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	<title>African Paper &#187; Sierra Casady</title>
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		<title>Little Death Wishes: Album und Tour von CocoRosie</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Mar 2025 04:58:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das neue Album von CocoRosie, &#8220;Little Death Wishes&#8221;, erscheint am 28. März in den gängigen Formaten bei Joyful Noise und Secretly Canadian. Bianca und Sierra Casady legen damit im einundzwanzigsten Karrierejahr ihr achtes Studioalbum vor, eine Sammlung von Songs, die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/03/22/little-death-wishes-album-und-tour-von-cocorosie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das neue Album von CocoRosie, &#8220;Little Death Wishes&#8221;, erscheint am 28. März in den gängigen Formaten bei Joyful Noise und Secretly Canadian. Bianca und Sierra Casady legen damit im einundzwanzigsten Karrierejahr ihr achtes Studioalbum vor, eine Sammlung von Songs, die sich laut Label mit den zerrütteten Realitäten von Frauen, der Zerbrechlichkeit der Conditio Humana und den Wunden der Liebe auseinandersetzen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/ldw.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-45546" title="ldw" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/ldw.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-45545"></span></p>
<p>Musikalisch bleibt das Duo seinem schwer kategorisierbaren Stil, der in der Vergangenheit nicht ganz zu Unrecht Vergleiche mit Folk ebenso mit Hiphop nach sich gezogen hatte, treu: &#8220;Little Death Wishes&#8221; verbindet rohe Emotion mit kunstvoller Theatralik, greift auf zahlreiche Zitate aus den Annalen der Popkultur zurück und verarbeitet diese zu einer sowohl melancholischen als auch bisweilen treibenden Mixtur. Mit Stücken wie &#8220;Wait For Me&#8221; (mit Greg Saunier an den Percussions) oder &#8220;Girl in Town&#8221; (mit Gastvocals von Chance the Rapper) gelingt ihnen erneut der Spagat zwischen Intimität und expressiver Kraft. Zur Veröffentlichung des Albums geht das Duo auf Tour und macht dabei auch in mehreren deutschen Städten Halt, darunter zweimal Berlin, Nürnberg, Köln, München und Frankfurt. Die Tourdaten finden sich auf der unten verlinkten Bandcampseite.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1681480433/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>COCOROSIE: We Are On Fire 7&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jun 2012 07:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwie hatten die beiden Casady-Schwestern wohl doch noch die Zeit gefunden, eine Single mit zwei neuen Songs aufzunehmen. In den vergangenen Monaten waren sie nämlich vor allem mit der Aufführung diverser Bühnnstücke befasst, einem Ballet und einer Oper, um genau &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/06/16/cocorosie-we-are-on-fire-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/cocorosieweareonfire.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4445" title="cocorosieweareonfire" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/cocorosieweareonfire-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Irgendwie hatten die beiden Casady-Schwestern wohl doch noch die Zeit gefunden, eine Single mit zwei neuen Songs aufzunehmen. In den vergangenen Monaten waren sie nämlich vor allem mit der Aufführung diverser Bühnnstücke befasst, einem Ballet und einer Oper, um genau zu sein, und die Planung ihrer diesjährigen Tour, bei der eine aufwendige Bühnenshow in Begleitung der traditionellen indischen Band Rajastan Roots auf dem Programm steht, ist ebenfalls im Gange.<span id="more-4444"></span></p>
