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	<title>African Paper &#187; Risa Egawa</title>
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		<title>RISARIPA: Mirror</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Oct 2023 04:47:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die japanische Drummerin und Synthie-Virtuosin Risaripa hat vor kurzem ein neues Album im Tapeformat herausgebracht, das den Titel &#8220;Mirror&#8221; trägt und auf eine kleine Veröffentlichungspause folgt, in welcher die Musikerin wieder verstärkt live, meist im Raum Tokio, aufgetreten ist. Ihre &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/10/14/risaripa-mirror/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/mirror.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-37862" title="mirror" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/mirror-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die japanische Drummerin und Synthie-Virtuosin Risaripa hat vor kurzem ein neues Album im Tapeformat herausgebracht, das den Titel &#8220;Mirror&#8221; trägt und auf eine kleine Veröffentlichungspause folgt, in welcher die Musikerin wieder verstärkt live, meist im Raum Tokio, aufgetreten ist. Ihre Partizipation in der Live-Besetzung von Grim könnte ihren Namen auch bei deren hierzulande nicht lahmen Fangemeinde etwas bekannter gemacht haben. <span id="more-37861"></span></p>
<p>Das über neunminütige &#8220;Cloudy Crystal&#8221; eröffnet die erste Seite mit einem hellen, sich langsam steigernden Harsh Ambient-Sound. In diesem macht sich, neben rituellem Kettenklirren, schnell Risas sirenenhafte und gleichsam surreal-verstörende Stimme bemerkbar, die wie aus einem tiefen Keller an die Oberfläche dringt und sich mit der Zeit zu einem infernalischen Keifen steigert, das die Metal- und Crust-Roots der ehemaligen Gallhammer-Schlagzeugerin durchscheinen lässt. Ebenso abgründige Vocals vor stoffeligen und gleichsam wagemutigen Rhythm&#8217;n'Noise-Takten und surrealem Gelächter finden sich im folgenden &#8220;Bizarre&#8221;, das den Bogen zu den rhythmischeren Arbeiten der Musikerin schlägt.</p>
<p>Wenngleich zum Klingen gebrachte, dem Eindruck nach metallene Objekte, Hochfrequenztöne und verzerrte Sounds, die sie ihrem Korg MS-20 entlockt, ihren Raum auf dem Album finden, bleibt der Folkus auf perkussive Elemente über weite Strecken dominant. Dazu zählen fast tanzbare Passagen, die wie zombiefizierte Wiedergänger von Gruppen wie Der Plan, DAF oder Liaisons Dangereuses durch dystopisches Gelände marschieren und dabei Boden und Ohren malträtieren (&#8220;Asterhythm&#8221;, dessen Synthies stellenweise an Geschrei erinnern, und das diesem als Speed-Variante in gewisser Weise antwortende &#8220;Algothythm&#8221;). Dann groovige Handclaps zu launig-überzogenem Jaulen, das an Videospielsounds erinnert im ersten der beiden &#8220;Doppelgänger&#8221;-Tracks, gefolgt von einer Verschnaufpause, die einem eher leises Hämmern und dezente elektronische Takte gewähren.</p>
<p>Erst im monoton-metallen vor sich hinpaukenden &#8220;Bleak&#8221; mit seinen knurrenden Vocals und den brodelnden Synthiedrones wendet sich die Musik wieder dem eher soundscapigen Auftakt zu, und im abschließenden &#8220;Cold Coffin&#8221; schließt sich in der kriechenden Agnoie dunkler Motorensounds dann endgültig der Kreis. Durch diese Struktur verknüpft Risaripa auf gewisse Weise auch den Stil ihrer abstrakteren Arbeiten wie <a title="RISARIPA: Kuniumi" href="http://africanpaper.com/2022/01/22/risaripa-kuniumi/">&#8220;Kuniumi&#8221; </a>mit den rhythmischeren Stücken ihrer meist digitalen Releases der vergangenen Jahre. