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	<title>African Paper &#187; The Cairo Gang</title>
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		<title>BONNIE &#8216;PRINCE&#8217; BILLY: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2014 06:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bonnie &#8216;Prince&#8217; Billys selbstbetiteltes Album hat zwar schon ein paar Monate auf dem Buckel, verdient aber schon deshalb noch immer Erwähnung, weil es mehr als alle anderen Lebenszeichen des Sängers übergangen und in den Chroniken vermutlich einmal als obskure Randerscheinung &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/05/31/bonnie-prince-billy-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/bpbst.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8865" title="bpbst" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/bpbst-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bonnie &#8216;Prince&#8217; Billys selbstbetiteltes Album hat zwar schon ein paar Monate auf dem Buckel, verdient aber schon deshalb noch immer Erwähnung, weil es mehr als alle anderen Lebenszeichen des Sängers übergangen und in den Chroniken vermutlich einmal als obskure Randerscheinung geführt werden wird. Oldham brachte es letzten Herbst im Eigenverlag heraus, und die größte Werbung, die dafür gemacht wurde, bestand in der Vinylversion, die relativ unkommentiert auf den Merchandise-Tischen der jüngsten Tour auslag. Interessant ist es auch deshalb, weil es, wie nicht unüblich bei<span id="more-8864"></span> selbstbetitelten Werken Jahre nach dem Debüt, auch musikalisch einen markanten Bruch darstellt.</p>
<p>Man muss die meist opulent gestalteten Arbeiten der letzten Jahre, die oft in Kollaboration mit anderen renomierten Musikern (The Cairo Gang, Trembling Bells, Dawn McCarthy) entstanden sind, bei weitem nicht als Ausverkauf und Publikumsanbiederung abtun, denn Oldham zählt zu denen, die auch im eingängigen Klanggewand ihre eigenwillige Würde zu wahren wissen. In all diesen Arbeiten, auch den Coveralben, ist ein Grundmoment enthalten, dass sich seit den Anfängen mit Palace Brothers nie verloren hat, auch wenn es unter dem dichten Klang virtuos gespielter Instrumente und den manchmal etwas gefälligen Melodien versteckt liegt: eine fragile, zerbrechliche Einfachheit, eine Indifferenz gegenüber jeder kompositorischen Akuratesse, die doch nie ins Beliebige kippt, und nicht zuletzt ein Händchen für Worte, die oft im Nebensatz Abgründe passieren, als wären sie das Gewöhnlichste der Welt. Auf dem vorliegenden Album stellt Oldham all dies wieder ins Zentrum, verzichtet auf jedes kleidende Beiwerk und agiert seit Jahren erstmals wieder im eigentlichen Sinne solo. Dass er dies beinahe heimlich macht, legt umso mehr nahe, dass die urtümlich intime Seite als halb versteckter Urgrund verstanden werden will.</p>
<p>Was in den unverquasten Songs besonders zutage tritt, ist die sehr persönlich gehaltene kontemplative Note, die in einigen Textzeilen in unverhohlenen Pessimismus kippt. Der bessere Ort ist immer die Utopie, liegt fern oder ist gänzlich illusionär, so wie die Liebe, die stets zu Sterben verdammt ist &#8211; so in etwa verkündet es das fazitartige „Royal Quiet Deluxe“ zum Ende des Albums. Und doch wird ein merkwürdiges „Trotzdem“ angehängt, das sein Substrat in dem spirituellen Grundtenor hat, der das Album ebenso prägt. So lakonisch die Texte anmuten, bleiben sie doch oft rätselhaft, deuten ihre Themen eher an, als sie poetisch klar auszuarbeiten.</p>
<p>In „Bad Man“ wird man Zeuge einer furiosen Selbstanklage, doch klingt die darin enthaltene Warnung an ein Gegenüber wie eine Liebeserklärung. Auch musikalisch erscheint der Song mir als das Herzstück des Albums &#8211; vielleicht weil seine unscheinbare Melodie zu den großartigsten in Oldhams Werk zählt und weil das Gitarrenpicking mit seinen quietschenden Saiten den ganzen Bogen von frühen Palace Brothers zu Alben wie „I see a Darkness“ spannt, auf dem es einen Platz neben Songs wie „Black“ gefunden hätte. Neben ähnlich gearteten Songs, die zwischen Resignation und dem Licht am Tunnelende schwanken („I Will be Born Again“) kommen durlastige, verträumte Balladen zu Wort, ironisch gefärbte Liebeslieder („Triumph of Will“) und skurrile, doppelbödige Anekdoten („The Spotted Pig“).</p>
<p>Am Ende bleibt der Eindruck, dass hier eines der persönlichsten Bonnie &#8216;Prince&#8217; Billy-Werke vorliegt, dessen Unscheinbarkeit (im doppelten Sinne) Programm ist, denn in den simplen Versen und Melodien verschafft sich ein Ringen mit großen Themen Ausdruck, mit den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von Liebe und Trennung und den Fragen nach Tod und Unsterblichkeit. Vielleicht ist der trocken-tiefgründige Oldham einer der wenigen Sänger, bei denen mal mal einen vagen Kafkavergleich anstellen darf, ohne sich vollends zu blamieren. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://royalstablemusic.com/">Royal Stable Music</a><br />
