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	<title>African Paper &#187; Stratis Sgourellis</title>
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		<title>BLACK LESBIAN FISHERMEN: The Metaphysics of Natron</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Nov 2019 03:37:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt Musik, deren geheimnisvolles, mitunter okkultes Charisma daher rührt, dass sie wenig von sich preisgibt und sich ausgesprochen kryptisch und reduziert zeigt. Ohne den vielen gelungenen Beispielen dafür unrecht tun zu wollen, muss man sagen, dass diese Masche mittlerweile &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/11/23/black-lesbian-fishermen-the-metaphysics-of-natron/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/blftmon.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19427" title="blftmon" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/blftmon-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt Musik, deren geheimnisvolles, mitunter okkultes Charisma daher rührt, dass sie wenig von sich preisgibt und sich ausgesprochen kryptisch und reduziert zeigt. Ohne den vielen gelungenen Beispielen dafür unrecht tun zu wollen, muss man sagen, dass diese Masche mittlerweile schon etwas zu gängig ist und außerdem leicht umzusetzen, wenn die Ansprüche dabei nicht allzu hoch sind. Die in Athen und auf der benachtbarten Insel Euböa ansässigen Black Lesbian Fishermen, trotz des Ortes im Namen eine<span id="more-19425"></span> internationale Truppe, machen genau das Gegenteil: Ohne übermäßig opulent zu sein bringt ihre ritualistische, immer leicht folkig eingefärbte Psychedelik die unterschiedlichesten Elemente unter einen Hut, Elemente die eigentlich heterogen und sperrig wirken müssten, doch auf wundersame Weise immer harmonieren.</p>
<p>Dass ihr neuer Longplayer &#8220;The Metaphysics of Natron&#8221; an das vor vier Jahren erschienene Debüt &#8220;Etopic Apiary&#8221; anknüpft, ist keinesfalls schlimm. Wieder wird hier gekommt zwischen fast anheimelnden Folkarrangements und dröhnender Elektronik, zwischen dezenten Songansätzen und surrealen Soundscapes changiert. Die Antwort, in welche Richtung die Reise nun gehen soll, deutet sich immer mal vage an, wird aber nie wirklich gewährt. Mit &#8220;To Sic a Goddess&#8221; beginnt das Album recht besinnlich mit dem klaren Gesang R. Loftiss&#8217;, dessen sanfte Melodramatik in ein Folkmusical der 70er passen würde. Durch das eruptive Herausstoßen der Worte und einen ambienten Hintergrund, an dem wahrscheinlich Soundbastler Nikos Fokas und Querflötist Stelios Romaliadis einen wesentlichen Anteil haben, bekommt das Stück jedoch den Charme eines verdrehten Krautrock-Klassikers. Auf mystische Anspielungen im Text folgt immer dichteres Bimmeln und Dröhnen, bis der Song fast lärmend ausklingt.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/DPW-7xvoTB0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Alle Stücke des Albums sind von einer feinsinnigen Detailverliebtheit, was in einigen Momenten deutlich im Vordergrund steht &#8211; so z.B. im verhuscht vor sich hinschnippenden und rumpelnden &#8220;Lox on Krax&#8221;, bevor es zu einer shoegazigen Dröhnlandschaft wird, oder im bimmelnden Sirup von &#8220;You Find the Noise&#8221; dessen Titel fast paradoxerweise von einer fragilen Kinderstimme angesagt wird, bevor es sich in ein raues Spacerock-Brett verwandelt. Andere Stücke wie das progressiv-angejazzte &#8220;Third Rubic&#8221; mit der deutlichen Handschrift von Stratis Sgourellis fallen treibender aus und hätten durch den harmonischen Frauengesang veritable Popsongs werden können, wenn so etwas denn in der surrealen Parallelwelt der Fishermen möglich wäre. Diese Welt offenbart sich vielleicht am besten dort, wo Gesang und melodisches Gitarrenspiel nur noch wie exotische Blätter und Blüten aus einem Gemisch bizarrer Sounds ragen. Solche Momente wären den Kollagen von Nurse With Wound, bei denen Gitarrist Alan Trench bereits mitwirkte, würdig. Höhepunkt dessen ist &#8220;Pigs Before Strawberries&#8221; mit seiner elektrifizierten, vom quakenden Fröschen durchtönten Sumpflandschaft aus schillernder Vorzeit.</p>
<p>Als die Black Lesbian Fishermen erstmals von sich reden machten, hielten manche sie für ein Projekt befreundeter Musiker, die in der Hauptsache bei Temple Music, Grey Field Recordings, Lüüp, Howling Larsens oder Vault of Blossomed Ropes spielen. Dass sie in eher größeren Abständen auftraten, schien das zu bestätigen. Dass &#8220;The Metaphysics of Natron&#8221; den roten Faden aber so gekonnt fortführt und in ähnlicher Weise die unterschiedlichsten Möglichkeiten anzapft, sollte Grund genug sein, in ihnen eine feste Band zu sehen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://underflow.gr/">Underflow</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=716068008/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>If you’re writing music, you write what’s inside of you. Interview mit der Musikerin und Kuratorin R. Loftiss</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2016 07:20:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<description><![CDATA[Als im vergangenen Jahrzehnt grade Folkmusik in aller Munde war, gerieten neben den großen Hypes und dem obligatorischen Mittelmaß auch ein paar obskure Gewächse in den Fokus, denen aufgrund ihrer Sperrigkeit und ihrer Unscheinbarkeit die Aufmerksamkeit großer Magazine versagt blieb. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/12/if-you%e2%80%99re-writing-music-you-write-what%e2%80%99s-inside-of-you-interview-mit-der-musikerin-und-kuratorin-r-loftiss/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/gray-field-recordings.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-11766" title="gray-field-recordings" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/gray-field-recordings.jpg" alt="" width="255" height="170" /></a><strong>Als im vergangenen Jahrzehnt grade Folkmusik in aller Munde war, gerieten neben den großen Hypes und dem obligatorischen Mittelmaß auch ein paar obskure Gewächse in den Fokus, denen aufgrund ihrer Sperrigkeit und ihrer Unscheinbarkeit die Aufmerksamkeit großer Magazine versagt blieb. Zu diesen Gewächsen zählte auch das Projekt mit dem mysteriösen Namen The Gray Field Recordings, dessen Musik nur schwer einzuordnen war: Neben filigranen Melodien auf der</strong><span id="more-11722"></span> <strong>akustischen Gitarre finden sich rituelles Getrommel und evokativer Sprechgesang, und hinter all dem, hinter den lieblichen wie den spröden Seiten dieser Musik meint man einen okkulten Subtext zu erahnen, wie er selten so unprätentiös ins Werk gesetzt wurde. Die Frau hinter diesem Projekt, Rebecca Loftiss, ist auch sonst eine umtriebige Person. Neben ihrem Soloprojekt betreibt sie das Label AntiClock, auf der in kleiner Stückzahl Aufnahmen von ähnlich gearteten Bands erscheinen, bei denen sie selbst nicht selten mitmischt. Loftiss lebt seit einigen Jahren mit ihrer Familie auf der griechischen Insel Euböa. Mit ihrem Mann Alan Trench, dem ehemaligen Word Serpent-Mitgründer und als Musiker bekannt von Gruppen wie Orchis und Temple Music, spielt sie in mehreren Bands und sorgt ihn ihrer neuen Heimat nicht nur musikalisch für Bewegung: Ihr jüngstes Projekt ist der Charity-Sampler „In The Cities Of Your Eyes&#8221;, dessen Erlös verschiedenen</strong> <strong>Flüchtlingslagern auf den Dodekanes-Inseln zukommt. Über all dies und mehr haben wir sie im folgenden Interview befragt.</strong></p>
