<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Robert Ferbrache</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/robert-ferbrache/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 05:43:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>ELIN PALMER: s/t</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/07/20/elin-palmer-st/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2018/07/20/elin-palmer-st/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Jul 2018 14:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Absinth Studios]]></category>
		<category><![CDATA[Blood Axis]]></category>
		<category><![CDATA[Elin Palmer]]></category>
		<category><![CDATA[Jay Munly]]></category>
		<category><![CDATA[Jay Munly and the Lee Lewis Harlots]]></category>
		<category><![CDATA[Kal Cahoone]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Ferbrache]]></category>
		<category><![CDATA[Slim Cessna]]></category>
		<category><![CDATA[Woven Hand]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=10573</guid>
		<description><![CDATA[Von Elin Palmer erschien bereits vor acht Jahren ein Album, dass allerdings hierzulande kaum beachtet wurde, und so kennt man die zwischen Schweden und den USA pendelnde Folksängerin v.a. als Teil der berüchtigten Denver-Szene mit ihrer eigenwilligen Musik irgendwo zwischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/07/20/elin-palmer-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/palmerep.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10578" title="palmerep" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/palmerep-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Von Elin Palmer erschien bereits vor acht Jahren ein Album, dass allerdings hierzulande kaum beachtet wurde, und so kennt man die zwischen Schweden und den USA pendelnde Folksängerin v.a. als Teil der berüchtigten <a href="https://www.cpr.org/openair/blog/yes-there-denver-sound-and-heres-brief-history">Denver-Szene</a> mit ihrer eigenwilligen Musik irgendwo zwischen Gothic, Polka und Alternative Country. Palmer war Teil von Jay Munly and the Lee Lewis Harlots und DeVotschKa, stand mit Kal Cahoone und Woven Hand auf der Bühne und ist ein häufiger Gast in Bob Ferbraches Absinth Studios. Mit ihm und Slim Cessna wirkte sie sogar auf einem<span id="more-10573"></span> Stück von Blood Axis mit.</p>
<p>Ich erwähne das Studio nicht grundlos, denn auf ihrer selbstbetitelten EP spürt man jede Sekunde, dass hier keine gefällige Musik zusammengemischt wurde, sondern ein eigenwilliger Produzent mit Sinn für kollagierte Klangwelten und die Schönheit dissonanter Momente am Werk war. Dafür bietet sich das Ausgangsmaterial allerdings auch an, denn was Palmer mit ihrer Begleitband hier abliefert, bewegt sich durchgehend auf dem schmalen Grad zwischen sanftem Wohlklang und einer eher urigen Schrägheit. Die Aufbruchstimmung in „Sled Dog“ dankt sich v.a. den vielen Kontrasten – stimmungsvolles Gitarrenpicking, das von einem dominanten Jazzbesen nicht vollends aus dem Raum gedrängt wird, poppiger Gesang, der sich selbst vom noisigen Gitarrenfeedback nicht aus der Ruhe bringen lässt und nicht einmal dann ironisch wirkt, wenn dazu in Schuhplattlermanier geklatscht wird. Man könnte in dieser Dynamik, in dem stetigen Wandel kurzer Episoden den eigentlichen leitmotivischen Zusammenhang der EP sehen, denn auch in den anderen vier Songs wechseln sich kontrastreiche Momente wie in einem Film mit schnellen Schnitten ab – feierliches, fast ein bisschen pathetisches Strumming, atonal quietschende Violinensaiten und ein schwedisches Instrument namens Nyckelharpa, rumpelnde Walzertakte und Klangräume, die ein vollgestopftes Interieur binnen Sekunden in Luft auflösen.</p>
