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	<title>African Paper &#187; Universal</title>
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		<title>MARC ALMOND / SOFT CELL: Hits and Pieces</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Apr 2017 06:26:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Rahmen einer Compilation ein umfassendes Bild von jemandem wie Marc Almond zu zeichnen, ist bei der Größe und Vielfalt seines Outputs kaum möglich. Will man zumindest einen Überblick über seine Karriere geben, so kann, je nachdem wer sich dessen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/04/01/marc-almond-soft-cell-hits-and-pieces/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/02/marcalmondsoftcellhitsandpieces.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13399" title="marcalmondsoftcellhitsandpieces" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/02/marcalmondsoftcellhitsandpieces-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im Rahmen einer Compilation ein umfassendes Bild von jemandem wie Marc Almond zu zeichnen, ist bei der Größe und Vielfalt seines Outputs kaum möglich. Will man zumindest einen Überblick über seine Karriere geben, so kann, je nachdem wer sich dessen annimmt, etwas ganz unterschiedliches dabei herauskommen. Da wäre Marc Almond als schwarzromantischer Exzentriker mit einem Faible fürs Okkulte, für&#8217;s Queere und Abseitige, ein melancholischer<span id="more-13398"></span> Dandy, der wie kaum sonst jemand demonstriert, dass die New Wave-Phase um 1980, zu der er mit seinem Duo Soft Cell fraglos zählte, auch ein Revival der Decadénce des Fin de Siecle war.</p>
<p>Ein Musiker abseits der ausgetretenen Pfade, der bei Psychic TV und Coil, später bei Current 93 und X-TG mitsang, und dessen Songs immer wieder den Wahn („Martin“, „Madame de la Luna“), die obsessive Liebe („Bedroom Shrine“) das Scheitern („Champaign“, „Lonely Go-Go-Dancer“, „Cabaret Clown“), Tod und Vergänglichkeit („Death&#8217;s Diary“, „Swan Song&#8221;), Narzissmus („Sex Dwarf“, „The Champion“), Abhängigkeit („The Heel“, „Scar“), Illusionen („Idiot Dancing“) und Regression („Mother Fist“, „Under Your Wing“,) besingen und all dem immer wieder ein ambivalentes Denkmal setzen, das Leid, Scham und Faszination zugleich anklingen lässt, aber auch immer wieder &#8211; in späteren Jahren auf betont liebevolle Art &#8211; zur Selbsterhebung der und des Abseitigen („Beautiful Losers“, „The Exhibitionist“) aufruft.</p>
<p>Es ist im großen und ganzen auch dieser Marc Almond, der trotz seiner eigenen Songwriterqualitäten mit der Erfucht, die großen Charakteren eigen ist, die Texte anderer singt und ganze Alben beispielsweise französischen und russischen Songs in englischen Übersetzungen widmet, nicht zu vergessen auch sein Interesse an Dichtung und Literatur, freilich auch meist obskurer Art, was sich in den letzten Jahren v.a. in Alben wie „Feasting With Panthers“ (mit Michael Cashmore) und der Huysmans-Hommage „Against Nature“ (Mit Jeremy Reed und Othon Mataragas) abzeichnete.</p>
<p>Daneben &#8211; und freilich kann man das nicht vollkommen voneinander trennen &#8211; gibt es den Popstar Marc Almond, der von vielen, die ihre Jugend in den 80ern erlebten, noch heute mit wavigem Synthiepop und Hits wie „Tainted Love“ in Verbindung gebracht wird, und dessen berühmtes Duo mit etwas mehr Glück und Zusammenhalt vielleicht einmal eine stadionfüllende Karriere hingelegt hätte. Dieser Marc Almond mit seiner maniriert-eleganten Stimme bringt seit bald vierzig Jahren auf jedem Album ein paar Songs unter, die man nach wenigem Hören auswendig mitsingen kann, und die man aufgrund ihrer eingängigen Melodien kaum mehr aus dem Kopf bekommt. Es ist auch v.a. dieser Marc Almond, den die unfallbedingte Pause zu Beginn des Millenniums so sehr aus der Bahn gehauen hat, der aber seit Jahren, ganz ohne begleitende Hipsterei, ein mehr als solides Comeback inklusive Mojo-Award feiert.</p>
