<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Sara Bigdeli Shamloo</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/sara-bigdeli-shamloo/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 05:43:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>9T ANTIOPE: Horror Vacui</title>
		<link>https://africanpaper.com/2025/04/26/9t-antiope-horror-vacui/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2025/04/26/9t-antiope-horror-vacui/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Apr 2025 04:44:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[9T Antiope]]></category>
		<category><![CDATA[American Dreams]]></category>
		<category><![CDATA[Nima Aghiani]]></category>
		<category><![CDATA[Sara Bigdeli Shamloo]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=43489</guid>
		<description><![CDATA[Vor einigen Monaten bereits brachten 9T Antiope, das in Paris lebende Duo, das bekannt ist für seine dunklen desolaten Lärmwelten, in die in den letzten Jahren immer mehr klassische Instrumente Einzug gehalten haben, ein Konzeptalbum heraus, das sich dem Horror &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/04/26/9t-antiope-horror-vacui/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/11/horrorvacui.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43496" title="horrorvacui" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/11/horrorvacui-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor einigen Monaten bereits brachten 9T Antiope, das in Paris lebende Duo, das bekannt ist für seine dunklen desolaten Lärmwelten, in die in den letzten Jahren immer mehr klassische Instrumente Einzug gehalten haben, ein Konzeptalbum heraus, das sich dem Horror Vacui, dem Schrecken der Leerheit widmete. Dass das Cover so etwas wie ein heimelig-unheimliches Spukhaus nach Puppenhausmanier zeigt, und das ein solches auch immer wieder in den einzelnen Songs auftaucht, mag einen zunächst verwundern, denn bei der Frage nach dem, was einen in <span id="more-43489"></span>von Geistern heimgesuchten Häusern ängstigt, fällt einem vielleicht nicht als erstes deren innere Leere ein. Auf einen zweiten Blick scheint die Verknüpfung aber vielleicht schon etwas stimmiger, denn das was in einem Haus spukt ist ja im Großen und Ganzen das, was dort einmal gelebt hat und nun auf gespenstische Weise abwesend ist. Das Album der beiden Iraner ergründet genau dieses Phänomen und lotet dabei die Verknüpftheit von Erinnerung und Verfall aus. Es ist ein akustischer Ausflug in eine unwirkliche Welt, die inhaltlich und klanglich Räume erschließt und Ambivalenzen feiert.</p>
<p>Das eröffnende &#8220;Shapeshift&#8221; führt mit einer perkussiv gehämmerten Pizzicato-Salve auf einem Saiteninstrument in die unheimliche Welt, während Shamloos Stimme in trügerischer Gelassenheit zwischen Flüstern und murmelndem Gesang pendelt. Die vordergründige Ruhe, die sich dabei entfaltet, lässt jedoch das Unruhige hinter der Oberfläche nur umso deutlicher hervorscheinen, dass sich in den Zeilen &#8220;No more, no more emotions&#8230; no more dreaming&#8221; entlädt und die Unsicherheit einfängt, die entsteht, wenn das Vertraute entfremdet wirkt. Der Bruch zwischen klanglicher Schönheit und latenter Spannung bleibt bestimmend, das Unvollkommene scheint Ziel, wie der Begleitext bestätigt: &#8220;die physischen Details von Körpern und Erfahrungen zeigen sich als Brüche&#8221;.</p>
<p>&#8220;Ready Player One&#8221; setzt diesen Eindruck durch nervöse, frickelige Pizzicato-Klänge fort, Shamloos Vocals wirken fast stoisch, bleiben zwischen den hektischen Streichern in einem distanzierten Raum. Ein Ausbruch gegen Ende des Tracks, mit lauten Shouts und knallenden Beats, entlädt die angestaute Unruhe, die sich wie ein unerwartetes Ende einer Spannungsschleife offenbart. In &#8220;Easy on the exit&#8221; zeigt das Duo eine fast sanfte Seite. In dem beinahe balladesken Stück erzeugt Shamloo Gesang einer fast ätherische Entrücktheit, die mit verfremdeten Stimmeffekten von Aghiani begleitet wird. Die barock anmutende Harmonie und das überraschend klassische Setting wirken in ihrer wehmütigen Aura umso berührender, wenn man den härteren Noise der frühen Alben erinnert. Der Titeltrack dringt dann schnurgerade in das narrative Zentrum das Albums vor. Wie ein Hörspiel zeichnet er ein streichergestütztes Szenario, in dem Shamloo mit forcierten Konsonanten und rauen Stimmlauten eine düstere Geschichte erzählt. Diese Geschichte &#8211; das &#8220;Haus am Ende der Straße&#8221;, in welchem ganz wesentliche Dinge fehlen und andere nicht sein sollten – bleibt mysteriös und schwebend.</p>
