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	<title>African Paper &#187; Slim Cessna</title>
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		<title>ELIN PALMER: s/t</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jul 2018 14:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/palmerep.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10578" title="palmerep" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/palmerep-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Von Elin Palmer erschien bereits vor acht Jahren ein Album, dass allerdings hierzulande kaum beachtet wurde, und so kennt man die zwischen Schweden und den USA pendelnde Folksängerin v.a. als Teil der berüchtigten <a href="https://www.cpr.org/openair/blog/yes-there-denver-sound-and-heres-brief-history">Denver-Szene</a> mit ihrer eigenwilligen Musik irgendwo zwischen Gothic, Polka und Alternative Country. Palmer war Teil von Jay Munly and the Lee Lewis Harlots und DeVotschKa, stand mit Kal Cahoone und Woven Hand auf der Bühne und ist ein häufiger Gast in Bob Ferbraches Absinth Studios. Mit ihm und Slim Cessna wirkte sie sogar auf einem<span id="more-10573"></span> Stück von Blood Axis mit.</p>
<p>Ich erwähne das Studio nicht grundlos, denn auf ihrer selbstbetitelten EP spürt man jede Sekunde, dass hier keine gefällige Musik zusammengemischt wurde, sondern ein eigenwilliger Produzent mit Sinn für kollagierte Klangwelten und die Schönheit dissonanter Momente am Werk war. Dafür bietet sich das Ausgangsmaterial allerdings auch an, denn was Palmer mit ihrer Begleitband hier abliefert, bewegt sich durchgehend auf dem schmalen Grad zwischen sanftem Wohlklang und einer eher urigen Schrägheit. Die Aufbruchstimmung in „Sled Dog“ dankt sich v.a. den vielen Kontrasten – stimmungsvolles Gitarrenpicking, das von einem dominanten Jazzbesen nicht vollends aus dem Raum gedrängt wird, poppiger Gesang, der sich selbst vom noisigen Gitarrenfeedback nicht aus der Ruhe bringen lässt und nicht einmal dann ironisch wirkt, wenn dazu in Schuhplattlermanier geklatscht wird. Man könnte in dieser Dynamik, in dem stetigen Wandel kurzer Episoden den eigentlichen leitmotivischen Zusammenhang der EP sehen, denn auch in den anderen vier Songs wechseln sich kontrastreiche Momente wie in einem Film mit schnellen Schnitten ab – feierliches, fast ein bisschen pathetisches Strumming, atonal quietschende Violinensaiten und ein schwedisches Instrument namens Nyckelharpa, rumpelnde Walzertakte und Klangräume, die ein vollgestopftes Interieur binnen Sekunden in Luft auflösen.</p>
<p>Doch der eigentliche rote Faden, der das anheimelnd winterliche „Stilla Natten“ und das tief melancholische „Woodshed“ mit dem an die 60er erinnernden „Stöve Stovlar“ und dem versöhnlichen Ausklang „Morning Light“ verbindet, ist zweifellos Palmers schlichter Sopran, der nicht nur in Englisch und in Schwedisch funktioniert, sondern so gut zwischen altbackenem Folkgesang, laszivem Hauchen und glasklarem Popappeal zu changieren versteht, dass er in jedem Fall wieder einmal für ein Album taugen würde.</p>
<p><strong>Label: Eigenvertrieb</strong></p>
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		<title>SLIM CESSNA&#8217;S AUTO CLUB: The Commandments According To SCAC</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Sep 2016 06:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/09/commandmentsSCAC.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12768" title="commandmentsSCAC" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/09/commandmentsSCAC-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Slim Cessna wird gerne mit David Eugene Edwards verglichen, zu deutlich fallen da die Gemeinsamkeiten ins Auge, zu stark zeichnen sich aber auch die Unterschiede ab. Beide haben ihre Ursprünge irgendwo in den Post Punk-Biotopen von Denver, beide machten erstmals im Rahmen der legendären Denver Gentlemen von sich reden. Beide wissen amerikanische Folk- und Country-Musik auf ganz eigene exzentrische Art in ihren Stil einzubauen, und beide nutzen ihre<span id="more-12767"></span> Songs gerne zur Reflexion über religiöse Fragen, und dies in einer Weise, die oft auch nicht-religiöse Menschen inspiriert.</p>