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Vice de Forme</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=897357653/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Impulse: Neuer digitaler Longplayer von Risaripa</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2022 04:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Risa Egawa a.k.a. Risaripa hat jüngst einen neuen digitalen Longplayer mit dem passenden Titel &#8220;Impulse&#8221; über Bandcamp herausgebracht &#8211; entstanden an einem verregneten Nachmittag in Tokio an mudularem Gerät und diesmal ohne Vocals, dafür gewphnt impulsiv, verspielt, hypnotisch, exzentrisch, spannend, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/10/17/impulse-neuer-digitaler-longplayer-von-risaripa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Risa Egawa a.k.a. Risaripa hat jüngst einen neuen digitalen Longplayer mit dem passenden Titel &#8220;Impulse&#8221; über Bandcamp herausgebracht &#8211; entstanden an einem <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/risaripaimpulse.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-31679" title="risaripaimpulse" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/risaripaimpulse.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-31678"></span></p>
<p>verregneten Nachmittag in Tokio an mudularem Gerät und diesmal ohne Vocals, dafür gewphnt impulsiv, verspielt, hypnotisch, exzentrisch, spannend, kraxelnd, tanzbar für alle mit fortgeschrittener Motorik und voll mit im wahrsten Wortsinne merkwürdigen Tönen und Tonfolgen.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2491634676/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>RISARIPA: Sync</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2022 05:09:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pulsierende Takte im schleppenden Downtemp, geheimnisvoll in den Hintergrund gemischte Stimmen, melodische Spannung, Hochtöner fast wie ein schreiender Säugling, aufgelöst in einem hellen Lichtstrahl. Dann echte Schreie, gebrochen, aufgelöst in dichtem Rauschen. Risa Egawa alias Risaripa eröffnet ihr Album &#8220;Sync&#8221; &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/08/27/risaripa-sync/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/fotor_1659009797363.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-30699" title="fotor_1659009797363" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/fotor_1659009797363-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Pulsierende Takte im schleppenden Downtemp, geheimnisvoll in den Hintergrund gemischte Stimmen, melodische Spannung, Hochtöner fast wie ein schreiender Säugling, aufgelöst in einem hellen Lichtstrahl. Dann echte Schreie, gebrochen, aufgelöst in dichtem Rauschen. Risa Egawa alias Risaripa eröffnet ihr Album &#8220;Sync&#8221; mit einer Dystopie en miniature, bei der alle Sounddetails in einer körnigen Rauchwolke verschwinden, während der Takt <span id="more-30697"></span>unerbittlich weitergeht &#8211; für sieben Minuten und keine Sekunde zu lang.</p>
<p>Konnte das vorherige Album als eine Art ideensammlung verstanden werden, so wirkt das kompaktere &#8220;Sync&#8221; wieder gerahmter und gehegter. Einzelne Tracks offenbaren trotzdem ihre eigenen Charakteristiken. So gibt es beispielsweise typische Risa-Stücke mit überdrehten melodischen Synthies und einem Rhythmus mit dem vertrauten hinterhergezogenen Sway. Da die Musikerin dabei nie voll in den sich anbietenden Rhythm Noise verfällt, entstehen interessante Stimmungen, die an die Absurdität des Wartens oder &#8211; wie bei den pulsierend beatlosen Synthies in &#8220;Koko wa dokodesu ka&#8221; &#8211; an ein verirrtes Suchen in einem dunklen Raum erinnern. Letzteres ist vielleicht eines ihrer bislang ausgereiftesten stücke.</p>