<p>Die Stücke „We Are On Fire&#8221; und „Tearz For Animals&#8221;, beide unter der Anleitung von Dave Sitek (TV On The Radio) produziert, sind aufgeweckte Electronica-Nummern und zeigen vor allem, dass bei CocoRosie mehr oder weniger alles beim alten ist. Der Sound ist gewohnt vielschichtig und wirkt von Aufnahmesession zu Aufnahmesession professioneller gestaltet, das Spielkistenhafte wurde über die Jahre nie komplett ausrangiert und wird es auch diesmal nicht, wirkt allerdings in dem seit &#8220;Ghosthorse and Stillborn&#8221; mehr oder weniger folkfreien Sound wie eine zitathafte Reminiszenz an früher, als die beiden als eines der mustergültigen Aushängeschilder eines hippen Hippietums aus der postmodernen Kulturretorte gehandelt wurden. Wollte man jemandem in möglichst kurzer Zeit an einem prägnanten Beispiel erklären, was man unter &#8220;weird&#8221; versteht, musste man ihm nur CocoRosie zeigen, denn bei ihnen verstand es wirklich jeder, selbst 2raumwohnung- und Sarah Kuttner-Fans en masse, die dann auch gleich auf den Geschmack kamen.</p>
<p>Die erste Seite enthält eine hinter mädchenhaften 90er Jahre-R&#8217;n'B-Sound versteckte Gothic Tale über eine Wiedergängerin, die nachts über einen Friedhof schwebt und sich danach sehnt, die Gestalt eines schwarzen Hundes anzunehmen, doch irgendwie nimmt man ihnen die Klischees nicht krumm, da solche Motive in ihrer Welt eher Ausnahmen sind, und auch mit Hiphop-Beats und dubbigen Halleffekten klingt das Stück nicht einmal nach Chill Wave und dergleichen. Die Überraschung des Tages allerdings findet sich auf Seite 2, denn seit seinem eher unspektakulären Stimmbeitrag bei Metallic Falcons tritt erstmals wieder Antony Hegarty im CocoRosie-Kosmos auf, hier in Form eines feurigen Duetts mit einer tremolierenden Bianca Casady. &#8220;Tearz for Animals&#8221; ist der positivere, aber auch der ernstere der beiden Songs, an Sternstunden wie das famose &#8220;Beautiful Boyz&#8221; will er jedoch nicht heranreichen, das Stück ist solide und nett.</p>
<p>Aufgrund ihrer poppigen Übermarkanz konnte ich CocoRosie immer nur bedingt etwas abgewinnen, ein paar Songs des Frühwerks bildeten eine Ausnahme. Die neueren Stücke sind sicher voller Ideenreichtum und technisch-kompositorisch virtuos, das kommende Album sollte man aber für eine Bewertung abwarten. Darauf und auf die angekündigte Tour sollten Fans aber gespannt sein, und wer die beiden in einem exquisiten Rahmen erleben will, dem sei ihr Auftritt auf dem von Antony kuratierte Meltdown-Festival in London empfohlen (u.a. mit Buffy Sainte-Marie, bekannt durch ihre etwas ernsthaftere Auseinandersetzung mit der Native American-Culture)</p>
<p>(U.S.)</p>
<p><strong>Label: Touch And Go/Souterrain Transmissions</strong></p>
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		<title>COCOROSIE: Grey Oceans</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 08:16:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Schlimmste, was man COCOROSIE vorwerfen könnte, ist im Grunde nicht einmal ihre Schuld, sondern die der medialen Aufbereitung – ihre angebliche Rolle als Gallionsfiguren innerhalb einer vermeintlichen Blütezeit von Schrägheit, neuem Folk und Gender Transgression, sowie der ständig wiederholte &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/cocorosie-grey-oceans/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/greyoceans.