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	<title>African Paper &#187; Samuele Gottardello</title>
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		<title>Un Sequestro Lungo 10.000 Anni: Monumentales Werk von Blak Saagan</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2026 03:58:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nach fünf Jahren Pause kehrt Blak Saagan mit seinem bislang persönlichsten und offen politischsten Werk zurück: &#8220;Un Sequestro Lungo 10.000 Anni&#8221; erscheint am 8. Mai 2026 als 3xLP, digitale Edition sowie als Opale Limited Edition Boxset. Das über hundertminütige Triptychon &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/03/13/un-sequestro-lungo-10-000-anni-monumentales-werk-von-blak-saagan/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach fünf Jahren Pause kehrt Blak Saagan mit seinem bislang persönlichsten und offen politischsten Werk zurück: &#8220;Un Sequestro Lungo 10.000 Anni&#8221; erscheint am 8. Mai 2026 als 3xLP, digitale Edition sowie als Opale Limited Edition Boxset. Das über hundertminütige Triptychon entwirft, wie es vom Label heißt, den Soundtrack zu einer dystopischen Stadt, in der futuristische Fourth World-Visionen, meditative Trance, dunkle, industriell grundierte Texturen und mehr aufeinandertreffen. Hinter dem Projekt steht der venezianische Komponist Samuele Gottardello, der hier eine ebenso cinematische wie symbolisch aufgeladene Parallelwelt entwickelt.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/10000anni.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-50224" title="10000anni" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/10000anni.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-50223"></span></p>
<p>Das Album entstand in enger Zusammenarbeit mit dem iranischen Illustrator Majid Bita und bildet den zweiten Teil der Opale-Reihe, kuratiert von Maple Death Records und dem Verlag Canicola Edizioni. Jede Veröffentlichung der Serie verbindet Musik mit einem illustrierten Buch; im Fall von &#8220;Un Sequestro Lungo 10.000 Anni&#8221; umfasst die Box ein über 180 Zeichnungen starkes Werk Bitas, ergänzt durch eine gemeinsam verfasste Erzählung, Poster und eigens gestaltetes Packaging. Inhaltlich spannt das Album einen weiten historischen Bogen, eine Zeitreise durch Patriarchat, Monotheismus, Unterdrückung und Kapitalismus. Die Musik changiert laut Label zwischen Carpenteresken Synthie-Hymnen, beklemmender Cyber-Pulsation, persisch gefärbter EDM, kosmischer Library-Music-Architektur und brachialer Industrial-Strenge. Referenzen an Marija Gimbutas und Philip K. Dick stehen neben klanglichen Verweisen auf italienische Soundarchitekten wie Egisto Macchi und Nora Orlandi, während Momente maximaler Verdichtung an die industrielle Wucht von Godflesh oder Ramleh erinnern. Erstmals integriert Blak Saagan auch markante Gastbeiträge: Ambient Folk-Künstlerin Julinko, Producerin Annalisa Iembo (Jerome), Illustratorin Liz Van Der Nüll sowie Sänger James Jonathan Clancy erweitern das bislang primär instrumentale Werk Blak Saagans um weitere Ebenen. Die erste Single &#8220;Benzocrazia&#8221; ist ab sofort verfügbar.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1899240021/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>BLAK SAAGAN: Se Ci Fosse La Luce Sarebbe Bellisimo</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2021 00:58:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blak Saagan]]></category>
		<category><![CDATA[Maple Death Records]]></category>
		<category><![CDATA[Samuele Gottardello]]></category>

