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	<title>African Paper &#187; The Black Swan Triad</title>
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		<title>GREY MALKIN: Haunted Lives (A Retrospective)</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 05:07:02 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/hauntinglives.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49323" title="hauntinglives" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/hauntinglives-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bedenkt man, wie vielfälltig und umfangreich das Werk des schottischen Musikers, Klangkünstlers, Folkforschers und Geistersuchers Grey Malkin &#8211; zunächst mit dem frühen Projekt The Hare &amp; The Moon, dann mit verschiedenen Bands, Kollaborationen und gelegentlich auch solo &#8211; ist, dann muss einem die vorliegende Retrospektive als lange überfällig erscheinen. &#8220;Haunted Lives&#8221;, dessen Titel die Inhalte seiner Arbeiten wunderbar zusammenfasst, versammelt als <span id="more-49322"></span>komprimierter Überblick Malkins Arbeiten aus unterschiedlichen Zeiten und Projekten und demonstriert einmal mehr eine Praxis, die Überliefertes, sei es musikalischer oder erzählerischer Natur, nicht konserviert, sondern durch unerwartete Setzungen neu belebt. Selbstredend passt er damit nur schwerlich in die gängigen Prokrustesbetten der Genrekonventionen, ganz gleich ob es sich dabei nun um folkige oder experimentelle Kategorien handelt.</p>
<p>Der Einstieg mit The Hare &amp; The Moon und dem Stück &#8220;The Midnight Folk&#8221; vom Album &#8220;Wood Witch&#8221; setzt auf hörspielartige Codes. Zwitschernde Vögel, die erdende Klarinette von Gastmsiker Spugweed, Áine O’Dwyers Harfe und Thomas Roberts’ Violine strukturieren zusammen mit Malkins Arrangements ein Szenario zwischen Idyll und Anspannung. Die schnelle Rezitation eines Textes von John Masefield ergänzt diese Spannung ohne Pathos. Das anschließende <a title="GREY MALKIN / KITCHEN CYNICS: We Are All Ghosts" href="https://africanpaper.com/2024/02/24/grey-malkin-kitchen-cynics-we-are-all-ghosts/">&#8220;We Are All Ghosts&#8221; zusammen mit Alan Davidson alias Kitchen Cynics</a> -  vor einigen Jahren der Titelsong einer Sammlung an Singles der beiden &#8211; greift die Idee des Spukhaften anders auf: Wolfsjaulen und sirenenartige Elemente öffnen den Raum für Streicher und einen klagenden Gesang mit nüchternen Gedanken über die Unausweichlichkeit des Todes, zu dem fatalistische Detonationen Akzente setzen.</p>
<p>Mit &#8220;Rossignol&#8221; aus dem Projekt mit Futur Passe folgt ein mittelalterlich angehauchter, zunehmend unruhiger Track mit chorischem französischen Gesang über einem Soundfundament voll monumentaler Wucht. <a title="WIDOW’S WEEDS: The Corn Queen" href="https://africanpaper.com/2023/06/10/widows-weeds-the-corn-queen/">&#8220;The Corn Queen&#8221; von Widow’s Weeds</a>, dem Duo mit Daughters of Grief, verschiebt den Fokus in Richtung rituellen Ambientfolks. Glitzernde Strömungen, eine schwebende Stimme und die dezente Perkussion von Michael Warren erzeugen ein rituelles Setting, das sich nur kurz öffnet, bevor es wieder in die Ausgangsspannung zurückkehrt. Das Textbild weitet sich am Ende ins Existenzielle.</p>
<p>&#8220;Cold Blows The Wind&#8221; von <a title="ÚATH: s/t" href="https://africanpaper.com/2023/04/22/uath-st/">Úath – dem Projekt mit dem irischen Künstler Ruairi O’Baoighill </a>– ist mit schleppenden Takten, knarrenden Bassklängen und der Stimme von Maud The Moth eine spannugnsgeladene Umsetzung einer Ballade, die auch unter dem Titel &#8220;The Unquiet Grave&#8221; bekannt ist, bekannte Versionen stammen u.a. von Joanna Newsome und Faith and the Muse. &#8220;Morgiana&#8221;, erneut von The Hare &amp; The Moons hier einzig vertretenem Album &#8220;Wood Witch&#8221;, lässt mit Glockenspiel, desolaten Streichern, Downtempotakten und einer verwehten Frauenstimme eine entrückte, subtile Umheimlichkeit aufkommen.</p>
<p>In <a title="ASHTORETH / GREY MALKIN: Heretic" href="https://africanpaper.com/2021/04/24/ashtoreth-grey-malkin-heretic/">&#8220;A Cavalcade Of Ravens&#8221;, einer Zusammenarbeit mit dem Belgier Ashtoreth </a>und einer Reihe an Gästen, zu denen neben Sängerin Menaleah nd anderen auch die gesampleten Raben im Titel gehören, offenbart eine reizvoll ambivalente Atmosphäre zwischen wattigem Trost und spanungsvollen Brüchen. Darauf folgt &#8220;The Old Gods Sleep Beneath The Fields&#8221; von <a title="THE BLACK SWAN TRIAD: Metamorphosis" href="https://africanpaper.com/2023/12/23/the-black-swan-triad-metamorphosis/">The Black Swan Triad, deren Kern Ashtoreth, Malkin, Menalaeh, Steve Hermit, Stratosphere und Vinlandsraud bildeten</a>. Nach der anfänglichen Dröhnung, durchzogen von subtilen Kratzgeräuschen, verschieben zerfranste Gitarren den Song für kurze Momente in ein flamencoartiges Setting, bevor wieder geisterhaft schwebende Details übernehmen.</p>
<p>&#8220;Man Of Double Deed&#8221; von Widow’s Weeds beginnt mit sirrenden Streicherflächen und einer schwebenden Sopranstimme, bevor peitschende Percussion und gehetzte Elemente den im Titel angedeuteten zwiespältigen Charakter spiegeln. Mit dem Herausschälen eines klaren Gesangs scheint sich derKreis zu schließen. Von <a title="SEDNA CHRONICLES: Sedna Chronicles" href="https://africanpaper.com/2022/06/18/sedna-chronicles-sedna-chronicles/">Sedna Chronicles – ein gemeinsames Projekt mit Andy Sharp</a> – liegt mit &#8220;Friends Of The Emerald Sun&#8221; eine verspielte, zugleich spannungsvoll-düstere Elektronik vor, die, wie es schon in unserer Besprechung hieß, an spätere Arbeiten einer bekannten britischen Experimentalband erinnert.</p>
<p>&#8220;The Bard Of Eve&#8221; von The Hare &amp; The Moon ist eine ekstatisch-folkige Nocturne, die cinematische Assoziationen aufblitzen lässt, bevor &#8220;Under The Rose&#8221; von Widow’s Weeds (vom Album &#8220;Revenant&#8221;) auf melancholische Streicher, Bassflöte, epische Breite und einen hellen, elegisch anmutenden Sopran kurz vor dem Ende setzt. <a title="TRAPPIST AFTERLAND / GREY MALKIN: The Trappist and the Hare" href="https://africanpaper.com/2020/05/02/trappist-afterland-grey-malkin-the-trappist-and-the-hare/">&#8220;Full Snow Moon&#8221; vom ersten gemeinsamen Longplayer mit Adam Geoffrey Cole</a> alias Trappist Afterland ist das gitarrigste Stück des Albums und entspricht auch am ehesten den gängigen Vorstellungen über Folk, aber es ist auch ein grandioser Song mit fein gesetztem Fingerpicking und Coles fragil gesungenen und gleichsam markanten Strophen über die verschiedenen Vollmonde &#8211; Malkins Spuren finden sich in der dezenten elektronsichen Untermalung und vielleicht auch in der paganen Einfärbung des Songs.</p>
<p>&#8220;Between Trees &amp; Starlike&#8221; des Trios <a title="EMBERTIDES: 7″" href="https://africanpaper.com/2022/01/15/embertides-7/">Embertides</a> – Daughters of Grief, David Colohan und Malkin – setzt dann wieder weitaus stärker auf Elektronik. Der klagende Gesang und die immer dichter werdende Szenerie erzeugen eine unheimliche Steigerung. <a title="MEADOWSILVER: II" href="https://africanpaper.com/2022/05/14/meadowsilver-ii/">Meadowsilver,</a> bestehend aus Gayle Brogan, Malkin und Stephen Stannard, verbinden in &#8220;The Coronation Of The Herring Queen&#8221; folkige Flöten mit einem elektrifizierten Grundgerüst und sanftem Gesang. &#8220;The Wife Of Usher’s Well&#8221; von The Hare &amp; The Moon mit Vocals von God’s Little Eskimo präsentiert sich als über weite Strecken pianobasierte Umsetzung der traditionellen Ballade über die drei toten Söhne, die auch als &#8220;The Unquiet Grave&#8221; bekannt ist, einige Leser kennen vielleicht die Versionen von Joanna Newsome und Faith And The Muse.</p>
<p>Das <a title="GREY MALKIN / FOGROOM: Shoreline Ritual" href="https://africanpaper.com/2024/06/22/grey-malkin-fogroom-shoreline-ritual/">zusammen mit den deutschen Producer Fogroom eingespielte &#8220;A Certain Sense&#8221; </a>entpuppt sich als tremolierende Klanglandschaft, gehalten von einem dezenten Takt. Eine melodiöse Spur – unklar, ob Stimme oder Gitarre – wirkt als ruhender Pol, bevor eine knarrende Rezitation einsetzt. &#8220;C’est A Ville&#8221;, erneut von der Kollaboration mit Futur Passe wirkt wieder mittelalterlich grundiert mit seinen Arrangements für Drehleier, Trommeln und verschiedenen Saiteninstrumenten.</p>
<p>&#8220;When The Moon Is Arisen&#8221;, das Malkin zusammen mit Amanda Votta (Deep Fade, The Spectral Light u.a.) aufgenommen hatte, ist das einzige semi-exklusive Stück der Sammlung und war nur zeitweise auf Soundcloud zu hören gewesen &#8211; über einem Teppich aus dunkler, ambienter Dröhnung bauen knarrende Sounds und ein mysteriöses Flüctern, das in einen Monolog übergeht, nach und nach einen Song auf, der in einer furiosen wilden Jagd kulminiert. Anschließend nutzen Sedna Chronicles in &#8220;The Last Drop&#8221; erneut flüsternde Worte und Synthiedrones, um ein anderesweltliches Setting zu markieren. &#8220;The Singing&#8221; von einem der Alben mit Kitchen Cynics setzt Drönungen, eine entrückte Flöte, Alan Davidsons spröder Rezitation und später liturgisch anmutende Momente ein. Einsame Paukenschläge und eine Frauenstimme führen schließlich zu einem kurzen, hellen Klangmoment.</p>
<p>Den Abschluss bildet Malkins Solostück &#8220;Duddo Five Stones&#8221;, mit Vocals von David Colohan und Woodwind von Alan Davidson. Der großartige, rund fünfzehnminütige Track nutzt melancholische Ambientflächen, Flöten, Streicher und ein wiederkehrendes, leicht vibrierendes Geräusch. Eine Rezitation über die aus der schottischen Folklore bekannten singenden Steine, führt in einen dichten Mittelteil, bevor ein klavierdominierter Schluss folgt, der kurz von knarrenden Elementen durchzogen wird. Der Track wirkt wie ein konzentrierter Blick auf einen Ort, der fast wie ein symbolisches Zentrum von Malkins Werk erscheint.</p>
<p>Die Zusammenstellung zeigt Malkin als jemanden, der die Forderung, Tradition bewusst zu verfremden, verinnerlicht hat und auf seine nur schwer kategorisierbare Weise vieles vorweggenommen hat, was in der Zwischenzeit mit Begriffen wie Folk Horror (oder etwas breiter gefasst: Hauntology) bezeichnet wurde. Die ausgewählten Stücke belegen den Umfang seiner Aktivitäten und die Bandbreite seiner Kollaborationen &#8211; und wer durch diese Compilation erstmals angefixt ist, sollte gerne den zahlreichen Links im Text zu seinem bisherigen Werk folgen, denn die hier versammelten Stücke sind nur eine kleine, gleichwohl beeindruckende und repräsentative Spitze des sprichwörtlichen Eisbergs. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cruel Nature Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3484307083/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>THE BLACK SWAN TRIAD: Metamorphosis</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Dec 2023 07:47:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit &#8220;Metamorphosis&#8221; schließen die von Grey Malkin, Ashtoreth, Menaleah und Vinlandsraud ins Leben gerufenen The Black Swan Triad ihre mit &#8220;Symbiosis&#8221; und &#8220;Maelstrom&#8221; begonnene Trilogie an Alben und, wenn man Gerüchten Glauben schenken muss, sogar ihre ganze Aktivität als Band &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/12/23/the-black-swan-triad-metamorphosis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/12/cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-38870" title="cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/12/cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit &#8220;Metamorphosis&#8221; schließen die von Grey Malkin, Ashtoreth, Menaleah und Vinlandsraud ins Leben gerufenen The Black Swan Triad ihre mit <a title="THE BLACK SWAN TRIAD: Symbiosis" href="http://africanpaper.com/2021/10/02/the-black-swan-triad-symbiosis/">&#8220;Symbiosis&#8221;</a> und <a title="THE BLACK SWAN TRIAD: Maelstrom" href="http://africanpaper.com/2023/06/03/the-black-swan-triad-maelstrom/">&#8220;Maelstrom&#8221;</a> begonnene Trilogie an Alben und, wenn man Gerüchten Glauben schenken muss, sogar ihre ganze Aktivität als Band ab. Im Zusammenhang mit dem letztgenannten Longplayer schrieb ich vor einigen Monaten, dass die <span id="more-38868"></span>Combo, &#8220;deren Musik zwischen dunkler, leicht abstrahierter Folksmusik, neoklassisch angehauchten Ambientklängen und tribaler Ekstatik changiert, immer an Formen der Veränderung und Transformation, am Verknüpfen von unterschiedlichen Dingen und am Aufbrechen des vermeintlich Homogenen interessiert ist&#8221;.</p>
