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	<title>African Paper &#187; Souterrain Transmissions</title>
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		<title>MOON DUO: Circles</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Sep 2012 06:38:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was Konzepte angeht, kann Ripley Johnson ebenso gut ernsthaft wie sleazig, und beides bewies er erst letztes Jahr. Mit seiner Hauptband Wooden Shjips veröffentlichte er ein gewohnt krachiges Psych Rock-Album zum Mythos des amerikanischen Westens und zu zahllosen Stereotypen, welche &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/09/29/moon-duo-circles/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/moonduocircles.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5218" title="moonduocircles" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/moonduocircles-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Was Konzepte angeht, kann Ripley Johnson ebenso gut ernsthaft wie sleazig, und beides bewies er erst letztes Jahr. Mit seiner Hauptband Wooden Shjips veröffentlichte er ein gewohnt krachiges Psych Rock-Album zum Mythos des amerikanischen Westens und zu zahllosen Stereotypen, welche die zweite kontinentale Besiedlungswelle, diesmal von Ost nach West, hervorbrachte. Es war insgesamt nicht gerade ein Loblied auf God&#8217;s Own Country, aber auch kein Wasser auf die Mühlen eines allzu platten Antiamerikanismus. Nach „West“ stand die „Horror Tour“-EP seines zweiten Projektes Moon Duo in den Regalen<span id="more-5217"></span>, ein weniger songorientiertes Werk, dass einerseits dem Medium Film, andererseits dem Helloween-Mythos huldigte – mit einem Humor zwischen Death Rock und Grindcore und musikalisch doch weit von beidem entfernt.</p>
<p>Moon Duo besteht aus ihm und seiner Partnerin Sanae Yamada und hat sich längst zu einem eigenständigen Projekt gemausert, das einigen Leuten mittlerweile bekannter ist als seine Stammband. Zwischen dem Sound beider Bands liegen keine Lichtjahre, und es gibt wahrscheinlich wenige Fans, denen nur eine der Gruppen gefällt. Man könnte bei den Gemeinsamkeiten ein endloses Namedropping von Spaceman 3 bis zu den Fuzztones starten, doch beim klanglich reduzierteren Moon Duo mit seiner hämmernden Drummachine fühlt man sich schon mal ins New York Martin Revs und Alan Vegas versetzt. Soeben wurde das zweite Album namens „Circles“ herausgebracht. Nun kommt es durchaus nicht selten vor, dass ein Album oder ein Song von einem literarischen Werk inspiriert wird, bei „Circles“ war es aber anscheinend etwas mehr als das, denn auf die Lektüre des gleichnamigen Essays des berühmten Transzendentalisten Ralph Waldo Emerson, der schon oft geistiger Pate zahlreicher Aussteiger war, erfolgte als Selbstversuch der kreative Rückzug in einen verlassenen Ort in den Rockies. Mehrere Monate lang igelten sich die beiden in Blue River, Colorado, ein und konzentrierten sich vollends auf das Komponieren und die Aufnahme. Stilistisch schließt das Album allerdings recht nahtlos an den Vorgänger „Mazes“ an, will sagen: Es gibt auch hier wieder geloopte Rhythmen, schrille Sounds, kantige Riffs, viel WahWah und wenige Akkorde mit großer Wirkung.</p>
<p>Wer sich unter einem Titel wie „Sleepwalker“ etwas Langsames vorstellt, der kennt Moon Duo nicht. Nur der Gesang hat hier etwas Zurückgenommenes und wirkt wie auf Valium – rhythmisch und von den unterkomplexen Gitarrenriffs her ist der Song auf eine so straighte Art hypnotisch, dass man sich das Attribut fast sparen möchte. „I Can See“ steigert das Ganze zur rasenden Monotonie, der Beat beginnt an den Nerven zu zerren, und dass der Titeltrack daran anschließend einen Gang zurückschaltet, hat in dem Kontext fast etwas beruhigendes. Mit Rasseln und Tamburin kommt Retrofeeling auf, man denkt an die (konkurrierenden?) Black Angels und fühlt sich an deren Namensursprung bei The Velvet Underground erinnert. Natürlich ist das heute