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	<title>African Paper &#187; Tomasz Twardawa</title>
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		<title>GENETIC TRANSMISSION: Kapuke / Music For Vienna Aktionists</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jun 2024 03:44:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit vielen Jahren schon sind Genetic Transmission dabei, ihre einigermaßen üppigen Archive zu öffnen und vergriffenes älteres Material neu zugänglich zu machen. Die vorliegende Wiederveröffentlichung, erschienen bereits vor einigen Jahren, beinhaltet gleich zwei Releases aus den frühen Jahren des polnischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/06/01/genetic-transmission-kapuke-music-for-vienna-aktionists/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/08/genetictransmissionkapukevienna.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18414" title="genetictransmissionkapukevienna" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/08/genetictransmissionkapukevienna-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit vielen Jahren schon sind Genetic Transmission dabei, ihre einigermaßen üppigen Archive zu öffnen und vergriffenes älteres Material neu zugänglich zu machen. Die vorliegende Wiederveröffentlichung, erschienen bereits vor einigen Jahren, beinhaltet gleich zwei Releases aus den frühen Jahren des polnischen Industrial-Duos, die damals in keinem Zusammenhang zueinander standen und auch auf der vorliegenden CD – trotz des typischen GT-Sounds zwischen Musique Concrete und Maschinenlärm – recht heterogen wirken.<span id="more-18413"></span></p>
<p>Das knapp vierundzwanzigminütige „Kapuke“ brachten Tomasz Twardawa und Piotr Jankowski 2002 noch unter ihren eigenen Namen heraus, wobei als Gastsängerin noch Barbara Lead mitwirkte. Auch wenn der Track wie ein an Offizine Schwarz erinnernder Marsch mit Akkordeon beginnt, setzt bald die typisch rasante Unordnung aus metallenem Geschraube, Gerassel und Gepfeife ein, und u.U. registriert man erst nach einer Weile, dass ein Großteil der Sounds, auch wenn sie auf dem Höhepunkt des Lärms an einen Schlagbohrer erinnern, dem Innenleben eines Klaviers entstammen. In luftigen Momenten klingt das Rasseln wie einen Referenz in Richtung eines folkigen Ritualismus, was ganz gut zu den krächzenden, kichernden und stöhnenden Stimmbeiträgen passt.</p>
<p>Der zweite Teil beinhaltet die Soundtracks für sieben auf Stummfilm aufgezeichnete Performances der Wiener Aktionisten Otto Muehl und Günter Brus. Die Abschnitte sind von deutlichen Brüchen und Wandlungen geprägt. Dass manche Passagen die rauschenden, aquatischen oder knatternden Sounds eher fließen lassen, wohingegen der Fluss sich an anderen Stellen im kleinteiligen Hantieren staut, ist sicher dem mir nicht bekannten Filmmaterial geschuldet und bringt eine zusätzliche Variationsbreite in den ohnehin vielgestaltigen Score. Mit einer Neuaufführung der von Genetic Transmission untermalten Filmdokumente wird man wohl so schnell nicht rechnen können. (A.Kaudaht)</p>
<p><strong>Label: Zoharum</strong></p>
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		<title>MOAN / GENETIC TRANSMISSION: Dedicated to Luigi Russolo</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2018 05:54:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Futurismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Spätestens seit der Musique Concrète taucht der Name Luigi Russolo in jeder Generation der Geräuschmusik auf, der Komponist, Maler und Verfasser von Manifesten wird als Insprationsquelle gefeiert und hat, durchaus im Widerspruch zum futuristischen Geschichtsverständnis, längst seine eigene Folklore bekommen. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/04/07/moan-genetic-transmission-dedicated-to-luigi-russolo/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/moangtrussolo.