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	<title>African Paper &#187; Sean Ragon</title>
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		<title>Cult of Youth und Kristian Olsson in der Berliner Volksbühne</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Oct 2023 06:26:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 4. November sind die New Yorker &#8220;Pagan Post Punker&#8221; Cult of Youth im Roten Salon der Berliner Volksbühne zu sehen. Im Zentrum des Konzerts wird das vor einigen Monaten bei Hospital Productions erschienene Album &#8220;With Open Arms&#8221; stehen. Cult &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/10/15/cult-of-youth-und-kristian-olsson-in-der-berliner-volksbuhne/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 4. November sind die New Yorker &#8220;Pagan Post Punker&#8221; Cult of Youth im Roten Salon der Berliner Volksbühne zu sehen. Im Zentrum des Konzerts wird das vor einigen Monaten bei Hospital Productions erschienene Album &#8220;With Open Arms&#8221; stehen. Cult of Youth begann vor gut anderthalb Jahrzehnten als Projekt des Sängers Sean Rogan und avancierte schnell zu einer der gefragtesten jüngeren Bands aus dem Neofolk-Bereich, in<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/a0288439869_65.jpeg"><img class="aligncenter size-full wp-image-37885" title="a0288439869_65" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/a0288439869_65.jpeg" alt="" width="700" height="700" /></a><span id="more-37884"></span></p>
<p>welchem sie &#8211; erst recht nachdem sie zu einer festen Combo herangewachsen waren &#8211; mit treibenden Uptempo-Songs und den fast an Oi erinnernden Shouts eher die punkige Seite betonten und vielleicht auch den Weg für Gruppen wie Dune Messiah ebneten. In Berlin teilten sie sich bereits die Bühne mit Mueran Humanos. Eröffnet wird der Abend von dem schwedischen Power Electronics- und Post Industrial-Künstler Kristian Olsson (Alfarmania, Survival Unit u.a.) mit einem Solo-Auftritt.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/FB_IMG_1697291183762.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-37886" title="FB_IMG_1697291183762" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/FB_IMG_1697291183762.jpg" alt="" width="720" height="900" /></a></p>
<p>Samstag  04.11.2023<br />
Beginn 20:30 Uhr<br />
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz<br />
Roter Salon<br />
Linienstraße 227<br />
10178 Berlin<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_231014_164150_860.sdocx--></p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/LDwrSWg5Ntw?si=FLYrcFFmK2zoTA-X" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1109112579/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://hospitalproductions.bandcamp.com/album/with-open-arms">With Open Arms by Cult Of Youth</a></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3721148398/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://styggelsetapes.bandcamp.com/album/genf-rd">Genfärd by Kristian Olsson</a></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2285193096/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://styggelsetapes.bandcamp.com/album/arkivalier-ii">Arkivalier II by Kristian Olsson</a></iframe></p>