<p>&#8220;Mount 22 &#8221; eröffnet die zweite Hälfte des Albums mit sanftem Strumming auf einem Saiteninstrument und zeigt vielleicht die folkigsten Tendenzen. Shamloos Stimmesang wirkt hier trostreich, fast friedvoll, während dunkle Untertöne durch subtile perkussive Elemente wieder ans Licht treten. In der Harmonie dieser Elemente scheint eine Sehnsucht nach Licht und Erlösung aufzublitzen – es entsteht ein kämpferischer Ausdruck, der dem Track eine dichte Emotionalität verleiht. Mit &#8220;Canvas blank&#8221; taucht das Duo in ein beinahe lethargisches, monotones Szenario ab. Die flehentlichen Gesangsparts verstärken das Gefühl der Orientierungslosigkeit, das durch eine allzu schöne ambientartige Klangfläche noch stärker betont wird. Das sich leicht &#8220;nachziehende&#8221; Taktgefühl und die schwebende Melodie fügen sich zu einem Gesamtbild, dass in einer aus den Fugen geratene Welt führt.</p>
<p>&#8220;Crimson&#8221; beginnt mit entrückten Streicherklängen, die fast an eine Kamanche erinnern, und weckt eine intensive Wehmut. Schamlos Stimme, die hier in schnellen Intervallen zwischen heiserer Rezitation und ornamentalem Sopran wechselt, wirkt wie ein Duett mit sich selbst, dass melancholische Bilder heraufbeschwört. Die Stimmung bleibt intensiv und vermittelt das Gefühl eines verwirrenden, winddurchwirbelten moments. &#8220;Run from the hills&#8221; erzeugt schließlich eine greifbare Stimmung und (ent-)führt wie durch eine subjektive Kameraführung in einen halb beleuchteten grobkörnig gestalteten Raum. Diese Stimmung verleiht dem Track eine cinematische Tiefe und reduziert Bilder eines düsteren Schauplatzes, an dem Verfolgung droht und das Unbekannte hinter jeder Ecke lauern könnte. Der Abschlusstrack &#8220;Midnight Sun&#8221; überrascht mit energisch gezupften Seiten, deren abgehackte Rhythmus fast funky anmutet und dem Gesang etwas liebliches, fast schwebend verspieltes verleiht. Diese unerwartete Leichtigkeit schafft einen gelungenen Kontrast zum ansonsten sehr düsteren Album und passt perfekt zum Artwork, das mit seiner Symbolik zwischen Schönheit und Bedrohung balanciert.</p>
<p>&#8220;Horror vacui&#8221; ist ein konzeptuelles Werk, dass die Angst vor der Leere nicht nur anspricht, sondern mit Klang und Texten nachzeichnet und so die Spannung zwischen Horror und Harmonie eindrucksvoll erfahrbar macht. Wie das Duo im Interview mit Foxy Digitalis sagte: &#8220;The narrative woven througout horror vacui emerged organically from our collective fascination with spaces and der kapazity the old memories or sounds&#8221;. Das Album fordert uns heraus, den Raum zwischen den Dingen zu sehen und zu lauschen, und dort die eigene Furcht aber auch die ganz eigene Schönheit verbundene Orte zu entdecken. (A.Kaudaht)</p>
<p><strong>Label: American Dreams</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_241103_140939_984.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1834444482/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2025/04/26/9t-antiope-horror-vacui/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Atiq: Neue Single von Taraamoon</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/05/30/atiq-neue-single-von-taraamoon/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/05/30/atiq-neue-single-von-taraamoon/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 May 2023 05:26:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[9T Antiope]]></category>
		<category><![CDATA[Low Zi Records]]></category>
		<category><![CDATA[Migrain Sq.]]></category>
		<category><![CDATA[Nima Aghiani]]></category>
		<category><![CDATA[Sara Bigdeli Shamloo]]></category>
		<category><![CDATA[SarrSew]]></category>
		<category><![CDATA[Taraamoon]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=35898</guid>
