<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Rudolf Steiner</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/rudolf-steiner/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 15 May 2026 03:44:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>ONASANDER / ASHTORETH / GYDJA: Animic Atmospheres</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/08/17/onasander-ashtoreth-gydja-animic-atmospheres/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2024/08/17/onasander-ashtoreth-gydja-animic-atmospheres/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Aug 2024 01:47:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Abby Helasdottir]]></category>
		<category><![CDATA[Ashtoreth]]></category>
		<category><![CDATA[Gydja]]></category>
		<category><![CDATA[Maurizio Landini]]></category>
		<category><![CDATA[Onasander]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Verwimp]]></category>
		<category><![CDATA[Rudolf Steiner]]></category>
		<category><![CDATA[Winter-Light]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=41697</guid>
		<description><![CDATA[Wie eine Reise beginnt &#8220;Animic Atmospheres&#8221;, das von einer Vortragsreihe Rudolf Steiners aus dem Jahr 1912 inspirierte gemeinsame Album von Onasander, Ashtoreth und Gydja &#8211; Ashtoreth kennen unsere Leser bereits von zahlreichen früheren Soloarbeiten und Kollaboration, unter dem der griechischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/08/17/onasander-ashtoreth-gydja-animic-atmospheres/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/animicatmospheres.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-41704" title="animicatmospheres" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/animicatmospheres-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wie eine Reise beginnt &#8220;Animic Atmospheres&#8221;, das von einer Vortragsreihe Rudolf Steiners aus dem Jahr 1912 inspirierte gemeinsame Album von Onasander, Ashtoreth und Gydja &#8211; Ashtoreth kennen unsere Leser bereits von zahlreichen früheren Soloarbeiten und Kollaboration, unter dem der griechischen Philosopie entlehnten Namen Onasander firmiert der italienische Ambient- und Industrialmusiker, der auch als Les Anges Morts bekannt ist und hinter dem Namen Gydja verbirgt sich die Grafikerin Abby Helasdottir, die wohl auch an der Musik nicht ganz unbeteiligt gewesen ist.<span id="more-41697"></span></p>
<p>Wie eine Musik der Sphären entfaltet sich glitzernd geschmückter und verzückter Ambient im Opener &#8220;You Who Watch Over The Souls Of The Spheres&#8221; und wird zum Hintergrund einer pythagoräisch anmutenden Szenerie, in der Wasser fließt und ein leichter Hauch zu hören ist, der mit etwas Fantasie von einer menschlichen Stimme kommen könnte. Immer wieder wiederholen sich einzelne Motive, doch von Zeit zu Zeit kommt Neues hinzu, metallophones Glöckeln z.B und etwas quietschendes, das vergnügte Vögel sein könnten. Hat man sich an diesen Schauplatz gewöhnt, scheint er sich merkwürdig zu verändern, eine raue, fast doomige Schwere mit der Handschrift Ashtoreths macht sich breit und färbt die bunte Szenerie in düstere Farbtöne. Erst jetzt schwant einem, dass der Ort sich gar nicht verändert haben könnte, dass man sich stattdessen an einen anderen, tiefer gelegenen Ort begeben hat. Doch auch hier erscheinen irgendwann neue himmlische Klänge, eine rituelle Rassel erklingt und gegen Ende hört man sogar das liebliche Zwitschern und Klingeln wieder. Auch das Wasser, man findet sich am Meer wieder und hört den stürmischen Gezeiten zu.</p>
<p>In jedem der Stücke verstärkt sich der Eindruck, verschiedene Dimensionen zu durchwandern, auch mehrfach innerhalb eines Stücks. In &#8220;Spirit Portents&#8221; dominieren metallende Anschläge wie mit Barren ein Klangbild, in welchem sich das Hallen melodischen Ambients und kerniges, doomiges Grollen, in das ich bald deine knorrige Stimme mischt, abwechseln, bis alles in einem schmerzvollen Jammer mündet. Auch in &#8220;The Mystery of Golgatha&#8221;, vielleicht das Herzstück des Albums, aber auf jeden Fall eines seiner Höhepunkte, ist diese Dualität deutlich zu spüren. Es referiert vom Titel her auf eines der zentralen Narrative Steiners, das die Ereignisse der Kreuzigung Christi und dessen Auferstehung als ein