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	<title>African Paper &#187; Thomas Nöla</title>
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		<title>The Sixth Configuration: Neue Compilation u.a. mit Temple Music, Ashtoreth, Nam-Khar, David E. Williams und La Porta Ermetica</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2025 05:05:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gerade ist die vom Santa Sangre-Magazin herausgegebene Download-Compilation &#8220;The Sixth Configuration&#8221; erschienen, die ganze hundert Tracks enthält. Die Sammlung verzichtet bewusst auf ein übergeordnetes Konzept, stattdessen versammelt sie eine Vielzahl musikalischer Stimmen, deren Gemeinsamkeit eher in der Haltung als in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/07/18/the-sixth-configuration-neue-compilation-u-a-mit-temple-music-ashtoreth-nam-khar-david-e-williams-und-la-porta-ermetica/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade ist die vom Santa Sangre-Magazin herausgegebene Download-Compilation &#8220;The Sixth Configuration&#8221; erschienen, die ganze hundert Tracks enthält. Die Sammlung verzichtet bewusst auf ein übergeordnetes Konzept, stattdessen versammelt sie eine Vielzahl musikalischer Stimmen, deren Gemeinsamkeit eher in der Haltung als in einem festgelegten ästhetischen Rahmen liegt. Der Titel spielt auf William Peter Blattys Film <em>The Ninth Configuration</em> an, ohne dessen Erzählstruktur oder Themen direkt aufzugreifen. Vielmehr steht hier die lose Zusammenstellung im Vordergrund: als persönliches Archiv, als Momentaufnahme einer Szene zwischen Postindustrial, Ambient, rituellen Formen und experimenteller Elektronik.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/07/thesixthconfiguration.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-47132" title="thesixthconfiguration" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/07/thesixthconfiguration.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-47131"></span></p>
<p>Wie bei den vorangegangenen Teilen vereint die Sammlung sowohl bekannte Namen als auch weniger präsente Künstler, die seiner Ansicht nach mehr Aufmerksamkeit verdienen. Neben langjährigen Begleitern finden sich also auch neue Entdeckungen. Zu den auch unseren Lesern bekannten Namen gehören etwa Ashtoreth, sowohl solo als auch im Duo mit Stratosphere, Temple Music mit einem cinematischen musikalischen Nachruf auf einen verstorbenen Freund, ferner Nam-Khar, Thomas Nöla oder La Porta Ermetica mit einem neuen Track, inspiriert von dem 1993 erschienenen Roman <em>El Club Dumas</em> Arturo Pérez-Reverte, der von Roman Polanski als <em>Die neun Pforten</em> verfilmt wurde. <span style="font-weight: 300;">Auch Albireon, RDKPL, Cronaca Nera und David E. Williams sind vertreten – letzterer mit einem überraschend experimentell-lärmenden Instrumentalstück, das aus den späten 80ern stammt. Dazu kommen u.a. Illusion of Safety, Vortex, Bain Wolfkind und Andrew Trail. Die stilistische Spannweite reicht von filigranem Dark Folk über psychedelischen Gitarrenambient und dessen dunkelelektronisches Pendant bis hin zu Ritualmusik unterschiedlicher Prägung. Hinzu kommen filmische Arrangements, unterirdisch anmutende Szenarien mit abgründigen Flüstervocals, verspielte Elektronik und Noise-Ansätze. Auch Field Recordings sind vertreten, meist eher dezent in das Geschehen eingebettet, statt dessen Zentrum zu bilden.</span></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2290027164/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>DEMIAN NADA: Los Jardines Del Hades</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Oct 2024 05:36:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit &#8220;Los Jardines del Hades&#8221; präsentiert Demian Nada, bekannt von und als Ô Paradis, ein vielschichtiges introspektives Album, das seine kreative Neuausrichtung und persönliche Entwicklung widerspiegelt. Diese tatsächlich solo eingespielte erste Veröffentlichung unter seinem eigenen Namen betont, wie er sagt, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/10/12/demian-nada-los-jardines-del-hades/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/09/unterweltsgärten.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42770" title="unterweltsgärten" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/09/unterweltsgärten-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit &#8220;Los Jardines del Hades&#8221; präsentiert Demian Nada, bekannt von und als Ô Paradis, ein vielschichtiges introspektives Album, das seine kreative Neuausrichtung und persönliche Entwicklung widerspiegelt. Diese tatsächlich solo eingespielte erste Veröffentlichung unter seinem eigenen Namen betont, wie er sagt, nicht nur einen sehr persönlich gefärbten Charakter der Aufnahmen, sie markiert auch eine neue Form kreativer Freiheit. Rund dreißig <span id="more-42769"></span>Songs für Ô Paradis entstanden in den ergangenen Monaten und waren doch wenig zufriedenstellend. Nachdem er sich für seinen eigene Namen entschieden hatte, kamen gleich, wie einem magischen Mechanismus folgend, eine ganze Reihe an überzeugenden Stücken zustande, bei denen sich immer mehr auch eine inhaltliche Klammer abzuzeichnen begann &#8211; und mit einem primär auf Basslinien und Cajon basierenden Sound gleich auch eine neue musikalische Ausprägung seiner experimentellen Chansons.</p>
<p>Das Album eröffnet mit &#8220;Ruido Blanco&#8221;, dessen coole, bluesige Bassparts zusammen mit der handclapartigen Perkussion hypnotisierend wirken, während der charakteristische, ehrlich anmutende Gesang mehr als eine Brise Melancholie beigibt. Der Text evoziert surreale Bilder von Regen und weißem Rauschen, in denen sich die Bereiche von Traum und Wachzustand zu überlappen scheinen. Das Arrangement steigert sich schrittweise, bis es eine fast spielerische Intensität erreicht. Das um eine von Fragen der Angst und der Schönheit geprägte Ambiguität kreisende &#8220;Fatamorgana&#8221; taucht tiefer in Demians experimentelle Seite ein und kombiniert elektronische Midtempo-Takte mit der leicht shoegazigen Substanz der verzerrten Saiten. Der Track wechselt zwischen düsterem Groove und wärmendem Gesang in Moll, was einmal mehr eine surreal-verträumte, stellenweise leicht ironisch eingefärbte Stimmung entstehen lässt. Das Abgedunkelte, nur bedingt greifbare, scheint charakteristisch zu sein für die Gärten des Hades. Das wird auch spürbar in der ersten Coverversion des Albums, einer von Rezitation, rasseligen Gitarren und einem trunkenen hintergründigen Jaulen geprägten Version von Scorpion Winds &#8220;There is no more Sleep&#8221;: Unter Beibehaltung einiger der fingerschnippenden Easy Listening-Elemente wird das vergleichsweise öde Original in trancehafte, sphärische Gefilde gehoben, in denen es &#8211; für viele freilich auch aufgrund der Sprachbarriere &#8211; reizvoll ungreifbar bleibt.</p>
<p>Gleichwohl das Album schnell seine unverkennbare Signatur offenlegt, offenbaren die einzelnen Stücke mit der Zeit ein ganzes Panorama an Schwerpunkten. &#8220;Árbol Negro&#8221; vollzieht eine berührende Rückkehr zur melancholischen Intensität, der sehnsuchtsvolle Gesang und das sanfte Trip-Folk-Feeling erinnern an die besten Ô Paradis-Momente. Die Naturbilder des schwarzen Baums, der wie die mythische Weltesche des Nordens Himmel und Erde verbindet, erzeugen eine feierlich-euphorische Stimmung, die dennoch von tiefer Wehmut durchzogen ist. Der den kleinen Teufeln gewidmete Song &#8220;Diablos Menores&#8221; überrascht durch seine subtile postpunkige Kantigkeit und das erdige, in den unteren Regionen wurschtelnde Saitenspiel. Demian wechselt gekonnt zwischen rezitativen Passagen und expressiven melodischen Momenten, während der Text die Komplexität des Ringen mit sich selbst und persönlichen Dämonen zu betonen scheint. Mit &#8220;Aquelarre&#8221; kehrt der Bass als eines der zentralen Element des Albums in vollem Umfang zurück, der Gesang, bei dem das Wort &#8220;nada&#8221; oft zu hören ist, bewegt sich zwischen stürmischen Synthie-Wellen und monotonem Knarren, wobei die kurzen melodischen Exkurse umso eindringlicher wirken.</p>