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14523" title="moangtrussolo" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/moangtrussolo-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Spätestens seit der Musique Concrète taucht der Name Luigi Russolo in jeder Generation der Geräuschmusik auf, der Komponist, Maler und Verfasser von Manifesten wird als Insprationsquelle gefeiert und hat, durchaus im Widerspruch zum futuristischen Geschichtsverständnis, längst seine eigene Folklore bekommen. Ob es seine Techniken in der Kombination heterogener Geräusche und Instrumentalklänge ist, sein Bruch mit Traditionen oder seine originellen Instrumente wie dem Russolophon oder Rumorarmonio, einem Geräuschharmonium, nach dem<span id="more-14522"></span> Novy Svet damals ihr erses Album benannten &#8211; man verehrt seine Radikalität und gibt sich dem Reiz der Ambivalenz hin, die in einem Gestus des radikal Neuen steckt, welches heute selbst &#8220;Vintage&#8221; anmutet.</p>
<p>Industrial und Post Industrial in einem Sinne, der nicht nur dem dystopischen Überbau, sondern auch der industriellen Klangästhetik verbunden ist, weist diese Eigenschaft fast immer auf, und als versteckter Subtext findet sie sich auch in der vorliegenden Hommage aus zwei ausladenden Soundimprovisationen, die 2004 erstmals auf einer Split-CDr veröffentlicht wurde. Anders als auf der ebenfalls vor kurzem wiederveröffentlichten &#8220;Collaboration 1&#8243; sind die beiden Tracks hier ohne Zusammenarbeit der beiden Musiker Rafal Sadej (Moan) und Tomasz Twardawa (Genetic Transmission) entstanden, der Moan-Track &#8220;Men at Work&#8221; war ursprünglich Teil einer Installation im Rahmen der Ausstellung &#8220;People at Work&#8221;. Dennoch gibt es zahlreiche Verbindungen zwischen den Stücken.</p>
<p>Moans &#8220;Men at Work (Ludzie Przy Pracy)&#8221; beginnt mit einem weithin hörbaren Donnerknall und zieht einen unmittelbar in ein dunkel ausgeleuchtetes industrielles Setting, das mit seinen geheimnisvollen Schleifgeräuschen und seinen Metallobjekten, die anscheinend über einen unebenen Boden gezogen werden, ein bisschen an die Tape-Arbeiten von Xenakis erinnert. Von Schaben über Behauen, Rasseln, Streichen und Kratzen lassen die Metallteile einiges über sich ergehen, irgendwann verdichten sich die Sounds, und ein ritueller Unterton ist kaum zu überhören. Leicht kann man sich in dieser für allerlei Interpretationen offenen Bewegung, die als Teil einer Multimedia-Arbeit nicht allzu viel Information preisgibt, verlieren, bis man durch helle, herausstechende Sounds aus dem Traum gerissen wird. Laut Moan ist der Track für eine endlose Wiederholung konzipiert, und es wäre vom Effekt her interessant, dieser Idee auch losgelöst von der Installation für ein paar Stunden nachzukommen.</p>
<p>Genetic Transmission beginnt diesmal wie dunkler, hintergründiger Ambient, auf dessen Fläche subtil Infernalisches anklingt: Radiosamples, metallisch polternde Geräusche in einiger Entfernung und etwas, das an monströse Stimmen erinnert. Der Track wurde wohl schon in den 90ern aufgenommen, aber nach dem Verlust der Mastertapes neu rekonstruiert und nun für die Wiederveröffentlichung remastert. Im Verlauf erweist sich der Beitrag als etwas dumpfer und schemenhafter als der des Kollegen, Sounddetails erscheinen weniger exponiert, und wenn sich die Intensität steigert, werden die metallischen Sounds steckenweise so heftig, dass sich alles im Rauschen auflöst &#8211; für Momente, denn der rotierende Sound steht noch lange nicht still, verrückte, dadaistiche Soundideen und zerschliffener Rhythm Noise und andere Episoden wechseln sich ab.</p>
<p>Trotz individueller Handschriften passen die Tracks gut zusammen. Dem großen Idol versuchen die Künstler hier nicht durch ein allzu deutliches Anknüpfen an den Klang der bekannten Dokumente zu huldigen, sondern stellen ihren typischen Stil eher vage in die Tradition des großen Anti-Traditionalisten. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://zoharum.com">Zoharum</a></strong></p>