zentrales Ereignis der Menschheitsgeschichte interpretiert, bei der das, was Steiner das menschliche Ich nennt, unabhängig vom Glauben des Einzelnen überhaupt erst in die Welt gekommen ist und somit den Menschen eine Kraft zum Einhegnen und Bearbeiten des Unbewussten gegeben hat. Dieses Stück kommt orchestraler daher als der Rest und offenbart zu Beginn eine gewisse Orgelschwere, in deren Ton sich etwas, das an eine weibliche Stimme erinnert, einklinkt, bis sich alles komplett verwandelt. Der Verwandlungsprozess besteht aus heftigen, semiperkussiven Sounds, die rasant durch die Szenerie ziehen und im Nu verschwunden sind und einem entrückten klingelnd-glitzernden Klangbild Platz machen.</p>
<p>&#8220;Knocking on Death Door&#8221; gibt sich wesentlich zurückhaltender als die vorausgegangenen Stücke und enlässt zunächst ein geheimnisvoll rauschendes und brodelndes Dröhnen in den Raum, lediglich ein paar Hochtöner und merkwürdiges subkutanes Kratzen &#8220;stören&#8221; die an sich fast meditative Szenerie. Doch auch hier, kurz vor der Mitte des Stücks, zieht dieses noch mal merklich an, das Drone wird rasanter, aufwühlender und beendet das Stück in einem markanten Brummen. Nach &#8220;Cosmic Wisdom&#8221;, das die ambientesten und aufgeräumtesten Momente des Albums bereithält, erscheint &#8220;Disincarnate&#8221; wieder um einiges bewegter und dramatischer, hier wird das Verlassen eines feinstofflichen Körpers aus der groben Materie durch eine wellenförmige Bewegung und einen Glissando-Goldregen nachgezeichnet. Aber auch hier wird kein schöngeistiger Sonntagsspaziergang geschaffen, denn auch hier geht es um Schwerwiegendes, das sich in einer gewissen Rauheit ausdrückt.</p>
<p>Die letzten Passagen des Albums in den Tracks &#8220;Occulted Regions&#8221; und dem Titel Track gehören den entrückteren und hypnotischeren Momenten. Taucht man am Ende wieder aus der Musik in die profane Wirklichkeit, wird einem eventuell erst bewusst, mit welchem Detailreichtum man konfrontiert wurde, der sich durch die gelungene Kombinatorik der Elemente beinahe versteckt. Unter diesem Eindruck lohnt umso mehr ein weiterer Hördurchgang. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Winter-Light</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1587899558/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2024/08/17/onasander-ashtoreth-gydja-animic-atmospheres/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ST. MICHAEL FRONT: End of Ahriman</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/05/05/st-michael-front-end-of-ahriman/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2018/05/05/st-michael-front-end-of-ahriman/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 May 2018 05:06:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Caroline International]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Tedjasukmana]]></category>
		<category><![CDATA[Rudolf Steiner]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Schäfke]]></category>
		<category><![CDATA[St. Michaels Front]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsakt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=15385</guid>
		<description><![CDATA[In der zoroastrischen Religion des Iran verkörpert Ahriman als Gegenpol zum „guten Gott“ Ahura Mazda die Kräfte des Chaos und der Zerstörung. In einem Kosmos, in dem solche Kräfte auf ewig um die Vorherrschaft ringen, muss der Mensch in erster &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/05/05/st-michael-front-end-of-ahriman/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/Cover_Packshot_LP-FINAL.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15386" title="Cover_Packshot_LP FINAL" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/Cover_Packshot_LP-FINAL-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In der zoroastrischen Religion des Iran verkörpert Ahriman als Gegenpol zum „guten Gott“ Ahura Mazda die Kräfte des Chaos und der Zerstörung. In einem Kosmos, in dem solche Kräfte auf ewig um die Vorherrschaft ringen, muss der Mensch in erster Linie die Balance suchen und im besten Fall auch die ahrimanischen Kräfte für sich nutzen. Als eine solche Entität taucht Ahriman zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch in den Lehren Rudolf Steiners auf, der ihn zusammen mit Luzifer und anderen Wesenheiten als großen<span id="more-15385"></span> Herausforderer der Menschheit verstand. Sein Widersacher ist in diesem Kontext der Erzengel Michael, der als lanzentrangender Drachentöter die Menschen befreit und ihnen Trost und Sicherheit bringt.</p>
