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	<title>African Paper &#187; The Third Eye Foundation</title>
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		<title>MATT ELLIOTT: The Calm Before</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2016 05:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Matt Elliott]]></category>
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		<description><![CDATA[Es macht überhaupt nichts, dass Matt Elliotts Gitarrenspiel immer etwas improvisiert und sprunghaft wirkt, auch nicht, dass seine gesamte Instrumentierung manchmal einen spontan zusammengezimmerten Eindruck macht und er sich auch beim Gesang ein paar Nachlässigkeiten erlaubt &#8211; nicht nur weil &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/04/30/matt-elliott-the-calm-before/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/mattelliotthecalmbefore.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11842" title="mattelliotthecalmbefore" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/mattelliotthecalmbefore-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es macht überhaupt nichts, dass Matt Elliotts Gitarrenspiel immer etwas improvisiert und sprunghaft wirkt, auch nicht, dass seine gesamte Instrumentierung manchmal einen spontan zusammengezimmerten Eindruck macht und er sich auch beim Gesang ein paar Nachlässigkeiten erlaubt &#8211; nicht nur weil das an sich schon ganz charmant sein kann, sondern weil er stattdessen über eine ganz andere Qualität verfügt: Elliott ist ein Meister der ungreifbaren Stimmungslagen, die ihre verschiedenen Nuancen oft erst nach mehrmaligem Hören entfalten. <span id="more-11841"></span></p>
<p>Die Geschichten, die er in seinen Songs skizziert, ereignen sich nicht selten knapp vor dem nächsten Abgrund, und er erzählt sie mit einer aufrichtigen Unverblümtheit, Songs heißen bei ihm schon mal &#8220;Prepare for Dissappointment&#8221; oder &#8220;If Anyone Tells Me &#8216;It&#8217;s Better To Have Loved And Lost Than To Never Have Loved At All&#8217;, I Will Stab Them The Face&#8221;. Ein abgeklärter Hardliner jedoch ist er nicht.</p>
<p>Es gibt in der Hinsicht zwei Songtypen bei Elliott. Da wären zum einen Stücke von beinahe gemütlicher Entspanntheit, die gerne mal nach müder Seemansart ins walzerhaft Schunkelige kippen und deren introvertierte Stimmung eher verbummelt als verzweifelt anmutet. Dann aber auch solche, die vor Wehmut fast zerplatzen. Letztere scheinen mir die stärkeren zu sein, doch wie dem sei, sein gerade erschienenes Album setzt gerade in der Hinicht auf eine deutlichen Steigerung, denn die unspektakuläre Zurückhaltung zu Beginn &#8211; das kurze Intro mit pastoralen Gitarren und summendem Kontrabass wirkt noch etwas hausbacken, nur ein paar ganz versteckte Klaviertupfer geben dem Szenario ein bisschen Magie &#8211; erweist dich im Verlauf als trügerisch. Schon im darauf folgenden Titelsong, bei dem Elliotts Stimme ganz intim nach vorn gemischt ist, braut sich im Laufe der Zeit ein kleiner Sturm zusammen, der gegen Ende geradezu heftig wird. Es war eben the calm before&#8230;</p>
<p>Diese chansonhafte, nur leicht bitter eingefärbte Eindringlichkeit kommt dann endgültig in &#8220;The Face of St. Stephen&#8221; zum Zug, das im Unterschied zu typischen Matt Elliott-Songs nicht mit zwei bis zehn Minuten Gitarre oder Piano beginnt, sondern gleich in der ersten Sekunde auch textlich zur Sache geht. Mit Phrasen wie &#8220;And you forgive the choire master as if you hadn&#8217;t seen that he has tried to fuck your daughter when she as just foreteen&#8221; zeigt Elliott ordentlich Zähne und lässt auch sonst kein gutes Haar an der Institution Kirche, und nach diesem Durchbruch kennt seine melancholisch getönte Aggressivität kein Halten mehr.</p>
<p>&#8220;I only wanted to give you everything&#8221; ist ganz klar der Höhepunkt des Albums, selten wurde der Kampf um Genügsamkeit angesichts einer enttäuschten Liebe so furios in Szene gesetzt wie in diesen zehn Minuten spanischer Gitarren und hölzerner Snaredrums, in denen manches textliche und musikalische Aufbäumen aller Abgeklärtheit einen Strich durch die Rechnung kratzt, denn hier geht es unmissverständlich um Großes. &#8220;Wings &amp; Crown&#8221; mit seinem arabisch anmutenden finger style steht dem musikanisch in nichts nach, und danach darf auch eigentlich nichts anderes mehr kommen als der besinnliche Ausklang von &#8220;The Allegory of the Cave&#8221;.</p>
<p><strong>Label: Ici d&#8217;ailleurs</strong></p>