<p>Das vorletzte Stück, &#8220;Last Regrets&#8221;, ist eine Hommage an Ryuichi Sakamoto und erinnert mit seinen kurzen filigranen Synthiestrichen an ein verregnetes 80er-Jahre-Setting. Die feinsinnige, auf eine sanfte Wehmut abzielende Interpretation und der kreative Umgang mit minimalen Details verleihen dem Instrumentalstück eine Aura der Gelassenheit, bevor das Album mit dem quirlig poppigen &#8220;Elsa&#8221; und dem noch mal alle Register ziehenden &#8220;La Jaula del Perdón&#8221; in fast zyklischer Weise schließt. Hier dominiert wieder ein rauer, bluesiger Sound, und der Gesang schwingt sich zu emotionalen Höhen auf, die das bittersüße Ende &#8220;Los Jardines del Hades&#8221; markieren.</p>
<p>[...] In Demians Musik, ob als Ô Paradis oder solo konzipiert, scheint die Frage nach den Ausdrucksmöglichkeiten immer unterschwellig mitzuschwingen, und sei es nur in dem immer wieder anders gearteten Verhältnis zwischen individuellen &#8211; experimentellen, folkigen, poppigen &#8211; Stilelementen und den fundamentalen Gemeinsamkeiten, die sich in der einen oder anderen Form durch seine ganze bisherige Karriere ziehen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: County Lapin</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3214047679/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>The Mannequins From Your Head: Konzertaufnahme von Thomas Nöla</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jun 2024 05:23:31 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[David E. Williams]]></category>
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		<description><![CDATA[Der auch im Medium Film aktive amerikanische Sänger, Musiker und Songwriter Thomas Nöla hat vor kurzem ein digitales Livealbum herausgebracht, das einen analogen Mitschnitt eines kürzlich im New Yorker East Village aufgeführten Konzertes dokumentiert. Nöla selbst steht mit seinem Gesang, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/06/10/the-mannequins-from-your-head-konzertaufnahme-von-thomas-nola/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der auch im Medium Film aktive amerikanische Sänger, Musiker und Songwriter Thomas Nöla hat vor kurzem ein digitales Livealbum herausgebracht, das einen analogen Mitschnitt eines kürzlich im New Yorker East Village aufgeführten Konzertes dokumentiert. Nöla selbst steht mit seinem Gesang, dem Keyboard und der in ihrem Strumming leitmotivischen Akustikgitarre im <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/mannequins.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-41405" title="mannequins" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/mannequins.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-41404"></span></p>
<p>Zentrum des meist folklastigen Geschehens, in das sich manchmal dezente Bluestöne mischen. Beim anschließenden Stück kommen Erin Powell, David E. Williams und Luke Tromiczak mit auf die Bühne, die an dem Abend ebenfalls aufgetreten sind. Das Set enthält Stücke aus verschiedenen Phasen von Nölas Diskografie &#8211; Leser unserer Seite sollten sich noch <a title="THOMAS NÖLA ET SON ORCHESTRE: How’s Your Rainbow" href="http://africanpaper.com/2022/03/19/thomas-nola-et-son-orchestre-hows-your-rainbow/">an dieses Album</a> und <a title="LES PARADISIERS: Indian Summer" href="http://africanpaper.com/2020/12/05/les-paradisiers-indian-summer/">an jene Kollaboration</a> erinnern &#8211; sowie eine Interpretation eines Neil Young-Stücks.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2442231895/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>DAVID E. WILLIAMS: Get me a Ladder&#8230; Get me a Ladder!</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2022 02:09:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Man sollte sparsam umgehen mit Begriffen wie Opus magnum im Zusammenhang mit Neuerscheinungen altgedienter Musiker, denn man kann nie wissen, was die Zukunft noch an Überraschungen bereithält. Im Falle von David E. Williams&#8217; &#8220;Get me a Ladder&#8230; Get me a &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/08/06/david-e-williams-get-me-a-ladder-get-me-a-ladder/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/fotor_1659265513429.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-30749" title="fotor_1659265513429" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/fotor_1659265513429-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man sollte sparsam umgehen mit Begriffen wie Opus magnum im Zusammenhang mit Neuerscheinungen altgedienter Musiker, denn man kann nie wissen, was die Zukunft noch an Überraschungen bereithält. Im Falle von David E. Williams&#8217; &#8220;Get me a Ladder&#8230; Get me a Ladder!&#8221; ist die Versuchung allerdings groß, denn es handelt sich bei diesem Album – so viel vorweg – um einen ganz großen Wurf.<span id="more-30748"></span></p>
<p>Zählt man kleinere Tape-Releases dazu, dann ist Williams bereits seit über 30 Jahren auf dem musikalischen Parkett präsent, und seine klassischen Alben enthalten eine interessante Mixtur aus Death Rock-Downern, launigen Polka-Stücken und Klavierballaden im Cabaret-Stil. Atmosphärisch rangieren die darauf enthaltenen Songs zwischen einer bizarren Herzigkeit, die an Daniel Johnston in seinen besten Momenten heranreicht, derber Exploitation und einer Schwarzgalligkeit, wegen der Michel Houellebecq eigentlich sein größter Fan sein müsste. Zu den frühen Highlights zählt das treibende &#8220;Pumpernickel Crust&#8221; mit seiner stilvollen Klezmerklarinette. Aufgrund persönlicher Freundschaften wurde zunächst die Neofolk- und Industrial-Gemeinde auf ihn aufmerksam, mit der ihn rein musikalisch gar nicht einmal so viel verband.</p>
<p>Die bereits in den vergangenen Jahren zu beobachtende Hinwendung zu mehr Synthesizer-Einsatz wird auf dem aktuellen Album endgültig zum zentralen stilprägenden Element und entpuppt sich als z.T. beinahe brachiale Elektronik. Nach einem spannungsgeladenen Intro, das wie eine mit unruhiger Kamera inspizierte abgedunkelte Szenerie Zwiespältiges erwarten lässt, wirft einen der Titeltrack gleich ins Zentrum des Geschehens: Hektische Takte, die wie Faustschläge in alle Richtungen ausschlagen und doch mehr als EBM sind, bilden die wuchtige Kulisse für ein männlich-weibliches Duett, bei dem kein vertrautes Nancy und Lee-Feeling mehr aufkommt, und doch schaffen es cinematisch Synthieflächen, die Szene in ein weites nächtliches Panorama zu entrücken.</p>
<p>Das kein Song wie der andere geraten ist, erweist sich als eine der größten Stärken der Platte. Da sind tanzbare Clubtracks wie das bereits vorab veröffentlichte &#8220;Bodyparts in Birdbaths&#8221; mit dem kraftvoll-stoischen Gesang von Lloyd James oder &#8220;Plane Crash People&#8221;, das auch einen stimmungsvollen Pianotrack abgegeben hätte, dessen Eingängigkeit aber irgendwann unter einer Schuttlawine begraben wird. Neben akustisch(er) ausgerichteten Balladen, die mit herausfordernden Texten an Altbekanntes anknüpfen (&#8220;Gangrenous Nebula&#8221;) gibt es heiteren B52s-Postpunk mit Schrammelgitarren und launigen Orgelparts: &#8220;The man who invented Ketchup&#8221; erzählt von der kindlichen Fantasie über den Ursprung der leckeren roten Sauce, ohne die die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht dieselbe gewesen wäre, und ist Kurzweil pur. &#8220;Hats off to William Frawley&#8221;, das von der amerikanischen Sitcom <em>I Love Lucy</em> und einer ganzen Affenbande erzählt, gibt der kindlichen Seite des Albums eine berührende Ernsthaftigkeit.</p>