<p>Wie der erneut wegweiserhafte Titel &#8220;Metamorphosis&#8221; schon nahelegt, ist dies auch auf dem neuen Album der Fall, und wenn man diese Aspekte in der Musik &#8211; auch im Versteckten &#8211; aufspürt, kann es ganz interessant sein, die beiden Zitate von Lord Dunsany und Arthur Machen in den Liner Notes (siehe Bandcamp) mit im Kopf zu behalten. Wenn die beiden Autoren fantastischer Geschichten darin von Mysterien voll versteckter, wundersamer Schönheit schreiben, von der vagen Ahnung alter Gesänge und ewiger Geheimnisse, von Wundern, die im Zwielicht unter der Oberfläche des verkrusteten Alltagslebens walten und warten, dann umschreiben sie darin nicht nur ihre eigene Poetik in a nutshell &#8211; sie benennen darin auch genau die Phänomene, die der Motor einer jeden wirklichen Verwandlung sind. Sicher ist es auch kein Zufall, dass in diesen Ausführungen der Frühling, die Jahreszeit, die die vielleicht spektakulärsten Verwandlungen überhaupt hervorbringt, genannt wird.</p>
<p>Um Unterschwelliges geht es auch in dem ersten der Stücke, und das nicht nur im Titel &#8220;The Old Gods Sleep Beneath These Fields&#8221;, denn schon im ambienten Auftakt des Openers mit seinen gehauchten Stimmen ist es ein merkwürdig subtiles Kratzen, das den Song auf den Kopf stellt und für Momente ein flamencoartiges Folkstück mit feurigem Takt entstehen lässt, das unterschwellig weiter wirkt, wie eine Schwellenerfahrung, wenn danach die schwebende Stimme einer Frau den Bogen zum Beginn schlägt. Hier ist sie jedoch Teil eines melierten Windrauschens, aus dem dröhnende Männerstimmen und zerfranste, schrammelnde Gitarren auftauchen wie ein geisterhafter Reigen am Firmament.</p>
<p>Auch das folgende &#8220;A Garland of Stars&#8221; ist ein sich ständig erneuernder Song, bei dem sich evokative Männerstimmen aus rituellem Gerassel schälen und den Weg bereiten für ekstatische Handdrums, die, wenn man seine Assoziationen spielen lässt, aus einem Dead Can Dance-Album der später 90er gefallen sein könnten. Nachdem sich das Stück im veschwommenen Flimmern aufgelöst hat, kommt es in den zwanzig Minuten des folgenden &#8220;The Lost Gardens of Pan&#8221; zu einigen der intensivsten und spannendsten Momente des Albums: Schon in dem anfänglichen Gesang, der von Glitzern begleitet immer wieder in verhuschtes Flüstern absinkt, macht sich eine unterschwellige Spannung bemerkbar, die etwas Großes andeutet, das noch im Entstehen ist und sich Zeit lässt, durch halbversteckte Melodien gleitet, durch evokatives Gitarrenpicking und all dies nur kurz berührt, wie kleine Ecken in Pans Garten, die das müde Auge des Betrachters im Vorbeihuschen nur streift. Und wenn man denkt, das Stück verliert sich vollends in zunächst griechisch anmutendem, dann eher orientalischem Saitenspiel, kommt es tatsächlich zu einem kleinen Ausbruch rauer Gitarren und gemischter Chöre, angefeuert durch kraftvolles Beckenrasseln. Danach, freilich, geht der Weg weiter durch diesen Irrgarten seltsamer Lüste.</p>
<p>&#8220;One Thousand Silver Birds Fly From A Tear In The Universe&#8221;, das das Thema der Transformation (und der immer wie selbstverständlich mitschwingenden Psychedelik) einmal mehr buchstäblich in Erinnerung ruft, lässt das Album gegen Ende durch einen schwindelnd hochtönenden Gegenzoom langsam ausklingen. Bis dahin zeigen aber monumentale Trommelfeuer, entrückter weiblicher Gesang, feierliche Bläser und tosende Winde, was alles in der Triade des schwarzen Schwans steckt &#8211; und wie schade es wäre, wenn auf diese opulente Musik kein weiteres Kapitel mehr folgen würde. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Reverb Worship</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2351646948/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ASHTORETH / ONSTURICHEIT: Fungal Connectivity</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Nov 2023 07:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ashtoreht und Onsturicheit, die beiden recht unterschiedlichen Klangkunstprojekte der Belgier Peter Verwimp und Peter Moorkens, laden auf &#8220;Fungal Connectivity&#8221; zu einer umfangreichen Landerkundung, bei der es ebenso opulent wie unberechenbar zugeht. Die Unberechenbarkeit verdankt sich nicht nur dem Reichtum an &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/11/11/ashtoreth-onsturicheit-fungal-connectivity/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/fungalconnectivity.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-38185" title="fungalconnectivity" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/fungalconnectivity-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ashtoreht und Onsturicheit, die beiden recht unterschiedlichen Klangkunstprojekte der Belgier Peter Verwimp und Peter Moorkens, laden auf &#8220;Fungal Connectivity&#8221; zu einer umfangreichen Landerkundung, bei der es ebenso opulent wie unberechenbar zugeht. Die Unberechenbarkeit verdankt sich nicht nur dem Reichtum an musikalischen Motiven, sondern auch der steten Veränderlichkeit der Topographie, bei der man auch beim konzentrierten Hören nie sicher sein kann, in welche <span id="more-38183"></span>Richtung als nächstes abgebogen wird. Schon das legt nahe, sich die klangliche Reise als ein Erkunden eines Pilzgeflechts vorzustellen, wie es im Titel genannt wird, und das verschiedene Denker schon immer auch als Modell netzartige Strukturen benutzt haben.</p>
<p>Vergleicht man die beiden Stücke &#8220;Fungus Beneath&#8221; und &#8220;Fungus Beyond&#8221; miteinander, so scheint sich ganz subtil, schon wenn man den Titeln folgt, eine Bewegung nach unten zu offenbaren, eine Bewegung hinein in die fungale Welt, bei dem man eine gewisse Schwelle überquert oder ein Portal durchschreitet. Die beiden Stücke unterscheiden sich nämlich nur insofern, dass das etwas längere zweite Stück etwas sanfter, heller und dezenter wirkt. Von der Machart allerdings sind sie recht ähnlich episodisch gestaltet.</p>
<p>Zu Beginn wirkt auch die erste Seite noch recht dezent und lush, wenn nach dem Auftakt eines pastoralen Saitenpickings ambiente Flächen markante Hochtöner in eine Welt aus zwitschernden Vögeln senden. Schon bald brandet unregelmäßiges Soundmaterial über einen hinweg, und in allem steckt eine tränenmasse Wehmut und eine Atmosphäre genügsamer Akzeptanz. Schon in diesem Soundmaterial machen sich graue Partikel bemerkbar, und man fragt sich etwas ratlos, in was für eine Welt man da geraten ist. Es scheint eine mikroskopische Welt zu sein, in der alles in unsicherer Bewegung ist, und auch der folkige Ambientsound, der anfangs noch fast so etwas wie ein kleines Idyll entstehen lässt, löst sich mehr und mehr ind Rauheit und Rhythmik auf und bildet einen Plateau, in dem krautiger Postrock den Ton angibt. Jenseits dieses Plateaus betritt man ein weitaus bunteres Terrain, in welchem  psychedelisch-orientalisierende Synthies und handdrumartige Rhythmen den Ton angeben. Irgendwann verwandelt sich auch dieses Szenario und wird in ein elektrifiziertes singendes Dröhnen überführt, bei dem man sich fragt, was für eine Bedeutung die Pilze hier bekommen, und auch die gehauchten Vocals, die ebenso eine Fata Morgana sein könnten, geben ihre Herkunft nicht wirklich Preis. Den Schlusspunkt bilden kratzige, von Schreien und allerhand krachigen Störgeräuschen durchzogene Synthies und Gitarrensounds.</p>
<p>Auch &#8220;Fungus Beyond&#8221; baut sich eher gemächlich auf und lässt in den ersten Minuten mit anrührenden Flötenklängen und Gitarrenpickings, die Versatzstücke sanfter Americana sein könnten, ein geradezu schöngeistiges Szenario entstehen. Auch hier macht sich allerdings schnell eine exzentrische Anderswelttigkeit bemerkbar, in surrealen Kratzgeräuschen und einer Reihe undefinierbare Details. Irgendetwas, das noch nicht absehbar ist entfaltet sich im wahrsten Wortsinne, und sind die Falten geglättet, schält sich aus den Falten ein Rhythmus von seltsamer Haptik begleitet von rauen reiben heraus. Eine volle und dichte Materialität entsteht, die sich bald als fast rockig mit jaulenden Soli entpuppt und doch stets sanft und hell bleibt. In diesem Stück ist auch die menschliche Stimme deutlicher zu hören, in Rezitationen mysteriösem Geflüster und entspanntem hauchen, dass ein ruhiges aber keinesfalls idealisiertes Finale einleitet.</p>
<p>Ob man in der Zwischenzeit ein Portal durchschritten hat oder einfach den spontanen Abzweigungen eines pilzgeflechts gefolgt ist– ganz unverhofft hat man auf fungalkonnektivity ein spannendes therabetreten, das mit herkömmlicher Kartographie nur schwer nachzuzeichnen ist, und das geradezu nach einer neuen Erkundung verlangt. Für Leser unserer Seiten ist es zudem eine interessante Gelegenheit, den hierzulande noch unbekannteren Peter Moorkens kennenzulernen. Sein Kollege Verwimp hat außerdem gerade ein neues Album mit seiner Band The Black Swan Triade draußen, über den wir auch noch ausführlich berichten werden. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Reverb Worship</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_231031_142740_329.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2991553223/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>THE BLACK SWAN TRIAD: Maelstrom</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jun 2023 03:44:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[The Black Swan Triad, die gemeinsame Band von Grey Malkin, Peter Verwimp und mittlerweile fast einer Handvoll weiterer Musiker, ist wahrscheinlich eine der vielgestaltigsten und reichhaltigsten Gruppen, die den derzeitige Folk- und Ritualkosmos beschallen und schon daher in ihrem Wesen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/06/03/the-black-swan-triad-maelstrom/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/06/maelstrom.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35979" title="maelstrom" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/06/maelstrom-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>The Black Swan Triad, die gemeinsame Band von Grey Malkin, Peter Verwimp und mittlerweile fast einer Handvoll weiterer Musiker, ist wahrscheinlich eine der vielgestaltigsten und reichhaltigsten Gruppen, die den derzeitige Folk- und Ritualkosmos beschallen und schon daher in ihrem Wesen nur bedingt zu begreifen. Ganz allgemein könnte man sagen, dass die Band, <a title="THE BLACK SWAN TRIAD: Symbiosis" href="http://africanpaper.com/2021/10/02/the-black-swan-triad-symbiosis/">deren Debüt ich als &#8220;eine furiose Feier der Elemente und der Sinnlichkeit&#8221; bezeichnet habe</a> und <span id="more-35977"></span>deren Musik zwischen dunkler, leicht abstrahierter Folksmusik, neoklassisch angehauchten Ambientklängen und tribaler Ekstatik changiert, immer an Formen der Veränderung und Transformation, am Verknüfen von unterschiedlichen Dingen und am Aufbrechen des vermeintlich Homogenen interessiert ist.</p>