		<description><![CDATA[Das aus Sara Bigdeli Shamloo und Nima Aghiani, den Gründern von 9T Antiope, bestehende Duo Taraamoon, bringt auch in diesem Frühjahr einen neuen Track als digitale Single über das Label Low Zi heraus. &#8220;Atiq&#8221; ist ein vom Gesang und den &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/05/30/atiq-neue-single-von-taraamoon/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das aus Sara Bigdeli Shamloo und Nima Aghiani, den Gründern von <a href="http://africanpaper.com/tag/9t-antiope/">9T Antiope</a>, bestehende Duo Taraamoon, bringt auch in diesem Frühjahr einen neuen Track als digitale Single über das Label Low Zi heraus. &#8220;Atiq&#8221; ist ein vom Gesang und den darum gebauten Sound-Arrangements her durchaus ambient-flächiger Song, der durch seine rhythmische Seite dennoch etwas Aufgewecktes, Hypnotisches bekommt und so eine interessante Ambiguität entfaltet. Die beiden in Frankreich lebenden Exiliraner gründeten Taraamoon, um in ihrer <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/taraamoonatiq.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-35899" title="taraamoonatiq" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/taraamoonatiq.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-35898"></span></p>
<p>gemeinsamen Musik eine Verbindung zu ihrer persischen Muttersprache zu schaffen, für die ihr bekanntes Experimental / Noise / Electronica-Projekt 9T Antiope nicht das passende Medium darstellte. Nach zwei ersten One-Track-Singles im Jahr 2020 (&#8220;<a href="https://lowzirecords.bandcamp.com/track/-">Shezan</a>&#8221; und &#8220;<a href="https://lowzirecords.bandcamp.com/track/--2">Zahaz</a>&#8220;) erschien Anfang 2021 das auch auf CD erhältliche kollaborative Album &#8220;<a href="https://lowzirecords.bandcamp.com/album/b-db-n">B​ā​db​ā​n</a>&#8220;, auf dem mehrere Vokalisten Texte in Farsi intonierten. Seitdem erschienen in jedem Jahr Singles, so 2021 &#8220;<a href="https://lowzirecords.bandcamp.com/track/f-eh">F​ā​ž​eh</a>&#8221; und 2022 &#8220;<a href="https://lowzirecords.bandcamp.com/track/mah-q">Mah​ā​q</a>&#8220;. &#8220;Atiq&#8221;, dessen Titel wohl ein Eigenname ist, erweitert die auch visuell gerahmte Reihe um einen weiteren Teil.</p>
<p><a href="https://www.low-zi.com/"><strong>@ Low Zi</strong> </a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=2715561106/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/05/30/atiq-neue-single-von-taraamoon/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>9T Antiope: Grimace</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/11/16/9t-antiope-grimace/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2019/11/16/9t-antiope-grimace/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Nov 2019 05:31:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[9T Antiope]]></category>
		<category><![CDATA[Eileen Rec.]]></category>
		<category><![CDATA[Nima Aghiani]]></category>
		<category><![CDATA[Sara Bigdeli Shamloo]]></category>
		<category><![CDATA[SarrSew]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=19399</guid>
		<description><![CDATA[Als die beiden Lärmdröhner 9T Antiope vor einigen Monaten in einem Interview sagten, sie könnten keine Optimisten sein, musste man nur in ihr gerade erschienenes Tape &#8220;Nocebo&#8221; reinhören, um ihnen angesichts der mal explosiven, mal niederdrückenden Brachialität und des desolat &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/11/16/9t-antiope-grimace/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/9tag.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19402" title="9tag" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/9tag-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als die beiden Lärmdröhner 9T Antiope vor einigen Monaten <a href="https://www.vice.com/en_us/article/j57jpp/9t-antiope-nocebo-interview-stream">in einem Interview</a> sagten, sie könnten keine Optimisten sein, musste man nur in ihr gerade erschienenes <a title="9T ANTIOPE: Nocebo" href="http://africanpaper.com/2019/11/08/9t-antiope-nocebo/">Tape &#8220;Nocebo&#8221;</a> reinhören, um ihnen angesichts der mal explosiven, mal niederdrückenden Brachialität und des desolat wirkenden Textvortrags zu glauben. Selbst die latent sakrale Komponente, die sich hier und da in Samples und dem sermonartigen Ton mancher Vocals offenbart, brachte kaum Licht in die<span id="more-19399"></span> dunkle Kunstwelt der in Paris lebenden Iraner Sara Bigdeli Shamloo und Nima Aghiani.</p>
