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	<title>African Paper &#187; Silber Media</title>
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		<title>NONCONNAH: Winter EP V</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Jan 2022 06:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zuletzt war dem aus Zach und Denny Corsa bestehenden Duo Nonconnah auf diesen Seiten noch bzgl. ihres großartigen Vollzeitalbums „Songs For And About Ghosts“ attestiert worden, sie „präsentieren auf ihrem dritten regulären Album vier lange, aus verschiedenen Teilen bestehende Tracks, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/01/08/nonconnah-winter-ep-v/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/01/a3518504324_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28258" title="a3518504324_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/01/a3518504324_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Zuletzt war dem aus Zach und Denny Corsa bestehenden Duo<a href="http://africanpaper.com/tag/nonconnah/"> Nonconnah</a> auf diesen Seiten noch bzgl. ihres großartigen Vollzeitalbums <a href="http://africanpaper.com/2021/02/13/nonconnah-songs-for-and-about-ghosts/">„Songs For And About Ghosts“</a> attestiert worden, sie „präsentieren auf ihrem dritten regulären Album vier lange, aus verschiedenen Teilen bestehende Tracks, die so klingen, als hätten ein paar schemenhafte Gestalten ein altes, nicht mehr ganz funktionstüchtiges Grammophon in einem Schneesturm aufgestellt.“<span id="more-28257"></span> Seit einigen Jahren veröffentlicht das Duo zur (im Idelalfall) von Schnee durchzogenen Jahreszeit ihre schlicht „Winter“ titulierten EPs. Zu ihrer 2017 erschinenen EP sprachen wir von <a href="http://africanpaper.com/2018/02/17/nonconnah-winter-ep-17%e2%80%98/">„verrauschte[r] liminale[r] Musik“</a> und die jüngste Veröffentlichung knüpft wenig überraschend an die Vorgänger an.</p>
<p>Das kurze, nicht einmal einminütige „When Children Face Death“ kombiniert vereinzelte Gitarrentöne, geisterhafte Geigen und seltsame Geräusche. Auf „The Moment Weeps and Blurs, Forgotten“ läuft ein Sprachsample über Paralleluniversen über luftig-entspannten Gitarrenpassagen. „Our Fate Was Terraformed Long Ago“ ist ein sphärisch-ambienter Track und auf „Destroy These Props, As They Will Not be Used Again“ hört man knasternde Geräusche, ganz so, als brächen irgendwo Zweige, als stapfe jemand durch gefrorenes Laub &#8211; dann ertönen seltsame Stimmen. „The Valley Of The Cupped Hand Of God“ klingt mit den flirrenden Sounds und Drones im Hintergrund, so, als befinde man sich in einem Schneegestöber. Gegen Ende von „The Past Wears A Shroud Of Ashes“ erklingt kurz ein Akkordeon. „As Far As Men Chase Wolves“ ist verrauscht-melancholisch und zum Abschluss gibt es unter dem Titel  „Last Hymn For The Empty Annex“ einen 20-sekündigen, leiernden Gitarrenloop. Auf dieser EP (er-)scheint der Winter erneut als mysteriöse Jahreszeit.</p>
<p>Wer noch tiefer in diese nebulöse Welt eintauchenn möchte, der kann sich auch mit der vor ein paar Monaten veröffentlichten Zusammenstellung<a href="https://nonconnahordeath.bandcamp.com/album/disembodied-americana-lost-trail-2009-2016"> „Disembodied Americana: Lost Trail, 2009-2016“</a> des Vorgängerprojekts Lost Trail beschäftigen, die immerhin 64 Tracks enthält und der Titel dieser Compilation ist letztlich auch eine gute Beschreibung der Musik Nonconnahs. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://silbermedia.bandcamp.com/">Silber Media</a> </strong> <iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1691935967/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>There’s always been hints of apocalypse in our work: Ein Interview mit Nonconnah</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Mar 2018 07:59:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das nach einem Ort in Tennessee benannte aus Zachary Corsa und Denny Wilkerson Corsa bestehende Duo Nonconnah spielt &#8220;Damaged hymns from the broken Mid-South&#8221;. Vorher hatten die beiden zahlreiche Tonträger unter dem Namen Lost Trail veröffentlicht, einem selbst so bezeichneten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/03/17/there%e2%80%99s-always-been-hints-of-apocalypse-in-our-work-ein-interview-mit-nonconnah/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/nonconnah-new-years-eve1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15129" title="nonconnah - new year's eve" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/nonconnah-new-years-eve1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></strong></em><strong>Das nach einem Ort in Tennessee benannte aus Zachary Corsa und Denny Wilkerson Corsa bestehende Duo Nonconnah spielt &#8220;Damaged hymns from the broken Mid-South&#8221;. Vorher hatten die beiden zahlreiche Tonträger unter dem Namen Lost Trail veröffentlicht, einem selbst so bezeichneten &#8220;ambient/drone/shoegaze project&#8221;. Musikalisch knüpft Nonconnah an das Vorgängerprojekt an<em>: </em>Feldaufnahmen<em>, </em>Samples, Giatarre und Drones werden zu einer Musik verdichtet, auf der das Dunkle und Mysteriöse, das sich im Klangbild, Artwork und in Tracktiteln widerspiegelt, (auch immer) ein Moment des Trostes enthält. <span id="more-15102"></span></strong></p>
