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	<title>African Paper &#187; Thirty Pounds Of Bone</title>
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		<title>Zahlreiche Neuauflagen bei Woodland Recordings</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2021 02:52:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[The Knights Project]]></category>
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		<description><![CDATA[Das in Fürth ansässige DIY-Label Woodland Recordings, das seit mehr als 80 Releases dem ursprünglich als Verlegenheitsmedium betrachteten Format CDr mittels individueller, handgefertigter Verpackungen eine ungeahnte Würde gegeben hat und nebenbei das im deutschsprachigen Raum emsigste Qualitätslabel in Sachen Folk &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/01/18/zahlreiche-neuauflagen-bei-woodland-recordings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das in Fürth ansässige DIY-Label Woodland Recordings, das seit mehr als 80 Releases dem ursprünglich als Verlegenheitsmedium betrachteten Format CDr mittels individueller, handgefertigter Verpackungen eine ungeahnte Würde gegeben hat und nebenbei das im deutschsprachigen Raum emsigste Qualitätslabel in Sachen Folk und <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/wr.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23838" title="wr" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/wr.jpg" alt="" width="500" height="447" /></a><span id="more-23837"></span>verschiedenartiger Lofi-Musik ist, macht einige vergriffene Titel des Backcatalogues wieder zugänglich. Neu aufgelegt werden die Sampler der Reihe &#8220;Home Taping is Music&#8221; sowie mehrere Alben von Thirty Pounds of Bone und The Knights Project. Letztere bringen demnächst eine neue EP heraus.</p>
<p><a href="https://woodlandrecordings.com/"><strong>@ Woodland Recordings</strong></a></p>
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		<title>THE GREAT PARK: Now Wash Your Hands</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 06:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Stephen Burch letzten Winter ein Album mit Neufassungen seiner bislang besten Songs herausbrachte, hatte ich schon das Gefühl, dass bei The Great Park gerade ein bestimmter Abschnitt zu Ende ging. Was die Stücke auf „Winter“ vielleicht am meisten verband, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/10/05/the-great-park-now-wash-your-hands/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/greatparknowwash.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2890" title="greatparknowwash" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/greatparknowwash-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><span>Als Stephen Burch letzten Winter ein Album mit Neufassungen seiner bislang besten Songs herausbrachte, hatte ich schon das Gefühl, dass bei The Great Park gerade ein bestimmter Abschnitt zu Ende ging. Was die Stücke auf „Winter“ vielleicht am meisten verband, war ihr auf&#8217;s Allerwesentliche reduzierter Charakter. Überwiegend Gitarre und Gesang, zurückgenommene Melodien, zwischendurch fast Momente der Stille. Dass die Stücke an wenigen vorweihnachtlichen Tagen aufgenommen wurden, hörte man, doch es tat ihnen keinen Abbruch. Das Rohe und Raue hatte seinen eigenen Stil und schien die Essenz der Musik zu offenbaren. <span id="more-2889"></span></span></p>
<p>Der so auf die Spitze getriebene Minimalismus schien schon darauf hinzudeuten, dass Burch im Begriff war, sich von ihm zu lösen. Diese kurzen Momente, in denen die Musik beinahe in Stille überzugehen droht, finden sich auch auf dem neuen Album &#8220;Now Wash Your Hands&#8221;. Dennoch ist der neue Longplayer das opulenteste Stück The Great Park seit den frühen Tagen der Band, denn diesmal griff Burch wieder auf tatkräftige und vor allem vielfältige Unterstützung zurück. Erstmals mit von der Partie sind Volker Hormann und Dea Szücs, beide Mitglieder beim Solistenensemble Kaleidoskop, einem innovativen Berliner Kammerorchester, die Cello und Violine beisteuerten und in deren Umfeld das Album auch produziert wurde. Ebenfalls neu im Boot ist Stefanie von der vierzehnbeinigen All Girl-Combo Vivian Void, die Backing Vocals beisteuert. Johny Lamb (Trompete) von der Band Thirty Pounds Of Bone und vor allem Fee Reega (ebenfalls Backing Vocals) sind regelmäßige Besucher des großen Parks und auch diesmal wieder mit dabei.</p>