<p>&#8220;Girl, go forth!&#8221; mit seinen groovigen Luftpistolentakten a la The Normal und &#8220;A Seed is Scurrilous&#8221; mit seiner schwindeligen Trunkenheit stehen vielleicht für das schlüpfrige Mysterium der Pubertät, das in Williams Werk bereits das Etikett Pseudo Erotica bekommen hat. In der zweiten Hälfte des Albums treten nach und nach immer mehr schwermütige Motive und auch ein gewisses Grauen in den Vordergrund. Die tolle, an die frühen 80er erinnernde Synthesizermelodie in &#8220;We the ill are not so well&#8221; täuscht nicht darüber hinweg, dass das schleppende Piano und der zäh vorankriechende Gesang von der Hinfälligkeit des Körpers künden. Mag der gothinfizierte Kopfhänger &#8220;Testosterone as Poison?&#8221; noch Schonung bieten, so geht es in den abschließenden Stücken ans Eingemachte bzw um letzte und vorletzte Dinge: Der hörspielhafte Body Horror von &#8220;Throat Wound&#8221; geht in Wirklichkeit kaum stärker an die Substanz wie das anrührend-feierliche &#8220;Eucharist vs. Leukemia&#8221;, dessen Inhalt man aus Respekt nicht kommentieren sollte. Ein diffuses Knarren leitet daraufhin ein besonderes Finale ein, bei dem kein Geringerer als Andrew King mit John Donnes Holy Sonnet &#8220;This is my Play&#8217;s Last scene&#8221; dem Körper Lebewohl sagt und sich ganz der Transzendenz anvertraut. Der ins Grab gebettete Körper gehört nun gewissermaßen zu den &#8220;Things&#8221;, die dem abschließenden Track den Namen gibt, einem lichtdurchfluteten Gegenzoom, der noch einmal alles von Sorrow bis Joy enthält.</p>
<p>Man sollte die Songs auf &#8220;Get me a Ladder&#8230; Get me a Ladder!&#8221; und ihre Reihenfolge freilich nicht überinterpretieren, und doch beschleicht einen am Ende das Gefühl, ein ganzes Leben in all seiner Tragikomik mit seinen freudvollen, neugierigen, leidenden, friedvollen Seiten quer durch alle wichtigen Abschnitte miterlebt zu haben. Was &#8220;Get me a Ladder&#8230; Get me a Ladder!&#8221; dabei merklich fehlt, ist ein einziger Moment der Langeweile. (U.S.)</p>
<p><strong>Vertrieb: <a href="https://www.oldeuropacafe.com/catalog/category/get-me-a-ladder...-get-me-a-ladder-.html">Old Europa Cafe</a></strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_220731_130754_344.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3441564331/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>THOMAS NÖLA ET SON ORCHESTRE: How&#8217;s Your Rainbow</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2022 04:38:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Thomas Nöla et son Orchestre]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal ereignen sich in den Sekunden kurz vor dem Aufwachen kleine Traumfetzen, die sich so stark ins Bewusstsein eingravieren, dass sie auch im Wachzustand noch lange präsent sind und alle Sinne mit imaginierten Eindrücken fluten. Auch wenn es sich oft &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/03/19/thomas-nola-et-son-orchestre-hows-your-rainbow/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/03/howsyourrainbow.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29035" title="howsyourrainbow" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/03/howsyourrainbow-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Manchmal ereignen sich in den Sekunden kurz vor dem Aufwachen kleine Traumfetzen, die sich so stark ins Bewusstsein eingravieren, dass sie auch im Wachzustand noch lange präsent sind und alle Sinne mit imaginierten Eindrücken fluten. Auch wenn es sich oft nur um kleine fragmentarische Sequenzen handelt, wird man doch einer gewissen Tiefe gewahr und stellt sich die Fragmente als Ausschnitte einer <span id="more-29033"></span>viel größeren Parallwelt vor. Sie könnte der gleichen, die sich Song für Song im neuen Album von Thomas Nöla et son Orchestre entfaltet.</p>
<p>Thomas Nöla ist auf unseren Seiten bisher nur als Teil des Duos Les Paradisiers vorgekommen, doch sein musikalisches Schaffen als Singer-Songwriter mit leicht sperrigem Einschlag ist viel umfangreicher. Vor einiger Zeit hat er sich nach gut einem Jahrzehnt wieder seinem früheren Stammprojekt zugewandt, das er mit der Cellistin Karen S. Langlie und gelegentlichen Gästen betreibt.</p>
<p>&#8220;How&#8217;s your Rainbow&#8221; lässt eine Welt entstehen, die nach eigener Angabe einem Buch mit Kindergeschichten entsprungen sein könnte, &#8220;read from the dunes of the moon&#8221;. Schon in den ersten Minuten, im Opener &#8220;The Yellow House&#8221;, findet diese kindlich-surreale Gestimmtheit ihren Ausdruck in einer stilvoll eiernden Pianospur und den unbeschwerten Worten eines Kindes. Ein reizvoller Zug des Album liegt in dem ständigen Aufeinandertreffen heiterer und schwermütiger Details &#8211; z.B. wenn eine gelöste, verspielte Musik auf Nölas meist ernsten, melancholisch eingefärbten Gesang trifft. Das wird besonders im vielleicht poppigsten Song &#8220;Now I&#8217;m a Dune&#8221; deutlich, dessen tanzbare Geradlinigkeit nur durch die verspielten Samples eine allzu gefällige Eingängigkeit verweigert.</p>
<p>In anderen Songs wie dem postpunkigen &#8220;Too Many Gables&#8221; packt der Sänger noch mehr Pathos in seine tiefe Stimme, die immer wieder Vergleiche &#8211; Nick Cave und Brian Wilson wurden bereits genannt und ich selbst wagte einmal einen Vergleich zu den Shock Headed Peters &#8211; nach sich zog, um vor Handdrums und breiten Gitarren seine Klage über das Überwältigt- und Überfordertsein vom Leben anzustimmen. Solchen Momenten zum trotz sollte man &#8220;How&#8217;s your Rainbow&#8221; dennoch nicht als dunkles, resignatives Werk sehen, denn was an vielen Stellen durchscheint ist eine starke Empathie und ein Bekenntnis zur Suche und zum Hoffen &#8211; letzteres ganz deutlich auch im Text zu &#8220;H.I.Y.R.T.?&#8221;, das so etwas wie der Titelsong ist und auch dem Regenbogen und seinen Farben die Ehre erweist.</p>
<p>Es ist nicht leicht, &#8220;How&#8217;s your Rainbow&#8221; einer bestimmten musikalischen Richtung zuzuordnen, doch schon das vermittelt eine Idee von der stilistischen Vielfalt der Musik, bei der meditative Soundscapes mit nostalgischen Synthies und zum Chor multiplizierten Stimmen (&#8220;Sky Archer&#8221;) auf ausgelassene Spielzeugsounds (&#8220;Spider Song&#8221;), exotischen Groove (&#8220;Sorry Mr. Crow&#8221;) und Springteufel in Zeitlupe (&#8220;Hey, Phantom&#8221;) treffen. Und immer verschwimmen die unterschiedlichsten Dinge miteinander &#8211; gelöste Takte, ungreifbare, tremolierende Sounds und eine im Untergrund wirkende, kraftvolle Bewegung &#8211; die z.B. einem Song wie &#8220;Solar Ladder&#8221; eine emotionale Tiefe geben, die nur bei oberflächlicher Betrachtung wie Exzentrik anmutet.</p>
<p>All diese Stücke wirken wie Slices of Life, wie fragmenthafte Shortstories, die einen Auszug von etwas Größerem heranzoomen, dessen volle Gestalt erst nach einigen Hördurchgängen im Bewusstseind es Hörers sichtbar wird. Dass sich dieses längere Verweilen lohnt, ist jedoch von Beginn an spürbar. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Grabaciones Sentimentales</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2633498519/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>LES PARADISIERS: Indian Summer</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2020 05:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn die Sommersonne im östlichen Teil der USA, vor allem in den Neuengland-Staaten, im Herbst noch einmal ihr Recht einfordert und Licht durch die längst braungefärbten Blätter fluten lässt und das Land in der frühen Abenddämmerun rot färbt, spricht man &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/12/05/les-paradisiers-indian-summer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/09/lesparadisiersindiansummer.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-22495" title="lesparadisiersindiansummer" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/09/lesparadisiersindiansummer-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn die Sommersonne im östlichen Teil der USA, vor allem in den Neuengland-Staaten, im Herbst noch einmal ihr Recht einfordert und Licht durch die längst braungefärbten Blätter fluten lässt und das Land in der frühen Abenddämmerun rot färbt, spricht man landläufig vom Indian Summer. Die beiden Paradisiers, die wohl mit dieser Bedeutung spielen, da einer von ihnen in der Region zuhause ist, nehmen den Begriff wörtlich, denn auf ihrem<span id="more-23219"></span> so betitelten neuen Album besingen sie damit eine imaginäre Reise auf den indischen Subkontinent. Einen ganzen Sommer lang ließen sie das Land, seine Menschen, Dinge, Geister und mehr auf sich wirken.</p>