<p>Der größte Unterschied liegt vielleicht im ausgelassenen Frohsinn von Cessnas berühmtem Auto Club, gegen den Sixteen Horsepower und Wovenhand in ihrer Ernsthaftigkeit staubtrocken wirken. Cessnas christlicher ebenso wie sein regionaler Subtext ist von anekdotischer Art und kippt gerne auch mal ins zotig-räuberpistolenhafte, und selbst selbst die weniger ironischen Songs packen ihre Inhalte meist in galoppierendes Tempo und launigen Polkatakt.</p>
<p>Auf ihrem neuen Album haben SCAC nicht die zehn Gebote vertont oder ein paar eigene verkündet, und doch sind ihre zehn lediglich als Commandments durchnummerierten Songs Exkurse über menschliche Schwächen und Nachlässigkeiten, die man früher wohl als Todsünden bezeichnet hätte. Mal empathievoll, mal spöttisch, nicht selten mit Lust am Spektakel, aber immer schonungslos forsch zeichnen Cessna, Munly, Pentecost und die neuen Crew mit Rebecca Vera, Ian O&#8217;Dougherty und dem neuen Bassisten Todd &#8220;The Peeler&#8221; Moore ein Menschenbild, das von Gewalt, Resignation und Furcht, von der Schwerkraft der Notwenigkeiten und der Hartnäckigkeit der Triebe und Gewohnheiten geprägt ist. Ein Titel wie „The Dirty Hands of Man“ hätte angesichts des Covermotivs auch ganz gut gepasst.</p>
<p>Man sollte die „Commandments“ sowohl textlich als auch musikalisch als eine lediglich in Abschnitte gegliederte Einheit betrachten. Durchweg ist der Sound etwas rockiger als noch auf dem letzten Album „Unentitled“, zugleich auch etwas weniger opulent, an vielen Stellen erinnert der Sound an die personell ähnlich zusammengesetzten Denver Broncos UK. Immer wieder durchziehen parolenhafte Refrains („There is a hole, there is a hole, there is a hole where your heart used to beat&#8221;, heißt es im Gospelstil in „Commandment 7<span style="font-size: small;">“</span>) und starke Duette (Cessna und Munly, aber auch Cessna und Vera) die ansonsten weniger melodischen Songs. Die großartigen Gesangspassagen ziechnen sich gerade vor den etwas reduzierten Klangkulissen besonders markant ab, wie z.B. in „Commandment 3“, das über weite Strecken nur auf Banjo und einem primitiven Stampftakt aufbaut, oder beim nächsten Stück, das noch Raum für ein paar zusätzliche Soundspielereien hat.</p>
<p>Ob Gier oder simple Oberflächlichkeit die Geschichten in den Songs bestimmen, ob Lebenslügen entlarvt oder zu leichte Verführbarkeit abgekanzelt wird – das besondere an den allegorischen Geschichten mit ihrer oft biblischen Symbolsprache ist, dass Cessna und seine Crew sie von jeder Moralingesäuertheit befreien, schon allein weil das lyrische Ich v.a. die eigenen Schwächen zum besten gibt, und durch Witz und das recht Maß an Coolness wird am Ende sogar, man glaubt es kaum, so etwas wie Rock&#8217;n'Roll daraus. Zwischen dunklem Dröhnen und dem Zusammenspiel von urigem Slapbass und groovigen Drums hat dieser dann auch seinen adäquaten Sound gefunden.</p>
<p>Für Hardcore-Fans dürfte die mir nicht vorliegende erweiterte DVD-Version interessant sein, auf der u.a. das Album in Surround Sound, als Instrumentalversion und in einer Spoken Word-Version mit Rezitationen von Munly zu hören ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://scacunincorporated.com/">SCAC Unincorporated</a> / <a href="http://label.glitterhouse.com/">Glitterhouse</a></strong></p>