</strong></p>
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		<title>BONNIE ‘PRINCE’ BILLY AND THE CAIRO GANG: Island Brothers</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:32:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/islandbrothers1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-255" title="islandbrothers" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/islandbrothers1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Will Oldham alias Bonnie ‘Prince’ Billy ist leidenschaftlicher Kollaborateur, und eine der wohl besten Nachrichten des neuen Musikjahres kündet von der Wiederbelebung seiner vielleicht fruchtbarsten Allianz, namentlich SUPERWOLF zusammen mit Matt Sweeney. Doch auch seine letztjährige Zusammenarbeit mit THE CAIRO GANG wahr wohl kein einmaliges Unterfangen, denn mit der neuen 10&#8221;-Single legt das Gespann einen kleinen aber würdigen Nachfolger des letzten Albums vor.<span id="more-252"></span></p>
<p>Konzeptuell hat die Veröffentlichung der beiden bereits bühnenerprobten, aber noch unveröffentlichten Songs einen markanteren Hintergrund, als bloß das eigene Fortbestehen in Erinnerung zu rufen: Ein Teil der Erlöse für die Single gehen an eine Benefiz-Aktion zur Medizin- und Wasserversorgung der vom letztjährigen Erdbeben besonders betroffenen Gebiete auf Haiti. Inhaltlich, d.h. textlich nehmen die beiden Stücke “Island Brothers” und “New Wonder” vage auf die Situation des Antillenstaates bezug, was man bereits anhand der Songtitel erkennen kann. Wirklich katastrophisch geht es allerdings kaum zu, und nach geheucheltem Betroffenheitspathos kann man ebenfalls lange suchen. Vielmehr künden die Stücke von der Erfahrung des Zusammenhaltens, von Geradlinigkeit und dem unverkitschten Glauben an einen Neubeginn, wie groß auch immer der sein mag.</p>
<p>Stilistisch wären beide Stücke auf dem Album durchaus gut aufgehoben gewesen. “Island Brothers” ist ein gutes Beispiel für die extrovertierte Seite Oldhams (die ihm einige absprechen wollen), verknüpft die Materialität des satten Rock mit den Stimmungen aus Blues, Gospel und Soul und verdeutlicht nicht zum ersten Mal, dass Oldham auch einem recht konventionellen Klangpaket eine Größe einzuhauchen versteht, die nur sehr schwer an greifbaren musikalischen Eigenschaften festzumachen ist. Wer auf den jüngeren Bonnie ‘Prince’ Billy-Alben eher den intimen Folksound schätzte oder ein heimlicher Neil Young-Fan ist, der wird seine Freude an “New Wonder” haben. Zeitweise eingepackt in einen hintergründigen Chorgesang stimmt Oldhams brüchige Stimme eine Musik an, die es nicht nötig hat, spektakulär zu sein.</p>
<p>Will Oldham ist sowohl als Musiker als auch als öffentliche Person jemand, dem man (auch im Bezug auf das Benefiz-Konzept von „Island Brothers“) seine Freundlichkeit abnimmt, da sie niemals forciert erscheint – das könnte damit zu tun haben, dass er kein Image, keine Attitüde konstruieren muss. Und erneut erwische ich mich dabei, Songs mit ihm als Solostücke zu begreifen, da er – u.a. aus den gerade genannten Gründen – wie selbstverständlich im Zentrum seiner Gemeinschaftsarbeiten steht. An dieser Stelle also auch ein Lob für die musikalische und atmosphärische Leistung der personell erweiterten Cairo Gang. (U.S.)</p>
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		<title>BONNIE ‘PRINCE’ BILLY &amp; THE CAIRO GANG: The Wonder Show Of The World</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 08:19:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[An Will Oldham scheiden sich seit Jahren die Geister. Während die einen Tiefe und subtile Bedeutungsfülle in seinen Songs erkennen, sehen die anderen in ihm einen unermüdlichen Garanten der Ermüdung, der Idiosynkrasie in Verbindung mit gepflegtem Dahinplätschern stets ähnlicher Klänge. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/bonnie-%e2%80%98prince%e2%80%99-billy-the-cairo-gang-the-wonder-show-of-the-world/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/wondershow.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-645" title="wondershow" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/wondershow-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>An Will Oldham scheiden sich seit Jahren die Geister. Während die einen Tiefe und subtile Bedeutungsfülle in seinen Songs erkennen, sehen die anderen in ihm einen unermüdlichen Garanten der Ermüdung, der Idiosynkrasie in Verbindung mit gepflegtem Dahinplätschern stets ähnlicher Klänge. Aus einer gewissen Nahdistanz heraus ist es vielleicht nicht abwegig, bei der Beurteilung seines mittlerweile umfangreichen Gesamtwerks recht ambivalent zwischen beiden Positionen zu changieren.<span id="more-153"></span></p>