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-73" title="greyoceans" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/greyoceans-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Schlimmste, was man COCOROSIE vorwerfen könnte, ist im Grunde nicht einmal ihre Schuld, sondern die der medialen Aufbereitung – ihre angebliche Rolle als Gallionsfiguren innerhalb einer vermeintlichen Blütezeit von Schrägheit, neuem Folk und Gender Transgression, sowie der ständig wiederholte und schon immer etwas oberflächlich wirkende Vergleich mit Joanna Newsom. Natürlich sind die beiden Casady Schwestern mit den ungleichen Lebensgeschichten kataloghaft exzentrisch, was immer das nun aussagt. Zudem schauen sie auch noch aus wie aus dem Bilderbuch.<span id="more-72"></span> Dass das ganze von „Weird Folk“ oder ähnlich strapazierten Kategorien, trotz Feedback in diversen Feuilletons, stellenweise eher die Euro Disney-Variante ist, darf aber auch gesagt werden.</p>
<p>Wer sich also für verschrobene „Mädchen“-Musik in der englischsprachigen Folktradition interessiert, den verweise ich freimütig an Gruppen wie THE FAUN FABLES und SPIRES THAT IN THE SUNSET RISE. Der Rest ist wie so oft Geschmackssache, und dass auch Hörer bedient werden werden wollen, die v.a. auf das Offensichtliche, Greifbare anspringen und sich mit subtileren, dezenteren Ausprägungen, die weniger fashionable sind, schwer tun, ist wohl eine Gegebenheit, die man hinnehmen muss. CocoRosie sind weder subtil noch dezent, hatten dafür jedoch vor allem in ihrer Anfangsphase alles was eine Band braucht, um von einem flippigen Publikum aus Jungvolk und Junggebliebenen goutiert zu werden, das trendy und indie gleichermaßen ist und gerne mal wieder einen auf Hippie macht – und dabei ungefähr so glaubwürdig ist, wie gut ein Jahrzehnt zuvor die Post-Grunger mit ihren Schlaghosen und Batikhemden. CocoRosie setzen volles Programm auf Wiedererkennungswert: ein süßlich-flapsiger Bandname, ein bisschen Indianerspiel im wehmütigen Giggelton, ein bisschen subversiven Gender-Bezug, der durchaus mehr zu bieten hat, als die immer wieder angeführten Frauenbärte. Man denke nur an das gespielt devote „By Your Side“ vom „Noah’s Ark“-Album, das mit transparenter Ironie eine ebenso kurzweilige Einführung in das Thema Beziehungsabhängigkeit bietet, wie etwa Elfriede Jelineks Kurzroman „Die Liebhaberinnen“ mit seiner schwarzmalerischen Erzählstimme im „Sendung mit der Maus“-Ton: Man sage etwas ganz rosig und betulich, und übertreibe damit gerade so stark, dass jeder erkennen kann, dass es so rosig gerade eben nicht gemeint ist, und selbst das Spielerische daran muss als solches weitgehend offenkundig sein. Dazu Püppchengesichtfaktor und Stimmchen, die die Assoziationen nur so sprießen lassen. Funktioniert gut, denn viele Leute ticken so, auch das Geknutsche vor der Kamera prägt sich ein. Kurz und knapp: CocoRosie machen experimentellen Hiphop Weird Folk für die bionadetrinkende Flipflops-Avantgarde, die abends unter der Bettdecke ganz ungeniert die Neon ließt, und sich ein dreiviertel Jahrzehnt zuvor noch über einen Auftritt von Judith Holofernes in der Sarah Kuttner-Show gefreut hätte. Normale Härte seit den Tagen, als man mit „alternative“ eben auch OASIS assoziierte. Eine Frage könnte nun sein, wie tragisch das ist, oder ob die Musik dahinter zwangsläufig schlecht sein muss.</p>