<p>Die intensivsten momente ereignen immer dann, wenn die Stimme Risas zum Einsatz kommt. Im Dialog mit ihrem krächzenden Selbst entsteht Beklemmung,  an anderer Stelle verwandelt ein tremolierender Sopran ein industrielles Szenario in einen surrealen Cartoon, in dem im gefühlten 10sekunden-Takt neue Ideen aufpoppen. Im hypnotisch dröhnenden Schlusstrack wird ihre verwehte Stimme von apokalyptischen Stürmen mitgerissen, an einen Ort, den niemand kennt. Vielleicht ist dieser Ort ja die ideale Inspirationsquelle für ihr nächstes Werk. (U.S.)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3223525428/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>RISARIPA: Connect</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2022 04:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Risa Egawa a.k.a. Risaripa &#8211; ihr Name kommt von Risa Reaper und stammt aus ihrer Zeit als Drummerin bei Gallhammer, näheres dazu in früheren Rezensionen &#8211; bringt in regelmäßigen Abständen konzeptuelle Alben heraus, die ihre Experimentierfreude an modular-analogem Gerät in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/06/25/risaripa-connect/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/connectrisaripa.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-30214" title="connectrisaripa" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/connectrisaripa-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Risa Egawa a.k.a. Risaripa &#8211; ihr Name kommt von Risa Reaper und stammt aus ihrer Zeit als Drummerin bei Gallhammer, näheres dazu in früheren Rezensionen &#8211; bringt in regelmäßigen Abständen konzeptuelle Alben heraus, die ihre Experimentierfreude an modular-analogem Gerät in ganz eigene atmosphärische Bahnen lenkt, die oft einem übergeordneten Thema verpflichtet sind. <span id="more-30213"></span>Beispiele sind &#8220;<a title="RISARIPA: Kuniumi" href="http://africanpaper.com/2022/01/22/risaripa-kuniumi/">Kuniumi</a>&#8220;,  das einen japanischen Schöpfungsmythos mit dunklen und zum Teil harschen Synthiesounds kanalisiert. Oder ihre <a title="VIVIANKRIST / RISARIPA: Fuyu" href="http://africanpaper.com/2022/02/12/viviankrist-risaripa-fuyu/">winterliche Zusammenarbeit mit Viviankrist</a>.</p>
<p>Daneben gibt es auch immer wieder Aufnahmen, die ihre stilistischen Neigungen mit viel launigem Humor und einer Brise Nihilismus quasi in eine Nussschale packen. Das vor einigen Monaten digital erschienene &#8220;Connect&#8221; ist so ein Album und es eignet sich hervorragend, um &#8211; eine entsprechende Interessenlage vorausgesetzt &#8211; die Musikerin kennenlernen.</p>
<p>Manche Tracktitel auf dem Album setzten schon einen kompakten Assoziazionsrahmen: &#8220;Strange Machines&#8221; eröffnet das Spiel mit quietschenden und blubbernden Sounds von gummiartiger Konsistenz, die dunkel und quietschbunt zugleich sind. Mit der Zeit macht sich in den bald einsetzenden Rhythmen eine komplexe Vielschichtigkeit bemerkbar, die an überblendete Scherenschnitte erinnert, in denen schemenhafte Figuren zu ganz unterschiedlichen Takten tanzen. Andere Titel eröffnen weite Horizonte: Erhabene Halllastigkeit eröffnet &#8220;Whales&#8217; Dream&#8221; und suggeriert eine starke Spannung durch stetige Verdichtung des klanglichen Materials. Der erwartete Ausbruch entpuppt sich als Rohrkrepierer, und doch kann von Ereignislosigkeit keine Rede sein. Viel eher von einem Tor zu einem unklaren Ort, das sich fast unbemerkt geöffnet hat.</p>
<p>Viele der folgenden Tracks sind auf verquere Art tanzbar: groovig und zugleich halsbrecherisch in &#8220;CV Festival&#8221;, das ich mir gut mit Handdrums vorstellen könnte, nur noch waghalsig und unberechenbar in &#8220;Gate&#8221;. In seiner repetitive Struktur lässt das pulsierende &#8220;Open, close, open, bounce&#8221; ein 80s Underground-Ambiente entstehen, doch streckenweise entsteht der Eindruck, dass die hochtönenden Störgeräusche das eigentliche Lied sind.</p>