Lifestyle pur, die Obercoolen, die gestern Folk oder Minimal hörten und morgen schon wieder woanders sind, oft weniger aus einem weiten, sondern vielmehr aus gar keinem Horizont heraus, werden drauf abfahren. Langweilig wird ihnen dabei nicht. Was auch die restlichen Songs am meisten zusammenhält, ist der stets nach vorn galoppierende Takt, der sich immer mal für Momente zurück nimmt, um kurz darauf wieder voll anzuziehen – voll unbekümmerter Abgeklärtheit, vorbei an fuzzigen Gitarren, stilvollen Twangs, sleazigen Orgeln, eingängigen Refrains und jeder Menge netter Spielereien: „Free Action“ beginnt glatt wie schrottiger Hillbilly Techno.</p>
<p>Irgendwo im Netz betonte jemand, dass Sanae und Ripley keine Hippies sind (und, gibt es die überhaupt noch und hat es sie so je gegeben? Ich wüsste gerne, warum sich eigentlich alle derart penetrant davon abgrenzen müssen, als wäre es eine ansteckende Krankheit&#8230;) Wenn das heißen soll, Moon Duo seien das Gegenteil von jedem verbummelten Phlegmatismus, dann stimme ich zu.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.souterraintransmissions.com">Souterrain Transmissions</a></strong></p>
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		<title>COCOROSIE: We Are On Fire 7&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jun 2012 07:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/cocorosieweareonfire.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4445" title="cocorosieweareonfire" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/05/cocorosieweareonfire-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Irgendwie hatten die beiden Casady-Schwestern wohl doch noch die Zeit gefunden, eine Single mit zwei neuen Songs aufzunehmen. In den vergangenen Monaten waren sie nämlich vor allem mit der Aufführung diverser Bühnnstücke befasst, einem Ballet und einer Oper, um genau zu sein, und die Planung ihrer diesjährigen Tour, bei der eine aufwendige Bühnenshow in Begleitung der traditionellen indischen Band Rajastan Roots auf dem Programm steht, ist ebenfalls im Gange.<span id="more-4444"></span></p>
<p>Die Stücke „We Are On Fire&#8221; und „Tearz For Animals&#8221;, beide unter der Anleitung von Dave Sitek (TV On The Radio) produziert, sind aufgeweckte Electronica-Nummern und zeigen vor allem, dass bei CocoRosie mehr oder weniger alles beim alten ist. Der Sound ist gewohnt vielschichtig und wirkt von Aufnahmesession zu Aufnahmesession professioneller gestaltet, das Spielkistenhafte wurde über die Jahre nie komplett ausrangiert und wird es auch diesmal nicht, wirkt allerdings in dem seit &#8220;Ghosthorse and Stillborn&#8221; mehr oder weniger folkfreien Sound wie eine zitathafte Reminiszenz an früher, als die beiden als eines der mustergültigen Aushängeschilder eines hippen Hippietums aus der postmodernen Kulturretorte gehandelt wurden. Wollte man jemandem in möglichst kurzer Zeit an einem prägnanten Beispiel erklären, was man unter &#8220;weird&#8221; versteht, musste man ihm nur CocoRosie zeigen, denn bei ihnen verstand es wirklich jeder, selbst 2raumwohnung- und Sarah Kuttner-Fans en masse, die dann auch gleich auf den Geschmack kamen.</p>
<p>Die erste Seite enthält eine hinter mädchenhaften 90er Jahre-R&#8217;n'B-Sound versteckte Gothic Tale über eine Wiedergängerin, die nachts über einen Friedhof schwebt und sich danach sehnt, die Gestalt eines schwarzen Hundes anzunehmen, doch irgendwie nimmt man ihnen die Klischees nicht krumm, da solche Motive in ihrer Welt eher Ausnahmen sind, und auch mit Hiphop-Beats und dubbigen Halleffekten klingt das Stück nicht einmal nach Chill Wave und dergleichen. Die Überraschung des Tages allerdings findet sich auf Seite 2, denn seit seinem eher unspektakulären Stimmbeitrag bei Metallic Falcons tritt erstmals wieder Antony Hegarty im CocoRosie-Kosmos auf, hier in Form eines feurigen Duetts mit einer tremolierenden Bianca Casady. &#8220;Tearz for Animals&#8221; ist der positivere, aber auch der ernstere der beiden Songs, an Sternstunden wie das famose &#8220;Beautiful Boyz&#8221; will er jedoch nicht heranreichen, das Stück ist solide und nett.</p>