<p>Man könnte bei einem repräsentativen Überblick versuchen, diese beiden Hauptstränge irgendwie unter einen Hut zu bringen, bei einer Compilation, die dem Titel nach schon eine Auswahl der größten Hits ist, darf das Pendel gerne mehr in Richtung der zweiten Kategorie ausschlagen. „Hits and Pieces“ jedoch, mit dem Universal an die dicke „Trials of Eyeliner“-Box anknüpft, konzentriert sich nahezu ausschließlich auf den populären, radiotauglichen Aspekt seiner Musik und bietet mit dem diachronen Abriss seit der Soft Cell-Zeit quasi Marc Almond light.</p>
<p>Das heißt nicht, dass die Wahl hier auf schlechte Songs gefallen wäre, und ich wüsste auch nicht, welche das dann sein sollten. Dass „Tainted Love“, einer der meistgecoverten Songs „der Achziger“, selbst ein Gloria Jones-Cover ist, sollte sich mittlerweile bis in die letzte Kirmesdisko herumgesprochen haben. Die anderen Soft Cell-Stücke (u.a. „Memorabilia“, „Bedsitter“, „Say Hello Wave Goodbye“, „Torch“, „Where The Heart Is“), die hier ungefähr die Hälfte der ersten CD bestreiten, verdeutlichen ebenso, wie sehr der Synthiepop seines Duos mit Dave Ball auch von Soul, Disco und dem, was man heute Black Music nennt, beeinflusst war. Auf forsche Art und immer nah am Camp enthalten die Songs schon im Kern all die typischen Almond-Themen um Liebe, Wahn und Magie. Es wird vielleicht immer ein Geheimnis bleiben, wie sehr Ball an der Aura der Songs beteiligt war, ganz sicher war der betont unglamouröse, trockene Synthiefreak mehr als nur ein Techniker, der seinem Kollegen, der Diva mit Stirnband oder im Kaiser Nero-Look, das entsprechende Forum gebaut hat.</p>
<p>Nach einem seiner bekanntesten Duette &#8211; „I Feel Love“ mit Jimmy Summerville – gibt es einen kurzen Abstecher zu Marc and the Mambas, die den Übergang zum Solowerk bestreiten: „Black Heart“ ist einer seiner typischen Songs und repräsentiert erstmals Almonds an Chanson und mediterraner Folklore orientierte Seite, in dem Fall mittels feurigem spanischen Kolorit im simplen Synthiegewandt mit Saxophon und filmreif aufjaulenden Violinen. Mit „Stories of Johnny“, „Melancholy Rose“, „Tears Run Rings“ und „Ruby Red“ folgen einige der eingängigsten seiner melodramatischen Perlen, sein zweitgrößter Hit darf an der Stelle natürlich nicht fehlen: „Something&#8217;s Gotten Hold Of My Heart“ von und mit Gene Pitney, das ein von Vergänglichkeit verdorbenes und dennoch wunderschönes pastorales Märchenland ausbreitet und für viele, die bei Soft Cell noch zu jung waren, den Auftakt einer treuen Fankarriere bot.</p>
<p>Mit „The Desperate Hours“, „My Hand Over My Heart“, „Jacky“ als einziger (und leider der untypischsten) Brel-Interpretation, David McWilliams&#8217; „The Days Of Pearly Spencer“ und einer Live-Version von „What Makes A Man A Man“ wird die Reihe an Hits auf der zweiten Seite erst einmal weitergeführt. Danach folgen Stücke ab Mitte der 90er, als die Spotlights vorübergehend etwas gedämpfter waren, so die Upbeat-Nummer „Adored and Explored“ und das rockige „The Idol“ vom bei Fans und Presse zwiespältig aufgenommenen „Fantastic Star“-Album. „Tragedy (Take A Look And See)“ und „Glorious“ stehen für die Phase, in der er kurzzeitig mit Triphop liebäugelte. Vom „Varieté“-Album ist leider nur der Titelsong vertreten, und überhaupt ist die Zeit unmittelbar nach seinem Comeback, zu der auch die Alben „Stardom Road“, „Orpheus in Exile“ und „Feasting With Panthers“ gehören, schmerzlich unterrepräsentiert.</p>
