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	<title>African Paper &#187; Thomas Jefferson Cowgill</title>
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		<title>KING DUDE: Burning Daylight</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Mar 2013 06:45:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„We are King Dude“ wird man von TJ Cowgill neuerdings auf Konzerten begrüßt, was darauf schließen lässt, dass er und seine beiden Kumpanen mittlerweile so etwas wie eine feste Band bilden. Zeit also, vom Singular auf den Plural umzusatteln? Warum &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/03/23/king-dude-burning-daylight/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/02/kingdudeburningdaylight.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6280" title="kingdudeburningdaylight" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/02/kingdudeburningdaylight.jpg" alt="" width="150" height="151" /></a>„We are King Dude“ wird man von TJ Cowgill neuerdings auf Konzerten begrüßt, was darauf schließen lässt, dass er und seine beiden Kumpanen mittlerweile so etwas wie eine feste Band bilden. Zeit also, vom Singular auf den Plural umzusatteln? Warum nicht. King Dude ist also ein Trio aus dem Nordwesten der USA, das dunkle, balladeske Räuberpistolen über die Liebe, den Teufel und den Whiskey zum besten gibt, untermalt von monoton beschwörenden Gitarren, in steter Bewegung gehalten von einer einfachen, evokativen Drumsection, die sich hier und da <span id="more-6279"></span>auch für martialische Trommelwirbel nicht zu fein ist – so könnte die Minimaldefinition für Neueinsteiger lauten.</p>
<p>Innerhalb dieses Korsetts arbeiten King Dude mit einem klar umrissenen Repertoire an Stilmitteln, die griffig und mit festen Assoziationen belegt sind. Allem voran wäre da TJs markante Stimme, die – mal tief, mal rau, mal beides – sämtliche Register düsterer Sangeskunst zieht. Die beherrscht er übrigens auch ausgezeichnet, wenngleich all dies ebenso sehr ein gewollt aufgesetztes Spiel mit ollen Kamellen ist. Der Gedanke, dass neben den obligatorischen Tom Waits-Alben garantiert einige Cramps-Platten im Dude&#8217;schen Regal stehen, kommt einem nicht nur beim Gesang, denn die entspannten Surf-Twangs auf der neuerdings elektrischen Gitarre katapultieren den Hörer direkt in einen finsteren Gothic-Western – ein Genre, dass <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Hawkline_Monster:_A_Gothic_Western">zumindest in einem Fall</a> tatsächlich existiert. Während man dort mit einer verwegenen Halunkenbande durch die Wüste galoppiert, streift man Regionen, in denen seltsame Gewächse wie Altcountry, Texmex und eigenwillige Spielarten des Rock&#8217;nRoll gedeihen – eigenwillig schon allein wegen des seltsam ungoovigen Drummings, dass einem ins Gedächtnis ruft, dass das Ganze ursprünglich mal als eine Art Neofolk gehandelt wurde.</p>
<p>Zum Auftakt gibt es auf „Burning Daylight“ eine fiebrige Orgel, knisterndes Feuer und Alarmsirenen, wie um zu signalisieren, dass man hier kein braves Album in den Player gelegt hat. Manche finden, dass die Stimmung zwischen verlebter Leidenschaft und cooler Resignation weder Fleisch noch Fisch sei, und können entsprechend auch dem Stilmix aus Düsterfolk und 50s-Surfsound nur bedingt etwas abgewinnen. King Dude als Link Wray auf Benzos, als Zombi-Version von Chris Isaak, als der große, böse Bruder von Anna Calvi oder gar Lana del Rey? Meinetwegen. Meines Erachtens harmonieren aber alle Zutaten bestens, vielleicht weil die Musik meist dezent hintergründig bleibt, und der forcierte Bariton ohnehin den Eindruck erweckt, als würde man sich selbst nicht allzu ernst nehmen in der King Dude-Welt. Interessanterweise verleihen die steifen Folkelemente der Musik noch ein Stück mehr an coolem Zynismus.</p>
<p>Das von erschöpften Twangs wie von kranken Adrenalinstößen vorangetriebene „Holy Land“ klingt allem voran bedrohlich, und dem Text nach sollte man es sich gut überlegen, ob man sich in dem besungenen Revier als Eindringling erwischen lassen will. Cowgills Mitgliedschaft in einer <a href="http://www.myspace.com/bookofblackearth">Black/Death Metal-Combo</a> nimmt man ihm doch eher ab, als sein hippes <a href="http://actualpain.myshopify.com/">Fashion Label</a>, und schon weil ich seine Vocals alles andere als gesetzt finde, mag ich auch nicht in den oft gezogenen Johnny Cash-Vergleich einstimmen – auch nicht beim Ein Akkord-Ohrwurm „Barbara Anne“, dass sich schnell als kein Beach Boys Cover entpuppt, und wie Henry Kissinger klingt beim Versuch, Scott Kelly zu imitieren. Die meisten Songs sind kurz und rasant und transportieren mit ihren Bad Guy- und Femme Fatale-Geschichten den Mythos eines interessanteren Amerika der düsteren Roadmovies, das amoralisch und unsentimental ist und vor Erotik knistert. „Detour“, der niederschmetternde Film Noir von Edgar Ulmer kommt mir spontan in den Sinn, oder vielleicht doch eher Tourneurs &#8220;Out of the Past&#8221; mit seinen etwas weniger deprimierenden Figuren.</p>