<p>Aufgrund ihrer poppigen Übermarkanz konnte ich CocoRosie immer nur bedingt etwas abgewinnen, ein paar Songs des Frühwerks bildeten eine Ausnahme. Die neueren Stücke sind sicher voller Ideenreichtum und technisch-kompositorisch virtuos, das kommende Album sollte man aber für eine Bewertung abwarten. Darauf und auf die angekündigte Tour sollten Fans aber gespannt sein, und wer die beiden in einem exquisiten Rahmen erleben will, dem sei ihr Auftritt auf dem von Antony kuratierte Meltdown-Festival in London empfohlen (u.a. mit Buffy Sainte-Marie, bekannt durch ihre etwas ernsthaftere Auseinandersetzung mit der Native American-Culture)</p>
<p>(U.S.)</p>
<p><strong>Label: Touch And Go/Souterrain Transmissions</strong></p>
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		<title>MOON DUO: Horror Tour</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/10/28/moon-duo-horror-tour/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 15:40:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bislang waren es eher Grails und Holy Sons, die Psych Rock mit der Ästhetik alter Genrefilme kombinierten und dabei die Hörer gründlich überraschten: Sleaziges Artwork muss der Ernsthaftigkeit einer Musik keinen Abbruch tun, und das Resultat muss nicht mal ironisch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/10/28/moon-duo-horror-tour/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/10/moonduohorrortour.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3066" title="moonduohorrortour" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/10/moonduohorrortour-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Bislang waren es eher Grails und Holy Sons, die Psych Rock mit der Ästhetik alter Genrefilme kombinierten und dabei die Hörer gründlich überraschten: Sleaziges Artwork muss der Ernsthaftigkeit einer Musik keinen Abbruch tun, und das Resultat muss nicht mal ironisch wirken. Pünktlich zum 31. Oktober machen auch Ripley Johnson und Sanae Yamada mit ihrem Moon Duo einen Abstecher in die Welt trashiger Horror-Storys und schaffen somit einen Gegenpol zum letzten Wooden Shjips-Album, auf dem sich Johnson einem Highbrow-Thema, nämlich der Geschichte des Manifest Destiny widmete.<span id="more-3065"></span></p>
<p>Die &#8220;Horror Tour&#8221;-EP ist als Begleitveröffentlichung zur aktuellen Konzertreise gedacht und enthält vier kleine Geschichten aus der Gruft. Die größte Schauernummer ist gleich der eröffnende Titeltrack. Als einziger mit Text befasst er sich mit dem Helloween-Mythos, doch die Musik ist keineswegs &#8220;düster&#8221;, sondern folgt dem kraftvoll dröhnenden Acidpunk-Stil, der schon das „Mazes“-Album prägte. In seiner langen, repetitiven Form ist der Song so rauschhaft und und meditativ wie die meisten Stücke des Duos und hätte auch auf „Mazes“ eine gute Figur gemacht. &#8220;Causing a Rainbow&#8221; ist leichtfüßiger und unbeschwerter, eine skurrile Orgel dröhnt dezent vor sich hin und verschmilzt irgendwann mit einem kräftigen Gitarrensolo. Ebenso wie das poppige &#8220;Sickener&#8221; braucht das Stück keinen Gesang, um mitreißen zu können, das erledigen schon die eingängigen Melodiebögen, die fast etwas abgegriffen wirken, in ihrer Einfachheit jedoch funktionieren – gäbe es so etwas wie einen neuen Hershell Gordon Lewis, so würde der mit einem solchen Score keine schlechte Wahl treffen. Horrorstimmung in ihrer typischen Form gibt es dann vor allem in &#8220;Circle of Evocation, pt 2&#8243;, einen kurzen Epilog in Form eines Droneloops, in dem Wasserrauschen und Motorengepolter miteinander verschmelzen.</p>
<p>Für seine kleine Horrorshow reichen dem Moon Duo fünfundzwanzig Minuten, doch die Musik ist diesmal nur die halbe Miete – der britische Illustrator Savage Wolf, bekannt durch etliche Cover, Poster und Shirts, hat ein vor Zombie-Klischees strotzendes Artwork beigesteuert, das man guten Gewissens kongenial nennen darf. Die EP erscheint ausschließlich auf Vinyl und als Download, das handfeste Format ist auf tausend Einheiten limitiert.</p>