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		<title>DENVER BRONCOS UK: Songs One Through Eight</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2016 07:02:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/09/denverbroncosuk.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12702" title="denverbroncosuk" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/09/denverbroncosuk-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit Jahren schon gibt es im Umfeld von Slim Cessna und Jay Munly ein weiteres Projekt, das neben dem Auto Club und den Lupercalians das Dreigestirn komplettiert &#8211; die Denver Broncos UK, kurz DBUK. Da mit Rebecca Vera und Dwight Pentecost nur zwei weitere Musiker der älteren Bands involviert sind, kann man über den Existenzzweck dieses Projektes nur anhand von musikalischen und textlichen Merkmalen spekulieren. Zum einen fehlt den Broncos das Uptempo, der Schuss Polka des Auto Clubs, zum anderen ist auch<span id="more-12701"></span> der folkloristische, mystische Zug von Munlys Projekten weniger stark ausgeprägt.</p>
<p>Man muss an der Stelle aber ergänzen, dass dies v.a. Schwerpunktverschiebungen sind, denn die Stilmerkmale aller drei Bands gehen ständig ineinander über, und in jedem Fall sind die Handschriften der beteiligten Musiker zu erkennen. Man hielt die Broncos eine ganze Zeitlang für ein eher für Konzerte gedachtes Projekt, bis vor kurzem – bald zehn Jahre nach der Gründung – dann doch noch ein Album in den Läden stand.</p>
<p>Die Grundstimmung auf „Songs One Through Eight“ ist eher balladesk, wobei ich dieses Wort im üblichen und zugleich im buchstäblichen Sinne verstehe. Getragen und Stimmungsvoll sind die meisten der Songs, in der weitgehend akustischen Instrumentierung bilden Munlys Zupfgitarre und eine folkige Perkussion das Grundgerüst, in das Cello, Melodika und einige andere Zutaten verwoben sind. Die Songs sind aber auch allesamt erzählerischer Natur, und entfalten ein – wie nicht anders zu erwarten – wahres Kuriositätenkabinett an zum Teil gruseligen, aber immer seltsamen Geschichten, in denen es oft um die Absurditäten des Alltags geht, die wie aus dem Blickwinkel eines Kindes betrachtet scheinen, das, frei von den üblichen Betriebsblindheiten, nichts für selbstverständlich nimmt.</p>
<p>Der spärlich instrumentierte „Broncos Fight Song“, der das Album eröffnet, ist mit seinem Phlegma und dem eher pessimistischen Text eher das Gegenteil eines fight song, aber die originellen Spielereien mit dem Raumklang und die Duette wirken jeder Langeweile entgegen. Eine ähnliche Stimmung verbreitet das auf Drone aufgebaute „Columbia Girl“ oder „Uncle John&#8217;s Boat“, bei dem ausnahmsweise Cessna die Leadvocals übernimmt und über Trauer und Verlust reflektiert. Das die Doppelmoral des gooddoer ironisch vorführende „Immaculate Warded Children“ erinnert in Aufbau und Melodie an „The Denver Boot“ und ist trotz Schunkelstimmung einer der Hits des Albums.</p>
<p>Heraus stechen auch zwei Songs von etwas treibenderer Gangart – bei „Jim Nabors, From Bass to Mezzo-Soprano“ ist dies sicher dem Thema geschuldet, denn es geht um (geschlechtliche ) Transformation. An keiner Stelle geht Munly stimmlich so sehr in die Vollen wie hier. Bei „Three Bloodhounds, Two Shepards, One Fila Brasila“ handelt es sich ohnehin um einen Song aus Slim Cessnas „Unentitled“-Album, der hier allerdings merklich uriger und holpriger interpretiert wurde. Aufbauend auf organischen Droneklängen bewegt sich ein leicht trunkener Takt nach vorn, wird von Zeit zu Zeit dynamischer und erzeugt so immer wieder Spannung.</p>
<p>Munlys Ausstrahlung als Sänger und Texter machen auch auf diesem Album einen Großteil der Irritation aus, das ich übrigens höher bewerte als die letzten Munly- und Cessna-Alben. Munly spielt gerne mit einer Art Ironie, bei der nie ganz klar ist, ob es vielleicht doch alles ernst gemeint sein könnte. Vielleicht ist dies eine Masche, um das Mysterium am Leben zu erhalten – falls ja, dann aber eine, die bestens funktioniert.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://scacunincorporated.com/">SCAC Unincorporated</a><br />
