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	<title>African Paper &#187; Ruth Rosenthal</title>
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		<title>We see our era as an apocalyptic one: Interview mit Winter Family</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Apr 2017 04:28:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ici d'ailleurs]]></category>
		<category><![CDATA[Ruth Rosenthal]]></category>
		<category><![CDATA[Winter Family]]></category>
		<category><![CDATA[Xavier Klaine]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einer Reihe von Jahren veröffentlicht das aus Ruth Rosenthal und Xavier Klaine bestehende französisch-israelische Duo unter dem Namen Winter Family eine dronegeschwängerte, düstere Musik. Untermalt von Harmonium oder Klavier spricht und singt Rosenthal ihre Texte. Auf ihrem aktuellen Album &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/04/08/we-see-our-era-as-an-apocalyptic-one-interview-mit-winter-family/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/Shlomi-Yosef-150x1501.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-13571" title="Shlomi-Yosef-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/Shlomi-Yosef-150x1501.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></strong></em><strong>Seit einer Reihe von Jahren veröffentlicht das aus Ruth Rosenthal und Xavier Klaine bestehende französisch-israelische Duo unter dem Namen Winter Family eine dronegeschwängerte, düstere Musik. Untermalt von Harmonium oder Klavier spricht und singt Rosenthal ihre Texte. Auf ihrem aktuellen Album &#8220;South From Here&#8221; gibt es eine kleine musikalische Änderung – eher eine Ergänzung als einen Kurswechsel – , finden sich doch auf einigen Stücken partiell rhythmische und ruppigere Elemente. Der etwas augenzwinkernd betitelte<span id="more-13522"></span> &#8216;doom swing&#8217;, &#8216;funeral pop&#8217; oder &#8216;weird wave&#8217; mutiert aber dadurch nicht zu Musik für die Tanzfläche und Winter Family machen in diesem Interview auch deutlich, dass sie jetzt nicht einem naiven Optimismus verfallen sind, sondern den (selbstverschuldeten) Untergang des Homo sapiens in nicht allzu ferner Zukunft sehen.</strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/2017/04/08/we-see-our-era-as-an-apocalyptic-one-interview-with-winter-family/"><span style="color: #993300;"><strong>English version</strong></span></a></p>
<p><em><strong>Auf eurer Webseite zitiert ihr aus Artikeln, in denen eure Musik (wie ich denke, mit einer gewissen Ironie) als &#8220;Doom Swing&#8221;,&#8221;Funeral Pop&#8221; oder &#8220;Weird Wave&#8221; beschrieben wird. Auf eurem neuen Album ist euer Stil nun wesentlich offener und ausdifferenzierter als zuvor. Betrachtet ihr Stil-Kategorien als etwas, womit man spielen sollte, oder gibt es da immer noch etwas, womit ihr euch identifiziert?</strong></em></p>
<p>Diese Begriffe stammen von Avi Pitchon, einem israelischen Musikkritiker, wir mochten sie und benutzen sie, weil sie witzig sind und für Interpretationen offen. Wir wissen ehrlich gesagt nicht, wie wir unsere Musik beschreiben sollten, und es ist uns auch nicht wichtig. Ich denke, unser &#8220;Job&#8221; ist es, Musik zu machen, und andere können sie beschreiben, wie sie wollen. Andererseits brauchen Leute auch eine Beschreibung, und wir sind froh, wenn sie etwas haben, das zu uns passt.</p>
<p><strong><em>Gab es spezielle Gründe, warum ihr neue Elemente in eure Musik einbezogen hattet (ich frage das, weil im Presseinfo davon die Rede ist, ihr hättet euer Equipment durch den Hurricane Sandy verloren)?</em></strong></p>
<p>Ja, unsere Orgel ertrank, als der Sturm Sandy über NYC und unser Studio in der Gegend von Red Hook hinwegfegte. Die Sounds und die Klarheit New Yorks zwangen uns, einen Synthesizer und eine alte Drum Machine zu kaufen. Ich denke, es war der Ruf der Natur, der Klang von Musikern in unserem Haus, die Tag und Nacht spielten und uns inspirierten.</p>
<p><em><strong>In meiner Review zu eurem neuen Album schrieb ich, dass mich die Musik aufgrund der verwendeten Sounds an die 80er erinnerte. Liege ich da richtig? Falls ja, gab es dazu eine bewusste Entscheidung, oder lag es &#8211; auch im Bezug auf die vorherige Frage &#8211; eher an dem Equipment, das ihr zur Verfügung hattet?</strong></em></p>
<p>Ich bin nicht sicher… es könnte an den Instrumenten liegen, die wir benutzen, oder an unserem Alter. Wir hören nicht wirklich Musik, und so war es keine bewusste Entscheidung oder ein bewusster Wunsch, wie Musik aus den 80ern zu klingen. In der Tat, das Equipment wurde zwischen 1977 und 1984 hergestellt, v.a. das spezielle Reverb, mit dem wir arbeiteten: ein &#8220;Master Room&#8221; von 1984.</p>
