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	<title>African Paper &#187; Some Bizarre</title>
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		<title>RENALDO AND THE LOAF: The Elbow is Taboo / Elbonus</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Oct 2019 05:02:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Obwohl Renaldo &#38; The Loaf, ganz im Unterschied zu ihren frühen Unterstützern, den Residents, nie ein Geheimnis um ihre Personen gemacht hatten, umgab und umgibt sie bis heute eine Aura des Mysteriösen &#8211; so, als wäre ihr schalkhafter Humor, ihre &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/10/19/renaldo-and-the-loaf-the-elbow-is-taboo-elbonus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/09/rD7_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18769" title="rD7_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/09/rD7_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Obwohl Renaldo &amp; The Loaf, ganz im Unterschied zu ihren frühen Unterstützern, den Residents, nie ein Geheimnis um ihre Personen gemacht hatten, umgab und umgibt sie bis heute eine Aura des Mysteriösen &#8211; so, als wäre ihr schalkhafter Humor, ihre Absage an alle gängigen Stilmuster, ihre Lust am Zweckentfremden aller erdenklicher Instrumente und die daraus entstehenden svankmajerhaften Parallelwelten eine Maske, die die dahinter verborgenen Musiker Brian Poole und David Janssen<span id="more-18768"></span> (a.k.a. Renaldo Malpractice und Ted the Loaf) wie Rollenspieler erscheinen lässt, deren eigentliche Identität nichts zur Sache tut.</p>
<p>Dazu passt, dass sie immer mal wieder in der Versenkung verschwanden und nach einer produktiven Zeit in den 80ern einmal für länger beinahe in Vergessenheit geraten sind. Seit ihrem Comeback, das sich seit dem letzten Jahrzehnt ankündigte, wird wieder mehr von ihnen geredet, und zumindest eines sollte irgendwann in die pop- und subkulturellen Annalen einsickern: Dass Dada im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts auch in England Fuß fasste, ist nicht nur der Verdienst von Nurse With Wound und den Tiger Lillies, sondern auch von Renaldo &amp; The Loaf.</p>
<p>Ihr viertes und für lange Zeit letztes reguläres Album, das 1987 bei Some Bizarre erschien, wurde in einem Zeitraum von drei Jahren aufgenommen und zeigte den Sound der Band von einer weniger rauen und vergleichsweise harmonischen Seite. An gängigen Standards gemessen ist &#8220;The Elbow is Taboo&#8221;, dessen Inhalt von seltsamen Wortungetümen und anderen verunglückten Formulierungen inspiriert war, aber nach wie vor eine Herausforderung. Bei den donnernden Pauken, auf denen im Opener &#8220;A Street Called Straight&#8221; zu einer Prozession getrommelt wird, könnte man noch an einen beschaulichen Historienstoff denken &#8211; für ein paar Sekunden, denn schon die mittelalterliche Flötenmelodie und erst recht das asiatisch klingende Saitenspiel bringen die Feierlichkeit, die sie erzeugen, zugleich ins Wanken und verpassen der ganzen Szenerie den Anstrich eines ebenso schwindelerregenden wie geheimnisvollen Cultural Jamming.</p>