<p>Doch der eigentliche rote Faden, der das anheimelnd winterliche „Stilla Natten“ und das tief melancholische „Woodshed“ mit dem an die 60er erinnernden „Stöve Stovlar“ und dem versöhnlichen Ausklang „Morning Light“ verbindet, ist zweifellos Palmers schlichter Sopran, der nicht nur in Englisch und in Schwedisch funktioniert, sondern so gut zwischen altbackenem Folkgesang, laszivem Hauchen und glasklarem Popappeal zu changieren versteht, dass er in jedem Fall wieder einmal für ein Album taugen würde.</p>
<p><strong>Label: Eigenvertrieb</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2018/07/20/elin-palmer-st/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>OF THE WAND &amp; THE MOON: I Called Your Name (7&#8221;)</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/12/24/of-the-wand-the-moon-i-called-your-name-7/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2016/12/24/of-the-wand-the-moon-i-called-your-name-7/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Dec 2016 07:53:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kim Larsen]]></category>
		<category><![CDATA[Louise Wilk-Zerahn]]></category>
		<category><![CDATA[Of The Wand And The Moon]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Ferbrache]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Hepburn]]></category>
		<category><![CDATA[Tesco]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=13156</guid>
		<description><![CDATA[In den letzten Jahren hat Kim Larsen seine Fühler in alle möglichen Richtungen ausgestreckt, mehrere Seitenprojekte ins Leben gerufen und Of The Wand And The Moon entgültig als mehrköpfige Band ausgebaut. Die Veröffentlichungen kamen nun nicht mehr so regelmäßig wie &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/12/24/of-the-wand-the-moon-i-called-your-name-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/wandnameseveninch.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13157" title="wandnameseveninch" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/wandnameseveninch-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In den letzten Jahren hat Kim Larsen seine Fühler in alle möglichen Richtungen ausgestreckt, mehrere Seitenprojekte ins Leben gerufen und Of The Wand And The Moon entgültig als mehrköpfige Band ausgebaut. Die Veröffentlichungen kamen nun nicht mehr so regelmäßig wie in den ersten Jahren, dafür ist „The Lone Descent“ ein ungewöhnliches Album geworden. Ein ausgefeilteres Songwriting und zahlreiche Gastmusiker sorgten dafür, dass das Album nicht mehr in ein allzu enges Neofolk-Korsett passte, dezente<span id="more-13156"></span> Postrock- und Americana-Elemente kamen hinzu. Hier und da angestrengte Lee Hazlewood-Vergleiche wirkten zwar etwas hochgegriffen, zeigten aber durchaus in die richtige Richtung.</p>
<p>Mit der neuen 7&#8221; ist ihm (oder besser ihnen) eine Überraschung gelungen, denn die beiden Loner Folk-Songs knüpfen &#8211; wenn auch leider ohne den schmerzlich vermissten John Murphy &#8211; an den neuen Sound an und sind zugleich typische Wand-Stücke im alten Stil. Der Titelsong auf der ersten Seite ist aber v.a. eine der schmissigsten und mitreißendsten Nummern, die Of The Wand And The Moon je gemacht haben.</p>
<p>Ohne viel Federlesens geht es gleich los mit furiosem Highspeed-Geschrammel im DIJ-Stil, bei dem die Gitarren, begleitet vom warmen Sound einer Melodika, eher einen wabernden Teppich bilden, und das eines der Hauptmerkmale des Neofolk im engeren Sinne darstellt. Schon in der ersten Strophe entpuppt sich „I Called Your Name“ als unschlagbarer Schnulzenohrwurm, den man den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf bekommt, hier gelingt, was bei anderen oft eher langweilt. Mit einem Verve, der Wehmut und Euphorie zugleich ausdrückt, singt Larsen desillusioniert über eine