<p>Unter dem Namen Les Paradisiers firmieren seit gut zehn Jahren kein Geringerer als Demian Recio von Ô Paradis und Thomas Nöla, der solo und in zahlreichen Konstellationen musiziert, wenn er sich nicht gerade im Medium Film austobt. Im Medium einer hybriden Musik irgendwo zwischen chansonhaftem Songwriterpop und psychedelisch dröhnender Experimente suchen sie in unterschiedlichen Ecken der Welt das Paradies, das nicht existiert. So zumindest beschreiben sie selbst ihr raison d&#8217;etre als Band, und mir scheinen die Worte nicht zufällig gewählt: Im Unterschied zum künstlichen oder imaginären Paradies klingt hier das verlorene, nie erreichbare in all seiner ent-täuschenden Gestalt viel deutlicher an. Meines Erachtens entspricht das auch der Musik, die neben dem sehnsüchtigen, vielleicht idealisierenden Moment auch etwas abgeklärtes, kaputtes offenbart. Für den imaginären Trip in ein &#8220;exotisches&#8221; Indien ist das vielleicht keine schlechte Ausgangshaltung.</p>
<p>Das eröffnende &#8220;The Ghat&#8221; stößt einen geradewegs in die Mitte des Geschehens, genauer an die Uferböschungen des Ganges, wo rituelle Waschungen vorgenommen werden, die hallunterlegte, landestypische Dröhnung lässt bis zum tremolierenden Schluss eine feierliche Welt entstehen. Auf dem Wellen des Flusses, dessen Verlauf bis Bangladesh von Demian in sehnsüchtigen Worten besungen wird, beginnt die eigentliche Reise, und wer nur das sanfte Plätschern vernimmt, dem ist die wusselige Unterströhmung entgangen, die in der subtilen Unordnung der Musik ihre Entsprechung findet.</p>
<p>Diese Mischung aus paradiesischer Fremdheit und abgeklärt stimmender Brechungen findet sich überall in diesem schwülheißen Sommer. In &#8220;Ballad of the Great Goan Train Robbery&#8221; lässt Nölas melancholischer Gesang fast einen amerikanischen Roadmovie über kräftigen Drones lebendig werden, in dem Schnödes, Profanes seine langen Schatten ins Paradies wirft. Eine ähnliche Ambivalenz durchdringt &#8220;Samsara Hotel&#8221;, ein allegorischer Ort, an dem Dröhnen, Klappern und Verlorenheit den Zyklus des Werdens und Vergehens begleiten. Dramatisches spielt sich im Moloch von Kalkutta ab: Eingeleitet von Gastsängerin Rosa Solés kindlich-melancholischem Gesang über Soundtrümmern entsteht in &#8220;Teresa&#8217;s Purgatory&#8221; ein apokalyptischer Höhepunkt, bei dem man meint, Cabaret Voltaire, Hunting Lodge und Karl Blake hätte sich für fünf Minuten ein Studio geteilt &#8211; letzterer ist übrigens ein viel passenderes Vergleichsmoment für Nöla als der inflationär genannte Nick Cave. Es steckt viel Abenteuer im reißerischen Ritualismus des Tracks, und ich musste an den <em>Mitternachtspalast</em> des Katalanen Carlos Ruiz Zafon denken, in dem die schwarze Altstadt von Kolkata zum Schauplatz eines dunklen Mysteriums wird.</p>
<p>In einigen Songs kommt das Schöne, Würdevolle stärker zum Ausdruck, doch auch hier hat alles seine zwei Seiten. In &#8220;En Los Ojos de Vivekananda&#8221;, bin welchem Demian in Ô Paradis-Manier zu Sitarklängen einen indischen Gelehrten und Sozialreformer des 19. Jahrhunderts besingt, mag noch alles wie aus einem Guss klingen, &#8220;Bhagavan&#8221; dagegen, das keine Hommage an Osho a.k.a Guru Baghvan ist, hat im Grunde alle verquere Qualitäten eines guten Ô Paradis-Songs: ein knatternder, zisseliger Takt und feierlicher, hallunterlegter Gesang, der wie ein eingeblendeter Schriftzug durch einen luftigen Raum schwebt und eine Stimmung evoziert, die einen ganz eigenen Ort zwischen Euphorie und Wehmut beansprucht. Auf &#8220;The Road to Koovagam&#8221; mit seiner geerdeten Harmoniumdröhnung klingt schon einiges von der friedvollen Abgeklärtheit an, mit der die beiden im finalen Pianostück &#8220;Godavona Express&#8221; dem Horizont entgegenpaddeln.</p>
<p>Wenngleich &#8220;Indian Summer&#8221; für mich ein primär ästhetisches Statment ist, ein leidenschaftliches Spiel der Fantasie zweier verwandter Seelen, finden sich in den allgegenwärtigen Brechungen doch einige vielleicht unbeabsichtigte Spitzen gegen jeden schönfärberischen Exotismus, die auch den hippiesken und backpackerhaften Projektionen ihr Idyll vergällt und ganz nebenbei ein eigenes, besseres erschafft. Ich empfehle als Begleitlektüre Christian Krachts gesammelte Asien-Reportagen <em>Der Gelbe Bleistift</em> und zur Abkühlung eine Portion Kulfir mit Pistazien und Vanille. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Wrotycz Records</strong></p>
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		<title>Demian Recio und Thomas Nöla mit neuem Les Paradisiers-Album</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2020 06:32:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sieben Jahre nach ihrem lezten Album &#8220;When We Had The Moon&#8221; haben die aus Demian (Ô Paradis) Und Thomas Nöla bestehenden Les Paradisiers eine weitere musikalische Reise in die Ferne unternommen und in einem fiktiven Indien ihre nie endende Suche &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/09/22/demian-recio-und-thomas-nola-mit-neuem-les-paradisiers-album/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sieben Jahre nach ihrem lezten Album &#8220;When We Had The Moon&#8221; haben die aus Demian (Ô Paradis) Und Thomas Nöla bestehenden Les Paradisiers eine weitere musikalische Reise in die Ferne unternommen und in einem fiktiven Indien ihre nie endende Suche nach dem Paradis fortbesetzt. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/09/lesparadisiersindiansummer.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-22495" title="lesparadisiersindiansummer" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/09/lesparadisiersindiansummer.jpg" alt="" width="1483" height="1483" /></a><span id="more-22494"></span>In den elf zwischen chansonhaftem Songwriterpop und psychedelischer Dröhnung angesiedelten Songs beginnt die Reise an den Uferböschungen des Ganges und endet nach einem Abstecher in den Slums von Kolkata in einer Bootsfahrt auf dem Godavari River. Unterwegs erleben die beiden einen Raubüberfall, begegnen aber auch einigen gelehrten und gesegneten Figuren. Das Album erscheint in Kürze bei Wrotycz Records.</p>
<p><a href="http://www.wrotycz.com/"><strong>Wrotycz Records</strong></a></p>
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		<title>Das Opium der Schönheit. Interview mit Demian von Ô Paradis</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/03/26/das-opium-der-schonheit-interview-mit-demian-von-o-paradis/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2016 06:44:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt Attribute, mit denen man sparsam umgehen sollte, wenn man über Musik spricht, und eines davon ist sicher das Wort einzigartig. Man sollte aber nicht allzu erschrocken sein, wenn es einem im Bezug auf Ô Paradis ab und an herausrutscht, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/26/das-opium-der-schonheit-interview-mit-demian-von-o-paradis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/demian.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-11786" title="demian" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/demian.jpg" alt="" width="262" height="170" /></a>Es gibt Attribute, mit denen man sparsam umgehen sollte, wenn man über Musik spricht, und eines davon ist sicher das Wort einzigartig. Man sollte aber nicht allzu erschrocken sein, wenn es einem im Bezug auf Ô Paradis ab und an herausrutscht, denn für einen solchen Fauxpas gäbe es Anlässe genung: Die Kunst, mit gesampleten Sounds originelle Kollagen zu zaubern, die gekrönt mit einer<span id="more-11782"></span> warmen Baritonstimme dann doch oft eingängige Songwritermusik ergeben; ein Händchen dafür, all dies mit dem erdigen Klang von Folkinstrumenten zu verbinden und ein magisches Gefühl entstehen zu lassen, das mehr ist als Romantik; ein Set an Stimmungen, das Sehnsuchtsvolles mit meditativer Entspannung zusammenbringt und so immer ein vertrautes Ô Paradis-Feeling entstehen lässt, dem der Gestaltwandel der stets in Entwicklung begriffenen Musik kaum etwas anhaben kann &#8211; all dies versteht der in der Nähe von Barcelona lebende Demian Recio mit seinen Mitstreitern auf eine Art umzusetzen, die meines Wissen kein Pendant hat. </strong></p>
