<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; The Beatles</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/the-beatles/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 18 Apr 2026 04:09:53 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>RAVI SHANKAR: Tenth Decade in Concert. Live in Escondido (DVD)</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/12/15/ravi-shankar-tenth-decade-in-concert-live-in-escondido-dvd/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/12/15/ravi-shankar-tenth-decade-in-concert-live-in-escondido-dvd/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Dec 2012 05:59:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Kozlowski]]></category>
		<category><![CDATA[Anouschka Shankar]]></category>
		<category><![CDATA[East Meets West Music]]></category>
		<category><![CDATA[George Harrison]]></category>
		<category><![CDATA[Norah Jones]]></category>
		<category><![CDATA[Ravi Shankar]]></category>
		<category><![CDATA[The Beatles]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=5984</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin kein Sitar-Experte und erst recht kein Meister im Verfassen von Nachrufen, weshalb ich mich hier auch nur kurz dem Chor all derer anschließe, die in Ravi Shankar, der vor wenigen Tagen im Alter von 92 Jahren verstorben ist, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/12/15/ravi-shankar-tenth-decade-in-concert-live-in-escondido-dvd/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/12/ravishankarescondido.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-5985" title="ravishankarescondido" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/12/ravishankarescondido.jpg" alt="" width="150" height="212" /></a>Ich bin kein Sitar-Experte und erst recht kein Meister im Verfassen von Nachrufen, weshalb ich mich hier auch nur kurz dem Chor all derer anschließe, die in Ravi Shankar, der vor wenigen Tagen im Alter von 92 Jahren verstorben ist, einen der großen musikalischen Innovatoren des 20. Jahrhunderts betrauern. Muss man den 1920 im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh geborenen Ravi Shankar noch ausführlich vorstellen, seine vielfältigen Impulse für die regionale wie für die internationale Musik hervorheben, seinen legendären Woodstock-Auftritt, seine prägenden Einflüsse auf Yehudi Menuhin, George Harrison, die Stones und viele mehr?<span id="more-5984"></span> Sicher nicht, und falls doch, findet sich eine Vielzahl an Quellen dazu. Man muss ihn auch nicht in erster Linie als Hippie-Ikone oder als den Vater von Norah Jones apostrophieren, wie einige Kollegen von der professionellen Zunft es vormachten.</p>
<p>Auf Shankars hohes Alter spielt auch der Titel der vorliegenden Aufzeichnung eines seiner letzten Konzerte an, die jüngst auf DVD erschienen ist. Vor gut einem Jahr beehrte der Künstler zusammen mit sechs Mitmusikern für knapp 90 Minuten eine enthusiastische Fangemeinde im kalifornischen Escondido – in traditioneller Gewandung und ausgerüstet mit zwei der indischen Langhalslauten, sowie diversen Perkussions- und Blasinstrumenten, die in jedem Stück andere Konstellationen entstehen lassen und je nach Passage mal in den Vordergrund treten, mal den anderen Beteiligten das Feld überlassen. Auch der Bandleader selbst bildet da keine Ausnahme, wenngleich man deutlich spürt, wie sehr er mittels Augenkontakt und Körpersprache auch die Rolle des „Dirigenten“ beherrscht, und keine großen Gesten dafür benötigt. Wie bei vielen Shankar-Konzerten gibt es auch hier einen gut erkennbaren narrativen Verlauf. Das Intro wirkt zunächst meditativ, was nicht nur der stereotypen Wahrnehmung des Sitar-Klangs für westliche Ohren geschuldet ist, sondern auch dem verhaltenen Tempo und der Gleichförmigkeit der Akkordfolgen. Zusammen mit der Klangfülle steigert sich dies jedoch schon bald, wird stets in Variation gehalten, und mündet schließlich in einen harmonischen, entspannten Ausklang.</p>