<p>Das euphorische „The Dancing Marquis“ vom gleichnamigen Longplayer und zwei Songs von „The Velvet Trail“ repräsentieren die unmittelbare Gegenwart, die von einem noch exklusiven Stück, dem frohsinnigen „A Kind Of Love“ gekrönt wird &#8211; sehr Late 70s bietet der Song und das Video dazu ein gelöstes &#8220;Disco meets Flower Power&#8221;-Feeling. Manche stört das überschminkte Auftreten des immer noch wie ein Mann in den Zwanzigern singenden Sängers, und ich musste an die Zeilen aus „Cabaret Clown“ denken: „And what the hell did you do with your face, can&#8217;t you let in the grey and grow old with grace?“ Aber ihm scheint es dabei gut zu gehen, und letztlich: Selbst wenn Almond die Würde mal kurz an der Garderobe abgibt, macht er selbst dies noch mit Stil. Den Schlusspart übernimmt noch einmal „Tainted Love“ als Livetrack mit Jools Holland and the Rhythm &amp; Blues Orchestra im Latenight Revue-Stil.</p>
<p>Wie gesagt, die Sammlung hätte die „transgressive“ und weniger poppige Seite Marc Almonds nicht derart ausklammern müssen, und ein paar der dunklen Chansons und der sleazigen Sea Shanties, die sich in seinem Werk immer wieder finden, hätten auch hier ihren Platz gefunden. Als Hits-Sammlung allerdings funktioniert die Platte, präsentiert gute Songs, und mehr will sie auch nicht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label:<a href="http://www.universalmusic.com/"> Universal</a></strong></p>
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		<title>M.I.A.: AIM</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Sep 2016 06:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[M.I.A.]]></category>
		<category><![CDATA[Matangi Arulpragasam]]></category>
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		<description><![CDATA[M.I.A. ist und bleibt ein zweischneidiges Schwert: Da wäre die revoluzzerhafte Kapitalismuskritik, die sie in ihrem Agit Pop auf weniger subversive als vielmehr durchweg konfrontativ-kritische Art äußert, dass sie schon über die einfachsten Gegebenheiten ihrer Selbstpräsentation stolpern müsste – bei &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/09/24/m-i-a-aim/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/09/miaaim.jpe"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12771" title="miaaim" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/09/miaaim-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>M.I.A. ist und bleibt ein zweischneidiges Schwert: Da wäre die revoluzzerhafte Kapitalismuskritik, die sie in ihrem Agit Pop auf weniger subversive als vielmehr durchweg konfrontativ-kritische Art äußert, dass sie schon über die einfachsten Gegebenheiten ihrer Selbstpräsentation stolpern müsste – bei welchem Label sie veröffentlicht, mit welchen Modefirmen sie zusammenarbeitet, der ganze nach Konsum und Markenglamour riechende Exotismus ihres Auftretens u.s.w. Auf der anderen Seite ihre gerade dort garantierte<span id="more-12770"></span> Reichweite, mit der sie, so onkelhaft das klingt, auch die Kids erreicht, die jenseits der Kulturindustrie nicht viel mitbekommen würden. Man kann diesen Zwiespalt nicht völlig ausklammern, doch es muss auch nicht alles damit stehen und fallen, wenn es um die Beurteilung der Musik und ihrer Inhalte geht.</p>
<p>Ihr neues Album hat Matangi Arulpragasam im Vorfeld als ihr letztes angekündigt, und mit einem Titel wie „AIM“ könnte man es auch als eine Art Testament verstehen – nun, ich denke kaum, dass man in Zukunft nichts mehr von ihr hören wird, und betrachte „AIM“ eher als ein Manifest, und als solches transportiert es eine äußerst positive Message, weist in ihren Texten auf das Schicksal der vielen Geflüchteten in der Welt hin und propagiert zugleich den Optimismus, dass es für diese Menschen stets die Chance auf einen Neuanfang gibt. Auch musikalisch, so hört man in Interviews, wollte sie ein weniger hartes und düsteres Klangbild kreiren. Das mag einem angesichts des (durch World Music-Elemente nur leicht aufgeweichten) Electro Clash ihrer bisherigen Alben und ihrem auch inhaltlich aggressiven Rap-Stil wundern, doch schon der Slogan „uniting people since 2003“ spricht nicht ganz zu unrecht für eine Haltung, bei der das Martialische dem „Mach kaputt, was dich kaputt macht“-Prinzip entspricht und einen idealistischen Grundtenor aufweist.</p>