<p><a title="There’s always been hints of apocalypse in our work: An interview with Nonconnah" href="http://africanpaper.com/2018/03/17/there%e2%80%99s-always-been-hints-of-apocalypse-in-our-work-an-interview-with-nonconnah/"><strong>Englisch Version</strong></a></p>
<p><strong></strong><em><strong>Korrigiert mich, falls ich mich irre, aber ich glaube, ihr hattet euren Namen von Lost Trail in Nonconnah geändert, als ihr von North Carolina nach Tennessee gezogen seid. War dies der hauptsächliche Grund? Welches sind für euch die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Nonconnah und Lost Trail?</strong></em></p>
<p>Es ist weniger so, dass wir unseren Namen geändert hätten, eher ist es so, dass Lost Trail zu seinem natürlichen Abschluss kam. Der Umzug nach Memphis erschien wie ein bequemer Zeitpunkt, den Namen Lost Trail ausklingen zu lassen und unter neuen Vorsätzen neu anzufangen,aber wir hatten sowieso einen Punkt erreicht, an dem wir das Projekt beenden wollten.Obwohl es immer noch wir beide sind, die experimentelle Musik machen, gibt es doch ein paar wesentliche Unterschiede. Einer ist, dass wir anstatt endlos kleine Veröffentlichungen auf kleinen Labels herauszubringen, mehr Zeit damit zubringen, sorgfältig an den Aufnahmen zu arbeiten und minutiös an Details zu arbeiten, um alles so dynamisch wie möglich klingen lassen. Es ist wesentlich vielschichtiger geworden, und eine geringere Emphase auf &#8220;Lo-Fi&#8221; als früher. Während Lo-Fi unser normaler Modus Operandi in der Zeit von Lost Trail war, ist es nun eher eine Verzierung existierender Stücke. Ein anderer wesentlicher Unterschied zwischen Lost Trail und Nonconnah ist die Präsenz vieler Kollaborateure. Wir haben diese insulare Welt geöffnet, um etwas mehr so was wie ein Kollektiv zu werden, und das hat uns bereits Elemente vieler anderer Genres neben Ambient und Drone eingebracht.</p>
<p><em><strong>Wenn man sich die Titel eurer Aufnahmen und deiner Projekte ansieht, kommt es einem so vor, als spiele die &#8220;Natur&#8221; (so vage dieser Begriff auch ist) eine wichtige Rolle für euch. In welchem Ausmaß beeinflusst das Thema eure Songs und die Arbeit daran?</strong></em></p>
<p>Natur ist ausgesprochen wichtig für was wir tun und wie wir unser Leben führen. Zach wuchs bei einem professionellen Naturmaler auf und verbrachte viel Zeit in seiner Jugend draußen in der Natur, von den Bergen im Westen von Massachusetts bis zu den Koralleninseln vor North Carolina. Wir haben beide einen starken Bezug zu Umwelt-, Natur- und Tierrechtsproblemen, wir campen und trampen, wann immer es die Zeit erlaubt. Eines der verbindenden Themen sowohl bei Lost Trail als auch bei Nonconnah sind die Grenzregionen, in denen die Natur und das Menschengemachte sich treffen und eine außerweltliche Landschaft kreieren. Wir fotografieren beide oft verlassene Orte und Ruinen, Orte, die von der Natur zurückerobert werden. Wir haben uns ursprünglich durch dieses Interesse kennen gelernt, es fasziniert uns noch immer und findet den Weg in unsere Kunst.</p>
<p><em><strong>Sowohl Lost Trail als auch Nonconnah haben “Winter”-EPs veröffentlicht. Welche Rolle spielen die Jahreszeiten generell und der Winter speziell für dich und deine Musik?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/Nonconnaha0232760831_161.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-15138" title="Nonconnaha0232760831_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/Nonconnaha0232760831_161-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Die ‘Winter’-EPs sind Teil einer Reihe, die Silber Records jedes Jahr herausbringt, und es ist jedesmal eine großartige Herausforderung, stimmungsvolle Instrumentalmusik mit besonderen jahreszeitlichen Stimmungen zusammenzustellen. Themenbasierte Herausforderungen schärfen unsere kreativen Impulse als Klangkünstler. Wir neigen dazu, unsere Musik als herbstlich, bittersüß und vergoldet zu betrachten, irgendwo zwischen den Extremen der banachbarten Jahreszeiten. Der Herbst hat eine schöne Art der Melancholie, die zu uns spricht. Zach ist außerdem tief besessen von Halloween, was unsere Fans nicht überraschen sollte, da das Übernatürliche Teil unserer Arbeit ist und in vielen Songtiteln vorkommt.</p>
<p><em><strong>Ihr hattet einmal gesagt, dass ihr mit Absicht Lo-Fi-Aufnahmeequipment benutzt . Wie wichtig ist euch eine solche Herangehensweise? Hatte es für euch etwas von einer Befreiung von den (scheinbar) unbegrenzten Möglichkeiten heutiger Technologie?</strong></em></p>