<p>Die Stücke sind größtenteils aus Ravis Repertoire bekannt und fanden zuvor in unterschiedlichen Werkphasen Verwendung. Der Opener „Yaman Kalyan“, bei dem der stetige Wandel von entspannten hin zu aufgeregten Passagen, von verspielten hin zu konzentriert wirkenden Abschnitten vielleicht den stärksten Improvisationscharakter aufweist, ist vielen als Duett mit Ravis jüngerer Tochter <a href="http://www.anoushkashankar.com/">Anouschka</a> bekannt, die das Erbe des Vaters bekanntlich direkter angetreten hat als die primär im Jazz beheimatete Schwester. Das perkussiv-dronige „Khamaj“ findet sich auch auf einer seiner jüngeren „Living Room Sessions“. Bis zur Mitte der Darbietung steigert sich die Dynamik der Spielweise, fällt nach dem ekstatischen „Taal Vadya“ dann aber beinahe abrupt in die gebremste Stasis von „Goonga Sitar“, ein experimentelles Stück, das nach europäischen Begriffen am wenigsten „Lied“-Charakter hat. Recht unbeschwert und relaxt dann der Ausklang „Ragamala“.</p>
<p>Shankar gilt als Indiens Musikbotschafter, ein Begriff, der trotz des offiziösen Klangs seine Berechtigung hat und für seine Rolle in einem musikalischen Austausch steht, bei dem westliche Populärmusik viel Wertvolles entgegennehmen konnte, sobald sie bereit war, nicht nur auf exotisches Hippie-Kolorit zu setzen. Ich weiß nicht, ob Robbie Basho oder John Fahey je ernsthaft eine Sitar zur Hand genommen hatten, dennoch wäre die Tradition, die von solchen Gitarristen bis zu neutigen Musikern wie James Blackshaw oder Six Organs of Admittance reicht, ohne Größen wie Shankar sicher ganz anders verlaufen. Statt im Gegenzug über den oft ramschigen Konsumkulturimport von West nach Ost zu lamentieren (Grund gäbe es!), sollte man auf die hierzulande zu wenig dokumentierte Bereitschaft in Ländern wie Indien verweisen, durchaus interessante kreative Impulse auch aus unseren Regionen zu suchen.</p>
<p>Der Dokumentarfilmer Alan Kozlowski hat mit Shankar einer der Hauptfiguren dieses Austauschs eine klanglich wie bildlich hervorragende Referenz erwiesen. Sein Vermächtnis ist freilich sein Werk selbst.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://eastmeetswestmusic.com">East Meets West</a></strong></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/8FWEJiCNPUg" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/12/15/ravi-shankar-tenth-decade-in-concert-live-in-escondido-dvd/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>LAIBACH: Reproduction Prohibited</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/08/25/laibach-reproduction-prohibited/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/08/25/laibach-reproduction-prohibited/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 25 Aug 2012 06:32:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Miller]]></category>
		<category><![CDATA[Europe]]></category>
		<category><![CDATA[Juno Reactor]]></category>
		<category><![CDATA[Kraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Laibach]]></category>
		<category><![CDATA[Mute Records]]></category>
		<category><![CDATA[NSK]]></category>
		<category><![CDATA[Queen]]></category>
		<category><![CDATA[René Magritte]]></category>
		<category><![CDATA[The Beatles]]></category>
		<category><![CDATA[The Normal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=4977</guid>
