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	<title>African Paper &#187; Sion Orgon</title>
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		<title>THIGHPAULSANDRA: Acid &amp; Ecstasy</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Sep 2025 05:32:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/s812906059621255142_p246_i10_w1219.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-48206" title="s812906059621255142_p246_i10_w1219" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/s812906059621255142_p246_i10_w1219-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>2000 debütierte der Waliser Tim Lewis, der als Thighpaulsandra aufnimmt, auf <a href=" https://africanpaper.com/tag/coil/">Coils</a> Label Eskaton mit der „Some Head“-EP als Solokünstler – davor hatte er u.a. schon mit Julian Cope und u.a. Spiritualized gespielt, er gab auch den maßgeblichen den Anstoß dafür, dass Coil sich als Liveband neu (er)fanden. Sein kurz danach erschienenes Vollzeitalbum „I, Thighpaulsandra“ war eine Doppel-CD, die Gattungs- und Genresprengend war.<span id="more-48204"></span> Das war Musik, die nicht auf Minimalismus, sondern auf Maximalismus setzte, die expansiv wie exzessiv war. Passenderweise wurde <a href="https://africanpaper.com/2015/11/02/thighpaulsandra-the-golden-communion/">unsere Rezension</a> von Thighpaulsandras 2015 erschienenem Doppelalbum „The Golden Communion“ mit folgenden Worten eingeleitet:  „Etwas Monumentales haftet dem Werk Thighpaulsandras an, und das in Zusammenhängen, die gleich die wichtigsten Säulen seines Werks als Musiker, Sänger und Performer umfassen: Die epische Struktur seiner oft ausladenden Kompositionen, ferner die dem Eindruck nach allesumspannende Weite seiner thematischen und atmosphärischen Konzepte, für die Genrebegriffe wie Soundart, Rock, Jazz, Psychedelia oder Ambient kaum eine Rolle spielen.“</p>
<p>War das 2019 auf <a href="https://africanpaper.com/tag/editions-mego/">Editions Mego</a> erschienene Album &#8220;Practical Electronics With Thighpaulsandra&#8221; mit vier Stücken sowohl von der Instrumentierung als auch was Besetzung anbelangte, wesentlich reduzierter angelegt, so ist „Acid &amp; Ecstasy“ wieder eine Anknüpfung an, eine Weiterführung der auf „The Golden Communion“ in einem Bandkontext gemachten Aufnahmen. Das Album, das auf Thighpaulsandras eigenem Label Retractor erschienen ist, wird von einem von Sion Orgon gestalteten Cover geziert, das das Exzentrische und Idiosynkratische der Musik angemessen widerspiegelt – das Collagenhafte des Covers wird im Innern phallisch(er) weitergeführt und man muss daran denken, dass das Artwork seiner „Double Vulgar“-Alben damals einige zu Zartbesaitete irritierte.</p>
<p>Auf „Then Not Seaking“ hört man anfangs Sounds, die wie dröhnende Bläser klingen, es gibt elektronische, hektische Beats, Streichersamples, Gesang, der verkündet, man sei „disgusted by the digital narcisssism“, Dissonanzen, eine verfremdete verlangsamte Stimme, Klavier, Schlagzeug. Gerade wenn man meint, das Stück ge- und erfasst zu haben, ändert es seine (Aus-)Richtung erneut. Andere würden aus so einem Stück vielleicht gleich mehrere Alben machen. „The Rococo Fondler“ hat  leicht jazzige Klavierpassagen, Thighpaulsandra spricht: &#8220;I turn at once to my tower of silence and feel no shame“ &#8211; wobei auf &#8220;Acid and Ecstasy&#8221; (kurze) Momente der Stille nur die Ruhe vor dem Sturm, vor der titelgebenden &#8220;Ekstase&#8221; sind.  