<p>Ihr erstes Album trug den Titel &#8220;Symbiosis&#8221;, für dieses Jahr sind zwei neue namens &#8220;Maelstrom&#8221; und &#8220;Metamorphosis&#8221; geplant, ihre Titel verweisen darauf, das nichts bleibt, wie es ist, was man durchaus auch in der Musik der Gruppe wiederfinden kann, denn ihre Formen sind &#8211; trotz einer deutlichen Ästhetik des Schönen, die sich u.a. in den Gesangspassagen Menaleahs zeigt &#8211; so veränderlich wie Landschaften aus Treibsand. &#8220;Maelstrom&#8221; ist gerade erschienen, das Album wurde vor einigen Monaten bereits <a title="THE BLACK SWAN TRIAD: Sunrise / Enchantment 7″" href="http://africanpaper.com/2022/10/29/the-black-swan-triad-sunrise-enchantment-7/">durch eine Single</a> angekündigt, der darauf enthaltene Track &#8220;Sunrise&#8221; eröffnet in einer anderen Version auch hier den schwindelerregenden Reigen &#8211; eine Version, deren sanfter Folksopran und deren glitzernde Schwebekosmik einen aber ebensosehr auf einem fliegenden Teppich durch den Raum tragen.</p>
<p>Das darauf folgende &#8220;Eiris&#8221; bricht krachend los, transportiert den Wohlklang des Openers aber konstant weiter &#8211; allerdings um ihn in einen Strudel aus intensiven Emotionen und Motiven zu schmeißen: Vom Wind verwehter Gesang dessen folkige Ausrichtung (zumindest mich) immer ein wenig an Strawberry Switchblade erinnert, dringt aus verschiedenen Richtungen ins Zentrum des Geschehens, es klingelt und rauscht und alles scheint wie aus einer anderen Dimension zu uns zu dringen, eine röhrende Gitarre kündigt schon etwas an, das über den sanften Wohlklang hinausgeht, leicht krachendes Klirren pflichtet dem bei, doch zunächst bleibt alles – die Vocals, das mediterran anmutende Gitarrenpicking– im sanften Schwebezustand. Dann wird man durch perkussives Pochen aufgeschreckt, doch schon bald wird dies durch Stimmsamples, die seltsames Lachen enthalten, abgelöst, später erschallt Regen und ein bellender Hund feixt um die Ecke. Wo ist man hier, und wo geht die Reise hin? Kommt man aus diesem bisweilen an elektronische Avantgarde und Popol Vuh erinnernden Labyrinth je heraus? Man bleibt da lange im Ungewissen, doch eines ist sicher, nämlich dass man hier an diesem unbestimmten Ort intensive Erfahrungen macht. Das folgende &#8220;Gaia&#8221; ist ähnlich gestrickt, aber offenbart ein krasseres, furchteinflößenderes Setting und Szenario. Animalisches Geträller, prasselnder Regen, Rumpeln und Zisseln überall und eine ethnolastige Atmosphäre, deren Rauschen und Rasseln und Growlen und an indigene Tänze erinnernde Arrangements auch auf ein Album von <a title="LILI REFRAIN: Mana" href="http://africanpaper.com/2022/08/20/lili-refrain-mana/">Lili Refrain</a> gepasst hätte (vielleicht wäre eine Kollaboration tatsächlich eine interessante Idee?). Sunset beendet das Album mit mehrstimmigem Gesang, der eine tröstende Feierlichkeit offenbart, und die Zyklik von Sonnenaufgang und -untergang passt ganz gut zur Vielfalt des Albums, denn dieses ist tatsächlich so ereignisreich wie ein ganzer Tag.</p>
<p>Viele Projekte mit Grey Malkin haben einen vorchristlich-paganen Grundtenor, der sich &#8211; soviel nebenbei &#8211; erfreulich von der biederbräßigen Betulichkeit so mancher Neofolker abhebt. Das kann dann aber immer noch vieles bedeuten. Bei Widow&#8217;s Weeds steht m. E. der Zyklus der Natur im Zentrum, der hier lediglich den Rahmen bildet, in welchem die Entgrenzung stattfindet, wie sie in der griechischen Tragödie angestrebt wurde (und die hatte, wie es ein walrossbärtiger Pastorensohn lehrte, ja auch ihre Geburt im Geiste der Musik). Vielleicht sind es ja tatsächlich Dionysos und Apoll, die sich hier zusammen in den Maelstrom stürzen und dort ihren immerwährenden Kampf ausfechten. (U.S.)<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230602_145621_413.sdocx--></p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.reverbworship.com/">Reverb Worship</a></strong></p>
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		<title>THE BLACK SWAN TRIAD: Sunrise / Enchantment 7&#8243;</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2022 03:32:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor etwas über einem Jahr erschien die damals als Quartett auftretende Band The Black Swan Triad auf der Bildfläche folkiger Rituslmusik und überraschte mit einer opulenten Feier der Elemente, die den Albumtitel &#8220;Symbiosis&#8221; trug und von der es hier hieß &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/10/29/the-black-swan-triad-sunrise-enchantment-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/fotor_1666859716741.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-31953" title="fotor_1666859716741" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/fotor_1666859716741-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor etwas über einem Jahr erschien die damals als Quartett auftretende Band The Black Swan Triad auf der Bildfläche folkiger Rituslmusik und überraschte mit einer opulenten Feier der Elemente, die den Albumtitel &#8220;Symbiosis&#8221; trug und von der es hier hieß &#8220;Wer ein Faible für Naturgewalten hat und Platten von Dead Can Dance, Hybryds und Mother Destruction zugleich im Regal stehen hat, sollte sich diese Kollaboration nicht entgehen lassen&#8221;.<span id="more-31951"></span></p>
<p>Zuverlässigen Informationen zufolge hat die aus Grey Malkin, Peter “Ashtoreth” Verwimp und den Norwegern Menalaeh und Vinlandsraud bestehende Combo, zu der mittlerweile noch der Perkussionist Steve Hermit und Stratosphere zählen, bereits einen Nachfolger eingespielt, der lediglich auf seinen Feinschliff wartet. Einen ersten Eindruck von dem, was in der Triade derzeit passiert, kann man sich auf der neuen Single, die bald als LC-7&#8243; und digital erscheinen wird, verschaffen, denn die enthält zwei Stücke aus den neuen Sessions.</p>
<p>Eine gewisse Veränderung ist schon im ersten Track &#8220;Sunrise&#8221; zu spüren, denn der weltmusikalisch unterfütterten Tribalismus des Debüts wirkt hier eher im Hintergrund eines märchenhaften Wohlklangs, der nicht wenig an die ambienteren Momente in Malkins anderer Band Meadowsilver erinnert. Die sanft säuselnde Stimme einer Sängerin lässt sich zunächst gehaucht, schon bald sirenenhaft, von leichten Handdrums und ambienter Glitzerelektronik wie auf einem fliegenden Teppich durch den Raum tragen.</p>
<p>Was ihr anmutiger Folksopran offenbart, bringt die zwiespältige, wehmütig eingefärbte Freude jeder ehrlichen Hoffnung auf den Punkt: Ein neuer Sonnenaufgang kündet sich an, während vergnügte Vögel singen. Doch all dies, der neue Tag, der Aufbruch ins neue Leben, liegt noch hinter dem Horizont und in weiter Ferne, ist noch unsichtbar für das der gegenwärtigen Realität verpflichtete Auge. Es geht um das Licht am Ende des Tunnels und im Zentrum des Plattencovers. Irgendwann tauchen männliche Stimmen aus den Ambientwellen empor und pflichten der Sängerin bei. Wie jede ferne Heterotopie ähnelt auch diese beinahe einer Utopie, aber letztlich gibt die Mollastigkeit der kraftvollen Klanglandschaft nur die Ernsthaftigkeit, die ihr gebührt.</p>
<p>Um einiges obskurer, enigmatischer und den dunkleren Seiten des Okkulten verpflichtet erweist sich der zweite Track &#8220;Enchantment&#8221;. Weniger schöngeistig vielleicht, aber umso beschwörender wirkt hier die vor rituellem Bimmeln und Rasseln vollzogene Magie des Zusammenspiels weiblicher und männlicher Stimmbeiträge, die um Begriffe wie &#8220;no escape&#8221; kreisen, die immer wieder bewusst ins Stocken geraten und eine immense Spannung entstehen lassen.</p>
<p>Am Ende der zeremoniellen Erfahrung bleibt mehr als nur die Vorfreude auf ein kommendes Album, das, wenn es nur annähernd in Richtung der beiden Songs geht, einiges verheißt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.reverbworship.com/">Reverb Worship</a></strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_221027_103034_551.sdocx--></p>
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		<title>THE BLACK SWAN TRIAD: Symbiosis</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Oct 2021 04:06:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unter dem Titel &#8220;Symbiosis&#8221; zelebrieren die vor einigen Monaten gegründeten The Black Swan Triad eine furiose Feier der Elemente und der Sinnlichkeit. Zu den Eckdaten: The Black Swan Triad sind ein Quartett bestehend aus Grey Malkin, Peter &#8220;Ashtoreth&#8221; Verwimp und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/10/02/the-black-swan-triad-symbiosis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/09/symbiosis.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-27113" title="symbiosis" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/09/symbiosis-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Unter dem Titel &#8220;Symbiosis&#8221; zelebrieren die vor einigen Monaten gegründeten The Black Swan Triad eine furiose Feier der Elemente und der Sinnlichkeit. Zu den Eckdaten: The Black Swan Triad sind ein Quartett bestehend aus Grey Malkin, Peter &#8220;Ashtoreth&#8221; Verwimp und den Norwegern Menalaeh und Vinlandsraud, die in der Diskografie der beiden anderen bereits auftauchten und schon etwas länger ihre eigenen, hierzulande noch als<span id="more-27111"></span> obskur gehandelten Projekte Tiloh und Pax Loyu betreiben. Auf &#8220;Symbiosis&#8221; ziehen die vier sämtliche Register eines rituellen, weltmusikalisch unterfütterten Tribalismus.</p>
<p>&#8220;Symbiosis&#8221; beginnt mit einem dem Element Feuer gewidmeten Track, der dem Thema entsprechend wie eine wilde Jagd mit dem Sturm über die nächtliche Erde braust. Flöten, Echolalien und einiges mehr verschwimmen zu einem immer noch traumhaft klaren sonoren Gemisch. Brüche schneiden immer mal in das rund zehnminütige Stück, lassen Episoden entstehen, in denen ekstatische Drums, liturgische Gesänge und cinematische Streicherparts, bei denen man immer wieder die Handschrift des bekannten Schotten erkennt, die Oberhand haben und schaffen so einen Auftakt, den man guten Gewissens als feurig bezeichnen kann.</p>
<p>Wenige Klangquellen im klassisch musikalischen Sinne repräsentieren das Element Luft besser als Stimme und Bläser und so beginnt das Stück &#8220;Air&#8221;, das über Minuten einen ambienten Charakter wahrt, mit etherischem Gesang und Flöten im Wind, in dem Vögel zwitschern und krakeelen, und selbst grummeliger Gesang lässt sich wie ein Blatt durch die Lüfte tragen. Auch  das dreigeteilte &#8220;The Water Suite&#8221; geht onomatopoetisch vor, lässt kostbares Nass fließen, plätschern, rauschen und branden, doch was alles &#8211; auch doomschwere Soundmassen und Heavenly Voices &#8211; zusammenhält sind kleine Tropfen, die das Stück wie ein Metronom in Bewegung halten. Urige Growls, Schritte auf Splitt und satte Orchestralsounds geben &#8220;Earth&#8221; dagegen seine Bodenhaftung.</p>
<p>Mehr als einen bloßen Appendix bilden die drei weiteren Tracks &#8220;Void&#8221;, &#8220;Sixth Sense&#8221; und &#8220;Oblivion&#8221;, die stilistisch bestens zum ersten Teil passen und in hypnotisch rauschenden, melancholisch entrückten und doomig schweren Passagen vielleicht so etwas wie eine ambivalente Beziehung zum Elementaren ausdrücken mögen, das in der modernen Welt aus den Sinnen gerückt scheint und doch unterschwellig spürbar ist.</p>
