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	<title>African Paper &#187; Troy Schafer</title>
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		<title>The Nature Out There: Neues von Kinit Her im Dezember</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Nov 2023 05:29:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ankündigung: Viereinhalb Jahre nach &#8220;Fire Returns to Heaven&#8221; bringen die amerikanischen Outsiderfolker Kinit Her ein opulentes neues Album heraus. &#8220;The Nature Out There&#8221; ist bereits das fünfzehnte Album der Band um Troy Schafer und Nathaniel Ritter und präsentiert die Gruppe &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/11/04/the-nature-out-there-neues-von-kinit-her-im-dezember/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ankündigung: Viereinhalb Jahre nach &#8220;Fire Returns to Heaven&#8221; bringen die amerikanischen Outsiderfolker Kinit Her ein opulentes neues Album heraus. &#8220;The Nature Out There&#8221; ist bereits das fünfzehnte Album der Band um Troy Schafer und Nathaniel Ritter und präsentiert die Gruppe &#8211; auch und v.a. was die Bandbreite ihrer stilistischen, kompositorischen und instrumentellen Qualitäten betrifft &#8211; auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität. Eine aufwühlende Unruhe durchzieht über weite Passagen die stimmungsvollen Gitarren, die jauchzenden Streicher, die galoppierenden Drums und den exaltierten, manchmal mehrstimmigen Gesang und tritt in einen reizvollen Dialog mit der gleichsam vorhandenen Besinnlichkeit. Letztere findet sich v.a. in den an mittelalterliche Musik erinnernden Passagen, die auch auf eine Folkplatte der 70er gepasst hätten, während an vielen anderen Stellen die Geister des Post Punk und noch räudigerer Einflüsse um die Ecke schielen. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/11/thenatureoutthere.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-38224" title="thenatureoutthere" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/11/thenatureoutthere.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-38223"></span></p>
<p>Vom Label heißt es: &#8220;Transcending all artificial limitations such as genre or instrumentation, the symbolist post-folk collective present a beautiful kaleidoscope of bursting musical colours and spiritual journeys into the wonders of nature with lush soundscapes that amazes and thrills with every note. Ever since their founding in the heart of Wisconsin in 2005 by vocalist and man of strings Troy Schafer and electronic sound designer and lyricist Nathaniel Ritter, Kinit Her have been relentlessly pushing to expand the aesthetic and stylistic range of neofolk into unique new shapes under the banner of what the band calls &#8220;symbolist post-folk music&#8221;. Channeling such diverse influences as neoclassical, early music, folk, industrial, avant-garde rock, black metal, ambient, pop, and many others, Kinit Her have sounded organic tone-mantras from shofar horns, bent sweetened notes on beaten guitars, intoned harmonised enumeration of spells and dreams, and backed it all by string and brass arrangements, acoustic ephemera, and twinkling electronic sound designs. Kinit Her emerge from a heavenly vault of related projects and shared collaborations of contributors as one of the brightest stars in this celestial sound constellation. &#8220;The Nature Out There&#8221; is the guiding light for a generation of folk and neofolk related music trying to reach new sonic dimensions&#8221;. Das Album erscheint beim Prophecy-Sublabel Auerbach Tonträger auf zwei limitierten Vinyl-Editionen, auf CD und zum Download.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2656112885/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>KA BAIRD: Sapropelic Pycnic</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Oct 2017 08:50:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kathleen alias Ka Baird wurde zunächst als eines der Gründungsmitglieder der mittlerweile zum Duo geschrumpften Avantgarde-Folkband Spires That In The Sunset Rise bekannt, bei denen sie sang und neben der Flöte noch eine ganze Reihe weiterer Instrumente spielte. Seit ihrem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/10/28/ka-baird-sapropelic-pycnic/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/cover_1497302228805371.