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	<title>African Paper &#187; Sabbath Assembly</title>
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		<title>SABBATH ASSEMBLY: Restored To One</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 08:23:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sabbath Assembly, benannt nach der wöchentlichen Zusammenkunft der Process Church of the Final Judgment und bestehend aus Jex Thoth und David Nuss – mit Unterstützung von Produzent Randall Dunn, vertonen auf ihrem Debüt Hymnen eben jener von Robert und Mary &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/sabbath-assembly-restored-to-one/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Sabbath-Assembly.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-462" title="Sabbath-Assembly" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Sabbath-Assembly.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sabbath Assembly, benannt nach der wöchentlichen Zusammenkunft der Process Church of the Final Judgment und bestehend aus Jex Thoth und David Nuss – mit Unterstützung von Produzent Randall Dunn, vertonen auf ihrem Debüt Hymnen eben jener von Robert und Mary Ann de Grimston Anfang der 60er gegründeten Gruppe, die schon recht früh auch popkulturell Spuren hinterlassen hat; so zitierte George Clinton auf den ersten  Funkadelicalben de Grimston.<span id="more-461"></span> Die Neofolk- und Industrialszene dürfte durch Robert Taylors Erinnerungen im von Adam Parfrey herausgegebenen „Apocalypse Culture“ auf die „Kirche“ aufmerksam geworden sein. Auch Genesis P. Orridge war fasziniert: Auf TGs „Mission of dead souls“ findet sich das kurze Stück „The Process“, später zitierte er de Grimston u.a. auf einigen semioffiziellen TG-Veröffentlichungen, dem Splinter Test-Minialbum und zudem plante er zusammen mit Skinny Puppy Anfang/Mitte der 90er die Process Church neu zu gründen (es war daher kein Zufall, dass das letzte Album vor dem (vorläufigen) Split der Kanadier „The Process“ hieß).  Zudem fand sich auf der etwas schlampigen Cleopatra-Version von Psychic TVs Debüt „Force the hand of chance“  als Hidden Track die Vertonung der Werbung für den „Paranoids’ Course“ der Kirche.</p>
<p>Es stellt sich die Frage, warum diese aus (den Anfangstagen von) Scientology hervorgegangene Gruppe solch eine Faszination auf die Subkultur ausübt(e). Die Gründe sind sicherlich verschiedener Natur. Zum einen erkannte The Process schon früh die Werbewirksamkeit von Popstars, so dass sich in den Process-Magazinen auch Interviews mit ebensolchen (u.a. Marianne Faithful, Mick Jagger) fanden. Zum anderen ist da –gerade bezogen auf die Rezeption der letzten Jahre- die Aura des Mysteriösen, Okkulten und Satanischen, das die Gruppe umgab. Von den (falschen) Anschuldigungen Vincent Bugliosis in die Mansonmorde verwickelt zu sein und Maury Terrys <em>“</em>The Ultimate Evil<em>“</em> (in dem The Process als Teil einer satanischen Verschwörung dargestellt wurde) über das Erscheinungsbild (die dunklen Roben und die Symbolik (ein Swastikaähnliches Logo, die Ziege von Mendes)) bis zur Theologie (Jehovah, Jesus, Satan und Luzifer als Gottheiten – die de Grimston später aber lediglich als Archetypen verstanden wissen wollte) und Schriften des „Lehrers“ de Grimston mit martialischen Titeln wie „Humanity is the Devil“ oder „The Gods on War“ findet sich also einiges, das Interesse wecken mag – und sei es nur aus Sensationsgier oder unreflektierter Misanthropie.</p>
<p>Neue Bekanntheit erlangte The Process durch das 2009 bei Feral House erschienene Buch „Love Sex Fear Death“, in dem einige ehemalige Mitglieder über ihre Erlebnisse reminiszierten. Dabei fiel auf, dass manche nicht aufgrund der oben genannten Äußerlichkeiten oder der (vermeintlich so faszinierenden) Weltanschauung in den Sog der Gruppe gerieten, sondern viel eher wegen eines sympathischen/charismatischen/charmanten Werbers – sich ihr Verlangen nach Transzendenz und Geborgenheit vielleicht auch an etwas anderem hätte kanalisieren können.  Außerdem bekam man den Eindruck, dass die Texte de Grimstons wohl nicht unbedingt eine zentrale Rolle innerhalb der Gemeinschaft spielten.</p>
<p>De Grimston wurde Anfang der 70er von seiner Frau, dem „Orakel“, entfernt, die  Gruppierung benannte sich in The Foundation Church of the Millenium um (und entledigte sich aller „satanischer“ Elemente), bevor sie Anfang der 90er zu der erfolgreich agierenden Tierschutzorganisation Best Friends wurde (was insofern konsequent ist, als dass schon früh ein Process-Traktat<em> </em>Tierversuche als „The Ultimate Sin” geißelte).  Soviel zum Kontext.</p>