<p>In diesem Sinne ist &#8220;Symbiosis&#8221; auch nicht nur eine Feier der Elemente, sondern ebenso eine Art Weckruf, was schon aus dem verwendeten Zitat des Autors und Aussteigers Henry Beston hervorgeht: &#8220;The world today is sick to its thin blood for lack of elemental things, for fire before the hands, for water welling from the earth, for air, for the dear earth itself underfoot. In my world of beach and dunes these elemental presences lived and had their being, and under their arch there moved an incomparable pageant of nature and the year.&#8221;</p>
<p>&#8220;Symbiosis&#8221; ist in seiner Detailfülle ein intensives und für manche Geschmäcker vielleicht ein wenig überladenes Album, dessen Fülle an Stimmungen sich definitiv erst nach wiederholten Hörexpeditionen erschließt. Wer ein Faible für Naturgewalten hat und Platten von Dead Can Dance, Hybryds und Mother Destruction zugleich im Regal stehen hat, sollte sich diese Kollaboration nicht entgehen lassen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Reverb Worship</strong></p>
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		<title>A Sense Of Unease Or Of Something Haunted. Ein Interview mit Grey Malkin</title>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2021 05:25:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Etwas mehr als vier Jahre ist es nun her, dass die schottischen The Hare And The Moon das Ende ihrer Aktivitäten bekanntgaben. Wäre es danach wirklich still geblieben um deren Gründer Grey Malkin, würde man sich heute wahrscheinlich an sie &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/05/08/a-sense-of-unease-or-of-something-haunted-ein-interview-mit-grey-malkin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20190317_090809_1831.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-25322" title="IMG_20190317_090809_183" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20190317_090809_1831-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Etwas mehr als vier Jahre ist es nun her, dass die schottischen The Hare And The Moon das Ende ihrer Aktivitäten bekanntgaben. Wäre es danach wirklich still geblieben um deren Gründer Grey Malkin, würde man sich heute wahrscheinlich an sie erinnern wie an einen langsam verblassenden surrealen Traum und sich fragen, ob es sie je wirklich gab. Die Obskurität der Mitglieder, die niemals ihre Namen und Gesichter preisgaben, vor allem aber die ebenso<span id="more-25295"></span> ungreifbare Musik, deren Mixtur als Filmscores, dunklem Ritualismus und den unheimlichen Seiten britischer Folk-Traditionen, trugen ihren Teil zu dem geheimnisvollen Image der Gruppe bei, die bei all dem nie prätentiös auftrat. Dass Grey Malkin, der nach der alten Bezeichnung für eine Katze zunächst ein Album und irgendwann auch sich selbst benannte, immer noch einiges mitzuteilen hatte, erkannten auch seine Freunde, und so kam auch auf Drängen anderer sein eigenes Projekt ins Rollen, das v.a. durch Kollaborationen (mit Trappist Afterland, Astoreth und Kitchen Cynics) und als Teil neuer Bands (Embertides, Meadowsilver, Widow&#8217;s Weeds, The Black Swan Triad) von sich reden machte. Malkins hat in seiner Musik stets die einmal von Alan Trench geäußerte Forderung &#8220;to fuck up tradition&#8221; ganz selbstverständlich beherzigt und dabei vieles vorweggenommen, was andere später als Folk Horror oder Hautology propagieren sollten. Dass seine eigenen Interessen weit über all dies hinausgehen, zeigt u.a. <a href="http://active-listener.blogspot.com/2012/04/desert-island-discs-selected-by-hare.html">diese Musikauswahl</a>, seine zahlreichen Referenzen wären Stoff für ein ganzes Buch. Über all dies und mehr sprachen wir in unserem neuen Interview.</strong></p>
<p><a title="A Sense Of Unease Or Of Something Haunted. An Interview with Grey Malkin" href="http://africanpaper.com/2021/05/08/a-sense-of-unease-or-of-something-haunted-an-interview-with-grey-malkin/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p><em><strong>Als du vor über zehn Jahren deine Band The Hare And The Moon gegründet hattest, warst du schon schon lange Musik-Enthusiast, und soweit wir wissen, umfasste dein Geschmack Metal, elektronische Musik, Folk und wahrscheinlich noch viel mehr. Welche Impulse brachten dich dazu, die cinematischen Folk-Soundscapes aufzunehmen, für die du bekannt bist?</strong></em></p>
<p>Ich denke, es war eine Mischung aus persönlichen Vorlieben und der völligen Unfähigkeit, eines meiner Instrumente richtig zu spielen. Was Ersteres betrifft, so denke ich, dass die Jahre, in denen ich Künstler wie Swans, Coil und Popol Vuh gehört habe, mich sicherlich in Richtung einer eher cineastischen oder filmischen Ausrichtung gelenkt haben, oder mir eine Tendenz eingeflößt haben, das zu bevorzugen, was man als Stimmungsstücke beschreiben könnte. Ich bevorzuge die Atmosphäre oder das Erzeugen eines akustischen Sinns oder Gefühls, statt irgendwelcher Vorstellungen von Virtuosität oder einem schnörkeligen, aufwändigen Spiel. Das ist für mich unendlich viel interessanter. Die Tatsache, dass ich auch nach all den Jahren nicht richtig Gitarre, Mandoline oder Keyboard spielen kann, hat dazu geführt, dass ich mir genau überlegen muss, wie ich einen Track aufbaue und schichte, anstatt direkt musikalisch zu sein. Ansonsten, und das ist nichts unbedingt Schlechtes, würde sich wahrscheinlich alles nach Judas Priest anhören.</p>
<p><em><strong>Würdest du sagen, dass es damals eine gewisse (stilistische oder atmosphärische) Lücke zu füllen gab?</strong></em></p>
<p>Es ging mir nicht wirklich darum, irgendeinen Raum oder eine Lücke zu füllen, ich wollte einfach meine Einflüsse zusammenbringen, sei es Film, Musik oder Literatur; auch hier war ich aufgrund meiner sehr begrenzten Fähigkeiten in meinen Klangmöglichkeiten eingeschränkt. Das allererste The Hare &amp; The Moon-Album ist fast trocken und in einem Kanal direkt auf Band aufgenommen worden, ich hatte keine Ahnung von Effekten oder richtigem Abmischen, geschweige denn von Mastering oder irgendetwas von dieser &#8216;professionellen&#8217; Herangehensweise! Deshalb ist es seltsam und (ich hoffe, liebenswert) schräg, und die meisten Songs enden, wenn meine Arme zu wund sind, um weiterzuspielen. Es gab kein Streben danach, &#8220;Folk-Horror&#8221; zu sein, ein Begriff, der damals noch nicht so weit verbreitet war wie heute, obwohl ich stark von Dingen wie The Wicker Man, Acid-Folk aus den 1960er und 70er Jahren und Folklore beeinflusst war; das sind die Elemente, die einen starken Einfluss darauf hatten, wie die Musik zusammenkam und klang.</p>
<p><em><strong>Schottland war in den letzten Jahrzehnten ein echtes Zentrum für innovative Folkmusik, und obwohl es schon immer internationale Verbindungen gab, sind die schottischen Musiktraditionen in unseren Breiten gar nicht so bekannt. Inwieweit haben die lokalen Musiktraditionen deine eigenen Interessen geprägt?</strong></em></p>
<p>Es tut mir weh, das zu sagen, aber es ist fast etwas, wogegen man rebellieren oder vorgehen sollte. Schottischer Folk (ohne gälische Lieder oder Psalmen) kann schrecklich überzuckert und kurzlebig sein und innerhalb bestimmter, sehr zahmer Konventionen entstehen &#8211; also oft sehr konservative Kost. Was ein Wunder ist, wenn man bedenkt, wie viele traditionelle schottische Balladen sich mit Themen wie dem Übernatürlichen, Mord und jenseitigen Angelegenheiten befassen. Es hat auch etwas von einer Musiktradition, virtuos oder technisch versiert auf seinem Instrument zu sein, was mich überhaupt nicht interessiert. Es gibt Ausnahmen, wie Alasdair Roberts oder Burd Ellen, und natürlich The Incredible String Band, aber meistens ist es sehr mittelmäßig. Ein schottischer Musiker, der mich viel mehr beeinflusst hat, ist Michael Begg von Human Greed/Fovea Hex, dessen Soundscapes, experimentelle elektronische Stücke und Kammermusik für mich viel mehr von der schottischen Landschaft erzählen als viele heutige Folkbands.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20190406_155957_1771.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-25324" title="IMG_20190406_155957_177" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20190406_155957_1771.jpg" alt="" width="1080" height="965" /></a></p>
<p><em><strong>Inwieweit hat der Name, unter dem du spielst, etwas mit “The Scottish Play“ zu tun?</strong></em></p>
<p>Eigentlich nicht sehr viel, obwohl es ein schönes Stück ist! Ich brauchte einen Namen, als ich mich vor vielen Jahren in die sozialen Medien wagte, also nahm ich den Titel des zweiten Albums von The Hare &amp; The Moon, ohne wirklich zu denken, dass ich ihn einmal als Pseudonym verwenden würde. Heute versuche ich, soziale Medien nach Möglichkeit zu vermeiden, aber viele Leute nennen mich jetzt Grey und kennen mich so, also ist es geblieben. Hexerei ist auch ein Interesse von mir, also passt es dazu. Vor einiger Zeit gab es eine Verwechslung und jemand dachte, ich hieße eigentlich Graham Malkin, was für einigen Spaß sorgte. Ich antworte generell auf die meisten Dinge.</p>
<p><em><strong>Bis heute hat deine Musik einen gewissen Collagen-Aspekt, der sehr zu deiner Herangehensweise als Studiomusiker statt als Live-Act passt. Beides ist nichts, was die meisten Leute mit folkig inspirierter Musik in Verbindung bringen würden. Gab es Musiker, die dich zu dieser Art zu arbeiten inspiriert haben?</strong></em></p>
<p>Ich denke, Collage ist ein wirklich guter Begriff, er beschreibt gut, wie ich Stücke im Studio zusammensetze und versuche, die beste Passform und Kombination zu finden, um eine bestimmte Atmosphäre zu erzeugen oder aufrechtzuerhalten. Ich denke, ich habe mich wahrscheinlich stark von Nurse With Wound inspirieren lassen (obwohl meine Musik nicht wirklich ähnlich klingt, außer vielleicht einige meiner Arbeiten mit So There oder Michael Warren) und seinem dadaistischen Ansatz, Klangelemente zu konstruieren und zu mischen, um eine Art unheimliche Stimmung zu erzeugen. Die Arbeit von Coil, sowie die Soundtrack-Arbeit von Luboš Fišer (der die Titelmusik zu &#8216;Valerie And Her Week of Wonders&#8217; aufgenommen hat), The BBC Radiophonic Workshop, The Art Bears, Tangerine Dream, Syd Barrett, Kate Bush, Einstürzende Neubauten &#8211; ich bin mir sicher, dass sie alle ihren Weg hierher gefunden haben, im Sinne von Stücken, die keine konventionellen Wege gehen müssen und in denen disparate Elemente und Genres nebeneinander stehen. Unterschiedliche Klänge oder Aspekte, die nicht unbedingt zusammenpassen sollten, können ein angenehmes Unbehagen erzeugen. Mehr im Studio zu arbeiten und einige oder alle Instrumente auf einigen Aufnahmen zu spielen und dann zu mischen und zu produzieren, ist etwas, das ich bei anderen Künstlern wie Foetus oder Steven Stapleton beobachtet und bewundert habe. Es kann meinen inneren Kontrollfreak ansprechen, mich einfach auf mich selbst zu verlassen und zu versuchen, den Sound in meinem Kopf so nah wie möglich an den Sound auf dem Band zu bekommen. Obwohl mich das oft halb verrückt macht.</p>
