft finden sich okkulte Andeutungen in eine Stimmung verpackt, von der man sich auch ohne spezielle Neigung packen lassen kann und mit der der Liebling vieler Neofolker in viel breiteren Hörerschichten einen Fuß in der Tür hätte, wenn er selbst und die Umstände es nur wollten.</p>
<p>„The Old Magic“ hat eine rege Vorgeschichte und ist gewissermaßen eine Art Palimpsest. Ein Großteil der vertretenen Stücke wurden in anderen Versionen bereits auf drei EPs veröffentlicht, die &#8211; erstmals in Howdens Biographie &#8211; nur über Bandcamp erhältlich waren. Von Beginn an für Neubearbeitungen vorgesehen konnten die Songs so heranreifen und und hatten doch schon einen kleinen Anker in der Erinnerung der aufmerksamen Fans. Auf „The Old Magic“ sind nun wesentliche Momente aus „Lietuva“, „Norse“ und „Briton“ vereint, womit auch die versteckte Magie des maritimen Nordeuropa zu einer Einheit vermählt wird.</p>
<p>Wie wird diese alte Magie nun gezeichnet im Sieben-Kosmos? Oft als etwas Alltägliches, das das leben ohnehin bereithält und nicht zwangsläufig Magie genannt werden müsste. Nicht selten tritt sie leidenschaftlich und kämpferisch in Erscheinung, wie in der fast punkigen Uptempo-Nummer „Ready for Rebellion“ und dem monoton treibenden „Modron“ zu ehren einer vorchristlichen Göttin. Dann wieder ist sie von ritualistischer Evokativität wie in „Black Moon, Rise Again“ oder „Come, Raven King“. Dann wieder versteckt, als warte sie, wie im finalen „The Other Side of the River“, auf ihre Wiedererweckung durch die, die mit offenen Sinnen durch&#8217;s Leben gehen.</p>
<p>Dieser Gedanke des Verborgenen rahmt die Platte, denn bereits im eröffnenden Titeltrack, einem kernigen Stück Acid Rock mit Grunge-Falsett, zeigt sie sich in tieferen Schichten der Sprache wohnend, doch schon ihre Begriffe sind, wie der Text zeigt, recht schnell und einfach in die neue Sprache übersetzbar. „The Old Magic“ hat jedoch wenig von wechgezeichneter Nostalgie, und „Hillford Mindset“ präsentiert eine Schattenseite jener alten Zeit, in der es das trotzige Schmoren im eigenen Saft längst gab. Interessant ist, wie der Text dies recht neutral schildert und die Bewertung den Hörern überlässt, und naheliegende Bezüge zur Gegenwart mögen Howdens Landsleute herausarbeiten.</p>
<p>Die neuen Versionen unterscheiden sich nun unterschiedlich stark von den Originalen: Viele der Tracks sind kürzer als in den ursprünglichen Versionen, und oft ist der Klang voller und weniger differenziert, wie um die urige Schlichtheit zu untermauern. Manche, wie die Beschwörung des Rabenkönigs, sind dagegen weitaus luftiger gestaltet und geraten bewusst aus den Fugen. Interessanter jedoch erscheint mir das was sich im ganzen Projekt abzeichnet und worauf ich schon in meinen Besprechungen zu den EPs hingewiesen habe: Sieben ist mittlerweile recht weit weg von der schöngeistigen Popmusik von Alben wie „Each Divine Spark“ oder „Star Woood Brick Firmament“ und bei einem spröden, rockigen Sound angekommen. Gerade das Spröde lässt das Repetitive noch eindringlicher wirken. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Redroom</strong></p>
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		<title>SIEBEN: Briton EP</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/02/25/sieben-briton-ep/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2016 07:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit der EP „Briton“ bringt Matt Howden alias Sieben nun die über Bandcamp vertriebene Trilogie über den Norden Europas zum Abschluss, die mit „Lietuva“ und „Norse“ begonnen hatte. Nach der Hommage an Litauen, einem Land, zu dem Howden über die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/02/25/sieben-briton-ep/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/02/siebenbriton.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11694" title="siebenbriton" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/02/siebenbriton-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit der EP „Briton“ bringt Matt Howden alias Sieben nun die über Bandcamp vertriebene Trilogie über den Norden Europas zum Abschluss, die mit „Lietuva“ und „Norse“ begonnen hatte. Nach der Hommage an Litauen, einem Land, zu dem Howden über die Jahre einen besonderen persönlichen Bezug entwickelt hatte, und der dem Skandinavischen gewidmeten Fortsetzung, ist der Sänger und Geiger nun in seiner britischen Heimat angekommen und liefert seine eigene musikalisch-atmosphärische Interpretation dessen ab, was für ihn den<span id="more-11693"></span> facettenreichen Charakter des alten Britannien ausmacht, das die Römer vorfanden, als sie sich in den Zeiten Hadrians anschickten, die Inseln zu kolonisieren.</p>