<p><em><strong>Wie arbeitet ihr an neuem Material? Arbeitet ihr zusammen an den Texten und der Musik, oder kommt einer zuerst mit einer Idee oder einer Skizze?</strong></em></p>
<p>Es ist unterschiedlich. Oft kommt Xavier mit dem Anfang eines Stückes und dann füge ich (Ruth) einen Text hinzu. Wenn wir dann zusammen spielen, fließen beide Zutaten zusammen und ergeben einen Song. Manchmal ist der Text nur eine Idee, mit der ich spiele und improvisiere, bevor ich ihn niederschreibe, manchmal ist es ein Text, den ich lange davor geschrieben habe. Es gibt Texte, bei denen brauchte ich zehn Jahre, um sie zu schreiben, andere wiederum entstanden in zwei Minuten. Xavier komponiert die Struktur seiner Songs sehr schnell. Er mag es, einfach nur drei Akkorde zu verwenden, die ihm blitzartig in den Sinn kommen, und das gar nicht groß auszubauen. Erst danach arbeitet er monatelang an dem Mix.</p>
<p><em><strong>Gibt es (im Prozess des Komponierens und Schreibens) einen Unterschied zwischen einer Veröffentlichung wie “How Does Time” (die für einen Zug aufgenommen wurde), und euren &#8220;regulären&#8221; Alben?</strong></em></p>
<p>&#8220;How Does Time&#8221; wurde geplant und konzipiert während wir den Zug aufnahmen (und Feldaufnahmen in seinem Inneren sowie der Stadt, in die wir damit fuhren). Es sollte einen starken Ortsbezug haben (wenngleich man es auch überall sonst hören kann). Wir hatten Beschränkungene in der Länge der Stücke, was von dem entsprechenden Bahnhof abhing. Die Spuren wurden automatisch von einem GPS Point-System abgespielt.</p>
<p>In unseren Alben haben wir vollkommen freie Hand, um alles zu entscheiden. Deshalb dauert es auch viel länger, bis wir ein &#8220;reguläres&#8221; Album fertig bekommen.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/g3IiX8SRFVg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em><strong>Könnt ihr ein bisschen was zu den Ideen hinter dem “No World”-Release sagen? Wie oft habt ihr das Gefühl einer “Beschämung, die wir alle spüren in dem großen, gemeinsamen Nenners”?</strong></em></p>
<p>&#8220;No World&#8221; ist eine CD, die wir zusammen mit einem Buch herausbrachten, außerdem eine dokumentarische Theater-Performance (mit dem Titel &#8220;No World/FPLL&#8221;) und ein Track auf dem neuen Album. In diesen drei Sachen wollen wir zusammen mit den Hörern oder Zuschauern diese “Beschämung, die wir alle spüren in dem großen, gemeinsamen Nenners” nachempfinden. Es scheint, dass die Welt mittlerweile entgültig an einem Punkt angekommen ist, den man post-faktisch nennt, auf der einen Seite wissen wir alles, auf der anderen Seite wird uns alles auf den gleichen Tablet serviert, es gibt keine Hierarchie der Ideen, und selbst wenn wir gegen etwas &#8220;kämpfen&#8221; oder agieren wollen, werden wir ein &#8220;Posting&#8221; darüber teilen (was sich natürlich auf nichts auswirkt außer auf unser eigenes moralisches Denken). In dem Theaterstück beziehen wir uns zudem auf eine speziell europäische Art dieser conditio humana, es ging um die Heuchelei in unserer Zeit. In Frankreich beispielsweise gibt man sich offen und multikulturell, obwohl es in Wirklichkeit soviel Rasismus, Bürgerlichkeit und Frauenfeindlichkeit gibt wie eh und je. Wir wollen da einen Spiegel vorhalten, ich denke dass in diesem Stand der Dinge selbst Geschmäcker, Farben und Gefühle ihre Einzigartigkeit verlieren.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/noa-ben-shalom-1-Kopie1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13584" title="noa ben shalom 1 - Kopie" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/noa-ben-shalom-1-Kopie1-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" /></a>Ihr habt eure künstlerische Haltung als “eine Mischung aus Pessimismus und Akzeptanz&#8221; beschrieben. Auf der anderen Seite hat euer Werk oft eine kritische, mitunter wütende Aussage- Wie kann eine pessimistischer Realitätssinn und eine annehmende Haltung für so etwas gut sein?</strong></em></p>