<p><strong>Demian, der im Alltag Catalan spricht, aber auf Spanisch singt, betreibt sein Projekt nun seit mehr als fünfzehn Jahren, in denen es nie zu einem Stillstand kam. Auf jedem seiner Alben überwiegen bestimmte Spielweisen, Stimmungen oder der Klang bestimmter Instrumente, so wie die Orgel im Frühwerk oder die akustische Gitarre auf dem aktuellen <em><strong>„</strong></em>Llega el Amor, Asoma la Muerte&#8221;. Dazwischen fanden sich eher experimentell ausgerichtete Werke wie das feinsinnige „Cuando El Tiempo Sopla&#8221; oder das verstörend raue „La Bocca Del Infierno&#8221;, aber auch nahezu poppige Songalben wie „Pequenos Canziones De Amor&#8221; oder das reife „Naciemento&#8221; von 2014. Wie die meisten Musiker mit einem breiten stilistischen Repertoire hat Demian einen guten Sinn für kreative Dialoge, und so kam es im Laufe der Zeit zu zahlreichen Kollaborationen, Gastbeiträgen, Produzentenarbeiten und Splits. Das Tribute <a href="https://www.discogs.com/de/Various-Nada-Que-Perder-Una-Celebraci%C3%B3n-De-Paradis/release/6354150">„Nada Que Perder&#8221;</a>, auf dem fünfzehn Musiker aus verschienenen Ländern seine Songs interpretieren, ist auch dafür ein Dankesbeweis.<br />
</strong></p>
<p><strong>Viele seiner Alben haben inhaltlich einen zuminest ansatzweisen Konzeptcharakter, und doch scheint mir seine größere Stärke in großartigen Songs zu liegen. Das berührende „El Fin Del Mundo&#8221; vom „Naciemento&#8221;-Album, das entrückte „Tierra Preguntas&#8221; aus einer Kollaboration mit <strong>Nový Svět</strong>, „Las Vias Del Viento&#8221; v.a. in diversen Live-Umsetzungen und nicht zuletzt einige Stücke seines aktuellen Albums sind nur einige der unentdeckten Schätze, die wahrscheinlich weit mehr Menschen verzaubern würden, wenn die Band die verdiente Aufmerksamkeit hätte. Man soll die Hoffnung nicht aufgeben, dass das irgendwann eintritt, und v.a. seinen kleinen Teil dazu beitragen. Ein Interview mit dem Musiker war also seit langem überfällig.</strong></p>
<p><a title="The Opium of Beauty. An Interview with Demian of Ô Paradis" href="http://africanpaper.com/2016/03/26/the-opium-of-beauty-an-interview-with-demian-of-o-paradis/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p><em><strong>Da es hierzulande nur wenige Interviews mit dir gibt, würde ich gerne mit etwas allgemeinem anfangen. Was kannst du uns über deine Anfänge als Musiker berichten? Hast du vor Ô Paradis in anderen Bands gespielt?</strong></em></p>
<p>Ja, ich spielte in Perdita Durango, einer Art Post Punk-Duo, ebenfalls in einer Tex Mex-Band namens Dusminguet und in Los Sencillos, einer populären spanischen Popgruppe. Ô Paradis kam nicht nach, sondern bereits während all dieser Unternehmungen, aber dann beschloss ich irgendwann, dass ich nur Ô Paradis brauche. Mein einziges und eigenes Projekt, wo ich niemandem Rechenschaft schuldig bin.</p>
<p><em><strong>Wie ist Ô Paradis letztlich entstanden und welche neuen Dinge konntest du dort ausleben?</strong></em></p>
<p>Ô Paradis ist, was ich schon immer in anderer Musik finden wollte, aber nur selten fand. Eine nackte, aufrichtige Idee. Wie japanischer Minimalismus, aber vermischt mit englischem Folk und einem lateinischen Herzen. Ich denke immer, dass jeder einzigartig ist, wenn er nur ehrlich mit seiner Kunst ist.</p>
<p><em><strong>Welche Dinge inspirieren dich und geben dir Ideen für deine Musik? Kommen dir Ideen, wärend du Musik machst? Oder beginnst du auch manchmal mit einem ausgearbeiteten Konzept?</strong></em></p>
<p>Ich glaube, dass alles gleichzeitig passiert. Du bemerkst, dass alles, was du ließt, die Filme, die du schaust, was deine Freunde mit dir teilen, dass all dies zusammen ein Bild in deinem Geist erschafft, ein Bild von der Welt, und dabei zählt es nicht, ob es um Liebe oder den Tod geht, um Engel oder Teufel, sondern dass das Bild eine konkrete Farbe hat. All dies wird zu dem, was du glaubst, und es verändert sich ständig, denn es unterliegt dem Einfluss der Zeit, welche die Ideen erodiert wie das Wasser den Stein. Ein bestimmter moment kommt das zum Ausruck, wenn jemand den Wind oder die Wellen hört, aber es sind die Wellen, die zu dir kommen und nicht umgekehrt.</p>
<p><em><strong>In deinen Texten und dem Artwork finden sich immer wieder religiöse und spirituelle Motive ganz unterschiedlicher Herkunft. Ist das für dich ein wesentlicher Bestandteil von Ô Paradis? Welche Rolle spielt Spiritualität in deiner eigenen persönlichen Suche?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/oparadismirame.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11788" title="oparadismirame" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/oparadismirame-300x180.jpg" alt="" width="300" height="180" /></a>Ich glaube an die spirituelle Erfahrung als eine Form des Verstehens, und dass uns nur eine Empathie, die zur Liebe führt, für Spiritualität empfänglich macht. Die Liebe für einen anderen Menschen ist nur ein Abbild der Liebe für das Ganze. Gott ist Liebe, und alle Religionen in ihrer erhabensten Philosophie akzeptieren dies, und so beziehe ich mich auf sie alle. Für mich ist die basalste Form der Religion das Ritual. Natürlich ist meine Musik voll von all diesen Gedanken. Auf der anderen Seite sehe ich mich aber auch als jemand, der im Konflikt mit all diesen Dingen steht, und so inspirieren mich ebenso die Schatten, die wir werfen, wenn wir uns diesem Licht aussetzen.</p>
<p><em><strong>Du hast vor einiger Zeit das Album „Llega el Amor, Asoma la Muerte” veröffentlicht. Was kannst du uns über seine Hintergründe erzählen?<br />
</strong></em></p>
<p>Ich denke, es ist ein sehr freies Album, das stark vom meinen persönlichen und musikalichen Erfahrungen zehrt. Man findet dort Pop, Latin, Folk, Experimentelles, Wave … das Witzige ist, dass ich irgendwann anfing, mit der spanischen Gitarre zu liebäugeln, und das gibt dem Album einen etwas einheitlicheren Sound. Was das Konzept angeht, alle Geschichten in den Songs handeln davon, wie wir durch Raum und Zeit gehen, und dass überall, wo uns die Liebe begegnet, auch der Tod wartet.</p>
<p><em><strong>Ich hatte immer den Eindruck, dass Ô Paradis hauptsächlich dein Projekt ist, an dem verschiedene Gäste mitwirken. Ist das nach wie vor so, oder gibt es mittlerweile so etwas wie eine Bandstruktur?</strong></em></p>
<p>Ja, so ist es, ich machte Ô Paradis von Anfang an allein, und das ist auch heute noch so. Wenn ich Instrumente brauche, die ich selbst nicht spielen kann, dann wende ich mich an Kollaborateure. In jedem dieser Fälle kamen reichhaltigere Harmonien und Melodien zustande, und somit ein vollständigeres Werk.</p>
<p><em><strong>Kannst du etwas zu den Leuten sagen, die bei dem neuen Album mitgemacht haben?</strong></em></p>
<p>Auf dem neuen Album hatte ich die Ehre mit Aloma Ruiz Boada zu spielen, einer Violinistin, die auch bei einigen Konzerten von Current 93 dabei war, sowie J., der bei einem Stück singt. Ich liebe seinen Gesang und sein Verständnis von Musik. Es ist großartig, mit Leuten zu arbeiten, die du magst oder liebst.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/todoslossantos.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11789" title="todoslossantos" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/todoslossantos.jpg" alt="" width="845" height="479" /></a></p>
<p><em><strong>Ich spreche deine Sprache nicht, aber das bisschen, das ich verstehe, scheint sehr stark vom Zusammenhang von Liebe und Tod zu handeln, du sprichst es ja gerade schon an. Falls es da eine Art Konzept gibt, wie würdest du es umschreiben?</strong></em></p>
