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	<title>African Paper &#187; The Giver of Illness</title>
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		<title>AK’CHAMEL, THE GIVER OF ILLNESS: The Totemist</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2020 05:31:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ak'chamel]]></category>
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		<category><![CDATA[The Giver of Illness]]></category>

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		<description><![CDATA[Die hinter skurillen Masken sich versteckenden Bandmitglieder, die vielleicht irgendwann einmal ein Festival mit den Residents und Caroliner spielen sollten, haben zahlreiche Tapes veröffentlicht. Die bisherigen Aufnahmen mit ihren rituellen Gesängen waren geprägt von einem verrauschten Lo-Fi-Sound, der an frühe Nový Svět &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/03/21/ak%e2%80%99chamel-the-giver-of-illness-the-totemist/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/03/Akch7d07a94723c094207ed2c310f8b3df0e.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20523" title="Akch7d07a94723c094207ed2c310f8b3df0e" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/03/Akch7d07a94723c094207ed2c310f8b3df0e-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die hinter <a href="https://f4.bcbits.com/img/0012082896_10.jpg">skurillen Masken </a>sich versteckenden Bandmitglieder, die vielleicht irgendwann einmal ein Festival mit den Residents und<a href="https://www.youtube.com/watch?v=n7Q0A6aThPw"> Caroliner</a> spielen sollten, haben zahlreiche Tapes veröffentlicht. Die bisherigen Aufnahmen mit ihren rituellen Gesängen waren geprägt von einem verrauschten Lo-Fi-Sound, der an frühe Nový Svět denken ließ und der dem Projekt eine Aura des Authentischen gab (ähnlich wie bei frühen Ain Soph).<span id="more-20522"></span></p>
<p>So<a href="http://africanpaper.com/2017/01/07/akchamel-transmissions-from-boshqa/"> hieß </a>es auf diesen Seiten zu früheren Veröffentlichungen: „Mit authentischer Lo-Fi-Dumpfheit, dem Mut zu markanten Kontrasten und einem guten Händchen nicht nur für tolle Melodien, sondern auch für ungewohnte Klangkombinationen, verbraten die anonymen Bastler etliche Versatzstücke aus mehreren Kontinenten: Amerikanische Twangs erinnern an Surfrock und Texmex und sorgen für cooles Wüstenflair, für Trost und Labsal dagegen sorgen folkige Zupfgeräte und entrückte Flöten aus Regionen von Nordafrika bis Japan.“ Bezüglich des letzten, 2017 herausgekommenen Tapes konnte man<a href="http://africanpaper.com/2017/08/12/ak%e2%80%99chamel-death-chants/"> lesen</a>: „.Eröffnet wird „Death Chants“ von dem von Glöckchen und rituellen Gesängen durchzogenen „You Destroy Your Heart On Earth“, das klingt, als habe jemand ein mit Watte überzogenes defektes Mikrofon an einen alten Kassettenrekorder angeschlossen, um russische Schamanen beim Singen aufzunehmen.“</p>
<p>Auf &#8220;The Totemist&#8221;,  ihrer ersten Vinylveröffentlichung, klingen Ak&#8217;chamel wesentlich klarer, nicht mehr so verrauscht, was von Labelseite auch <a href="https://akuphone.com/catalog/eDyW6yWZkAK#content">angesprochen</a> wird: „Equipped with studio quality recordings and a (somewhat) lighter tone, as opposed to the oppressively lo-fi sound the group is known for.“ [sic]  Diese syntaktisch etwas holperige Beschreibung macht die Richtung von „The Totemist“ recht deutlich, denn es ist nicht nur die (Klang-)Qualität der Aufnahmen, sondern auch dass sie musikalisch und kompositorisch zugänglicher als frühere Arbeiten sind.</p>
<p>Das Album beginnt mit „Firedriver“: Man hört orientalische Flöten und Perkussion; die flüsternden Stimmen, bei denen man sich fragt, welch Wüstendämon Beschwörungsformeln intoniert, lassen sich nur erahnen. „The Funeral of a Woman Whose Soul is Trapped in the Sun“ klingt fast schon entspannt und beschwingt und der Einsatz von E-Gitarre ist verhältnismäßig konventionell. Der relativ harmonische mehrstimmige Gesang klingt allerdings so, als sängen gerade Machens „little people“. Gegen Ende setzt Perkussion ein und man hört Dschungelgeräusche, ganz so, als wolle man Martin Denny Tribut zollen. Das nach einem (schon auf dem Mittelteil von Current 93s „Inmost Light“-Trilogie zu findenden)„The Wicker Man“-Zitat benannte „Protected By the Ejaculation of Serpents“ erinnert mit seinem rituellen Gebrummel, Harmoniumdrones, dissonanten Geigen und Glöckchen und der schleppenden Perkussion ertsmalig recht stark an frühere Aufnahmen. „Dark Hat“ klingt so, als sei B&#8217;ee (In Gowan Ring) zu Zeiten von „The Twin Trees“ in Marokko auf Wanderschaft gegangen. Das 12-minütige „Phallus Palace“ lässt eine Basaaratmosphäre aufkommen.</p>