<p><a title="If you’re writing music, you write what’s inside of you. Interview with musician and curator R. Loftiss" href="http://africanpaper.com/2016/03/12/if-you%e2%80%99re-writing-music-you-write-what%e2%80%99s-inside-of-you-interview-with-musician-and-curator-r-loftiss/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p><em><strong>Du machst als Musikerin und drumherum sehr viel und arbeitest oft gleichzeitig an verschiedenen Sachen. Mit was bist du im Moment beschäftigt?</strong></em></p>
<p>Gerade arbeite ich zusammeen mit Lizi Bates in unserer neuen Band Karyae. Ebenfalls arbeite ich mit meinem Mann am neuen Album der Howling Larsons. Im Fall von The Gray Field Recordings ist es ein sehr langsamer Prozess, es verschwindet nie wirklich aus meinen Gedanken, aber es ist dennoch nichts, was mir leicht von der Hand geht.</p>
<p><em><strong>Was kannst du uns über die Ideen und Beweggründe hinter der von dir kuratierten Charity-Compilation „In The Cities Of Your Eyes&#8221; erzählen? Gab es einen bestimmten Impuls, der dich dazu inspirierte?</strong></em></p>
<p>Nun, ja&#8230; wir haben immer wieder in den Nachrichten gesehen, was abging, und es wurde immer schlimmer. Die Bilder von Kindern, die an Land gespült wurden, waren alptraumhaft. Ich dachte, „Ich muss etwas tun, das passiert gerade hier, jetzt&#8221;. Aber ich habe ein kleines Kind und kann es nicht mit auf die Inseln nehmen, und allein zuhause lassen kann ich sie auch nicht. Wir haben nicht viel Geld, das wir spenden könnten, was können wir also tun? Nun, ich habe Musik. Und so dachte ich, dass ich dies dazu nutzen könnte, um Geld aufzutreiben und für die entsprechende Aufmerksamkeit zu sorgen. Meine Musik ist nicht sehr bekannt und ich habe niemals Geld damit verdient, deshalb dachte ich, es wäre das beste, ein paar bekanntere mit ein paar unbekannteren Musikern zusammen zu bringen. Die Idee war, etwas echtes, berührendes auf die Beine zu bringen, etwas intensives, weil wir die Situation kennen&#8230; kein „We Are The World&#8221;-Scheiß&#8230; nichts albernes.</p>
<p>Die Grichen sind unglaublich, denn sie tun dies aus reiner Herzlichkeit und &#8211; das sage ich aus großem Respekt &#8211; weil sie Griechen sind. Es wäre undenkbar, dass die Griechen diese Leute an ihren Küsten einfach leiden und sterben ließen. Aber die Griechen haben momentan selbst mit einer enormen wirtschaftlichen Krise zu tun. Das war und ist nach wie vor extrem schwierig für sie, sie haben genau genommen nichts und tun dennoch ihr äußerstes, um den Flüchtlingen zu helfen. Insofern sind die griechischen Inseln der beste Ort, um etwas zu spenden und ihnen unser Album zu widmen.</p>
<p><em><strong>Mit welchen Organisationen arbeitet ihr zusammen?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/inthecitiesofyoureyes.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11767" title="inthecitiesofyoureyes" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/inthecitiesofyoureyes-298x300.jpg" alt="" width="298" height="300" /></a>Matina Katsevelli, die so etwas wie die Göttin oder die Heilige des Lagers in Leros ist, hat großartige Fotos zum Album beigesteuert. Andere verfassten Geschichten aus den Lagern auf Leros, Lesbos und Samos. Graeme Swinton, von dem auch das Coverfoto stammt, hat sich um das Grafikdesign und das Layout gekümmert, so dass die ganze Sache letztlich perfekt war.</p>
<p>Was die Spenden angeht&#8230; wir konnten etwas für die <a href="http://gogetfunding.com/help-the-refugees-in-samos">Flüchtlinge auf der Insel Samos </a>spenden, außerdem für das<a href="https://www.facebook.com/Leros-Solidarity-Network-Team-UK-1477725875863752"> Leros Solidarity Network</a>, sowie <a href="http://uareuk.com">über die Organisation UAREUK nach Chios</a>.</p>
<p>Wir hoffen, dass wir künftig auch etwas <a href="http://www.lighthouserelief.org/">nach Lesbos spenden können über Lighthouse Relief</a> und/oder <a href="http://www.seaofsolidarity.org/">Sea of Solidarity</a>. Außerdem hoffen wir, etwas über <a href="http://kos-solidarity.com/">Kos Solidarity</a> nach Kos spenden zu können.</p>
<p><em><strong>Du bist vor einigen Jahren ebenfalls nach Griechenland gezogen. Geht es dir auch darum, dich nicht aufgrund deiner privilegierten Situation von den Flüchlingen abzuheben? </strong></em></p>
<p>Mein Umzug nach Griechenland war eine Einwanderung. Ich hatte viele Optionen, ich wollte auswandern, aber ich könnte immer noch zurückgehen, wenn ich wollte. Die Flüchtlinge sind, nun, Flüchtlinge&#8230; Sie laufen vor dem Krieg und vor einem unvorstellbaren Grauen davon, man kann das nicht vergleichen. Ich denke, es gibt da das Problem, oder vielleicht wird es auch von einigen Medien so forciert, die Flüchtlinge Einwanderer zu nennen. Die meisten von denen wollen ihre Heimat gar nicht verlassen, sie kamen nicht nach Europa, um einen guten Job zu bekommen, sich niederzulassen und ein gutes Leben zu führen. Sie wissen nicht einmal, was die Zukunft bringen wird. Sie wissen nur, dass sie keine unmittelbare Zukunft haben in was auch immer für einem kaputten Land, aus dem sie geflohen sind.</p>
<p><em><strong>Wie kam das Line-up der beteiligten Musiker zusammen? Gab es bestimmte Kriterien für die Teilnahme?</strong></em></p>
<p>Nun, das wichtigste Kriterium war, dass sie gut sein sollten. Sie sollten Bands sein, die ich respektiere und, wie ich finde, in einer kohärenten Art zusammen passen. Ich wollte außerdem verhindern, das die Compilation übermäßig lang wird, weswege ich leider ein paar sehr gute Künstler ausschließen musste. Ich hatte die meisten Musiker gefragt, ob sie ein Stück beisteuern könnten, das das Leben der Flüchtlinge oder die Situation allgemein reflektiert.</p>
<p><em><strong>Wie erfolgreich war das Projekt bislang?</strong></em></p>