<p>Stelzengänge und Bumbum-Elektronik haben ihre Zeitfenster, doch kurz vor dem rauschenden und schleifenden Ausklang in &#8220;Next&#8221; gibt es noch den definitiven Hit des Albums: &#8220;Twist Pop&#8221; ist eine krachige NDW Dekonstruktion, die Risas Liebe zu Bands wie der Plan (&#8220;Gummitwist&#8221;) in Erinnerung ruft. Ich wünsche noch mehr davon, und wem das nicht zur Einführung reicht, dem wird wohl nicht zu helfen sein. (U.S.)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3663932437/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>VIVIANKRIST / RISARIPA: Fuyu</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Feb 2022 06:16:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf &#8220;Fuyu&#8221; treffen wir auf zwei Musikerinnen, die die Bühne bereits zusammen in den Jahren nach 2000 betraten: Eri Isaka alias Viviankrist als Shouterin und Bassistin der Crust-Doom-BM-Combo Gallhammer und Risa Egawa alias Risaripa am Schlagzeug derselben Band. Beide sind &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/02/12/viviankrist-risaripa-fuyu/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/01/fuyurisaripa.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28519" title="fuyurisaripa" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/01/fuyurisaripa-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf &#8220;Fuyu&#8221; treffen wir auf zwei Musikerinnen, die die Bühne bereits zusammen in den Jahren nach 2000 betraten: Eri Isaka alias Viviankrist als Shouterin und Bassistin der Crust-Doom-BM-Combo Gallhammer und Risa Egawa alias Risaripa am Schlagzeug derselben Band. Beide sind auch nachdem die Gruppe vorerst auf Eis gelegt wurde aktiv und haben in der Zwischenzeit dunkle, meist lärmende elektronische Musik als Ausdrucksmedium entdeckt, oder besser<span id="more-28518"></span> wiederentdeckt, denn beide waren schon vor Gallhammer in ähnlichen Gefilden unterwegs. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu musikalischen Zusammentreffen in Form von Splits, Kollaborationen und gemeinsamen Auftritten, das Gros ihrer Arbeiten erfolgt jedoch solo. Gerade Risaripa ist seit einiger Zeit ungemein produktiv, seit ihrem Tape &#8220;Kuniumi&#8221; erschienen bereits zwei weitere digitale Alben.</p>
<p>&#8220;Fuyu&#8221;, das im japanischen &#8220;Winter&#8221; bedeutet und den Themenrahmen klar vorgibt, ist gewissermaßen Kollaboration und Split zugleich, denn beide Künstlerinnen steuern neben gemeinsamen Tracks auch einzelne Stücke bei. Dass das Album dennoch wie aus einem Guss wirkt, ist sicher nicht nur der Verwendung der gleichen Klangquellen &#8211; neben Risas Stimme modulares Eurorack-Gerät &#8211; geschuldet, sondern auch einer gemeinsamen musikalischen Vision.</p>
<p>Viviankrist eröffnet die Sammlung mit den kreisenden, rhythmischen Loops von &#8220;Soar Into Spring&#8221;. Was immer dort erwacht, erfährt leichte Veränderungen bzw. Ergänzungen, die so subtil bleiben, dass man sie kurzzeitig für Illusionen halten könnte. Alles ist kühl und prescht nach vorn, verweigert aber konzequent den Absturz in konventionelle Techno-und Elektrostrukturen, bliebt so etwas wie einer elektronischen Minimal Music (nicht Minimal Electro) verpflichtet. Etwas tastender und zugleich nervöser gestaltet sich das ebenfalls von ihr im Alleingang produzierte &#8220;Slipping On Ice&#8221;, dessen Rhythmik in einem inneren Widerstreit begriffen ist, obwohl sie vordergründig so simpel wirkt. Wer bislang eher die wärmeren doomigen Klanglandschaften kennt, die sie unter dem Namen Gallkrist produziert, lernt hier eine ganz andere Seite der Künstlerin kennen, die heute im kühlen Norden Europas lebt.