<p><em><strong>Du hast fast zehn Jahre lang mit The Hare And The Moon gespielt, bis du dieses Kapitel vor ein paar Jahren beendet hattest. Gab es einen musikalischen oder persönlichen Wendepunkt, der dich dazu brachte, dich auf dein Soloprojekt und andere Kollaborationen zu konzentrieren?</strong></em></p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Nase voll und war an einem sehr dunklen Ort mit mir selbst, aus dem ich beinahe nicht herausgekommen wäre oder den ich nicht überlebt hätte. Dinge mussten weggefegt werden, sowohl um überhaupt in Erwägung zu ziehen, mit der Musik weiterzumachen (was ich nicht mehr vorhatte), als auch um zu leben oder als Mensch zu funktionieren. Das klingt sehr melodramatisch, aber es ist wahr. Außerdem wurde die Idee, noch mehr von The Wicker Man inspirierte Folkmusik aufzunehmen, aufgesetzt und vorhersehbar, weshalb ich die Chance ergriff, das letzte The Hare &amp; The Moon-Album mit Sourdeline aufzunehmen, einer französischen Acid-Folk-Band, die in den 1970er Jahren begann und deren Alben ich liebe. Unsere gemeinsame Veröffentlichung war komplett auf Französisch gesungen und es ist zweifellos eines meiner eigenen Lieblingsalben. Danach hatte ich, wie schon erwähnt, keinen Enthusiasmus und keine Pläne, jemals wieder etwas aufzunehmen, aber eine Einladung von Peter von Ashtoreth führte dazu, dass ich mit ihm das &#8220;Pilgrim&#8221;-Album aufnahm, was eine große Freude war, und auch der Beginn einer geschätzten Freundschaft. Andere neue Projekte folgten, mit anderen Freunden, wie Kitchen Cynics und Trappist Afterland. Jedes fühlt sich spürbar anders an und ermöglicht einzigartige Arbeits- und Kreativitätsweisen, sei es mehr songorientiert mit Alan (Kitchen Cynics), Adam (Trappist Afterland) oder Daughters of Grief (Widow&#8217;s Weeds) oder mehr ambient oder experimentell mit Peter (Ashtoreth) und David Colohan (Embertides).<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20210213_123115_4581.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-25325" title="IMG_20210213_123115_458" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20210213_123115_4581.jpg" alt="" width="1980" height="1980" /></a></p>
<p><em><strong>Mittlerweile hast du eine komplette Albumtrilogie plus ein Remix-Album zusammen mit dem belgischen Drone-Musiker Ashroteth aufgenommen, die sich thematisch den (meist religiösen) Typen des Pilgers, des Einsiedlers und des Ketzers widmet. Wie kam euer Interesse an diesen Themen zustande?</strong></em></p>
<p>Das sind drei der Alben, an denen ich am liebsten gearbeitet habe (es gibt zwei Remix-Alben, jeweils eines für &#8216;Pilgrim&#8217; und &#8216;Hermit&#8217;, letzteres ist auf Bandcamp, wobei alle Erlöse an SARI, Stand Up To Racism And Inequality, gehen). Meiner Meinung nach (und Peter wird seine eigenen Assoziationen haben) beschreiben diese drei Archetypen unterschiedliche Geisteszustände: Einsamkeit oder das Alleinsein in der Natur; Introvertiertheit und Störung von Stimmung und Geist; und schließlich das Externe und Kollektive, eine Verbindung mit dem Universum und dem Leben selbst.</p>
<p><strong><em>War die Reihe von Anfang an als Trilogie geplant?</em></strong></p>
<p>Ich glaube, die Idee zur Trilogie entstand während der Aufnahmen zum zweiten Album. Wir hatten eine Arbeitsweise gefunden, die sich erweitern und in ein Projekt dieser Länge und Dauer kanalisieren ließ. Wir arbeiten unglaublich gut zusammen, fast intuitiv, und die Stücke können schnell zustandekommen oder mit der gleichen Begeisterung über die Zeit wachsen. Dass wir mit der Idee angefangen haben, einen Song zusammen zu machen, und dass daraus ein so umfangreiches und ausgedehntes Projekt geworden ist, ist ein Beweis dafür, was für ein kreativer und aufgeschlossener Mensch Peter ist, ich liebe alles, was er veröffentlicht und sich ausdenkt. Wir sind musikalisch auf der gleichen Wellenlänge und müssen uns oft nicht gegenseitig erklären oder beschreiben, was wir mit einem Song erreichen wollen; wir kommen ohne Worte an den gleichen Ort.</p>
<p><em><strong>Würden Sie sagen, dass ein Musiker oder jede Art von kreativer Person in gewisser Weise ein Pilger, ein Einsiedler und ein Häretiker sein muss, um etwas Einzigartiges zu schaffen? Wenn ja, welches der drei Modelle, denkst du, passt am besten zu dir?</strong></em></p>
<p>Ich würde nicht für andere sprechen wollen, aber ich tendiere definitiv zum Einsiedler. Ich bin oft am glücklichsten in meiner eigenen Gesellschaft, oder wenn ich alleine im Wald oder an der Küste spazieren gehe. Ich finde das Zusammensein mit Menschen sowohl anstrengend als auch auslaugend, obwohl es auch inspirierend und energetisierend sein kann, wenn ich eine gleichgesinnte Seele finde. In der Edwardianischen Zeit war es in Mode, einen Einsiedler zu engagieren, der auf dem Gelände deines Herrenhauses saß und mit dem du dich über Probleme unterhalten konntest, die dich beschäftigten. Wenn jemand eine gemütliche Höhle oder Grotte hat und einen schmuddeligen Einsiedler sucht, der zu ihm passt, kann er sich gerne melden. Ich nehme die Bezahlung in Rotwein und Chips an.</p>
<p><em><strong>Wenn &#8220;Pilgrim&#8221;, &#8220;Eremit&#8221; und &#8220;Heretic&#8221; Filme wären, wer könnte deiner Meinung nach Regie führen?</strong></em></p>
<p>Das ist eine wirklich interessante Frage. Ich würde auf jeden Fall Werner Herzog nominieren, für seine nüchterne und doch wertschätzende Darstellung der menschlichen Absurditäten und für seinen Respekt vor der Natur als unnachgiebige, unwandelbare Kraft. Ich kann mir keine seiner Arbeiten nennen, die ich nicht bewundere, egal ob es sich um seine Dokumentar- oder Spielfilme handelt; &#8220;Aguirre&#8221;, &#8220;Nosferatu&#8221;, &#8220;Das Rätsel des Kasper Hauser&#8221; (im Original <em>Jeder für sich und Gott gegen Alle</em>) und &#8220;Herz aus Glas&#8221; zählen zu meinen absoluten Favoriten. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich bei einem der drei Filme David Lynch als Regisseur engagieren, Herzog aber als Sprecher behalten. Können Sie sich das vorstellen? Wer noch? Tarkowski, obwohl die Filme sicher ewig daurn würden.</p>
<p><em><strong>Kannst du dich mit Algernon Blackwoods Aussage über die Risiken der Imagination identifizieren, die einen an schreckliche Orte führen kann und eine &#8220;vernünftige Herrschaft&#8221; erfordert? Ist dir das Gefühl, zu tief in die Phantasie einzutauchen, vertraut?</strong></em></p>
<p>Das Gefühl, zu tief einzutauchen (oder zu versinken), ist nur allzu vertraut. Es stimmt schon: The Mind Is a Terrible Thing to Taste.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20181029_162717_4721.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-25326" title="IMG_20181029_162717_472" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20181029_162717_4721.jpg" alt="" width="1536" height="1920" /></a></p>
<p><em><strong>Auf &#8220;Heretic&#8221; finden sich Zitate von Blackwood und LeFanu, auf &#8220;Revenant&#8221; von Hodgson und Machen, auf &#8220;Hermit&#8221; von Robert Aickman. Du hast bereits über deine Liebe zur Weird Fiction geschrieben. Was kann diese Art von Literatur ausdrücken? Was sind deine Lieblingsautoren?</strong></em></p>
<p>Für mich selbst können Autoren wie Aickman und Machen eine Seite der Existenz und des Lebens darstellen, die etwas bietet, das sich vom Alltag und von der  Norm untescheidet, eine Seite, von der ich stark spüre, dass sie da ist und real ist. Diese andere Welt ist vielleicht nur außerhalb unseres Blickfeldes, aber sie sitzt neben unserer irdischen Existenz, beobachtet uns und wartet. Diese Autoren bieten die Möglichkeit, in diese andere Welt einzutreten, die Vorstellungskraft zu erweitern und zu glauben und zu wissen, dass solche Dinge existieren, wenn wir sie sehen wollen. Neben den erwähnten Autoren mag ich auch die Werke von M.R. James und H.R. Wakefield, sowie zeitgenössische Autoren wie Alan Garner, aber ich fühle mich besonders zu edwardianischen und viktorianischen Geistergeschichten hingezogen.</p>
<p><em><strong>Gibt es eine von Aickmans “Strange Stories“ die du grne vertonen würdest?</strong></em></p>
<p>Es gibt eine Reihe seiner Geschichten, die ich gerne vertonen würde, aber vor allem &#8220;Ringing The Changes&#8221; aus &#8220;Dark Entries&#8221;; die Geschichte ist zutiefst verstörend und beunruhigend in einer Weise, die noch lange nach der Lektüre anhält, und sie hat auch einige offensichtliche Elemente, die sich für eine musikalische Begleitung eignen würden. Auf die gleiche Weise würde ich gerne eine Art Hintergrundstück oder stimmungsvolle Musik aufnehmen, die die Lesung von Schriften von Machen oder Blackwood begleiten könnte; jede dieser klassischen und zeitlosen Wyrd- oder Spukgeschichten. Es ist etwas, an dem ich zu arbeiten begonnen habe und zu dem ich immer wieder zurückkehre, bis es schließlich das Licht des Tages (oder des Mondes in der Nacht) erblicken wird.</p>
<p><em><strong>Inwieweit ist die neu gegründete Gruppe The Black Swan Triad eine Fortsetzung der Trilogie? Neben Verwimp gibt es auch Beiträge von Menalaeh und Vindlandsraud, zwei relativ obskuren Musikern, die mit dir auf &#8220;Heretic&#8221; gearbeitet haben&#8230;</strong></em></p>
<p>Menalaeh und Vindlandsraud betreiben die exzellente Band Tiloh, und ich lernte sie über Peter während der Aufnahmen zu &#8220;Heretic&#8221; kennen, für die Menalaeh einige wunderschöne Vocals beisteuerte. Wir verstanden uns sehr gut und begannen The Black Swan Triad fast als ein Experiment zur eigenen Unterhaltung, das zu meiner Freude und Überraschung schnell zu einem fertigen Album wurde. Ich würde sagen, dass die Arbeit von Black Swan Triad sich von der Trilogie mit Ashtoreth unterscheidet und ein völlig neues Projekt ist, obwohl es Motive und Stimmungen gibt, die definitiv ähnlich sind. Ich denke, dass diejenigen, die &#8220;Hermit&#8221; etc. genossen haben, hier sicherlich etwas finden werden, das ihnen gefällt.</p>
<p><em><strong>Meinem ersten Eindruck nach ist &#8220;The Black Swan Triad&#8221; eines deiner bisher ekstatischsten rituellen Projekte. Wie würdest du die emotionale Seite des kommenden Albums beschreiben?</strong></em></p>
<p>Es gibt da eine echte Bandbreite; wir haben uns darauf konzentriert, die Elemente der Natur darzustellen, also Feuer, Wasser, Luft, Erde sowie einige andere, eher schattenhafte Aspekte der Existenz. Die Musik soll diese Elemente beschreiben, so ist Wasser zum Beispiel abwechselnd ruhig, dann schnell und drängend, Feuer wütet und Erde hat eine gewisse Kraft und Ausgeglichenheit, ist aber auch, nun ja, erdig! Ich bin wirklich gespannt darauf, dass die Leute hören, was wir geschaffen haben, es fühlt sich wie etwas ganz Besonderes an.</p>
<p><em><strong>Auf der Bandcamp-Seite von The Floating World heißt es: &#8220;2014 beschlossen Neddal Ayad (Gitarren), Grey Malkin (Noise, Drones) und Amanda Votta (Vox, Bari-Gitarre) mit Amanda Votta &amp; The Spectral Light gemeinsam dunklere, lärmigere Songs zu machen als die von The Floating World. Dieser manchmal ruhige, manchmal wütende Tsunami ist das Resultat.&#8221; Gab es einen bestimmten Vorfall, der euch zu dieser lärmigen Musik inspirierte?</strong></em></p>
<p>Ah, das solltet ihr am besten Amanda und Neddal fragen! Die Richtung bestand schon, als ich anfing, meine Parts hinzuzufügen. &#8220;Secrets to the Sea&#8221; ist ein tolles Album, und ich bin sehr stolz darauf, daran beteiligt gewesen zu sein. Es unterscheidet sich sehr von The Floating World, Amandas Projekt, das eine ruhigere und schönere, geheimnisvolle Melancholie hat. Obwohl ich sagen muss, dass ein neues The Floating World-Album auf dem Weg ist, an dem ich zu meiner Freude auch wieder beteiligt bin, und das ein wahres Monster ist. Einige Parts sind purer, brutaler und zugleich schöner Lärm!<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20200910_200955_3211.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-25327" title="IMG_20200910_200955_321" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20200910_200955_3211.jpg" alt="" width="1932" height="1932" /></a></p>