vergebliche spirituelle Suche, ringt um eine Balance zwischen Hoffnung und Abgeklärtheit, und auf „the truth won&#8217;t set you free“ folgt ein zwiespältiges „time marches on“. Text und Musik hätten in den 90ern die schwarzen Tanzböden zum überkochen gebracht, doch bei einer Highwayfahrt ins Ungewisse würde der Song auch jeden amerikanischen Roadmovie bereichern &#8211; nicht nur, weil sich eine entspannt gepickte zweite Gitarre irgendwann ins Bild mischt, sondern weil das Duett mit Louise Wilk-Zerahn insgesamt weniger nach McDowall und Pearce, als &#8211; bei aller Eigenständigkeit natürlich &#8211; nach Campbell und Lanegan klingt. Gegen diese Schmonzette muss das solide „Caught in Winters Weave“ natürlich etwas abfallen, aber das mehr auf gezupfte Downer-Gitarren setzende Kopfhängerstück ist beileibe kein schlechter Song. Auch hier ist der wechselnde Gesang zwischen dem brummbärigen Larsen und dem Mezzosopran der schon von In Gowan Ring her bekannten Sarah Hepburn die Sahnehaube.</p>
<p>In angemessener Kürze: All dies klingt äußerst vielversprechend, und wenn das der Sound des kommenden Albums sein sollte, so dürfte dieses alte und neue Fans der Dänen gleichermaßen in Verzückung versetzen.</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.tesco-germany.com/">Tesco</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2016/12/24/of-the-wand-the-moon-i-called-your-name-7/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MUNLY &amp; THE LUPERCALIANS: Petr &amp; the Wulf</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/09/01/munly-the-lupercalians-petr-the-wulf/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2011/09/01/munly-the-lupercalians-petr-the-wulf/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:12:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Tentacles]]></category>
		<category><![CDATA[Jay Munly]]></category>
		<category><![CDATA[Munly]]></category>
		<category><![CDATA[Munly & The Lupercalians]]></category>
		<category><![CDATA[Rebecca Vera]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Ferbrache]]></category>
		<category><![CDATA[Sergei Prokofjew]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=183</guid>
		<description><![CDATA[Das russische Märchen von Peter und dem Wolf ist von Beginn an stark mit dem Medium Musik verknüpft gewesen – ist sein Stoff doch keineswegs volkstümlich, sondern die Erfindung des bekannten Komponisten Sergei Prokofjew, der auch die Musik dazu schrieb. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/munly-the-lupercalians-petr-the-wulf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lupercalia.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-849" title="lupercalia" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lupercalia-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das russische Märchen von Peter und dem Wolf ist von Beginn an stark mit dem Medium Musik verknüpft gewesen – ist sein Stoff doch keineswegs volkstümlich, sondern die Erfindung des bekannten Komponisten Sergei Prokofjew, der auch die Musik dazu schrieb. Wahrscheinlich ist diese Musik, die in erster Linie als Hintergrundmusik zur theatralischen Lesung des Märchens gedacht war, sogar den meisten Leuten bekannt, sei dies durch ihre Verwendung im Werbefernsehen oder durch zahlreiche Interpretationen von Walt Disney bis Reinhard Mey. Jüngst widmete sich der amerikanische Sänger und Banjospieler Jay Munly dem Stoff und gründete dazu sogar eine eigene Band: die Lupercalians.<span id="more-183"></span></p>