<p>Trotzdem gibt es bei 9T Antiope auch eine filigrane Seite, die mehr als zuvor vielleicht in der kurz darauf erschienenen <a href="http://africanpaper.com/2019/05/11/9t-antiope-siavash-amini-harmistice/">Zusammenarbeit mit ihrem Landsmann Siavash Amini</a> bislang am deutlichsten zutage trat. Das ging nicht zuletzt auf den vermehrten Einsatz akustischer Instrumente wie Streicher zurück.</p>
<p>Auf ihrem nun dritten Longplayer in diesem Jahr namens &#8220;Grimace&#8221; kommt diese Seite noch deutlich zum Ausdruck, auch wenn die ersten Minuten von &#8220;Dry Run&#8221; v.a. maschinelle Dröhnung liefern. Die stilprägende Violine macht sich zunächst in Form schriller Striche bemerkbar, die durch eine körnige Dunkelheit zucken, doch bald kristallisiert sich Melodie heraus, monumental und kurz, denn sie überlässt schnell dem minimalistisch-theatralischen Vortrag Shamloos das Feld: &#8220;Row, row, row your boat&#8221;- eine Sisyphos-Arbeit angesichts des Titels. Im Verlauf des Albums offenbart die Musik eine geradezu orchestrale Seite, die in &#8220;Down the Rabbit Hole&#8221;, das mit einer zitternden und flirrenden Geige beginnt, zu einem Score voll dramatischer Wendungen wird: Hier ist der Gesang melodischer und scheint anfangs wie von einer stirnrunzelnd erschöpften Abgeklärtheit durchdrungen, doch auch über die Stimme, die mit der Zeitimmer aufwühlender erklingt, bricht sich irgendwann einiges an Energie Bahn, die in der fragilen Vitalität von &#8220;An End to Itself&#8221; noch gesteigert wird.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/Ka7qLsPbcjo" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Die fast schwindelerregende Aufgewühltheit, die sich im Wechselspiel von Vorwärtsdrang und Irritation ergibt, eröffnet eine Menge an Assoziationen, und hier und da wie in &#8220;In Hiatus&#8221; könnte man aus dem Mix aus dramatischen Streichern, Noise und ungekünsteltem Gesang auch eine Spur Dada heraushören. Dass man nach der wahnhaften Schlussgebung von &#8220;Mise en Abyme&#8221;, das nach einer Fortsetzung schreit, kaum glaubt, dass nur fünfundzwanzig Minuten vergangen sind, dankt sich aber nicht nur dem stilistischen Reichtum, sondern mehr noch der fordernden Emotionalität, die jede Minute von &#8220;Grimace&#8221; durchdringt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.eilean-records.com/">Eileen Rec.</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3125164026/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2019/11/16/9t-antiope-grimace/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>9T ANTIOPE: Nocebo</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/11/08/9t-antiope-nocebo/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2019/11/08/9t-antiope-nocebo/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2019 06:27:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[9T Antiope]]></category>
		<category><![CDATA[CTM Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Migrane Sq.]]></category>
		<category><![CDATA[Nima Aghiani]]></category>
		<category><![CDATA[PTP]]></category>
		<category><![CDATA[Purple Tape Pedigree]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Kohlberger]]></category>
		<category><![CDATA[Sara Bigdeli Shamloo]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=17672</guid>
