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	<title>African Paper &#187; Sigillum S</title>
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		<title>The Body Of Horror: Music Inspired By The Cinema Of David Cronenberg</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2022 04:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[David Cronenberg]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf dem italienischen Label Eighth Tower Records ist gerade eine Zusammenstellung mit einer Reihe von Künstlern aus dem Bereich des (Post-)Industrials unter der thematischen Klammer der Filme David Cronebergs erschienen. Titel wie auch die Beiträge der einzelnen Bands machen deutlich, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/03/15/the-body-of-horror-music-inspired-by-the-cinema-of-david-cronenberg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem italienischen Label Eighth Tower Records ist gerade eine Zusammenstellung mit einer Reihe von Künstlern aus dem Bereich des (Post-)Industrials unter der thematischen Klammer der Filme David Cronebergs erschienen.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/03/a0712315691_103.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-29018" title="a0712315691_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/03/a0712315691_103.jpg" alt="" width="1200" height="1071" /></a><span id="more-29013"></span>Titel wie auch die Beiträge der einzelnen Bands machen deutlich, dass es hier vor allem um den Teil des Werks des Kanadiers geht, in denen der Körper in all seiner Verletzlichkeit, in all seinem Modifikationspotenzial im Zentrum steht – wobei letztlich sicher gesagt werden muss, dass der Körper in keinem Film Cronenbergs keine Rolle spielt – anlässlich von &#8220;Crimes of the Future&#8221;, seinen demnächst erscheinenden ersten Langfilm seit acht Jahren, der thematisch wie im Titel auf das Frühwerk verweist, <a href="https://www.theglobeandmail.com/arts/article-david-cronenberg-is-ready-for-the-terrifying-future-as-both-director/">meinte</a> der inzwischen 79-Jährige: “I think the human body is what we are,[...] [w]hen it dies, we’re dead. There’s no afterlife, no God. We have to come to terms with that. The subject matter of all art is the human condition, and for me that’s a physical thing. So it’s inevitable that my filmmaking is going to involve the body in a very intimate and impactful way.”</p>
<p>Das Album beginnt mit dem industriell-fiependen und von Störgeräuschen durchzogenen „A Cognitive Island Of Fake Tumor Implants&#8221; von Sigillum S. Desiderii Marginis&#8217; Dark Ambient-Track &#8220;The Interzone&#8221; verweist mit Burroughs-Samples und Titel auf Cronenbergs Adaption von „Naked Lunch“, ein Film, auf den auch Sonologyst mit „Dr Benway&#8217;s Narcotic Operation“ Bezug nehmen, einem anfangs minimalistischen, dunkel-verhallenden Stück, das sich im Verlauf der 11 Minuten immer stärker verdichtet und dissonanter wird. Mario Lino Stancatis „House Of Skin“ blubbert düster und Schloss Tegal, die sich in ihrer Karriere auch immer wieder mit Deformationen des Fleisches beschäftigt haben, erzeugen auf „Metaflesh“ ein dunkles Gebräu. Auch die anderen hier vertretenden Künstler bewegen sich zwischen Dark Ambient und Industrial (z.B. UNCODIFIED mit ihrer &#8220;Scanners&#8221;-Hommage „ConSec“).<a href="http://africanpaper.com/tag/jarl/"> Jarl</a> widmet sich Cronenbergs Stephen King-Adaption „Dead Zone“, Mortar Devotions erweisen Cronenbergs vielleicht etwas unterschätzem Film „eXistenZ“ die Ehre: Ihr Stück &#8220;Cortical Systematics&#8221;  beginnt melancholisch-melodisch und endet als John Carpenter-Wiedergänger.</p>
<p><a href="https://eighthtowerrecords.bandcamp.com/music">@Eighth Tower Records</a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=423540686/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>SIGILLUM S / MACELLERIA MOBILE DI MEZZANOTTE: Blues and Doped Flowers from Twenty Three Years After Eschaton</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2021 05:17:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Macelleria Mobile di Mezzanotte]]></category>
		<category><![CDATA[Sigillum S]]></category>