<p>Die Jugend impliziert in vielen Kulturen einen Sinn von Unsterblichkeit. In meinem Fall kommt eine Ahnung von Unendlichkeit hinzu. Ich betrachtete die Welt tatsächlich als eine bewegliche Masse schwingender Energie, die uns die gleiche Schwingung erfahren lässt und uns von all dem wegholt, was wir zurücklassen. Später verlor ich allerdings diesen „Glauben&#8221; an die Ordnung hinter dem Chaos. Dies schien ein chemischer Wandel in meinem Gehirn zu sein, der mich für einige Jahre ausfüllte, gepaart mit einem Bewusstsein dafür, dass der einzige wirkliche Wandel das Altern ist, und dass der Tod uns immer häufiger besucht. Gleichzeitig bekam ich jedoch auch ein viel verfeinertes Verständnis dafür, was es bedeutet, zu lieben. All dies brachte mich dazu, ein Album aufzunehmen mit dem Titel „Kommt die Liebe, folgt der Tod.” Wir sind wieder menschlich geworden und nur wir bekamen ein Bewustsein für die Begrenzungen des Sterblichen.</p>
<p><em><strong>Der Zusammenhang von Liebe und Tod hat die Menschen immer wieder fasziniert, aus Literatur und Kunst kennt man das Motiv vom Liebestod, es gibt die Umschreibung vom „Kleinen Tod&#8221; für den sexuellen Höhepunkt. Interessieren dich solche Themen? Wie denkst du gehören sie zusammen in der tragischen Existenz des Menschen?</strong></em></p>
<p>Der Orgasmus ist einer der wenigen Momente, in denen wir das Bewustsein verlieren, ich denke, dass da etwas sehr schönes zum Akt hinzu kommt, eine magische Erfahrung. Ich denke nicht, dass die Existenz tragisch ist, denn Existenz ist alles. Aber es ist klar, dass es auch nicht unsere Bestimmung ist, das Glück im unmittelbaren Vergnügen zu suchen. Wenn wir nur für den Augenblick leben, dann werden wir sehr oft sterben, nach jedem Orgasmus zum Beispiel, wie du es erwähnst. Obwohl wir wissen, dass der Tod kommen wird, denke ich, wir sollten diesen Gedanken beiseite schieben in unserem Projekt des Lebens.</p>
<p><em><strong>Ein Song wie „El Opio de tu Belleza” klingt für mich beinahe heiter, aber ich bin sicher dass es um wichtiges geht. Wie würdest du das Opium als Element der Schönheit beschreiben?</strong></em></p>
<p>Ich werde dir einen teil des Songs übersetzen:</p>
<p>Das Opium deiner Schönheit füllt den Nebel der Straßen der Vernunft.<br />
Ich gebe mein Wesen preis durch das Lächeln, das du meinem Herzen gibst.<br />
Ich verkaufe mein Leben für eine Nacht ohne Dornen.<br />
Der Tod folgt mir aufmerksam, und seine Tochter, die Vernunft, zupft am Ärmel.<br />
Am Boden wandelt die Lust, der Boden ist, was der Wind wischen wird…</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/10609455_709436972465949_2279979132994759572_n.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11790" title="10609455_709436972465949_2279979132994759572_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/10609455_709436972465949_2279979132994759572_n-198x300.jpg" alt="" width="198" height="300" /></a>Welcher symbolische oder geografische Osten ist es, den du in <a href="https://www.youtube.com/watch?v=VlWUtmRPPxo">„Por el Este”</a> besingst?</strong></em></p>
<p>Meine Frau ist aus der Ukraine, und als wir uns aus der Ferne unterhielten, jeder in seinem eigenen Land, ging es natürlich auch um den Konflikt mit Russland. Ich fand es traurig, dass der Ostwind dieses mal nur Feuer brachte. Das inspirierte mich zu dem Lied.</p>
<p><em><strong>Im Vergleich zu früheren Aufnahmen hat das Album einen starken Fokus auf akustischen Gitarren. Ist das eine Richtung, die du auch in Zukunft weitergehen willst?</strong></em></p>
<p>Ich hab keine Ahnung von meiner Zukunft oder der von Ô Paradis. Wenn ich ein Album aufnehme, gibt es da meist ein prägendes Instrument oder eine bestimmte Intention. Veränderung motiviert mich, vielleicht hat die Band deshalb heute viel weniger Anhänger, da die Leute gerne wissen wollen, wie es weiter geht, damit sie Sachen kategorisieren können.</p>
<p><em><strong>Gesampelte und verfremdete Sounds sind immer noch typisch für Ô Paradis. Wo findest du normalerweise deine Sounds, und wie arbeitest du mit ihren? Neigst du mehr zum Improvisieren oder zum Komponieren?</strong></em></p>
<p>Ich spiele mit Sounds wie ein Kind, und ich hab Geräusche an den ungewöhnlichsten Orten aufgenommen. Das Komponieren ist schon eine eher aufwendige Arbeit, es macht nicht immer so viel Spaß, denn du musst dabei ja dem Spiel einen Sinn geben, aber es ist notwendig, wenn du mit dem fertigen Werk zufrieden sein willst. Was das Angenehme und das Schwierige angeht, ich mag letztlich beides, den Spaß beim Arbeiten, aber auch das fertige Ergebnis. Ich denke, anfangs war alles improvisierter, heute dagegen eher kompositorisch. Es ist schwierig, die Balance zu finden zwischen cool und elaboriert, zwischen emotional und zufrieden.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/llega.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11791" title="llega" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/llega.jpg" alt="" width="785" height="478" /></a></p>
<p><em><strong>Im Unterschied zu vieler „experimenteller” Musik sind deine Soundkollagen meist sehr eingängig und letztlich das Fundament von fast poppigen Songs. Manchmal ist das Klangmaterial regelrecht versteckt hinter der schönen Musik. Was macht für dich den Reiz aus, schöne Melodien und Harmonien zu erzeugen und dabei nicht auf ein herkömmliches Instrumentarium zu setzen?</strong></em></p>
<p>Man könnte sagen, dass ich versuche, eine gute Komposition mit unkonventionellen Mitteln zu erschaffen. Es kann leicht passieren, dass man sich in der Produktion verliert und eine gute Atmosphäre erzeugt, was legitim ist, aber ich schaue gerne dahinter oder davor, und dort kann ein Pop- oder Folksong sein.</p>
<p><em><strong>Kannst du was damit anfangen, wenn man deiner Musik eine „alchemistische” Eigenschaft nachsagt?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/11403386_858044630938515_638481905278679115_n.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11792" title="11403386_858044630938515_638481905278679115_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/11403386_858044630938515_638481905278679115_n-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Ich denke nicht, dass meine Musik diese transformative Qualität besitzt, aber das hängt natürlich von der Person ab, die es hört. Wenn jemand einen Song aufnimmt, der die Saiten der Seele einer anderen Person berührt, dann bewegt das vielleicht die Sensibilität dieser Person und eröffnet ihr neue Wege der Wahrnehmung. Wie dem auch sei, eine echte Transformation sollte für den Rest des Lebens sein, aber wenn sie so lange wie ein Song dauert, ist es ebenfalls nett.</p>
<p><em><strong>Wie groß ist das lokale oder regionale Element in deiner Musik? Ich frage das, da deutsche Hörer dich oft als iberischen, spanischen oder katalanischen Musiker bezeichnen…</strong></em></p>
<p>Ich identifiziere mich nicht mit den Leuten in meiner Umgebung. Weder mit den Spaniern, noch mit den Katalanen, noch mit den Europäern. Kulturell natürlich, und mehr noch in der Musik, habe ich Wurzeln im spanischen Pop, im englischen Folk, in deutscher und japanischer Electronica, in afrikanischen Rhythmen, im Rock und im amerikanischen Country, in südamerikanischer Melancholie, in den Landschaften Kataloniens&#8230; kurz gesagt, ich denke ich trinke aus jeder Quelle, aber ich tue es in den Stunden, wenn niemand sonst es tut.</p>
<p><em><strong>Du scheinst Kollaborationen sehr zu mögen, und wenn ich Escama Serrada, Thomas Nöla, Nový Svět oder Val Denham erwähne, ist das nur eine Auswahl an besonders wichtigen Musikern, mit denen du über die Jahre gearbeitet hast. Was macht für dich eine gute Kollaboration aus, und gibt es da eine, die du als besondere Wegmarke betrachtest?</strong></em></p>
<p>Es ist wunderschön, zu kollaborieren, wenn es passt. Ich kann sagen, dass mich fast alle Erfahrungen beim Aufnehmen mit anderen enorm bereichert haben. Die intensivste Kollaboration war die mit Nový Svět, denn ich fühle eine besondere Verbindung zu J. Außerdem halte ich die Arbeit mit Val Denham für großartig, mit der ich ein ganzes Album aufgenommen habe. Escama Serrada ist auch das Resultat einer großartigen Freundschaft, und Thomas Nöla ist eine Person, die ich bedingungslos bewundere.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/naiemento.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11787" title="naiemento" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/naiemento.jpg" alt="" width="803" height="483" /></a></p>