<p>Ein Leisetreter ist Burch nie gewesen, da mögen seine Folkballaden noch so sanft anmuten. Er neigt zum Sarkasmus, was auf Konzerten ganz unterhaltsam sein kann, auch zum unverblümten Aussprechen extremer Gefühle. Hinter jedem noch so schönen Akkord könnte sich ein kleiner Abgrund verstecken, hin und wieder auch ein großer, und selbst wenn es keine Abgründe sind, so scheint ihm Dramatik stets lieber zu sein als dezente Stimmungsbilder. Auf &#8220;Now Wash Your Hands&#8221; fällt er gleich mit der Tür ins Haus, denn die Sammlung beginnt gleich mit einem ihrer Höhepunkte. &#8220;Lover O Lover&#8221; ist eines der schmissigsten Stücke, die Burch je aufgenommen hat, und kaum so unbekümmert wie andere schnelle Nummern der Band. Es reißt mit, dank der Lyrics, der bitter euphorischen Melodie, aber auch weil die einzelnen Instrumentalparts bestens interagieren: fetzige Gitarre, Drums, Cello usw. Großartig sind die himmelhochjauchzend ironischen Geigen, die das Melodrama parodieren, das der Song zunächst verspricht, um es dann die Zunge herausstreckend zu verweigern.</p>
<p>Dieses Bittere findet sich in vielen der Songs, auch wenn man ihnen das nur selten direkt anmerkt. Viele von ihnen sind im Schnitt absurde Geschichten über Dinge, die im Leben schief gehen können – über die Schwierigkeit, sich wirklich zu kennen, über Dinge, die nicht passen, die man nicht halten kann. „I turned around without saying hello“ endet „Jake“, und in all dem ist auch „Now Wash Your Hands“ nach wie vor unbeschönigender Winter Death Folk, bei dem der Alltagsmensch zum Sinnerman aus dem berühmten Spiritual werden kann: &#8220;You can run where you like but the simple life it will find you&#8221;. Schön ist dabei allerdings, dass das lyrische Ich nicht bloß die Welt und ihre Dinge anklagt, sondern sich selbst in all dies mit einbezieht, das „I do wrong“ noch immer auf seiner Fahne stehend: „I was cruel when I could be and kind when I had to be, taking as much as good folks would allow“ heißt es in „Lover O Lover“, ferner „I know it&#8217;s not true, but what can one do with a lie but tell it“. Schön aber auch, dass The Great Park nach wie vor keine Musik für Trauerklöße spielt. Die großartige Melodie von „Jake“, die osteuropäisch anmutenden Gypsie Tunes in „Blood“ und überhaupt die üppige Instrumentierung fast aller Songs füllt die Platte mit Leben. Gerät die Musik besonders schön, dann kann diese Fülle ironisierend wirken – so beispielsweise bei dem netten Akkordeon und dem Glockenspiel in „Key“ oder den feierlichen Trompetenparts von „Make A Dead One Of It“: Das nicht abgeklärt wirkende bringt die Abgeklärtheit umso mehr zum Ausdruck. Natürlich gibt es auch Stellen, bei denen die schwarzhumorige Fassade einstürzt und der Sänger in aller Direktheit Imperative wie „Give it up old man“ shoutet – ganz im Einklang mit den übergroßen Drucklettern, die das Cover zieren.</p>
<p>Sucht man Direktheit, so wird man sie vor allem im zentralen „Song for no one“ finden, der für mich so etwas wie das Herzstück des Albums darstellt. Seine erste Zeile negiert den Titel des Albums, oder bestätigt ihn, da er ja „for no one“ ist. Aber er verweigert auch in jeder Hinsicht die typische Ironie, die bei The Great Park meist schon an der Oberfläche existiert, und zielt als Song über das Festhalten direkt auf&#8217;s Wesentliche – in seiner emotionalen und zum Teil fast sentimentalen Bildwahl, in seiner brüchigen Stimme und seinen reduzierten Akkorden. Ohne dieses Stück, dass in vielerlei Hinsicht das Gegenstück zu den anderen Songs ist, wäre der Rest nur eine Sammlung schöner Lieder, so ist das Album eine runde Sache.</p>
