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	<title>African Paper &#187; Susannah Rooke</title>
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		<title>DENIS FRAJERMAN: Macau Peplum</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2021 03:36:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Denis Frajerman]]></category>
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		<description><![CDATA[Denis Frajermans Karriere als Musiker und Komponist reicht bis in die frühen 90er zurück, unseren Lesern sollte seine Musik spätestens seit seinem zweigeteilten Album &#8220;Wasteland/Lawrence of Arabia&#8221; bekannt sein, dass vor knapp zwei Jahren erschien und ein musikalisches Panorama zwischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/01/23/denis-frajermann-macau-peplum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/denisfrajermannmacaupeplum.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23740" title="denisfrajermannmacaupeplum" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/denisfrajermannmacaupeplum-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Denis Frajermans Karriere als Musiker und Komponist reicht bis in die frühen 90er zurück, unseren Lesern sollte seine Musik spätestens seit seinem zweigeteilten Album &#8220;Wasteland/Lawrence of Arabia&#8221; bekannt sein, dass vor knapp zwei Jahren erschien und ein musikalisches Panorama zwischen Kammermusik, Lesung und cinematischer, leicht orientalisch angehauchter Musik präsentierte. Ich halte den ersten Teil immer noch für eine der besten musikalischen T.S. Elliott-Interpretationen.<span id="more-23738"></span></p>
<p>Das vor einigen Monaten wiederveröffentlichte &#8220;Macau Peplum&#8221; erschien erstmals Ende der 90er, einige der Tracks wurden noch früher, kurz nach der Auflösung von Frajermans Band Palo Alto geschrieben. Im Unterschied gerade zur eher gediegenen Elliott-Vertonung offenbart dieses Album (auch) die exzentrischere Seite seiner Musik. Ein verbindendes Element ist das große Aufgebot an klassischen Instrumenten und anderen, meist elektronischen Klangerzeugern.</p>
<p>Spannungsgeladenes Zupfen und Kratzen auf zweckentfremdeten Saiten eröffnet das Werk, ratternde und rumpelnde Perkussion und ein undefinierbares Quietschen kommen hinzu, doch was sich zur rasenden Noise-Orgie steigern könnte wird zur Kulisse für die ernste, stimmungsvolle Rezitation von Susannah Rooke, die auch den Elliott-Text auf dem neueren Album liest und hier einen Textauszug des Science Fiction-Autors Jacques Barbéri vorträgt. Doch die Instrumente geben den vorderen Bühnenraum keineswegs komplett frei, Ethnodrums und Streicher, die an eine orientalischere Variante der Arbeiten Petr Vastls erinnern, sorgen für Spannung, und nicht erst das hysterische Bellen am Ende des Openers lässt an die Nurse With Wound der &#8220;Sucked Orange&#8221;-Phase denken.</p>
<p>In all dem hält &#8220;Macau Peplum&#8221;, was sein Auftakt verspricht und entpuppt sich als echte Wunderkammer an schrägen, quirligen und manchmal auch bedrohlich klingenden Einfällen: Rollende Trommelwirbel und gelegentliche Freakouts geben den Takt vor für die gehetzten Schritte, die an eine panische Flucht erinnern &#8211; ein Eindruck, der durch die asiatisch anmutenden Instrumentalsounds nicht veschwindet und durch eine aufgebracht schreiende Sopranistin vollends untermauert wird. Gehetztes Hecheln und seltsames Klicken und Rasseln wollen so gar nicht zu dem lasziven Saxophon passen, das sich in die Szenerie drängt wie ein nonchalanter Kommentar (und im übrigen von keinem geringeren als dem Schriftsteller Barbéri gespielt wird, der hier seiner zweiten Leidenschaft fröhnt). Rituelle Perkussion bringt eine noisige Quietsch-Orgie zum schweigen und macht später den Weg frei für dramatische Bläserparts. Kuhglocken und brummende Motoren bilden den Hintergrund für Rezitation und mehrstimmigen Gesang.</p>
<p>Den Abschluss bildet das knapp zwanzigminütige &#8220;Le Voyeur&#8221;, das bereits in der Originalfassung als eine Art Bonus gehandelt wurde und sich bedächtig von dunklem Dröhnen zu einem kabarettartigen Marionettentanz im Walzertakt steigert &#8211; ein episches Finale einer großartigen Platte, die hierzulande sichr noch auf ihre Entdecker wartet und die mehr sein kann als ein interessanter Geheimtipp. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Klanggalerie</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2804068222/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>DENIS FRAJERMAN: Wastelands / Lawrence of Arabia</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Apr 2019 04:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Amon Düül II]]></category>
		<category><![CDATA[Denis Frajerman]]></category>
		<category><![CDATA[Klanggalerie]]></category>
		<category><![CDATA[Lawrence of Arabia]]></category>
		<category><![CDATA[Minimal Compact]]></category>
		<category><![CDATA[Susannah Rooke]]></category>