		<description><![CDATA[Jeder weiß, was ein Placebo-Effekt ist, doch weniger bekannt ist, dass es diesen auch in einer negativen Ausprägung gibt. Mediziner sprechen dann von einem Nocebo-Effekt, wenn der Glaube eines Patienten an die Wirkungslosigkeit einer Behandlung so stark ist, dass die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/11/08/9t-antiope-nocebo/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/9tantiopenocero.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-17673" title="9tantiopenocero" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/9tantiopenocero.jpg" alt="" width="150" height="195" /></a>Jeder weiß, was ein Placebo-Effekt ist, doch weniger bekannt ist, dass es diesen auch in einer negativen Ausprägung gibt. Mediziner sprechen dann von einem Nocebo-Effekt, wenn der Glaube eines Patienten an die Wirkungslosigkeit einer Behandlung so stark ist, dass die erhoffte Wirkung tatsächlich ganz oder in Teilen ausbleibt. In manchen Fällen von Resignation, die eine Begleiterscheinung vieler schwerer Krankheiten oder Verletzungen ist, kann dieser Zweifel geradezu intendiert sein.<span id="more-17672"></span></p>
<p>Das von sägendem und rumpelndem Noise eröffnete Tape, das 9T Antiope jüngst unter diesem Namen herausbrachten und beim Berliner CTM-Festival zusammen mit visuellen Arbeiten des Künstlers Rainer Kohlberger uraufführten, lotet Momente dieses Wirklichkeit schaffenden Zweifels und des manchmal damit zusammenhängenden Rückzugs ins Koma aus und hat im Zusammenhang mit dem Tod des Bruders von Sängerin Sara Bigdeli Shamloo einen sehr persönlichen Hintergrund. Atmosphärisch ist es eine aufwühlende und zugleich beklemmende Angelegenheit, und als genau dies ist es wohl auch gedacht.</p>
<p>Ähnlich wie <a title="9T ANTIOPE / SIAVASH AMINI: Harmistice" href="http://africanpaper.com/2019/05/11/9t-antiope-siavash-amini-harmistice/">ihre mittlerweile über Hallow Ground veröffentlichte Kollaboration mit Siawash Amini</a> ist die episodische Klanglandschaft, deren Zusammenhang nur durch die Kapazität der Tapeseiten unterbrochen ist, im Grenzland zwischen Wach- und Traumzustand angesiedelt. Doch das Hin- und Herrumpeln der bisweilen brachialen Sounds, der Baustellenlärm, das perfekt gestaltete Bohren, Sägen, Rattern und Gluckern wirkt noch bedrohlicher. In diesem Szenario wirkt Shamloos rezitierter innerer Monolog wie letzte Worte einer Kapitulation vor etwas, das auf (fragwürdige?) Namen wie Schicksal, Konsequenz, Realität etc. hört.</p>
<p>Aufblitzende Hochtöner (deren Effekt den Namen ihres Vorgängerprojektes Migrane Sq. in Erinnerung rufen) und ein monotoner, taktloser Rhythmus evozieren eine &#8220;klinische&#8221; Atmosphäre, in die destruktiven Sounds, die so explosiv wie niederdrückend wirken, misschen sich diffuse Echos akustischer Instrumentierung sowie Zitate religiöser Gesänge, und selbst das heftige Rauschen bekommt irgendwann einen etherischen Touch. Dieser lässt das Tape irgendwann (mit einem kleinen Hofnungsschimmer?) ausklingen.</p>
<p>Die aus Shamloo und Soundartist Nima Aghiani bestehenden 9T Antiope, deren Bandname wohl eine Abwandlung des Asteroiden (90) Antiope darstellt und zugleich auf verschiedene Figuren der Griechischen Mythologie zurückgeht, sind derzeit eine der vielversprechendsten und ideenreichsten Lärmformationen jenseits ausgetretener Szenepfade, wo man in verlässlicher Routine einem im Grunde saturierten Publikum gibt, was es begehrt, Verortungsversuche unter Ambient, Drone, Noise oder Industrial zielen letztlich ins Leere, auch wenn sie alle einigermaßen passen.</p>
<p>&#8220;Nocebo&#8221; knüpft an das vor knapp zwei Jahren erschienene &#8220;Isthmus&#8221; an und ist mit diesem als Teil einer Trilogie gedacht, deren Zusammenhang sich vielleicht mit dem dritten Part erschließt. Nicht nur darauf darf man gespannt sein. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="Purple Tape Pedigree">Purple Tape Pedigree</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2019/11/08/9t-antiope-nocebo/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>9T ANTIOPE / SIAVASH AMINI: Harmistice</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/05/11/9t-antiope-siavash-amini-harmistice/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2019/05/11/9t-antiope-siavash-amini-harmistice/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 May 2019 02:58:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[9T Antiope]]></category>
		<category><![CDATA[Hallow Ground]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Nima Aghiani]]></category>
		<category><![CDATA[Sara Bigdeli Shamloo]]></category>
		<category><![CDATA[SarrSew]]></category>