		<category><![CDATA[Subsound Records]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie eine wuchtige Maschine, die mit quietschendem und ratterndem Getöse große Rollen über metallene Objekte walzen lässt, startet dieses Album, das nicht nur aufgrund seines Titels die Assoziation zu einer obskuren apokalyptischen Dystopie voll organischen Horrors nach Art von David &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/06/19/sigillum-s-macelleria-mobile-di-mezzanotte-blues-and-doped-flowers-from-twenty-three-years-after-eschaton/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/sigillumsmmm.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-25485" title="sigillumsmmm" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/sigillumsmmm-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wie eine wuchtige Maschine, die mit quietschendem und ratterndem Getöse große Rollen über metallene Objekte walzen lässt, startet dieses Album, das nicht nur aufgrund seines Titels die Assoziation zu einer obskuren apokalyptischen Dystopie voll organischen Horrors nach Art von David Cronenberg nahelegt. Durch die zwei ausladenden Soundscapes, die die beiden italienischen Combos zusammen<span id="more-25484"></span> auf die Beine gebracht haben, zieht sich eine Dunkelheit, die man sich am besten in einem mit Schrotteilen übersähten unterirdischen Komplex vorstellen kann, dürftig ausgeleuchtet in einem expressionistischen Zwielicht.</p>
<p>Die heute zwischen Mailand und Großbritannien verstreut lebenden Sigillum S und die in Rom gegründeten Macelleria Mobile di Mezzanotte, kurz MMM, entspringen zwei Generationen italienischer Undergroundmusik und stehen in der oberflächlichen Wahrnehmung für eine recht unterschiedliche Musik. Während Sigillum S mit rituellen Klängen die Welt des Industrial aufmischten und später vielen als Vertreter ambienter Elektronik gelten, erarbeiteten sich MMM in den letzten Jahren mit einer etwas schrägeren Variante dessen, wofür Acts wie Bohren &amp; der Club of Gore berümt wurden, das Label Dark Jazz. Gründer Adriano Vincenti ist jedoch ebenso ein Kind des Industrial und betreibt bis heute das krachige Soloprojekt Cronaca Nera. Der Name referiert auf die italienische Übersetzung von Clive Barkers Meat Train und wurde nach eigener Angabe wohl durch die Menschenmassen inspiriert, die nachts aus den römischen U-Bahnen quellen.</p>
<p>Es ist nicht immer leicht zu erkennen, welche Details hier auf wen zurückgehen, und man ist schnell geneigt, &#8220;Blues and Doped Flowers&#8230;&#8221; wie das Werk einer einzelnen Band wahrzunehmen &#8211; zumindest die gedämpften Bläser, die mit Besen gestreichelten Becken und der Zeitlupengroove von MMM treten nur gelegentlich etwas deutlicher auf die Bühne. Ein Großteil der Musik ist null smooth, und selbst wenn nach einiger Zeit etwas mehr Schwung in die Szenerie kommt und angejazzte Takte zu hören sind, erinnert das an einen Catwalk mit räudigem Schuhwerk inmitten einer ungemütlichen Halle voll mit Sägespänen und Schutt.</p>
<p>Hat man sich an die Unaufgeräumtheit gewöhnt, fallen immer mehr meist desolate Melodien auf, erzeugt von Bläsern und Synthesizer und wie gemacht für einen nächtlichen Roadmovie. Und haucht da nicht sogar kurz eine menschliche Stimme? Ein Trugbild, fürchte ich, das den Hörer wie vieles andere in eine investigative Position bringt. Im Verlauf der beiden Tracks zeichnen sich durch deutliche Breaks oder subtile Änderungen der Gangart immer wieder separate Abschnitte ab, mal heimelig, so dass man fast einen klassischen Song erwartet, mal stampfend wie der Beginn einer düsteren Clubmusik. Leicht nachhängende Takte leiten über in abstraktere Soundscapes voll Klirren und Scheppern, rituelle Monotonie wiederum bildet das Vorspiel zum schleppenden, fast rockigen Finale, das einer No Wave-Platte zur Ehre gereicht hätte.</p>
<p>Am Ende kann man kaum sagen, welche der beiden Bands besser herauszuhören wäre, was gerade bei der über die Jahre sehr wechselhaften Musik von Sigillum S ohnehin nicht so leicht wäre. Weit wichtiger und auch deutlicher ist die Vielfäligkeit der Ideen, die sich in diesem posteschatologischen Thriller finden. (A. Kaudaht)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.subsoundrecords.it/">Subsound</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=336313398/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Sigillum S und Ab uno im Hangar 49, Berlin</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Sep 2018 04:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ab uno]]></category>