<p>Für ein digitales Release läuft es wirklich gut, es funktioniert wesentlich besser, als ich erwartet hatte. Natürlich wünschte ich, dass es noch erfolgreicher wäre, aber letztlich bin ich zufrieden mit der bisherigen Resonnanz. Wir hatten schon ein paar Reviews und vor kurzem wurden wir in einem griechischen Radioprogramm namens Dialogos gespielt und vorgestellt, das weltweit sendet.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/naturaewithin.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11768" title="naturaewithin" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/naturaewithin.jpg" alt="" width="720" height="540" /></a></p>
<p><em><strong>Gab es auch kritische Kommentare?</strong></em></p>
<p>Überraschenderweise nicht&#8230; nicht wirklich. Es gab ein paar Künstler, die nicht mitmachen wollten, ohne ihre Gründe zu nennen. Es gab ein paar Magazine und Radiosender, die nie auf unsere Kontaktaufnahme reagiert hatten. Es gibt ein Magazin von fragwürdigem Charakter, bei dem sich ALLE Redakteure geweigert hatten, den Sampler zu besprechen&#8230; auf meine hämische Art fand ich das eher amüsant. Und es sind, was zu erwarten war und zugleich entäuschend ist, vor allem amerikanische Magazine und Radiosender, die für so etwas anscheinend keine Zeit haben. Ob das nun am Thema liegt, oder daran, dass sie einfach keine gute Musik mögen, weiß ich nicht. Ich denke aber, dass sich viele Leute als eher feige erweisen, wenn es darum geht, seine ehrliche Meinung zu sagen, und diese Meinung dann in Frage gestellt werden kann.</p>
<p><em><strong>Wie sehr unterscheidet sich für dich das Leben in deiner alten Heimat in Oklahoma von dem Leben in Südeuropa? Gibt es Auswirkungen auf deine musikalischen Aktivitäten?</strong></em></p>
<p>Je nachdem, worauf man achtet, kann es sehr unterschiedlich, aber auch sehr ähnlich sein. Ich liebe Oklahoma wirklich sehr, aber ich habe letztlich die amerikanische Politik und den Kapitalismus hassen gelernt&#8230; es macht mich nur noch krank. Die Griechen sind (generell) wirklich fantastische Leute. Sie sind nicht paranoid und neurotisch. Sie sind sehr bodenständig und aufgeschlossen. Außerdem besitzen sie eine große Aufgeschlossenheit gegenüber Kunst. Es ist das Ursprungsland unserer Kunst und Philosophie, deshalb wird so etwas hier ernst genommen. In Amerika könnte ich nicht einmal meine Freunde dazu bringen, zu den Shows zu gehen, die ich für lau veranstalte. Hier kommt jeder&#8230; sie gehen auch zu Konzerten, wenn ihnen die Musik nicht einmal gefällt, nur weil es neu und interessant ist. Wir leben zum Beispiel in diesem kleinen Dorf. Wir hatten ein Konzert im älteren Teil des Ortes angekündigt. Es war an einem etwas abgelegenen Platz, und wir hatten nicht viel Werbung dafür gemacht, außerdem war es eher experimentell mit gewissen esoterischen Elementen drin. Wir sagten den Leuten im Dorf, dass sie vielleicht mit der Musik nicht so viel anfangen könnten, aber tatsächlich war das ganze Dorf anwesend! Sogar der Bäcker und seine Familie! Es war unglaublich. So macht es viel mehr Spaß aufzutreten, denn du weißt, dass die Leute kommen&#8230; es ist einfach keine Zeitverschwendung.</p>
<p>Was die gemeinsamen Dinge angeht&#8230; Ich komme von einer kleinen Ackerbau-Stadt in Oklahoma und nun leben wir in einem sehr kleinen landwirtschaftlich organisierten Dorf. Jeder kennt jeden und weiß was er so treibt. Das Wetter ist auch ähnlich. Und die Zeit hat diese merkwürdige Angewohnheit, ganz langsam zu vergehen, wenn sie eigentlich etwas Tempo machen sollte, und zu schnell zu vergehen, wenn sie etwas langsamer verstreichen sollte.</p>
<p><em><strong>Habt ihr viele neue Freunde in Euböa gefunden und betrachtet ihr euch mittlerweile schon als Teil der lokalen Gemeinschaft?</strong></em></p>
<p>Wir haben ein paar Freundschaften geschlossen, aber um ehrlich zu sein, bin ich doch ein ziemlicher Eremit. Was die Teinahme an der Gemeinschaft angeht, ja, ich denke wir sind auf jeden Fall ein Teil unserer Dorfgemeinschaft. Wie gesagt ist es ein sehr kleiner Ort und jeder kennt jeden. Aber wir versuchen auch, an all den lokalen Festivitäten teilzunehmen, und unsere Tochter wurde hier getauft (was den Einheimischen sehr viel bedeutet). Sogar der Priester sagt „hi&#8221; zu uns, wenn er uns herumlaufen sieht.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/z7Q-_lFvxoo" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Sind dein Label AntiClock und dein Projekt The Gray Field Recordings noch richtig aktiv?</strong></em></p>
<p>Ah, genau die Frage&#8230; Ich hatte etwas Angst, dass jemand fragen würde, ob es AntiClock noch gibt, so dass ich mich entscheiden müsste, ob&#8230; Ich bin immer noch nicht sicher. AntiClock ist etwas, worauf ich wirklich sehr stolz und wovon ich zugleich sehr entäuscht bin. Ich kann mich nicht entscheiden, ob es immer noch wirklich notwendig ist. Manchmal scheint es, als ob ich zu viel hineinstecke und viel zuwenig zurückkommt. Ich meine das nicht im Bezug auf Geld&#8230; denn ich hab nie wirklich Geld damit verdient, aber ich meine was die Zufriedenheit betrifft. Verstehst du, was ich meine?</p>
<p><em><strong>Ja..</strong></em></p>
<p>Auf der anderen Seite jedoch sehe ich wirklich keinen Grund, es komplett aufzugeben. Noch nicht. Ein Freund sagte mir letztens, dass Durchhalten das einzige ist, worauf es ankommt.</p>
<p><em><strong>Ich finde, er hat Recht.</strong></em></p>
<p>Gray Field Recordings wird es immer geben, so lange ich lebe, aber ich kann nicht sicher sagen, ob ich jemals noch einmal etwas herausbringen werde. Ich meine, ich arbeite ständig an Songs&#8230; Das braucht allerdings eine Menge Zeit&#8230; und wenn ich dann denke, dass ich genug zusammen habe, und wenn das auch gut zusammen passt und bedeutsam erscheint, werde ich es als Album herausbringen. Ich glaube, ich bin tatsächlich unglaublich faul, was das betrifft.</p>
<p><em><strong>Aber du würdest The Grey Field Recordings nach wie vor als dein Hauptprojekt bezeichnen&#8230;<br />
</strong></em></p>
<p>The Gray Field Recordings ist mein persönlichstes Projekt, so nehme ich dann an, dass es auch mein „Hauptprojekt&#8221; ist, insofern es etwas ist, das ich gar nicht nicht sein kann. The Howling Larsons, Karyae, Black Lesbian Fishermen&#8230; All dies sind Projekte, an denen ich in letzter Zeit ziemlich viel gearbeitet habe, um etwas nach vorn zu bewegen. Ich sehe es nicht so, dass ich The Gray Field Recordings aufgebe, wenn ich Musik mit anderen Bands mache, es ist eher so, dass ich das miteinander vermähle.</p>
<p><em><strong>Wie sehr referiert The Gray Field Recordings wirklich auf die Technik von „field recordings&#8221;? Gibt es da eine Geschichte hiner dem Namen?</strong></em></p>
<p>Es gibt nicht so sehr viele Feldaufnahmen in The Gray Field Recordings&#8230; es gab mehr davon in dem frühen Zeug. Der Name hat nicht so viel mit Feldaufnahmen zu tun, mehr mit einem hypnagogischen Ort&#8230; ein graues Feld&#8230; wenngleich es schon auch ein Spiel mit Ideen war.</p>