<p>Es gibt heute eine Menge akzeptabler Musiker, die mit der Klampfe durch Bars und Cafés tingeln und nebenbei ein paar CDrs in Eigenregie produzieren, doch die meisten verschwinden so schnell von der Bildfläche, wie sie erschienen sind. Ob es an der Inspiration oder am Selbstvertrauen liegt, irgendetwas ist nicht stark genug, die kreative Ambition gegen die Erfordernisse und die Langeweile des Alltags zu behaupten. The Great Park gehört zu denen, die sich nicht nur behaupten, sondern ihre Errungenschaften Stück für Stück ausbauen, auch ohne große Labels im Rücken. „Now Wash Your Hands“ sollte ihm dafür ein gutes Stück mehr von der verdienten Anerkennung verschaffen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.woodlandrecordings.com/">Woodland Recordings</a></strong></p>
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		<title>V.A.: Home Taping Is Music, Vol. 2</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 04:59:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Woodland Recordings existiert nun schon seit ein paar Jahren und hat eine durchaus respektable Entwicklung zu verbuchen. Seinem Low Budget- und DIY-Gestus treu geblieben, konnte sich das Label einen eigenen kleinen Platz in der Musikszene erobern, und damit ist vor &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/12/v-a-home-taping-is-music-vol-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/hometaping.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2662" title="hometaping" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/hometaping-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Woodland Recordings existiert nun schon seit ein paar Jahren und hat eine durchaus respektable Entwicklung zu verbuchen. Seinem Low Budget- und DIY-Gestus treu geblieben, konnte sich das Label einen eigenen kleinen Platz in der Musikszene erobern, und damit ist vor allem die britische und die deutsche gemeint. Viele der auf dem Label vertretenen Künstler verbindet eine Tendenz zum Folk oder vielleicht allgemeiner gesprochen: zum Akustiksound. <span id="more-2661"></span>Stephen Burch, der Mann hinter WR, der mit „a thing called The Great Park“ auch eines seiner Zugpferde reitet, wäre vielleicht mit der Folkklassifizierung gar nicht so glücklich, da sie Klischees bedient. Sieht man sich die jüngsten Veröffentlichungen an, dann hat sich die Ausrichtung auch durchaus ein wenig von dem Eichhörnchen entfernt, welches das Logo ziert. Vintage ja, das könnte man nicht leugnen. Doch Feld-, Wald- und Wiesen-Romantik? Schon weniger.</p>
<p>Der auf hundert Einheiten limitierte &#8220;Home Taping 2&#8243;-Sampler greift auf eine Reihe zurück, die vor ein paar Jahren in Leben gerufen wurde und versammelt Labelacts und befreundete Künstler. Johnny Lamb alias Thirty Pounds Of Bone eröffnet die Sammlung mit einem maritimen Song namens &#8220;Homefaring&#8221;. Lamb ist Kenner englischer Seemythen und deren Niederschlag in der Sea Shanty-Tradition, der er hier mit Schifferklavier, Galleerentrommel und falsettartigem Gesang huldigt. Natürlich dominiert Handgemachtes die Sammlung insgesamt, in recht freundlicher und wohlklingender Art bei Holly Mae and the Painted Room, die mit scharfer Stimme ihrer verträumten Musik etwas entgegen wirkt, sowie bei Lucy Parnell und dem deutschen Projekt Haruko. An den beiden Enden der Woodland-Skala stehen vielleicht Jane Bartholomew und eine Band namens The Bizarre Collection. Bartholomew spielt herbstlich anheimelnde Kammermusik, auch wenn die Stimme, die zeitweise an so unterschiedliche Sängerinnen wie Kate Bush und Alison Shaw erinnert, den einen oder anderen säuerlichen Ton beimischt. The Bizarre Collection dagegen machen ihrem Namen alle Ehre, denn sie haben in der Tat etwas von einem musikalischen Kuriositätenkabinett: Ihr Beitrag &#8220;Guinee&#8221; ist abenteuerlich abgemischt und sperrig, seine verrauschten Töne wollen vom Hörer mit etwas Mühe erobert werden. Es lohnt! Dem einfach nur Schönen verweigert sich auch Woodpecker Wooliams, die einen eindringlichen wie glasklaren Konzertmitschnitt beisteuert, mit Harfe und mädchenhaften Gesang, der für meine Begriffe etwas weniger an die frühe Joanna Newsom erinnern könnte, aber durchaus seinen Reiz hat.</p>