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/01/fuyuviviankrist.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28520" title="fuyuviviankrist" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/01/fuyuviviankrist-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>An die vordergründig aufgeräumte Taktung knüpft Risaripa mit &#8220;The Broken Heater&#8221; an, dessen brummende und fiepende Analogsounds eine surreale Komponente einbringen, die durch weitere Details &#8211; die stete Veränderung der Takte und nicht zuletzt Risas verfremdete, unverständliche Vocals &#8211; unterfüttert wird. Auch hier steigert sich einiges, und wenn man irgendwann merkt, dass man wie eine Staubschicht von einer Tischplatte gewischt wird, ist es bereits zu spät. Auch ihr &#8220;Omiwatari&#8221; nimmt das Tempo zurück und illustriert ebenso subtil wie harsch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Suwa-See">das Aufbäumen des Eises, das auf einem zugefrorenen See beeindruckende kleine Bergrücken bildet</a>. Ihr kehliger Gesang wird einige an gewisse Horrorfilme erinnern. Dass ein Sinn für bizarre Komik ein (gar nicht immer verstecktes) Kennzeichen ihrer Musik ist, zeigt sich auch hier.</p>
<p>In besseren Zeiten wäre das Werk auf Vinyl erschienen und die zweite Seite wäre dann ganz den gemeinsamen Aufnahmen der beiden vorbehalten. Auf das gebrochen rhythm-noisige &#8220;Creatures of Winter&#8221;, das in beide Richtungen an der Dynamikschraube dreht, folgt &#8220;Exreme Omochi-tsuki&#8221;, ein von flirrenden und quietschnden Analogsounds begleiteter Marsch, und selbst der gefrorene <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mochi">Reiskuchen</a> im Titel hat die Kälte mit den Referenzen der anderen Songs gemeinsam.</p>
<p>&#8220;In The Night Sky&#8221; lässt eine wilde Jagd mit recht straightem Klappern übers Firmament ziehen, &#8220;Story Of Snowy Night&#8221; schließt das Album dann wie ein sehnsuchtsvoller Klangegesang ab &#8211; auch wenn Risas typische Stimmarbeit, aus der man die Wurzeln im Metal deutlich erkennt, nicht für jeden ins elegische Bild passen mag, aber die Musik auf &#8220;Fuyu&#8221; mit ihrem winterkalten Sound ist auch nicht für jeden gedacht. Man darf gespannt sein, was die kommenden Jahreszeiten bringen. (U.S.)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3167457832/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2106634816/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=530618516/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=3859888093/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>RISARIPA: Kuniumi</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jan 2022 05:14:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vielen Schöpfungsmythen aus den unterschiedlichsten Kulturen haftet, trotz allem Zauber des Neuen, der zwangsläufig in ihnen steckt, auch ein Moment des Brutalen an. Dieses Brutale, Heftige, kann beispielsweise das Chaos illustrieren, dass in vielen Schöpfungsgeschichten besiegt und durch eine Ordnung &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/01/22/risaripa-kuniumi/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/risaripakuniumi.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28157" title="risaripakuniumi" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/risaripakuniumi-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vielen Schöpfungsmythen aus den unterschiedlichsten Kulturen haftet, trotz allem Zauber des Neuen, der zwangsläufig in ihnen steckt, auch ein Moment des Brutalen an. Dieses Brutale, Heftige, kann beispielsweise das Chaos illustrieren, dass in vielen Schöpfungsgeschichten besiegt und durch eine Ordnung ersetzt wird, die die Grundlage der bestehenden Welt bildet. Zugleich trägt es aber<span id="more-28156"></span> auch dem intensiven Akt, aus dem Chaos oder dem Nichts eine Welt zu erschaffen, Rechnung. Ein Schöpfungsakt ist nichts alltägliches.</p>