<p><em><strong>In vielen Reviews wird deine Musik oft mit Worten beschrieben, die etwas eher Abstraktes implizieren &#8211; surreal, traumartig, soundscapig, ich selbst hab einige Sachen mit Hörspielen verglichen. Das klingt dann immer ein bisschen so, als wäre Folkmusik jenseits einfacher Songstrukturen modern und nicht-traditionell. Stört dich so etwas, oder siehst du dich auch manchmal als Modernisiererin oder Innovatorin?</strong></em></p>
<p>Nein, ich denke nicht, es war nie meine Absicht. Ich kümmere mich auch nicht wirklich darum, als was ich gesehen werden könnte. Es ist wichtig zu wissen, das man nie so wichtig ist. Die Musik, die ich mache, erscheint mir einfach notwendig&#8230; Nicht dass ich denken würde, sie sei wichtig für andere, aber sie ist wichtig für mich, es ist ein Spiel und es kommt einfach so wie es kommt&#8230; Ich könnte Popmelodien spielen, aber wahrscheinlich ziemlich schlechte.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/rloftiss.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11770" title="rloftiss" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/rloftiss.jpg" alt="" width="720" height="540" /></a></p>
<p><em><strong>In deinen folkorientierten Arbeiten gehst du gerne etwas unberechenbarer vor und magst Ecken und Kanten. Denkst du, dass Folk heute oft etwas zu nett und harmlos klingt?</strong></em></p>
<p>Ich kann nicht einmal verstehen, was heute so „Folkmusik&#8221; genannt wird. Es scheint, als würde jedes Arschloch mit einer Akustikgitarre auf einmal Folk spielen. In Wirklichkeit leidet heute die meiste Musik unter der kommerziellen Vorstellung davon, wie Musik zu klingen hat. Die sollten eher unter meiner Vorstellung von dem leiden, wie Musik zu klingen hat! Nein, im Ernst, es ist egal, wie Musik genannt wird. Genrevorstellungen verändern sich die ganze Zeit. Was ich für wichtig halte ist, dass du schreibst, was in dir ist, wenn du Musik schreibst. Die „nette und harmlose&#8221; Musik, denke ich, kommt eher von der Vorstellung, was „sicher&#8221; und konsumierbar ist. Was wirklich schade ist, denn meistens heißt das, dass nur noch stagnierende Musik verbreitet wird&#8230; es ist die Kopie einer Kopie einer Kopie. Musik, die für sich selbst steht, ist Information, und wenn du nur Kopien vorgesetzt bekommst, heißt das letztlich, das nichts rüberkommt. Es ist nur immer wieder die gleiche Message. Labels, Musiker und Hörer sollten musikalisch einfach mehr riskieren. Manche der schönsten und wichtigsten Musik ist immer noch begraben in der Obskurität.</p>
<p><em><strong>Hat Avantgarde-Musik (in einem breiteren Sinne inklusive Psychedelia, Krautrock etc.) in deiner musikalischen Sozialisation eine Rolle gespielt?</strong></em></p>
<p>Ja, aber solche Sachen kamen bei mir viel später. Ich fing zuerst nur an, mit Sounds herumzuspielen, weil mein Vater damals Toningenieur war. Er brachte mir bei, wie man Tonbänder zusammenklebt und Sachen rückwärts aufnimmt. Dann war da mein Bruder, der sich sehr für Punkmusik interessierte (Black Flag, The Ramones, Circle Jerks), und ich liebte alles, was er liebte. Er spielte Gitarre, und so wollte ich auch Gitarre spielen. Mein Großvater spielte ebenfalls Gitarre. Er machte dreckige Folksongs und ich liebte ebenfalls alles, was er machte. So nahm ich dann ein bisschen Gitarrenunterricht. Dann spielte mir mein Onkel das Album „Better An Old Demon Than A New God&#8221; vor, als ich gerade dreizehn war. Es war eine Compilation, die Giorno Poetry Systems herausbrachten, und es waren William Burroughs, Lydia Lunch und Psychic TV drauf. Es war Psychic TV, die ich gerade zum ersten mal hörte, und ich dachte „wow, das ist etwas großartiges!&#8221; und von da an ging alles seinen Gang. Ich gründete meine erste Band mit fünfzehn, sie hieß J.U.N.K. Wir machten Punk oder auch Experimentelles, worauf wir gerade Lust hatten. Wir konnten keine Instrumente richtig spielen, aber wir wussten, wie man Sounds macht, und so machten wir Sounds auf die bestmögliche Art und hatten großen Spaß dabei. Ich denke, das mache ich noch immer so.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/A3-tTvqGQio" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Mit deinem Ehemann Alan betreibst du die Band Howling Larsens und zusammen mit einigen griechischen Musikern habt ihr die Black Lesbian Fishermen gegründet. Was kannst du uns über die Hintergründe dieser Gruppen sagen? Wird es mit den Fishermen weiterhin Releases geben? </strong></em></p>
<p>The Howling Larsons ist unser eher folkorientiertes Projekt. Das war anfangs gar nicht so vorgesehen, aber irgendwie führte es genau dahin. Wir kannten uns schon sehr lange, so dass es einfach Sinn machte, zusammen Musik aufzunehmen. Anfangs fragte Alan nur, ob ich etwas zu Temple Music beitragen würde und ich fragte ihn, ob er an ein paar Tracks von The Gray Field Recordings mitmachen wollte, und auf einmal hatten wir ein paar Songs, die weder zu dem einen, noch zu dem anderen Projekt passten, und so fingen wir an, zusammen als The Howling Larsons zu spielen.</p>
<p>The Black Lesbian Fishermen&#8230; ursprünglich war das ein Projekt von Nikos Fokas and Alan. Ich beteiligte mich dann später an dem Beutezug zusammen mit Stratis Sgourellis unserem Quoten-Lesbier. Wir machen hauptsächlich improvisierte experimentelle Musik, die eine Menge Ritualmagie enthält. Für mich ist es eine große Entlastung, ich werde unglaublich nervös, wenn ich etwas aufführe, aber das Improvisieren gibt mir genug Freiraum, so dass ich nicht solche Angst haben muss, es zu versauen. Wir werden hoffentlich bald neue Alben mit beiden Projekten aufnehmen, und planen außerdem einige Liveshows diesen Mai.</p>
<p><em><strong>Auf dem Debüt der Black Lesbian Fishermen sprichst du einen Text von Crowley aus dem Umfeld seines kurzlebigen Lamp of the Invisible Light-Ordens. Wenn Crowley erwähnt wird, geht es oft um seine Skandale und Provokationen, und immer noch wird er fälschlicherweise als „satanisch&#8221; abgestempelt. Auf der anderen Seite gibt es nicht wenige Versuche, seine Theorien und Praktiken im Kontext einer „seriösen&#8221; Spiritualität und Psychologie zu betrachten. Wie wichtig ist das Okkulte für dein Leben und für deine Musik?</strong></em></p>
<p>Das Okkulte generell ist sehr wichtig in meinem Leben und meinen Arbeiten&#8230; es gibt da eine Menge Rituelles vermischt mit ein bisschen Absurdität. Was Crowley angeht&#8230;er war ein verrückter, manipulativer Bastard, aber er hatte Momente, in denen seine Schriften nett (wenn auch etwas pompös) waren. Er war wichtig für mich, als ich jünger war und dem Mysterium des Okkulten erlegen war, und Crowley war einfach der am ehesten zugängliche. Ich denke nicht, dass seine Arbeiten seriöse Spiritualität sind, aber ich sehe, dass einige Leute seriöse Spiritualität aus seinem Werk zu ziehen verstehen.. zum Beispiel Israel Regardie, Lon Milo DuQuette, Robert Anton Wilson (wenn auch indirekt durch Regardie). Aber ich mag den Gedanken, dass man Spiritualität auf der Rückseite einer Cerealienbox finden kann&#8230; es zählt nicht, woher es kommt, alles was zählt, ist was es für dich bedeutet.</p>