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14119" title="cover_1497302228805371" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/cover_1497302228805371-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Kathleen alias Ka Baird wurde zunächst als eines der Gründungsmitglieder der mittlerweile zum Duo geschrumpften Avantgarde-Folkband Spires That In The Sunset Rise bekannt, bei denen sie sang und neben der Flöte noch eine ganze Reihe weiterer Instrumente spielte. Seit ihrem Umzug von Chicago nach New York und ihrer Entscheidung, primär als Solomusikerin zu arbeiten, lotet sie verschiedene instrumentelle und kompositorische Möglichkeiten aus, so dass ihre nunmehr drei Veröffentlichungen in jeweils ganz unterschiedliche Richtungen gehen: Auf die<span id="more-14118"></span> Piano-Improvisationen auf „See Sun Think Shadow“ folgte zunächst ein opulent instrumentiertes Tribute an John Coltranes „A Love Supreme“, und auch das gerade erschienene neue Werk ist musikalisch wieder anders gelagert, lässt wieder mehr Folkelemente anklingen, vorausgesetzt, man fasst den Begriff sehr weit, denn für Puristen wären die Stücke auf dem vorliegenden Album wohl eher so etwas wie Neue Musik. Leitmotivisch auf einer symbolischen Ebene ist bis heute der fremd klingende Begriff „Sapropelic Pycnic“, der zunächst als Projektname fungierte und nun, auf einem erstmals unter ihrem bürgerlichen Namen veröffentlichten Album, als Titel herhält.</p>
<p>Sapropelic Pycnic ist ein gewagtes Kompositum aus drei altgriechischen Begriffen: „sapros“ für „Verwesung“, „pelos“ für „Schlamm“ und „pyknos“, was so viel wie „dicht“ und „steif“ bedeutet. Das Wortspiel bezieht sich auf die von organischer Materie durchwirkte Schlammschicht, die am Meeresgrund, aber auch am Boden kleinerer Gewässer abgelagert ist. Für Baird, so viel zumindest ist dem Label zu entnehmen, eignet sich der Begriff auch als Metapher für die steife Masse an primordialen Ablagerungen, die die Basis des menschlichen Unbewussten bilden, und aus deren Substrat der nie abgeschlossene Identitätsfindungsprozess immer wieder neu hervorgeht.</p>
<p>Man muss sich von solchen Bildern nicht gleich zu Überinterpretationen verleiten lassen, doch die Struktur der Musik auf „Sapropelik Pycnic“, das sie mit einer kleinen Gruppe an Gastmusikern eingespielt hat, lädt durchaus dazu ein, sie sich als eine mal zähflüssige, mal überraschend bewegliche Masse vorzustellen, aus der immer wieder neue Formen entstehen. In „Migration“, dem eröffnenden Instrumentalstück, geht Bairds Flötenspiel, das auf weite Strecken im Zentrum der Musik stehen wird, derart in der elektronischen Bearbeitung auf, dass sie nur schwer aus dem Amalgam herauszuhören ist, erst später kristallisiert sich ihr Tremolieren deutlicher heraus. Oft bleibt ihr Spiel unbestimmt, lässt in „Tok Tru“ asiatische, orientalische und westliche Traditionen anklingen, doch was zusammen mit der einfachen Handperkussion noch wie ruhiges Abtasten wirkt, entlädt sich bald mittels Stimmeinsatz in heftigen Eruptionen: Seufzer, erschöpftes, fast schmerzhaftes Atmen, bald kraftvoller, derangierter Schamanengesang. Das Geräusch des Atems – ob direkt durch den Mund oder auch durch die Flöte zu Beginn oder am Ende ihres Einsatzes – ist dabei ein immer wiederkehrendes Motiv.</p>
<p>Viele Abschnitte des Albums könnten, auch ohne dabei nur in die Nähe von Songs zu kommen, äußerst schön, auch im klassischen Sinne, geraten – wenn Baird in dem ausladenden „Transmigration“ aus ihrer Stimmarbeit einen lyrischen Sopran heraushören lässt, wenn der raue, elektronischere Sound in „Oneiric“ fast tanzbare Formen annimmt oder die Streicherpassagen von Troy Schaefer (Kinit Her) kurz an melodramatische Filmmusik denken lassen – Baird bringt über den steten Wandel (ein Stück heißt bezeichnenderweise „Metamorphosis“) jedoch immer eine Unruhe ins Bild, die jeder Romantik entgegen wirkt. Überhaupt vermeidet die Musik bei aller Intensität zu starke emotionale Trigger, lässt auch die extremen Abschnitte mit einer gewissen Selbstverständlichkeit vorbeiziehen.</p>