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		<title>GENETIC TRANSMISSION / MOAN: Collaboration 1</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Nov 2017 06:21:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man kann Tomasz Twardawa alias Genetic Transmission als vielleicht etwas späte, aber durchaus würdige polnische Antwort auf Acts wie De Fabriek und Vivenza betrachten, deren Musik den Begriff des Industrial nicht nur in gesellschaftsbezogener, sondern auch in klanglicher Hinsicht ernst &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/11/04/genetic-transmission-moan-collaboration-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/genetictransmissionmoancollaboration1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14479" title="genetictransmissionmoancollaboration1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/genetictransmissionmoancollaboration1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man kann Tomasz Twardawa alias Genetic Transmission als vielleicht etwas späte, aber durchaus würdige polnische Antwort auf Acts wie De Fabriek und Vivenza betrachten, deren Musik den Begriff des Industrial nicht nur in gesellschaftsbezogener, sondern auch in klanglicher Hinsicht ernst nahmen: Das Maschinelle, die verinnerlichte und bis in die Traumsphäre hineinreichende akustische Kombination aus Metall und Stein, das Echo von Platten, Stangen, Riemen und Federn zieht sich wie ein graubrauner leitmotivischer Faden durch die Arbeiten des seit<span id="more-14478"></span> Mitte der 90er arbeitenden Musikers und schlägt sich auch in dessen Kollaborationen nieder.</p>
<p>Zoharum ist seit einiger Zeit dabei, den Backcatalogue von Genetic Transmission erneut zugänglich zu machen und bezieht Zusammenarbeiten mit ein. Auf &#8220;Collaboration 1&#8243; arbeitete Twardawa mit dem bislang außerhalb Polens weniger bekannten Rafal Sadej alias Moan in Mailart-Manier, indem beide am Fließband Soundfragmente erstellten und sich diese zur freien Bearbeitung zuschickten, bis alles in einem finalen Mix verrührt wurde. Letztlich dominierte aber doch in jedem der Stücke die Handschrift eines der beiden Musiker, so dass die Tracks dann jeweils nur einen Urheber bekommen sollten.</p>
<p>Die unter Genentic Transmission firmierenden Stücke, es sind ihrer drei, eröffnen mit unregelmäßigem Hämmern oder kreisendem Schaben ein Panorama an Arbeitsgeräuschen, die jedesmal ein originelles plastisches, doch jedesmal auch cinematich anmutendes Szenario für sich bilden. Oft zurückhaltend vom Tempo, was der Exponiertheit der einzelnen Klänge und so auch der Atmosphärik entgegen kommt, entfaltet sich jedesmal ein wahres Sammelsurium kleiner Geräusche, es zirpt, federt, rasselt, schabt, reibt, brummt, darunter bleibt vieles leise und subtil, hervor stechen vibrierende Tremolo-Soundeffekte, wie sie bspw. auch ein NWW-Fan mag. Der Schwerpunkt an Sounds ändert sich immer wieder, was die Soundkollagen in Bewegung hält, gelegentliche Tempowechel und v.a. kleine, aufschreckende Stakkato-Sounds untermauern den Effekt.</p>
<p>Die Kunst von Moan besteht hier eher in der Kreation äußerst harmonischer Ambient-Hüllen, die er dann mit vielen kleinen Soundschnipseln, die dem Charakter nach dann von GT kommen. Gerät dies in dem ersten unter seinem Namen laufenden Track noch so creepy wie ein Horrorhörspiel, so entfacht das ultralangsame Auf- und Abebben der Flächen im zweiten Stück, trotz mysteriöser Schritte, eine sehr angenehme Schönheit. Auf die Intensivierung von Fülle und Spannung wartet man dem Charakter des Stücks entsprechend zwar etwas länger, aber sie kommt: Viele kleine, unaufgeräumte Details digitaler und gesampleter Herkunft füllen den Rahmen, Rhythmen deuten sich an und versigen wieder &#8211; der fließende, flächige Ambientrahmen bleibt gewahrt, doch auf der Binnenebene gibt es keinen Halt, und nach einem abrupten Bruch beginnt die Geschichte von neuem und endet ein weiteres mal im hektischen Tumult.</p>
<p>Die Arbeit erschien vor nunmehr vierzehn Jahren auf einer seit langem vergriffenen CDR und ist nun zweihundertmal in einem chicen Ecopack und natürlich auch zum Download zu bekommen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://zoharum.com">Zoharum</a></strong></p>