<p><em><strong>Wie wird das neue Howling Larsens-Album werden und was denkst du, wann es herauskommen wird?</strong></em></p>
<p>Wir spielen mit der Idee, ein Album mit Folk-Covers zu machen mit Songs über den Tod. Aber das steckt alles noch in den Kinderschuhen, und wir sind noch nicht wirklich sicher, in welche Richtung es letztlich gehen wird. Ich hoffe, wir haben es zum Ende des Jahres fertig. Ich muss einfach meinen Hintern hochkriegen. Alan ist ein wirklich guter Musiker und schreibt die ganze Zeit über an nuen Songs. Ich finde es etwas schwieriger, dran zu bleiben.</p>
<p>(U.S./A. Kaudaht)</p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/grayfieldrecordings/">The Gray Field Recordings @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/howlinglarsons">Howling Larsons @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/groups/1482851371926368/">Black Lesbian Fishermen @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/Temple-Music-256212474409378/">Temple Music @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://inthecitiesofyoureyes.bandcamp.com/releases">In The Cities Of Your Eyes @ Bandcamp</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://anticlock.greedbag.com/">AntiClock Records</a></strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/THmMb-WnfsQ" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
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		<title>If you’re writing music, you write what’s inside of you. Interview with musician and curator R. Loftiss</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2016 07:11:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[You&#8217;re a very passionate person in the field of music and often busy with several things at the same time. Which are the things youre focused on right now? Right now I&#8217;m working with Lizi Bates in our new band &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/12/if-you%e2%80%99re-writing-music-you-write-what%e2%80%99s-inside-of-you-interview-with-musician-and-curator-r-loftiss/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/gray-field-recordings.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-11766" title="gray-field-recordings" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/gray-field-recordings.jpg" alt="" width="255" height="170" /></a>You&#8217;re a very passionate person in the field of music and often busy with several things at the same time. Which are the things youre focused on right now?</strong></em></p>
<p>Right now I&#8217;m working with Lizi Bates in our new band Karyae. I&#8217;m also working with my husband on a new Howling Larsons album. As for The Gray Field Recordings, it&#8217;s a very slow process, and never far from my mind but not something that I find easy to do.</p>
<p><em><strong>What can you tell us about the main ideas and motivations for curating the charity compilation &#8220;In The Cities Of Your Eyes&#8221;? Was there a certain experience that gave an impulse to it?</strong></em></p>
<p>Well, yes&#8230; we kept seeing the news about what was happening and it kept getting worse and worse. Then the images of children washing up was nightmarish. I thought,&#8217;I have to do something. This is happening right here, now&#8217;. But I have a baby and I can&#8217;t bring her with me to the islands and I can&#8217;t leave her. We don&#8217;t have a lot of money we could donate, so what could I do? Well, I have music. There is that. So, I decided that maybe I could use that to raise money and awareness. My music isn&#8217;t well-known and I&#8217;ve never made any money by it, so I thought it would be best to bring in some better-known musicians and some lesser known musicians. The idea was to make something that was real, heartbreaking, and intense because that&#8217;s what the situation is&#8230; no &#8216;We Are The World&#8217; crap&#8230; nothing trite.</p>
<p>The Greeks are incredible because they&#8217;re doing this out of kindness and, I say this with the utmost respect, out of their Greekness. There is no way Greeks would let these people just suffer or die on their shores. But the Greeks are going through a horrible economic crisis right now. This has been and is really hard on them, they have nothing and are still doing their damndest to help the refugees. So, the Greek islands seemed the most logical place to donate to and dedicate our album to.</p>
<p><em><strong>Which organisations are involved?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/inthecitiesofyoureyes.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11767" title="inthecitiesofyoureyes" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/inthecitiesofyoureyes-298x300.jpg" alt="" width="298" height="300" /></a>Matina Katsevelli, who is a Goddess, or a saint of the Leros camp has contributed beautiful photos for the album. We were given stories from camps in Leros, Lesvos, and Samos. Graeme Swinton did all of the graphic design and the cover photo and the layout of the entire thing which came out perfectly.</p>
<p>As for who we&#8217;ve donated to&#8230; we&#8217;ve been able to send donations to <a href="http://gogetfunding.com/help-the-refugees-in-samos">Help the Refugees in Samos, Greece</a>, <a href="https://www.facebook.com/Leros-Solidarity-Network-Team-UK-1477725875863752">Leros Solidarity Network</a>, and to Chios (via <a href="http://uareuk.com">UAREUK</a>).</p>
<p>We hope to be able to donate to Lesvos via<a href="http://www.lighthouserelief.org/"> Lighthouse Relief</a> and/or <a href="http://www.seaofsolidarity.org/">Sea of Solidarity</a>. We also hope to help out <a href="http://kos-solidarity.com/">Kos via Kos Solidarity</a>.</p>
<p><em><strong>You also migrated to Greece a couple of years ago, so do you also feel the refusal to distinguish yourself due to the privileged situation of you own migration? </strong></em></p>
<p>My move to Greece was an immigration. I had many choices, I wanted to leave but can still go back to where I came from. The refugees are well, refugees&#8230; they are running from war and horrors unimagineable. There is no comparison. I think there&#8217;s a problem, or perhaps it is intentionally manipulative of the media, in calling the refugees immigrants. Most of them didn&#8217;t want to leave their homes, they didn&#8217;t come to Europe to get an easy job, settle down and live out their lives. They don&#8217;t even know what the future holds. They only know they have no immediate future in whichever entirely fucked country they&#8217;re fleeing from.</p>
