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	<title>African Paper &#187; Soave Records</title>
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		<title>SANDRO MUSSIDA: EEEOOOSSS</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2021 03:58:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alessandra Novega]]></category>
		<category><![CDATA[Edgare Barlassina]]></category>
		<category><![CDATA[Sandro Mussida]]></category>
		<category><![CDATA[Soave Records]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Epen Homers wird Eos als die rosafarbene Göttin der Morgenröte beschrieben, deren Strahlen sich im Kontakt mit der Welt der Dinge zunächst in orange und blau, dann immer mehr in verschiedene Farbtöne auflösen. Als Sandro Mussida im letzten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/08/07/sandro-mussida-eeeooosss/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/sandromussidaeeeooosss.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17622" title="sandromussidaeeeooosss" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/sandromussidaeeeooosss-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In den Epen Homers wird Eos als die rosafarbene Göttin der Morgenröte beschrieben, deren Strahlen sich im Kontakt mit der Welt der Dinge zunächst in orange und blau, dann immer mehr in verschiedene Farbtöne auflösen. Als Sandro Mussida im letzten Sommer mit seinen Begleitern Alessandra Novega und Edgare Barlassina die Kirche S. Giusto im toskanischen Volterra aufsuchte und zum Aufnahmeort auswählte, hatte er eine Musik der<span id="more-17621"></span> kleinen Details, der Nuancen und Klangfarben im Hinterkopf, bei der sich die Timbres der drei Instrumente &#8211; die mit einem Bogen gespielte elektrische Gitarre, der Cello und die Bassklarinette, und alle in einer spezifischen Gestimmtheit &#8211; immer wieder überlappen und die Illusion einer Einheit hervorrufen, und bei der die einzelnen Komponenten durch die nachträgliche Bearbeitung, aber auch durch die akustischen Gegebenheiten des Ortes, ihre Konturen bestmöglich zeigen.</p>
<p>Die Ideen zu &#8220;EEEOOOSSS&#8221; reiften schon lange in den Überlegungen Mussidas heran, doch erst beim Spielen war entgültig klar, dass diese Wirkung nur in einer langsam und bewusst gespielten und gehörten Musik vollends realisierbar ist &#8211; einer Musik, bei der Musiker und Rezipienten weniger emotional involviert sind und gerade deshalb die Klänge näher an einen heranrücken.</p>
<p>Aus den initialen, sehr organisch anmutenden Töne der Bassklarinette im Opener &#8220;EEE&#8221;, die kurz darauf von den kleinen hellen Klangfäden der Gitarre umwunden werden, entsteht mit der zeit eine wellenhaft wabernde Bewegung, die tatsächlich schnell eine äußerst intime Atmosphäre erzeugt, die sich noch steigert, wenn die Sounds immer mehr zu einer sanften Melange verschwimmen und lange vor dem Fadeout immer mehr ihres Volumens abgeben. Das hellere &#8220;OOO&#8221; hat mit seinen klingenden und pfeifenden Obertönen mehr Melodie und hat, klischeehaft gesprochen, durch seine harmoniche Dröhnung einen fast kosmischen Unterton. Im Laufe der knappen Viertelstunde verändert sich in der Sequenz nur wenig, was zur Intention des Nicht-Involviertseins passt, doch umso mehr Kleines ereignet sich im Detail und durchkreuzt jede Illusion einer perfekten Wiederholung. Das die ganze zweite Seite füllende &#8220;SSS&#8221; ist das einzige sich in Fülle und Volumen zumindest leicht steigernde Stück, doch hier wird das wellenförmig dröhnende Fundament immer wieder durch hintergründiges Saitenspiel auf der Gitarre und kernige Cellostriche durchbrochen.</p>
<p>Es ist schwer, die Musik auf &#8220;EEEOOOSSS&#8221; zu beschreiben, ohne den viel strapazierten Begriff des Meditativen zu vermeiden, denn was bei entsprechender Aufmerksamkeit hier geboten wird, ist eine ungemein direkte, bewussten und detailfokussierte Musikerfahrung.</p>
<p><strong>Label: SOAVE Music</strong></p>
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		<title>HEROIN IN TAHITI: Remoria</title>
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		<pubDate>Sat, 20 May 2017 03:47:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Francesco De Figuereido]]></category>
		<category><![CDATA[Heroin In Tahiti]]></category>
		<category><![CDATA[Soave Records]]></category>
		<category><![CDATA[Valerio Mattioli]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gründung der Stadt Rom wurde, wenn man der Mythologie folgt, von einem Bruderzwist begleitet, dem Streit zwischen den Zwillingen Romulus und Remus, die nach jeweils sehr unterschiedlichen Deutungen eines Orakels uneins waren über die Größe der zu bauenden Stadt. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/05/20/heroin-in-tahiti-remoria/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/heroinintahitiremoria.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13672" title="heroinintahitiremoria" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/heroinintahitiremoria-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Gründung der Stadt Rom wurde, wenn man der Mythologie folgt, von einem Bruderzwist begleitet, dem Streit zwischen den Zwillingen Romulus und Remus, die nach jeweils sehr unterschiedlichen Deutungen eines Orakels uneins waren über die Größe der zu bauenden Stadt. Im Zuge der Auseinandersetzung sprang Remus über eine von seinem Bruder bereits befestigte Mauer, eine Rechtsverletzung, für die er vom Romulus im Zweikampf erschlagen wurde. Dieser herrschte fortan über die neue Stadt, die dann auch nach ihm benannt wurde.<span id="more-13670"></span></p>