<p>Natürlich gehört zu all diesen Rockismen auch die obligatorische Ballade, und King Dude haben sich gleich das letzte Drittel des Albums dafür freigehalten. Von den getrageneren Stücken sticht v.a. „My Mother was the Moon“ heraus, bei dem keine Geringere als die derzeit beliebte Sängerin Chelsea Wolfe das Mikro überreicht bekommt. Der Song hat etwas von einem traurigen Schlaflied, jede Spur von Trash ist für Momente wie weggeblasen und ich musste an Nick Caves berührendes &#8220;My Daddy was an Astronaut&#8221; denken. Irgendwie passt auch das und wirkt kein bisschen deplaziert.</p>
<p>Mit „Burning Daylight“ haben King Dude bewiesen, dass sie keine Eintagsfliegen sind, und auch wenn das alles keine hehre Kunst ist, wünsche ich ihnen, dass man sie in Zukunft noch öfter zu hören bekommt. Ob im Bikerschuppen, auf dem spackigen Hipsterevent oder vorm stoisch-affektierten Szenepublikum in schwarz bleibt sich gleich.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.daisrecords.com">Dais Records</a></strong></p>
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		<title>KING DUDE: Tonight&#8217;s Special Death</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/10/08/king-dude-tonights-special-death/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 12:16:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[AVANT! Records]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Thomas Jefferson Cowgill, auch bekannt als King Dude, haben die meisten wohl erst vor kurzem Notiz genommen, doch schon gilt er als umstrittener Künstler und wird kontrovers diskutiert. Umstritten und kontrovers aber keineswegs, weil er Dinge machen würde, die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/10/08/king-dude-tonights-special-death/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/kingdude.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2886" title="kingdude" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/kingdude-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Von Thomas Jefferson Cowgill, auch bekannt als King Dude, haben die meisten wohl erst vor kurzem Notiz genommen, doch schon gilt er als umstrittener Künstler und wird kontrovers diskutiert. Umstritten und kontrovers aber keineswegs, weil er Dinge machen würde, die man als anstößig betrachten müsste. Viel eher geht es um Fragen seiner Rezeption: Wie sehr hat die Welt eigentlich auf King Dude gewartet? Ist um ihn am Ende noch ein Hype am entstehen, und wenn ja, wie sehr hätte er den verdient?<span id="more-2884"></span></p>
<p>King Dude hat seine Wurzeln im Metal, entdeckte aber vor einigen Jahren das Neofolkgenre für sich, lernte die klassischen World Serpent-Acts lieben und einige Vertreter der zweiten Generation wie Kim Larsen dann auch persönlich kennen. Als Vertreter einer dritten Generation, auf die dann kaum mehr jemand so richtig gewartet hatte, tauchte er recht plötzlich auf der Bildfläche auf, und wird nun von manchen als Hoffnungsträger, von anderen jedoch als Epigone wahrgenommen, der alten Wein in neuen Schläuchen feilbietet und obendrein noch diejenige Qualität vermissen lässt, die im Neofolk doch so wichtig ist: Tiefe. Auf dem zunächst auf CDr und nun auch als LP erschienenen Album „Tonight&#8217;s Special Death“ singt Cowgill über den Hexenhammer, über teuflische Mütter und das ewige Leben. Engel und Dämonen haben ihren Auftritt, Naturmystik wird beschworen, Sklavenmoral und Herdenmentalität mit Spott übergossen. Auch musikalisch zieht er sämtliche Neofolkregister: Monoton beschwörendes Raufundrunterschrammeln auf der akustischen Gitarre, ein beinahe allgegenwärtiger Teppich aus finsteren Feldaufnahmen. Feierliche Strenge in der tiefen Stimme, eine piepsige Backgroundsängerin, hin und wieder die zwei obligatorischen Anschläge auf dem Tambourin oder das Ganze ersetzt durch dezentes Fingerschnippen.</p>