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		<title>GENETIC TRANSMISSION: Last</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2016 12:14:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das polnische Projekt, das sich nach einem bekannten SPK-Track benannt hatte, existiert schon ganze zwanzig Jahre lang und hat sich in vielen Aufnahmen einem Sound verschrieben, der dem entspricht, was Leute wie Vivenza einmal mit einem Begriff wie Industrial verbunden &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/02/07/genetic-transmission-last/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/12/gentranlast.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-11452" title="gentranlast" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/12/gentranlast.jpg" alt="" width="209" height="150" /></a>Das polnische Projekt, das sich nach einem bekannten SPK-Track benannt hatte, existiert schon ganze zwanzig Jahre lang und hat sich in vielen Aufnahmen einem Sound verschrieben, der dem entspricht, was Leute wie Vivenza einmal mit einem Begriff wie Industrial verbunden hatten: Gesamplete, kollagierte und nur subtil bearbeitete Sounds aus den Bildwelten industrieller Produktionsstätten. Dennoch bekommt man bei der Musik von Tomasz Twardawa schnell den Eindruck, dass es nicht einfach um eine Dokumentation oder atmosphärische Nachzeichnung von<span id="more-11451"></span> Lebensaspekten des 20. Jahrhunderts geht, sondern weitaus tiefer in der menschlichen Psyche geforscht wird. Dass industrielle Produktion und verwertund all dies mitprägen scheint mir da fast sekundär, vielmehr erscheint der heterogene, zusammengeschusterte Klang des Maschinensounds aufgrund seiner heterogenen und zugleich kantigen Beschaffenheit ein viel umfassenderes Bild der Wirklichkeitswahrnehmung zu bieten.</p>
<p>Das soeben bei Zoharum erschienene &#8220;Last&#8221; erschien bereits vor Jahren als ultralimiterte CDr und war der abschließende Teil einer Reihe namens &#8220;IYHHH&#8221;, die sich der Dokumentation klanglicher Miniaturen widmete, welche auf nur analog bearbeiteten elektroakustischen Sounds basieren, widmete. &#8220;Last&#8221; enthält fünfzehn unbetitelte, eher kurze Stücke, die in ihrer Anordnung dem allseits bekannten Rhizom gleichen &#8211; ob man sie am Stück hört oder an beliebiger Stelle einsteigt und die Tracks im Shuffle-Modus hört, ändert nichts an Kohärenz und Inkohärenz des Gesamterlebnisses.</p>
<p>Bei der sampellastigen Klangfolge, die &#8220;Last&#8221; eröffnet, entsteht sofort der Eindruck, direkt Zeuge irgendeiner mechanischen Tätigkeit zu sein und das undefinierbare, aber jedem in unserer Kultur vertraute Rumpeln von Steinen, Schotter und Metallschrott in Echtzeit zu erleben &#8211; so als wäre ein paar Mikrophone direkt vor Ort plaziert und keine weitere Bearbeitung mehr nötig ist, da die Konzertierung perfekt ist und die grobkörnigen Klänge für sich sprechen. Im Unterschied jedoch zu einigen frühen Arbeiten von Organum beispielsweise erfahren die Sounds hier dennoch eine subtile Nachbearbeitung, wie um zu illustrieren, dass jede Unmittelbarkeit ohnehin Illusion ist, sobald man ein Geräuch suf einem Sekundärmedium rezipiert. Zu den offensichtlicheren Effekten zählen punktuelle Rewinds, subtile Rhythmisierungen und Verdichtungen, die die M;usik an einigen Stellen eine infernalische Orchestralität geben. Doch es gibt auch genügend Komponenten, die das Material &#8211; ebenso unmerklich, da es sich so gut einfügt &#8211; ergänzen. Grummelnde Stimmen und etwas das sehr stark an tiefe Klaviersaiten erinnert, tritt mit den quietschenden Riemen, dem Rauschen der Presslusft und dem allgegenwärtigen metallenen Scheppern in einen Dialog, der sich dem anschein nach zu einer einzigen Stimme verdichtet. Die Homogenität allerdings ist illusorisch, denn wen &#8220;Last&#8221; eines ganz deutlich zeigt, dann ist es die Zusammengesetztheit und Künstlichkeit all dessen.</p>
<p>Das Album erscheint 444mal handnumeriert in einem schön gestalteten Digipack im Postkartenformat. (A. Kaudaht)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.zoharum.com">Zoharum</a></strong></p>
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