<p>Es ist leicht, sich vom Überfluss dessen, was Künstlern, die zu Hause aufnehmen,heute zur Verfügung steht, überwältigen zu lassen. Wir beschränken uns gerne auf die einfachsten und primitivsten der möglichen Optionen. Zu vielen Möglichkeiten ausgesetzt zu sein führt am Ende dazu, gar keine Wahl zu haben. Wir lehnen grundsätzlich die Idee ab, dass jede Technologie veraltet sei, sobald eine neue auftaucht. Das ist zutiefst verschwenderisch. Speziell Kassetten haben eine eigene Wärme, die aus dem Unperfekten her kommt und für Leute unseres Alters Nostalgie heraufbeschwört, ebenso VHS und statische, verschwommene Polaroids u.s.w. Ich denke, zum Teil kann man das als eine intendierte Absage an die Bequemlichkeits- und Konsumkultur sehen und an den Materialismus, der Amerika im Jahr 2018 dominiert. Es ist eine großartige Form des Protests, &#8220;tote&#8221; Technologie zu benutzen und dabei nichts auf den Spott der modernen Typen zu geben, die sich bei Spotify einloggen. Auf der anderen Seite könnten wir nicht tun was wir tun ohne die Entwicklungen im Aufnehmen per Laptop, und so ist es in jedem Fall eine Balance aus Nutzen versus Prinzipien.</p>
<p><em><strong>Gibt es eine gewisse Ordnung, in der sich die einzelnen Elemente der Songs zusammenfügen? Wie entscheidet ihr, welche Fieldrecordings funktionieren? Welche Beziehung haben Improvisation und Komposition in eurem Aufnahmeprozess?</strong></em></p>
<p>Zu Zeiten von Lost Trail haben wir die Stücke meist auf einem Fundament reiner Improvisation fertiggestellt, in spontanen Ausbrüchen von Energie und Konzentration. Mit Nonconnah arbeiten wir mit einfachen Akustikgitarre- und Piano-Demos, die wir über die letzten paar Jahre aufgenommen haben. Die Demos sammeln sich an, bis dass genug da sind, wir suchen die besten aus und verarbeiten sie dann. Meist gibt es eine simple Gitarrenbasis als Grundidee eines Demos. Später akzentuieren wir das mit anderen Instrumenten und Sounds, und zum Schluss kommen Fieldrecordings dazu, die entweder aus Public Domain-Quellen stammen oder von einem von uns mit Mikros oder Telefonen aufgenommen wurden. Es ist eine reine Instiktfrage, welche Feldaufnahmen wohin kommen, und mit den Tracktiteln ist es ebenso. Manchmal fühlt es sich einfach richtig an &#8211; so als ob wir Kanäle für irgendeine äußere Kraft wären, die durch uns fährt. Es solIte gesagt werden, dass wir, auch als Lost Trail, auf Overdubs im engeren Sinne verzichten. Wir kollagieren. Wir nehmen Stücke unabhängig voneinander auf und legen sie spielerisch übereinander, bis sie &#8220;passen&#8221;. Wenn man arbeitet, als wäre das Stück eine Kollage, kommt immer ein großartiges Überraschungselement ins Spiel.</p>
<p><em><strong>Auf deiner Webseite nennt ihr eure Musik “damaged hymns from the broken midsouth”. Wie ambivalent ist eure Beziehung zu der Region, in der ihr lebt?</strong></em></p>
<p>Da ist tatsächlich nichts ambivalent, wir sind hier sehr glücklich. Memphis ist ein unglaublicher und unentdeckter Ort, ein Juwel außer der Reihe, das viel zu sehr stereotypisiert wurde, durch seine (wahrscheinlich sehr realen) Probleme bis zu dem Punkt, dass die Gentrifizierung größtenteils an der Stadt vorbei gegangen ist. Memphis ist ein stolzer, eng gestrickter, rauer Ort mit viel Lokalkolorit und einem ansehnlichen Maß an guter Stimmung. Auch gibt es dort unglaublich viel Kunst aller Art. Memphis ist eine echte Muse für uns &#8211; wir leben etwas außerhalb der Stadt, im ländlichen Hinterland, aber wir verbringen die meiste Zeit in Memphis. Wenn wir also von &#8220;beschädigten Hymnen&#8221; aus einem &#8220;zerbrochenen&#8221; Ort sprechen, so sagen wir das mit aller Liebe und Zuneigung. Es liegt viel Schönheit in der Gebrochenheit von Memphis, in dem Kampf, sich mit Esprit über die endlosen Blocks stillgelegter Febriken und Bars und die dreisten neonfarbenen Touristen-Fantasiewelten in der Innenstadt zu erheben, und in den Ausläufern eines gespenstischen Bayou. Memphis ist ein ganz besonderer Ort, eine schöne Stadt, die sich um sich selbst kümmert. Wir versuchen, das in unserer Arbeit zu würdigen.</p>
<p><em><strong>Ich habe mich gefragt, inwiefern das, was Southern Gothic genannt wird, eine Rolle in eurer Musik spielt.</strong></em></p>
<p>In einem gewissen Grad ganz sicher. Truman Capote, Eudora Welty, Flannery O’Connor, William Faulkner…dies sind spürbare, sehr präsente Geister in diesem Teil der Welt. Es ist wirklich der Sound des Südens, der den Hintergrund zu unserer Musik liefert. Zu Zeiten von Lost Trail sagten wir &#8211; und das trifft ebeso auf Nonconnah zu &#8211; dass wir durch und durch eine Südstaaten-Band sind. Wir würden nicht die gleiche Musik machen, wenn wir in Buffalo, New York, leben würden. Der Süden ist, was wir sind, im Guten wie im Schlechten. Wir haben hier eine komplizierte und geheimnisvolle Geschichte, keine Gegend in Amerika wird so sehr von seiner Vergangenheit heimgesucht wie der Süden. Sehr viel im täglichen Leben ist geprägt vom Versuch, sich mit der Vergangenheit zu arrangieren. Erst letztens konnte man das in Memphis sehen, als die Statue von Nathan Bedford Forrest entfernt wurde. Es ist unmöglich, in den Südstaaten zu leben und nicht von der Vergangenheit berührt zu werden.</p>