<p>Ähnlich wie bei fast jedem entscheidenden historischen oder mythologischen Ereignis haben sich auch hier schon viele fantasiebegabte Menschen gefragt, wie die Geschichte der letzten siebenundzwanzig Jahrhunderte verlaufen sein könnte, wenn der Kampf anders ausgegangen wäre und Remus seine nur halb so große Version der ewigen Stadt gebaut hätte. In der Vorstellung vieler Römer existiert diese andere Stadt von Beginn an als schattenhafte Parallelwelt unter der Oberfläche und in den verborgenen Winkeln Roms und bildet eine Art spiegelhafte Kehrseite der Stadt, ihrer Architektur, ihrer Menschen, ihrer Ideen und Werte und nicht zuletzt der vielen Ereignisse in ihrer Geschichte. Zwei Römer von heute, Valerio Mattioli und Francesco de Figuereido haben die diese „Was wäre wenn“-Geschichte mit ihrem Projekt Heroin in Tahiti musikalisch erzählt. Bei ihnen heißt die Stadt Remoria – der Sound ihrer ockerbraunen Fassaden hat etwas von Link Wray auf Valium, angereichert mit der einen oder anderen Brise ritueller Exotica.</p>
<p>Heroin in Tahiti sind nicht an herkömmlichen Narrativen mit klar konturierten Personen und Handlungne interessiert, ihr musikalisches Werk ist seit jeher ein (von wenigen Sprachsamples abgesehen) rein instrumentales und somit weit entfernt von jedem dichterischen Songwriting. Und doch sind sie auf jedem ihrer stets konzeptuell oder semi-konzeptuell ausgerichteten Alben große Erzähler, die ihre mythisch anmutenden Geschichten v.a. atmosphärisch vergegenwärtigen und gelegentlich mit konkreten, klar dechiffrierbaren Samples kurze Momente der Eindeutigkeit aufleuchten lassen. Ihre Geschichte Remorias, bei der jede allzu biedere Ernsthaftigkeit ohnehin des Raumes verwiesen wird, hat etwas von der Erinnerung an einen vor langer Zeit gesehenen Film, an dessen Story man sich kaum noch erinnern kann, dessen Stimmung und einzelne Bilder einem aber immer noch präsent sind.</p>
<p>Wie eine Kamerafahrt, die in einem wortkargen Film das Panorama einer weiträumigen Landschaft entfaltet, schaffen atmosphärische Details gleich beim Auftakt einen Eindruck von Weite und sorgen zugleich für Kolorit: eine einsame Maultrommel, seltsames Ratschen und irgendwann das aus zahlreichen Western vertraute Rasseln einer Klapperschlange. Gefahr im Verzug! Erst stetig anwachsende Ambientsounds, die mehr und mehr in raue Gitarrenwände übergehen, verwandeln das noch hörspielartige Narrativ in die Doom-Variante staubtrockenen Desert Rocks, für den man Heroin in Tahiti kennt und – wenn man die Entschleunigung zu goutieren weiß – liebt. Die Mischung aus schleppender Schwere und rituellem Klingeln, Rumpeln und Rasseln klingt vertraut und gerät hier doch besonders monumental.</p>
<p>Vieles, das als Kolorit und Budenzauber funktioniert, wirkt zugleich als Spannungsmacher – leise und monoton vor sich hingrummelnde Zupfereien, temolierende Akkorde aus einem vergessenen Roadmovie, bizarr verzerrte Vogelschwärme. Hin und wieder verdichtet sich die Musik zu vorübergehend kohärenten Rhythmen, hier und da winden sich folkige oder mittelalterliche Melodien aus dem stets veränderlichen Sound, die den Zeitreisecharakter dieser fantastischen Stadterkundung bewusst machen. Abgesehen von diesen Reminiszenzen an ein jahrhundertealtes Südeuropa klingt die Musik in vieler Hinsicht, zumindest dem Klischee nach, eher amerikanisch, doch es bleibt dabei auch, wie so oft bei der Band, ein Rest kalkulierter Unglaubwürdigkeit bestehen. Und gerade dies verbindet sie mit einer mittlerweile schon ehrwürdigen italienischen Tradition, nämlich die Aneignung von Stilen und Genres v.a. aus dem englischsprachigen Raum, um diesen dann, beinahe unbeabsichtigt, eine ganz eigene Färbung zu geben, die sich – ob bei den gelungeneren Western, beim immer ein wenig englisch klingenden Dark Folk von Argine oder eben beim Doom Surf von Heroin in Tahiti – locker auf Augenhöhe mit dem zu stehen, wovon man sich einmal inspirieren ließ.</p>
<p>Was die Hauptinspirationsquelle, die ungebaute Stadt Remoria, angeht – sollte man mal wieder von ihren monumentalen Fassaden, ihren winddurchfegten Straßen und ihren geheimnisvollen, heidnischen Riten träumen, so wird man sich all dies nicht mehr anders vorstellen können als eingetaucht in den dunklen, schweren und ebenso kraftvollen Sound dieser Platte.</p>
<p><strong>Label: Soave Records</strong></p>
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