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		<title>PHARMAKON: Bestial Burden</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Oct 2014 06:26:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn es ein besonderes Alleinstellungsmerkmal bei Pharmakon gibt, dann findet man es am ehesten in den manchmal regelrecht entmenschlichten Schreien, mit denen Margaret Chardiet eher Schmerz als Wut ausdrückt und ihren postindustriellen Lärm mit einem Element anreichert, das man eher &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/10/18/pharmakon-bestial-burden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/10/pharmakonbestialburden.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9412" title="pharmakonbestialburden" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/10/pharmakonbestialburden-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn es ein besonderes Alleinstellungsmerkmal bei Pharmakon gibt, dann findet man es am ehesten in den manchmal regelrecht entmenschlichten Schreien, mit denen Margaret Chardiet eher Schmerz als Wut ausdrückt und ihren postindustriellen Lärm mit einem Element anreichert, das man eher von anderen Genres, Black Metal etwa und einige Spielarten des Crustcore, her kennt. Alle anderen Eigenschaften, die gerne hervorgehoben werden – ihr Fokus auf Pathologisches, ihre etwas zu clubtauglichen Beatansätze und die Tatsache, dass sie der klugen Prollfraktion zufolge primär ein<span id="more-9411"></span> neurotisches Mädchen ist – sind in entsprechenden Musiksparten viel verbreiteter und sollten eher im Kontext dessen gesehen werden.</p>
<p>Ihr gerade erschienener zweiter Longplayer ist nach Eigenangabe ganz der Hinfälligkeit des menschlichen Körpers gewidmet, der laut Thomas Bernhard zuverlässig die hehrsten Pläne durchkreuzt und Chardiet in Form einer OP und eines Klinikaufenthalts zwang, ihre Europatour abzusagen. Das Album, das stattdessen und im Schatten dessen entstand, beginnt mit erschöpftem Keuchen, das zwischendrin als Husten wiederkehrt, und erreicht seine stärksten Momente tatsächlich dann, wenn sie sich stimmlich verausgabt. „Intent or Instinct“ ist so ein erster achteinhalbminütiger Höhepunkt, dessen kreisende Noisesequenzen und rhythmisches Pulsieren von einem brachialen Geschrei übertönt wird, das mehr leidend als böse klingt und gelegentlich ins Jammern zu kippen droht. Bei „Autoimmune“ würde sich der monotone Beat ohne den dominanten Plärrgesang sicher irgendwann totlaufen.</p>
<p>Scheinen diese Stücke reine Körpersprache zu sein, so verschafft sich bei anderen auch die psychische Seite von Krankheit und Schmerz Ausdruck. In ihren Angaben zum Hintergrund des Albums erzählt sie von der schrittweisen Entfremdung von ihrem Körper, der sich im kranken Zustand mehr und mehr ihrer Kontrolle entzog und wie eine fremde Person agierte (wer Alfred Döblin kennt, fühlt sich vielleicht an „Die Tänzerin und der Leib“ erinnert, wo die Titelfigur die Kontrolle über ihre Glieder verliert und jedes Körperteil als je eigene widerspenstige Wesen wahrnimmt, von denen sie nur noch der Tod scheiden konnte).</p>
<p>„Body Betrays Itself“ heißt das schwerfälligste und schleppendste Stück des Albums und verweist vom Titel her auf den Körper als etwas der „eigentlichen Person“ äußerliches, ähnlich der als faszinierend wahrgenommenen organischen Strukturen auf einem Röntgenbild, die in den Lyrics zur Sprache kommen. In diesem Stück erkennt man auch zum ersten Mal ihre Stimme als weiblich. Das ist ansonsten nur noch im Titelsong der Fall, wo sich der zunächst noch ordinäre Sprechgesang aber mit der Zeit in nur noch wahnsinniges Lallen und Lachen verwandelt, um gegen Ende in einen hektischen Chor aus verrückten Stimmen (im Kopf?) zu münden. Das hat schon eine gewisse Intensität – ob sie damit jedoch die im Schnitt eher abgehärtete Swans-Gemeinde auf der bald beginnenden gemeinsamen Tour in den Wahnsinn zu treiben vermag, ist eher fraglich.</p>