Bei &#8220;Vultures And Crows“ meint man zwischendurch einen semikonventionellen Rocksong zu hören. &#8220;The Curtain“ beginnt mit Brummen, mit Drones, die ganz kurz an <a href="https://africanpaper.com/2017/09/16/time-machines-time-machines/">Time Machines</a> denken lassen, ethnische Perkussion setzt ein, seltsame Chorpassagen, Glockenspiel (?) (und wir sind erst bei Minute 4 von 13), dann wunderschönes Fingerpicking und Gesang voller Pathos, als trete hier ein Scott Walker-Wiedergänger auf. „Princess Margaret&#8217;s Mellotron“ (auf „Double Vulgar“  gab es &#8220;His Royal Highness The Prince Of Wales Breaches Reality&#8221; und vielleicht sollte auf dem nächsten Album ein Stück den nicht schwitzenden Andrew zum Thema haben ): Knarzen, asiatisch klingende Flöte, dann Gesang von Sion Orgon, der fast schon Popqualitäten hat und man fragt sich, was passieren würde, wenn der Waliser ein ganzes Album voller Popsongs aufnehmen würde. Den Refrain „Winston Churchill shot his load on Princess Margaret&#8217;s Mellotron“ dürften dann allerdings nicht alle goutieren. „Cattle Truck“ beginnt mit getragenem, fast schon sakralem Gesang, irgendwann dann setzt eine verfremdete Stimme ein, die erzählt: „please respect my feelings, my needs.&#8221; Schließlich beendet das knapp 20-minütige „The Brown Hare Remains“ das Album: Passagen, die an den Soundtrack eines Krimis aus den 60ern den denken lassen, dann Sprechgesang in Englisch und Französisch und ein Ausklingen in ruhigen, flächigen Sounds.</p>
<p>Dieses Kaleidoskop aus Stilen und Sounds ist im positivsten Wortsinne erschöpfende Musik, die unglaublich aufregend ist. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.thighpaulsandra.co.uk/retractor.html">Retractor</a></p>
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		<title>THIGHPAULSANDRA: The Golden Communion</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2015 08:43:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Etwas Monumentales haftet dem Werk Thighpaulsandras an, und das in Zusammenhängen, die gleich die wichtigsten Säulen seines Werks als Musiker, Sänger und Performer umfassen: Die epische Struktur seiner oft ausladenden Kompositionen, ferner die dem Eindruck nach allesumspannende Weite seiner thematischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/11/02/thighpaulsandra-the-golden-communion/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/10/thighpaulsandrathegoldencommunioneditionsmego.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11142" title="thighpaulsandrathegoldencommunioneditionsmego" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/10/thighpaulsandrathegoldencommunioneditionsmego-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Etwas Monumentales haftet dem Werk Thighpaulsandras an, und das in Zusammenhängen, die gleich die wichtigsten Säulen seines Werks als Musiker, Sänger und Performer umfassen: Die epische Struktur seiner oft ausladenden Kompositionen, ferner die dem Eindruck nach allesumspannende Weite seiner thematischen und atmosphärischen Konzepte, für die Genrebegriffe wie Soundart, Rock, Jazz, Psychedelia oder Ambient kaum eine Rolle spielen. Dann nicht zu vergessen seine raumfüllende Stimme und die großen theatralischen Gesten, die niemals aufgesetzt wirken. Man würde sich auch nicht trauen, ihm den<span id="more-11141"></span> immer etwas beliebigen Queer-Stempel aufzudrücken, denn seine provokanten „Double Vulgar“-Alben waren weit mehr als nur Stoff für eine Mode-Schublade.</p>
<p>Tim Lewis alias Thighpaulsandra ist kein Unbekannter, doch so rar, wie er ich seit seiner vor acht Jahren erschienenen EP „The Clisto“ gemacht hat, sollten man Neueinsteigern die wichtigsten Stationen im Werdegang des Walisers nennen: Seine <a href="http://www.discogs.com/artist/73897-Thighpaulsandra">sechs in den Nullerjahren erschienenen Soloalben</a>, sein Renommee als Studiotechniker und sein Mitwirken bei Julian Cope, bei Spiritualized und natürlich bei Coil, in deren Spätphase er musikalisch und als motivierender Geist eine maßgebliche Rolle innhatte. Deren Echo hallt auf ganz vielfältige Weise im neuen Album „The Golden Communion“ nach.</p>