<p>Ganz so, als beabsichtige man in unserer Zeit hypertropher Reinheit Vorwürfen von „cultural appropriation“ zuvorkommen bzw. diese ironisierend ad absurdum zu führen, bezeichnet die Band sich selbst als „fourth world post-colonial cultural cannibalists circumcising the foreskin of enlightenment.“ (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://akuphone.com/catalog/">Akuphone</a></strong></p>
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		<title>AK’CHAMEL: Death Chants</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Aug 2017 01:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ak'chamel]]></category>
		<category><![CDATA[Already Dead Tapes and Records]]></category>
		<category><![CDATA[The Giver of Illness]]></category>

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		<description><![CDATA[Rituelle Musik kann unterschiedliche Ausprägungen haben. Man denke an die flächigen, ganze Plattenseiten füllenden Soundscapes, die sich auf den frühen Alben von Current 93 oder Ain Soph fanden und dann an stärker perkussiv ausgerichtete Projekte wie Zero Kama, deren Musik &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/08/12/ak%e2%80%99chamel-death-chants/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/Akchamel1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14157" title="Akchamel" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/Akchamel1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Rituelle Musik kann unterschiedliche Ausprägungen haben. Man denke an die flächigen, ganze Plattenseiten füllenden Soundscapes, die sich auf den frühen Alben von Current 93 oder Ain Soph fanden und dann an stärker perkussiv ausgerichtete Projekte wie Zero Kama, deren Musik vielleicht als “Technik der Ekstase“ (Eliade) zu Trancezuständen führen sollte. Natürlich ist so eine Unterteilung nie ganz trennscharf: LAShTALs auf Necrophile veröffentlichtes Album z.B. enthält Stücke, die in beide Kategorien passen. <span id="more-14155"></span>Oftmals spielt aber noch ein weiteres Element mit hinein, das weniger mit dem gewählten Instrumentarium zu tun hat als vielmehr mit der Aufnahme(qualität). Gerade das – sicherlich auch den begrenzten Mitteln geschuldete – Verrauschte verleiht z.B.<a href="https://www.youtube.com/watch?v=R7FIdNRZ_0g"> frühen Ain Soph-Aufnahmen</a> eine (vermeintliche) Authentizität &#8211; ganz so, als wohne man tatsächlich Ritualen in „The nethermost caverns“ (HP Lovecraft) bei.</p>
<p>Auf <a href="http://africanpaper.com/2017/01/07/akchamel-transmissions-from-boshqa/">Ak’chamels</a> inzwischen viertem Tape wählt das in Houston ansässige Projekt „The Giver of Illness“ als Beinamen &#8211; was zum Namen des Tapes sicher passt. Eröffnet wird „Death Chants“ von dem von Glöckchen und rituellen Gesängen durchzogenen „You Destroy Your Heart On Earth“, das klingt, als habe jemand ein mit Watte überzogenes defektes Mikrofon an einen alten Kassettenrekorder angeschlossen, um russische Schamanen beim Singen aufzunehmen. Auf „Life Is Not For Me“ hört man getragene Gesänge, Perkussion, Flöte. Das fast schon antinatalistische betitelte „The Tragedy Of Birth“ klingt mit seinen Blastbeats anfangs, als habe jemand ein altes mehrfach kopiertes Metal-Tape in der Waschmachine vergessen. Dann wird das Tempo zurückgenommen. „Give Me Your Ancestor“ wirkt, als sei auf einem orientalischen Basaar aufgenommen worden und man hat den Eindruck, als ob frühe Kinit Her Muslimgauze covern würden – ist das jetzt ein besonders schwerer Fall von <a href="https://www.nytimes.com/2017/06/14/opinion/in-defense-of-cultural-appropriation.html">cultural appropriation</a>?  „Hearts Melt In Horror“ alterniert zwischen getragenen Passagen und Momenten, die einen denken lassen, John Zorn sei zum Jammen vorbeigekommen. &#8220;The Boar“ ist eine fast schon melancholische Folkballade mit gezupfter Gitarre und Flöte, die mit in der Ferne tönenden Chorälen ausklingt. Das Titelstück mit seiner stampfenden Perkussion und den Gesängen hat wieder stark rituellen Charakter. „Hammering a Nail Into Space“ schließt das Album mit Orgelklängen ab.</p>