		<category><![CDATA[Ancestral Remoto]]></category>
		<category><![CDATA[Hangar 49]]></category>
		<category><![CDATA[Lithium]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 6. Dezember stellen die seit einigen Jahren wieder aktiven Post Industrial-Veteranen Sigillum S in Berlin ihr kommendes Album &#8220;The Irresistible Art Of Space Colonization And Its Mutation Implications&#8221; in einer audiovisuellen Performance vor. Ebenfalls zu sehen ist Ab uno &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/09/19/sigillum-s-und-ab-uno-im-hangar-49-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 6. Dezember stellen die seit einigen Jahren wieder aktiven Post Industrial-Veteranen Sigillum S in Berlin ihr kommendes Album &#8220;The Irresistible Art Of Space Colonization And Its Mutation Implications&#8221; in einer audiovisuellen Performance vor. Ebenfalls zu sehen ist Ab uno &#8211; hinter dem Namen (der eventuell auf einen Song von OvO zurückgeht) verbirgt sich das vor zwei Jahren gegründete Duo Eugenio Petrarca und Roberto di Ciaccio, die eine perkussive Form ritueller Elektronik spielen. Auch sie haben ein neues Album im Gepäck. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/09/sigillums.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-16354" title="sigillums" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/09/sigillums.jpg" alt="" width="919" height="960" /></a></p>
<p><span id="more-16353"></span>Donnerstag, 06.12.2018<br />
Einlass: 21 Uhr<br />
Hangar 49<br />
Holzmarktstr. 15-18<br />
10179 Berlin</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/1894715577262862"><strong>Event @ Facebook</strong> </a></p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/zMpN__5jJTE" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>AIN SOPH / SIGILLUM S: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Mar 2017 05:44:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ain Soph]]></category>
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		<category><![CDATA[Crucifige]]></category>
		<category><![CDATA[Cthulhu Records]]></category>
		<category><![CDATA[Eraldo Bernocchi]]></category>
		<category><![CDATA[Old Europa Café]]></category>
		<category><![CDATA[Sigillum S]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Geschichte okkulter Musik waren die späten Achtziger eine wichtige Umbruchszeit. Zwar gab es okkult-rituelle Musik in der Tradition der Industrial Culture schon das ganze Jahrzehnt über, doch waren es die Jahre kurz vor den Neunzigern, als all dies &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/03/25/ain-soph-sigillum-s-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/01/AinSophSigillumS.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13319" title="AinSophSigillumS" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/01/AinSophSigillumS-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In der Geschichte okkulter Musik waren die späten Achtziger eine wichtige Umbruchszeit. Zwar gab es okkult-rituelle Musik in der Tradition der Industrial Culture schon das ganze Jahrzehnt über, doch waren es die Jahre kurz vor den Neunzigern, als all dies mehr und mehr die Form von Genres annahm, ganz in der Nachbarschaft siedelte sich schon bald der personell und thematisch zum Teil verwandte Apocalyptic Folk an. Zeitgleich nahmen breitere Kategorien wie Post Industrial oder die Schwarze Szene ihre heutigen Konturen an und stellten als oft nur halbherzig akzeptierte Rahmen mit ihren<span id="more-13318"></span> Magazinen und Festivals einen wichtigen Multiplikator dar, was bis heute der Fall ist.</p>
<p>Italien war schon damals ein Land mit einer besonders rührigen Szene und zugleich weitaus obskurer als etwa der englischsprachige Raum. Mit Ain Soph und Sigillum S taten sich 1989 zwei Gruppen zusammen, die in ihrem damals bei Cthulhu Records veröffentlichten Tape einen recht weiten Bogen italienischer Okkultur spannten. Beider Gruppen kamen mit Rom und Mailand aus kulturell sehr unterschiedlichen Ecken des Landes. Doch auch musikalisch verkörperten die beiden Bands recht unterschiedliche Richtungen innerhalb des Ritualbereichs.</p>