<p>Muss sie nicht, ist sie auch nicht unbedingt, und eine Runde Deskription ist nur fair: Einige frühe Stimmen verkündeten, „Grey Oceans“ sei – der Farbmetaphorik entsprechend – dunkler und trister ausgefallen in seinen Stimmungen und Klangfarben als die Alben zuvor. Dunkle Momente gibt es durchaus, wie zum Beispiel im Titelsong, bei dem der nun fest ins Bandgefüge integrierte französische Pianist Gaël Rakotondrabe eine bedeutungsschwangere, introartige Melodie am Flügel anstimmt und auf Wesentliches gespannt macht, während irgendwann manipulierte Orchestralsounds die Dramatik erhöhen. Zwei unterschiedliche Stimmen melden sich alsbald zu Wort, die eine erklingt wie der Auftakt zu einer Opernarie im Sopran, die andere wie eine doch irgendwie ernst gemeinte Persiflage auf lolitahafte Kindlichkeit, ironisch gebrochen selbstredend. Soweit so bekannt, ebenso das Zittern in beiden Stimmen, das je nach Geschmack vielleicht wieder ein Stück zu demonstrativ geraten ist. Insgesamt würde ich das Album nicht unbedingt als „dunkler“ einstufen als das letzte, elektronischste Werk „The Adventures Of Ghosthorse and Stillborn“, von dem schon ähnliches gesagt wurde. Primär sind auf „Grey Oceans“ die zuletzt so betonten Black Music-Anleihen wieder reduzierter, was das Album auf eine gewisse Weise wieder in die Nähe des allerersten Longplayers rückt. Die gespielte und ach so gewagt kontextualisierte Lieblichkeit fehlt auch hier nicht, „Fairy Paradise“ zum Beispiel experimentiert mit rauen und hell-verspielten Sounds, mit Glockenspiel und Noise Distortions, und ab dem Moment, wenn der von verschiedenen Stimmeinsprengseln unterfütterte Technobeat einsetzt, entsteht daraus ein weiterer gelungen-trashiger Dancehits nach Art des von Marschrhythmus geprägten „Japan“. An anderen Stellen wiederum demonstriert der Kollege mit dem unaussprechlichen Namen, dass er auch einen guten Barpianisten abgegeben hätte und unterstreicht somit einmal mehr den Mosaikcharakter des Stilmixes. An die liebliche Seite solcher Songs knüpft das akustische „Gallows“ an, das die inhaltlich harsche Thematik mit Glöckchen kontrastiert, während im Off die Piepmätze trällern. Einer der Songs, die auf der einen Seite ganz harmlos daherkommen, „fast niedlich, mit zuckersüßen Melodien, gemütlichen Rhythmen und verhuschten Geräuschen“, sich auf der anderen Seite jedoch „wie ein Albtraum, den man morgens im Halbschlaf nicht wieder loswerden will“ ins Hirn fressen, wie die tageszeitung einmal zu Liedern des Duos schrieb, freilich ohne zu ergänzen, dass die Band auf Derartiges nun wirklich kein Patent anmelden könnte. Bei „The Moon Asked The Crow“ zeichnen sich die neuerdings wohl hoch im Kurs stehenden orientalischen Elemente besonders ab, und „R.I.P. Burn Face“ ist dann die vom letzten Album schon bekannte Mischung aus Retorten-Hiphop und Katzenmusik.</p>
<p>Klar sind Begriffe wie „ernsthaft“, „reif“ oder gar das abgenudelte „erwachsen“ für den Charakter einer Band immer äußerst schwammige Kategorien. Trotzdem hatte ich beim Hören den Eindruck, dass sie nicht ganz unverdient in einigen Kommentaren zu „Grey Oceans“ vorkamen. So schwierig es ist, dies an bestimmten Komponenten festzumachen – meiner Einschätzung nach schuldet sich das in erster Linie der klanglich gesetzteren Komponente und der erdenden Wirkung von Rakotondrabes Pianospiel. Durchaus beeindruckend ist die diesmal ausgewogene Relation zwischen der vielzitierten kalaidoskopischen Qualität und einer dennoch irgendwie kohärenten Struktur – eines der geheimen Themen der Gruppe seit jeher. Aus dem Blickwinkel kultureller Seitenpfade kann man nach wie vor geteilter Meinung sein. Die einen könnten wie gewohnt die Trivialisierung interessanter Sampling- und Folkexperimente monieren, die anderen dagegen einräumen, dass CocoRosie als populäre Zugpferde auf Samplern und dergleichen auch kleineren Bands Wege geebnet haben. Natürlich hätten beide Recht. Weil es gerade so schön draußen ist, kann man sich ja zur Feier des Tages mal für die freundlichere Variante entscheiden. (U.S.)</p>
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