<p>Risa Egawa, vormals Drummerin bei den Crust Metallern Gallhammer und als Risaripa heute Spezialistin für analoge, oft lärmende Elektronik, ist wie geschaffen für ein musikalisches Narrativ, dass der japanischen Schöpfungsgeschichte einen für oberflächliche Antennen fast apokalyptischen Zug gibt. &#8220;Am Anfang war die Welt Chaos&#8221;, heißt es in den Liner Notes ihres aktuellen Albums, das nach der Geburt des Landes Japan in der shintoistischen Mytholigie &#8220;Kuniumi&#8221; benannt ist.</p>
<p>&#8220;Irgendwann&#8221;, so heißt es weiter, &#8220;stieg die leichtere Luft nach oben und die schwerere nach unten und schuf den Himmel und die Erde. Aber zu dieser Zeit gab es nur den Himmel und die Erde, und die Erde blieb im Chaos. Die beiden Gottheiten des Mannes und der Frau standen auf der Himmelsbrücke und rührten die Erde mit ihren Spießen. Dann tropfte der Schlamm von den Spitzen der Spieße, und es entstand eine Insel im Chaos. Die beiden Gottheiten landeten auf der Insel, heirateten und zeugten acht weitere Inseln. Danach brachten sie viele Gottheiten zur Welt. Stein, Erde, Meer, Wind, Berge, Getreide und Feuer&#8230;&#8221;. &#8220;Kuniumi&#8221; ist dem Beginn dieser Schöpfungsgeschichte gewidmet und startet im eröffnenden &#8220;Whiteout&#8221; zunächst noch ruhig und dezent, es scheppert leicht und dröhnt natürlich, wie es muss, wenn etwas entsteht. Schon hier entsteht zumindest die Illusion von etwas organischem, stimmlichem, doch zunächst wird das Scheppern deutlicher, ein Rhythmus zeichnet sich ab, dazu das raue Reiben verzerrter Synthiesounds, und ehe man sich versieht, befindet man sich inmitten eines noisigen Industrialstücks, bei dem heftig krächzender Stimmeinsatz die männliche wie die weibliche Energie aus der genannten Stelle zu repräsentierten scheint.</p>
<p>Im weiteren Verlauf entpupp sich das Album als nie berechenbares auf und ab retardierender Momente und heftiger Ausbrüche, wobei trotz allem der Eindruck einer dynamischen &#8220;Linearität&#8221; entsteht, kehrt die Musik doch nie zu bereits abgehandelten Mustern zurück. In &#8220;Pending Chaos&#8221; wird die anfangs flüsternde Stimme, die schnell in aggressives Fauchen übergeht, Teil der noisigen Soundlawine, die es unter sich begräbt, indem es in elektrifizierter Form mit ihr verschmilzt. In &#8220;Pray, and stir&#8221; erwartet man aufgrund des etwas luftigeren Klangbildes eine Ruhepause und bekommt stattdessen die eher enervierende Spannung einer piependen Maschine. Der sich aus diesem Setting herauswindende Takt, der fast zu einem Catwalk passen würde, leitet über in die hektische Ryhtmik des folgenden &#8220;The joy of building&#8221;, das mitsamt seinem verzerrten Sprechgesang fast ins Technoide zu kippen droht, doch die Inkohärenz der Gestaltung und das allgegenwärtige Summen und Brummen und Rasseln lassen derartiges nicht zu.</p>
<p>Das Downtempo und die verspielten Synthies in &#8220;Endless randomness&#8221; lassen zwar nur bedingt an ein glückliches Ende denken, aber das beeindruckende Album referiert ja wie gesagt nur auf den Beginn einer Genesis. Ein allzu runder Schluss würde zu der nicht gerade als Idealistin bekannten Künstlerin auch wenig passen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://iatrophobiarecs.bandcamp.com/album/kuniumi">Iatrophobia Records</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1073457839/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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