<p>Munly ist eine der schillerndsten Gestalten der berüchtigten Denver-Szene, die seit den 80ern für seltsam angeschwärzte Americana steht und sich eine ganz eigene Rubrik in der amerikanischen Subkultur erspielt hat, irgendwo zwischen Eckpunkten wie dem Altpunk und Meistersatiriker Jello Biafra (der viele der einschlägigen Alben auf seinem Label herausbrachte und auch das vorliegende veröffentlichte) und dem Produzenten Bob Ferbrache (der den Aufnahmen oft ihre klangliche Gestalt verleiht). Munly selbst zählt quasi zu den Urgesteinen der Szene, wirkte bei den legendären Denver Gentlemen mit und war/ist Teil von Gruppen wie DeVotschka und Slim Cessna’s Auto Club. Wer Munlys eigenen Arbeiten kennt und schätzt, der würdigt ihn sicher nicht nur als Musiker, sondern auch als versierten Geschichtenerzähler, und weiß um seine Vorliebe für verschrobene Konzeptalben zu typisch amerikanischen Themen. Oft sind es Themen, die gemeinhin als randständig gesehen werden, ohne es eigentlich zu sein, voll mit teilweise whitetrashigen Zitaten, deren Stellenwert meist einen großen Interpretationsspielraum zulässt. Der Galvanized Yankee von gleichnamigen Album, ein zwiespältig zu betrachtender Überläufer während des Sezessionskrieges, zählt zu den markantesten Hauptfiguren dieses Universums.</p>
<p>Eine ohnehin interpretationsbedürftige Parabel wie die von Peter, seinem Großvater und den sich gegenseitig überlistenden Tieren muss zwangsläufig das Interesse Munlys wecken, der den Stoff erwartungsgemäß umdichtet und als Geschichtenzyklus um eine fiktive Region namens Lupercalia mit allerhand archetypischen Symbolen auflädt. Im Unterschied zu den meisten bisherigen Interpreten packen die Lupercalians die Geschichte in folkige Alt-Country-Songs, bei denen die einzelnen Figuren ihre eigene Sicht auf die Ereignisse kundtun – mal in nachdenklichen Rezitationen, mal in schmissigen Strophen, bei denen ihr Hauptmedium – Munlys Gesang – seine beachtliche Variationsbreite und seinen Sinn für originelle Melodien unter Beweis stellt. Mit der ursprünglichen Musik des russischen Stoffs hat das Album übrigens wenig zu tun.</p>
<p>Die ersten drei Songs sind dem Fan natürlich schon aus einer Onlinecommunity bekannt (gemeint ist diejenige, die derzeit mit enormen Datenmengen und dem Flair eines Multimedia-Warenhauses ihre User vergrault), und ich muss gestehen, dass mir die schlichte klangliche Gestalt der halbfertigen Versionen fast noch mehr zusagte als die Albumfassungen, die aufgrund ihres stark raumorientierten Sounddesigns so plastisch wie kleine Reliefs erscheinen. Immerhin hält diese Eigenschaft, die die Songs teilweise wie eine edle Glasur überzieht, die Songs durchgehend zusammen: Gerade die einleitenden Stücke – “Scarewolf”, das einer Art Wolfsscheuche ihre Stimme gibt und den bösen Wolf mit zaghafter, beinahe furchtsamer Stimme als chimärenhafte Projektionsfläche entwirft, die fast heitere Polka in “Petr”, die den Helden einführt, und den Hit “Grandfather” – wirken dadurch wie eine untrennbare Einheit. An die Streicherpassagen im letztgenannten Song, die nur gelegentlich eingeblendet werden und den Kunstcharakter des Ganzen hervorheben, muss man sich eine Weile gewöhnen, gewinnender ist jedoch Munlys Markenzeichen par excellence, sein teilweise hämmernder Anschlag auf dem Banjo.</p>
<p>Der Stoff, die kohärente Produktion, gelegentlich wiederkehrende, verhallte Dronepassagen – allesamt Zutaten, die “Petr &amp; the Wulf” als ein kompaktes, an keiner Stelle ausladendes und ausuferndes Album erscheinen lassen, in das sich die Vocals von Rebecca Vera und dramatische Drumpassagen nahtlos einfügen. In Fankreisen ist Munly natürlich längst Kult – dass er mit dem aktuellen Album auch hierzulande von einer größeren Hörerschaft wahrgenommen wird und so aus dem Schatten bekannterer Kollegen herauswächst, sei ihm von Herzen gegönnt. (U.S.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2011/09/01/munly-the-lupercalians-petr-the-wulf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SLIM CESSNA’S AUTO CLUB: Buried Behind The Barn</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/09/01/slim-cessna%e2%80%99s-auto-club-buried-behind-the-barn/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2011/09/01/slim-cessna%e2%80%99s-auto-club-buried-behind-the-barn/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 07:03:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Tentacles]]></category>
