<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Starving Weirdos</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/starving-weirdos/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 Apr 2026 05:13:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>DUCHAMP: Nar</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/06/22/duchamp-nar/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2013/06/22/duchamp-nar/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Jun 2013 05:35:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Boring Machines]]></category>
		<category><![CDATA[Brian Pyle]]></category>
		<category><![CDATA[Diego Ferri]]></category>
		<category><![CDATA[Drone]]></category>
		<category><![CDATA[DuChamp]]></category>
		<category><![CDATA[Ensemble Economique]]></category>
		<category><![CDATA[Fausto Majistral]]></category>
		<category><![CDATA[Occulto]]></category>
		<category><![CDATA[Starving Weirdos]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=7226</guid>
		<description><![CDATA[Zu den interessantesten Effekten statischer Geräusche, sei es Summen oder Rauschen, zählt die Illusion von Zeitlosigkeit, die sich zwangsläufig irgendwann einstellt, wenn man einem solchen Klang die angemessene Konzentration entgegenbringt und zulässt, ganz in ihm aufzugehen. Vielleicht trug dies ja, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/06/22/duchamp-nar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/06/duchampnar.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7227" title="duchampnar" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/06/duchampnar-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Zu den interessantesten Effekten statischer Geräusche, sei es Summen oder Rauschen, zählt die Illusion von Zeitlosigkeit, die sich zwangsläufig irgendwann einstellt, wenn man einem solchen Klang die angemessene Konzentration entgegenbringt und zulässt, ganz in ihm aufzugehen. Vielleicht trug dies ja, zusammen mit dem körperlichen Gefühl angenehmer Vibration, dazu bei, dass Federica alias DuChamp als Kind mit dem Summen des mütterlichen Haartrockners ein Gefühl des Geborgenseins verband. Im Infotext zu ihrem Projekt erwähnt sie diese<span id="more-7226"></span> Leidenschaft – vielleicht mit einem leichten Augenzwinkern – als Initialzündung für ihr Interesse an Drones, und die Stücke ihrer ersten LP „Nar“, vor allem die instrumental gehaltenen, wissen all diese Eigenschaften umzusetzen.</p>
<p>Der knapp dreizehnminütige Opener „Gemini“ wird aufgrund seiner relativen Statik ganz sicher polarisieren – es handelt sich um ein monumentales Droneloop auf der Basis warmer Akkordeonklänge, vibrierend, organisch und bei entprechender Lautstärke ausgesprochen kraftvoll, zugleich jedoch denkbar einfach in der Ausführung. Und dennoch, einen besseren Einstieg hätte die Musikerin, die bereits als eine Hälfte von Fausto Majistral ihre Dronekünste demonstrieren durfte, nicht wählen können, denn bei keinem anderen Stück offenbart sie eine derart sichere Hand bei der Kunst, ihre Klänge „räumlich“ zu machen und die Hörer vollends aus dem narrativen, zeitorientierten Modus herauszuholen. Hat man sich in dem Stück erst eingerichtet, fallen kleine Ungereimtheiten wie etwas knarrigere Sounds auf sowie leichte Unterschiede in Lautstärke und Klangfülle – kleine Irritationen, die sich einem rein regressiven Abdriften in den Weg stellen, auch wenn man nie ganz sicher ist, ob sie vielleicht doch nur Illusion sind.</p>