<p><em><strong>Eure Musik kann sehr dunkle Elemente beinhalten, aber es gibt auch etwas Tröstliches darin. Gibt es in eurer Arbeit eine Balance zwischen “Gloom” und “Glowing” (um auf euer aktuelles Album anzuspielen)?</strong></em></p>
<p>Definitiv. Wir wollen nie zu weit auschließlich in die Richtung des Lichtes oder der Dunkelheit gehen. Beides verstärkt sich ganz wesentlich durch die Präsenz des anderen, und beides bricht zusammen ohne dieses Gleichgewicht. Es würde unehrlich erscheinen, eine Musik zu erschaffen, die nicht ganz akkurat die hellen und die dunklen erfahrungen reflektiert, da sie beide gleichermaßen erschreckend und reizvoll sind. Licht und Dunkel machen uns zu dem, was wir sind. Wenn es eine dunkle Präsenz auf einem Album gibt, wird sie immer wieder konterkariert durch das Licht, doch wenn das Licht zu hoch strahlt, holt die Dunkelheit es wieder auf den Erdboden zurück.</p>
<p><em><strong>Für mich hat eure Musik oft eine traumhafte und schlafwandlerische Aura, auf den Covers eurer Veröffentlichungen tauchen oft leere Häuser und verschwommene Bilder auf. Würdest du sagen, dass sie passende Repräsentationen eures “Dronegaze” sind?</strong></em></p>
<p>Absolut. Wenn du dir die Themen unserer Musik anschaust, sei es die Natur in den Feldaufnahmen, die Titel, oder sogar der Klang als solcher, findest du einen gemeinsamen Faden an trancehaften und außerweltlichen Erfahrungen, etwas, das dich deiner selbst entrückt. Übernatürliche Heimsuchungen, religiöse Manien, politische Paranoia, Drogentrips… All dies sind veränderte Bewusstseinszustände, transzendente und offenbarungsartige Zustände. Das ist auch, was die beste Musik uns geben kann. Sie färbt die Wahrnehmung der dich umgebenden Welt, was letztlich die basale Bestimmung von Kunst ist, um Erfahrungen zu reflektieren auf eine Art, die dich erkennen und wachsen lässt. Ein Sinn fürs Unheimliche motiviert uns in einem gewissen Maß. Nicht nur die Gegenden, wo die Siedlungen in Waldland übergehen, sondern auch die Grenzbereiche, die wir betreten, wenn wir uns diesen transformative Erfahrungen aussetzen. Wenn unsere Musik ein visuelles Äquivalent hätte, dann wäre dies eine ruhige Gegend zu der Zeit, wenn die Nacht fast schon komplett eingebrochen ist, aber am Horizont noch ein dünner orangener Streifen zu sehen ist. Genau da lungern wir herum.</p>
<p><em><strong>Ihr werdet bald ein neues Album rausbringen und habt erwähnt, dass viele Gastmusiker mitgearbeitet haben. Ist das Album eine Fortführung von “The Gloom &amp; The Glowing”?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/Nonconnaha3423046944_16.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-15139" title="Nonconnaha3423046944_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/Nonconnaha3423046944_16-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Nein. ‘The Gloom &amp; The Glowing’ entstand in einer sehr schwierigen Zeit und steht für sich als ein Artefakt dieser Zeit. Es repräsentiert unsere Wandlung weg von Lost Trail, ohne schon an einem nächsten Punkt wirklich angekommen zu sein. Das neue Album ist die Verwirklichung. Wir würden sagen, dass &#8220;Gloom&#8221; noch viel mehr mit Lost Trail aus der alten Zeit gemeinsam hat. Vielleicht war es ein notwendiges Reinigen von diesen alten Gespenstern, bevor wir weitergehen konnten.</p>
<p><em><strong>Würdet ihr sagen, dass der Süden eine gute Region für experimentelle Musik ist?</strong></em></p>
<p>Das ist er definitiv. das inhärente Pathos, ein Südstaatler zu sein, hat immer unwidestehliche, normenüberschreitende Kunst hervorgebracht. Wir finden, dass man die beste experimentelle Musik, die der Süden zu bieten hat, in kleinen Städtchen findet, wo das Fehlen einer kulturellen Infrastruktur viele Leute dazu gebracht hat, es auf die eigene Art hinzubekommen und die Substanz der eigenen insularen Communities umzuwandeln, frei von Beeinflussung. Manchmal ist es besser, nicht einer von tausenden rotierender Hipster in Bushwick oder Portland zu sein. Greenville, North Carolina. Die Gegenden um Winchester und Culpeper in Virginia. Cleveland, Mississippi. Murray, Kentucky. Murfreesboro, Tennessee. All diese Orte haben faszinierende kleine Szenen. Wahrscheinlich kann man dem Internet sehr für die Verbreitung danken, also Danke, Internet!.</p>
<p><em><strong>Eure Musik ist nicht explizit politisch, aber auf dem Twitter-Account habt ihr eure Ansichten zu aktuellen Ereignissen (z.B. dem Parkland-Amoklauf) ziemlich klar geäußert. Denkt ihr, dass aktuelle Entwicklungen deutlicher in euren zukünftigen Arbeiten reflektiert werden?</strong></em></p>