<p>Wenn Howden auf dieser Reihe eines demonstrieren konnte, dann seine Fähigkeit, innerhalb einer knapp umrissenen Hommage an einen Ort, eine mythologische Figur oder einen anderen singulären Gegenstand eine Vorstellung vom Wesen einer bestimmten Kultur entstehen zu lassen. In den beiden neuen und wieder etwas längeren Stücken auf „Briton“ leben feminine und maskuline, lebensspendende und wehrhafte Aspekte der keltischen Bevölkerung um die Zeitenwende auf, wobei die lyrischen und atmosphärischen Wegweiser vage genug bleiben, um dem Nebel des nur partiell überlieferten Rechnung zu tragen &#8211; Matt ist bewusst, dass er sich dabei auf imaginäres Terrain begibt und hat offensichtlich nicht vor, einen pseudorealistischen Historienschinken a la Marion Zimmer Bradley in die Welt zu setzen.</p>
<p>In „Modrun“ wird einer alten Muttergottheit, von deren Name das Wort Matrone abgeleitet ist, gehuldigt, in einem soliden Midtempo-Rocksong, die einmal wieder nur auf Violine basiert, wirken die Blitze, der Donner und der Regen auf beängstigende Art lebensspendend, und der leicht raue und doch runde Charakter des Stücks schafft eine Harmonie, die der natura naturans gut zu Gesicht steht. Unberechenbarer, paranoider die Donnerschläge und aufheulend schrillen Striche auf der Geige in „Hillfort Mindset“, bei dem Soundpartikel wie Funken fliegen und eine nur unterschwellig hörbare Stimme das Errichten einer Festung besingt &#8211; ein Vorgang, der eine Kulturleistung darstellt und zugleich fast panisch anmutet. Festungen in buchstäblichen wie metaphorischen Sinn werden immer wieder gebaut, und wenn man will, kann man den Song auch als Allegorie auf vieles betrachten, das heutzutage in der Welt, auch in unseren Breiten, vor sich geht. Dagegen breitet sich „Come, Raven King“ wie ein Segen in alle Himmelsrichtungen aus und lässt mit der melancholisch anmutenden Violine, die hier ganz klassisch gestrichen wird, auch die melodische Eindringlichkeit entstehen, die den beiden längeren Stücken etwas fehlt. Wie auf den vorhergehenden EPs der Reihe wird auch hier wieder &#8211; gewissermaßen buchstäblich &#8211; der Bogen zu früheren Arbeiten geschlagen: „We Wait“ ist eine noch schmissigere und druckvollere Version von „We Wait For Them“ und wirft durch den gestifteten Bezug zur EP erneut die Frage nach dem Them auf.</p>
<p>In all dem gelingt Sieben ganz nebenbei auch eine wirklich originelle Mixtur aus Innovativen und Retrospektion, bei der man u.a. zweierlei feststellen darf: Erstens, Sieben hat stilistisch reichlich wenig mit Neofolk zu tun, auch wenn er in der entsprechenden Szene eine treue Fangemeinde hat. Zweitens: „Briton“ erbringt einmal mehr den Beweis, dass man die Geschichte des Rock auch dann hätte schreiben können, wenn niemand je auf die Idee gekommen wären, die E-Gitarre zu erfinden. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Redroom</strong></p>
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		<title>SIEBEN: Norse</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2015 07:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was vor einigen Monaten mit „Lietuva“ begann, setzt sich mit „Norse“ nun fort und entpuppt sich als zweiter Teil einer geplanten Trilogie, deren Konzept auf zwei Säulen steht: Erstmals setzt Matt Howden auf kleine Veröffentlichungen im EP-Format und vertreibt das &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/11/21/sieben-norse/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/11/Sieben-Norse-Cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11179" title="Sieben Norse Cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/11/Sieben-Norse-Cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Was