<p>A. Kaudaht</p>
<p><strong>Label: Souterrain Transmissions</strong></p>
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		<title>ZOLA JESUS: Conatus</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 07:22:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nika Roza Danilova]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich muss gestehen, dass es mir nicht leicht fällt, mich auf eine druckreife Meinung zu Nika Roza Danilova und ihrem Projekt Zola Jesus festzulegen. Da waren Momente der Begeisterung, als ich irgendwann in der Zeit vor ihrem &#8220;Stridulum&#8221; genannte Durchbruch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/10/01/zola-jesus-conatus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/zolajesusconatus.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2895" title="zolajesusconatus" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/zolajesusconatus-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich muss gestehen, dass es mir nicht leicht fällt, mich auf eine druckreife Meinung zu Nika Roza Danilova und ihrem Projekt Zola Jesus festzulegen. Da waren Momente der Begeisterung, als ich irgendwann in der Zeit vor ihrem &#8220;Stridulum&#8221; genannte Durchbruch auf diese dumpf verrauschten Aufnahmen gestoßen bin, auf denen kompromisslose Lofi-Attitüde und feinfühlig-coole Melancholie eine merkwürdige Allianz eingingen. Alles wirkte geheimnisvoll, fast urig, und doch auf die ganz eigene dreckige Art chic. <span id="more-2894"></span>Musik, die einem aus einem Kellerfenster irgendwo in einer grauen Chicagoer Seitengasse entgegen schallen könnte. Dass die junge Frau sich gelegentlich im Universum von Burial Hex blicken ließ, unterstrich ihre schwere Klassifizierbarkeit, ließ ihr Unternehmen seltsam &#8220;unkorrekt&#8221; und somit umso reizvoller wirken.</p>
<p>Dass im New Wave und Post Punk wurzelnde Musik wieder einmal hip werden sollte ahnte man damals eher verhalten. Und kaum, dass Zola Jesus eines der Zugpferde dieses Trends sein sollten. So kam es jedoch, und Nika Roza tat was alle mit Bedacht agierenden Trendsetter tun &#8211; sie distanzierte sich von jeglicher Hipness und tat doch alles, um davon profitieren zu können. Nichts auf der Welt ist legitimer, vorausgesetzt alles Planen und Changieren tut der Musik keinen Abbruch. Als Nika Roza jedoch über Nacht optisch vom Siouxsie-Verschnitt zum Cindy Lauper-Verschnitt mutierte, vollzog sich auch eine musikalische Glättung, dem der alte Shoegazersound ohne Shoegazerattitüde leider weitgehend zum Opfer fiel. &#8220;Stridulum&#8221; hatte große Momente, keine Frage. Doch der reizvolle Phlegmatismus ihrer Musik büßte eine Großteil seines coolen, leicht skurrilen Zuges ein und entpuppte sich mit der Zeit als ermüdend.</p>
<p>Es ist immer schwierig, nach dem Durchbruchalbum den richtigen Schritt zu tun, denn ein einmal funktionierendes Erfolgsrezept erneut durchzukauen ist meist ebenso falsch wie eine derart starke Kehrtwende, dass einen die gerade erst hinzugewonnenen Fans nicht mehr wiedererkennen. Es ist erfreulich, dass Zola Jesus in keine der beiden Fallen tappt, denn das Resultat namens „Conatus“ behält zwar den glatten Sound von „Stridulum“ bei, kopiert aber dessen dröge Wesensart keineswegs. Ein Sprung nach vorn ist der schon auf Konzerten eingeübte Einbezug einer echten Band. Auf dem neuen Album bedeutet dies vor allem Streicher und gelegentlich Schlagzeug, doch das sind nicht die einzigen Veränderungen. Schon in den ersten Minuten fällt auf, dass die 22jährige nun mehr als je zuvor Wert auf Details legt: Das eröffnende Stück offenbart eine Klangfontäne voll winziger Einzelstücke, die dem Hörer recht unaufgeräumt entgegen sprudelt. Ein weiteres Novum kommt ebenfalls gleich zu Beginn zur Geltung: Danilova hat sich immer mehr von dem typischen 80er Jahre Four to the Floor Rhythmus entfernt und neigt zum Dancebeat, um den sich hier die Soundpartikel gruppieren. Das stimmt erwartungsvoll, scheint etwas anzukündigen, fordert aber auch Geduld, denn noch startet der Takt keineswegs durch.</p>