<p>Wir denken, dass es unvermeidbar ist, dass das, was in Amerika im Jahre 2018 geschieht, seinen Weg in die Kunst fast aller finden wird &#8211; entweder bewusst oder unbewusst. Es gab immer Zeichen der Apokalypse in unserer Arbeit, aber das neue Album hat sich fast unbeabsichtigterweise um &#8220;Apokalypse&#8221; als Art Allegorie für Verlust von Erinnerungen, Älterwerden und Vergänglichkeit herum entwickelt. Sie existiert in der Art und Weise, wie Erinnerungen selbst eine Art Heimsuchung sind; auf die Art und Weise, wie unsere &#8220;alte&#8221; Technologie älter wird und sich auflöst und zusammen mit unseren Erinnerungen und unseren alten Leben weggeworfen wird. In einer Dystopie wie dem modernen Amerika zu leben, bedeutet täglich mit diesem Ende-der-Welt Verständnis der Apokalypse in Zeitlupe zu rechnen, einen Weg zu finden, es in dein Leben zu integrieren and damit zu rechnnen ohne verrückt zu werden. Was die direkte Thematisierung von Politik anbelangt, würden wir sagen, dass wir gegen Ende des neuen Albums etwas direkter politisch als in der Vergangenheit sind. Dafür ist jetzt die richtige Zeit.</p>
<p>Interview: MG</p>
<p>Übersetzung: US &amp; MG</p>
<p><a href="https://www.nonconnahdrone.com/">Bandseite </a></p>
<p><a href="https://nonconnahordeath.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>There’s always been hints of apocalypse in our work: An interview with Nonconnah</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Mar 2018 07:58:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[The duo Nonconnah, that consists of Zachary Corsa und Denny Wilkerson Corsa and that is named after a place in Tennessee, plays &#8220;Damaged hymns from the broken Mid-South&#8221;. Before that the two of them released quite a number of records &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/03/17/there%e2%80%99s-always-been-hints-of-apocalypse-in-our-work-an-interview-with-nonconnah/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/nonconnah-new-years-eve.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15125" title="nonconnah - new year's eve" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/nonconnah-new-years-eve-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></strong></em><strong></strong><strong>The duo Nonconnah, that consists of Zachary Corsa und Denny Wilkerson Corsa and that is named after a place in Tennessee, plays &#8220;Damaged hymns from the broken Mid-South&#8221;. Before that the two of them released quite a number of records as <strong>the &#8220;ambient/drone/shoegaze project&#8221; </strong>Lost Trail. Musically there is a continuiation: Field recordings, samples, guitars and drones are condensed into music in which the dark and mysterious elements which are reflected in the sound, artwork and track titles (also) contain a moment of consolation. </strong></p>
<p><strong></strong><em><strong>Correct me if I’m wrong but I got the impression that you changed your name from Lost Trail to Nonconnah when you moved from North Carolina to Tennessee. Was this the main reason? What are for you the similarities and the differences between Nonconnah and Lost Trail?</strong></em></p>
<p>It’s less that we’ve changed our name and more that Lost Trail came to a natural conclusion. Relocating to Memphis felt like a convenient time to phase out the Lost Trail name and start afresh with a different approach, but we were reaching a point of wrapping up the project regardless. While it’s still primarily both of us making experimental music, there’s some crucial differences. One is that instead of endlessly churning out releases on small labels, we’re spending more time carefully crafting the works, covering minute details to make everything sound as dynamic as possible. There’s a lot more layers and a lot less emphasis on ‘lo-fi’ than there was in the past. Whereas lo-fi was our modus operandi in the Lost Trail days, now it’s more of an embellishment to existing pieces. Another key difference between Lost Trail and Nonconnah is the presence of a great many more collaborators. We’ve opened up this insular world to become more of a collective, and this has accordingly brought elements of a lot of other genres into the work besides just ambient and drone.</p>
<p><em><strong>When one looks at the titles of your recordings, and also the names under which you record, one gets the impression that “nature” (however vague a term that is) seem to be important role for you. To what extent does it influence your songs and songwriting process?</strong></em></p>
<p>Nature is incredibly important to what we do and how we live our lives. Zach was raised by a professional wildlife watercolorist and spent much of his childhood outside in natural places, from the mountains of western Massachusetts to the barrier islands of eastern North Carolina. We’re both very focused on environmental/nature-related and animal-related issues in our personal lives; we camp and hike whenever we have the opportunity. One of the over-arching themes of both Lost Trail and Nonconnah’s work is those liminal spaces where nature and the man-made meet and create a sort of otherworldly mingled landscape. We both spend a great deal of time photographing abandoned places and ruins, places that are being reclaimed by nature. We initially bonded over this interest and it continues to fascinate us and find its way into our art.</p>
<p><em><strong>Both Lost Trail and Nonconnah have released “winter” EPs. What role do seasons play in general and winter in particular for you and your music?</strong></em></p>