vor einigen Monaten mit „Lietuva“ begann, setzt sich mit „Norse“ nun fort und entpuppt sich als zweiter Teil einer geplanten Trilogie, deren Konzept auf zwei Säulen steht: Erstmals setzt Matt Howden auf kleine Veröffentlichungen im EP-Format und vertreibt das Ganze rein digital über Bandcamp. Darüber hinaus ist die Reihe Matts persönliche Hommage an Nordeuropa, seine favourisierten Orte und ihre spezielle Magie. Während „Lietuva“ seinem Namen entsprechend das Baltikum und speziell Litauen feierte, steht „Norse“ im Zeichen der skandinavischen Welt und der Art, wie die<span id="more-11178"></span> Bewohner der britischen Inseln ihre Nachbarn jenseits der Nordsee betrach(te)ten.</p>
<p>Viele nordische Vokabeln und grammatische Feinheiten wurden aus den nordgermanischen Sprachen übernommen, und Matt nennt diese Reste „The Old Magic“ und baut aus solchen Ausdrücken und Phrasen den gleichnamigen Song, der das Minialbum eröffnet. Im Unterschied zu dem, was man gewöhnlich als den typischen Sieben-Sound betrachtet, gestaltet sich der Song eher rau, passend zum Klischee des unwirtlichen Nordens mit seinen schroffen Bewohnern und ihrer eigenwilligen Sprache. Reißend und ziehend werden die Saiten seiner Violine diesmal gestrichen. Mit ihr spielt Matt einmal mehr ein einziges und dem Anschein nach zugleich viele Instrumente, und während er seinen Saiten den hypnotischen Rhythmus entlockt, lässt er sich als Sänger sogar ein Falsett entlocken.</p>
<p>Ein weiterer neuer Song ist auf der EP enthalten, „Ready for Rebellion“, und auch dieser erweitert das Sieben-Repertoire in eine neue Richtung. Mit seinem Uptempo und seinen Streichpassagen, die für Momente wie Gitarrensoli klingen, entpuppt sich der Song als eigenwilliges Punkstück. „Get ready for rebellion!“ heißt der einfache Slogen, dem nichts hinzuzufügen ist. Wie schon auf „Lietuvia“ sind zwei Neuinterpretationen älterer Sieben-Stücke beigefügt, diesmal die beiden Loki-Songs vom „Sex &amp; Wildflowers“-Album. Ob „Loki“ oder „Loki Rides Again“, man kommt zu keinem Schluss bei der Frage, welche der jeweiligen Versionen jetzt eigentlich auf dem Kopf und welche auf den Füßen steht. Dem listenreichen Gott der Trickster und des verhängnisvollen Schabernacks derart wunderschöne, wehmütige Violinenparts zu widmen, ist jedenfalls originell und hebt, wenn man so will, eine tragische Facette seiner zwielichtigen Natur hervor.</p>
<p>Mit „Norse“ scheint sich Matt wieder deutlich seiner „heidnischen“ Seite anzunähern, die seinerzeit besonders auf „Ogham Inside the Night“ und dem besagten „Sex &amp; Wildflowers“-Album zum Vorschein kam. Mit den prähistorisch anmutenden Artwork von Martin F. Bedford und den Experimenten mit harscheren Klängen lotet er jedenfalls neues Terrain aus, und man darf auf den dritten und letzten Teil namens „Britannica“ gespannt sein. Alle neuen Stücke dieser EPs werden im kommenden Jahr dann auf Vinyl unter dem Titel „The Old Magic“ erscheinen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Redroom</strong></p>
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		<title>SIEBEN: Lietuva</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/06/27/sieben-lietuva/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2015 06:36:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es vergeht kein Jahr ohne ein oder mehrere Lebenszeichen von Matt Howden, dem Mann, der jahrelang die erste Geige des Neofolk spielte und sein Instrument nach allen Regeln und Regelbrüchen streicht, zupft, als Handdrum nutzt oder mit seinen Bartstoppeln kratzend &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/06/27/sieben-lietuva/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/siebenlietuva.