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	<title>African Paper &#187; Seven That Spells</title>
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		<title>JASTREB: Orient and Occident</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2016 04:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jastreb wurde vor etwa fünf Jahren von Niko Potočnjak a.k.a The Last Lord of Atlantis in Zagreb gegründet und würden wahrscheinlich von vielen für ein Seitenprojekt der Psychrocker Seven That Spells gehalten werden, wenn nicht noch weitere Musiker beteiligt wären, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/07/09/jastreb-orient-and-occident/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/jastreboao.jpe"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12334" title="jastreboao" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/jastreboao-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Jastreb wurde vor etwa fünf Jahren von Niko Potočnjak a.k.a The Last Lord of Atlantis in Zagreb gegründet und würden wahrscheinlich von vielen für ein Seitenprojekt der Psychrocker Seven That Spells gehalten werden, wenn nicht noch weitere Musiker beteiligt wären, allen voran Albin Julius und Lina Baby Doll, sowie zeitweise sogar Kawabata Makoto von Acid Mothers Temple &#8211; womit die musikalische Stoßrichtung schon mal abgesteckt wäre, die man grob gesagt als satten psychedelisch gefärbten Hardrock bezeichnen kann. Nachdem nun das dritte Werk der Combo in den Regalen steht, sollte <span id="more-12333"></span>wohl kein Zweifel mehr daran bestehen, dass es sich hier um ein eigenständiges Projekt handelt.</p>
<p>Ihr drittes Album „Orient and Occident“ wirkt wie ein Stimmungsbild, das anhand von vier Ausschnitten, die zumindest textlich wie Schlusstableaus einer epischen Erzählung anmuten, ein endzeitliches Gefühl heraufbeschwört &#8211; alles ohne viel Brimborium, und doch mit einer angemessenen Portion an Mysteriösem und einer ordentlichen Hypnotik. Trotz allem zieht der Habicht („Jastreb“ ist dessen kroatische Bezeichnung, doch es gibt wohl auch einen Kampfjet und einen Raumanzug dieses Namens) eher gemächlich seine Bahnen, denn ein relaxtes Midtempo ist angesagt.</p>
<p>Im mollastigen „The Island“, in dessen schnörkellosen Rocksound geschickt eine orientalische Melodie auf der Violine eingewebt ist, wird aus der Totalen eine Geschichte wie aus einem postapokalyptischen Film entfaltet &#8211; auf der Flucht gelangt eine Menschengruppe, umgeben von der Aura letzter Überlebender einer sterbenden Zivilisation, auf eine Insel. Doch die Gestrandeten agieren dort so menschlich-allzumenschlich wie eh und je, bevor sie von der (selbstverursachten?) Katastrophe in Form eines säuredurchtränkten Ozeans eingeholt werden. Lina von Deutsch Nepal, der auch sämtliche Texte geschrieben hat, trägt die Lyrics in einem dunklen, abgeklärt wirkenden Klangegesang vor und entpuppt sich dabei einmal mehr als solider Sänger mit einem überraschenden stimmlichen Charisma &#8211; das darf man getrost hervorheben, wenn man bedenkt, dass seine Herkunft im Industrial liegt, wo im Schnitt gebrüllt oder monoton gemurmelt wird.</p>
<p>Musikalisch und textlich wirken die vier Songs mit ihren Geschichten wie endzeitliche Szenen, die das letzte Aufbäumen einer schal gewordenen Kultur beschreiben, und ob René Guenons gleichnamiges Buch titelgebend war &#8211; man weis es nicht, denn alles scheint nur vage und assoziativ verknüpft, stellt es dem Hörer frei, zu kombinieren oder sich auch nur auf die Musik und ihre Stimmung zu konzentrieren. Mit „Amanda Lear“ und dem ganz ohne Drums auskommenden „Pasolini Nightmare“ werden zwei Nachtgesichte gereiht: Eine queere Disco-Queen leitet den Hörer mit schrägen Violinen durch eine schwüle Vollmondnacht. Dann schwebt man auf einem wabernden Teppich aus kleinteiligen Gitarrenornamenten in ein Szenario aus einem Film, der wie eine Inversion von Pasolinis Matthäus-Evangelium erscheint und den Träumenden verstört zurücklässt. „Let Go“ ist aufgeweckter, verspielter, doch auch hier wird kein beruhigender Abspann daraus.</p>