		<category><![CDATA[T.S. Eliot]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist vielleicht kein Zufall, dass die vorliegenden Aufnahmen das Licht der Öffentlichkeit in einem April erblickt haben, dem &#8220;cruellest month&#8221;, der Blumen aus noch toter Erde sprießen lässt und mit seinem Zusammenprall aus Erinnerung und Begehren, aus Morbidem und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/04/27/denis-frajerman-wastelands-lawrence-of-arabia/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/04/wastelandlawrenceofarabia.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17540" title="wastelandlawrenceofarabia" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/04/wastelandlawrenceofarabia-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es ist vielleicht kein Zufall, dass die vorliegenden Aufnahmen das Licht der Öffentlichkeit in einem April erblickt haben, dem &#8220;cruellest month&#8221;, der Blumen aus noch toter Erde sprießen lässt und mit seinem Zusammenprall aus Erinnerung und Begehren, aus Morbidem und Vitalem immer wieder empfindsame Gemüter verstört. Mit dieser Beschreibung beginnt T.S. Eliots 1922 veröffentlichtes Langedicht <em>The Waste Land</em>, eine der düstersten Bestandsaufnahmen der Moderne und des verwüsteten Europa nach dem Ersten Weltkrieg. <span id="more-17539"></span></p>
<p>In seinen über vierhundert Versen, die reich an biblischen, mythologischen und historischen Referenzen sind und gerade deshalb umso mehr wie ein Haufen zerbrochener Bilder anmuten, findet sich ein tragischer, bei genauem Hinsehen durchaus feierlicher Ton, der aber &#8211; teilweise auf den Einfluss von Eliots Freund und Dichterkollege Ezra Pound zurückgehend &#8211; ganz ohne sentimentalen Schwulst auskam und damals in seiner Trockenheit avantgardistisch wirkte.</p>
<p>Auch diesem Aspekt trägt der französische Komponist Denis Frajerman Rechnung in seiner Hommage an den Text, den er im hier umgesetzten Libretto in Auszügen vertont. Wie ein Mantel legt sich ein Ensemble klassischer Instrumente um die Stimme Susannah Rookes, die mit ihrer auf den ersten Blick introvertierten, tatsächlich aber kraftvoll-stoischen Stimmarbeit den spröden Charakter des Textes betont und Bildern von &#8220;fear in a handfull of dust&#8221; und &#8220;broken fingernails of dirty hands&#8221;, von &#8220;feeling neither living nor dead&#8221; gerade deshalb eine besondere Eindringlichkeit gibt. Dabei gerät ihr Vortrag keineswegs monoton und eindimensional, und in besonders emotionalen Passagen weiß ihre Stimme erschöpft und heiser zu klingen oder erlaubt sich einen leicht aggressiven Unterton. Die meist vom Cello bestrittenen Auftakte, die bisweilen einem Trauermarsch ähnelnde Perkussion, das hypnotische Finger Picking auf der Gitarre, die klagenden Violinen und helle Kleckse des Sopran-Saxophons &#8211; all dies ist keineswegs Kulisse, tritt vielmehr mit Rookes Rezitation in einen vielstimmigen Dialog.</p>
<p>Die vier auf <em>The Waste Land</em> basierenden Tracks hätten von der Dauer her allenfalls für eine EP gereicht, doch Frajerman kann aus einem üppigen Pool an Stücken schöpfen, die alle in den letzten Jahren für Compilations eingespielt wurden und so quasi einen doppelt so langen Anhang bilden. Da sich aus seinem Interesse an orientalischen Melodien und Rhythmen automatisch ein roter Faden ergab, benannte er den zweiten Teil der CD nach David Leans berühmtem Film <em>Lawrence of Arabia</em>.</p>
<p>Mit minimalen Klavierakkorden, rasselnden Takten und den mystisch verwehten Violinparts von Claude Chalhoub entstanden mit dem Minimal Compact-Cover &#8220;Clock Bird&#8221; und &#8220;Express&#8221; zwei Stücke, bei denen man denken könnte, die italienischen Stoner-Orientalisten La Piramide Di Sangue hätten sich an den kaukasischen Folkkompositionen von Gurdjieff und De Hartmann versucht. Aus dem immer noch heterogenen Sammelsurium stechen einige Tracks heraus, so das episodiche Klagelied &#8220;Captain Nemo&#8217;s Death&#8221; oder das kurze Interludium &#8220;Nostalgy&#8221;, dessen von smoothem Saxophonspiel begleitete spanische Gitarren an Matt Elliott denken lassen. Oder das dramatische &#8220;Rainbow Sky Abessinian&#8221;, über dessen klagenden Steichernparts eine unheimliche Stimme ins Ohr flüstert, das anrührende Cembalo-Stück &#8220;Choleoptia&#8221; und das Amon Düül II-Cover &#8220;Wie der Wind am Ende einer Straße&#8221;, die beide gut in einen Gialloscore gepasst hätten.</p>
<p>Eine dezente Melancholie durchzieht die insgesamt vierzehn Tracks, die alle von meist warmen Klangfarben und einer feierlichen, ernsthaften Stimmung geprägt sind. All dies fungiert wie eine Klammer, die diese eigentümliche Sammlung zwischen Album und Compilation zusammenhält und am Ende doch wie einen zusammenhängenden Kosmos wirken lässt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.klanggalerie.com/">Klanggalerie</a></strong></p>
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