<p><em><strong>&#8220;Secrets To The Sea&#8221; wurde gerade digital veröffentlicht. Gibt es Pläne für eine physische Veröffentlichung? Alle Erlöse aus dieser Veröffentlichung werden an die Organisation Butterfly gespendet (die asiatischen und migrantischen Sexarbeiterinnen hilft). Ihr erwähnt ausdrücklich die schrecklichen Anschläge in Georgia. Ich habe ein paar Jahre in Atlanta gelebt und bin oft an einem der Salons vorbeigekommen. Hast du das Gefühl, dass das, was dort passiert ist, eine Kombination aus furchtbarem Rassismus und einer extrem ungesunden Einstellung zur Sexualität ist (nur wenige schienen darüber gesprochen zu haben, als der Hintergrund des Schützen unter die Lupe genommen wurde)?</strong></em></p>
<p>Auch hier wäre jede Veröffentlichung Amandas Entscheidung, obwohl wir darüber gesprochen haben, und physische Editionen sind immer schön. Ich weiß, dass Amanda sehr daran interessiert war, das Album wieder verfügbar zu haben, daher erschien es auf Bandcamp zugunsten von Butterfly. Ich sehe ebenfalls, dass eine fürchterliche Kombination aus Frauenfeindlichkeit und Rassismus an den Angriffen in Georgia zusammenkam, was leider kein Einzelfall in der heutigen Welt ist. Es gibt eine Fülle idiotischer rechter, rassistischer, niederträchtiger Einstellungen und Verhaltensweisen, die von bestimmten Regierungschefs in den USA und Europa/Großbritannien gefördert wurden, die ich absolut verabscheue. Es ist eine widerliche Denkweise, die ich nicht verstehe und auch nicht verstehen möchte.</p>
<p><em><strong>Du bist auch Teil von Meadowsilver, bei denen eine eher ätherische, mittelalterliche Atmosphäre spürbar ist. Was kannst du uns über dieses Projekt erzählen?</strong></em></p>
<p>Ich liebe es, mit Gayle und Stephen in Meadowsilver zu spielen, sie sind beide gute Freunde von mir. Unsere gemeinsame Vorliebe für Psychedelia und Psych-Folk kommt der Musik, die wir machen, sehr zugute. Außerdem gab mir das die perfekte Gelegenheit, die Gitarre wieder einzustöpseln und ein bisschen Krach zu machen, nachdem ich mich eine Zeit lang mehr auf das Keyboard konzentriert hatte. Wir hoffen, einen Nachfolger aufzunehmen, sobald wir dazu in der Lage sind, denn ich glaube, dass etwas Besonderes passiert, wenn wir zusammen aufnehmen. Einige der Traditionen, für die ich mich sehr interessiere, im Rahmen eines schrägen und zugleich traumhaften Folkrock zu dokumentieren, ist schon eine sehr schöne Mischung.</p>
<p><em><strong>Wie wichtig sind Kollaborationen generell für dich?</strong></em></p>
<p>Sehr wichtig, obwohl ich dazu neige, meine Parts isoliert und alleine aufzunehmen, gibt es ein echtes Gefühl der Teamarbeit und des Austauschs von Ideen auf eine Art und Weise, die etwas mehr als die Summe seiner Teile schafft. Im Moment arbeite ich mit Andy Sharp von English Heretic an einer EP, was ein wirklich interessanter Prozess ist. Die Songs basieren auf seltsamen und ungewöhnlichen Orten, die Andy und ich besucht haben, während er in Schottland war. Es ist eine sehr kreative und herausfordernde Art zu arbeiten, die Arbeit mit anderen treibt mich dazu an, in jedem Fall mein Bestes zu geben, auf eine Art und Weise, die ich alleine nicht hätte. Faulenzen ist nicht erlaubt.</p>
<p><em><strong>Wie kam es zu den beiden Kollaborationen mit Adam Cole/Trappist Afterland? Da ihr beide sehr starke eigene Visionen habt &#8211; habt ihr eine Art Rahmen festgelegt, bevor ihr mit dem Schreiben und Aufnehmen der Songs begonnen habt?</strong></em></p>
<p>Eigentlich nicht, wir sind einfach reingesprungen! Einige der Songs hatten ein Skelett, das von Adam zur Verfügung gestellt wurde, andere von mir, und wir fügten jeweils unsere Parts entsprechend hinzu. Es war nahtlos und geradlinig, ich denke, weil wir gute Freunde sind und beide eine sehr ähnliche Vorliebe für den Folk der 60er/70er Jahre haben, also kommen wir von den gleichen Referenzpunkten. Ich denke, unsere beiden Stile ergänzen sich sehr gut, oder zumindest kann ich alle seine Parts mit Mellotron unterlegen, und ich bewundere Adams Stimme. Hoffentlich werden wir auch in Zukunft mehr zusammen machen. Besonders &#8220;The Trappist &amp; The Hare&#8221; schien bei den Leuten Anklang zu finden, und es war schön, David Colohan, Michael Warren, Gayle Brogan und Alan (Kitchen) Cynic zu den Aufnahmen hinzuzuholen. Es fühlt sich an wie eine Art Familie.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20210313_095455_4541.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-25328" title="IMG_20210313_095455_454" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20210313_095455_4541.jpg" alt="" width="3024" height="3780" /></a></p>
<p><em><strong>Ohne deine Arbeit(en) (zu) stark vereinfachen zu wollen, würdest du sagen, dass es ein Element gibt, das alle verschiedenen Projekte, an denen du bislang beteiligt warst, miteinander verbindet?</strong></em></p>
<p>Ich denke, es gibt fast immer so ein Gefühl von Unbehagen oder von etwas Gespenstischem in meiner Musik, das von meinen Einflüssen, wie den bereits erwähnten Geistergeschichten, dem tschechischen New-Wave-Kino, dem Surrealismus, der Hexerei und den dunkleren der traditionellen Balladen, ausgeht. Und bis zu einem gewissen Grad wahrscheinlich auch von meiner mentalen Verfassung. All das durchdringt die Dinge, ich hoffe auf eine ungekünstelte Art und Weise. Ich versuche nicht, &#8216;unheimliche&#8217; Musik zu konstruieren, ich hoffe, dass sie einfach organisch zu dieser Stimmung führt. Ich bin sehr misstrauisch gegenüber übermäßig oder absichtlich konstruierter Kunst, die ein bestimmtes Genre oder &#8220;Etikett&#8221; hat, das sie anstrebt. Es kann dann tatsächlich eine Übung zum Abhaken sein und sich folglich unaufrichtig anfühlen. Obwohl der Heavy Metal eine Ausnahme sein könnte, wenn überhaupt, kann er sogar von diesem Ansatz profitieren (wieder Judas Priest!). Ich denke, das aktuelle Widow&#8217;s Weeds-Album &#8216;Revenant&#8217;, das ich mit Daughters of Grief aufgenommen habe und das ein wundervolles Artwork von Hidden Velvet hat, veranschaulicht dieses eine Element am besten und festigt es. Es ist ein Werk, auf das ich sehr stolz bin und vielleicht dasjenige, das ich als repräsentativ für meine Arbeit ansehen würde.</p>
<p><em><strong>Ich erinnere mich noch lebhaft an das allererste Mal, als ich vor vielen Jahren in der Wohnung eines Freundes in London &#8220;The Wicker Man&#8221; auf einem alten VHS-Tape sah. In den letzten Jahren wurde der Begriff &#8220;Folk-Horror&#8221;, den du eben auch genannt hast, häufig und manchmal &#8211; wie ich finde &#8211; wahllos verwendet. Die Frage ist eine doppelte: Wie würdest du selbst ihn definieren und hast du das Gefühl, dass einige deiner Arbeiten in gewisser Weise Elemente davon enthalten könnten?</strong></em></p>
<p>Ich stehe dem Begriff &#8220;Folk-Horror&#8221; etwas zwiespältig gegenüber, obwohl ich in diesem Bereich schon einiges geschrieben habe. Ich denke, er ist wahrscheinlich kein nützlicher Indikator mehr für bestimmte Merkmale in der Kultur, sei es Film, Literatur oder Musik &#8211; etwas, das das Gefühl beschreibt, dass etwas nicht stimmt, etwas nicht richtig ist &#8211; mit der dazugehörigen Landschaft oder dem Ort, der entweder zu diesem Unbehagen beiträgt oder ein Teil davon ist. Jetzt fühlt es sich an wie ein riesiges, kaum zusammenhängendes Sammelsurium von Dingen, die nie als Folk-Horror oder gar Horror gedacht waren, alle unter dem gleichen Oberbegriff etikettiert, aber das ist nur meine Miesepetrigkeit. Wenn es den Leuten hilft, nach ähnlichen Filmen oder Serien oder was auch immer zu suchen, dann ist das alles gut. Ich bin nicht scharf auf &#8216;Genres&#8217; oder Etiketten generell, schließlich fängt alles an, einer Vorstellung davon zu folgen, wie etwas &#8216;Folk-Horror&#8217; oder &#8216;Hauntological&#8217; sein sollte, und man endet bei &#8216;Midsomer&#8217;, das ich einfach schrecklich fand. Ich denke, es gibt einige ähnliche Einflüsse in meiner Arbeit, aber ich habe nie versucht, &#8220;Folk-Horror&#8221;-Musik zu machen. Ich sitze nicht mit einer Ziegenmaske und einem Umhang da und nehme auf. Jedenfalls nicht die ganze Zeit.</p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
<p><strong><a href="https://thehareandthemoon.bandcamp.com">Bandcamp</a> | <a href="https://soundcloud.com/thehareandthemoon">Soundcloud</a> | <a href="https://www.discogs.com/de/artist/5855611-Grey-Malkin">Discogs</a> | <a href="https://www.instagram.com/sirmalkin/">Instagram </a></strong></p>
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		<title>A Sense Of Unease Or Of Something Haunted. An Interview with Grey Malkin</title>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2021 05:23:23 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20190317_090809_183.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-25315" title="IMG_20190317_090809_183" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20190317_090809_183-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>It&#8217;s been a bit over four years now since Scotland&#8217;s The Hare And The Moon announced the end of their activities. If it had remained really quiet afterwards about their founder Gray Malkin, one would probably remember them today like a slowly fading surreal dream and wonder if they ever really existed. The obscurity of the members, who never revealed their names and faces, but above all the equally intangible<span id="more-25293"></span> music, its mixture of film scores, dark ritualism and the eerie aspects of British folk traditions, all contributed to the mysterious aura of the group, which never appeared pretentious in all this. Also his friends recognized that Gray Malkin, who initially named an album and at some point also himself after this old term for a cat, still had a lot to say, and so, at the urging of others, his own project got rolling, which made a name for itself through collaborations (as with Trappist Afterland, Astoreth, Kitchen Cynics or just recenty Andy Sharp) and as part of new bands (Embertides, Meadowsilver, Widow&#8217;s Weeds, The Black Swan Triad). In his music, Malkins has always taken to heart Alan Trench&#8217;s once stated demand &#8220;to fuck up tradition&#8221; as a matter of course, anticipating much of what others would later propagate as Folk Horror or Hautology. That his own interests go far beyond all this is shown, among other things, by <a href="http://active-listener.blogspot.com/2012/04/desert-island-discs-selected-by-hare.html">this selection of music</a>; his numerous references would be material for an entire book. We talked about all of this and more in our new interview.</strong></p>
<p><a title="A Sense Of Unease Or Of Something Haunted. Ein Interview mit Grey Malkin" href="http://africanpaper.com/2021/05/08/a-sense-of-unease-or-of-something-haunted-ein-interview-mit-grey-malkin/"><strong>German Version</strong></a></p>
<p><em><strong>As you started your band The Hare And The Moon a bit more than a decade ago, you&#8217;ve been a passionate listener of music for quite some time, and as far as we know, your taste included metal, electronic music, folk and probably a lot more. Which impulses brought you to create the cinematic folk soundscapes you&#8217;re known for?</strong></em></p>
<p>I think a mixture of personal musical preferences and a complete inability to properly play any of my instruments. Regarding the former, I think my years listening to artists such as Swans, Coil and Popol Vuh certainly directed me towards a more cinematic or filmic bent, or instilled a tendency to favour what might be described as mood pieces. I really prefer atmosphere, or to create an aural sense or feeling, rather than any notions of virtuosity or frilly, elaborate playing. It’s infinitely more interesting to me. The fact I can’t play guitar, mandolin, or keyboards properly, even after all these years, has meant that I have to think carefully about building and layering a track rather than being directly musical. Otherwise, and this not necessarily a bad thing, everything would probably sound like Judas Priest.</p>