		<category><![CDATA[Cargo Records]]></category>
		<category><![CDATA[Jay Munly]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Ferbrache]]></category>
		<category><![CDATA[Slim Cessna]]></category>
		<category><![CDATA[Slim Cessna's Auto Club]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=133</guid>
		<description><![CDATA[Das Schöne am sogenannten „Denver Sound“ ist, dass die gut zwei handvoll Exponenten, die man unter diesem Sammelbegriff zu fassen sucht, alle sehr unterschiedlich klingen. Wenn man neben der lokalen noch die musikalische Komponente mit einbringen will, dann klingen weit &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/slim-cessna%e2%80%99s-auto-club-buried-behind-the-barn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/scacburied.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-689" title="scacburied" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/scacburied-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Schöne am sogenannten „Denver Sound“ ist, dass die gut zwei handvoll Exponenten, die man unter diesem Sammelbegriff zu fassen sucht, alle sehr unterschiedlich klingen. Wenn man neben der lokalen noch die musikalische Komponente mit einbringen will, dann klingen weit gefasste Genrekonstruktionen wie „Dark Alternative Hillbilly Gothic“ und dergleichen derart nach Begriffsungetüm, dass man sich schon gar nicht mehr vor der Klischeefalle zu fürchten braucht. <span id="more-133"></span>Neben dem unberechenbaren Yankee-Satiriker Jay Munly, dem bleichen Mahner David Eugene Edwards (SIXTEEN HORSEPOWER, WOVEN HAND) und der zwischen Folklore und tiefgründigem Pop changierenden Kal Cahoone (TARANTELLA) zählt auch Slim Cessna zu den Protagonisten dieses subkulturellen Netzwerks. Wie bei den anderen geht seine Karriere auf die mittlerweile schon legendären DENVER GENTLEMEN zurück, seit einem Jahrzehnt betreibt er sein eigenes Bandprojekt SLIM CESSNA’S AUTO CLUB, bei dem Munly wiederum der zweite Sänger ist.</p>
<p>Bislang fielen S.C.A.C. für mich immer etwas hinter die anderen Denver-Bands zurück, denn ich hielt sie für eine etwas derbe Party-Variante von Woven Hand und Co., von der sicher gute Konzerte zu erwarten sind, der aber eine vergleichbare Tiefe fehlt. Nachdem ich so auch dem 2008 erschienenen Longplayer „Cipher“ nur eine halbe Chance gab, lässt mich die aktuelle, gut halbstündige EP „Buried Behind the Barn“ meine Vormeinung deutlich revidieren. Doch zunächst zu den Fakten – „Buried“ ist kein neues Werk der Band, sondern eine bereits 2004 auf einer limitierten CDr zusammengetragene Ansammlung von Outtakes und Alternativ-Versionen früherer Stücke, die jüngst von Bob Ferbrache (u.a. HUMAN HEAD TRANSPLANT, BLOOD AXIS) überarbeitet und nun auf Jello Biafras Alternative Tentacles-Label zugänglich gemacht wurde. Cessna und seine Mannschaft gehen mit „Cranston“ gleich in die Vollen und führen einen unmissverständlich ein in den Stil und die Lieblingsmotive der sechs Cowboys: Zu einem hypnotisch angeschlagenen Banjo und einem punkigen Polkarhythmus singen Cessna und Munly eine schwarzhumorige Moritat über einen anscheinend archetypischen Stoff der besungenen Grenzstadt – um Huren und Mörder geht es, und um einen wiedergängerischen Mahner mit der Bibel in der Hand, der die Bewohner zum reumütigen Busgebet auffordert. Ob die religiöse Ermahnung auch bei den