<p>Wir sehen unsere Zeit als eine apokalyptische, nicht auf eine dramatische Art, aber dennoch, wir spüren, dass das Ende der Menschheit nah ist, und das ist gut so. Wir können uns nicht vor uns selbst beschützen, wir denken, dass wir (die Menschen) aus eigenem Willen in diese Situation geraten sind, wir haben die Macht und die Wahl, die Wirklichkeit zu einem Endpunkt zu bringen. Nicht als Opfer, wir haben eine aktive Rolle in dieser Wahl, wir &#8220;essen, was wir gekocht haben&#8221;. Also bleibt uns nur, dies zu akzeptieren und zu feiern, denn es ist immer noch unser Leben, wir haben immer noch Kinder großzuziehen und Gefühle zu teilen, und wenn es dies ist, was wir haben, sollten wir es zumindest akzeptieren. Kein Grund und keine Möglichkeit, immer noch dagegen anzukämpfen. Wir stürzen ins Licht, mit Freude.</p>
<p><em><strong>Ich frage mich in dem Zusammenhang auch, ob die Mehrdeutigkeit, die ich in einigen eurer Songs spüre, damit zu tun hat. Die oft genügsame und freundlich klingende Entspanntheit, die in &#8220;Golden Sword&#8221; mit der dramatischen Stimmung in der Rezitation kontrastiert, oder der unterschwellige Aufruhr im neueren “No WorLD”, die nur ab und zu an die Oberfläche dringt… Sind diese unterschwelligen Narrative auch eine Technik und ein Statement gegen Verdrängung?</strong></em></p>
<p>Wahrscheinlich schon. Wir sind wütend, aber wir sind alt und glauben einfach nicht daran, dass wir mit unserer Musik erreichen, was wir wollen. Was uns bleibt, ist, unsere Gewalt zu &#8220;flüstern&#8221;.</p>
<p><em><strong>In eurem Pressetext steht dass eure Lyrics “versuchen, die Blindheit, in welche die israelische Gesellschaft letztlich sinkt, zu übersetzen”. Würdest du sagen, dass euer neues Album primär politisch ist, oder ist dies nur ein Element unter vielen?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/YaelLavram-300x2001.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-13573" title="YaelLavram-300x200" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/YaelLavram-300x2001.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Die politische Situation berührt und bewegt mich, es beeinflusst die Art, wie ich Dinge sehe, und als Weiterführung davon, die Art, wie ich schreibe. Unsere Songs sind keine politischen Statements und wir sind keine engagierten Künstler, wir befassen uns mit Dingen, die uns wichtig sind. Die israelische (und palästinensische) ist eines davon.</p>
<p><strong><em>Ich sah kürzlich ein Interview mit der amerikanischen Künstlerin Moor Mother, in dem sie gefragt wurde, ob ihre Kunst politisch sei. Sie sagte &#8220;sie soll immer die Wahrheit ausdrücken, was immer das Thema ist”. Ist das eine Haltung, mit der ihr etwas anfangen könnt?</em></strong></p>
<p>Ja. Vollkommen.</p>
<p><em><strong>In dem Song “Yallah” (was im Arabischen soviel wie “Los, auf geht&#8217;s” bedeutet) singt ihr “This is Jerusalem, city of gold with heart of stone”, und in Philippe Petits Video dazu wird die Stadt als ein pulsierender Strudel aus Reizüberflutung und widersprüchlichen Gefühlen präsentiert. Welche Erfahrungen brachten euch dazu, ein solches Bild zu zeichnen?</strong></em></p>
<p>Jerusalem ist meine Stadt, wo ich aufgewachsen bin, und ich sehe es auf unterschiedliche Arten, es ist ein sehr komplizierter, schöner, schmerzvoller Ort. In einem hebräischen Song über die westliche Mauer heißt es &#8220;es sind Menschen mit einem Herz aus Stein und Steine mit den Herzen von Menschen&#8221;, daher hatte ich die Idee. Im Video ging es uns auch um die Idee eines Ortes, der sehr aggressiv ist und zugleich sehr klar. Wir fragten Philippe, ob er das Video machen wollte, denn wir wussten, wir konnten nicht zusammen in einen heruntergekommenen Staat gehen und immer noch die Essenz der Idee bekommen…</p>
<p><em><strong>Es gibt eine Menge Videos zu euren Songs, und ihr habt bereits mit renommierten Filmern wie dem erwähnten Philippe Petit gearbeitet und mit Leuten wie Giovanni Brunetto, Bianca Peruzzi oder Eihab Taha. Betrachtet ihr die Videoarbeiten als einen integralen bestandteil eurer Veröffentlichungen und gleichwertig zur Musik?</strong></em></p>
<p>Für ie Musik brauchen wir länger, aber wir treffen gerne die richtigen Leute und lassen sie die Bilder zum Sound beisteuern. Manche kontaktierten uns, um mit unserer Musik zu arbeiten, und wir sind sehr glücklich damit und mit dem, was sie zu der Musik beitragen.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/noa-ben-shalom-33.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13583" title="noa ben shalom 3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/noa-ben-shalom-33-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Wie stark beeinflusst eure Musik eure Theaterarbeit und umgekehrt?</strong></em></p>
