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	<title>African Paper &#187; Swarte Greiner</title>
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		<title>Schächten: Soundtrack von Erik K Skodvin</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2022 11:37:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Miasmah Recordings erscheint am 9. Dezember Erik K Skodvins Soundtrack zu Thomas Roths früher im jahr erschienenem Spielfilm Schächten. Der Film mit Jeff Wildbusch, Paulus Manker und Miriam Fussenegger in den Hauptrollen ist eine Art historisches Rachedrama und spielt im Wien der zweiten Hälfte des 20. jahrhunderts. &#8220;In the late 1960s, when the young Jewish businessman&#8217;s son Victor Dessauer fails to secure just punishment for the Nazi concentration camp commandant who tortured his parents, he resolves to take the law into his own hands&#8221;, heißt es auf der IMDb-Seite des Films. Neben der spannungsvollen Handlung berührt der Film zahlreiche sensible historische Themen der Nachkriegsjahrzehnte, so z.B. den Einfluss früherer Nazigrößen in Politik und Justiz. Der Soundtrack, an dem Andrea Belfi (Percussion) und Kelly Wyse (Piano) mitwirken, ist in 24 Abschnitte geteilt, die oft ihre ganz eigenen dunklen Spannungsbögen und ihre jeweiligen dramatischen Höhepunkte aufweisen. Das Album erscheint auf LP und digital. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/schächten.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-32389" title="schächten" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/schächten.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-32388"></span></p>
<p>&#8220;Releasing a soundtrack as a stand-alone album can be challenging; and Schächten is by no means a typical listening experience. The record contains 24 more or less short pieces evolving through dramatic movements, underlaying menace and deep emotive scenes. One thing that stands out is the linear atmosphere throughout the story which creates a wholeness that keeps your attention to the very end. Set in wintery Austrian landscapes in dimly saturated colours, the film&#8217;s dramatic events with dark political undertones feels like a perfect situation for Skodvin&#8217;s atmospheric collages &#8211; perhaps sounding closer than ever to his early works as Svarte Greiner or Deaf Center. Cello, violin, piano, analogue synth and plenty of hardly recognisable instrumentation come together in a record that feels very organic in its subdued tones. The score also features percussion by Andrea Belfi as well as a Chopin piano interpretation by Kelly Wyse to the bizarrely schizophrenic piece &#8220;Judenfreund“.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/NODfRaSV2wM" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>With the contemporary world sliding into darkness again, listening to the soundtrack feels like coming to terms with ones own anxieties &#8211; something that in the end comes through as a cleansing experience. As quoted in the film &#8216;Everyone is their own devil. And we make this world our hell&#8217;.&#8221; (Miasmah)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2344971742/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>JÓHANN JÓHANNSSON: Prisoners O.S.T.</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Feb 2014 06:49:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Denis Villeneuve]]></category>
		<category><![CDATA[Erik Skodvin]]></category>
		<category><![CDATA[Hildur Guðnadóttir]]></category>
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		<category><![CDATA[Warner]]></category>
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		<description><![CDATA[Einen Soundtrack zu besprechen, ohne den Film gesehen zu haben, ist eine ähnliche Aufgabe wie die Beurteilung eines Remixes in Unkenntnis der Originalmusik – sie ist eben bedingt sinnvoll, und das am ehesten dann, wenn das „sekundäre“ Werk auch ohne &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/02/15/johann-johannsson-prisoners-o-s-t/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/02/johannssonprisoners.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8260" title="johannssonprisoners" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/02/johannssonprisoners-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Einen Soundtrack zu besprechen, ohne den Film gesehen zu haben, ist eine ähnliche Aufgabe wie die Beurteilung eines Remixes in Unkenntnis der Originalmusik – sie ist eben bedingt sinnvoll, und das am ehesten dann, wenn das „sekundäre“ Werk auch ohne den ursprünglichen Zusammenhang funktioniert. Auf Jóhann Jóhannssons Musik zu Denis Villeneuves Thriller „Prisoners“ trifft dies m.E. zu, weshalb Spekulationen anhand von Trailern und Filmkritiken auch nicht zur Diskussion stehen sollen.<span id="more-8259"></span></p>
<p>Es gibt – nicht nur im Ambientbereich, aber besonders dort – eine Reihe an Musikern, deren Aufnahmen derart erzählerische und zugleich visuelle Assoziationen hervorrufen, dass sie für die Komposition von Filmmusik entweder ein besonderes Händchen haben, oder eben besonders ungeeignet sind. Der Isländer Jóhannsson, der nach eigenen Aussagen jeden Klang visuell imaginiert und als Welle im Raum begreift, zählt zur ersten Kategorie, denn das wohl wichtigste Kriterium dafür, die Subtilität, ist bei ihm eine hohe Kunst. Jóhannsson versteht es, zentrale Motive so feinfühlig an den richtigen Stellen zu wiederholen, dass sich die repetitive Struktur erst mit der Zeit bemerkbar macht. Entwirft er poetische, bisweilen besinnlich anmutende Klanglandschaften, dann erweckt die Abwesenheit sentimentaler Schwere nie den Eindruck eines angestrengten Verzichts. Spannungsmomente, die auch in seinen rein musikalischen Arbeiten reichlich vorkommen, zielen nie auf den reißerischen Effekt ab, Düsteres bleibt sorgsam dosiert.</p>
<p>Gerade die Aussöhnung des Gegensatzes von Spannung und Meditation ist eine der Stärken der vorliegenden Kompositionen, bei denen dezente Stimmungen und intensive Höhepunkte freilich ihre Momente haben. An einzelnen Abschnitten, die auf Platte unter Titeln wie „I can&#8217;t find them“ und „Surveillance Video“ rangieren, lässt sich erkennen, wie er verschiedene Stimmungkomponenten an unterschiedliche Instrumente und deren Zusammenspiel delegiert: Meist sind es Streicher, die Ruhe und Besinnung einbringen, Holzbläser wiederum versehen einzelne Passagen mit einem Eindruck von Stabilität. Je dunkler es grummelt, je unberechenbarer mit feinen Sounds gespielt wird, desto mehr Elektronik ist im Spiel. Diese ist Teil einer präzisen nachträglichen Studioarbeit, bei der Jóhannsson zusammen mit Musikern wie Hildur Gudnadottir, Thomas Bloch (u.a. Daft Punk, Radiohead) und Erik Skodvin (Svarte Greiner) die Orchesteraufnahmen ergänzt.</p>
<p>Mit Jóhannssons „Prisoners“ begibt man sich in eine Welt subtiler Stimmungsnuancen, in der nur gelegentlich die psychischen Verstrickungen an die Oberfläche dringen, die gut verpackt den Kern auch der musikalischen Narration ausmachen. Zwangsläufig ist dies eine andere Geschichte als die des Films, bei dem man – sollte man erst durch die Musik neugierig geworden sein &#8211; auf den Effekt gefasst sein sollte, der sich bei vielen Romanverfilmungen einstellt.</p>
<p>A. Kaudaht</p>
<p><strong>Label: NTOV/Watertower Music</strong></p>
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