<p><em><strong>How did the line-up of contributing musicians come togegher? Were there any notable criteria for paticipation?</strong></em></p>
<p>Well, the notable criteria was that they had to be good. They needed to be bands I respected and, I felt, fit together in a cohesive way. I also didn&#8217;t want the compilation to be overwhelmingly long so there were some very good artists I had to, unfortunately, turn down. I asked most of the musicians if they could do a new piece that reflected the plight of the refugees or the situation.</p>
<p><em><strong>How successful has the project been so far?</strong></em></p>
<p>It&#8217;s done really well for a digital release, I think. It&#8217;s done a bit better than I expected it to. I, of course, would like to see it do even more but I&#8217;m pleased with how it has been received so far. We&#8217;ve had quite a few reviews and were recently played and featured on a Greek radio program, Dialogos, which is syndicated all over the world.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/loftisstop.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11765" title="loftisstop" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/loftisstop.jpg" alt="" width="657" height="493" /></a></p>
<p><em><strong>Have there also been critical comments?</strong></em></p>
<p>Surprisingly, no&#8230; not really. There were a few artists that didn&#8217;t want to participate without stating their reasons. There have been a few zines and radio stations that never responded to submissions. There is one zine, of questionable character, in which ALL of the reviewers have refused to review it&#8230; in my own impish way I find that kind of amusing. And it is, expectedly and disappointingly, mostly American zines and radio stations that don&#8217;t seem to have time for it. Though, whether that&#8217;s because of the subject matter or simply because they don&#8217;t like good music, I have no idea. I think people become sort of cowardly when it comes to stating what they really believe when their beliefs can be called into question.</p>
<p><em><strong>How strong did you experience the difference living in your native Oklahoma and your new place in Southern Europe? How did your approach to music activities change?</strong></em></p>
<p>It is very different and very much the same in some ways. I love Oklahoma but I really have kind of grown to hate American politics and capitalism&#8230; it all makes me kind of sick. The Greeks (in general) are really fantastic people. They aren&#8217;t paranoid and neurotic. They&#8217;re very down to earth and accepting. They&#8217;re also very appreciative of art. This is the motherland of art and philosophy so it&#8217;s taken seriously here. In America, I couldn&#8217;t even get my friends to go out to shows I put on for free. Here, everyone goes&#8230; they go to shows of music they might not even like. Just because it&#8217;s new. For example, we live in this really small village. We put on this show in the older part of the village. It was in a kind of out-of-the-way place and it wasn&#8217;t advertised a huge amount. Also, it was an experimental show with some kind of esoteric elements to it. We told the people in the village that they probably wouldn&#8217;t be into the music and the entire village showed up for it anyway! Even the baker and his family! It was incredible. So, it&#8217;s nicer to do live shows, in a way, because you know people will show up&#8230;it won&#8217;t just be a waste of time.</p>
<p>As for how things are the same&#8230; I come from a small agricultural town in Oklahoma and we&#8217;re now living in a very small agricultural-based village. Everyone knows everyone else and what everyone else is up to. The weather is very similar, too. And time has a strange habit of slowing down when you don&#8217;t want it to and going by too fast when you need it to slow down.</p>
<p><em><strong>Have you made many friends in Evia and regard yourselves now already as part of the local community?</strong></em></p>
<p>We&#8217;ve made a few friends but quite honestly, I&#8217;m mostly a hermit. As for being a part of the community, I think we are definitely part of our village community. As I said, it&#8217;s a very small village and everyone knows eachother. But we also try to attend all the local festivals and our daughter was baptised here (which is a huge deal to the village Greeks).The priest even says &#8216;hi&#8217; to us when he sees us walking around.</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/z7Q-_lFvxoo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em><strong>Are AntiClock and The Gray Field Recordings still active?</strong></em></p>
<p>Ah, the question&#8230; I was afraid someone would ask if AntiClock was still active and I&#8217;d be forced to decide if it is&#8230; I&#8217;m still not sure. AntiClock is something I&#8217;m really proud of and consistently disappointed by. I can&#8217;t decide if it&#8217;s really necessary anymore. Sometimes it seems I put too much into it and there&#8217;s just not enough return. I don&#8217;t mean monetarily&#8230; because it&#8217;s never made money but I mean satisfyingly. Do you understand?</p>
<p><em><strong>Yes..</strong></em></p>
<p>However, I don&#8217;t see any reason in letting it go entirely. Not yet. A friend once told me that persistance is all that matters.</p>
<p><strong><em>I think your friend is right.</em></strong></p>
<p>Gray Field Recordings will always be active as long as I&#8217;m alive but I can&#8217;t say for sure that I&#8217;ll ever come out with anything again. I mean, I&#8217;m always working on songs&#8230; they just take a really long time&#8230; and then when I think I have enough and they kind of fit together, cohesivly, in a kind of era of meaning then I&#8217;ll release it as an album. I guess I&#8217;m incredibly lazy about it, actually.</p>
<p><em><strong>ls there something like a main music project of yours?</strong></em></p>
<p>The Gray Field Recordings is the most personal project so, I suppose, it&#8217;s &#8216;the main project&#8217; as in regards to being a thing I can&#8217;t not be. The Howling Larsons, Karyae, Black Lesbian Fishermen&#8230; those are all projects I&#8217;ve been working with quite a bit lately but, to put it into perspective&#8230; I don&#8217;t see myself as abondoning The Gray Field Recordings by doing music in the other bands so much as marrying The Gray Field Recordings to them.</p>