</strong></p>
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		<title>SCOUT PARÉ-PHILLIPS: Heed The Call</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Aug 2015 05:29:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer heute behauptet, Singer Songwriter-Musik sei brav, bieder und out, hat Scout Paré-Phillips noch nicht gehört. Die junge New Yorkerin sieht aus wie der feuchte Traum aller Gucci-Gothics und tanzt auf allen Hochzeiten. Bei den Sterling Sisters, der Band von &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/08/01/scout-pare-phillips-heed-the-call/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/scoutparephillipsheedthecall.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10593" title="scoutparephillipsheedthecall" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/scoutparephillipsheedthecall-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wer heute behauptet, Singer Songwriter-Musik sei brav, bieder und out, hat Scout Paré-Phillips noch nicht gehört. Die junge New Yorkerin sieht aus wie der feuchte Traum aller Gucci-Gothics und tanzt auf allen Hochzeiten. Bei den <a href="http://natcaprock.blogspot.de/2013/08/like-father-like-son.html">Sterling Sisters, der Band von Slim Cessnas Sohn</a>, ließ sie ihren Bass brummen, auf einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wytD1bEcS5Q">Jack White-Abum</a> ist ihre Stimme zu hören, nebenbei modelt sie für den kanadischen Designer Ovate. Ihre eigenen Songs wurden im hauseigenen Studio von Cult of Youth aufgenommen und über die dubiosen Dais Records veröffentlicht, und in der übrigens Zeit tourt die Dame ordentlich und spielt natürlich &#8211; wie könnte es auch anders sein &#8211; im Doppelpack mit King Dude. Aber auch mit<span id="more-10592"></span> Musikern wie Drew McDowall und Blood Axis stand sie schon auf der Bühne. Die Kollegen vom Vice sind seit Monaten außer Rand und Band und Berliner Blogger reihenweise verliebt. Ich bin also gewarnt und habe mich entsprechend gewappnet und mein fragiles Herz gepanzert.</p>
<p>Scouts Markenzeichen neben den buschigen Brauen und dem akuraten Pony ist ihr leierndes Stimmorgan, das zwar auf wundersame Weise jeden Ton trifft, dabei aber bei weitem nicht den Geschmack aller Hörer. Wenn die Sängerin, die man ausnahmsweise wirklich Sirene nennen darf, richtig loslegt, klingt das, als wäre Kate Bush oder vielleicht auch Joan Baez für eine forsche Rolle in der Dreigroschenoper gecastet worden, und in der Manier tremoliert sie sich gleich in ihrem Opener &#8220;Coldest Blue&#8221; schrill und zugleich kraftvoll in ungeahnte Höhen empor. Die Dramatik, mit der sie klagt und schmachtet, findet sich auch in der begleitenden Musik, und der holprige Walzertakt, der diesem Stück mit ebenso wackligem Neofolkgeschrammel eine altbackene Zirkusathmosphäre verleiht, trägt ein bisschen mehr zum Eindruck des Wahnhaften bei, der hier &#8211; natürlich nur spielerisch &#8211; inszeniert wird.</p>
<p>Spielerisch, das soll nicht heißen, dass &#8220;Heed the Call&#8221; ein ironisches Machwerk nach bekanntem Schema wäre, die schrille Exaltiertheit und der neurotische Charme der Inszenierung geben den durchaus ernsten Texten lediglich den wohltuenden Touch des Ungewöhnlichen. Meist handeln sie von unerfüllten und vielleicht unerfüllbaren Begierden, vom Warten und Schmachten und dem Gefühl, im sterilen weißen Würfel des eigenen Mikrokosmos gefangen zu sein, vom Versuch, Einsamkeit und Kälte zu trotzen. Ob Rollenspiel oder personality show &#8211; stets sind es solche Ängste, die im valiumgedämpften Punk des Titelsongs, im verknoteten 60s-Folk von &#8220;It won&#8217;t be long&#8221; und im rabiaten Cult of Youth-Style von &#8220;All I wanted&#8221; vor den verschiedensten Kulissen ausagiert werden.</p>