<p>Alle weiteren Stücke wirken vergleichweise introvertiert. „Protect me from what I weant“ ist vor allem bassgitarrig, ein minimaler Akkord, der klanglich modifizierte Geist eines Rockriffs, offenbart die raue Seite DuChamps, steigert sich sukzessive und erweist sich gegen Ende als Magnet, der zahlreiche kleine Soundelemente anzieht, u.a. entspanntes Gitarrenpicking, das mich nicht um einen inflationären Begriff wie Postrock herumkommen lässt. Das spielerischer gestaltete „A Worship“ leitet in den weniger statischen Teil über, creepy Gitarrensounds und eine geheimnisvolle Synthie-Melodie bilden das Fundament der einzigen Vocals auf dem Album, mit denen Gastsänger Brian Pyle (Ensemble Economique, Starving Weirdos), die theatralische, pathetisch-andächtige Seite klassischer Rockmusik in Erinnerung ruft. Nach diesem Übergang kommt mehr und mehr Dynamik ins Spiel, das mit viel Hall unterlegte „A way to grasp joy immediatly“ ist narrativer, veränderlicher und soundtrackartiger als der Rest und verbreitet ein überraschendes Americanafeeling. In „Seisachtheia“ ist jede Statik aufgehoben, undefinierbare Samples, u.a. eine sitar-ähnliche Klangquelle und hektische Metallperkussion bringen die gute dreiviertel Stunde zu einem eher atonalen Abschluss.</p>
<p>Ob die Gestaltung der einzelnen Soundkomponenten oder doch eher ihre Engführung in einem äußerst homogen wirkenden Gesamtbild die größte Stärke von „Nar“ ist – mir scheint die Frage unentschieden zu beantworten und somit obsolet. Das es sich dabei um ein mehr als solides Debüt handelt, steht jedoch außer Frage. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.boringmachines.it">Boring Machines</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2013/06/22/duchamp-nar/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ENSEMBLE ECONOMIQUE / HEROIN IN TAHITI: Split LP</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/04/13/ensemble-economique-heroin-in-tahiti-split-lp/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2013/04/13/ensemble-economique-heroin-in-tahiti-split-lp/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Apr 2013 06:05:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Boring Machines]]></category>
		<category><![CDATA[Brian Pyle]]></category>
		<category><![CDATA[Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Ennio Morricone]]></category>
		<category><![CDATA[Ensemble Economique]]></category>
		<category><![CDATA[Francesco De Figuereido]]></category>
		<category><![CDATA[Heroin In Tahiti]]></category>
		<category><![CDATA[Link Wray]]></category>
		<category><![CDATA[No=Fi]]></category>
		<category><![CDATA[Sound of Cobra]]></category>
		<category><![CDATA[Starving Weirdos]]></category>
		<category><![CDATA[Surfrock]]></category>
		<category><![CDATA[Valerio Mattioli]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=6740</guid>
		<description><![CDATA[Surfrock der frühen 60er ist an sich cool genug, dass man ihn gut dreißig Jahre später auch mal eins zu eins kopieren konnte, ohne gleich peinlich zu wirken, und die zahllosen Tarantino-Parties waren sicher nicht der schlimmste Hype aus den &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/04/13/ensemble-economique-heroin-in-tahiti-split-lp/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/EE_HITcover.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6741" title="EE_HITcover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/EE_HITcover.jpg" alt="" width="306" height="153" /></a>Surfrock der frühen 60er ist an sich cool genug, dass man ihn gut dreißig Jahre später auch mal eins zu eins kopieren konnte, ohne gleich peinlich zu wirken, und die zahllosen Tarantino-Parties waren sicher nicht der schlimmste Hype aus den Annalen der 90er Jahre. Seinen Niederschlag in späterer Musik fand dieser Sound hauptsächlich bei<span id="more-6740"></span> Rockabillies und Psychobillies unterschiedlicher Qualität. Im letzten Jahr machte eine italienische Combo namens Heroin in Tahiti mit einer stark verlangsamten, geradezu doomigen Variante dieser Musik von sich reden, bei der die Grundkomponenten zum Material cineastischer Klangwelten umfunktioniert wurden. Ihr Erstling &#8220;Death Surf&#8221;, der weit mehr zu bieten hatte als die üblichen Twangs bloß auf Valium, wurde sehr positiv aufgenommen &#8211; zurecht, weswegen er auch bei uns seine Würdigung fand. Jetzt sind die beiden Römer zurück mit einer Split-LP, die sie sich mit einem Geistesverwandten aus dem Lande der Beach Boys teilen: dem Kalifornier Brian Pyle mit seinem Projekt Ensemble Economique, das er solo neben Bands wie den Starving Weirdos betreibt.</p>