<p><em><strong>How much does The Gray Field Recordings really refer to the practice of &#8220;field recording&#8221;? Is there any story behind the chosing of the name?</strong></em></p>
<p>There&#8217;s not a huge amount of field recording in The Gray Field Recordings&#8230; there was more in the earlier stuff. The name actually has not so much to do with field recording, more to do with a hypnagogic place&#8230; a gray field&#8230;though it was kind of a play on ideas.</p>
<p><em><strong>In reviews to this and other projects of yours, you can ofte read terms like dreamlike, soundscapish and surreal, I have to confess that I often used the word &#8220;radio play&#8221;. This sometimes sounds as if folkish music beyond simple song structures is modernist and non-traditional. Are you uncomfortable with that or do you see yourself also a bit as a moderniser or innovator?</strong></em></p>
<p>No. I don&#8217;t think so. It&#8217;s never been my intent. I don&#8217;t really care what I&#8217;m seen as. It&#8217;s important to know you&#8217;re never so important. The music I do just seems necessary&#8230; not that I think it&#8217;s necessary for others to hear but necessary for me to do, it&#8217;s play, and it comes out the way it comes out&#8230;  I could be writing pop tunes, only doing it very badly.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/rloftiss.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11770" title="rloftiss" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/rloftiss.jpg" alt="" width="720" height="540" /></a></p>
<p><em><strong>In your folk oriented works you show an affinity to an edgier and rather unpredictable sound. Do you think that folk music is often too neat and harmless nowadays?</strong></em></p>
<p>I can&#8217;t even understand what they call &#8216;folk music&#8217; nowadays. It&#8217;s like any asshole with an acoustic guitar is suddenly writing folk. In fact, most music is suffering from this commercial idea of what music should sound like. They should be suffering from my idea of what music should sound like! No, really, it doesn&#8217;t actually matter what music is called. Genre ideals change all of the time. What I think is important is that if you&#8217;re writing music, you write what&#8217;s inside of you. The &#8216;neat and harmless&#8217; music, I think, comes from an idea of what is &#8216;safe&#8217; and consumable. Which is really too bad because mostly that means the music that is propogated is stagnant&#8230; it&#8217;s a copy of a copy of a copy. Music, in it&#8217;s own right, is information and when you get copies it means nothing is really being passed on. It&#8217;s just the same message over and over. Labels, musicians and listeners should take more musical risks. Some of the most beautiful and important music is still buried in obscurity.</p>
<p><em><strong>Did avantgarde music (in a broader sense including also psychedelia, krautrock, etc.) play a role in your creative coming of age?</strong></em></p>
<p>Yes, but, I think some of those not until much later. I first just started playing with sounds because my father, at the time, was a sound engineer. He taught me to splice tapes and record things backwards. Then there was my brother who was really into punk music (Black Flag, The Ramones, Circle Jerks) and I loved everything he loved. He played guitar so I wanted to play guitar. My grandfather also played guitar. He made up raunchy folk songs and I also loved everything he did. So I took guitar lessons for a bit. Then my uncle introduced me to the album &#8216;Better An Old Demon Than A New God&#8217; when I was 13. It was this compilation put out by Giorno Poetry Systems. It had William Burroughs, Lydia Lunch, and Psychic TV on it. It was Psychic TV that I first heard and thought &#8216;wow, that&#8217;s something awesome!&#8217; and it was all downhill from there. I started my own band when I was 15. It was called J.U.N.K. We did punk/experimental/whatever we felt like. We didn&#8217;t know how to play any instruments but we knew how to make sounds so we made sounds the best way we could and had a lot of fun doing it. I guess, I&#8217;m still doing that.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/A3-tTvqGQio" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>With your husband Alan you formed Howling Larsens and together with Greek musicians the Black Lesbian Fishermen. What can you tell us about the background of these groups? Do you Plan further releases with the fishermen? </strong></em></p>
<p>The Howling Larsons is our more folk-oriented project. It didn&#8217;t start off that way intentionally, it&#8217;s just how it&#8217;s kind of ended up. We&#8217;ve known eachother for a long time so it only made sense that we start doing music together. Initially, Alan asked that I do some stuff on some Temple Music tracks and I asked him to work with me on some Gray Field Recordings tracks and then there were some songs that just didn&#8217;t belong to either project so we started working together as The Howling Larsons.</p>
<p>The Black Lesbian Fishermen&#8230; that was initially a project of Nikos Fokas and Alan. I joined in the foray along with Stratis Sgourellis (our token Lesbian) later on. We do mostly improvised experimental music that involves a lot of ritual magic. It&#8217;s a great release, for me, I get incredibly nervous when I perform live so doing something improv gives me enough freedom to not be so afraid of fucking up. We&#8217;re hoping to record new albums for both bands soon and plan on doing some live shows in May this year.</p>
<p><em><strong>On the debut of Black Lesbian Fishermen you quote a text by Crowley, that he wrote for his short living order Lamp of the Invisible Light. Mostly when Crowley is mentioned it is more about the scandals and provocations he did, and he&#8217;s still often falsely regarded as &#8220;satanic&#8221;. On the other hand there are also quite many attempts to treat his theories and practices in the context of &#8220;serious&#8221; spirituality and psychology. How important are such occult aspects for your life and work?</strong></em></p>
<p>The occult, in general, is very important to my life and work&#8230; there&#8217;s a lot of ritual mixed with a bit of absurdity. As for Crowley&#8230;he was a  crazy, manipulative bastard but he had moments where his writing was kind of nice (if a bit pompous). He was important to me when I was younger because I was wooed by the mystery of the occult and Crowley just happens to be the most accessible. I don&#8217;t think his work is serious spirituality, however, I can see some people got some serious spirituality from his works.. such as Israel Regardie, Lon Milo Duquette, Robert Anton Wilson (even if indirectly through Regardie). But, I like to think, one can find spirituality on the back of a cereal box&#8230; it doesn&#8217;t matter where it comes from, all that matters is what it means to you.</p>