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		<description><![CDATA[Samuele Gottardello, der sich Blak Saagan nennt und irgendwo im Umkreis der venezianischen Lagune mit Synthies und Drum Machines experimentiert, ist hierzulande eher ein Geheimtipp und allenfalls einigen italienischen Expats der Hauptstadt ein Begriff. Seine Kompositionen, die im Grenzbereich zwischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/09/04/blak-saagan-se-ci-fosse-la-luce-sarebbe-bellisimo/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/07/blaksaaganluce.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-26144" title="blaksaaganluce" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/07/blaksaaganluce-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Samuele Gottardello, der sich Blak Saagan nennt und irgendwo im Umkreis der venezianischen Lagune mit Synthies und Drum Machines experimentiert, ist hierzulande eher ein Geheimtipp und allenfalls einigen italienischen Expats der Hauptstadt ein Begriff. Seine Kompositionen, die im Grenzbereich zwischen New Wave, kosmisch-ambienter Elektronik und dem psychedelisch angehauchten Filmscores der italienischen 60er und 70er <span id="more-26143"></span>angesiedelt sind, taugen aber durchaus für ein größeres Echo.</p>
<p>Sein gerade erschienener Longplayer, dessen Titel &#8220;Gäbe es hier Licht, wäre es sehr schön&#8221; bedeutet, ist &#8211; vergleichbar dem Carl Sagan gewidmeten Vorgänger &#8220;A Personal Voyage &#8211; ein Konzeptalbum mit einem dramatischen historischen Hitnergrund, der in Gottardellos Land jedem ein Begriff ist. Es geht um den früheren italienischen Premier Aldo Moro und seine 1978 erfolgte Entführung durch die Terroristen der roten Brigaden.</p>
<p>Wer sich an den Songtiteln entlanghangelt und sie mit der Atmosphäre und den Sounds der entsprechenden Tracks verknüpft, dem entfaltet sich im Verlauf des Albums die geschichte der Entführung des Politikers, der neun Wochen seiner Gefangenschaft bis zu dessen ermordung und dem Fund der Leiche im Kofferraum eines Kleinwagens. Die zahlreichen Briefe, die Moro in der Zeit verfasste klingen an, ebenso die damals und bis heute kursierenden Fragen zur Rolle der Geheimdienste, und wie der Albumtitel bereits nahelegt, handelt es sich dabei um eine dunkle musikalische Reise durch eine altptraumhafte Welt.</p>
<p>Der Aspekt des Traumes ist hier nicht willkürlich genannt, denn von Beginn an erweist sich dei Musik als (oft recht angenehm) entrückt. Helle, kristallklare Synthiestrahlen blinken beim Auftakt in loophaften Invervallen auf und bilden einfache Ornamente, irgendwann kommt Takt und Groove hinzu und eine Assoziation zu frühen Kraftwerk stellt sich unwillkürlich ein. Viele der eher kurzen Stücke gehen unmittelbar in Ohr und Bein, in der Kombination aus Dröhnung, vibrierenden Hochtönern und dem ernsten Bereicht einer Reporterin entfaltet sich eine enorme Spannung und in &#8220;Saltano Le Pecorelle&#8221;, der ersten musikalischen Wegmarke mit ritueller Perkussion und kolorithaftem Akkordeon werden Goth- und No Wave-Gefilde mehr als nur gestreift.</p>
<p>Mit seinen wavigen Synthieparts, die sich imemr mal in schwindelerregende Höhen schwingen und den vielen knarrend hervorsteoßenen Noisebrocken demonstriert das Album nicht nur einen ganz genuinen stil, es ist zudem an Höhepunkten keineswegs arm. Gesamplete Sounds inklusive einer imaginären Klapperschlange, nostalgische Farfisa-Orgeln und orchestrale Wucht wecken in Tracks wie &#8220;Ore 9: Attacco al Cuore dello Stato&#8221; und &#8220;Lettera da Via Massimi&#8221; Erinnerungen an die Polizeifilme der 70er und ihre Scores von Komponisten wie Morricone.</p>
<p>Oft geht deutliches oder angedeutetes filmisches Streicherpathos in Wave über (&#8220;Apperitive Al Bar Olivetti&#8221;, &#8220;Achtung! Achtung!&#8221;), in &#8220;Dentro la Prigione del Popolo&#8221; wird in NWW-Manier eine fremdartige, sumpfige Welt erkundet, &#8220;E Lo Spettro Disse: Gradoli&#8221; lässt orientalisierende Flöten erklingen und im abschließenden Titelstück klingt das Album nach einer tränenschweren Tiefe im Gegenzoom aus.</p>
<p>Warum dieser historische Stoff gewählt wurde, ob ein Bezug zur Gegenwart angedeutet ist und wie sich &#8220;Se Ci Fosse La Luce Sarebbe Bellisimo&#8221; selbst zu seinem Thema positioniert, erschließt sich, vielleicht auch ein wenig wegen der Sprachbarriere, nicht unbedingt. Das intensive Hörerlebnis wird durch diese (gefühlte) Unterdeterminiertheit jedoch keineswegs angetastet.</p>
<p><strong>Label: Maple Death Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=337120932/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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