<p><em><strong>Would you say that at that time there was a certain (stylistic or atmospheric) gap to fill?</strong></em></p>
<p>I wasn’t really concerned or influenced by filling any space or gap, more I just wanted to bring my influences together, whether it be film, music or literature; again I was also limited in what sounds I could make due to my very basic skills. The very first The Hare &amp; The Moon album is almost recorded dry and in one channel straight to tape, I had no concept of effects or proper mixing, let alone mastering or any of that ‘professional’ type of business! That’s why it is curiously (I hope endearingly) wonky and most songs usually come to an end when my arms got too sore to carry on playing. There was no pursuit of being ‘folk horror’, a term which was not in the wide usage that it is today, although I was heavily influenced by things like The Wicker Man, 1960’s and 70’s acid folk and folklore; those are the elements that strongly directed and dictated how the music came together and sounded.</p>
<p><em><strong>Scotland has been a real hotspot for innovative folk music during the past decades, and although there&#8217;ve always been international connections, the Scottish music traditions are quite under the radar here in continental Europe. To what extend did your local music traditions shape your own interests?</strong></em></p>
<p>This pains me to say, but almost in something to rebel or act against. Scottish folk (not including Gaelic song or psalms) can be horribly twee and shortbread tin, and made within certain very tame conventions, so it can often be very conservative fare. Which is a wonder, given how many Scottish traditional ballads are about such subjects as the supernatural, murder and otherworldly affairs. It has also something of a muso tradition, of being virtuoso or technically adept at your instrument, which doesn’t interest me at all. There are exceptions, such as Alasdair Roberts or Burd Ellen, and of course The Incredible String Band, but it is mostly very middle of the road. A Scottish musician that influenced me much more is Michael Begg of Human Greed/Fovea Hex, whose soundscapes, experimental electronic pieces and chamber music speaks much more to me of the Scottish landscape than many contemporary folk bands.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20190406_155957_177.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-25316" title="IMG_20190406_155957_177" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20190406_155957_177.jpg" alt="" width="1080" height="965" /></a></p>
<p><em><strong>Could you say to what extent the name under which you record owes something to “The Scottish Play“?</strong></em></p>
<p>Not a great deal actually, although it is a fine play! I needed a name when venturing onto social media many years ago, so took my mantle from the title of  The Hare &amp; The Moon’s second album, not really thinking that I would come to use it as a nom de plume. I now try to avoid social media if at all possible, but many people now call me Grey and know me this way, so it has stuck. Witchcraft is also an interest of mine, so it befits this. A while back there was some confusion and someone thought I was actually called Graham Malkin, which caused some hilarity. I’ll generally answer to most things.</p>
<p><em><strong>Until this day, your music has a certain collage aspect, which fits a lot to your approach as a studio musician instead of a live act. Both is nothing that most people might associate with folk inspired music. Were there musicians who inspired you to work in this way?</strong></em></p>
<p>I think collage is a really good term, it describes well how I assemble pieces in the studio, trying to find the best fit and combination to work up or sustain a certain atmosphere. I think I probably drew a lot of inspiration from Nurse With Wound (despite my music not really sounding similar, except perhaps some of my work with So There or Michael Warren) and his Dadaist approach of constructing and mixing elements of sound to create a sort of sinister whimsy. Coil’s work, as well as the soundtrack work of Luboš Fišer (who recorded the theme music to ‘Valerie And Her Week of Wonders’), The BBC Radiophonic Workshop, The Art Bears, Tangerine Dream, Syd Barrett, Kate Bush, Einsturzende Neubauten &#8211; I’m sure they have all found their way in there, in the sense of pieces not needing to follow conventional routes and of having disparate elements and genres sitting side by side. Having different sounds or aspects that shouldn’t necessarily sit comfortably can give a pleasing unease or sense of discomfort. Being more studio based and playing a number or all of the instruments on some recordings, and then mixing and producing has been something that I have watched and admired in other artists like Foetus or Steven Stapleton. It can appeal to my inner control freak, just relying on myself and trying to get the sound in my head as near as possible to the sound on the tape. Although it often drives me half mad in the process.</p>
<p><em><strong>You played with The Hare And The Moon for almost ten years until you finished this chapter a couple of years ago. Was there a musical or personal turning point that lead you to concentrate on your solo and other collaborations?</strong></em></p>
<p>I was sick and tired of things by then, and in a very dark place with myself, which I very nearly did not come out of, or survive. Things needed swept away, both to even consider continuing in music (which I had no plans to do any more of) as well as to live or function as a person. That sounds very melodramatic, but it was true. Also, the idea of recording more ‘Wicker Man’ inspired folk music was becoming contrived and predictable, which was why I jumped at the chance to record the final The Hare &amp; The Moon album with Sourdeline, a French acid folk who started out in the 1970s and whose albums I love. Our release together was entirely sung in French and it is undoubtedly one of my favourite albums that I have been involved in. Following this, as I mentioned, I had no enthusiasm or plans to ever record again, but an invitation by Peter from Ashtoreth led to recording the ‘Pilgrim’ album with him, which was a joy, as well the start of a valued friendship. Other new projects followed, with other friends, such as Kitchen Cynics and Trappist Afterland. Each feels tangibly different, and allows for unique ways of working and being creative, whether it’s more song based with Alan (Kitchen Cynics), Adam (Trappist Afterland), or Daughters of Grief (Widow’s Weeds) or more ambient or experimental with Peter (Ashtoreth), and David Colohan (Embertides).<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20210213_123115_458.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-25317" title="IMG_20210213_123115_458" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20210213_123115_458.jpg" alt="" width="1980" height="1980" /></a></p>
<p><em><strong>You recorded an album trilogy plus one remix album together with Belgian drone musician Ashroteth, and its subject matter is dedicated to the (mostly religious) types of the pilgrim, the hermit and the heretic. How did your interest in these topics come up?</strong></em></p>
<p>Those are three of the albums I most enjoyed working on (there are two remix albums, one each for ‘Pilgrim’ and ‘Hermit’, the latter is on Bandcamp with all proceeds going to SARI, Stand Up To Racism And Inequality). To my mind (and Peter will have his own personal associations) these three archetypes describe distinct states of mind; solitude, or being alone within nature; introversion, and disturbance of mood and mind; and finally the external and collective, a connection with the universe and life itself.</p>
<p><em><strong>Did you plan to let it become a trilogy from the beginning?</strong></em></p>
<p>I think the trilogy idea came about during the recording of the second album; we had found a way of working that could be expanded and channelled into a project of this length and duration. We work incredibly well together, almost intuitively, and the pieces can come together quickly, or grow over time with the same enthusiasm. That we started with the idea of doing one song together, and that this grew into such an immersive and extended project is testament to what a creative and open minded person Peter is, I love everything that he releases and comes up with. We are on the same wavelength musically, and often do not need to explain or describe to each other what we are trying to do with a song; we reach the same place without words.</p>
<p><em><strong>Would you say, that a musician or any type of creative person must be some kind of a pilgrim, a hermit and a heretic in some way to create something unique? If yes, which of the three models would you say is closest to you?</strong></em></p>
<p>I wouldn’t want to speak for others, but I definitely veer towards the hermit. I am often happiest in my own company, or away walking alone in the woods or by the coastline. I find being around people both exhausting and draining, though it can also be inspirational and energising if I find a like-minded soul. In Edwardian times it was fashionable to employ a hermit to sit in the grounds of your stately home and you could confer with him on issues that were troubling you. If anyone has a comfortable cave or grotto and is looking for a scruffy recluse to fit the bill, do get in touch. I’ll take payment in red wine and crisps.</p>
<p><em><strong>If &#8220;Pilgrim&#8221;, &#8220;Hermit&#8221; and &#8220;Heretic&#8221; were films, which directors (classical or contemporary) could you imagine to create it?</strong></em></p>
<p>That’s a really interesting question. I would certainly nominate Werner Herzog, for his stark yet accepting depictions of the absurdities of humanity, and his respect for nature as an impassive, immutable force. I can’t think of any of his work that I don’t admire, whether it is his documentaries or his feature films; ‘Aguirre’, ‘Nosferatu’, The Enigma of Kasper Hauser’ and ‘Heart of Glass’ count amongst my all-time favourites. If I had the choice, I might get David Lynch to direct one of the three but keep Werner on to provide a voiceover. Can you imagine? Who else? Tarkovsky, although the films would undoubtedly go on for ever and ever.</p>
<p><em><strong>Can you identify with Algernon Blackwood&#8217;s statement about the risks of the imagination, which can lead you to appalling places and requires a &#8220;judicious reign&#8221;? Is the feeling of diving too deep into imagination familiar to you?</strong></em></p>
<p>The feeling of diving (or sinking) too deep is all too familiar. The mind is indeed a terrible thing to taste.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20181029_162717_472.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-25318" title="IMG_20181029_162717_472" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20181029_162717_472.jpg" alt="" width="1536" height="1920" /></a></p>
<p><em><strong>On “Heretic“ there are quotes by Blackwood and LeFanu, on “Revenant“ by Hodgson and Machen, on “Hermit“ by Robert Aickman. You&#8217;ve talked about your love of  weird fiction. What can this kind of literature express? What are your favourite authors?</strong></em></p>