<p>Treu geblieben ist sie sich bei der Stimmarbeit, auch wenn das Opernhafte des Frühwerks nur noch für Momente anklingt. Eindimensional verläuft das aber keineswegs. Zwischen zurückgenommenen Passagen lässt sie ihrer Stimme immer wieder freien Lauf, auf ihre leicht gepresste und doch sehr kraftvolle Art, die viele Kritiker nicht zu Unrecht an Siouxsie erinnert. Doch auch in solchen Momenten gibt es keine Entgrenzung, kein völliges Loslassen, denn Danilova scheint der totalen Expression zu misstrauen und zumindest im emotionalen Bereich bevorzugt auf Andeutungen zu setzen. Dieser Wechsel, aber auch die dazugehörende Selbstbegrenzung passt sehr gut zur Struktur vieler ihrer Songs, die sich oft erst nach und nach aufbauen, eruptive Höhepunkte jedoch verweigern. Mehr als in den Vorgängeralben steht Perkussion im Vordergrund, ein zum Teil ekstatisches Pulsieren, dass jedoch in seinen stärksten Momenten kein Rhythmus sein will. „Avalanche“ überzeugt gerade dadurch, ebenso das schon als Single bekannte „Vessel“, das mit edlen Sounds und einen epischen Refrain am Ende haarscharf am glatten, eingängigen Popsong vorbei schlittert. Ein Höhepunkt an Wandlungsfähigkeit, aber auch an zaghafter Ambivalenz ist „Hikikomori“ &#8211; ein Song, der sich stets wandelt, alle rhythmischen, klanglichen und melodischen Punkte nur umkreist und doch keines der angedeuteten Songsversprechen einlöst. Andeutung bleibt auch der im Titel implizierte Rekurs auf eine neue, seit Jahren vermehrt unter japanischen Jugendlichen auftretende Form der splendid isolation, die man pathologisieren mag, die man aber auch als legitimen gegenkulturellen Audruck eines Nein zu gesellschaftlichen Abläufen unserer Zeit betrachten kann.</p>
<p>Bestünde das Album allein aus solchen Songs, wäre es zu experimentell für die Nachfolge eines Hitalbums. Einfachere, poppige Strukturen vor allem in der zweiten Hälfte retten „Conatus“ dann auch für die etwas mainstreamigeren Radiostationen. Vergleichsweise einfach gestrickte Songs mit Hitpotential sind „Seekir“ und vor allem „Ixode“, bei dem ich für einen Moment an die Depeche Mode zur „Exiter“-Zeit denken musste, als die Band gerade ihre relativ grungige Phase hinter sich gebracht hatte und sich auf dem Höhepunkt ihres neuen (und kurz danach banalisierten) Elektrosounds befand. Mag auch ein bisschen noisige Verzerrung in den Beats zu hören sein, so scheint ihr Dancefloor-Charakter doch etwas zu stoffelig, um mit der eigentlichen Größe von Zola Jesus mithalten zu können. Ganz und gar nicht unter Wert verkauft sie sich dagegen bei „In Your Nature“, einer der beiden Balladen auf „Conatus“, bei der ihre Stimme sich am untypischsten und wandelbarsten erweist, untermalt von einem wabernden Streicherteppich, der teils synthetisch, teils organisch in den unterschiedlichsten Klangfarben leuchtet.</p>
<p>„Conatus“ ist ein Album, bei dem emotionale Tiefe und technische Reife miteinander derart harmonieren, dass sie nicht mehr als Gegensätze wahrgenommen werden können. Nach „The Spoils“ ist es auch das soundorientiertsteste Album von Zola Jesus, und die Hinzunahme von Streichern und echten Drums tut ihrem Sound gut, ebenso ihr Faible für Details. Damit hat sie bewiesen, dass sie keineswegs im Revivalgeschäft ist. Ob man ihr gelegentliches Abdriften in allzu tanzbare Gefilde nun schätzt oder nicht, so muss man doch anerkennen, dass ihre Musik mittlerweile jeden Hype weit hinter sich lässt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Souterrain Transmissions</strong></p>