<p>The ‘play write’ (the story) unserer ersten Theaterarbeit war ein Sound-Stück, das wir in Jerusalem für ‘Radio France Culture’ aufgenommen hatten, das zweite war auch sehr soundorientiert, so gesehen schreibt sich die Dramaturgie selbst im Bezug auf den Sound und die Musik. Ebenso in den Theaterhäusern arbeiten wir viel mit den Eigenschaften und Nicht-Eigenschaften der Geräusche, mit der Difussion, den Lautsprechern, wie viele das sind und wo, etc. mit dem großartigen Toningenieur Sébastien Tondo.</p>
<p><em><strong>In dem Song “Abraham” erzählt ihr die biblische Geschichte des Patriarchen und seiner Nachkommen in einer stark kondensierten Form und betont dabei besonders das Schicksal der Nachfahren seiner Söhne Israel und Ismael. Es ist naheliegend, dies auf den anhaltenden und immer wieder aufflammenden Konflikt zwischen jüdischen Israelis und ihren arabischen Nachbarn zu beziehen. Denkst du, dass die Interpretation dessen als Bruderkrieg die Hoffnung für ein besseres gegenseitiges Verstehen mit sich bringt?</strong></em></p>
<p>Ich bin nicht sicher, ob es Hoffnung in sich trägt. Doch obwohl ich keine Religion praktiziere, fühle ich, dass Israelis und Palästinenser sich näher stehen, oder etwas dramatischer: Kinder des gleichen Landes sind (wir können immer noch über historische Rechte sprechen, Rückkehrrechte, Kolonialismus…). Doch ich wurde als Israeli geboren in einem Ort, der zugleich Palästina und Israel ist.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/0_1TTP25OpI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em><strong>In eurem Youtube-Kanal dokumentiert ihr einige eurer “Take Away Shows”, die 2008 in Jerusalem stattfanden. Was war das Konzept hinter diesen Auftritten und fanden sie an Orten mit einer besonderen Symbolik statt?</strong></em></p>
<p>Die &#8220;Take away shows&#8221; wurden von Vincent Moon organisiert, der die Idee hatte, dass wir nach Jerusalem kommen, die Orte in der Stadt suchten wir aus als Orte, die uns sehr schön erschienen und zugleich historisch interessant waren. Das Grab Davids, die große Mauer in der Altstadt, der Ölberg und das schöne Apartment unseres Freundes Ido Schmitt. Wir spielen sehr gerne an besonderen Orten, deshalb spielen wir manchmal in Kirchen, wo Xavier die Orgel spielt und ich das Soundsystem des Pristers am Altar benutze.</p>
<p><em><strong>Ihr habt in unterschiedlichen Ländern gespielt (und gelebt). Denkt ihr, dass sich die Rezeption eurer Arbeiten in den verschiedenen Ländern unterscheidet? Wie waren eure erfahrungen bisher?</strong></em></p>
<p>Unsere Arbeit und unser Blickwinkel verändern sich mit dem Orten und Dingen, die wir aufsuchen, mit dem, was wir sehen, den Menschen, die wir treffen und den Klängen, die uns umgeben. In NYC z.B. konnten wir nachmittags in unserem Schlafzimmer Schlagzeug spielen, das veränderte natürlich unsere Arbeitsweise und auch die Musik. Die Rezeption unserer Konzerte ist eigentlich überall die gleich, Musik ist mehr eine Sache persönlicher Gefühle….Die Rezeption der Theaterarbeiten variiert stärker….hysterisch und politisch in Frankreich, abstrakter in Deutschland, emotional in Israel und Polen, etc etc..</p>
<p><em><strong>Ihr hattet euer zweites Album in einer Kirche und auf einer Farm aufgenommen. “South From Here” wurde ebenfalls an unterschiedlichen Orten aufgenommen. Würest du sagen, dass die Umgebung nicht nur die Akustik beeinflusst, sondern auch die Art, wie etwas aufgenommen wird</strong></em></p>
<p>Absoluty. Es hat viel mit den Geräuschen, dem Hall der Räume, der umliegenden Landschaft und unserem Leben in dieser zu tun, aber auch mit dem Stoff, den diese Landschaft uns liefert.</p>
<p><em><strong>Any final words?</strong></em></p>
<p>FPLL</p>
<p>Yallah, make a revolution !</p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
<p>Foto 1: Shlomi Josef, Fotos 2 und 4: Noa Ben Shalom, Foto 3: Yael Lavram</p>
<p><a href="http://winterfamily.info/">Website</a></p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/DsFJDgPx8qo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>We see our era as an apocalyptic one: Interview with Winter Family</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Apr 2017 04:27:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Xavier Klaine. Avi Pitchon]]></category>