<p>Wenn Ak&#8217;chamel auf ihrer <a href="https://www.facebook.com/giverofillness">Facebookseite</a> schreiben: &#8220;Dark times calls [sic] for darker music&#8221;, dann lässt sich nach dem Hören dieses Tapes sagen, dass diese von ihnen gespielte &#8220;dunklere&#8221; Musik sicherlich zu den originelleren Sondtracks unserer Tage gehört. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://alreadydeadtapes.com/adt/">Already Dead Tapes and Records</a></strong></p>
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		<title>AK&#8217;CHAMEL: Transmissions from Boshqa</title>
		<link>https://africanpaper.com/2017/01/07/akchamel-transmissions-from-boshqa/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2017 03:35:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ak'chamel]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt immer wieder Spezialisten, die jede leidenschaftliche Hinwendung zu ungewohnten Kulturpraktiken aus geografisch fernen Ecken generell als Exotismus betrachten. Das ist natürlich ebenso klug wie zu behaupten, Industrial sei generell dystopisch und Folk generell konservativ. In Wirklichkeit ist Exotismus &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/01/07/akchamel-transmissions-from-boshqa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/161212_akchamel_digital_sq.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13127" title="161212_ak'chamel_digital_sq" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/161212_akchamel_digital_sq-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt immer wieder Spezialisten, die jede leidenschaftliche Hinwendung zu ungewohnten Kulturpraktiken aus geografisch fernen Ecken generell als Exotismus betrachten. Das ist natürlich ebenso klug wie zu behaupten, Industrial sei generell dystopisch und Folk generell konservativ. In Wirklichkeit ist Exotismus erst dann gegeben, wenn das Interesse auf naiven Projektionen, auf der fantasiegesteuerten Aneignung des Fremden mit den Augen des Völkerschaubesuchers beruht. In diesem Fall geht es auch nur<span id="more-13126"></span> zum Schein um eine Annäherung, denn das Fremde soll v.a. als solches bestehen bleiben.</p>
<p>In den vielen kreativen Auslotungen des Fremden oder Exotischen sind besonders diejenigen Arbeiten interessant, die den fantasievollen Blick des mondofilmbegeisterten Teenagers mit einem empathischen Wissensdrang kombinieren. Oft bleibt das Fremde in diesen Werken gewahrt, man betont bewusst Verstehensbarrieren und gibt dem Inhalt auf humorvolle Art eine eigene Würde. Man findet diesen Gestus z.B. in einigen Filmen Pasolinis, in der Musik fallen einem vielleicht als erstes die Sun City Girls ein. In deren Spuren wandelt zum Teil auch das texanische Kollektiv Ak&#8217;chamel, vormals The Giver of Illness, das gerade ein neues Tape auf ArteTetra draußen hat.</p>
<p>Mit authentischer Lo-Fi-Dumpfheit, dem Mut zu markanten Kontrasten und einem guten Händchen nicht nur für tolle Melodien, sondern auch für ungewohnte Klangkombinationen, verbraten die anonymen Bastler etliche Versatzstücke aus mehreren Kontinenten: Amerikanische Twangs erinnern an Surfrock und Texmex und sorgen für cooles Wüstenflair, für Trost und Labsal dagegen sorgen folkige Zupfgeräte und entrückte Flöten aus Regionen von Nordafrika bis Japan. Bei manchen Tracks treiben entspannte Handdrums die Musik subtil voran, manchmal meint man, irgendwo versteckt die tiefen Seiten eines Pianos zu orten, und alles scheint irgendwie minimal elektrifiziert.</p>
<p>Von leichten Dub-Anleihen abgesehen, die vorübergehend für luftige Entspanntheit sorgen, ist die schwüle Atmosphäre doch meist eher dunkel, die Exotik rituell. Ein bei aller Lo-Fi-Qualität beeindruckend feinsinniges Amalgam aus durchmischten Stimmen und Geräuschen eines imaginären, orientalischen Grenzlandes trägt dazu bei, und die oft dumpf in den Hintergrund gemischten Murmel-Vocals und die Loopstruktur lassen dabei sogar an Bands wie Novy Svet und Futeisha denken – das Label namedroppt an der Stelle Popol Vuh und Jean Dubuffet sowie Jodorowski, in dessen Filmen tatsächlich nicht nur die Plots und Settings, sondern auch die Musik dunkle, mystische Exotica anklingen lässt.</p>
<p>Wer dem Fremden weder überzuckert, noch misstrauisch, noch brottrocken begegnet, der verfügt schon über das Ak&#8217;chamel-Minimum. Wer überdies gerne das Feinsinnige im Groben sucht und v.a. auch findet, der sollte sich dieses Tape nicht entgehen lassen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: ArteTetra</strong></p>
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