<p>For myself, authors such as Aickman and Machen can represent a side of existence and life which offer something different to the everyday, the norm, which I strongly sense is there and is real. This other world is perhaps just out of our view, but sits alongside our earthly existence, watching us and waiting. These authors provide an opportunity to step into this other world, to stretch imagination and to believe and know that such things exist, should we wish to see them. As well as those mentioned I also enjoy the work of M.R James and H.R Wakefield, as well as more contemporary authors such as Alan Garner, but I am particularly drawn to Edwardian and Victorian ghost stories.</p>
<p><em><strong>Is there one of Aickman&#8217;s “strange stories“ that you would like to set to (your) music?</strong></em></p>
<p>There are a number of his tales that I would love to soundtrack, but especially ‘Ringing The Changes’ from ‘Dark Entries’; it is both deeply disturbing and unsettling in a manner that lasts long after the book is closed, as well as having some obvious elements that would lend themselves to a musical accompaniment. In the same vein, I would like to record some kind of background piece or mood setting music that could accompany the reading of writings by the likes of Machen or Blackwood; any of these classic and timeless wyrd or haunted stories. It’s something that I have begun working on and which I keep returning to, which will eventually see the light of day (or moon at night).</p>
<p><em><strong>To what extent is the newly formed group The Black Swan Triad a continuation of the trilogy? Besides Verwimp, it also has contributions by Menalaeh and Vindlandsraud, two relatively obscure musicians, who worked with you on &#8220;Heretic&#8221;&#8230;</strong></em></p>
<p>Both Menalaeh and Vindlandsraud work as the excellent Tiloh, and I met them via Peter whilst recording ‘Heretic’, for which Menalaeh provided some beautiful vocals. We got on very well and began The Black Swan Triad almost as an enjoyable experiment, which to both my pleasure, delight and surprise has quickly become a completed album. I would say that Black Swan Triad’s work is separate and different from the trilogy with Ashtoreth, and is a new project entirely, though there are motifs and moods that are definitely similar. I think for those that enjoyed ‘Hermit’ etc, they will certainly find something here that will appeal.</p>
<p><em><strong>To my first impression, The Black Swan Triad is one of your most ecstatic ritualistic project so far. How would you describe the main feelings that are contained in the pieces of the forthcoming album?</strong></em></p>
<p>There is a real range; we focused on representing the elements of nature, so fire, water, air, earth as well as some other more shadowy aspects of existence. The music was intended to describe those elements so, water for example is by turns tranquil then rapid and urgent, fire rages and earth has a certain power and balance, as well as being, well, earthy! I’m truly excited for people to hear what we’ve created, it feels like something very special.</p>
<p><em><strong>On the The Floating World bandcamp site it says that “In 2014 Neddal Ayad (guitars), Grey Malkin (noise, drones), and Amanda Votta (vox, bari guitar) decided, with Amanda Votta &amp; The Spectral Light, to make darker, noisier songs together than we had in The Floating World. This sometimes quiet, sometimes raging tsunami is the result.“ Was there a specific incident that made you focus on noisier music?</strong></em></p>
<p>Ah, you would need at ask Amanda and Neddal this! They had gone in this direction when I began adding my parts. &#8216;Secrets to the Sea&#8217; is a fine album, and one which I am very proud to have been part of. It is very different from The Floating World, Amanda’s project, which has a more serene and beautiful, mysterious melancholy to it. Although saying that, there is a new The Floating World album on the way, that I’ve been delighted to play on, and which is a veritable monster, some parts are pure, brutal and pleasing noise!<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20200910_200955_321.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-25319" title="IMG_20200910_200955_321" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20200910_200955_321.jpg" alt="" width="1932" height="1932" /></a></p>
<p><em><strong>“Secrets To The Sea“  has just been released digitally. Are there any plans for a physical release? All proceeds from this release will be donated to the organization Butterfly (which helps Asian and migrant sex workers). You explicitly mention the horrific attacks in Georgia. I lived in Atlanta fo a couple of years and I passed one the parlours quite frequently. Do you feel that what happened there is an combination of appalling racism and an extremely unhealthy attitude towards sexuality (few seemed to have talked about that when the background of the shooter was scrutinized)?</strong></em></p>
<p>Again, any release would be Amanda’s decision and choice, though we did discuss it, and physical editions are always nice. I know that Amanda was keen to have the album available again, hence it appearing on Bandcamp in aid of Butterfly. I do agree that a horrible combination of misogyny and racism were involved in the awful attacks in Georgia, which is sadly not an isolated occurrence in the world today. There has been a plethora of idiotic right wing, racist lowlife attitudes and behaviour that have been encouraged by certain leaders in the States and Europe/the UK, which I absolutely abhor. It’s a disgusting mindset which I do not understand, nor do I wish to.</p>
<p><em><strong>You are also part of Meadowsilver, which has a more ethereal, medieval atmosphere. What can you tell us about that project?</strong></em></p>
<p>I love being in Meadowsilver with Gayle and Stephen, both of whom I count as good friends. Our shared love of psychedelia and psych folk really lends itself to the music we make, and it also gave me a perfect opportunity to plug the guitar back in again and make some noise, having been a bit more keyboard focused for a while. We hope to record a follow up as soon as we are able too, I think something special happens when we record together. It’s a really enjoyable mixture of being able to document some of the folklore and traditions that I am hugely interested in, within a framework of off-kilter and dreamlike folk rock.</p>
<p><em><strong>How important are collaborations for you in general?</strong></em></p>
<p>Very, though I tend to record my parts in isolation and on my own, there is a genuine sense of teamwork and sharing of ideas in a way that creates something more than the sum of its parts. I am currently working with Andy Sharp from English Heretic on an EP, which has been a really interesting process, we are basing the songs on odd and unusual sites that Andy and I visited whilst he was up in Scotland. It’s a very creative and challenging way to work, working with others pushes me to do my best work in each case, in a way that working on my own wouldn’t offer. No slacking allowed.</p>
<p><em><strong>How did the two collaborations with Adam Cole/Trappist Afterland came up? As you have both very strong individual visions, did you set up some sort of frame, before you started writing and recording the songs?</strong></em></p>
<p>Actually no, we just jumped in! Some of the songs had a skeleton as provided by Adam, others by myself and we each added our parts accordingly. It was seamless and straight forward, I think because we are good friends and both have a very similar love of 60s/70s folk, so we are coming from the same reference points. I think our two styles compliment each other quite well, or at least I get to smother all his parts in mellotron, and I adore Adam’s voice. Hopefully, we will do more together in the future too. ‘The Trappist &amp; The Hare’, in particular, seemed to resonant with people and it was nice bringing in David Colohan, Michael Warren, Gayle Brogan and Alan (Kitchen) Cynic to join us on the recordings. It feels like a family of sorts.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20210313_095455_454.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-25320" title="IMG_20210313_095455_454" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20210313_095455_454.jpg" alt="" width="3024" height="3780" /></a></p>
<p><em><strong>Without forcing you to (over)simplify your work(s), would you say that there is one element that connects all of the various projects you&#8217;ve been involved in?</strong></em></p>
<p>I think there is a possibly a sense of unease or of something haunted in my music which filters in from my influences, such as the afore mentioned ghost stories, Czech New Wave cinema, surrealism, witchcraft and the darker of the traditional ballads. And to some extent, probably from how I am mentally too. All of this does permeate things, I hope in a non-contrived way. I’m not trying to construct ‘eerie’ music, I hope that it just results in this mood organically. I’m very wary of overly or deliberately contrived art which has a chosen genre or ‘label’ that it is aiming to be. It can then effectively be a tick box exercise, and consequently can feel disingenuous. Although, heavy metal might be the exception to this, if anything it can even benefit from this approach (Judas Priest again!). I think the recent Widow’s Weeds album ‘Revenant’, which I recorded with Daughters of Grief and which has wonderful artwork by Hidden Velvet, best exemplifies this one element and consolidates it. It’s a work that I’m extremely proud of and perhaps the one I would hold up as being representative of what I do.</p>
<p><em><strong>I still vividly remember the very first time I watched “The Wicker Man“ on an old VHS tape at a friend&#8217;s flat in London many years ago. In the last couple of years the term “folk horror“ has been used frequently and sometimes – I feel – indiscriminately. The question is twofold: How would you yourself define it and do you feel that in a way some of your work may contain elements of it?</strong></em></p>
<p>I’m a bit ambivalent about the term ‘folk horror’ although I’ve done a fair bit of writing in that area. I think it was originally a useful indicator of certain characteristics, be it in film, literature or music &#8211; something that describes a sense of something being slightly off, slightly not quite right – with the accompanying landscape or location either adding to or being a part of this disquiet. It now feels like a vast, thinly related &#8216;catch all&#8217; of things that were never intended as folk horror, or even horror, all labelled under the same umbrella term, but that’s just me being grumpy. If it helps people seek out similar films or shows or whatever then it’s all good. I’m not keen on ‘genres’ or labels as a whole, eventually everything starts to follow a notion of how something ‘folk horror’ or ‘hauntological’ should be, and you end up with ‘Midsomer’ which I thought was just dreadful. I think there are some similar influences at play in my work, but I’ve never tried to make ‘folk horror’ music. I don’t sit and record wearing a goat mask and a cloak. Not all the time anyway.</p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
<p><strong><a href="https://thehareandthemoon.bandcamp.com">Bandcamp</a> | <a href="https://soundcloud.com/thehareandthemoon">Soundcloud</a> | <a href="https://www.discogs.com/de/artist/5855611-Grey-Malkin">Discogs</a> | <a href="https://www.instagram.com/sirmalkin/">Instagram </a></strong></p>
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