		<category><![CDATA[Siawash Amini]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=17666</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt sicher Angstträume, die von bedrückender Stille sind. Handeln solche Träume vom Krieg, so ist ihnen wahrscheinlich eher eine laute, von schrillem Lärm und heftigen Detonationen durchsetzte Tonspur angemessen. &#8220;Harmistice&#8221;, dessen Titel ein Wortspiel zwischen &#8220;harm&#8221; und &#8220;armstice&#8221; (Waffenstillstand) &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/05/11/9t-antiope-siavash-amini-harmistice/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/HG1902_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17667" title="HG1902_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/HG1902_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt sicher Angstträume, die von bedrückender Stille sind. Handeln solche Träume vom Krieg, so ist ihnen wahrscheinlich eher eine laute, von schrillem Lärm und heftigen Detonationen durchsetzte Tonspur angemessen. &#8220;Harmistice&#8221;, dessen Titel ein Wortspiel zwischen &#8220;harm&#8221; und &#8220;armstice&#8221; (Waffenstillstand) darstellt, erzählt von solchen Träumen und wählt dazu eine dunkle, über weite Strecken industriell-noisige Klanggestalt. Der eindringlichste Faktor dabei<span id="more-17666"></span> sind allerdings die Gesangs- und Textbeiträge der Sängerin Sara Bigdeli Shamloo, in denen die Nachtgesichte wie Ereignisse der äußeren Welt in der Rückschau erzählt werden.</p>
<p>Die Titel der vier Tracks, die auf Assonanzen beruhen und immer eine Farbe im Zentrum haben, unterstreichen den sinnlichen Aspekt der Traumwahrnehmung, die sich gleich zu Beginn von &#8220;Blue as in Bleeding&#8221; als hochtönender Aufruhr zu erkennen gibt. Immer dichter werdende Klangschichten aus elektronischem und akustischem Material füllen bald den ganzen Raum, stürmisches Rauschen und eine losbrechende Eislawine gewähren lupenreines Uneasy Listening, das durch die taktlosen Beatansätze in keiner Weise &#8211; denn kaum eine Richtung deutet sich an &#8211; gemindert und von dem Kontrast der anfangs sanft anmutenden Vocals sogar noch verstärkt wird.</p>
<p>Shamloos Gesang, der immer wieder hinter rumpelndem Lärm zu verschwinden droht und am Ende doch die Oberhand behält, ist von der unverkitschten Klarheit klassischer Folksängerinnen, könnte mit feinsinnigem Ambient, wie ihn Fovea Hex spielen, oder mit Pop in der Art von Fever Ray funktionieren. Hier wirkt er vordergründig oft kontrastierend, doch meist ist er &#8211; auch natürlich mittels der Worte, die apokalyptiche Szenarien ausmalen, die aus allen spätmodernen Kriegen stammen könnten &#8211; Teil des paralysierenden Tumults. So beispielsweise in dem von zersägenden Lärmschleifen eingeleiteten &#8220;Purple as in Pain&#8221;, wo abgeklärte Rezitation ganz intim am Ohr erklingt und doch mit den hektischen Explosionen und der aufscheuchenden Sirene zu einer Einheit verschmilzen. Oder in &#8220;Black as in Burst&#8221;, wo sie nah am Flüsterton, als solcher aber laut in den Vordergrund gemischt sind, und so das erst mit der Zeit in Noise übergehnde Kreisen und Kratzen übertönen. &#8220;Silver as in Silence&#8221; scheint mit digitalen Gewehrsalven, elektrifiziertem Gesang und einem kreisenden Akustiksound, der an eine Tandora erinnert, die beklemmende Stimmung der vorigen Stücke noch einmal zusammenzufassen.</p>
<p>&#8220;Harmistice&#8221; wurde von den beiden in Paris lebenden Iranern Sara Bigdeli Shamloo und Nima Aghiani und ihrem in Teheran lebenden Landsmann Siavash Amini in Mail Art-Manier produziert und ist eine beeindruckende Wegmarke in den Laufbahnen der Beteiligten, die aufmerksame Leser unserer Seite schon von der Compilation &#8220;Girih&#8221; her kennen, auf der beide Acts und <a href="https://soundcloud.com/sara-bigdeli-shamloo">Shamloos Soloprojekt SarrSew</a> vertreten sind.</p>
<p><strong>Label: <a href="https://hallowground.com/">Hallow Ground</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=982956912/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=3585279038/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2019/05/11/9t-antiope-siavash-amini-harmistice/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