<p>Zum Glück hält sich die positive Stimmung immer noch sehr in Grenzen und lässt z.B. in „Burbs“, ihrem Abgesang auf alle spießigen Vorortbezirke dieser Welt, Raum für brachiale Stakkato-Rhythmen und enervierende Synthies, in „Go Off“ für coole aggressive Raps über einem Loop aus arabischen Saitenklängen, in „Jump in“ für schrillen kratzigen Noise. Für jemanden, der das vom Image und Bekanntheitsgrad her schon nicht mehr nötig hätte, lässt sie sich immer wieder einiges einfallen. Vom Sound her vielleicht einen Ticken spartanischer ausgefüllt, lassen die Tracks all dies markanter wirken. Dies gilt dann auch für einige witzige Spielereien („Bird Song“ zählt auch zu den etwas brachialeren Nummern, aber den Hintergrund bildet infantiles Gezwitscher, und zwischendrin wird auch noch auf einem Kamm gepfiffen), und leider auch für die etwas glatteren, kitschigen Momente, die einige gute Duette und die entspannteren Stücke etwas herunterziehen.</p>
<p>Die Fans werden „AIM“ lieben – für seine musikalischen Qualitäten und sein didaktisches Kravallengagement, und werden ihr dabei auch verzeihen, dass das alles ganz so mutig auch wieder nicht ist, da ihr die Claqueure ja sicher sind. Vielleicht wird sie sich demnächst ja wirklich einmal neu erfinden. An ein Ende ihrer Karriere glaubt ganz sicher niemand. (J.G.)</p>
<p><strong>Label: Universal</strong></p>
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		<title>Trails of Eyeliner: Monumentale 10-CD-Box von Marc Almond</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/07/22/trails-of-eyeliner-monumentale-10-cd-box-von-marc-almond/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2016 17:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Antony Hegarty]]></category>
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		<description><![CDATA[Von den Musikern, die im Zuge des New Wave zu Stars wurden, zählt Marc Almond sicher zu denen, die ihren Weg am konsequentesten verfolgt haben, und im Zuge der vielen stilistischen Wandlungen konnte er seine persönliche Handschrift immer mehr verfeinern. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/07/22/trails-of-eyeliner-monumentale-10-cd-box-von-marc-almond/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von den Musikern, die im Zuge des New Wave zu Stars wurden, zählt Marc Almond sicher zu denen, die ihren Weg am konsequentesten verfolgt haben, und im Zuge der vielen stilistischen Wandlungen konnte er seine persönliche Handschrift immer mehr verfeinern. Den frischen und leicht melancholisch gefärbten Synthie Pop aus Soft Cell-Tagen hat er nie ganz aufgegeben, auch wenn der von Chanson, Soul, Kabarett und folkigen Klängen geprägte Torch Song, der sich bereits bei seiner zweiten Band Marc &amp; The Mambas abzeichnete, mit der Zeit immer wichtiger werden sollte. Seit jeher ist Almond an musikalischen Dialogen interessiert. Dies äußert sich zum einen in seiner Leidenschaft für Neuinterpratationen von Song, die von bekannten Klassikern von Brel oder Sinatra bis hin zu obskuren Geheimtipps reichen. Zum anderen ist Almond ein ebenso leidenschaftlicher Kollaborateur, in zahlreichen Gastbeiträgen und Duetten kreuzte sich sein Weg auch mit Musikern, die für Leser unserer Seite interessant sind: Psychic TV, Coil, Antony Hegarty, Current 93, Little Annie, Othon, Michael Cashmore, Baby Dee oder das Throbbing Gristle-Nachfolgeprojekt X-TG. Auf der zehn CDs umfassenden Box &#8220;Trails of Eyeliner: Anthology 1979-2016&#8243;, die Ende Oktober bei Universal erscheinen wird, sind neben vielen Singles, Album-Tracks, ausgewählten Raritäten und insgesamt achtzehn bisher unveröffentlichten Songs auch einige dieser Seitenpfade des Sängers vertreten.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/marcalmondtrialsofeyeliner.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-12499" title="marcalmondtrialsofeyeliner" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/marcalmondtrialsofeyeliner.jpg" alt="" width="362" height="370" /></a><span id="more-12498"></span></p>