		<description><![CDATA[Das Jahr 2012 wird wohl als ereignisreiches Jahr in die Laibach-Annalen eingehen. Seit ihrer Beteiligung an dem Klamaukstreifen „Iron Sky“ wieder in aller Munde, soll auch ihre kurz darauf stattgefundene Tour gut besucht und enthusiastisch beklatscht worden sein, der Konzertmitschnitt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/08/25/laibach-reproduction-prohibited/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/laibachreproductionprohibited.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5093" title="laibachreproductionprohibited" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/laibachreproductionprohibited-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Jahr 2012 wird wohl als ereignisreiches Jahr in die Laibach-Annalen eingehen. Seit ihrer Beteiligung an dem Klamaukstreifen „Iron Sky“ wieder in aller Munde, soll auch ihre kurz darauf stattgefundene Tour gut besucht und enthusiastisch beklatscht worden sein, der Konzertmitschnitt aus der Tate Modern erschien bereits auf CDr. Gutes Timing also für die Slowenen, auf schon Erreichtes und längst Klassisches zurück zu blicken und einen Einblick in gut dreißig Jahre orchestraler Elektronik, provokativer Konzeptalben und jeder Menge Theatralik zu gewähren. Der Fan der alten Schule wird auf ihrem gerade erschienenen Beitrag zu Mutes „Introduction“-Reihe das meiste kennen. Spätgeborene, angefixt durch den ganzen Mondnazi-Trash, dürften hier<span id="more-4977"></span> jedoch ihren idealen Crashkurs finden – und nebenbei lernen, dass Laibach immer ironisch, doch ihre Auseinandersetzung mit der totalitären Seite moderner Kultur längst nicht immer lustig ist.</p>
<p>Der Opener ist mehr eine Hommage an eines ihrer Stammlabels, bzw. an dessen Gründer und längst wieder Inhaber Daniel Miller, der, wie wir alle wissen, selbst als Musiker mit wenigen The Normal-Stücken New Wave-Geschichte geschrieben hat: Aus „Warm Leatherette“ wird hier die brachial-orchestrale „Warme Lederhaut“, die Version hat etwas von dem postmodernen Score eines imaginären Breitbandstummfilms. Mit dem Gesang hätte ich sicher einmal mehr anfangen können, bevor harte Deutsche daraus ein unerträgliches Klischee gemacht haben, aber die weiblichen Backing Vocals sind in Ordnung. Natürlich ist das nicht die einzige Neuinterpretation. Dass Laibach, vergleichbar den gesanglich manchmal ähnlichen Leningrad Cowboys nahezu jede Vorstellung von Originalität und Urheberschaft ablehnen, ist bekannt – schon der Titel spielt ironisch darauf an und ist im übrigen selbst eine Hommage, nämlich an René Magrittes Gemälde “La reproduction interdite”, auf dem auch das Coverartwork basiert. Für ihre etwas eingängigeren Konzeptalben war ihnen kein Ausgangsmaterial zu flach, um es nach versteckten Bedeutungen abzuklopfen, und durch ihre ganz selbstverständliche Zusammenführung von Hochkultur und vermeintlichem Schunt nahmen sie etwas vorweg, das die Kulturwissenschaften später unter großspurigen Begriffen wie Crossmapping als neu verkaufen sollten.</p>
<p>Zu den bekanntesten Einverlaibachungen zählen u.a. „Geburt Einer Nation“ (nach Queens &#8220;One Vision&#8221;) und „Opus Dei“ (nach Opus&#8217; Bierzelt-Evergreen &#8220;Life is Life&#8221;) vom gleichnamigen Album, gerade ersteres ist eines der gelungensten Beispiele für ästhetische Dekontextualisierung: Durch einen radikal veränderte Sound und eine mitreißende stimmliche Autorität wird aus einem hippiesken Glamrock-Song eine faschistoide Hymne und im Handumdrehen die totalitäre Kehrseite der Popkultur ohne jede didaktische Humorferne entlarvt. Über die rezeptionsästhetische Ambivalenz solcher (Lehr-)Stücke, bei denen man als Hörer Elektrisiertheit und ironische Distanz quasi simultan in Echtzeit erleben darf, ist viel diskutiert worden, und oft stellte sich dabei die Frage, was dominiert: Das Aufklärerische oder die Ästhetisierung von Macht und Konformität. Im Laibach-Kosmos blieb das weitgehend offen, Vorwürfe indeß, das erstgenannte Ziel sei primär Vorwand für letzteres kam