<p><em><strong>Arbeitest du schon wieder an neuem Material? Was steht auf dem Plan für die nächste Zeit?</strong></em></p>
<p>Ich würde gerne eine Pause machen mit Ô Paradis. Mein Leben hat einige Veränderungen erfahren, seit das letzte Album aufgenommen wurde, als ob jemand eine dieser Kugeln mit einer weihnachtlichen Landschaft umgedreht hätte. Ich lasse erst einmal den Rest des Kunstschnees fertig auf die Plastikfiguren fallen und schaue dann, wie die Szenerie aussieht. Währenddessen würde ich gerne ein Album mit den für mich vierzig besten Song von Ô Paradis herausbringen, eine Compilation, die all den Menschen gewidmet sein soll, die da waren.</p>
<p><em><strong>Vielen Dank für das Interview!</strong></em></p>
<p>Ich danke dir, mein Freund!</p>
<p><strong><a href="http://oparadis.es">Offizielle Webseite von Ô Paradis</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/oparadis.official/">Ô Paradis @ Facebook</a></strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/_1nxl-f_9ec" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/Yl8xgB95G80" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/mTi9HKlCYTY" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>The Opium of Beauty. An Interview with Demian of Ô Paradis</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2016 06:43:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[As there are only a few interviews with you in German, I would start with something common. What can you tell us about your first creative endeavors as a musician? Did you play in bands before Ô Paradis? Yes, I &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/26/the-opium-of-beauty-an-interview-with-demian-of-o-paradis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>As there are only a few interviews with you in German, I would start with something common. What can you tell us about your first creative endeavors as a musician? Did you play in bands before Ô Paradis?</strong></em></p>
<p>Yes, I was playing with Perdita Durango, a project which was kind of a post-punk duo, with Dusminguet, a band of Tex-Mex style and with Los Sencillos, a quite famous Spanish pop band. Ô Paradis didn&#8217;t come after, but during all these approaches, yet at some point I decided I just needed Ô Paradis. My one and only project where I don’t need to answer to anyone.</p>
<p><em><strong>What was your impulse to form Ô Paradis, and what do you regard as new, compared to the things you did before?</strong></em></p>
<p>Ô Paradis is what I tried to find in other music but rarely found. A naked, sincere idea. Like Japanese minimalism, but mixed with English folk and Latin heart. I always thought that if you are honest with your art, then you&#8217;l be unique, because everybody is just different.</p>
<p><em><strong>Which are the things that inspire you or give you ideas for creating new music? Do you get your ideas while playing? Or do you rather tend to start with the concepts or subjects you sing about?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/oparadismirame-300x1801.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-11892" title="oparadismirame-300x180" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/oparadismirame-300x1801.jpg" alt="" width="300" height="180" /></a>I believe that everything happens at the same time. You realize that everything you read, the movies you watch, what your friends share with you, everything is gestating an image in your mind, a picture of the world. It doesn&#8217;t matter if its about love or death, about angels or devils, this image has a concrete color. All this turns into what one believes, and it changes constantly, cause it obeys time, which erodes any idea like the water does to the stones. The very moment is expressed through someone when a person hears the wind or watch the waves come, but it is the waves that come to you, and not the other way around.</p>
<p><em><strong>Your lyrics and imagery are full of religious or spiritual motifs from various sources. Do you see this as an integral part of Ô Paradis? What role do spiritual or esoteric subjects play in your personal quest?</strong></em></p>
<p>I believe that spiritual experience is born of understanding, therefore only from empathy that leads to love can comel flashes of spirituality. Love for another person is just a human replica of love for the whole. God is love, and all religions in their most sublime philosophy accept this, so I like to peck them all. For me, the most primitive aspect of religion is ritual. Of course, my music is full of all these thoughts. On the other hand I also consider myself a person in conflict with this/his life, so its also the shadows that inspire me, the shadows we project, when we&#8217;re exposed to this light.</p>
<p><em><strong>You just have released a new album named “Llega el Amor, Asoma la Muerte”. What can you tell us about its background and development? Which particular elements does it show compared to previous works?</strong></em></p>
<p>I think it’s a very free album, that drinks so much of my personal as well as my musical experiences. We can find pop, Latin, folk, experimental, wave … the funny thing is that I started flirting with the Spanish guitar, and this has given a more uniform sound to the work. As to the concept, all stories end from the point of view in which we believe that we walk through time and space, so when love comes, death always hovers.</p>
<p><em><strong>In the past I had the impression that Ô Paradis is mainly your project with changing contributors. Is this still the case or is there a band structure nowadays?</strong></em></p>
<p>You are right, from the beginning I worked alone in Ô Paradis, and this remains until today. When I need instruments that I can&#8217;t play, I call collaborators. In any case I have been enriched harmonies and melodies to enjoy a more complete work.</p>
<p><em><strong>Can you introduce the people who joined you in creating the new album?</strong></em></p>
<p>On the new album I had the honor of having Aloma Ruiz Boada on the violin, who had joined Current 93 in some concerts, and J. voice in a song, I love his vocal art and the way he understands music. Its a pleasure to work with people you like or you love.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/todoslossantos1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11893" title="todoslossantos" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/todoslossantos1.jpg" alt="" width="845" height="479" /></a></p>
<p><em><strong>I don’t speak your language, but as far as I get some meaning, the new album deals with the connections between love and death, you have already mentioned this subject. As far as there is a (clear or vague) concept, what is the main idea behind it?</strong></em></p>
<p>In many cultures, youth implies a sense of immortality. In my case, an intuition of infinity is added. In earlier years, I really perceived the world as a shifting mass of vibrating energy, which brings us to experiences the same vibration, and moves us away from what we were leaving behind. Later on I lost this “faith” in the order behind the chaos. This was a chemical change in my brain, I guess, subject to fulfilling past years go, and awareness that the only thing that changes is our aging, and that death will visit us more often every time. At the same time I developed a more refined understanding of what it means to love. All this led me to record an album whose title is “Comes love, pokes death.” We have become humans again and only we become aware of the limitations of mortality.</p>