<p>„Bestial Burden“, das übrigens in Zusammenarbeit mit Sean Rogan von Cult of Youth entstanden ist, ist ein gutes Album weitgehend ohne Längen, dass man nicht einmal extra anpreisen müsste, da Pharmakon von einem Label mit guten szeneübergreifenden Kontakten verlegt wird und somit längst ein Selbstläufer in Sachen Publicity ist. Wäre schön, wenn die Popularität den Spot auch auf einige andere Noiserinnen lenken würde, aber erfahrungsgemäß bleibt so etwas leider aus. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Sacred Bones</strong></p>
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		<title>PHARMAKON: Abandon</title>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 06:10:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch wenn Industrial von Anfang an Grenzen überschritten hat – die Transgression vielleicht sogar das bestimmendste Merkmal war – und wenn ein Viertel der Gründungsband weiblich war, so ist Industrial dennoch immer primär ein Phänomen weißer Männer gewesen – sowohl &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/05/11/pharmakon-abandon/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/sbr099-front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6955" title="sbr099-front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/sbr099-front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auch wenn Industrial von Anfang an Grenzen überschritten hat – die Transgression vielleicht sogar das bestimmendste Merkmal war – und wenn ein Viertel der Gründungsband weiblich war, so ist Industrial dennoch immer primär ein Phänomen weißer Männer gewesen – sowohl auf Seiten der Produzenten als auch Rezipienten. Das führt natürlich dazu, dass oftmals in besonderem Maße hervorgehoben wird, wenn eine Künstlerin sich an extremer elektronischer Musik versucht, so auch im Falle von Pharmakon, dem Projekt der 22-jährigen in New York ansässigen Margaret Chardiet, die trotz ihres jungen Alters schon seit einigen Jahren aktiv ist: So war sie ein Gründungsmitglied des<span id="more-6954"></span> <a href="http://rockawayredlight.blogspot.de/?zx=93aaf5fc9493a6ef">Red Light District-Kollektivs</a> und hat einige kleinere Veröffentlichungen (u.a. CD-Rs) herausgebracht. Nun erscheint auf Sacred Bones ihr erster Longplayer, der mit einer Spielzeit von etwa einer halben Stunde aber recht kurz ausgefallen ist.</p>
<p>Wenn die Künstlerin ihre Arbeit mit einem<a href="http://sacredbonesrecords.com/releases/sbr099/"> Exorzismus</a> vergleicht, so ist das erst einmal wenig originell, gefühlt jeder zweite Künstler, der musikalische und ästhetische Grenzen sprengt bzw. zu sprengen versucht, verkündet ähnliches und die Idee von Katharsis ist nun auch nicht mehr ganz so frisch. Davon einmal abgesehen ist „Abandon“ aber sicher ein besonders vitales und gelungenes Beispiel aggressiver elektronischer Musik, bei dem Chardiet im Studio am Mischpult von Sean Ragon (Cult of Youth) unterstützt wurde.</p>
<p>„Milkweed/It hangs Heavy“, der erste Track des Albums, wird von einem markerschütternden Schrei eröffnet, zu dem sich extrem verzerrte Stimmen gesellen; die musikalische Gestaltung erinnert an Death Industrial, Brighter Death Now schauen kurz um die Ecke. Dann taucht immer wieder der Schreigesang Chardiets auf, während die Elektronik wie ein Herzschlag pocht. Oft hat man den Eindruck, dass bei extremem weiblichen Gesang immer die gleiche (griechischstämmige) Künstlerin als Referenzpunkt herhalten muss, egal ob es nun passt oder nicht. So auch <a href="http://pitchfork.com/features/rising/9091-pharmakon/">hier</a>, wobei der Vergleich nur bedingt zutrifft. „Ache“ zeigt zweierlei: Zum einen, dass der Vergleich mit Diamanda Galás zu kurz gefasst ist, zum anderen, dass jüngere Künstler kaum noch Berührungsängste zwischen Stilen haben, denn hier klingt der Gesang Chardiets so, als wolle sie <a href="http://www.discogs.com/artist/Scott+Conner">Scott Conner</a> Konkurrenz machen. Dazu dröhnt die Elektronik rabiat. In der zweiten Hälfte wird das Brachiale zurückgefahren und das Stück bekommt fast kontemplativen Charakter. „Pitted“ erinnert mit seinem schleppenden Rhythmus an frühe Swans, der Gesang ist aber anfangs der melodischste des gesamten Albums und lässt vermuten, dass auch Gothic ein Einfluss auf die New Yorkerin gewesen sein mag. „Crawling On Bruised Knees“ erinnert mit dem verzerrten Gesang zwar noch am ehesten an konventionelle Power Electronics, das Stück ist aber unglaublich wuchtig und man nimmt Chardiets die Aggression jede Sekunde ab.