<p>Fraglos werden einige den Stil der Sängerin als Katzengejammer abtun oder zumindest auf Albumlänge anstrengend finden. Mit einer gewissen Vorliebe für puppenhaften Retro-Charme jedoch könnte man diese zwielichtige femme fragile samt ihrer Musik ins Herz schließen. Sarah June nannte ihren verhuschten Folk einmal Attic Core, um das spukhaft Verstaubte ihrer Musik hervorzuheben. Auch zu Scout Paré-Phillips&#8217; musikalischer Rumpelkammer passt der Begriff ganz gut.</p>
<p><strong>Label: Dais Records</strong></p>
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		<title>SLIM CESSNA’S AUTO CLUB: Unentitled</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 14:50:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da sind sie wieder, die sechs traditionsbewussten Anarcho-Cowboys aus Denver, Colorado, die Helden der Prädestination und des Polka Punk. Genug der Klischees? Nein. Denn erneut spielen sie den Filmscore für den letzten Gothic Western vor der Apokalypse. SLIM CESSNA’S AUTO &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/slim-cessna%e2%80%99s-auto-club-unentitled/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/unentitled.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-307" title="unentitled" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/unentitled.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Da sind sie wieder, die sechs traditionsbewussten Anarcho-Cowboys aus Denver, Colorado, die Helden der Prädestination und des Polka Punk. Genug der Klischees? Nein. Denn erneut spielen sie den Filmscore für den letzten Gothic Western vor der Apokalypse.<span id="more-306"></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">SLIM CESSNA’S AUTO CLUB, kurz SCAC, spielen eine Musik, die in erster Linie unmittelbar wirkt, die in Herz, Beine und Bauch geht und zum Pogo animiert. Oder zum Mitjodeln mit der Hand auf der Brust. Ihre Songs können eine ernsthafte, fast sentimentale Schwere aufweisen und im nächsten Moment fast prollige Partystimmung evozieren. Ihre Texte künden von Gottesfurcht und Erlösung, doch ebenso von profanen Mythen eines Alltags, der zumindest der Bildlichkeit halber mit amerikanischem Grenzerkolorit ausgestattet ist. Angenommen, SCAC können als „reaktionäre“ (sprich: die amerikanische Gründerzeit mystifizierende) Band verstanden werden, was findet jemand wie Labelchef Jello Biafra an ihnen, mit dem Mastermind Cessna ebenso klüngelt wie mit Michael Moynihan? Vielleicht das Anarchische, Unangepasste, mit dem die Band die amerikanische Gegenkultur für eine Sphäre jenseits von Campus und vollbärtigen Fashion Victims rettet. Die Kombination aus Glaube und bodenständiger Ausgelassenheit mag hierzulande allerhand trashige Redneck-Klischees evozieren. Die Band allerdings umgibt eine schwer greifbare Freigeistigkeit, die all solchen Stereotypen entgegen steht. Einen resoluten Song gegen die Verführung durch den Teufel zu schreiben, mag redlich und gut sein, doch nur bei Slim Cessna ist es immer noch Rock’n Roll.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Ob das ska-punkige „The Unballed Ballad Of The New Folksinger“ als Schelte in Richtung Schwundstufen-Folk gehen soll – wer weiß das schon? „Unballed“ ist der Song jedenfalls nicht, vielmehr strotzt das Album erneut vor Kraft und Sinnenfreude. Das gilt für „A Smashing Indictment Of Character“, das wie ein trauriger Country &amp; Western-Schlager beginnt und sich zu einem entfesselten Schuhplattler hocharbeitet, bei dem sich mancher Mitteleuropäer fragen wird, wie ernst das gemeint ist. Ebenso für „They Will Be Done“, bei dem die Band erneut eine ihrer größten Stärken in Szene setzt, nämlich das gesangliche Wechselspiel zwischen Cessna und der ungleich kehligeren Stimme Jay Munlys, die immer ein wenig an David Bowie erinnert. Dass Munly auch ein guter Vorleser ist, kommt in „Hallelujah Anyway“ zum Tragen, während Cessna seinen bluesigen Call and Response-Gesang in „Do You Know Thee Enemy“ zur Höchstform auflaufen lässt.