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		<description><![CDATA[ On your website you quote from articles which describe your music as &#8216;doom swing&#8217;,'funeral pop&#8217; or &#8216;weird wave&#8217; (with some irony, I guess). On your new album, your style is more open and more diverse than ever before. Do you &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/04/08/we-see-our-era-as-an-apocalyptic-one-interview-with-winter-family/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/Shlomi-Yosef.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13568" title="Shlomi Yosef" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/Shlomi-Yosef-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> On your website you quote from articles which describe your music as &#8216;doom swing&#8217;,'funeral pop&#8217; or &#8216;weird wave&#8217; (with some irony, I guess). On your new album, your style is more open and more diverse than ever before. Do you regard such stylistic categories as something to play with, or do you still feel you identify with a certain style or genre?<span id="more-13516"></span></strong></em></p>
<p>These titles were described by Avi Pitchon, an israeli music critique. We liked them and use them, cause they are funny and open enough for interpretations. We actually don’t really know and don’t care of describing our music. I think that our ‘job’ is making the music, others can describe it as they want. On the other hand people need the description and we are happy if there is one (title) that world for us.</p>
<p><strong><em>Would you say that there were specific reasons why you chose to integrate new elements into your music (I am asking that because the press release speaks of the loss of your equipment because of Hurricane Sandy)?</em></strong></p>
<p>Yes, our organ got drowned when Sandy Storm hit NYC and our studio in the neighbourhood of Red Hook. The sounds and vividness of New York ‘pushed’ us to buy a synth and an old drum machine. I guess it was the call of nature <img src='https://africanpaper.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> , the sound of trap musicians in our building playing night and days, that inspired us.</p>
<p><em><strong>This question is related to the last one. In my review of your new album I wrote that I was reminded to some extent of the 80s because of some of the sounds used. Is my perception correct? If yes, was that a conscious decision or a consequence of the equipment that you had?</strong></em></p>
<p>I am not sure… I think it might be the instruments that we use and maybe our age. We don’t really listen to music, so it wasn’t a decision or a clear will to sound like music from the 80’s. But yes, this equipment was built from 1977 to 1984, especially the specific reverb we used: a ‘Master Room’ from 1984.</p>
<p><em><strong>How do you work on new material? Do all of you work together on the lyrics and compositions from the beginning, or does one of you come up with an idea or sketch first?</strong></em></p>
<p>It’s variated. Often Xavier comes up with a start of a music and then I (Ruth) put a text on it. And then, as we play together, both ingredients shape up together and get into a song. Sometimes the text is just an idea that I play with: I improvise with it until it gets written. Sometimes it’s a text that I wrote a long time ago. There are texts that takes me 10 years to write and some that are written in 2 minutes. Xavier composes the structure of his songs very fast. He likes to use only 3 accords that come up in his mind in a flash and doesn&#8217;t try to elaborate it. Afterwards, he works on the mix for several months.</p>
<p><em><strong> Is there a difference (in the composing/writing process) between a release like “How Does Time”, (which was commissioned for a train), and your “regular” albums?</strong></em></p>
<p>‘How Does Time’ was thought of and imagined while taking the train itself (and field recording in the train and in the city it went to). It was imagined as a site specific work (even though it could be listened to elsewhere). We also had the restriction of the duration of tracks (respecting the train station). The tracks were played automatically by a GPS point system..</p>
<p>In our albums we are completely free to decide everything, that’s why it takes us much longer to put out a ‘regular’ album.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/g3IiX8SRFVg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em><strong>Can you say a few words about where the idea for the “No World”-release? How often do you find yourselves feeling the “addictive embarrassment that we all experience within the greatest common denominator”?</strong></em></p>