<p>In &#8220;Hambo Hodo&#8221; &#8211; inspiriert von einer verwitterten &#8220;Hamburger and Hotdogs&#8221;-Reklame &#8211; trifft leicht jodelnder Gesang auf klischeehaftes Urwaldgetrommel, auf &#8220;The Bread Song&#8221; feiert ein barockes Falsett das Grundnahmrungsmittel Nummer eins, begleitet von Instrumenten, die wie ein Stall voller Tiere blöken, und doch ist all das origineller als bloßer Klamauk, zumal die Band generell ein gutes Händchen für Entertainment besitzt und dieses wahrscheinlich auch ganz ohne schräge, subversive Ironie einsetzten könnte &#8211; wenn jemand nur deshalb ironisch ist, weil er nichts Ernsthaftes hinbekommt, merkt man das in der Regel, so jemand nervt schnell, und das ist hier in keiner Sekunde der Fall. Neben besinnlichen Gitarren (&#8220;Dance for the Somnambulists&#8221;) finden sich von eiernden Takten aufgemischte Nonsense-Melodien (&#8220;Critical / Dance&#8221;) und spaciger Gesang im Zeitraffer (&#8220;Extracting the Re-Re&#8221;), und all dies hat die humoreske Aura einer musicalartigen Revue, die man durch einen Türspion betrachtet, bis man bemerkt, dass die ganze Darbietung ein Puppentheater ist.</p>
<p>Vor drei Jahren erschien das Album bereits neu auf CD bei Klanggalerie, ein Riesenbonus war die treffend betitelte zweite Scheibe &#8220;Elbonus&#8221;, die gute zwei Handvoll Stücke enthielt: Live- und andere Alternativversionen einzelner Albumtracks, Outtakes und Verstreutes aus der damaligen Zeit und so eine weitere Dreiviertelstunde voll trunkener Rhythmen, zirkushafter Melodien, folkiger Exotica, eierndem Harmoniegesang und aufgescheuchter Springteufel aller Art. Gerade wurde das Album in neu gemasterter Form auf zwei LP-Seiten herausgebracht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Editions Mego</strong></p>
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		<title>CABARET VOLTAIRE: Collected Works 1983-1985 (#8385)</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Nov 2013 00:17:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man kann sich heute kaum vorstellen, wie nah der Industrial mit all seinen Begleiterscheinungen in den besten Jahren der Eighties (die bekanntlich schon tief in den Seventies begannen) am elektronischen Pop war. Dass man SPK oder Psychic TV in einem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/11/23/cabaret-voltaire-collected-works-1983-1985-8385/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/cabaretvoltaire8385.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7921" title="cabaretvoltaire8385" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/cabaretvoltaire8385-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man kann sich heute kaum vorstellen, wie nah der Industrial mit all seinen Begleiterscheinungen in den besten Jahren der Eighties (die bekanntlich schon tief in den Seventies begannen) am elektronischen Pop war. Dass man SPK oder Psychic TV in einem Atemzug mit Soft Cell oder Depeche Mode nannte, Non und TG im gleichen Satz wie Fad Gadget oder The Normal, trägt nicht nur der Tatsache Rechnung, dass all diese Bands oft von den gleichen Leuten gehört wurden. Einige dieser Künstler arbeiteten auch zusammen, und letztlich war der frühe Industrial ohnehin viel poppiger und danciger, als das, womit die Folgegeneration<span id="more-7919"></span> der Power- und Harsh Noiser dieser Tradition eine irreversible Prägung verpasste. Für den Autor Simon Reynolds war all dies ohnehin nur Teil einer weit gefassten Epochen-Strömung, für die er den etwas unglücklich gewählten Post Punk-Begriff vorschlug.</p>