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">SCAC sind versierte und routinierte Musikhandwerker, was man aus jedem Takt des neuen Albums heraushören kann. Bei der aktuellen Tour können sie erneut ihren Ruf als Livekapelle festigen, an neuen Krachern mit großem Live-Potential sollte es mit „Unentitled“ im Gepäck nicht fehlen. (U.S.)</p>
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		<title>SLIM CESSNA’S AUTO CLUB: Buried Behind The Barn</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 07:03:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Slim Cessna's Auto Club]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Schöne am sogenannten „Denver Sound“ ist, dass die gut zwei handvoll Exponenten, die man unter diesem Sammelbegriff zu fassen sucht, alle sehr unterschiedlich klingen. Wenn man neben der lokalen noch die musikalische Komponente mit einbringen will, dann klingen weit &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/slim-cessna%e2%80%99s-auto-club-buried-behind-the-barn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/scacburied.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-689" title="scacburied" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/scacburied-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Schöne am sogenannten „Denver Sound“ ist, dass die gut zwei handvoll Exponenten, die man unter diesem Sammelbegriff zu fassen sucht, alle sehr unterschiedlich klingen. Wenn man neben der lokalen noch die musikalische Komponente mit einbringen will, dann klingen weit gefasste Genrekonstruktionen wie „Dark Alternative Hillbilly Gothic“ und dergleichen derart nach Begriffsungetüm, dass man sich schon gar nicht mehr vor der Klischeefalle zu fürchten braucht. <span id="more-133"></span>Neben dem unberechenbaren Yankee-Satiriker Jay Munly, dem bleichen Mahner David Eugene Edwards (SIXTEEN HORSEPOWER, WOVEN HAND) und der zwischen Folklore und tiefgründigem Pop changierenden Kal Cahoone (TARANTELLA) zählt auch Slim Cessna zu den Protagonisten dieses subkulturellen Netzwerks. Wie bei den anderen geht seine Karriere auf die mittlerweile schon legendären DENVER GENTLEMEN zurück, seit einem Jahrzehnt betreibt er sein eigenes Bandprojekt SLIM CESSNA’S AUTO CLUB, bei dem Munly wiederum der zweite Sänger ist.</p>
<p>Bislang fielen S.C.A.C. für mich immer etwas hinter die anderen Denver-Bands zurück, denn ich hielt sie für eine etwas derbe Party-Variante von Woven Hand und Co., von der sicher gute Konzerte zu erwarten sind, der aber eine vergleichbare Tiefe fehlt. Nachdem ich so auch dem 2008 erschienenen Longplayer „Cipher“ nur eine halbe Chance gab, lässt mich die aktuelle, gut halbstündige EP „Buried Behind the Barn“ meine Vormeinung deutlich revidieren. Doch zunächst zu den Fakten – „Buried“ ist kein neues Werk der Band, sondern eine bereits 2004 auf einer limitierten CDr zusammengetragene Ansammlung von Outtakes und Alternativ-Versionen früherer Stücke, die jüngst von Bob Ferbrache (u.a. HUMAN HEAD TRANSPLANT, BLOOD AXIS) überarbeitet und nun auf Jello Biafras Alternative Tentacles-Label zugänglich gemacht wurde. Cessna und seine Mannschaft gehen mit „Cranston“ gleich in die Vollen und führen einen unmissverständlich ein in den Stil und die Lieblingsmotive der sechs Cowboys: Zu einem hypnotisch angeschlagenen Banjo und einem punkigen Polkarhythmus singen Cessna und Munly eine schwarzhumorige Moritat über einen anscheinend archetypischen Stoff der besungenen Grenzstadt – um Huren und Mörder geht es, und