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	<title>African Paper &#187; Robert Wyatt</title>
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		<title>THROBBING GRISTLE: Journey Through a Body</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Sep 2018 06:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach „The Second Annual Report“, „20 Jazz Funk Greats“ und der Best of „The Taste of TG“ erscheinen nun drei weitere Alben Throbbing Gristles im Rahmen der Wiederveröffentlichungsoffensive von Mute Records: &#8220;Heathen Earth&#8221;: 1980 vor einem Publikum &#8211; das viele &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/09/29/throbbing-gristle-journey-through-a-body/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/09/TG.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16391" title="TG" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/09/TG-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach „The Second Annual Report“, „20 Jazz Funk Greats“ und der Best of „The Taste of TG“ erscheinen nun drei weitere Alben Throbbing Gristles im Rahmen der Wiederveröffentlichungsoffensive von Mute Records: &#8220;Heathen Earth&#8221;: 1980 vor einem Publikum &#8211; das viele versammelte, die die Industrial Culture geprägt hatten -live im Studio aufgenommen. „Mission of Dead Souls“- die Dokumentation des letzten Auftritts der Band in San Francisco 1981, auf der Stücke wie „Thee Process“ und „Looking for the OTO“ schon auf die Themenfelder hinweisen sollten, die Psychic TV über lange Jahre beschäftigen würden. <span id="more-16389"></span>„Journey Through A Body“ versammelt die letzten – vor der Reformierung der Band in den 00er Jahren – 1981 gemachten Studioaufnahmen und erschien ursprünglich auf Walter Ulbricht Schallfolien postum im Jahr 1982.</p>
<p>Zum Kontext: Cosey war – durch Vermittlung Robert Wyatts – angesprochen worden, etwas zum Thema „A journey through the body“ für den italienischen Radiosender RAI aufzunehmen. Daraus entwickelten sich die unter Mitwirkung von allen vier Bandmitgliedern gemachten Aufnahmen. Die in Rom im März 1981 innerhalb von fünf Tagen im RAI-Studio komponierten/improvisierten und eingespielten fünf Stücke fanden (lauf Coseys Autobiografie) weitgehend ohne Mitwirkung der dort beschäftigen Techniker statt: „The studio technicians were a joke – they were stoned or drunk and unhelpful mots of the time.“ Die Frage ist allerdings sowieso, inwiefern die Zusammenarbeit von den sich in Auflösung begriffenen „wreckers of civlization“ mit „normalen“ Technikern sonderlich fruchtbar gewesen wäre.</p>
<p>Das lange „Medicine“ beginnt mit Hochtönen, die an frühe Whitehouse erinnern. Das Fiepen der Elektronik, das Piepen von Krankenhausgeräten, kurz einsetzende Stimmen, Ächzen und Stöhnen; all das illustriert sehr gut, dass (diese )„Medizin“ den Menschen lediglich in all seiner Kreatürlichkeit zeigt. Das Stück klingt wie ein Mashup aus „Hamburger Lady“ und „After Cease to Exist“. „Catholic Sex“ dagegen kombiniert und kollagiert kaputte Beats, Coseys Horn, Beischlafgeräusche und Genesis&#8217; Textrezitation: „I couldn&#8217;t help but touch her body“. Kurzzeitig setzt eine sphärische Orgelmelodie ein. „Exotic Functions“ besteht aus Wasserplätschern, einer Spieluhr (?), Klavierpassagen, perkusiven Momenten und Tierstiummen. Vielleicht ist das TGs ultimativer Martin Denny-Tribut. Auf „Violencia“ hört man Frauenstimmen, Störgeräusche und ein dissonantes, hektisches Klavier, das klingt, als habe Charlemagne Palestine im Studio vorbeigeschaut. Das das Album beendende „Oltre la morte“ ist dagegen ein sehr harmonisches (und scheinbar ungebrochenes) Pianostück.</p>