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		<title>COCOROSIE: Grey Oceans</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 08:16:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Schlimmste, was man COCOROSIE vorwerfen könnte, ist im Grunde nicht einmal ihre Schuld, sondern die der medialen Aufbereitung – ihre angebliche Rolle als Gallionsfiguren innerhalb einer vermeintlichen Blütezeit von Schrägheit, neuem Folk und Gender Transgression, sowie der ständig wiederholte &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/cocorosie-grey-oceans/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/greyoceans.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-73" title="greyoceans" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/greyoceans-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Schlimmste, was man COCOROSIE vorwerfen könnte, ist im Grunde nicht einmal ihre Schuld, sondern die der medialen Aufbereitung – ihre angebliche Rolle als Gallionsfiguren innerhalb einer vermeintlichen Blütezeit von Schrägheit, neuem Folk und Gender Transgression, sowie der ständig wiederholte und schon immer etwas oberflächlich wirkende Vergleich mit Joanna Newsom. Natürlich sind die beiden Casady Schwestern mit den ungleichen Lebensgeschichten kataloghaft exzentrisch, was immer das nun aussagt. Zudem schauen sie auch noch aus wie aus dem Bilderbuch.<span id="more-72"></span> Dass das ganze von „Weird Folk“ oder ähnlich strapazierten Kategorien, trotz Feedback in diversen Feuilletons, stellenweise eher die Euro Disney-Variante ist, darf aber auch gesagt werden.</p>
<p>Wer sich also für verschrobene „Mädchen“-Musik in der englischsprachigen Folktradition interessiert, den verweise ich freimütig an Gruppen wie THE FAUN FABLES und SPIRES THAT IN THE SUNSET RISE. Der Rest ist wie so oft Geschmackssache, und dass auch Hörer bedient werden werden wollen, die v.a. auf das Offensichtliche, Greifbare anspringen und sich mit subtileren, dezenteren Ausprägungen, die weniger fashionable sind, schwer tun, ist wohl eine Gegebenheit, die man hinnehmen muss. CocoRosie sind weder subtil noch dezent, hatten dafür jedoch vor allem in ihrer Anfangsphase alles was eine Band braucht, um von einem flippigen Publikum aus Jungvolk und Junggebliebenen goutiert zu werden, das trendy und indie gleichermaßen ist und gerne mal wieder einen auf Hippie macht – und dabei ungefähr so glaubwürdig ist, wie gut ein Jahrzehnt zuvor die Post-Grunger mit ihren Schlaghosen und Batikhemden. CocoRosie setzen volles Programm auf Wiedererkennungswert: ein süßlich-flapsiger Bandname, ein bisschen Indianerspiel im wehmütigen Giggelton, ein bisschen subversiven Gender-Bezug, der durchaus mehr zu bieten hat, als die immer wieder angeführten Frauenbärte. Man denke nur an das gespielt devote „By Your Side“ vom „Noah’s Ark“-Album, das mit transparenter Ironie eine ebenso kurzweilige Einführung in das Thema Beziehungsabhängigkeit bietet, wie etwa Elfriede Jelineks Kurzroman „Die Liebhaberinnen“ mit seiner schwarzmalerischen Erzählstimme im „Sendung mit der Maus“-Ton: Man sage etwas ganz rosig und betulich, und übertreibe damit gerade so stark, dass jeder erkennen kann, dass es so rosig gerade eben nicht gemeint ist, und selbst das Spielerische daran muss als solches weitgehend offenkundig sein. Dazu Püppchengesichtfaktor und Stimmchen, die die Assoziationen nur so sprießen lassen. Funktioniert gut, denn viele Leute ticken so, auch das Geknutsche vor der Kamera prägt sich ein. Kurz und knapp: CocoRosie machen experimentellen Hiphop Weird Folk für die bionadetrinkende Flipflops-Avantgarde, die abends unter der Bettdecke ganz ungeniert die Neon ließt, und sich ein dreiviertel Jahrzehnt zuvor noch über einen Auftritt von Judith Holofernes in der Sarah Kuttner-Show gefreut hätte. Normale Härte seit den Tagen, als man mit „alternative“ eben auch OASIS assoziierte. Eine Frage könnte nun sein, wie tragisch das ist, oder ob die Musik dahinter zwangsläufig schlecht sein muss.</p>