<p>Über zehn Jahre lang soll Lewis mit Siôn Orgon und dem restlichen Ensemble (<a href="http://www.discogs.com/Thighpaulsandra-The-Golden-Communion/release/7325747">hier die Credits</a>) an dem Werk gearbeiten haben, und man kann allenfalls ahnen, wie sehr diese Jahre von kreativen Eruptionen, aber auch von emotionalen Kraftakten geprägt waren. Unter anderem war es auch die Zeit, in der Coil aufgehört hatten zu existieren und mit John Balance und Peter Christopherson zwei Freunde Thighpaulsandras starben. In den darauf folgenden Jahren kümmerte er sich zusammen mit Freunden um die <a href="http://www.johncoulthart.com/feuilleton/2014/11/13/peter-christopherson-photography-the-art-of-john-balance-collected/">Herausgabe des visuellen Nachlasses</a> der beiden. Dennoch kann man schon beim ersten Hören der zwei CDs (respektive drei LPs) sagen, dass das rund zweistündige Werk kein schwieriges, sondern ein in all seiner Fülle ergreifend schönes Hörerlebnis bietet.</p>
<p>Schon das eröffnende „Salut“, eine Begrüßung im filmscoreartigen Ambientsound, entfaltet im Laufe der Zeit eine solche Enzyklopädie an Details, dass man wieder kaum um ein Wort wie „episch“ herumkommt. Leichtes Pulsieren begleitet seinen eindringlichen Gesang in ein Terrain, in dem Pop-Appeal und der Flair eines klassischen Melodrama die Stimmung beherrschen und zugleich in ihrer Ernsthaftigkeit über sich hinauswachsen. Der beinahe abrupte Gitarreneinsatz, der Krautiges und gleichsam Metal und Crossover channelt, erhellt den Raum in Windeseile.</p>
<p>Meines Erachtens enthält die erste CD die eindringlicheren Songs, aber vielleicht bin ich auch nur vom Kontrastprogramm überwältigt, das z.B. „Did He Fall?“ und „The Foot Garden“ entfalten. „Did he fall or was he pushed?“ lautet die zentrale, zu allerhand Interpretationen verführende Frage im erstgenannten Song, der John Balance nicht nur quasi gewidmet ist, sondern auch Stimmzitate von ihm und Percussion von Sleazy enthält. Mit den Electrobeats und aggressiven Shouts, die an ganz frühe Coil erinnern und im Black nicht zu Unrecht mit NIN vergleichen wurden, entstand ein echtes Kraftlied. Geradezu paradiesisch dagegen „The Foot Garden“ mit seinen orientalischen Duduk-Flöten und dem melancholischen Gesang, dessen Wärme durch die eingebauten Störgeräusche noch untermauert wird.  Alles Leid eines Lebens hat Sinn, wenn es sich in zehn solch ausnehmende Minuten packen und darin veredeln lässt.</p>
<p>An diese Stimmung knüpft auch „A Devil in Every Hedgerow“ an, in dem sich ebenfalls eine Fülle an schrägem Material entfaltet, ganz heimlich fast, während Gastsänger George McCarthy zu Renaissance-Klängen sein Falsett anstimmt. Freilich gibt es auf „The Golden Communion“ auch Stücke, bei denen das Kakophonische überwiegt und wie beim Titelstück etwas geradezu surreal-zirkushaftes bekommt, auf der zweiten CD bilden an Spiritualized erinnernde Grooves, improvisierte Klarinettenparts und mal tanzbare, mal eher waghalsige Takte ein Geflecht, dessen Zusammenhänge man wunderbarerweise nicht erst aus der Totalen begreift. Immer wieder blitzen Momente der besseren Popgeschichte auf, in einem der zahlreichen Abschnitte von „Misery“ fühlt man sich abrupt in einen 80s-Song versetzt, während das folgende „Valerie“ klingt, als wäre man versehentlich in ein vergessenes Szenario der 60er geraten.</p>
<p>Dass das Album bei all dem nicht erratisch ausgefallen ist, ist nur eine seiner Stärken, für die sich ein Fazit fast schon verbietet, es sei denn man begnügt sich mit der Feststellung, dass „The Golden Communion“ manchen Strudel aus verstörend Schönem birgt (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Editions Mego</strong></p>
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