<p>Ginge es einzig und allein um solche Formalia, so könnte man sich auf ein recht schnelles Urteil einigen und ihm uninspiriertes Nachspielen von Vorbildern attestieren – wäre da nicht das Problem, dass King Dude in puncto Atmosphäre und Attitüde gar nicht so recht ins Genrebild passen will. Ein typischer Neofolksong weckt in mir immer Assoziationen zu einem kindlichen Fake-Paradies, in dem alles rund und symmetrisch ist, in dem eine Harmonie herrscht, die oberflächlich betrachtet entspannend wirkt, ihren zwanghaften und verbissenen Zug jedoch kaum verschleiert. So zauberhaft wie ein aller Erotik beraubtes John Waterhouse-Gemälde, von der brutalen hölzernen Eleganz eines Stefan George-Gedichtes. Nichts Freies, Zufälliges, Störendes hätte dort Platz, denn in der Neofolk-Welt geht es allem voran um Vermeidung. Mehr als in irgendwelchen Unkorrektheiten sehe ich genau darin auch den Grund, warum solche Musik immer nur von einem bestimmten, sehr überschaubaren Publikum gewürdigt wurde, obwohl sie offenkundig eingängig und schön ist.</p>
<p>Endlose Wiederholung der immergleichen Strukturen im Kontrast zu einem avantgardistischen Anspruch, sich selbst als elitär bezeichnende Künstler sowie Fans, die ihnen das auch noch abnehmen, obwohl oft nur ein aufgekochter weltanschaulicher Eintopf aus dem späten 19. Jahrhundert verhandelt wird – in all seiner penetranten Tiefsinnigkeit wirkte das irgendwann so ermüdend, dass King Dudes laxer und etwas spielerischer Umgang mit all diesen Motiven fast wie ein kleiner Befreiungsschlag anmutet. Singt Cowgill mit feierlichem Timbre von finsteren Unbilden und mystischem Erleben, so hat das bei ihm den Charme alter Horrorschinken. Sein Pathos wirkt niemals peinlich, dafür bewusst aufgesetzt – wie das eines humorigen schwarzgewandeten Geschichtenerzählers, der bei aller Rede über den Teufel selbst den Teufel tun wird, sich zu wichtig zu nehmen. Seine Melodien mögen einfach und feierlich sein – die typische Neofolkstimmung will nicht aufkommen, zu frei und dynamisch wirkt die morbide Euphorie in einem Song wie „Witches&#8217; Hammer“, der gar nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen ist. Vornehme Schwärze ist reichlich vorhanden, doch wer das elitär finden will, der sollte sich bewusst machen, dass der Elitarismus hier nichts weiter ist als ein frei verfügbares Motiv aus dem riesigen Repertoire der Kultur, das bestens ins King Dude-Konzept eingebaut werden kann – mit einem zwinkernden Auge und doch trotz allem mit Liebe und Freude an der Sache. An einigen Stellen lugt sogar so etwas wie Rock&#8217;n Roll um die Ecke, und überraschenderweise musste ich bei „Born in Blood“, dem zweiten Ohrwurm des Albums, spontan an die campigen deutschen Psychobillies von The Raymen denken, die eine zeitlang in den Fußspuren der Cramps herumschlichen.</p>
<p>Zu den King Dude-Fans zählen vermutlich eine Menge ehemaliger Witch House-Kiddies, und mit seinem Blair Witch-Artwork und den beliebten Dreiecken hat er es sicher auch ein bisschen darauf abgesehen. Bemerkenswerter ist allerdings, dass diese Art von Popularität auch zu funktionieren scheint, und sich von allen bisherigen Expansionsversuchen szenemüder Neofolkbands unterscheidet. Ich rede nicht von Current 93, die niemals eine typische Neofolkband waren. Ich rede von Spiritual Front, deren kurze Trendyness in der Folge ihres vorletzten Albums doch eher ein konsummaterialistisches 90er-Zillo-Orkus-Phänomen war. Und die neuesten Hochglanzvideos von Ordo Rosarius Equilibrio würden in den Restbeständen der Chill Wave-Community vermutlich eher Fremdschämreflexe auslösen. Im Unterschied zu diesen Bands ist die Musik Cowgills nie glatt, sondern lofi, spontan, improvisiert und – die Hipstermusik schlechthin. Man kann an der derzeit grassierenden Verhipsterung von Subkultur sicher so manche Stilblüte zum Gähnen finden. Sie hat aber auch Post Punk davor bewahrt, eine Zukunft als monatlich wiederholte Ü30-Helloween-Party zu fristen und die Musikwelt selbst ganz nebenbei mit einigen kreativen Newcomerbands beehrt.</p>
<p>Ob das auch bei einem so anti-jugendkulturellen Genre wie Neofolk wirklich funktionieren wird, bleibt fraglich. Vielleicht müsste dabei zu viel negiert werden, was das Lebensgefühl dieser Szene im Wesen ausmacht. Sollte dem so sein, dann ist King Dude zu beglückwünschen, dass er nicht Teil einer immer kleiner und monotoner werdenden Nische ist. Und natürlich für seine unterhaltsame und durchaus inspirierende Musik. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://avantdistro.blogspot.com/">Avant! Records</a></strong></p>
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