interessanterweise von beiden Seiten des politischen Spektrums. Während die einen unterstellen, auf Laibach-Shows triebe sich genug reaktionäres Pack herum, dem die ironische Brechung egal ist und das den aktionskünstlerischen Rahmen schlicht nicht versteht, behaupten die anderen, Laibach sei für den guten Kulturbürger von heute ein willkommener Freibrief, ein bisschen Reichsparteitag zu spielen &#8211; selbstredend guten Gewissens, denn schließlich weiß man ja, dass alles Dekonstruktion ist. Sicher steckt in beidem ein Funke Wahrheit, und vereinzelte Wirrköpfe bilden da vielleicht sogar eine merkwürdig paradoxe Schnittmenge. Aber selbst das Herauskitzeln und Entlarven solcher Verhaltensweisen könnte man der Gruppe wieder als aufklärerische Leistung gutschreiben. Als regelmäßiges Feuilleton-Thema ist Laibach ihr Status als Enfants Terribles natürlich längst etwas abhanden gekommen &#8211; im Unterschied etwa zu zahllosen Martial Industrial- und Powernoise-Projekten, die allerdings für eine Sekte von längst Eingeweihten spielen, die das ganze folglich nicht als provokant empfinden und stattdessen lieber irgendwelche künstlich knapp gehaltenen Raritäten sammeln, während der Rest der Welt ohnehin nichts davon mitbekommt. In der Tat ein verzwicktes Dilemma. Auch das 1994 erschienene Erfolgsalbum „Nato“ war ähnlich gestrickt und streng konzeptuell auf den gerade aktuellen Balkankrieg und die Rolle der westlichen Mächte bezogen. Man entschied sich hier für „Alle Gegen Alle“ (D.A.F.) und für die bombastische Interpretation von Europes „The Final Countdown“, das seinerzeit in jeder Dark Disco lief, und dessen Dancefloor-Sound heute seltsam angestaubt wirkt. Ergreifend ist es allerdings nach wie vor.</p>
<p>Sixties und Hippie-Kultur im weitesten Sinne hatten immer ihren Reiz für die Slowenen, vielleicht weil man deren libertäres und egalitäres Selbstverständnis auf ganz unterschiedliche Weise in Bezug zum Totalitären setzen kann &#8211; ganz vordergründig natürlich als Gegenentwurf, dann aber auch auf die unterschiedlichsten versteckten Gemeinsamkeiten und sonstigen Querverbindungen hin (man erinnere nur an Rüdiger Safranskis Monografie zur Romantik, in der moderne Diktaturen und die Gegenkulturen der 60er jeweils als Spätausläufer romantischer Ideen verstanden wurden). Während die barocke Beatles-Interpretation „Across The Universe“ (vom Album „Let it Be“) im Laibach-Rahmen für Besinnlichkeit sorgt und Bob Dylan mit „Ballad of a Thin Man“ Referenz erwiesen wird, fand „Sympathy for the Devil“ (Stones) keinen Platz auf der Sammlung. Eher rockig ist „God is God“ (Juno Reactor, seinerzeit Laibach-Fans) vom „Jesus Christ Superstar“-Album. Zu den nicht ganz so bekannten Stücken zählt der 70er Italohit „Mama Leone“ (Bino), „B Machina“ (Siddharta) und vergleichsweise poppige Interpretationen zweier Nationalhymnen vom 2006er Album „Volk“. Von Nicos niederschmetterndem Lied der Deutschen könnte Laibachs „Germania“ im trunkenen Revuesound nicht weiter entfernt sein. „Bruderschaft“ referiert auf Kraftwerk, wobei nur deren Stil imitiert wird, der Song ist diesmal von Laibach selbst und basiert auf dem Titel &#8220;Brat moj&#8221;.</p>
<p>Dass diese Werkeinführung ausdrücklich nicht als „Best of“ angekündigt wurde, trägt sicher der eher am Repräsentativen orientierten Auswahl Rechnung. Nachdem Laibach neben innovativen Werken wie „Volk“ seit Jahren ihr eigenes kleines Museum betreiben („Tanz mit Laibach“ und eben der ganze „Iron Sky“-Kram), würde ich mir als nächstes wieder ein stimmiges und provokatives Konzeptalbum wünschen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Mute</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/08/25/laibach-reproduction-prohibited/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