<p>&#8220;Personally curated and overseen by Marc himself, the 10-CD ‘Trials Of Eyeliner’ box set is both the first and the definitive career overview of one of contemporary music’s best respected, most consistently inventive artists &#8211; from the huge pop success of Soft Cell to the tormented beauty of the Marc And The Mambas projects to a dazzling solo career that’s encompassed smash hits, cutting-edge electronica, torch songs, rock ‘n’ roll and much, much more. The 10-disc set is themed into three sections: the four-disc ‘History’ recounts Marc’s journey via his favourite and best-loved album tracks and B-sides; ‘Singles’ gathers together all of Marc’s official Soft Cell, Mambas and solo singles in (mainly) chronological order for the first time; finally the 3-disc section ‘Gems’ pulls together nuggets and rarities from fan-only releases, one-off collaborations, and soundtracks contributions and includes 18 tracks previously unreleased from Marc’s own collection.Beautifully presented with new artwork the box also comes with a 64-page hardback book packed with photos and featuring Marc in conversation with Alexis Petridis in an all-new career overview.&#8221;</p>
<p><strong>CD 1</strong></p>
<p><strong>History</strong></p>
<ol>
<li>Soft Cell – The Girl With the Patent Leather Face</li>
<li>Marc and the Mambas – Fun City</li>
<li>Marc and the Mambas – Sleaze (Readers Wifes Club Edit)</li>
<li>Soft Cell – Sex Dwarf (original version)</li>
<li>Soft Cell – Youth</li>
<li>Soft Cell – Insecure Me (2002 edit)</li>
<li>Soft Cell – Loving You Hating Me</li>
<li>Soft Cell – Heat</li>
<li>Soft Cell – Meet Murder My Angel</li>
<li>Soft Cell – Surrender to a Stranger</li>
<li>Marc and the Mambas – Untitled</li>
<li>Marc and the Mambas – Big Louise</li>
<li>Marc and the Mambas – Torment</li>
<li>Marc and the Mambas – Catch a Fallen Star</li>
<li>Marc and the Mambas – A Million Manias</li>
<li>Marc Almond – Love Amongst The Ruined</li>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – Joey Demento</li>
</ol>
<p><strong>CD 2</strong></p>
<p><strong>History</strong></p>
<ol>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – Gutter Hearts</li>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – Crime Sublime</li>
<li>Marc Almond – Always</li>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – I Who Never</li>
<li>Marc Almond – Body Unknown</li>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – Saint Judy</li>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – The Hustler</li>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – There Is A Bed</li>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – Mother Fist</li>
<li>Marc Almond – The Devil (OKay) (Le diable (ça va))</li>
<li>Marc Almond – Lost Paradise (Le paradis perdu)</li>
<li>Marc Almond – The Stars We Are</li>
<li>Marc Almond – These My Dreams Are Yours</li>
<li>Marc Almond (featuring Nico) – Your Kisses Burn</li>
<li>Marc Almond- Toreador In The Rain</li>
<li>Marc Almond – The Sea Still Sings</li>
<li>Marc Almond – Meet Me in My Dream</li>
<li>Marc Almond – Champagne<strong> </strong></li>
</ol>
<p><strong>CD 3</strong></p>
<p><strong>History</strong></p>
<ol>
<li>Marc Almond – Vision (live)</li>
<li>Marc Almond – Night And No Morning</li>
<li>Marc Almond – Deadly Serenade</li>
<li>Marc Almond – The Edge Of Heartbreak</li>
<li>Marc Almond – Come In Sweet Assassin</li>
<li>Marc Almond – Lonely Go Go Dancer (Open All Night European version)</li>
<li>Marc Almond – Midnight Soul</li>
<li>Marc Almond -My Love (Dave Ball Remix)</li>
<li>Marc Almond featuring Siouxsie Sioux – Threat of Love (Neal X remix)</li>
<li>Marc Almond – One Big Soul</li>
<li>Soft Cell – Darker Times</li>
<li>Soft Cell – God Shaped Hole</li>
<li>Marc Almond – Under Your Wing</li>