<p>&#8220;No World&#8221; is both a CD/book, we put out, a documentary theatre performance (called &#8220;No World/FPLL&#8221;), and a track in the new album. In those three things we try to communicate with our audience or listeners about this ‘addictive embarrassment that we all experience within the greatest common denominator’. We feel that the world is at a point of what is called post-truth, on the one hand, we already know everything, on the other hand, everything is brought to us on the same platform, and so we have no hierarchy of ideas, and even when we want to ‘fight’ or act against something, we will share a post about it (which, of course doesn’t change anything but our personal moral thinking). In the theatre show we also focused on the Europeen way of this human condition, we spoke about the hypocrisy that is hiding in this era. There is a feeling that France, for example, is a open minded and multicultural when indeed it is as racist, bourgeoise and mizogene as it always was, we tried to set a mirror of our own society. I feel that in this state of things, even tastes, colours and feelings lose their singularity.</p>
<p><em><strong>You have described your artistic attitude as &#8220;a mixture of pessimism and acceptance&#8221;. On the other hand, your works often have a critical and somehow angry message. How can a pessimistic sense of reality and accepting things as they are be important for that?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/noa-ben-shalom-1-Kopie.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13578" title="noa ben shalom 1 - Kopie" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/noa-ben-shalom-1-Kopie-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" /></a>We see our era as an apocalyptic one, not in a dramatic way, but yes, we feel the end of humans is close, and it’s fine. We can’t safe ourselves from ourselves, we feel that we (the people) came to this situation because of our will, we have the power and the choice to take reality to the point of an end. Not as victims, cause we have a playing role in that choice, we ‘eat what we have cooked’. So the only way for us is to accept it and embrace it, cause it’s still our life, we still have kids to raise and feelings to share, and if this is what we got, we should at least accept it. No need and no way to fight it anymore. We burn into the light, with joy.</p>
<p><em><strong>I wonder – in connection with the last question – if the ambiguity that I feel in some songs also has something to do with that. The accepting and friendly relaxation, which contrasts with the dramatic mood in the spoken words in &#8220;Golden Sword&#8221;, or the subliminal turbulence in the newer &#8220;No WorLD&#8221;, which only surfaces from time to time&#8230; Are these underlying narratives also a method and a statement against suppression?</strong></em></p>
<p>Probably yes. We are angry, but we’re old and also we simply don’t believe that we can get what we want by our music. So what left for us is to ‘whisper’ our violence.</p>
<p><em><strong>When it says in your press release that the lyrics “attempt to translate the blindness into which Israeli society is definitely sinking”, would you say that your new album is primarily political or is that just one element of many?</strong></em></p>
<p>The political situation touches and moves me, it effects the way I see things, and as continuation of it, the way I write. Our songs are no political statements and we are not engaged artists, we just deal with things that are important for us. The Israeli (and Palestinian) societies are one of them.</p>
<p><strong><em>I recently saw an interview with the American artist Moor Mother in which she was asked whether her music was political and she replied “it should tell the truth of whatever its subject is”. Is that an attitude you can relate to?</em></strong></p>
<p>Yes. completely.</p>
<p><em><strong>In the song &#8220;Yallah&#8221; (which in Arabic means something like &#8220;Come on, let&#8217;s go&#8221;) you sing &#8220;This is Jerusalem, city of gold with heart of stone&#8221; and in Philippe Petit&#8217;s video on it, the city is presented as a pulsating vortex of sensual overflow and contrasted emotions. What experiences led you to draw this picture of the city?<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/noa-ben-shalom-31.jpg"><img class="alignright size-large wp-image-13580" title="noa ben shalom 3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/noa-ben-shalom-31-1024x682.jpg" alt="" width="584" height="388" /></a></strong></em></p>