<p>Titel wie „Are you myself?“ und „Ka“ rufen wieder die Frage nach persönlicher Identität in Erinnerung. Im Unterschied zur gängigen Verwendung des heute ohnehin arg strapazierten Begriffs erscheint diese hier nicht fest und griffig, sondern als ein Prozess, der gerade im letztgenannten Stück in seinen heftigen Geburtswehen gezeigt wird. Vordergründig ein leicht derangiertes Stück aus Drums und luftigen Flötenklängen dringen aus den Ritzen schnell andere Klänge an die Oberfläche: hastiges Hecheln, ein schreiendes Baby, undefinierbares Gebrülle, das wie durch ein offenes Fenster zu hören ist. Erst nach und nach übernimmt Bairds Stimme stöhnend und krächzend die Szenerie, bis alles im Malstrom der Mischmaschine verschwindet und nach und nach zur Ruhe kommt.</p>
<p>Was Baird auf „Sapropelic Pycnic“ gelingt, ist eine sehr intensive Musikerfahrung, die sich nur schwer mit herkömmlichen Begriffen beschreiben und noch weniger anhand von Genrebegriffen klassifizieren lässt, und deren subtile Urtümlichkeit auch ohne diverse Hinweise auf einen thematischen Überbau erfahrbar wird. Zu diesem gibt es in Kürze aber dennoch einiges zu erfahren, und zwar in unserem kommenden Interview mit der Künstlerin. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.dragcity.com">Drag City</a></strong></p>
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		<title>BURIAL HEX: In Psychic Defense</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 08:14:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/11/artwork-front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3246" title="artwork front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/11/artwork-front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Clay Ruby und seine Begräbnishexe sind sowohl als Einzelerscheinung als auch im Rahmen eines größeren kreativen Biotops interessant. Zuallererst muss man hervorheben, dass sein Verständnis von Noise kaum in bekannte Kategorien passt, ganz egal, wie man nun selbst zu seiner speziellen Art von „Horror Electronics“ steht, die doomig-ambiente Schwere mit der schmutzigen Abgründigkeit des Powernoise kombiniert und doch mehr ist als die Summe seiner Teile. Das kreative Substrat, das vor einem knappen Jahrzehnt zwischen Madison und Chicago entstand<span id="more-3245"></span> und neben ihm Acts wie Kinit Her, Wooden Wand und, was viele nicht mehr wissen, auch Zola Jesus hervorbrachte, bildet ebenso sehr einen offenen Mikrokosmos für sich, in dem nicht nur Genrezugehörigkeiten bedeutungslos sind, sondern auch die Grenze zwischen regressiver Nischenmentalität und quasi-avantgardistischer Neugier bis zur Unkenntlichkeit verwischt ist.</p>
<p>Rubys Musik ist spontan und unmittelbar, auch in produktionsästhetischer Hinsicht. Dank seiner obsessiven Umtriebigkeit resultierte das in einem mittlerweile recht beachtlichen Output, und es ist erfreulich, dass er einer langfristigen Stagnation keinen Raum gibt und stets an seiner eigenen Häutung arbeitet. Und auch wenn weder Glättung noch Trivialisierung in Aussicht stehen, scheint ihm die Eindämmung des teilweise unübersichtlichen Soundchaos früherer Veröffentlichungen ein Anliegen zu sein, denn Burial Hex ist dieser Tage melodischer und rhythmischer denn je. „In Psychic Defense“, seine neue EP, ist seine bisher eingängigste und auch konzeptuell greifbarste Veröffentlichung, und zu den Neuerungen zählt ein basslastiger Postpunksound, der fast in jedem der vier Songs zu spüren ist. Nicht unwesentlich in dem Zusammenhang ist die Beteiligung des Gitarristen und Bassisten Troy Schafer, der neben seinem eigenwilligen Stammprojekt Kinit Her bereits mehrfach mit Ruby zusammenspielte, vornehmlich beim Lofi Black Metal-Projekt Wormsblood, bei dem man nie so richtig weiß, wo die ernsthafte Hinwendung zum dunklen Nihilismus endet und die nerdige Karnevaleske beginnt.</p>