</p>
<p>Was das Album weit aus der Masse anderer Veröffentlichungen herausragen lässt, liegt an vielerlei (musikalischen wie außermusikalischen) Gründen: Zum einen ist der Klang überaus klar, überhaupt nicht matschig und breiig, wie das sonst oft der Fall ist. Zum anderen ist das Album -wie aus dem Vorherigen deutlich geworden sein sollte- sehr variantenreich. Außerdem verabreicht die Künstlerin dem Hörer die richtige Menge, die richtige Dosis, was bei ihrem Projektnamen nicht unbedeutend ist („Within the infant rind of this small flower/Poison hath residence and medicine power“ heißt es bei Shakespeare). Einen außermusikalischen Aspekt sollte man aber nicht vergessen: Man kann fragen, wie die mediale Resonanz ausgefallen wäre, wäre „Abandon“ nicht beim momentan so angesagten Label Sacred Bones erschienen, sondern auf einem traditionellen Power Electronics-Label, z.B. BloodLust!, auf dem vor einigen Jahren eine<a href="http://www.discogs.com/Pharmakon-Pharmakon/release/1831599"> EP</a> von Pharmakon veröffentlicht worden ist. Das sagt etwas über Rezeptionsmechanismen aus, sollte aber keinesfalls als Einwand gegen dieses wirklich gute Album verstanden werden, das dem Rezensenten dann tatsächlich doch einige kathartische Momente beschert hat.</p>
<p>M.G.</p>
<p>Label: <a href="http://sacredbonesrecords.com/">Sacred Bones</a></p>
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		<title>CULT OF YOUTH: Love Will Prevail</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/10/17/cult-of-youth-love-will-prevail/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 07:20:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt Bands, deren Werk sich einem erst nach einer Livedarbietung erschließt, und in meinem Fall war das so bei Cult of Youth. Auf Platte hinterließ die Musik der New Yorker mit ihrer martialischen Steifheit und dem Gesang, der Ian &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/10/17/cult-of-youth-love-will-prevail/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/10/coylovewillprevail1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5533" title="coylovewillprevail" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/10/coylovewillprevail1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt Bands, deren Werk sich einem erst nach einer Livedarbietung erschließt, und in meinem Fall war das so bei Cult of Youth. Auf Platte hinterließ die Musik der New Yorker mit ihrer martialischen Steifheit und dem Gesang, der Ian Curtis anscheinend mit eigenen Mitteln überbieten soll und in gelegentliche Brüllattacken ausbricht, den paradoxen Eindruck eines rasenden Phlegmatismus. Jüngst habe ich erfahren, dass Cult of Youth einfach Spaß machen, denn auf der Bühne verwandeln sie sich in einen schweißtreibenden Oi-Mutanten und das kajalgeschminkte Publikum in einen pogenden Moshpit.<span id="more-5531"></span></p>