<li>Marc Almond – Tantalise Me</li>
<li>Marc Almond – Lights</li>
<li>Marc Almond – Redeem Me (Beauty Will Redeem The World)</li>
<li>Marc Almond – The London Boys</li>
<li>Marc Almond – Stardom Road</li>
</ol>
<p><strong>CD 4</strong></p>
<p><strong>History</strong></p>
<ol>
<li>Marc Almond – Sleeping Beauty</li>
<li>Marc Almond – The Storks</li>
<li>Marc Almond with Aquarium – Gosudaryunia</li>
<li>Marc Almond featuring the Orchestra Rossiya – Pearly Night</li>
<li>Marc Almond – Friendship</li>
<li>Marc Almond and Michael Cashmore – Feasting With Panthers</li>
<li>Marc Almond and Michael Cashmore – The Man Condemned to Death</li>
<li>Marc Almond – Variety</li>
<li>Marc Almond – Lavender</li>
<li>Marc Almond – Trials Of Eyeliner</li>
<li>Marc Almond – Farewell</li>
<li>John Harle and Marc Almond – Ratcliffe Highway</li>
<li>Marc Almond with Jeremy Reed and Othon – The Green Fairy</li>
<li>Marc Almond and Carl Barat – Love Is Not On Trial</li>
<li>Marc Almond – The Dancing Marquis</li>
<li>Marc Almond – Tasmanian Tiger</li>
<li>Marc Almond featuring Danielz – Death of a Dandy</li>
<li>Marc Almond – Zipped Black Leather Jacket</li>
<li>Marc Almond – Life in My Own Way</li>
</ol>
<p><strong>CD 5</strong></p>
<p><strong>Singles</strong></p>
<ol>
<li>Soft Cell – Memorabilia</li>
<li>Soft Cell – Tainted Love</li>
<li>Soft Cell – Bedsitter</li>
<li>Soft Cell – Say Hello Wave Goodbye</li>
<li>Soft Cell – Torch</li>
<li>Soft Cell – What (mono mix)</li>
<li>Soft Cell – Where The Heart Is</li>
<li>Soft Cell – Numbers</li>
<li>Soft Cell – Soul Inside</li>
<li>Soft Cell – Down In The Subway</li>
<li>Marc and the Mambas – Black Heart</li>
<li>Marc Almond – The Boy Who Came Back</li>
<li>Marc Almond – You Have (full version)</li>
<li>Marc Almond – Tenderness Is A Weakness</li>
<li>Bronski Beat &amp; Marc Almond – I Feel Love (Medley)</li>
<li>Marc Almond – Stories Of Johnny</li>
<li>Marc Almond – The House Is Haunted By The Echo Of Your Last Goodbye</li>
<li>Marc Almond – Love Letter</li>
<li>Marc Almond – Ruby Red</li>
<li>Marc Almond – Melancholy Rose</li>
</ol>
<p><strong>CD 6</strong></p>
<p><strong>Singles</strong></p>
<ol>
<li>Marc Almond – A Woman’s Story</li>
<li>Marc Almond – Tears Run Rings</li>
<li>Marc Almond with Gene Pitney – Something’s Gotten Hold Of My Heart</li>
<li>Marc Almond – Bitter Sweet</li>
<li>Marc Almond – Only The Moment</li>
<li>Marc Almond – A Lover Spurned</li>
<li>Marc Almond – The Desperate Hours</li>
<li>Marc Almond – Waifs and Strays</li>
<li>Marc Almond – What Makes a Man (Live)</li>
<li>Marc Almond – Jacky</li>
<li>Marc Almond – My Hand Over My Heart</li>
<li>Marc Almond – The Days Of Pearly Spencer</li>
<li>Marc Almond – The Idol (Part 1)</li>
<li>Marc Almond – Adored and Explored</li>
<li>Marc Almond – Out There</li>
<li>Marc Almond – Brilliant Creatures</li>
<li>Marc Almond – Child Star</li>
</ol>
<p><strong>CD 7</strong></p>
<p><strong>Singles</strong></p>
<ol>
<li>P J Proby and Marc Almond with My Life Story Orchestra – Yesterday Has Gone</li>
<li>Marc Almond – Black Kiss</li>
<li>Marc Almond – Tragedy (Take a Look and See)</li>
<li>Marc Almond with Mekon – Please Stay</li>
<li>Marc Almond – Glorious (radio edit)</li>
<li>Marc Almond – Gone But Not Forgotten</li>
<li>Rosenstolz with Marc Almond – Total Eclipse</li>
<li>Soft Cell – Monoculture</li>
<li>Soft Cell – The Night</li>
<li>Marc Almond with Sarah Cracknell – I Close My Eyes and Count to Ten</li>
<li>Starcluster with Marc Almond – Smoke and Mirrors (Original Version)</li>
<li>System F featuring Marc Almond -Soul on Soul (radio edit)</li>
<li>King Roc featuring Marc Almond – Prime Evil (Boris Dlugosch mix – edit) 3</li>
<li>T-Total featuring Marc Almond – Baby’s On Fire</li>
<li>Mark Schneider with Marc Almond – Perfect Honey (Temptation)</li>
<li>Marc Almond – Nijinsky Heart</li>
<li>Marc Almond – Burn Bright</li>
<li>Marc Almond – Scar</li>
<li>Marc Almond – Bad To Me</li>