<p>Beim Opener, dessen rauer Sound sich zunächst recht behäbig nach vorn schleicht, sind die Noiseelemente nur unterschwellig spürbar, und verschwinden mit der Zeit fast völlig unter den geheimisvollen Melodik der Gitarre und den kernig-monotonen Basslinien, die dem Song einen finsteren Groove verpassen. Das dunkle Treiben ist jedoch mehr als bloße psychedelisch mitreißende Geisterschau, und schon das Gralsmotiv auf dem Cover scheint Fundamentaleres anzudeuten. Die Lyrics sind einer alten Hymne an den Erzengel Michael entnommen und künden, wenn auch referenziell sehr offen, von einer kämpferischen Suche in einer dunklen „world without end“.</p>
<p>Ein doomiger Untergrund aus heterogenem Klangschutt leitet über in den nächsten Abschnitt, bei dem ein Barpiano eine geradezu liebliche Melodie intoniert, die ohne größere Entwicklung sogar auf Albumlänge funktionieren würde – so sehr man keine Vergleiche ziehen will, kommen einem an der Stelle doch gewisse Mühlheimer in den Sinn. Irgendwann ist ein unheimliches Klopfen zu hören, und schwere Orgeln leiten über in eine infernalische Soundschlacht. Mit dem Klang von Kreissägen und verzerrtem Growling werden sämtliche Register gezogen, und erneut wird klar, dass Burial Hex nicht einfach eine weitere Noisekapelle ist. „Love is intoxication“ ertönt es, und die Stelle klingt wie ein Fazit, bevor das Stück nach einer kurzen Tanzeinlage in einer coolen Bassline sein Ende findet.</p>
<p>Mit seinem durchgehend veränderlichen Klangbild und seinem assoziationsreichen Text ist „In Psychic Defense“ eine der interessantesten Veröffentlichungen von Burial Hex und hoffentlich zukunftsweisend. Die einseitig bespielte 12&#8221;-EP erscheint in 300er Auflage, und es steht zu befürchten, dass sie nicht lange in den Regalen stehen wird.</p>
<p>Label: <a href="http://www.soundofcobra.tk/">Sound of Cobra</a></p>
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		<title>KINIT HER &#8211; Interview</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/09/01/kinit-her-interview/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 14:48:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<description><![CDATA[KINIT HER, das aus Nathaniel Ritter und Troy Schafer bestehende Duo, hat innerhalb kurzer Zeit mit einer Reihe von Veröffentlichungen ein originelles Werk erschaffen, das sich aus einem reichhaltigen Fundus teils randständiger Musik speist und das im Spannungsfeld zwischen Song &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/kinit-her-interview/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Kinit-Her-Band1.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1841" title="Kinit-Her-Band1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Kinit-Her-Band1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>KINIT HER, das aus Nathaniel Ritter und Troy Schafer bestehende Duo, hat innerhalb kurzer Zeit mit einer Reihe von Veröffentlichungen ein originelles Werk erschaffen, das sich aus einem reichhaltigen Fundus teils randständiger Musik speist und das im Spannungsfeld zwischen Song und Experiment, Folk und rituellen Klängen steht. Titel und Artwork verorten KINIT HER in Regionen jenseits der Ratio und Nüchternheit. Seit kurzen besteht neben KINIT HER das neue Projekt WREATHES, das stärker auf den Song fokussiert ist.<span id="more-1839"></span></strong></p>
<p><strong><em>Ihr habt kürzlich ein Mitglied „verloren“. Hat das euren Kompositionsprozess oder euer Livespiel beeinflusst?</em></strong></p>
<p>Das Livespiel ist sicher anders. Seit wir Vince an die Wildniss von Wisconsin verloren haben, haben wir erst ein paar sehr kleine Shows gespielt. Es ist eine Herausforderung, als Duo unser aufgenommenes Material wiederzugeben, hauptsächlich wegen der Menge an Schichtung und Harmonisierung, die auftreten kann. Die Orchestrierung auf unseren Platten ist oftmals sehr dicht mit einer Vielzahl von Instrumenten. Andererseits ist das Komponieren dadurch nicht schwieriger geworden. Ich glaube, dass wir jetzt eher mit einer genauen Absicht schöpfen anstatt herauszufinden, welche Rolle jedes Mitglied spielt.</p>
<p><strong><em>In einem Interview habt ihr erwähnt, dass KINIT HER ein Ausdruck eurer dunkleren Seite sei. Welche Begriffe würdet ihr verwenden, um die Eigenschaften dieser Dunkelheit zu beschreiben?</em></strong></p>