<p><em><strong>The context of love and death fascinated humans for ages, be it literary motifs like “love-death” or an idiom like “the little death” for the sexual climax. What fascinates you in this connection? How do you think do they belong together in the tragic existence of man?</strong></em></p>
<p>When we have an orgasm, it is one of the few times that we lose consciousness, I personally think this is a lovely thing added to the act, a magical experience. I do not think existence is tragic, cause existence is everything, but what is obvious is our mission that is not to be happy from immediate pleasures. If we think just in the moment, we will die very often, after every orgasm as you mention for example. Although we know that death will come, I think we should set aside this thought of our vital project.</p>
<p><em><strong>A song like “El Opio de tu Belleza” sounds quite uplifting in my ears, yet I’m sure the lyrics are rather sincere. How would you describe the “opiate” element in beauty itself?</strong></em></p>
<p>I will try to translate a part the song to you:</p>
<p>The opium of your beauty filled the fog of the streets of reason.<br />
I abandom my nature by a smile that you sell to the heart.<br />
I trade with my life for a night without thorns.<br />
Death follows me closely with curiosity, and her daughter, the truth, pulls her sleeve.<br />
On the ground walks pleasure, the floor is what the wind came to sweep …</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/10609455_709436972465949_2279979132994759572_n-198x3001.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-11894" title="10609455_709436972465949_2279979132994759572_n-198x300" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/10609455_709436972465949_2279979132994759572_n-198x3001.jpg" alt="" width="198" height="300" /></a>Which symbolic or geographic east is it that you evoke in “Por el Este”?</strong></em></p>
<p>My wife is Ukrainian, and as we spoke to each other from the distance, each of us in our own country, of course we tried the conflict with Russia. To me it was sad that the eastern wind just brought fire this time. This inspired the song.</p>
<p><em><strong>The album has a strong focus on acoustic guitars compared to most of your previous works. Is this a direction where you will go more often in the future?</strong></em></p>
<p>I have no idea about my future and the future of Ô Paradis. Usually, whenever I record an album, there is a predominant instrument or a specific will. Change motivates me a lot, maybe that’s why the band has far fewer followers now, I think people need to know where things will go, so they can label them.</p>
<p><em><strong>Still, sampled and treated sounds are sort of a trademark of Ô Paradis. Where do you normally find your sounds and in which way do you (technically) work with them? Are you more an improvisor or a composer?</strong></em></p>
<p>With the sounds I play like a kid, and I’ve taken noises at the most unlikely places. The composition is a more laborious task, not always great fun, because it imposes to make sense to the game, but its necessary if you want to feel more satisfied when the work is finished. Between comfortable and hard I choose both, to enjoy when working, but also to hear the final result and give it almost over. I guess at first were more improvisational and now we&#8217;re more compositional. It is difficult to find the balance between cool and sophisticated, between emotional and content.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/llega1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11895" title="llega" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/llega1.jpg" alt="" width="785" height="478" /></a></p>
<p><em><strong>In contrast to many other “experimental” musicians your sound collages are never difficult to listen too, but integrated in often poplike song structures. Sometimes the various sound material is almost hidden beneath the beauty of the music. What is the appeal for you to create lovely melodies and harmonies not only by keyboard or the usual rock instruments?</strong></em></p>
<p>You can say I try to create a good composition without using conventional means. It’s easy to get lost in the production and create a good atmosphere, which is completely legitimate, but I&#8217;m more focused on what&#8217;s behind or in front it, and this might be a pop or folk song.</p>
<p><em><strong>Is it ok for you if one attests your music an “alchemical” quality for this?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/11403386_858044630938515_638481905278679115_n-300x2251.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-11896" title="11403386_858044630938515_638481905278679115_n-300x225" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/11403386_858044630938515_638481905278679115_n-300x2251.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>I do not think my music has that transformative quality, but this depends on the listener. If someone records a song, and it touches the strings of the soul of another person, then it can perhaps stir the sensitivity of the person and open new ways for him or her to perceive. In any case, a real transformation should be for the rest of a life, but if lasts as long as a song, it is also nice.</p>
<p><em><strong>How big is the local or regional aspect in your music? I ask this because German listeners often call you the Iberian, Spanish, Catalan musician…</strong></em></p>
<p>I do not identify with the people around me. Neither the Spanish nor the Catalans, nor with Europeans. Of course culturally, and more specifically in music, I have roots in Spanish pop, English folk, German and Japanese electronics, African rhythms, rock and American country, South American melancholy, the landscapes of Catalonia … in short, I think I drink from any source, but I try to do it in hours when no one else is doing it.</p>
<p><em><strong>Seems you like collaborations a lot, and when I quote Escama Serrada, Thomas Nöla, Nový Svět or Val Denham, they are just a small number of musicians you have worked with over the years. What makes a collaboration a good one, and is there on project or album that you regard a a special milestone?</strong></em></p>
<p>To collaborate is beautiful, to tell the truth. In my case, almost any the experiences I’ve had in recording with others have enriched me enormously. The most intense collaboration was with Nový Svět, because I feel a special connection with J. I Also enjoyed working with Val Denham, with whom I recorded a great album, as I think. To work with Escama Serrada I also consider as the result of a great friendship, and Thomas Nöla is a person I admire unconditionally.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/naiemento1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11897" title="naiemento" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/naiemento1.jpg" alt="" width="803" height="483" /></a></p>
<p><em><strong>I’m sure you are working on new stuff again. What’s on your plan for the next months?</strong></em></p>
<p>I would like to take a break from Ô Paradis. My life has undergone many changes since the last recording, as if someone had moved a Christmas ball, those that have a snowy landscape. I’ll let the false snow rest again over the plastic figurines and see how the scene will look like. While this happens, I would like to release an album with the forty best songs from Ô Paradis, in my criteria, and launch a compilation dedicated to the people who were there.</p>
<p><em><strong>Thank you very much for the interview!</strong></em></p>
<p>Thanks to you my friend!</p>
<p><strong><a href="http://oparadis.es">Website of Ô Paradis<br />
</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/oparadis.official/">Ô Paradis @ Facebook</a></strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/_1nxl-f_9ec" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/Yl8xgB95G80" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/mTi9HKlCYTY" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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