<li>Marc Almond – Demon Lover</li>
</ol>
<p><strong>CD 8</strong></p>
<p><strong>Gems</strong></p>
<ol>
<li>Marc Almond – Oily Black Limousine</li>
<li>Marc Almond – Indigo Blue</li>
<li>The Burmoe Brothers featuring Marc Almond – Skin</li>
<li>Coil with Marc Almond – Dark Age of Love</li>
<li>Marc Almond – Amnesia Nights (demo)</li>
<li>Marc Almond with Mekon – Theatre of Dreams</li>
<li>Marc Almond – Demented, Deluded, Delirious (Mekon Remix)</li>
<li>Mekon featuring Marc Almond – Out of My Soul remix (edit)</li>
<li>Andrei Samsonov and Laska Omnia with Marc Almond – Passion and Pain</li>
<li>Andrei Samsonov and Laska Omnia with Marc Almond – The Guilt of My Secret (Original Version)</li>
<li>Marc Almond – Three Monkey Tango</li>
<li>Marc Almond – The Exhibitionist (original first demo)</li>
<li>Punx Soundcheck featuring Marc Almond – Vanity, Poverty, Revenge</li>
<li>Marc Almond – Fur (Jóhann Jóhannsson mix)</li>
<li>Marc Almond – Dead Eyed Child (remix)</li>
<li>Marc Almond – Black Satin (remix)</li>
<li>Marc Almond – Sequins and Stars</li>
<li>Othon featuring Marc Almond – Last Night I Paid to Close My Eyes</li>
<li>Marc Almond – Beautiful Losers</li>
<li>Marc Almond – City of Nights</li>
</ol>
<p><strong>CD 9 </strong></p>
<p><strong>Gems</strong></p>
<ol>
<li>Marc Almond – Tale of a Tart (Hell)</li>
<li>Marc Almond – Urban Velvet (1997 demo)</li>
<li>Marc Almond – The Beautiful Light of Madness (demo)</li>
<li>Marc Almond – Suburban Opera (1997 demo)</li>
<li>Marc Almond – Life’s a Lonely Drag (But I’m Alive) (demo)</li>
<li>Marc Almond – Bluegate Fields (demo)*</li>
<li>Marc Almond – Someone Like Me (demo)*</li>
<li>Marc Almond – I’m Your Karma (demo)*</li>
<li>Marc Almond featuring Armen Ra –Kill Me or Make Me Beautiful*</li>
<li>Marc Almond – When Bad People Kiss</li>
<li>Marc Almond with Othon – The Tango Song</li>
<li>Marc Almond with the Rossiya Orchestra – The Sun Will Arise</li>
<li>Marc Almond with the Rossiya Orchestra – Tenderness</li>
<li>Marc Almond with Antony Hegarty and the Rossiya Orchestra – River of Sorrow</li>
<li>John Harle with Marc Almond – Angel Eyes</li>
<li>Marc Almond – Keep Back Your Tears</li>
<li>X-TG featuring Marc Almond – The Falconer</li>
<li>Marc Almond with the Gaslight Troubadours – Eros and Eye</li>
<li>Marc Almond with Brian Reitzell – Snake Charmer</li>
</ol>
<p><strong>CD 10</strong></p>
<p><strong>Gems</strong></p>
<ol>
<li>Marc Almond with Jools Holland &amp; his Rhythm &amp; Blues Orchestra – Cry</li>
<li>Marc Almond with Jools Holland &amp; His Rhythm &amp; Blues Orchestra – On My Soul (I Swear)</li>
<li>Marc Almond – Idiot Dancing</li>
<li>Marc Almond – Dark Is My World (Without Love)</li>
<li>Marc Almond – Kiss the Ghost Goodbye</li>
<li>Marc Almond – I Am No One (demo)</li>
<li>Marc Almond and Neal X – Criminal Lover</li>
<li>Marc Almond – The Crimson Diva</li>
<li>Marc Almond – Rhythm and Blues</li>
<li>Marc Almond – Suicide Saloon</li>
<li>Marc Almond – For Only You</li>
<li>Marc Almond – Brewer Street Blues</li>
<li>Marc Almond – Miss Urania</li>
<li>Marc Almond – The Perfumed Garden of Gulliver Smith (Afghan Candles version)</li>
<li>Marc Almond – Eyes (demo)</li>
<li>Marc Almond – Be Still (demo)</li>
<li>Marc Almond – Late Night</li>
<li>Marc Almond – Hurt Me (edit)</li>
<li>Marc Almond – When I Was A Young Man (live)</li>
<li>T. Rextasy with Marc Almond, Tony Visconti and the Dirty Pretty Strings –Teenage Dream (live)</li>
<li>Marc Almond – I Created Me</li>
</ol>