<p>Insgesamt wirkt Jastreb kompakter, d.h. weniger episch und bombastisch als die wohl wichtigsten Bezugsgrößen Seven That Spells und Der Bluthasch and the Infinite Church of the Leading Hand, doch diese Zurückgenommenheit ist es gerade, die das Hypnotische und den dunklen, fatalistischen Grundtenor umso mehr aufscheinen lassen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Hau Ruck!</strong></p>
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		<title>DER BLUTHARSCH AND THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND: Joyride</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2015 05:51:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/DBJoyride.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10568" title="DBJoyride" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/DBJoyride-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass die Musik von Albin Julius seit den 90ern große Veränderungen durchlaufen hat, ist ein Gemeinplatz und sollte sich mittlerweile bis in die letzten Winkel der etwas eigenwilligeren Musikwelten herumgesprochen haben. Noch interessanter vielleicht ist die Tatsache, dass die Entwicklung von Der Blutharsch And The Infinite Church Of The Leading Hand auch im Kleinen, z.B. von einem Album zum nächsten, kaum vorherzusehen ist und stets Überraschungen bereithält. „Joyride“ folgt – abgesehen von einer Compilation und zwei EPs – auf das vor gut anderthalb Jahren erschienene<span id="more-10567"></span> „The Cosmic Trigger“, und auch wenn der undefinierbare psychedelische Genremix nach wie vor besteht, könnten die beiden Platten kaum unterschiedlicher sein.</p>
<p>Knapp auf den Punkt gebracht reduziert „Joyride“ die schon im Titel von „The Cosmic Trigger“ angedeutete Weite auf&#8217;s wesentliche und gestaltet ich strukturell und auch klanglich oft derart aufgeräumt und konzentriert, dass man sich fast wundern mag, dass Albin, Marthynna und Jörg auch diesmal von einer ganze Bande an Mitstreitern &#8211; u.a. Matt Howden, Alan Trench und Mitglieder von Changes und Seven That Spells &#8211; unterstützt werden. Auf die kosmische Ganzheit folgt ein kurzer, wenn auch nicht ganz folgenloser Trip durch gefahrvolles, aber irdisches Gelände.</p>
<p>Die markanteste Veränderung liegt im Gesang, denn der stammt (backing vocals ausgenommen) erstmals ausschließlich von Marthynna, was sicher einige Schlaumeier auf Moon Lay Hidden-Vergleiche bringen wird. Ihrem diesmal klar nach vorn gemischten Gesang allerdings ist es zu verdanken, dass die Stimmung des Albums – ob mit Absicht oder nicht – ausgesprochen ambivalent und spannungsreich geraten ist. Marthynnas Vocals stimmen einen durchweg kühlen und reservierten Ton an, kommen über viele Strecken nah an Sprechgesang und schlagen automatisch eine für die Invisible Church heute eher untypische Brücke zum Post Industrial mit seinen knapp bemessenen Gesten und grimmigen Blicken. Ambivalent und spannungsreich wirkt sich das deswegen aus, weil der eher ausdrucksreduzierte Gesang ziemlich klar mit der krautig-hippiesken Musik und den durchgehend auf Grenzüberschreitung abzielenden Texten kontrastiert. Bei der noch wesentlich ausladenderen Klanggestalt der letztjährigen Releases hätte dies vermutlich kaum funktioniert</p>