<p>Auch wenn KINIT HER definitiv etwas von unseren dunkleren Sachen enthalten hat, so ist es dennoch nicht ohne Licht. Vielleicht wäre eine etwas passendere Beschreibung, dass KINIT HER zum Hauptventil unserer spirituellen Seite geworden ist, und somit notwendigerweise sowohl dunkle als auch helle Eigenschaften besitzt.<strong><em></em></strong></p>
<p><strong><em>Heutzutage scheint mit der abnehmenden Relevanz von Musik für jüngere Menschen eine Beschleunigung vom Erfinden von Genretermini einherzugehen (wenn man daran denkt, wie lange es dauerte, bis Postrock auf der Bildfläche erschien und inzwischen gibt es sogar schon so etwas wie Postdubstep). Eure Musik scheint sich einer einfachen Kategorisierung zu entziehen, wobei ihr auf eurer Bandcamp-Seite Bezeichnungen angebt, um eure Musik zu beschreiben. Mit welchem Begriff könnt ihr am ehesten leben?</em></strong></p>
<p>Genres und Bezeichnungen gibt es aus Bequemlichkeit – das ist alles. Leute schreiben dieser Debatte zu viel Gewicht zu. Wir versuchen nicht unbedingt das musikalische Establishment herauszufordern und wir lassen uns dadurch auch nicht beim Songschreiben eingrenzen. Deswegen ist es ok, eine Bezeichnung auf eine Webseite zu packen. „Experimentell“ ist vielleicht der passendste Begriff, ohne dass man dadurch etwas zu einem speziellen Genre sagt. Ganz sicher wird auch „Neofolk“ herumgeworfen werden und das ist auch ok.</p>
<p><strong><em>Wie sehr illustriert das Artwork den Inhalt eurer Texte bzw. das Thema der Veröffentlichung?</em></strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Divine-Names2.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1842" title="Divine-Names2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Divine-Names2.jpg" alt="" width="350" height="350" /></a>Unsere Veröffentlichungen waren bislang sowohl was Klang als auch Artwork anbelangt, so unterschiedlich, dass es schwer ist, sie zu kommentieren als seien sie eine Einheit oder eine zusammenhängende Serie. Für einige Veröffentlichungen haben wir das Artwork gestaltet – bei anderen wie z.B. „Divine Names“ und dem demnächst erscheinenden „Gratitudes“ – haben wir uns talentierte Leute von außen geholt, insbesondere Sin-Eater Illustration. Es ist bislang mehr darum gegangen, dass das Artwork ähnliche Vorstellungen transportiert wie die Musik, ohne dass beides notwendigerweise direkt miteinander verbunden ist.</p>
<p><strong><em>Eure Veröffentlichung „Living Midnight“ scheint eine gewisse rituelle Qualität zu besitzen, während „Glyms or beams…“ oder „Vedic Hymns“ sich mehr auf den Song zu konzentrieren scheinen. Würdet ihr sagen, dass eure Musik verschiedene Zwecke/Funktionen hat?</em></strong></p>
<p>Es gibt sicher auf anderen Veröffentlichungen Stücke, die einen eher zeremoniellen Charakter haben und so den Hörern eine rituellere Hörerfahrung geben als die songorientierten Stücke, die den Großteil unseres Werkes ausmachen. „Living Midnight“ steht für sich in unserem Werk, da es mit einem unserer engsten kreativen und gesitigen Freunde live aufgenommen wurde, während die Sonne durch den Palo Santo-Rauch schien, der an einem frühen Sommertag durch die Harvest Abbey zog. Selbstverständlich ist die wichtigste Funktion unserer Aufnahmen, dass sie als erfüllende kreative Ausdrucksmöglichkeit unserer Zusammenarbeit dienen.</p>
<p><strong><em>Auf eurem Debüt war der Gesang besonders „seltsam“ und „hexenhaft“ (Begriffe, die man besser in Anführungszeichen setzt), während auf „Vedic Hyms“ oder „The Lord of Power“ der Gesang etwas konventioneller war (auch wenn man den Eindruck hat, dass ihr immer noch gerne Brüche in der Melodie habt). Könnt ihr etwas zur Entwicklung des Gesangs sagen und wie wichtig (ver)störende Elemente für eure Musik sind?</em></strong></p>
<p>Die Gesangstechniken auf unseren ersten Alben waren notwendig, um unsere Art der Ästhetik zum damaligen Zeitpunkt auszudrücken. Als sich KINIT HER als Trio formierten, hatten wie eine Art Freiheit, die keiner bislang bei seinen anderen Projekten gespürt hatte. Der „seltsame“ und „hexenhafte“ Gesang auf „Glyms“ war ein Ergebnis der Erforschung dieser Freiheiten. Für mich klingen sie eher feierlich als verstörend. Durch unser Experimentieren mit KINIT HER haben wir neue Arten des Schreibens und Aufnehmens entwickelt. Als WREATHES probieren wir diese Methoden aus, um einen konzentrierteren – und für mich – intimeren Stil unserer Musik zu produzieren. Der Gesang ist da keine Ausnahme.</p>