<p>Ob man so weit gehen muss, zu sagen, dass es sich bei „Journey Through A Body“ um TGs „gespenstischstes Album“ handele, wie es im Pressetext heißt, sei dahingestellt, aber die hier versamelten Aufnahmen klingen auch nach all den Jahrzehnten enorm frisch und machen – vielleicht stärker als andere Aufnahmen der Band &#8211; deutlich, wie viel Wolf Eyes und andere aus deren Umfeld Peter Christopherson, Genesis Breyer-P.-Orridge, Chris Carter und Cosey Fanni Tutti schulden. Es wäre jetzt interessant zu wissen, ob es eine weitere Veröffentlichungsrunde gibt – „D.o.A.: The Third and Final Report“ fehlt schließlich noch – und die <a href="http://x-tg.com/">bisher unveröffentlichten Studio- und Liveaufnahmen</a> von X-TG zugänglich gemacht werden. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="www.mute.com">Mute</a></strong></p>
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		<title>Neues vom Abwärts!-Magazin: Heft 12 und Abonnement</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2016 12:55:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom Berliner Abwärts!-Magazin ist vor kurzem die 12. Ausgabe erschienen. &#8220;ABWÄRTS ist das Gemeinschaftsprodukt folgender Zeitschriften: Es beerbt die seligen Sklaven, den unregelmäßig erschienenen Nachfolger Gegner und integriert die floppy myriapoda (als „Subkommando für die freie Assoziation“), den politjournalistisch ausgerichteten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/02/12/neues-vom-abwarts-magazin-heft-12-und-abonnement/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Berliner Abwärts!-Magazin ist vor kurzem die 12. Ausgabe erschienen. &#8220;ABWÄRTS ist das Gemeinschaftsprodukt folgender Zeitschriften: Es beerbt die seligen <em>Sklaven</em>, den unregelmäßig erschienenen Nachfolger <em>Gegner</em> und integriert die <em>floppy myriapoda</em> (als „Subkommando für die freie Assoziation“), den politjournalistisch ausgerichteten <em>telegraph</em>, der dem katastrophalen Abbau ostdeutscher Ökonomie, Kultur und Identität seit 1989 – als Nachfolgeblatt der Ostberliner <em>Umweltblätter</em> – nachgeht, und den kulturpolitischen Almanach <em>Zonic</em>. Das neue literarisch-politische Periodikum wird seit März 2014 alle zwei Monate herausgegeben. Der Name ABWÄRTS geht auf Franz Jung zurück. Die Autobiographie des Schriftstellers, Ökonomen und Politikers erschien unter den Titeln <em>Der Weg nach unten</em> (1961) und <em>Der Torpedokäfer</em> (1972), der Arbeitstitel des ersten Manuskriptes jedoch war <em>Die Vögel und die Fische. 33 Stufen abwärts</em>. Aus dem Leben eines Deutschen (Brief an Ruth Fischer vom 24. 1. 1947).&#8221; <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/02/abwärts12.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-11646" title="abwärts12" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/02/abwärts12-184x300.jpg" alt="" width="184" height="300" /></a><span id="more-11644"></span>Von der Redaktion des Magazins <em>Abwärts!</em> (<a href="http://africanpaper.com/2015/12/09/11-ausgabe-des-abwarts-magazins-erschienen/">siehe auch diese Ankündigung auf unserer Seite</a>) erreicht uns untenstehender Aufruf. In <em>Abwärts! </em>erscheint seit November 2014 <a href="https://robertmiessner.wordpress.com/2015/12/10/magic-mantras/">Robert Mießners Musikkolumne <em>Magic Mantras mit Texten zu Robert Wyatt, Last Dominion Lost, Maurice Louca, Ramleh, Peter Brötzmann, David Bowie u.a.</em>, die auch für Leser von African Paper von Interesse ist</a>, ferner brachte <em>Abwärts! </em>bis jetzt Artikel zu Sun Ra, Peter Laughner und Test Department. Wir finden, dass die deutschsprachige, unabhängige Presselandschaft um eine explizite Stimme ärmer wäre, sollte das weitere Erscheinen von Abwärts! nicht gesichert sein.</p>
<p><strong>UMSONST IST NICHT MAL DER TOD</strong></p>
<p><em>ABWÄRTS!</em> braucht neue Abonnenten!</p>