<p>Thoth und Nuss vertonen die (Auswahl der zahlreichen) Process-Hymnen völlig ernsthaft, ohne jedwede ironische Brechung. Auf ihrer Myspace-Seite heißt es, es ginge um „rePROCESSing their hymns for the current generation“. Die musikalische Umsetzung orientiert sich aber ganz klar an der Entstehungszeit, man wird an Gospel, Blues, an Psychedelic Rock, an die 70er erinnert. Dabei könn(t)en eine Reihe der Hymnen auch in konventionellen christlichen Gruppen gesungen werden, wobei (das eigentlich liebliche) „Glory Hallelujah“ aufgrund der (freudigen) Erwartung der Endzeit dafür weniger geeignet ist und die Anrufung von Satan und Luzifer (bei „We give our lives“) wohl auch orthodoxe Christen vor den Kopf stoßen dürfte. Jex Thoth meinte in einem Interview, wenn sie das Album mit einem Film vergleichen solle, sei es einer von David Lynch, was man so auslegen kann, dass Momente der scheinbaren überzeichneten Idylle (wie sie auch am Anfang von „Blue Velvet“ zu finden ist, bevor der Zoom der Kamera “nature red in tooth and claw” zeigt) durch die Texte destruiert werden. Die Musik auf  „Restored to one“ überzeugt durchgängig (großartig ist z.B. der a capella-Beginn von „The Time of Abaddon“), aber die Frage ist dennoch, ob sie ohne den religiösen Überbau solche Beachtung gefunden hätte (schaut man sich Rezensionen und Hörerkommentare an, muss man mit „Nein“ antworten). Das spricht aber nicht unbedingt gegen diese Veröffentlichung. Da es noch genug weitere Hymnen, die vertont werden könnten, gibt, würde man sich einen Nachfolger wünschen. „As it is…so be it.“</p>
<p>(M.G.)</p>
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		<title>JEX THOTH: Whitness</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 08:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass Frauen-Doom derzeit eine kleine Blüte erlebt, hat sich mittlerweile sicher bis in die letzten Ecken der Subkultur herumgesprochen. Besondere Aufmerksamkeit verdient dabei die kalifornische Band JEX THOTH mit ihrer gleichnamigen Sängerin, die seit ihrem selbstbetitelten Einstand 2008 locker neben &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/jex-thoth-whitness/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/jexthothwitness.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-651" title="jexthothwitness" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/jexthothwitness-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass Frauen-Doom derzeit eine kleine Blüte erlebt, hat sich mittlerweile sicher bis in die letzten Ecken der Subkultur herumgesprochen. Besondere Aufmerksamkeit verdient dabei die kalifornische Band JEX THOTH mit ihrer gleichnamigen Sängerin, die seit ihrem selbstbetitelten Einstand 2008 locker neben den auch highbrowmäßig rezipierten BLACK MOUNTAIN und den herrlich sleazigen ELECTRIC WIZARD bestehen kann. Mit schleppenden Gitarrenwänden, psychedelischen Orgeln und ausdrucksstarkem Gesang lässt man die Zeit früher BLACK SABBATH oder der legendären COVEN wiedererstehen.<span id="more-141"></span></p>
<p>„Retromucke“ hör ich da die Unken rumoren? Ja, sei’s drum, bei so einem großen Spaß ist das erlaubt, also bitte her mit den Klischees. Gleich zu Beginn beim zur Hälfte auf Clay Ruby (BURIAL HEX) zurückgehenden „Raven Nor The Spirit“ geht es mit voller Kraft in medias res, was nicht heißt, dass man sich keine Zeit lassen würde mit den mal eindringlichen, mal psychedelisch entspannten Hammondorgeln und dem Schlagzeugspiel von Nick Johnson, der neuerdings auch dem Wavewunder ZOLA JESUS zu einem interessanten Crossover verhilft. Das Drumming schwankt von infernalischem Gewitter hin zu Passagen, die zum an der Stelle verweilen animieren. Irgendwann pendelt es sich in getragener Gangart ein, feierlicher Gesang voller Inbrunst erklingt dazu, und formt eine herrliche Melodie zwischen Oper und Rockröhrenästhetik. Das Pathos ist betörend und ansteckend, der Klang erdig. Mit der Zeit wird die Melodie beschwörender und beinahe heroisch, und schon ist man vollends eingetaucht in Jex Thoth’ Welt aus Geistertreiben, verwegener Rockattitüde und dramatischen Tempuswechseln. Eine Referenz für solche fatalistisch-heroischen Songs mit Sleaze-Faktor, die leider selten genannt wird, ist Bruno Nicolais Soundtrack zu Sergio Martinos Okkult-Grusel-Klassiker „All The Colours Of The Dark“ von 1972. Nach viereinhalb Minuten denkt man vielleicht, dass der Song ruhig noch etwas epischer hätte ausfallen können. „Slow Rewind“ ist pausierender, ein sensibler Song voller archaischer Symbolik, der den Eindruck erweckt, dass es um so etwas wie die viel beschworene Ruhe vor dem Sturm geht. Nach einem Gitarrensolo kommt dann auch ein kleines Crescendo, das den Song aber nicht wirklich von seiner Schwere erlösen will. Temporeicher wird es erst kurz bevor „Mr Rainbow“, das im Original von der 70s-Band SLAPP HAPPY stammt, beginnt. „Mr. Rainbow“ ist das vielleicht doomigste Stück: Im tiefen Verlies hört man Schritte, metallische Gegenstände rumoren, Türen knarzen, etwas, das wie eine entfernte Glocke klingt, ist zu hören, und immer wollen konventionell „musikalische“ Elemente den Spuk aufbrechen. Es will ihnen aber erst mit der Zeit gelingen, doch spätestens dann schließt sich der Kreis, und die kleine Sammlung endet in ebenso kraftvollem wie schleppendem Rock.</p>
<p>Nach drei Songs und ca. 15 Minuten ist das Vergnügen leider schon vorbei, eine EP eben – aber eine, die auf einen nächsten Longplayer hoffen und bangen lässt. Jex Thoth spielen sicher keine Musik, die den Rock revolutionieren wird, was der EP allerdings keinen Abbruch tut. Ich jedenfalls freue mich schon darauf, wenn die Sängerin mit dem grimmigen Antlitz ihre Mannschaft zum nächsten großen Wurf zusammentrommelt. (U.S.)</p>
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