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	<title>African Paper &#187; Stefano Pilia</title>
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		<title>ZU: Jhator</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Apr 2017 07:43:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man bisher etwas über ZU zu lesen bekam, war meistens von einem sehr wilden, oft tonnenschweren Hybrid aus Jazz, Metal und allem, was auf -core endet, die Rede, und bei Vergleichen war man schnell bei Gruppen wie Painkiller und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/04/22/zu-jhator/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/zujhator.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13637" title="zujhator" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/zujhator-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn man bisher etwas über ZU zu lesen bekam, war meistens von einem sehr wilden, oft tonnenschweren Hybrid aus Jazz, Metal und allem, was auf -core endet, die Rede, und bei Vergleichen war man schnell bei Gruppen wie Painkiller und Naked City. Dazu passt auch die Mutmaßung, das die Band sich einst nach einem Song von James Plotkins Grindcore-Kapelle Old Lady Drivers benannt haben soll. Befasste man sich etwas genauer mit dem Werk der Italiener und hörte sich auch die Kollaborationen an, dann registrierte man schnell, dass die<span id="more-13636"></span> Gruppe sich nur bedingt auf ihre harsche, entgrenzte Seite reduzieren ließ. Auf „Jhator“ sind ZU jedoch weiter von den oben genannten Begriffen entfernt als je zuvor und verzichten mit dem Saxophon, das Luca T. Mai gegen das Mikrofon eingetauscht hat, auf das Element, das für die hartnäckigsten Jazzvergleiche sorgte.</p>
<p>Der Begrif „Jhator“ bezeichnet im Tibetischen eine traditionelle Bestattungstechnik, bei der die Körper Verstorbener in Stücke zerschnitten und auf einer Bergkuppe den Elemente und wilden Tieren, primär Raubvögeln, überantwortet werden, die wörtliche Übersetzung des Begriffs lautet „den Vögeln Almosen geben“. Man betrachtet die Vögel als Manifestationen von Dakinis, halbgöttliche Wesen weiblichen Geschlechts, die die Seelen der Verstorbenen – symbolisch in Form von Teilen des Körpers – in den Bardo tragen, in dem sie bis zur Wiedergeburt verweilen. Das die erste Seite füllende Stück heißt dann passenderweise auch „A Sky Burial“.</p>
<p>In den gut zwanzig Minuten des Stücks wird dieser Brauch, eingerahmt durch einen eröffneten und einen abschließenden Gongschlag, mit einer Vielzahl an Elementen ritueller Klangkunst musikalisch vergegenwärtigt. Längere Phasen relativer Stille nach dem Verrauschen der eröffnenden Gongklänge ermöglichen Konzentration, subtile Details wie leises Vogelzwitschern und kleine, undefinierbare Sounds lassen eine Erwartungshaltung entstehen, die wächst, sobald sich die Elemente verdichten. Schon bald kristallisiert sich das flächige Kreisen einer Drehleier heraus, deren kraftvoller, dudelsackartiger Klang etwas Starkes zu untermalen scheint, das vage bleibt und keiner erklärenden Worte bedarf. Im Laufe der Zeit und nach dem einen oder anderen Bruch wird die Musik zunehmend melodischer, metallene Geräusch werden immer mehr von einem Bandsound aus Bass, Drums und Streichern absorbiert, der an die Kollaboration des Bassisten Massimo Pupilio mit Oren Ambarchi erinnet und bei bei dem man um einen profanen Begriff wie Postrock nicht verlegen sein muss.</p>
<p>„The Dawning Moon Of The Mind“ ist um einiges unaufgeräumter als „A Sky Burial“, aber nicht minder erhaben. Die ersten Minuten sind vom Saitenspiel einer Koto dominiert, einem japanischen Instrument, das klanglich der Harfe ähnelt. Dröhnt es im Hintergrund kreisend, werden die Figuren auf dem Instrument immer schneller, rhythmischer, erinnern stellenweise an die Ornamente der Continuous Music. Obwohl sich die Musik in Dichte und Intensität kontinuierlich steigert, mag man den Übergang zum eruptiven Kraut- und Metal-Gedresche immer noch als plötzlich empfinden, und so schnell die angestaute Spannung sich entladen hat, so schnell mündet der Fluss der Klänge in ein entspanntes, dunkles Dröhnen, gekrönt vom lautmalerischen Schamanengesang Luca T. Mais.</p>
<p>Begreift man „Jhator“ primär im Vergleich mit früheren Arbeiten ZUs, fällt die Abwendung vom Noise und allerhand atonaler Strukturen am ehesten ins Auge – dies aber auf die Gefahr hin, dass einem wesentliche Merkmale des Albums entgehen. „Jhator“ ist von einer rituellen Tiefe, die gekonnt zwischen geerdeten und abgehobenen Stimmungslagen zu changieren weiß und im Werk der Band eine bisher unerreichte Qualität darstellt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://houseofmythology.com/">House of Mythology</a></strong></p>