<p>+++ AKTION bis zum 15. März 2016 – Pro Neuabo gratis ein Buch aus der Reihe PAMPHLETE +++</p>
<p>15 Euro für 3 Ausgaben inkl. Porto (Ausland exkl. Porto)</p>
<p>Per Mail: bestellung@basisdruck.de oder telefonisch: 030 473 083 60</p>
<p>„<em>ABWÄRTS!</em> konstatiert Realität – und sucht Partner, um sich gegen jene zu verbünden“, schrieben wir ins Gründungsmanifest unserer Zeitschrift, in Heft 1 vom März 2014. Die Realität im Januar 2016 sieht so aus: wir müssen in den nächsten Wochen mehr Abonnenten begrüßen, anderenfalls ist das kontinuierliche, zweimonatliche Erscheinen von <em>Abwärts! </em>nicht länger zu sichern. Kein Drucker wird für lau seine Maschinen anwerfen; kein Bäcker sein Brot umsonst herausgeben. „Bücher sind Lebensmittel“, hieß es für lange Jahre an der Außenfassade der nicht mehr existenten Kollwitz-Buchhandlung auf der Danziger Straße, Verwaltungsbezirk Pankow. Wir meinen: Zeitschriften sind Viktualien, und wir wollen weitermachen.</p>
<p>In den bis jetzt erschienenen elf <em>Abwärts!</em>-Heften konnten Sie lesen, warum die „Sinti und Roma-Brigaden sich die Reichtümer Südbayerns und Mittelostschwabens mehr als verdient“ haben. Den 100 Jahren Erster Weltkrieg stellten wir die 100 Jahre des Jazz-Kosmikers Sun Ra gegenüber. Wir präsentierten Unveröffentlichtes von Heiner Müller und Lyrik und Prosa aus dem erweiterten Prenzlauer Berg, der sich schon mal bis nach Albanien erstreckt. Dazu Überlebensratgeber, Reiseaufzeichnungen aus der Ukraine, Dramatik, eine wachsende Zahl von Nachrufen. Dies alles jeweils mit einer Grafikstrecke ausgewählter Künstler.</p>
<p>In Heft 12 werden sie bemerken, dass wir eine zusätzliche Kolumne eingeführt haben, in der neuere und neueste Buchveröffentlichungen diskutiert werden sollen. Der erweiterte Prenzlauer Berg reicht diesmal bis nach New York City und kehrt zurück nach Mecklenburg und Vorpommern. Das Herzstück bildet Philippe Malones Drama <em>Septembren</em>, ein Versuch, den Schrecken der Gegenwart die Schrift entgegenzuhalten. Wir haben noch vieles vor und zählen dabei auf Sie: Leser und Partner.&#8221;</p>
<p><strong>Verlag: <a href="http://www.basisdruck.de/shop_content.php?coID=15">Basisdruck</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.basisdruck.de/index.php?cPath=24">Bestellmöglichkeit</a></strong></p>
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		<title>ROBERT WYATT: Different Every Time (2CD)</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Nov 2014 06:52:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Man könnte vielen Best of-Sammlungen den Titel „Different Every Time“ verpassen, denn fraglos haben sehr viele Musiker mit der Zeit markante Wandlungen durchlaufen. Selten jedoch lässt gerade dies die Konstanten des musikalischen Ausrucks und der persönlichen Aura derart deutlich aufscheinen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/11/08/robert-wyatt-different-every-time-2cd/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/10/robertwyatt_differenteverytime.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9536" title="robertwyatt_differenteverytime" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/10/robertwyatt_differenteverytime-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man könnte vielen Best of-Sammlungen den Titel „Different Every Time“ verpassen, denn fraglos haben sehr viele Musiker mit der Zeit markante Wandlungen durchlaufen. Selten jedoch lässt gerade dies die Konstanten des musikalischen Ausrucks und der persönlichen Aura derart deutlich aufscheinen wie bei Robert Wyatt, der in den 60ern als Schlagzeuger und einer der Sänger von Soft Machine debütierte und bis heute feinsinnige Bande zwischen den Gefilden des Prog, des Jazz und sensibler Songwritermusik knüpft. Dabei geht er stets etwas anderes vor als die meisten – gewitzter, freundlicher, bissiger und doch stets genießbar. Auch so kann man den Titel begreifen.<span id="more-9535"></span></p>