<p><strong><em> <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Lord-of-power2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1843" title="Lord-of-power2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Lord-of-power2-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>„The Lord of Power” und „Divine Names” klingen etwas mittelalterlich. Ist das eine Richtung, die ihr auf euren nächsten Veröffentlichungen weiter verfolgen wollt? Könnt ihr etwas zur Entwicklung dieser Aufnahmen sagen?</em></strong></p>
<p>Unser Klang entwickelt sich immer weiter, aber der Zusammenhang unserer Veröffentlichungen wird weiterhin unterscheidbar sein. Wir waren schon immer von Folk aus verschiedenen Zeiten interessiert. Diejenigen, die danach auf unseren künftigen Veröffentlichungen suchen, insbesondere als WREATHES, werden nicht enttäuscht werden.</p>
<p><em><strong>Ihr habt eine 12″ mit BURIAL HEX veröffentlicht und Clay Ruby hat bei „Living Midnight“ mitgemacht. Könnt ihr etwas zu der Zusammenarbeit mit ihm sagen? Was schätzt ihr an ihm als Mensch und Künstler?</strong></em></p>
<p>Ursprünglich haben wir uns durch einige lokale Musikveranstaltungen in The Tomb kennen gelernt und uns wurde dann schnell klar, dass wir auch außerhalb der Musik gemeinsame Interessen hatten. Deswegen entwickelte sich die Zusammenarbeit ganz natürlich als wir unsere Freundschaft weiter vertieften. Das Lied „Storm Clouds” war das erste Stück, an dem wir arbeiteten und schließlich entwickelte es sich zur Splitveröffentlichung „Vedic Hymns“. Seitdem sind wir gereist, haben eine Abtei/ein Studio aufgebaut, haben studiert, ein Label gegründet und arbeiten weiterhin zusammen. Clay ist einer der nettesten, intelligentesten und provokantesten Menschen, die wir kennen.</p>
<p><strong><em>Nachdem Myspace „neu gestaltet“ worden ist, haben viele Bands diese Plattform verlassen. Könnt ihr etwas zu euren Erfahrungen mit Bandcamp sagen?</em></strong></p>
<p>Sie haben angefangen einen Teil der Verkäufe zu nehmen, also sind sie sicher nicht so großartig wie zu der Zeit, als wir unsere Seite da begonnen haben. Es gibt wirklich keine perfekte Onlineplattform für Musik und es ist zweifelhaft, ob es die je geben wird.</p>
<p><strong><em>Wird „The Lord of Power“ auch auf Tonträger veröffentlicht werden?</em></strong></p>
<p>Ja, es wird demnächst als Lathecut bei dem großartigen Label Alt.Vinyl veröffentlicht werden.</p>
<p><strong><em>Was könnt ihr über WREATHES und die Verbindung dieses Projekts zu KINIT HER berichten?</em></strong></p>
<p>WREATHES ist eine Weiterentwicklung unser Song orientierteren Arbeit mit KINIT HER. Mit KINIT HER haben wir viele verschiedene Arten des Komponierens, Aufnehmens und Spielens ausprobiert. Auch wenn wir mit all diesen Arbeiten zufrieden sind, hatten wir dennoch manchmal das Gefühl, dass wir alles, was uns gerade einfiel, in einen Topf warfen. Wir hoffen, dass wir mit WREATHES etwas Ausgereifteres und Konzentrierteres als in der Vergangenheit bieten können. Auch wenn KINIT HER weitergeht, so wird es eher unseren rituelleren Aufnahmen dienen.</p>
<p><strong><em>Das ist eine etwas allgemeinere Frage. Gibt es Grenzen, die ihr als Künstler nicht überschreiten würdet/wollt?</em></strong></p>
<p>Natürlich. Wir sind sehr stolz auf das, was wir machen. Kompromisse haben nichts mit KINIT HER oder WREATHES zu tun.<strong><em></em></strong></p>
<p><strong><em>Interessiert ihr euch für psychologische Aspekte der Gesellschaft und ihrer Erforschung?</em></strong></p>
<p>Die Erforschung des Unterbewussten ist uns als Künstler und Individuen sehr wichtig. Ich denke, dass das deutlicher werden wird, da bei unseren Veröffentlichungen als WREATHES die Texte abgedruckt sein werden.</p>
<p><strong><em>Habt ihr irgendwelche letzten Worte?</em></strong></p>
<p>Danke für die Gelegenheit diese Fragen zu beantworten.</p>
<p>(M.G., D.L., S.L.)</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/kinither">www.myspace.com/kinither</a></p>
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