<p>Vor zirka zwei Jahren machte erstmals das Hamburger Duo St. Michael Front von sich reden, und wer sich etwas eingehender mit dem verqueren Gebräu aus Wave, Folk und Garage Pop auf ihrer EP „In the Wake of a New Dream“ befasste, stellte schnell fest, dass ihr Name Programm war und dass sie sich mit starken Symbolen bepackt tatsächlich diesem mythischen Kampf guter und böser Kräfte widmeten. Gerade in heutiger Zeit sei die Menschheit mehr denn je zum Spielball dieser Kräfte geworden, weswegen die beiden Hanseaten sich mit ihrem ersten Longplayer „End of Ahriman“ nun endgültig anschicken, die destruktiven Mächte des Universums mit Schmalz und Getöse in ihre Schranken zu verweisen.</p>
<p>Zu den Dingen, die der Musik des Duos ihren besonderen Reiz verleihen, gehört neben ihrem eingängigen Popappeal ihre notorische Ungreifbarkeit. Da wäre zum einen der musikalische Ort der beiden und das Echo eventueller Einflüsse – man meint Midge Ure, Echo and the Bunnymen, Wovenhand, Death in June der „Nada!“-Phase und jede Menge englischen Mod-Kram zugleich herauszuhören, was an sich schon eine beachtliche Bandbreite ist, aber obendrein ist die Musik doch mehr als die bloße Summe all dessen. Zum anderen weiß man nie so recht, wie ernst oder unernst Sascha Schäfke und Matthias Tedjasukmana, die neben zahlreichen geteilten Interessen wohl auch eine Walldorf-Jugend gemeinsam haben, es mit ihrem Anliegen meinen, wie viel Ironie in dem überbordenden Pathos ihrer Musik und ihrer Texte liegt. Ich schätze, dass es am Ende auf eine paradoxe Mischung aus alldem hinausläuft, bei dem das Ironische aber überwiegt.</p>
<p>Vergriffen ist die EP bislang noch nicht. Da sie es aber irgendwann sicher sein wird, wird es die Fans der zweiten Stunde freuen, dass ihre vier Tracks auch auf dem Album vertreten sind: das bombastische „Rifles &amp; New Gods“, das mit seinen Kirchenglocken und einer furiosen Schrammelgitarre alle Register zieht und ein bisschen wie eine nicht ganz akzentfreie deutsche Antwort auf Theatre of Hate klingt; „Doom of the Living Room“, das mit martialischer Snaredrum und Westerntrompete zum Showdown ruft und den großen Aufbruch beschwört, während ihm der Schalk aus allen Poren trieft; die beiden Schmachtfetzen „Once“ und „I&#8217;m Fine“.</p>
<p>Die Stücke fügen sich nahtlos in das Album ein, das mit weiteren Hits aufwartet, bei denen wie gewohnt die unterschiedlichsten Stilversatzstücke weniger kollidieren als vielmehr wie von Zauberhand zu einer weiteren, wiedererkennbaren Soundfacette der beiden verschmelzen. Da mischen sich der langgezogene Eighties-Gesang und die demonstrativ nach vorn gemischte Drummachine, die perfekt für Zeilen wie „like a symphony in heaven“ gemacht sind, schon mal mit einer komödiantischen Slideguitar-Imitation, als wäre es das Passendste der Welt, da folgt ein lupenreiner Wavesong wie das dumpfe „Higher Source“ auf ein nostaligisches Banjo und eine gepfiffene Melodie, und auch dies passt, denn in dieser Welt der positiven Mächte hat auch die respektlose Nonchalance gegenüber musikgeschichtlichen Gegensätzen etwas Belebendes und Befreiendes. Die Lagerfeuerhymne „They Burn“, das einen ähnlichen Hit wie &#8220;Once&#8221; abgeben könnte, ist mein persönlicher Favourit und der deutlichste Abgesang auf alle Forces of Evil.</p>
<p>Ich habe keine Ahnung, wie lange es St. Michael Front geben wird, denn für ein dahintreibendes Phänomen wie eine klassische Band ist das ganze zu sehr Rollenspiel, Kunstprodukt und Einladung zum Namedropping. Doch in dem gesteckten Rahmen irgendwo zwischen „Christian Kracht als Popband“ und „beste Neofolk-Karikatur seit &#8216;Swastikas for Noddy&#8217;“ scheint mir noch einiges möglich, und ich hoffe, dass sie das in gleichbleibender Frische nutzen werden. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.staatsakt.com/">Staatsakt / Caroline International</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2018/05/05/st-michael-front-end-of-ahriman/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