<p>Kaum eine Band verkörperte diesen Konnex so stark wie Cabaret Voltaire. Ihre beatlastigen Synthie-Kracher evozierten eine nächtliche Urbanität, wie sie poptauglicher kaum sein könnte. Wenn abgefuckte, schöne Nachtmenschen aus den Crack-Ecken von London oder Tokyo ihre Hymnen suchten, wurden sie auf den Alben der Band aus Sheffield fündig. Und doch fehlte den Songs das Gelackte, Beschauliche, mit dem New Waver – was vielleicht ihr originellstes Vermächtnis ist – auch die Dystopie verzaubern und in eine Romanze umdichten konnten. Die Cabs, die mit dieser Kunst spielten und sie durch zahlreiche Brüche und gewollte Überdrehtheiten nur als Fragment gelten ließen, legten durch ihre Position zwischen den Stühlen den Grundstein für ihren Status als Kritikerliebling, während andere, die erkennbar Fleisch oder eben Fisch waren, noch heute die Playlists der Retro-Events bevölkern. Die erste „Collected Works“-Box, in der Mute vier Vinyl-Alben, sechs CDs (auf denen die vier Alben ebenfalls enthalten sind) und zwei DVDs zusammenfasst, deckt den unmittelbaren Zeitraum nach „Red Mecca“ ab – die Ära, in der die Industrial Culture endgültig in ihr Nachleben überging, die Eighties quietschbunt wurden und Cabaret Voltaire noch lange nicht so weit waren, ihre Mixtur aus postindustriellem Synthiesound, Dub und allerlei funky Referenzen in technoidere Bahnen zu lenken.</p>
<p>Was die Box nicht nur für Neueinsteiger interessant macht, ist die Menge an Material jenseits der regulären Veröffentlichungen, wozu allem voran ein unveröffentlichter Soundtrack namens „Earthshaker“ und eine Compilation mit allen damaligen 12&#8221;-Tracks gehört. Die zwei DVDs geben einen Überblick über die Konzerte und die Videoästhetik der Band &#8211; „Cabaret Voltaire Live“ präsentiert visuell solide Auszüge aus zwei Londoner Konzerten aus dem Jahr 1984, das auf VHS lange vergriffene „Gasoline in your Eye“-Tape ist mehr als die Clip-Version der „Drinking Gasoline“-EP und enthielt von Beginn an weitere Songs, im Appendix finden sich weitere Videos aus dem Zeitraum. Abgerundet wird das ganze durch ein vierzigseitiges Booklet mit Liner Notes und einem Essay.</p>
<p>Natürlich sind die vier Alben das Herzstück der Box. Da wäre das in Zusammenarbeit mit Dave Ball entstandene „The Crackdown“, das kurz nach „Red Mecca“ erschienen ist und an dessen Affinitiät zu orientalischen Melodien und Jazzzitaten ebenso anknüpft wie an die rasseligen Beats, die untrennbar mit den Cabs der Industrial-Ära verbunden sind. Insgesamt etwas markanter klingt die 1984 erscheinene LP „Micro-Phonies“, deren härtere Elektro-Nummern („The Operator“) auch Cooljazz-Bläser enthalten dürfen, während der funky Sound des Diskostampfers „Do Right“ nie zu sauber klingt und sich einen Rest Chaos bewahrt. Dubbing und das dazugehörige Kingston-Repertoire, das nicht nur für PIL relevant war, hat auch hier seine Momente („Digital Rasta“). „Spires in the Wire“ hätte eigentlich manchen Hits von The Human League die Show stehlen müssen. Noch mehr Songs mit Hitpotential enthält der 85er Longplayer „The Covenant, The Sword and the Arm of the Lord“. Manches wäre fast schon etwas cheesy, wäre es nicht zugleich enorm sperrig. Düsteres („Whip Blow“, „Golden Halos“) trifft auf Schweißtreibendes („Warm“) und auf gewagte Sample-Kollagen („Motion Rotation“, „The Arm of the Lord“). Die ählich gelagerte EP „Drinking Gasoline“, bei der Gastdrummer Mark Tattersall (Element, Transelement, Chakk) vielleicht die deutlichsten Spuren hinterlassen hat, rundet die Werkschau ab.</p>
<p>Über all dieses Material ließe sich so viel sagen, dass es Stoff für ein Buch abgäbe – für dessen zweiten Teil allerdings, denn die Geschichte der Sheffielder Pioniere beginnt ja bereits anfang der 70er. Dieser frühe Zeitraum soll schon Anfang nächsten Jahres in einer weiteren Box abgedeckt werden. Schon jetzt ein lobenswertes Stück Musik-Archäologie, und irgendwie auch bewundernswert, dass die Idee nicht bereits verheizt wurde, als die Eighties gerade der neue Hype waren. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Mute</strong></p>
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