<p>Jerusalem is my city, it’s where I grew up, and I see it in many ways, it’s a very complicated, beautiful and painful place. In one Hebrew song about the western wall there is a line saying ‘there are people with a heart of stone, there are stones with heart of people’, and this gave me the idea. In the clip we also wanted to pass this idea of a place, which is super aggressive but also very vivid. We asked Philippe to shoot this clip, cause we know we can get to a wasted state together and still get the essence of the idea…</p>
<p><em><strong>There are a lot of video clips to your songs and you have worked with some renowned video artists like the aforementioned Philippe Petit and people like Giovanni Brunetto, Bianca Peruzzi, Eihab Taha. Do you see the video works as an integral part of the releases and of the same importance as the music?</strong></em></p>
<p>The music takes us longer to make, but we love to meet the right people and let them add images to our sounds. Some people proposed us to work on our songs, and we are happy about it and happy to discover what they did on the music.</p>
<p><em><strong>To what extent does your music influence your theatre work and vice versa?</strong></em></p>
<p>The ‘play write’ (the story) of our 1st theatre work was the sound piece we recorded in Jerusalem for ‘Radio France Culture’, the second was also very sound based, so in that sense the dramaturgy writes itself in relation to the sound and the music. Also in theatre venues, we work a lot with the quality and or the non-quality of the sounds, the diffusion, the speakers, how many, where, etc., with the amazing sound engineer Sébastien Tondo.</p>
<p><em><strong>In the song &#8220;Abraham&#8221; you re-narrate the Biblical tale of the patriarch and his children in a very condensed form, stressing the fate of the descendants of his sons Israel and Ismael. It seems plausible to understand this as referring to the ongoing conflict between the Jewish Israeli people with their Arab neighbours. Do you think interpreting these conflicts as a war between brothers bears hope for a better mutual understanding?</strong></em></p>
<p>I don’t know if it bears hope. But even if I don’t have any religious belief or practicees, I do feel that Israeli and Palestinians are closer, if to be dramatic: both sons of the same land (we can still speak about historic rights or the right to return, colonialism…). But I am born as an Israeli in a place that is both and Palestine &amp; Israel.</p>
<p><em><strong>On your Youtube channel, you document some of your &#8220;Take Away Shows&#8221; that you did in 2008 in Jerusalem. What was the concept behind these gigs and did they take place at sites with a special symbolism?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/YaelLavram.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-13569" title="YaelLavram" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/YaelLavram.jpg" alt="" width="5616" height="3744" /></a>The &#8216;Take away shows&#8217; were made by Vincent Moon, who suggested to come over to Jerusalem. The places in the city were chosen by us as places that are special and beautiful in our eyes and historically interesting as well. The Tomb of David, The big Wall in the old city, the olive mountain and the nice apartment of our friend Ido Schmitt. We love to play in specific sites, that&#8217;s the reason why we sometimes perform in churches, where Xavier plays the pipe organ and I use the microphone and the sound system of the priest on the Altar.</p>
<p><em><strong>You have played (and lived) in different countries. Do you find that the reception of your work differs from country to country? What have your experiences been so far?</strong></em></p>
<p>Our work and point of view changes with the places and things we go through, the things we see, the people we meet and the sounds around us. In NYC for example we could play drums in the afternoons in our bedroom, so it changed our way to work and our music. The reception of our concerts is quiet the same everywhere, music is more a question of personal feelings….The theatrical work’s reception is more variated….Hysterical and political in France, more abstract in Germany, emotional in Israel and Poland, etc etc..</p>
<p><em><strong>You recorded your second album in a church and on a farm. “South From Here” was also recorded in different places. Would you say that the surroundings can influence not only the acoustics of the work but also the way in which something is recorded?</strong></em></p>
<p>Completely. It’s a lot about the sounds, the reverbs of the spaces, the landscape around, our life inside this landscape, but also the subject this landscape offers us.</p>