<p>„Different Every Time“ ist nicht die erste Compilation von Robert Wyatt, sehr wohl aber die erste, die sämtliche Schaffensphasen abdeckt und zugleich einen Über- oder besser Einblick in seine enorme Kollaborationstätigkeit gibt. Selbstredend setzt auch diese vom Musiker selbst vorgenommene Auswahl, die ein Werk von (Soft Machine und die kurzlebige Nachfolgeband Matching Mole mitgerechnet) achtzehn Alben und etlichen Kleinreleases abdeckt, Schwerpunkte und erhebt keinen ultimativen Anspruch.</p>
<p>Wyatt bezeichnete die Soft Machine-Single „Moon in June“ einmal scherzhaft als sein erstes Solostück, da es so stark von seinem Gesang geprägt war wie keines der anderen Stücke der Band, und so ist es kein Wunder, dass neben der ans Falsett grenzenden Stimmarbeit noch andere typische Wyatt-Muster in der beatlastigen Psych Rock-Nummer zu finden sind – genau bemessene Klangkomponenten, intelligente Breaks und nicht zuletzt Lyrics von feinsinniger Doppeldeutigkeit. In den beiden Songs seiner 1972 gegründeten Band Matching Mole kündigt sich bereits das Jazzfaible an, seine ironischen Verse knüpfen sich das Songschreiben vor und legen in kindlicher Direktheit kompositorische Klischees bloß. Selbst vor der frohen Botshaft als nicht mehr genießbarem Song des Herrn wird nicht Halt gemacht, wobei die Beichte nicht ausbleibt &#8211; „pardon me, I&#8217;m very drunk“.</p>
<p>Die Auswahl der Soloarbeiten richtet sich kaum nach dem Bekanntheitsgrad der Stücke, so ist von seinem erfolgreichsten Album „Rock Bottom“ nur ein Song in Liveversion enthalten, wohingegen mit seinem verdröhnten Cover von Chris Andrews&#8217; „Yesterday Man“ (viele halten es für einen Beatles-Song) ein eher obskurer EP-Track enthalten ist. Viele Beiträge demonstrieren Wyatts Kunst, zeitgemäßes aufzunehmen und seinem eigenen Stil anzuverwandeln. Das etwas an Peter Gabriel erinnernde „Age of Self“, bezeichnenderweise mitte der 80er auf der LP „Old Rottenhead“ erscheinen, zeigt dies vielleicht am besten. Dabei bleibt Wyatt stets in einem Rahmen, den man vorsichtig als Pop bezeichnen kann, was heißt, dass seine Musik fast immer auch als Hintergrundbeschallung oberflächlich genießbar wäre, und auch in einem nicht allzu ausgefallenen Radioprogramm die anspruchsloseren Gemüter nicht unbedingt stören würde. Vielleicht registrieren diese die vielen subversiven doppelten Böden seiner Songs und vor allem seiner Texte unbewusst &#8211; jedenfalls ist Wyatt auch in der Hinsicht &#8220;different every time&#8221;.</p>
<p>Wyatt kollaborierte über die Jahre mit hunderten von Leuten, und was die zweite CD am ehesten vermittelt, ist die stilistische Bandbreite, die er sich zutraute, zurecht ohne dabei auch nur einen Moment um seine stilistische Kohärenz zu bangen. Auch hier ist er also der große Anverwandler. Duette mit Sängerinnen wie der Jazzerin Anja Garbareck oder mit Björk in einem „Medulla“-Stück stehen neben Bossa Nova und experimentierfreudigem Pop von Working Week und Hot Chip. Heraus stechen – konzeptuell – ein von Elvis Costello und Clive Langer verfasstes Solo Wyatts mit einem bissigen Text zum Falkland-Krieg, das ebenso gut auf die erste Scheibe gepasst hätte und – als Höhepunkte – ein folkig angehauchtes a capella mit Cage, Steele und Eno, sowie nicht zuletzt das apokalyptisch düstere „Jellybabies“ mit Epic Soundtracks.</p>
<p>Als interessierter Laie mit bisher eher punktuellen Einblicken bleibt mir nur ein kurzes Fazit, nämlich dass die Sammlung einen guten Einstieg vermittelt, der sich bei Interesse mit der gleich betitelten Biografie von Marcus O&#8217;Dair vertiefen lässt.</p>
<p><strong>Label: Domino</strong></p>
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