<p>The ‘winter’ EPs are part of a series SIlber Records does every year, and its always <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/Nonconnaha0232760831_163.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-15142" title="Nonconnaha0232760831_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/Nonconnaha0232760831_163-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>enjoyable and challenging to find a way to tie mood-based instrumental music in with specific seasonal atmospheres. Theme-based challenges keep your creative impulses sharp as sound artists. We tend to think of our music as autumnal, bittersweet and tinged with gold and lingering somewhere between the extremes of the neighboring seasons. There’s a pleasurable sort of melancholy to autumn that speaks to us. Zach is also deeply, deeply obsessed with Halloween, which should be no surprise to fans as the supernatural is part of our work and of many song titles.</p>
<p><em><strong>You once stated that you make deliberate use of lo fi recording equipment. How important is such an approach for you? Do you see it as liberating from the (seemingly) endless possibilities of current technology?</strong></em></p>
<p>It’s easy to become overwhelmed with the abundance of choices available to home recording artists today. We like to limit ourselves to the simplest, most primitive options available. Becoming overwhelmed with too many choices ultimately leads to no choices at all. Fundamentally, we reject the idea that any technology becomes ‘obsolete’ once a ‘newer’ technology comes along. That’s inherently wasteful. Cassette especially has an imperfect warmth to it that conjures up trace nostalgia for people of our age, as does VHS warble and tracking static, blurred Polaroids, etc. I suppose part of it could be taken as a deliberate rejection of commodity/consumerist culture and the drive for materialism that dominates 2018 in America. It’s a splendid form of protest to use ‘dead’ technology in spite of the jeers of all the modernized folks plugging in to Spotify. On the other hand, we couldn’t do what we do without advances in laptop recording technology, so it’s definitely a balance of need vs. principle.</p>
<p><em><strong>Is there a special order in which elements of the songs come together? How do you decide what field recordings work? What is the relationship between improvisation and composition in your recording process?</strong></em></p>
<p>In the Lost Trail days, pieces were created from a foundation of complete improvisation most of the time, in quick bursts of energy and focus. With Nonconnah, we’re working from simple acoustic guitar and piano demos we’ve accrued over the past few years. The demos gather until they’re plentiful enough, we parse down to the best ones, and we then elaborate on them. Usually there’s a base of simple guitar that underlines the general idea of the demo. This is later accentuated with other instruments and sounds, and finally, field recordings are culled from either public domain sources or from what either of us have recorded on our portable recorders or phones and stowed away. It really is a matter of pure instinct which field recording goes where, and that extends to the titles of the pieces as well. Sometimes it just feels right &#8211; as if we’re conduits for some outside force divining through us. It should be noted that, as in the Lost Trail days, we still don’t overdub in the proper sense. We collage. We record pieces independently and tinker with overlaying them until they ‘fit’. Working as if the piece is a collage lends a great element of surprise to the work.</p>
<p><em><strong>On your website you call your music “damaged hymns from the broken midsouth”. How ambivalent is your relationship to the region in which you live?</strong></em></p>
<p>No ambivalence here, actually. We’re quite happy here. Memphis is an incredible and undiscovered sort of place, an out-of-the-way gem thats been stereotyped by its (admittedly very real) problems to the point that gentrification has mostly passed the city by. Memphis is a fiercely proud, tight-knit, gritty place with a lot of local color and a sizable amount of good cheer, and there’s incredible art of all kinds being made here. Memphis is a considerable muse for us &#8211; we live a bit outside of town, out in the rural hinterlands, but we spend most of our time in Memphis proper. So when we say ‘damaged hymns’ from a ‘broken’ place, it’s said entirely with real affection. There’s beauty in the damage of Memphis, in the struggle to rise with spirits high from the endless blocks of abandoned factories and liquor stores and the unabashed neon tourist fantasias downtown, the stretches of spectral bayou. Memphis is a very special place., a beautiful city that takes care of its own. We’re trying to honor that with our work.</p>
<p><em><strong>I was wondering if that which has been called southern gothic plays any role for the music you make.</strong></em></p>