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		<title>OREN AMBARCHI / MASSIMO PUPILLO / STEFANO PILIA: Aithein</title>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2016 09:06:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt in der etwas abstrakteren Musik ein paar Motive, die nie langweilig werden, vorausgesetzt sie gelingen. Eines davon ist die mit vielen kleinen Spannungsmomenten in der genau richtigen Unbestimmtheit gehaltene Steigerung von Intensität und Klangfülle, die sich &#8211; ausgehend &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/05/04/oren-ambarchi-massimo-pupillo-stefano-pilia-aithein/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/ambarvhipiliapupilio.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12068" title="ambarvhipiliapupilio" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/ambarvhipiliapupilio-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt in der etwas abstrakteren Musik ein paar Motive, die nie langweilig werden, vorausgesetzt sie gelingen. Eines davon ist die mit vielen kleinen Spannungsmomenten in der genau richtigen Unbestimmtheit gehaltene Steigerung von Intensität und Klangfülle, die sich &#8211; ausgehend von einem eher zaghaften Bündeln von Energie &#8211; an einem eruptiven Höhepunkt entlädt und ein ungewisses Nachspiel einleitet. Da denken manche an Aristoteles und die klassische Tragödie, fröhlichere Zeitgenossen vielleicht an Sex, wieder andere an<span id="more-12067"></span> Postrock, ein ganzes Musikgenre, dem dieses Motiv, so hört man bisweilen, seine Existenz sichert.</p>
<p>Ein Grund, warum man die vorliegende Kollaboration von Oren Ambarchi, Massimo Pupillo und Stefano Pilia, über deren zahlreiche Zusammenarbeiten (siehe tags am Fußende der Besprechung) man ein dickes Buch schreiben könnte, nicht unbedingt Postrock nennen sollte, liegt in der Tatsache begründet, dass die Bewegungen auf &#8220;Aithein&#8221; nicht hinter einem milchigen Film verborgen sind und ihnen jeglicher lustlose Phlegmatismus fehlt.</p>
<p>Aufgenommen wurde das Werk vor zirka einem Jahr bei einem Konzert in Bologna, und dem Titel sowie einigen spärlichen Angaben zufolge sind die beiden Tracks von verschiedenen Konzepten des Äthers inspiriert, einem Element, dass nach  antiken Kosmologien den Weltraum ausfüllt und als reine Form von Feuer ebenso wie von Luft betrachtet wurde. Etymologisch abgeleitet ist der Begriff dann auch vom Verb <span style="color: #2e271f;"><span style="font-family: Palatino Linotype,Athena;"><span style="font-size: medium;">αἴθειν</span></span></span> für &#8220;glühen&#8221;, das hier als Titel verwendet wurde. Ebenso dachte man, dass der Äther die basale Substanz der Planeten und Sternen bilde, und in der Dynamik eines planetarischen Entstehungsprozesses könnte man eventuell einen Bezug zur in der Musik vollzogenen Bewegung sehen.</p>
<p>Das gut zwölfminütige &#8220;Burn&#8221; ist noch recht verhalten und wirkt auf den ersten Eindruck wie ein Intro: Zwei Gitarren, die sich über weite Strecken geradeso als solche zu erkennen geben und auch der Stille ihren Raum lassen, zeichnen unbestimmte, dezente Figuren in den Raum, bei denen man angesichts des Titels an das Ausbrennen einer Glut denken mag, doch dies ist trügerisch &#8211; unterschwellig lodert es immer deutlicher, die Sounds geraten mit der Zeit lauter, brennender, schmerzhafter, selbst kleine Eruptionen finden statt, auch ohne die Drums, auf die man schon sehnlichst wartet. Immer mehr erinenrt das Stück an ein Glühen, das jederzeit in einen offenen Brand übergehen kann, und das wird es auch &#8211; am Übergang zu Shine, dass das eigentliche Hauptstück des Albums ist.</p>
<p>Bei dem inhaltlich zweigeteilten Stück greift Ambarchi dann auch zu seinen Drumsticks: Verspielt und minimalistisch wird zunächst nur mit den Hihats Spannung erzeugt, das Rumoren von Bass und Gitarre zeigt, dass sich hier etwas Größeres zusammenbraut, und nachdem sich die Perkussion auf eine etwas zerfranstere Struktur eingespielt hat, registriert man irgendwann ganz schnell den Zuwachs an Intensität. Heftige Trommelwirbel und eindringliche repetitive Melodie-Patterns, Soli, die streckenweise wie Schreie klingen, all dies und einiges mehr bis zum tosenden, ekstatischen Höhepunkt. Natürlich geht es noch weiter &#8211; tänzelnd, knarrend, zunächst ein kleines Nachbeben, dann beinahe so heftig wie vor den Knall und zum Schluss sogar für Minuten so etwas wie Rock.</p>
<p>Zuverlässigen Angaben zufolge sollen von den 180 chicen schwarzen Scheiben nur noch wenige zu ergattern sein, der Rest ist Bandcamp. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.karlrecords.net/">Karlrecords</a></strong></p>
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