Cessna-Fans fruchten wird, wäre eine interessante Frage – in seiner Rohheit dürfte mich das Stück wohl eher zum Pogo animieren als zur reumütigen Innenschau. Es gibt weitere Stücke mit Schmiss, „Shady Lane“ beispielsweise ist eine ebensolche Polka-Punk-Ballade – mit apokalyptischem Pathos wird die Figur eines charismatischen, mönchischen Outsiders, eines lonesome Rider im Büßerhemd zum Leben erweckt. Der Song steigert sich nach und nach zum Crescendo, und alles gipfelt in einem von „Glory, Glory, Halleluja“-Geschmetter begleiteten Tusch. Einige der Songstexte wechseln beinahe im Sekundentakt zwischen Tragik und reißerischem Melodrama, derweil die Musik vorübergehend in bewusst dick aufgetragener Wehmut versinkt, nur um danach noch kompromissloser und fatalistischer nach vorn zu preschen. Diese Bandbreite lässt dann auch rockige Elemente wie etwa bei „Jackson“ zu. Im Unterschied zu den Rockstücken auf dem Vorgängeralbum, die mir immer etwas zu sehr nach Autoradio und Vollgas klangen, geht es hier eher schleppend zur Sache. Gerade die richtige Gangart, um sich voller Verzweiflung seinen Lebenshunger aus Leib und Seele zu singen, bevor das Stück mit einer 60s-Hammondorgel sein schwermütiges Ende findet. Auch besinnliche Momente gibt es, wobei die Schmonzette „Angel“ aufgrund von Cessnas Jodeln vielleicht nicht jedem gefallen mag. Passend sind dann Zeilen wie diese gar zu rührende Liebeserklärung: „The Angel sang her sweet refrain/Her lovely name can heal the lame/Ten thousand men they felt the same/My angel came/For me she sang.“ Angesichts der augenzwinkernden Grundattitüde des Ganzen sind natürlich auch dies Cultural Studies im besten Sinne, aber mit der typischen Pedal-Steel-Gitarre ist es auch mir dann etwas zu nah am Schlager-Country. Das Gegenstück dazu findet sich im finalen „Earthquake“, das vom Archetypus der leidenschaftlich begehrten Verführerin handelt und dem Bluesrock huldigt.</p>
<p>Die Frage, wie ein an manchen Stellen doch recht puritanisches Religionsverständnis, dass zunächst einmal ohne deutlich erkennbare Brechung auskommt, bei einem Publikum Anklang findet, das eine solche Religion schätzungsweise nur in Ausnahmen praktiziert, hat sich gerade im Fall von Cessnas Kollegen Woven Hand schon macher gefragt. Man erklärt das gerne über den vielzitierten “Exotenbonus” und die Distanz des Rezipienten, der die in den Songs präsentierte Welt als nicht die seine erkennt. Damit verbunden natürlich über die Lust am Schwelgen in derber Düsternis. Im Falle von S.C.A.C., bei denen sich solche Motive ebenso finden, fällt die Erklärung vielleicht noch weniger schwer, denn in Cessnas Welt verschmelzen Apokalyptik und der Glaube an Prädestination mit der Lust auf starken Fusel, mit der Freude am Tanz mit Provinzmädchen und der Wertschätzung ehrlicher Männerfreundschaften. Die Schwarzromantik von Woven Hand wird hier oftmals an der Grenze zur Räuberpistole präsentiert, und das mit voller Absicht und selbstverständlich durchweg gelungen. Die gegenkulturelle Relevanz von S.C.A.C. liegt unter anderem darin, dass eine solche Variante des viel beschworenen “anderen”, “unbewussten” Amerika nicht nur ungeheuren Spaß machen kann, sondern auch selten ist, mag man es nun “weird” nennen oder sonstwie.</p>
<p>Dass „Buried Behind the Barn“ mehr eine Art Sammelsurium darstellt, vergisst man schnell, denn es gebärdet sich so kohärent wie ein richtiges Album, und zugleich so facettenreich, wie ein gelungenes sein sollte – ein beeindruckendes Stück Americana, irgendwo in der Mitte zwischen Calvinismus, Robert Crumb und Rodeo, und ideal zum Kennenlernen der Band. (U.S.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2011/09/01/slim-cessna%e2%80%99s-auto-club-buried-behind-the-barn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