<p><em><strong>How is the new Howling Larsens album going to be and when do you think will it be released?</strong></em></p>
<p>We&#8217;re toying with the idea of an album of folk covers of songs about death. But it&#8217;s still in its infant stages so we&#8217;re not really sure what direction it will actually take. I hope we&#8217;ll have it done before the end of the year. I just have to get my ass in gear. Alan is a really good musician and writes songs all of the time. I find it somewhat harder to keep up.</p>
<p>(U.S./A. Kaudaht)</p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/grayfieldrecordings/">The Gray Field Recordings @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/howlinglarsons">Howling Larsons @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/groups/1482851371926368/">Black Lesbian Fishermen @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/Temple-Music-256212474409378/">Temple Music @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://inthecitiesofyoureyes.bandcamp.com/releases">In The Cities Of Your Eyes @ Bandcamp</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://anticlock.greedbag.com/">AntiClock Records</a></strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/THmMb-WnfsQ" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
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		<title>BLACK LESBIAN FISHERMEN: ectopic apiari</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/12/12/black-lesbian-fishermen-ectopic-apiari/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2015 00:26:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom Namen her stapeln die Black Lesbian Fishermen zunächst einmal ziemlich hoch, denn von den vier Bandmitgliedern ist nur einer wirklich lesbisch, nämlich der Bassist Stratis Sgourellis, der auf der Insel Lesbos zur Welt kam und dort lebte, bis er &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/12/12/black-lesbian-fishermen-ectopic-apiari/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/11/BLFcover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11306" title="BLFcover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/11/BLFcover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vom Namen her stapeln die Black Lesbian Fishermen zunächst einmal ziemlich hoch, denn von den vier Bandmitgliedern ist nur einer wirklich lesbisch, nämlich der Bassist Stratis Sgourellis, der auf der Insel Lesbos zur Welt kam und dort lebte, bis er sich an einer Uni in Padmos einschrieb. Der Rest des Quartetts ist entweder auf dem griechischen Festland oder auf der Insel Euböa unterwegs, zu allem Überfluss sind die vier nicht einmal durchgehend männlich, auch wenn die einzige Frau an Bord ihren Namen dezent mit R. abkürzt. Doch nur soviel zur &#8211; um im Bildbereich griechischer Geografie zu bleiben<span id="more-11305"></span> &#8211; Korinthenkackerei, der Name ist natürlich großartig, von der seltsamen folkigen Ritualmusik, die unter diesem Namen fabriziert wird, ganz zu schweigen.</p>
<p>Die Black Lesbian Fishermen, kurz BLF, sind u.a. auch eine weitere Band des Briten Alan Trench, der schon vor Jahren seine Zelte in Griechenland aufgeschlagen hat, und seiner Frau Rebecca Loftis &#8211; ihn kennt man von zahlreichen Bands wie Orchis, Cunnan, Temple Music und 12000 Days, sie v.a. durch ihr Projekt Grey Field Recordings, ihr gemeinsames Duo sind die Howling Larsens. Neben ihnen und dem lesbischen Bassisten ist noch der Keyboarder Nikos Fokas mit von der Partie, mit dem er zusammen in der Psych-Combo Vault of Blossomed Ropes spielt.</p>
<p>Mehr als in ihren anderen Bands loten die Musiker hier die experimentelle Seite archaischer, folkloristischer Klänge aus, lenken ihre psychedelische Mischung aus akustischen und dezent elektronischen Elementen in eine soundscapige Richtung, und es ist interessant, wie sehr man gerade in den etwas anstrakteren Momenten eine Nähe zu Orchis ausmachen kann. Beim Opener &#8220;Lignite Light&#8221;, das hier als Livemittschnitt aus dem Athener Six D.O.G.S.-Club enthalten ist, finden sich solche Anklänge in den hintergründig dröhnenden Gitarrenfeedbacks, die unmissverständlich Alans Handschrift tragen. Dem tagträumerischen Modus, der anfangs noch sehr nach Fischeridyll klingt, geben sie eine rauere Note.</p>
<p>Erst bei den folgenden Stücken tritt das Rituelle, um nicht zu sagen Okkulte deutlicher ins Zentrum des Geschehens, der Titel &#8220;LiL&#8221; referiert auf den vom noch jungen Aleister Crowley gegründeten Orden Lamp of the Invisible Light, und selbstredend entstammt der geflüsterte Text, der sich über undefinierbaren organischen Loopsounds ausbreitet, dem Werk des Magus. Das dröhnende &#8220;Ragged Ritual&#8221; ist von flächiger Machart, und die Magie, die das leicht nach Cembalo klingende Keyboaddrone und die wenigen Fingerpickings zusammen mit Loftiss&#8217; entrückter Rezitation entfaltet, beeindruckt so sehr, dass ich nicht einmal um einen Vergleich mit Current 93s &#8220;The Cloud of Unknowing&#8221; verlegen bin.</p>
<p>Die zweite Seite ist ein gutes Stück heterogener ausgefallen: Während &#8220;White Reptiles&#8221; verstaubte Elektronica mit verhunzten Textzitaten aus Disney&#8217;s Peter Pan &#8211; &#8216;Never Smile At A Crocodile&#8217; &#8211; zum besten gibt, erblickt mit dem zweiten Livetrack &#8220;All in the Green&#8221; ein älteres Temple Music-Stück erneut das Licht der Welt und inkarniert als trippige Rockballade. Fast kosmisch endet die Platte mit dem ambienten &#8220;Ice&#8221;.</p>
<p>Für Kenner der Arbeiten von Rebecca Loftiss und Alan Trench enthält das Album einiges an Wiedererkennungswert, und es ist interessant, wie sehr die BLF in die Lücke zwischen ihren songorientierteren Projekten und den eher experimentellen Arbeiten als Howling Larsens passt, und mit ihrem okkulten Grundtenor doch weit mehr sind als nur ein missing link. Selbstredend ist dies auch der Verdienst von Fokas und Sgourellis, deren Namen hierzulande noch recht unbekannt sind. Ich habe ohnehin den Eindruck, dass im griechischen Musikunderground so einiges im Gange ist, das allerdings &#8211; sei es aufgrund mangelnder gesamteuropäischer Verbindungslinien, sei es aufgrund geringer lokaler Infrastrukturen, sei es vielleicht auch aufgrund etwaiger Unsicherheiten ob des Wertes eigener Subkulturen &#8211; kaum bis in unsere Breiten durchdringt. Dass die lesbischen Fischer auch da einiges in Gang bringen können, ist ein weiterer Teil ihres Potentials. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Crypthantus</strong></p>
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