um einen wiedergängerischen Mahner mit der Bibel in der Hand, der die Bewohner zum reumütigen Busgebet auffordert. Ob die religiöse Ermahnung auch bei den Cessna-Fans fruchten wird, wäre eine interessante Frage – in seiner Rohheit dürfte mich das Stück wohl eher zum Pogo animieren als zur reumütigen Innenschau. Es gibt weitere Stücke mit Schmiss, „Shady Lane“ beispielsweise ist eine ebensolche Polka-Punk-Ballade – mit apokalyptischem Pathos wird die Figur eines charismatischen, mönchischen Outsiders, eines lonesome Rider im Büßerhemd zum Leben erweckt. Der Song steigert sich nach und nach zum Crescendo, und alles gipfelt in einem von „Glory, Glory, Halleluja“-Geschmetter begleiteten Tusch. Einige der Songstexte wechseln beinahe im Sekundentakt zwischen Tragik und reißerischem Melodrama, derweil die Musik vorübergehend in bewusst dick aufgetragener Wehmut versinkt, nur um danach noch kompromissloser und fatalistischer nach vorn zu preschen. Diese Bandbreite lässt dann auch rockige Elemente wie etwa bei „Jackson“ zu. Im Unterschied zu den Rockstücken auf dem Vorgängeralbum, die mir immer etwas zu sehr nach Autoradio und Vollgas klangen, geht es hier eher schleppend zur Sache. Gerade die richtige Gangart, um sich voller Verzweiflung seinen Lebenshunger aus Leib und Seele zu singen, bevor das Stück mit einer 60s-Hammondorgel sein schwermütiges Ende findet. Auch besinnliche Momente gibt es, wobei die Schmonzette „Angel“ aufgrund von Cessnas Jodeln vielleicht nicht jedem gefallen mag. Passend sind dann Zeilen wie diese gar zu rührende Liebeserklärung: „The Angel sang her sweet refrain/Her lovely name can heal the lame/Ten thousand men they felt the same/My angel came/For me she sang.“ Angesichts der augenzwinkernden Grundattitüde des Ganzen sind natürlich auch dies Cultural Studies im besten Sinne, aber mit der typischen Pedal-Steel-Gitarre ist es auch mir dann etwas zu nah am Schlager-Country. Das Gegenstück dazu findet sich im finalen „Earthquake“, das vom Archetypus der leidenschaftlich begehrten Verführerin handelt und dem Bluesrock huldigt.</p>
<p>Die Frage, wie ein an manchen Stellen doch recht puritanisches Religionsverständnis, dass zunächst einmal ohne deutlich erkennbare Brechung auskommt, bei einem Publikum Anklang findet, das eine solche Religion schätzungsweise nur in Ausnahmen praktiziert, hat sich gerade im Fall von Cessnas Kollegen Woven Hand schon macher gefragt. Man erklärt das gerne über den vielzitierten “Exotenbonus” und die Distanz des Rezipienten, der die in den Songs präsentierte Welt als nicht die seine erkennt. Damit verbunden natürlich über die Lust am Schwelgen in derber Düsternis. Im Falle von S.C.A.C., bei denen sich solche Motive ebenso finden, fällt die Erklärung vielleicht noch weniger schwer, denn in Cessnas Welt verschmelzen Apokalyptik und der Glaube an Prädestination mit der Lust auf starken Fusel, mit der Freude am Tanz mit Provinzmädchen und der Wertschätzung ehrlicher Männerfreundschaften. Die Schwarzromantik von Woven Hand wird hier oftmals an der Grenze zur Räuberpistole präsentiert, und das mit voller Absicht und selbstverständlich durchweg gelungen. Die gegenkulturelle Relevanz von S.C.A.C. liegt unter anderem darin, dass eine solche Variante des viel beschworenen “anderen”, “unbewussten” Amerika nicht nur ungeheuren Spaß machen kann, sondern auch selten ist, mag man es nun “weird” nennen oder sonstwie.</p>
<p>Dass „Buried Behind the Barn“ mehr eine Art Sammelsurium darstellt, vergisst man schnell, denn es gebärdet sich so kohärent wie ein richtiges Album, und zugleich so facettenreich, wie ein gelungenes sein sollte – ein beeindruckendes Stück Americana, irgendwo in der Mitte zwischen Calvinismus, Robert Crumb und Rodeo, und ideal zum Kennenlernen der Band. (U.S.)</p>
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