<p>„Drive me far“ beginnt ohne Umschweife, wabernde Synthies und ein wummernder Bass, der über weite Strecken des Albums den Rhythmus nur andeutet, lassen die Fahrt gleich im easy tempo beginnen. Das Ziel ist ungewiss, und diese Unsicherheit des Erkundens von neuem Terrain scheint das eigentliche Thema des Albums zu sein. Schon hier scheint der eher coole Gesang zu implizieren, dass Grenzen, auch wenn man sie überschreiten will, zunächst einmal Statik erzeugen und dass die größten Träume von Freiheit bekanntlich in Ketten geträumt werden. Erst mit der Zeit gerät die Musik ornamentaler und tremolierende Wahwahs, die für Momente an Stimmen erinnern, wirken der Übersichtlichkeit entgegen.</p>
<p>Der große Ausbruch ist auf „Joyride“ kein romantisches Idyll und auf keinem der Stücke führt die Reise in die heile Welt. Viel zu aufwühlend und unterschwellig aggressiv mutet das knarzige „Falling out of Time“ an, viel zu hardboiled klingen die Gitarren und der schwüle Groove in „Cold Freedom“, bei dem man Howdens Violige erstmals deutlich heraushört. Stets fragt man sich, ob die Überschreitung und der Schrei nach Freiheit nicht doch nur ein scheuer Tagtraum ist, der sich ebenso sehr als Alptraum entpuppen könnte, zu sehr durchzieht ein düsterer Grundtenor die Stücke. „Innocent“ könnte glatt ein martialisches Stück aus alten Blutharsch-Tagen sein, neu eingespielt im neuen Sound der Chruch. Dann gibt es Songs, die fast so etwas wie eine klare Ansage vermitteln: Denk nicht zu viel, handle, mit deiner verbummelten Passivität taugst du bestens zum psychischen Vampir, oder schlimmer noch &#8211; zu einem Opfer der „Mighty Might“, wie es im gleichnamigen Stück heißt, während der kauzige Takt rumpelnd das Weite sucht.</p>
<p>„Joyride“ ist wie gesagt kompakter und aufgeräumter als andere Releases der Infinite Church und verzichtet auf vielschichtige Panoramas und ein großes Aufgebot an Gastsängern. Letztlich bleibt es Geschmackssache, welche Version man lieber mag, doch dass die aktuelle Version auf Albumlänge kurzweilig bleibt, sollte man anerkennen. Und spannend bleibt es allemal.</p>
<p><strong>Label: WKN</strong></p>
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		<title>SEVEN THAT SPELLS: The Death And Resurrection Of Krautrock: AUM</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 07:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Beta-lactam Ring Records]]></category>
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		<category><![CDATA[Stanislav Muškinja]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geschichte des Krautrock wurde schon oft erzählt und bedarf nicht unbedingt einer Neuauflage. Die kroatischen Psychrocker Seven That Spells haben ihre aktuelle Trilogie allerdings genau diesem Unterfangen gewidmet. Dass sie dies in Form interessanter (Meta-)Musik tun, ist nicht ungewöhnlich. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/01/21/seven-that-spells-the-death-and-resurrection-of-krautrock-aum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/seventhatspellskrautaum.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3503" title="seventhatspellskrautaum" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/seventhatspellskrautaum-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Geschichte des Krautrock wurde schon oft erzählt und bedarf nicht unbedingt einer Neuauflage. Die kroatischen Psychrocker Seven That Spells haben ihre aktuelle Trilogie allerdings genau diesem Unterfangen gewidmet. Dass sie dies in Form interessanter (Meta-)Musik tun, ist nicht ungewöhnlich. Ein gewagtes Projekt wird es erst dadurch, dass sie nicht die Entstehung des Krautrock zum Ausgangspunkt nehmen, sondern seinen Niedergang, von dem aus sie in die Zukunft blicken. Das macht das Ganze zu einer recht optimistischen Angelegenheit und gipfelt in einem Ja zu allem, was mit Revivals, Neuauflagen und historischem Retrobewusstsein zu tun hat.<span id="more-3502"></span></p>