<p>Gerade sein aktuelles Werk „The Wonder Show of the World“ erfordert Aufgeschlossenheit, eventuelle Vertrautheit mit früheren Arbeiten und mitunter gar die Gunst der Situation, um beim Hörer anzukommen. Ist dies allerdings geschehen, entfaltet sich ein Werk voll gemütsreicher Größe. Zum Hintergrund des Projektes lässt sich zunächst sagen, dass BONNIE ‘PRINCE’ BILLY &amp; THE CAIRO GANG nur in dem Sinne eine Kollaboration ist, wie alle Alben Oldhams. Emmett Kelly, der (hier zusammen mit dem Bassisten Shazad Ismaily) unter dem Namen THE CAIRO GANG firmiert, hat den lockigen Prinzen aus dem Laurel Canyon bereits wiederholt an der Gitarre begleitet und Instrumentalparts seiner Alben komponiert. Dies vielleicht am gelungensten auf dem in Island fertiggestellten „The Letting Go“, zuletzt auf dem vielleicht etwas zu nett geratenen „Lie Down In The Light“. Vielleicht war Dankbarkeit mit ein Grund, Kellys Projekt mit in den Interpretennamen zu nehmen, denn so umfassend anders als zuvor klingt das neue Bonnie ‘Prince’ Billy-Album nun auch nicht. „The Wonder Show of the World“ ist über lange Strecken balladesk im besten Sinne, erzählt dem Inhalt nach alltägliche Geschichten, die sich meist bedeutungsvoller und oft auch tragischer entpuppen, als es die freundliche und fast beiläufige Darbietung suggerieren mag. Wieder ist es der entspannte und leicht brüchige Gesang Oldhams an den Grenzbereichen des Falsett, der den größten Raum einnimmt. Die reduzierte Instrumentierung aus Gitarre, Bass und Schlagzeug rechtfertigt die Floskel „unaufdringlich“, doch im Verlauf entpuppt sie sich als im Detail sehr wandlungsreich. Aus Kellys Gitarrenpicking kristallisieren sich in gewissen Abständen kleine Ornamente heraus, gelegentliche unerwartete Tempuswechsel überraschen, und kleine eruptive Schlagzeugwirbel sorgen für ebensolche Höhepunkte wie Oldham selbst – in Momenten, wenn er seine Stimmarbeit besonders forciert und mit Nachdruck Worte wie „Say I’m your Lover“ ruft. Keine sonderlich originelle Phrase? Das mag sein, aber Oldham ist einer der Songwriter, die sich das leisten können, deren Stimme, Gesangsstil und texterische Qualitäten über eine Markanz und Intensität verfügen, die sich durch sehr einfache, abgegriffene Wendungen paradoxerweise noch verstärken. Und so wirken die Lyrics wie gewohnt, als wären sie sehr spontan und eher beiläufig entstanden und träfen wie zufällig ins Schwarze. Als ich vor Jahren erfuhr, wie sehr Oldham Jhonn Balance als Sänger bewundert(e), war ich nicht sehr überrascht, denn über diesen kann man teilweise ähnliches sagen, wenngleich in anderen Zusammenhängen und bei gänzlich unterschiedlicher Musik. Und ebenso wenig überraschte es mich, wie gelungen Oldhams Beitrag später im Rahmen der Tribute-Supergroup THIS IMMORTAL COIL ausfiel. Oldhams größte Stärke liegt vielleicht darin, Bodenständigkeit und Weite wie selbstverständlich zu verknüpfen, und die Songs, bei denen es am besten gelingt, sind die eindringlichsten des Albums. So beispielsweise das vordergründig zahme „The Sounds are always begging“, bei dem die Gitarrenklänge, wie schon im Text besungen, wirklich wie aus einer fernen Waldlichtung herüberwehen und den Hörer gefangen nehmen. Oder das in seiner wunden Fragilität beeindruckende „Someone Coming Through“, bei dem Oldhams Stimme im Chor zu hören ist und mit viel Hall versehen eine verwunschene Stimmung evoziert. Ganz anders dann „Teach me to bear you“, dessen leicht entrückt wirkenden Gesang zu Anfang nur einen leichten Desperado-Touch aufweist, der sich an kleinen Egitarrenmustern entlanghangelnd verstärkt und sich am Höhepunkt des Stücks in der angemessenen Ausdrucksstärke entläd. Es mag nicht ganz an einen Klassiker wie “I Gave You” vom “Superwolf”-Album heranreichen, aber wer die im Laufe dieses Songs immer weniger in der perkussiv angeschlagenen E-Gitarre zurückgehaltene Emotionalität spürt, der versteht, wovon hier die Rede ist.</p>
<p>Wie gesagt, dieses Album braucht seine Zeit, und es enthält durchaus auch Momente, in denen die Songs schlicht countryeske Singer Songwriter-Musik bieten. Der doppelte Boden ist jedoch bei entprechender Empfangsbereitschaft leicht erkundet und offenbart die berührendsten Momente – vielleicht am besten, wenn man gar nicht gezielt nach ihnen sucht, wenn die Musik wie vergessen aus einem anderen Zimmer zu einem herüber schallt. (U.S.)</p>
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