<p>Am meisten stechen für mich Songs heraus, die weder wohltuend noch schräg sind, sondern emotional aufwühlend. The Great Park selbst fällt in diese Kategorie, liefert mit &#8220;Make A Dead One Of It&#8221; ein überraschend opulentes Stück vom gerade fertiggestellten Album ab, dessen schöne Trompetenparts nicht nur ein Novum darstellen, sondern die Bitterkeit der Lyrics auch noch bestens ironisch kommentieren. Des weiteren H Gudjonsson, dessen meditativer Folk entfernt an In Gowan Ring erinnert. Ein kleines Highlight ist der Beitrag von Friend Of All The World. Mit einer Stimme, die zwischen nervöser Ergriffenheit und abgeklärter Melancholie changiert, gelingt dem Kanadier ein mitreißendes Stück Akustikpop, das Interesse an seinem Album wecken sollte.</p>
<p>Alle übrigens Stücke bilden Kategorien für sich, was die CD angenehm abwechslungsreich macht. Dazu gehört u.a. der einzige deutschsprachige Beitrag, der schöne Song &#8220;Dorian&#8221; von Fee Reega, der von roten Teufeln und dem Barkeeperalltag in einer Soldatenkantine kündet. Ich muss gestehen, ich brauchte eine Weile, bevor bei mir der Fee-Groschen gefallen ist. Erst nach zwei oder drei Anläufen ging mir auf, dass der Problemfolk der Sängerin viel weniger tränennass ist, als man auf den ersten Blick denken könnte, dass in ihrem sanften Timbre, ihrem zwischen Hauchen, Schreien und Tremolieren wechselnden Stil und ihrer expressiven Lyrik auch sehr viel Satire steckt. Mittlerweile gibt es von ihr Songs über Kannibalen und Exhibitionisten, sowie eine ziemlich gute Daniel Johnston-Coverversion, und wer bei diesen Songs immer noch ergriffen da sitzt und nicht mal herzhaft lacht, dem ist nicht zu helfen. Ebenfalls mit einem übergroßen Augenzwinkern stelle ich mir The Fabulous Nobody vor, der mit seiner Jazzgitarre wie Nat King Cole als Comedian klingt und doch einfach nur einen schönen Lovesong spielt, mit dem passendsten Titel, den ein Lovesong haben kann: „You!“</p>
<p>Die drei restlichen Acts gehen über das Songschema hinaus und betreten literarisches bzw. hörspielartige Terrain. Da wäre zunächst Mute Swimmer, bei dem erwartungsvoll stimmende Gitarren mit einem unheilschwangeren Drone verschmilzen, bis eine erdende Stimme den Raum einnimmt und den Hörer zum Innehalten bringt. Bei Allysen Callery wird die Musik zur Kulisse für ein recht sprödes, aber auch Spannung versprechendes narratives Szenario. Die Preslav Literary School fällt mit ihrem infernalischen Drone am meisten aus der Reihe. Vordergründig ein sirupartiger Soundfluss, offenbart er unter seiner Oberfläche doch einiges: eine Frauenarie zum Beispiel, zum Katzengejammer verfremdet, und allerlei wildes Gepolter. Vielleicht dasjenige Stück, das die meiste Aufmerksamkeit fordert.</p>
<p>„Home Taping 2“ ist eine schöne und in vielen Fällen auch eingängige Platte, die sich aber keineswegs bemüht, allen zu gefallen. Damit meine ich nicht nur, dass ein Faible für akustische Klänge und eine gewisse Anglophilie von Vorteil wären. Man sollte auch leise, subtile Töne zu schätzen wissen und Freude haben, solche zu entdecken und zu erkunden. Auch sollte die Vorstellung vom schönen Song nicht zu glatt und verschnöselt sein. Wer zu dieser Hörergruppe zählt, der könnte hier vielleicht seine Lieblingscompilation für die anbrechende Herbstzeit finden.</p>
<p>(U.S.)</p>
<p>Label: <a href="http://www.woodlandrecordings.com/">Woodland Recordings</a></p>
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