<p>Ich räume ein, dass es vor allem der Titel des ersten Teils der Serie war, der mich auf diesen Gedanken gebracht hat, und ich bin mir nicht einmal sicher, ob das Konzept wirklich mehr sein soll als ein vager Rahmen für eine traditionsbewusste Musik, wie sie aus den Annalen des frühen 21. Jahrhunderts nicht wegzudenken sein wird &#8211; man denke nur an die zahlreichen (vor allem amerikanischen) Bands, die eine historische Entwicklung nachzeichnen, die irgendwo bei den 13th Floor Elevators (oder meinetwegen auch den Doors) begann, sich im Laufe der 70er Jahre irgendwann aufgabelte und entweder garagenpunkig bei den Fuzztones ankam, oder mit weißen Tennissocken bei Van Halen. Seven That Spells geben sich konzeptuell bewusster als viele andere, scheinen (ohne dass man das zwangsläufig heraushören muss) eher an deutscher Psychedelik interessiert und tragen ein ehrliches Pathos zur Schau, das auch zu seinen prätentiösen Momenten steht. Schier endlos repetitive Gitarrensoli entfalten sich schon über den kräftigen Riffs und der ausladenden Drumarbeit des noch verhältnismäßig kurzen Openers. &#8220;Aum&#8221; und &#8220;Zero&#8221; bilden mit jeweils knapp zwanzig Minuten Spieldauer den Kern des Albums: Becken und Highhats und komplexe Taktstrukturen, in Aufbau und Tempo stets wechselhafte Rhythmusgitarren, die das Klangbild streckenweise etwas dystopischer und angepunkter wirken lassen, als es bei einem reinen Revival zulässig wäre, und der langezogene (textlose?) Chorgesang &#8211; die &#8220;Ressurection&#8221; scheint in &#8220;Aum&#8221; nicht nur Thema zu sein, sondern ebenso sehr ein Anliegen, dass man hier ganz dreist zu verwirklichen sucht. Dass es sich nicht um reine Peace und Love-Musik handelt, wird vor allem beim stellenweise ins Atonale kippenden &#8220;Zero&#8221; deutlich, das wie ein droniges Stonermetal-Stück beginnt und seinen Intro-Charakter beibehält. Im Verlauf musste ich weniger an Krautrock denken, als an das unkategorisierbare &#8220;Time to Melt&#8221; von Jello Biafras und Al Joergensons großartigem Lard-Debüt.</p>
<p>Dass die drei Zagreber Spielfritzen sind, die gerne mal auf die Kacke hauen, begreift man spätestens bei &#8220;Rock ist Krieg&#8221;. Das spackige Gebrüll zu Beginn könnte auch der Auftakt einer Grindcore-Nummer sein &#8211; es handelt sich hier auch um das schmissigste Stück des Albums, doch der funkige Psychrock straft den ersten Eindruck Lügen. Beim Ausklang des Albums dominiert dann auch mal deutlicherer Gesang und eine feierliche Rock-Atmosphäre, die im Unterschied zur Referenzmusik (leider) auch so etwas wie Stadiontauglichkeit hat.</p>
<p>Sollten Seven That Spells den speziell deutschen Vertretern psychedelisch-hippiesker Musik, in deren Tradition sie sich sehen, nicht nur huldigen, sondern auch selbst zu einer neuen Blüte verhelfen, dann würde das mit einer absolut idyllfreien Reduktion sämtlicher Langsamkeit einhergehen, die man mit Gruppen wie Amon Düül II assoziiert, die aber auch rockigeren (Can) und experimentierfreudigeren (Faust) Vertretern noch vergleichsweise anhaftet. Bei allen angeführten Kritikpunkten sind die Kroaten vor allem für ihren keineswegs bemüht wirkenden Balanceakt anzuerkennen, mit dem sie ihr ganz eigennes Spannungsverhältnis zwischen Nostalgie und Humor (man denke an den vorigen Albumtitel &#8220;Acid Taking and Swet Love Making&#8221;), Vitalismus und dytopisch angehauchter Coolness aufrecht erhalten.</p>
<p>A. Kaudaht</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.blrrecords.com/">Beta-lactam Ring Records</a></strong></p>
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