<p>Muss sie nicht, ist sie auch nicht unbedingt, und eine Runde Deskription ist nur fair: Einige frühe Stimmen verkündeten, „Grey Oceans“ sei – der Farbmetaphorik entsprechend – dunkler und trister ausgefallen in seinen Stimmungen und Klangfarben als die Alben zuvor. Dunkle Momente gibt es durchaus, wie zum Beispiel im Titelsong, bei dem der nun fest ins Bandgefüge integrierte französische Pianist Gaël Rakotondrabe eine bedeutungsschwangere, introartige Melodie am Flügel anstimmt und auf Wesentliches gespannt macht, während irgendwann manipulierte Orchestralsounds die Dramatik erhöhen. Zwei unterschiedliche Stimmen melden sich alsbald zu Wort, die eine erklingt wie der Auftakt zu einer Opernarie im Sopran, die andere wie eine doch irgendwie ernst gemeinte Persiflage auf lolitahafte Kindlichkeit, ironisch gebrochen selbstredend. Soweit so bekannt, ebenso das Zittern in beiden Stimmen, das je nach Geschmack vielleicht wieder ein Stück zu demonstrativ geraten ist. Insgesamt würde ich das Album nicht unbedingt als „dunkler“ einstufen als das letzte, elektronischste Werk „The Adventures Of Ghosthorse and Stillborn“, von dem schon ähnliches gesagt wurde. Primär sind auf „Grey Oceans“ die zuletzt so betonten Black Music-Anleihen wieder reduzierter, was das Album auf eine gewisse Weise wieder in die Nähe des allerersten Longplayers rückt. Die gespielte und ach so gewagt kontextualisierte Lieblichkeit fehlt auch hier nicht, „Fairy Paradise“ zum Beispiel experimentiert mit rauen und hell-verspielten Sounds, mit Glockenspiel und Noise Distortions, und ab dem Moment, wenn der von verschiedenen Stimmeinsprengseln unterfütterte Technobeat einsetzt, entsteht daraus ein weiterer gelungen-trashiger Dancehits nach Art des von Marschrhythmus geprägten „Japan“. An anderen Stellen wiederum demonstriert der Kollege mit dem unaussprechlichen Namen, dass er auch einen guten Barpianisten abgegeben hätte und unterstreicht somit einmal mehr den Mosaikcharakter des Stilmixes. An die liebliche Seite solcher Songs knüpft das akustische „Gallows“ an, das die inhaltlich harsche Thematik mit Glöckchen kontrastiert, während im Off die Piepmätze trällern. Einer der Songs, die auf der einen Seite ganz harmlos daherkommen, „fast niedlich, mit zuckersüßen Melodien, gemütlichen Rhythmen und verhuschten Geräuschen“, sich auf der anderen Seite jedoch „wie ein Albtraum, den man morgens im Halbschlaf nicht wieder loswerden will“ ins Hirn fressen, wie die tageszeitung einmal zu Liedern des Duos schrieb, freilich ohne zu ergänzen, dass die Band auf Derartiges nun wirklich kein Patent anmelden könnte. Bei „The Moon Asked The Crow“ zeichnen sich die neuerdings wohl hoch im Kurs stehenden orientalischen Elemente besonders ab, und „R.I.P. Burn Face“ ist dann die vom letzten Album schon bekannte Mischung aus Retorten-Hiphop und Katzenmusik.</p>
<p>Klar sind Begriffe wie „ernsthaft“, „reif“ oder gar das abgenudelte „erwachsen“ für den Charakter einer Band immer äußerst schwammige Kategorien. Trotzdem hatte ich beim Hören den Eindruck, dass sie nicht ganz unverdient in einigen Kommentaren zu „Grey Oceans“ vorkamen. So schwierig es ist, dies an bestimmten Komponenten festzumachen – meiner Einschätzung nach schuldet sich das in erster Linie der klanglich gesetzteren Komponente und der erdenden Wirkung von Rakotondrabes Pianospiel. Durchaus beeindruckend ist die diesmal ausgewogene Relation zwischen der vielzitierten kalaidoskopischen Qualität und einer dennoch irgendwie kohärenten Struktur – eines der geheimen Themen der Gruppe seit jeher. Aus dem Blickwinkel kultureller Seitenpfade kann man nach wie vor geteilter Meinung sein. Die einen könnten wie gewohnt die Trivialisierung interessanter Sampling- und Folkexperimente monieren, die anderen dagegen einräumen, dass CocoRosie als populäre Zugpferde auf Samplern und dergleichen auch kleineren Bands Wege geebnet haben. Natürlich hätten beide Recht. Weil es gerade so schön draußen ist, kann man sich ja zur Feier des Tages mal für die freundlichere Variante entscheiden. (U.S.)</p>
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