<p>Sure, to some extent. Truman Capote, Eudora Welty, Flannery O’Connor, William Faulkner…these are tangible, very present ghosts in this part of the world. Really it’s the South itself though that provides the backdrop to our sounds. We always said in the Lost Trail days &#8211; and it holds true for Nonconnah as well &#8211; that we’re through-and-through a Southern band. We wouldn’t be making the sort of music we do if we lived in Buffalo. For better or worse, the South is who we are. It’s a complicated and mysterious history here. There’s nowhere more haunted by its past in America than the South. So much of daily life in the South is infused with a sense of coming to terms with the past. We saw it recently in Memphis with the removal of the Nathan Bedford Forrest statue. It isn’t possible to live in the South and not have the past touch you.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/Nonconnaha3423046944_161.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-15143" title="Nonconnaha3423046944_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/Nonconnaha3423046944_161-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Your music can have dark elements but there is something soothing, too. Is there a balance in your work between “gloom” and “glowing” (to allude to your latest album)?</strong></em></p>
<p>Definitely. We would never want to stray entirely too far in the direction of the light or the darkness. Both are elementally strengthened by the presence of the other, and both collapse on their own without that balance in place. It seems dishonest to create music that doesn’t accurately reflect both light and dark experiences, as they’re both terrifying and beguiling in equal measure. Light and darkness make us who we are. When there’s a dark presence on an album, it’s always counter-acted by the presence of some light, and when the light soars too high, the darkness settles it back to earth.</p>
<p><em><strong>For me a lot of your music has this kind of dreamlike and somnambulistic quality and empty buildings and blurred images have turned up frequently on the covers of your releases. Would you say that these are an adequate representation of your “dronegaze”?</strong></em></p>
<p>Absolutely. When you look at a lot of the themes of our pieces, be it the nature of the field recordings, the titles, or even just the sounds themselves, there’s a common thread of trance-like and otherworldly experiences, something that takes you outside of yourself. Supernatural visitations, religious mania, political paranoia, drug trips…these are all altered states of mind, all transcendent and revelatory states. That’s what the best music does for us. It colors your perception of the world around you, which is ultimately art’s basic purpose, to reflect back experiences in ways that make you reconsider and grow. The sense of the eerie, the uncanny, drives our work to an extent. Not just those borderlands where sprawl meets woodlands, but the outlands we cross when we give ourselves over to these transformative experiences. If our music had one visual accompaniment to spell everything out, it would be a silent neighborhood at that time of day when night has almost completely fallen but there’s still a thin orange band of light looming over the horizon. That’s where we linger.</p>
<p><em><strong>You are going to release a new album soon and you mention that a lot of guest musicians have contributed. Is the album a continuation of “The Gloom &amp; The Glowing”?</strong></em></p>
<p>No. ‘The Gloom &amp; The Glowing’ was made during a very difficult time and stands alone as an artifact of that time. It shows us transitioning out of being Lost Trail but not yet moving forward into whatever was going to happen next. The new album is the realization. We’d say ‘Gloom’ has much more in common with the Lost Trail of old. Perhaps it was a necessary purging of those old ghosts before we could move forward.</p>
<p><em><strong>Would you say that the South is a good region for experimental music?</strong></em></p>
<p>It definitely is. The inherent pathos of being Southern has always made for compelling, envelope-pushing art. In our opinion, you can find the best experimental music the South has to offer in the smaller towns and cities, where a lack of existing cultural infrastructure has led to a lot of folks figuring it out on their own and thus reshaping the mold in their own insular communities, free of influence. Sometimes it’s better to not be one of a thousand looping hipsters in Bushwick or Portland. Greenville, North Carolina. The Winchester and Culpeper areas of Virginia. Cleveland, Mississippi. Murray, Kentucky. Murfreesboro, Tennessee. These places all have intriguing little scenes. We suppose one can thank the Internet for much of the proliferation, so thanks, Internet.</p>
<p><em><strong>Your music is not explicitly political but on your twitter account you voice your opinion about current events (e.g. the Parkland shooting) quite clearly. Do you think the current developments may be reflected more explicitly in your work?</strong></em></p>