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		<title>MATT ELLIOTT: Only Myocardial Infarcation Can Break Your Heart</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Nov 2013 06:28:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Cargo Records]]></category>
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		<category><![CDATA[This Immortal Coil]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/MattElliottOMICBYH.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7806" title="MattElliottOMICBYH" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/MattElliottOMICBYH-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>An Jess Francos launigen Vampirfilm &#8220;Doriana Grey&#8221; musste ich beim Cover von Matt Elliotts neuem Album aus einem eher oberflächlichen Grund denken &#8211; in beiden Fällen wird die verdrehte Doppelgängerallegorie, die einst einer Idee Oscar Wildes entsprang, von einer Frau verkörpert. Vielleicht ist es aber auch das spanische Flair von &#8220;Only Myocardial Infarcation Can Break Your Heart&#8221;, das mich auf solche Abwege geführt hat. Ich nehme vorweg, dass das zungenbrecherisch betitelte Werk des Engländers die beste Medizin gegen die diesjährigen Herbstdepressionen ist, aber ich sollte dazu sagen, dass mit Medizin hier keine musikalischen Baldriantropfen gemeint sind, sondern<span id="more-7805"></span> purer Exorzismus.</p>
<p>Laut Label bleibt Elliot dem Gundgefüge seines desperaten Songwritings (das sich wohl nie so sehr verdichtete wie in Titel und Inhalt des letztjährigen „The Broken Man“) weitgehend treu. Doch habe er ebenso etwas wie Hoffnung oder gar leichten Optimismus beimischt, was im Großen und Ganzen stimmt. Die kleine Veränderung ist allerdings enorm wirkungsvoll. Beigaben wie die kindliche Spieluhr und die gepflegte mediterrane Handperkussion in „Reap What You Sow“ hätten früher v.a. als Kontrastmittel für eine tiefschwarze Grundstimmung fungiert. Diesmal jedoch tragen solche Spielereien eher dazu bei, das lyrische Lebensresümee etwas differenzierter zu ziehen und die schwarze Galle nicht mit der Weltformel zu verwechseln. Und doch bleibt ständig der Eindruck bestehen, dass die Gefühlsauslotung in Wort und Ton kompromisslos aufs Ganze geht. Dieses Spannungsgefüge findet sich im beschwingten Latinorhythmus wieder, der die abgeklärten Worte in „Prepare for Disappointment“ aufmischt, auch beim wehmütig aufgepeitschten Sea Shanty „Again“, stilistisch ein Echo seiner früheren „Drinking Songs“, das die Unmöglichkeit eines Zusammenseins weder cool hinnimt, noch lamoryant beklagt. Am reinsten jedoch findet sich dieser ambivalente Zug im märchenhafte Charme von „I Would Have Woken You With That Song“; es ist der Charme verwunschener Gassen und ungenutzter Chancen, die man als genau dieslieb gewonnen hat und – falls es das gibt – illusionslos verklärt. Und weil es so gut gelingt, sind auch filmreife Streicher und brummbäriger Männerkitsch für Momente erlaubt.</p>
<p>Soviel zu den kürzeren Stücken in der zweiten Hälfte des Albums. Das (dem Titel entsprechend gebrochene) Herzstück des Albums bildet der rund siebzehnminütige Opener, ein wahres Songmanifest, gegenüber dem der Rest fast wie ein Appendix wirken muss. „The Right To Cry“ hat einen apokalyptichen Zug: Die Welt fällt, alle Leidenschaft ist – immerhin – befriedigt, zurück bleibt nur die leere Hülle, und das Recht zum Weinen ist lange verspielt. Diese Abgeklärtheit hat etwas Erlösendes für das Subjekt, das in eben dieser Welt „prisoner and guard“ zugleich ist. Nun würde die begleitende Jazzgitarre mit Flamencotouch bei beinahe jedem anderen ebenso banal wirken wie das pastorale Fingerpicking einen Abschnitt später, denn das Schlimme nett zu sagen, ist bekanntlich eine ziemlich abgenudelte Form der Ironie. Mit Ironie hat dies bei Elliott aber weniger zu tun als mit der Fähigkeit, das Leben in all seiner Schönheit und Untröstlichkeit aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen. Und irgendwie nimmt man ihm ab, dass er es genau so meint.</p>
<p>Der „Broken Man“ aus Elliotts vorigem Schaffensabschnitt ist vor allem in einer Hinsicht entzwei gebrochen: Sein Blick und seine Stimme haben sich verdoppelt. Wie beim Modell im Covermotiv findet sich die Essenz des Albums erst im Zusammenspiel des morbiden Doubles mit seinem vitalen und stolz posierenden Pendant. Im Unterschied zu den „Drinking“- und „Howling Songs“ scheint hier auch das Herz intakt. Denn nur ein Infarkt – aber der definitiv – kann es brechen.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.icidailleurs.com/">Ici d&#8217;ailleurs</a></strong></p>
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