<p>Ain Soph, die die erste Seite der frühen Tape- und Vinlyfassungen bestreiten, galten zu der Zeit als eine der mysteriösesten Kapellen der dunklen Subkultur – dies lag nicht nur an ihren geheimnisvollen Pseudonymen und den spärlichen Informationen, die es über sie gab, sondern auch an der verhuschten und zugleich urigen Musik: Auf den frühen Ritualaufnahmen „I“, „II“, „III“ und „Ars Regia“ ist eine Musik zu finden, die als fernes Echo unheiliger Riten wie aus einem unterirdischen Schacht in die profane Welt herüberweht, und als auf „Kshatriyah“ Noiseelemente und eine Sopranistin zu hören waren, verstärkte dies den gespenstischen Eindruck noch. Die vier Tracks auf der vorliegenden Split schließen diese Phase der Bandgeschichte ab.</p>
<p>Innerhalb des Ritualkanons stehen die Römer für eine primär europäische Form der Esoterik, auf dem eröffnenden „Rex Tremendae“, das mit untergründig rumorendem Dröhnen beginnt und eine bedrohliche, stets etwas veränderliche Melodie anklingen lässt, ertönt die verwehte, leicht tremolierende Stimme von Sänger Crucifige wie ein Choral, was im Kontext der düsteren Musik eine „schwarzmagische“ Atmosphäre entstehen lässt. Das folgende „Etsey“ greift die Sakrale Stimmung auf und ist zugleich überraschend songorientiert. Mit dem Troubadourgesang und dem besinnlichen Lautenspiel knüpft es bereits an die Phase des „Ain Soph“-Albums mit dem Puttenkopf an. „Katabasis“ dagegen mit seinem hintergründigen Prasseln und der fast zur Unkenntlichkeit verfremdeten Vokalspur ist pure Finsternis, und das mittelalterliche „Retrowange Novelle“ steht dem mit seiner schweren Orgel in nichts nach.</p>
<p>Wenn ich auf die Unterschiedlichkeit beider Gruppen verweise, soll das nicht heißen, Sigillum S stünden für eine heitere Form der Ritualmusik – von der Stimmung her sind sie ähnlich düster, und doch ist ihre Ästhetik eine ganz andere, wirkt längst nicht so sehr wie aus einer schattenhaften Parallelwelt gefallen, ist näher an Sound und Ikonografie des Industrial. Schon der Gesang Eraldo Bernocchis passte damals perfekt in die Zeit und erinnert hier und da an einen etwas aus den Fugen geratenen Monte Cazzazza. Zudem ist der Ritualcharakter um einiges „weltmusikalischer“ ausgerichtet, im die zweite Seite einleitenden „Sea ov Dreams“, das die Zerstörung eines alten, zu überwindenen Zustands zu feiern scheint, kontrastieren düstere Soundscapes mit verhalten ekstatischer Perkussion und folkigen Flötenklängen, die allerdings nichts Pastorales an sich haben.</p>
<p>In „Abyss Dissection“, bei dem der Rhythmus antreibender wird und insgesamt die Elektronik mehr im Vordergrund steht, tauchen erneut tremolierende Bläserklänge aus der auf und abschwellenden Dröhndecke und erinnern stark an die Instrumente vom Dach der Welt, die die Mailänder auf früheren Arbeiten verwendet hatten. Mit dem Klangstrudel, der aus diesem Gemenge entsteht, ziehen Sigillum S alle Register der Düsternis, mit allem Gruftiepathos im Gepäck fühlte man sich direkt in Dantes tiefsten Höllenkreis geworfen, gegen den das folgende, etwas luftigere „The Deepest of my Brain“ trotz der knarzigen Männerstimme wie Labsal anmutet – allerdings nur für kurze Zeit, denn filmreife John Carpenter-Synthies und weiblicher Gesang aus der Giallo-Kiste tauchen „Into the Nothing“ erneut in Schwärze, an der sich bis zum aufgewühlten Ausklang von „Iconsire“ nichts mehr ändert.</p>
<p>Die Split ist nicht nur deshalb ein Juwel, weil sowohl das Original-Tape als auch die Ende der 90er von Old Europa Café herausgebrachte Vinylversion gesuchte Raritäten sind. Es ist auch ein schönes und emotional immer noch funktionierendes Exponat aus einer Zeit, als im gerade erst mit diesem Begriff versehenen Ritual-„Genre“ noch das Experimentieren und Ausprobieren vorherrschten, als man alle möglichen Formen des Düsteren aus Hoch- und Populärkultur im Interesse eines ambitionierten und doch auch oft augenzwinkernden Okkult-Ansatzes zweckentfremdete, und das ganze noch nicht so sehr in allzu spezielle Konzepte parzellisiert war. Vor kurzem hat sich Old Europa Café erneut dem Material angenommen und erstmals eine CD-Version herausgebracht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Old Europa Café</strong></p>
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