<p>We think it’s inevitable that what’s going on in America in 2018 will work its way into most everyone’s art, either consciously or subconsciously. There’s always been hints of apocalypse in our work, but the new album quite unintentionally formed itself around ‘apocalypse’ as a sort of allegory for memory loss, growing older, and impermanence. It’s there in the way that memory itself is a kind of haunting, in the way our ‘old’ technology ages and decays and is discarded along with our memories and our former lives. To live in a dystopia like modern America is to reckon with that edge-of-the-world sense of slow-motion apocalypse on a daily basis, to find a way to incorporate it into your existence and reckon with it without going insane. As far as directly addressing politics, we’d say that near the end of the new album we’re a bit more politically forthright than we’ve been in the past. Now’s the right time to do it.</p>
<p>MG</p>
<p><a href="https://www.nonconnahdrone.com/">Bandseite</a></p>
<p><a href="https://nonconnahordeath.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>CARTA: An Index Of Birds</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 07:06:31 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/cartaindex.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-683" title="cartaindex" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/cartaindex-150x145.jpg" alt="" width="150" height="145" /></a>Kyle Monday scheint es nicht sehr eilig zu haben, mit seiner in der Besetzung häufig wechselnden Band CARTA eine umfangreiche Diskografie vorweisen zu können. Schon kurz nach der Jahrtausendwende in der kalifornischen Bay Area gegründet, dauerte es ein halbes Jahrzehnt, bis der erste Longplayer „The Glass Bottom Boat“ das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Es war die Zeit, als Begriffe wie Postrock (noch immer) und Shoegaze (erneut) in aller Munde waren, weshalb sie jenseits des großen Wassers auch mit Handkuss von Kritikern und Publikum empfangen wurden. Vielleicht ist die Tatsache, dass im deutschsprachigen Popdiskurs seit Jahren ein Abgrund zwischen Subkultur und progressivem „Indie“-Mainstream konstruiert wird, ein Grund, dass CARTA in unseren Breiten bislang der Empfang mit Pauken und Trompeten verwehrt blieb.<span id="more-139"></span></p>
<p>Pauken und Trompeten kommen auf ihrem zweiten Wurf „An Index Of Birds“ nun auch nicht vor, dessen Songs ursprünglich für zwei Alben konzipiert waren – ein songorientiertes und eines von eher hintergründiger, ambienter Gestalt. Stattdessen stehen auf dem Vogelindex eine Menge eigentlich unscheinbarer Momente, in denen die Stärken unterschiedlicher Klangquellen und Spielweisen eines klassischen bzw. rockigen Instrumentariums zusammenfließen, sich ergänzen, bereichern und gleichsam in ihren jeweiligen Wirkungen soweit aufheben, dass beileibe keine einseitige Musikerfahrung aufkommt. Dies passiert beispielsweise beim eröffnenden „Alfred M“, bei dem filigrane, vielleicht einen Tick zu sentimentale Pianotupfereien in einer impressionistischen Verblendung mit hellen Streicherpassagen verschmelzen, bevor die Sinne des Rezipienten allzu sehr auf verträumt und romantisch gestimmt werden. Nicht nur an dieser Stelle wirken die Violinen, die sich wie helle Streifen über so manches Gitarrenmuster ziehen, eher als Wachmacher. Auch die Drumarbeit von Schlagzeuger Raj Ojha wirkt häufig als Gegenpart zum oftmals mollig verrauschten Gitarrensound. Die Rhythmussektion hat viel vom Krautrock und wirkt an einigen Stellen überraschend derb, was den Charakter der Musik passagenweise in Machismo-Nähe bringt – allerdings nie so stark, dass die Umfriedung des Postrock genannten, eher „sensiblen“ Terrains vollends überschritten wird. So können sich rockige Stücke langsam auf einen Höhepunkt hin aufbauen, und sind dabei treibend und flächig zugleich, bis eher reduzierte Gangarten schöne Songs hervorbringen. „Building Bridges“ mit Kyle selbst am Mikro ist fast ein schöner, verspielter Popsong, hervorzuheben ist auch „Descension“, bei dem Gastsängerin Lorealle Bishops Gesang am besten zur Geltung gelangt. Es sind nicht nur die rockigen Töne, die das träumerische Fundament durchbrechen, sondern ebenso sehr strukturzersetzende Momente. Als es mir am Ende von „Hourglass“ fast schon zu schön wurde, kontert die Musik mit einer Soundkollage aus rückwärts gespielten Instrumentenspuren und einem dissonanten Glockenspiel. „Santander“ wiederum beginnt mit einem kleinen Noiseinferno und verwandelt sich schnell in eines der melodisch schönsten Instrumentalstücke des Albums.</p>
<p>Carta sind in ihrer Vielfältigkeit keineswegs richtungslos, und so sollte man auch nicht einmal so sehr die Disparatheit der Stilelemente hervorheben, sondern eher ihre gekonnte Verschmelzung. „An Index Of Birds“ kommt trotz kleiner Eruptionen auf eher leisen Sohlen als mit Wucht daher und sei allen empfohlen, die Musik noch mit Ruhe zu entdecken wissen. (U.S.)</p>
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