<p><em><strong>Any final words?</strong></em></p>
<p>FPLL</p>
<p>Yallah, make a revolution !</p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
<p>Photo 1: Shlomi Josef, photos 2 and 3: Noa Ben Shalom, photo 4: Yael Lavram</p>
<p><a href="http://winterfamily.info/">Website</a></p>
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		<title>WINTER FAMILY: South From Here</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Feb 2017 05:54:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ici d'ailleurs]]></category>
		<category><![CDATA[Ruth Rosenthal]]></category>
		<category><![CDATA[Winter Family]]></category>
		<category><![CDATA[Xavier Klaine]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf ihren bisherigen Alben hatte das aus Ruth Rosenthal und Xavier Klaine bestehende französisch-israelische Duo eine dronegeschwängerte düstere Musik gespielt, auf der der Sprechgesang Rosenthals von Feldaufnahmen, Orgel, Klavier und Harmonium untermalt wurde, was einige Rezensenten Vergleiche zu Nico ziehen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/02/25/winter-family-south-from-here/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/02/WinterIDA121CD_PROD.jpg"><span style="color: #000000;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13425" title="WinterIDA121CD_PROD" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/02/WinterIDA121CD_PROD-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></span></a>Auf ihren bisherigen Alben hatte das aus Ruth Rosenthal und Xavier Klaine bestehende französisch-israelische Duo eine dronegeschwängerte düstere Musik gespielt, auf der der Sprechgesang Rosenthals von Feldaufnahmen, Orgel, Klavier und Harmonium untermalt wurde, was einige Rezensenten Vergleiche zu Nico ziehen ließ. „South From Here“ knüpft zwar in Passagen daran an, aber das Klangspektrum ist erheblich erweitert worden. <span id="more-13423"></span>Schon der anlässlich des Erscheinens des Albums veröffentlichte <a href="https://www.youtube.com/watch?v=QpXdMraGxjQ"><span style="color: #000000;">Teaser</span></a> hatte aufhorchen lassen: Beats und ekstatische Schreie, die den Opener „Archaic Landscape“ durchziehen, klangen scheinbar recht atypisch. Im Presseinfo zum Album heißt es dann auch, das Album sei „a mixture of pessimism and acceptance they summarize with these words: ‚Life is Beautiful‘.“ &#8211; etwas, das man auch „Spring Roll“ anhört, einer fast schon hymnischen Popnummer mit treibendem Drumcomputer und einem Synthesizer, die in ihrer Archaik einen Bogen zum New Wave der 80er schlagen. Auch auf „Yallah“, einem etwas aggressiveren, treibenden Stük, das fast schon an Cabaret Voltaire denken lässt, kommt der Drumcomputer zum Einsatz. Das vom Gesang her punkige, ironisch betitelte „The Land of the Free“, erinnert fast schon etwas an Tuxedomoons „No Tears“. „Gaza“ ist eine monotone, leicht ruppige Nummer, die ebenfalls an die frühen 80er denken lässt.  </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Andere Stücke auf „South From Here“ erinnern eher an frühere Aufnahmen des Duos: Auf „No World“ rezitiert Rosentahl ihren Text mit fast schon gebrochener Stimme zu dronigen Orgelklängen. Das lapidar betitelte „Ikea“ ist eine von einem dezenten Klavier durchzogene, leicht melancholische Nummer. Auf „Nina“ hört man Stimmen, die während einer Aufführung von Chekhovs „Die Möwe“ gemacht wurden, und eine sakral klingende Orgel tönt dazu. Die Wahl des Stücks macht natürlich deutlich, welche Ironie in der Aussage, dass das Leben schön sei, steckt. Von Seiten der Band heißt es, in den Texten des Albums gehe es um eine Thematisierung der &#8220;blindness into which Israeli society is definitely sinking&#8221;. Auch mit ihrer <a href="http://winterfamily.info/Theater/Jerusalem-Cast-Lead">Theaterarbeit</a> hatten sich Winter Family schon mit der politischen Situation in Israel auseinandergesetzt. Auf „Delightful Blindness“ wird der Text auf Hebräisch vorgetragen und der Synthesizer klingt, als wolle man retrospektiv einen Track zu Depeche Modes &#8220;A Broken Frame&#8221; beisteuern. Das noch junge Jahr 2017 hat schon jetzt ein Album, das sich am Ende idealerweise in einer ganzen Reihe von Bestenlisten finden sollte. (MG)</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Label:<a href="http://www.icidailleurs.com/"> <span style="color: #000000;">ICI D&#8217;AILLEURS</span></a></span></strong></p>
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