<p>Wenn sich Musiker eine LP teilen, kann das in vielfacher Weise schief gehen, der Stil der jeweiligen Beiträge kann zu nah beieinander liegen, oder eben bezugslos wirken, wobei sehr unterschiedlich geartete LP-Seiten auch einen reizvollen Kontrast bilden können. Heroin in Tahiti und Ensemble Economique ähneln sich vom Stil, bei beiden groovt es düster, und beide haben offensichtlich einen äußerst kreativen Zugang zu älterer, psychedelisch konnotierter Musik und zu nerdigem Kino jenseits der großen Filmtheater. Doch die Stücke sind im Aufbau und von der Stimmung her unterschiedlich genug, um eigene Handschriften herauszuhören. Das bringt natürlich mit sich, dass man sie aneinander misst. Heroin in Tahiti sind mit einer längeren Komposition vertreten. Das Stück ist in mehrere Abschnitte unterteilt, deren Aufbau die fiktive Reise in ein düsteres Südsee-Setting widergibt. Die &#8220;Black Vacation&#8221; beginnt unter dem Titel &#8220;Departure&#8221; am einem Flughafen, dessen Geräusche neugierig machen, bis spontane Lärmattacken, die einen fast so sehr erschecken wie der schwarze Mann bei &#8220;Mulholland Drive&#8221;, der kurzen &#8220;Music for Airports&#8221; ein jähes Ende bereiten. &#8220;Welcome to Paradise Island&#8221; heißt es nun, doch die Kitsch-Möven sind so trügerisch wie die derweil noch smoothe Musik, werden bald lauter und bedrohlicher und geleiten einen an die &#8220;Edge of the Jungle&#8221;, wo drogengeschwängerte Surfmelodien und skurrile Ethnobeats mit einem Klangteppich aus verzerrten Schreien verschmilzen. Vielleicht sind dies die &#8220;Whispers from the Quicksand&#8221;, die einen in ihren Bann schlagen, bevor unter dem Motto &#8220;Blood before Dawn&#8221; groovige Rhythmen und futuristische Sounds der Geschichte ein ungewisses Ende bereiten.</p>
<p>Ensemble Economique steuert drei Stücke bei, die insgesamt wie aus einem Guss wirken. Zusammen sind sie weit weniger auf einem Verlauf hin ausgerichtet, vielmehr fokussieren sie den besonderen Moment und ziehen ihn so sehr in die Länge, wie es eine LP-Seite zulässt. Das hat definitiv seinen Reiz, vor allem wenn man die drei Stücke unabhängig von der ersten Seite hört, doch ist man erst einmal der Dynamik des römischen Kopfkinos erlegen, kann einem der atmosphärische Wechsel ziemlich ausbremsen. Insgesamt sind Pyles Beiträge härter, perkussiver und von der Wirkweise her direkter, zudem wirken gelegentliche Stimmbeiträge zusammen mit exotischen Instrumentaleinlagen jeder Abstraktheit entgegen. Bewegung gibt es also auch hier, aber sie ist eher rhythmisch als narrativ. Zur finalen Entgrenzung kommt es dann im dritten Stück &#8220;Désir, DESIRE&#8221;, wenn spacige Synthis der elektronischen Avantgarde huldigen und auch diese Seite im Ungewissen enden lassen.</p>
<p>Schön dass es solche Musik gibt, und dass sie sich auch optisch zu präsentieren weiß. Die Hommage an die Südsee, den Twang und das klassische Pinup-Girl wird sicher weiter gehen, diesmal warten 500 schwarze Scheiben auf den geneigten Vinyl-Fetischisten.</p>
<p><strong>Label: Sound of Cobra/No=Fi</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2013/04/13/ensemble-economique-heroin-in-tahiti-split-lp/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