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10486" title="siebenlietuva" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/siebenlietuva-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es vergeht kein Jahr ohne ein oder mehrere Lebenszeichen von Matt Howden, dem Mann, der jahrelang die erste Geige des Neofolk spielte und sein Instrument nach allen Regeln und Regelbrüchen streicht, zupft, als Handdrum nutzt oder mit seinen Bartstoppeln kratzend in die Rassel eines Schamanen verwandelt. Mithilfe von Mikros, Sampling und Looptechnik entsteht im Handumdrehen der Sound einer ganzen Band, bei der Matt dann gleich noch die Rolle des Frontsängers übernimmt. Von seinem Hauptprojekt Sieben erscheinen in zuverlässiger Regelmäßigkeit opulente Alben, doch Kollaborationen und Neuinterpretationen gibt es<span id="more-10485"></span> ebenso häufig. Kleinere Releases sind bei Matt eher selten, und so hat nun auch die erste Sieben-EP so viel Material zu bieten, dass manch anderer ein ganzes Album daraus gebastelt hätte. &#8220;Lietuva&#8221; ist eine persönliche Hommage an Litauen.</p>
<p>In dem kleinen baltischen Land war Matt wohl schon öfter, und zwei Orte haben ihn besonders für die Gegend eingenommen. Da wäre zum einen das längst überregional bekannte Folkfestival Menuo Juodaragis, das einheimischen und ausgewählten internationalen Acts wie eben Sieben eine Bühne bietet. Einen ebenso starken Eindruck hinterlassen hat der Wilnaer Stadtbezirk Užupis, in dem eine Reihe an Künstlerkollektiven (ganz ähnlich dem bekannteren slowenischen NSK) einen eigenen Staat mit eigeger Verfassung ausgerufen haben.</p>
<p>Auf &#8220;Lietuva&#8221;, das in der Landssprache Litauen bedeutet, setzt Matt beidem ein musikalisches Denkmal, abgerundet werden die immerhin schon dabei entstandenen gut zwanzig Minuten durch Neufassungen von zwei älteren Songs. Was die beiden neuen Stücke am markantesten hervorhebt, ist die Länge und die ausladende Struktur, bei der typische Sieben-Momente, die Repetition und der stufenweise Aufbau des Klangbildes, derart gesteigert werden, dass sie den üblichen Songcharakter nahezu auflösen. &#8220;Black Moon Rise Again&#8221; beginnt als eine der futuristischeren Sieben-Nummern, ein mysteriöser Zupfloop und undefinierbares Rauschen stimmen erwartungsvoll, und schnell wird klar, dass es hier ausgesprochen rhythmisch zugehen wird. Erst nach einiger Zeit meldet sich Matt zu Wort, doch vielleicht ist es auch nur sein Replikant, denn die elektrifizierte Stimme wirkt so artifiziell wie das matraartige Wiederholen des Songtitels. Fast könnte man sich davon meditativ einstimmen lassen, doch die Vitalität des Tracks lässt keinerlei Versenkung zu, schon gar nicht, wenn er seinen Saiten veritable Rockriffs entlockt.</p>
<p>Während &#8220;Black Moon Rise Again&#8221; trotz Länge durchaus in einem alternativen Radiosender funktionieren würde, ist &#8220;Užupis&#8221; weitaus eigensinniger &#8211; die Rhythmen ritueller, die Melodieansätze dramatischer, und die tiefen, hallunterlegten Vocals holen einen zurück ins Hier und Jetzt.<a href=" https://de.wikipedia.org/wiki/U%C5%BEupis#K.C3.BCnstlerkolonie"> Der Text zitiert die Verfassung des Kunststaates, deren Gebote in einem eindringlichen &#8220;Dont fight, don&#8217;t surrender&#8221; kulminieren</a>. Ich möchte die beiden älteren Stücke nicht als Bonus verstanden wissen, denn dafür fügen sie sich zu gut ein in den Sound und die Stimmung der EP. &#8220;Cult of the Fallen&#8221; mit der Ormanente malenden Geige ist eine elektrifiziertere und gleichsam luftigere Version von &#8220;<a href="http://sieben.bandcamp.com/track/ogham-the-blood">Ogham the Blood</a>&#8220;, &#8220;Knudlustysummer&#8221; ist ein berührender, fast ambienter Ausklang und gibt den Instrumentalparts einen etwas größeren Raum als noch im Original auf &#8220;Sex &amp; Wildflowers&#8221;.</p>
<p>Nicht nur die Länge, sondern auch die keineswegs auf Eindimensionalität bauende Stimmigkeit der einzelnen Beiträge, lässt &#8220;Lietuva&#8221; eher wie ein kleines Album als wie eine MCD wirken. In einer besseren Welt würde die Platte mit dem eindringlichen Artwork von Martin Bedford in den Schaufenstern aller gut sortierten Plattenläden stehen. Da das mit der besseren Welt so eine Sache ist, sollte man diese Hoffnung vorerst auf eine der nächsten LPs vertagen, bis dahin heißt die Alternative <a href="http://sieben.bandcamp.com/album/lietuva-ep">Bandcamp</a>. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.redroom.com">Redroom</a></strong></p>
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