<p>Spricht man von Cult of Youth, kommt man an der berüchtigten Frage nach Einflüssen und Querbezügen nicht vorbei, denn ihr Stil ist nun mal – ob man ihn mag oder nicht – ein großes Mosaik an Referenzen. Vor allem englische Combos der 80er klingen an, zwei Kapellen, die sich in ihrer besten Zeit sicher nicht riechen konnten, bieten die größten Vergleichsmomente: Cult Of Youth erinnern zum Teil recht stark an frühe New Model Army, bloß ohne die friedensbewegte Attitüde zwischen Batik und Birkenstock. Ebenso – paradoxerweise – an Death in June, bloß akustischer als das frühe, fetziger als das mittlere und frischer als das aktuelle Werk des Alt-Punks aus Fort Nada. Das sind nur zwei besonders augenfällige Beispiele, aber was die New Yorker von diesen und wohl allen anderen häufig genannten Referenzgruppen unterscheidet, ist eine markige, unverquaste Working Class-Art, eine Street Credibility, die so manches Idol als feinen Pinkel erscheinen lässt, ungeachtet ob man diesem nun musikalisch das Wasser reichen kann oder nicht. Ihr eigenes Terrain eines Oi-Neofolk teilen sie sich bislang nur mit den etwas lascheren australischen Lakes. Auf den Alben kommt das leider nur halb so gut zur Geltung und das Schlagzeug rumpelt längst nicht so sehr wie auf Konzerten, wo es wie ein mit zwei Hämmern malträtierter Pappkarton klingt – zugunsten filigraner Soundschnipsel, die hier und da einen Song einleiten wie zum Beispiel „Man and Man&#8217;s Ruin“, den Opener des aktuellen Albums. Hier erinnern nicht nur diese Geräusche an apokalytischen UK-Folk, sondern auch die monotonen Akkorde und die Fanfare sprechen eine klare Sprache: Nicht einverstanden mit dem was statt hat, rebelliert man, ohne zu moralisieren und sich verlogen bunten Hoffnungen hinzugeben, bleibt kühl, aber nicht beherrscht, bloß skeptisch und gibt sich ein bisschen reaktionär. „Golden Age“ ist schon poppiger, eine im Grunde graue, aber dennoch schmissige englische Herbstmusik, die an eine Band wie die Housemartins denken lässt. Selbst der amerikanische Akzent hält sich, vielleicht dem Nordosten geschuldet, in Grenzen und ist eine Art Gegenstück zum „mid atlantic accent“ englischer Sixties-Sternchen, die das Britische stilvoll mit einem amerikanischen „r“ versahen, wie es später nur noch Rose McDowall hinbekam.</p>
<p>Doch genug des Namedroppings, zumal Cult Of Youth sich mit der Zeit wirklich zu behaupten wissen mit einer eigenen Charakteristik, die sich stark aus der Diskrepanz zwischen aggressivem Postpunk und martialischer Kälte speist. Ist dies erst einmal richtig angekommen, hat sogar amerikanische Lässigkeit ihre kurzen Momente. „Prince of Peace“, die ironische Beschwörung eines Messias, ist ein Hauch von Texmex beigemischt, „A New Way“ ist vielleicht das amerikanischste Stück: Piano, Doomjazz u.s.w., bis gewohntes Parolengröhlen die typische Cult Of Youth-Stimmung zurückbringt.</p>
<p>Um nochmal auf Neofolk zurück zu kommen: Ich tu mich mit dieser Verortung im Grunde schwer, weil sie vorschnell ist und den vielfältigen Bezügen nicht gerecht wird, dennoch spielen die New Yorker eine Musik, die frischen Wind in diese untote Szene bringen könnte. Als vor Jahren „richtiger Folk“ in war, hatte er viel von dem, was die Darkfolker immer für sich beanspruchten: Schrägheit, Exzentrik, Tradition, skurrile Nostalgie ohne Idyll. Dennoch gab es selten Berührungen, denn dem Weird-Folk und vergleichbarem fehlte einfach das Verhaftetsein in bürgerlichen Strukturen, um vom etwas strengeren großen Bruder wahrgenommen zu werden. Erst die Wave 2.0-Phänomene ein halbes Jahrzehnt später, die vor rund zwei Jahren mit Witchhouse sämtliche Ecken der hippen Subkulturen erreichten, konnten auch diesem ein paar frische Zellen verabreichen. Neben King Dude, dem Tarantino des Neofolk, sind vor allem Cult Of Youth zu nennen, die sicher auch das Zeug haben, ihr &#8220;Klingt wie dies, klingt wie das&#8221;-Image abzustreifen.</p>
<p><strong>Label: Sacred Bones</strong></p>
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