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		<title>ANGEL HAZE: Dirty Gold</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/03/15/angel-haze-dirty-gold/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Mar 2014 07:39:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über Angel Haze&#8217; Debütalbum wurde im Vorfeld bereits so viel Wirbel gemacht, dass es zum Jahresbeginn gerade noch rechtzeitig erschienen ist, bevor die launische Fortuna, die in populärer Musik immer eine gewisse Torschlusspanik rechtfertigt, die Wogen der Aufmerksamkeit schon vorzeitig &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/03/15/angel-haze-dirty-gold/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/angelhazedirtygold.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8338" title="angelhazedirtygold" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/angelhazedirtygold-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Über Angel Haze&#8217; Debütalbum wurde im Vorfeld bereits so viel Wirbel gemacht, dass es zum Jahresbeginn gerade noch rechtzeitig erschienen ist, bevor die launische Fortuna, die in populärer Musik immer eine gewisse Torschlusspanik rechtfertigt, die Wogen der Aufmerksamkeit schon vorzeitig geglättet hätte. In der Warteschleife unterhielt die Klatschpresse mit Szene-Rangeleien, darüber hinaus wurden die biografischen Sujets der Rapperin, die von traumatischen Kindheitserfahrungen im Paralleluniversum einer religiösen Subkultur handeln, auch außerhalb der Texte genüsslich breitgetreten. Nun bräuchte es bei all dem Rummel einen echten Hammer, eine besonders unerhörte Wendung, mit der<span id="more-8337"></span> das Album nach dem langen Vorspann noch einmal richtig überraschen könnte. Doch es wäre eine sehr wohlwollende Auslegung, diese in der geschliffenen Produktion und den poppigen Gesangspassagen zu sehen, die die Schroffheiten der ersten Lebenszeichen ersetzen.</p>
<p>Angel Haze&#8217; Stimme wird gerne als schneidend beschrieben, ihre Raps hier und da mit einem Schnellfeuergewehr verglichen – durchaus zurecht, und auf „Dirty Gold“ hat auch dies noch so manchen großen Moment. Im Kontext der elaborierten Synthies und der nett gesungenen Hookline jedoch offenbart das schon im programmatischen Opener „Sing About Me“ die Handschrift eines Produzententeams, das meist in gefälligen Indie-Bereichen (Coldplay, Arcade Fire) unterwegs ist. „Battle Cry“ mit Gastsängerin Sia und einem Piano a la Westcoast-Pop klingt wie Musik, die ich sonst nur beim Friseur zu hören bekomme. Beiwerk wie dieses weiß die Hauptfigur durchaus in expressive Gesten umzuwandeln, z.B. wenn sie sich in „Rose Tinted Suicide“ von den melodramatrischen Streichern nahezu überwältigen lässt und und dabei die Standfestigkeit ihrer Stimme kunstvoll zerbrechen lässt. Doch was anderswo Indiegitarren verderben, erledigt hier eine Überdosis Retortenchöre. „Deep Sea Diver“ bietet den Höhepunkt an Klangdesign mit rauen, hypnotischen Flächensounds und vertrackten Handclaps, weshalb man die poppigen Gesangspassagen durchaus in Kauf nimmt.</p>
<p>Die aufgeregte, bisweilen wütende Emotionalität in den gerappten Passagen entspricht den Texten mit ihrer nach wie vor brutalen, drastischen Bildlichkeit. Beinahe konstant wird ein eigentlich paradoxes Spannungsverhältnis zwischen Ungeduld und Abgeklärtheit aufrecht erhalten, das den rebellischen Charme altkluger Adoleszenz ausstrahlt und auch vor Stereotypen („haters gonna hate“) nicht halt macht. Stets zeugen ihre Verse, wie schon der Albumtitel andeutet, vom Widersinn des schönen Scheins und der harten, hässlichen Realität, von einer Wildnis, in der die Gesetze eines rüden Sozialdarwinismus regieren, kaschiert durch den Zuckerguss der Doppelmoral. Zum Pessimismus neigt sie dabei keineswegs, mahnt vielmehr zum Wachsein, zum Anvisieren von Zielen, mit Durchhalteparolen, die Gestalten wie Ayn Rand und Dale Carnegie zur Ehre gereicht hätten. Eines Tages bist du stärker als alle, die dich verletzt haben, so die simple Conclusio in „Battle Cry“.</p>
<p>Was all dies vom allgemein kolportierten Lebensgefühl des Hiphop, von dem stets ambivalenten Verhältnis zur Ethik und Bildwelt des Kapitalismus abhebt, ist eine religiöse – und letztlich religionskritische – Note, die sich um so mehr erschließt, wenn man um ihre Kindheit in einer Pfingsgemeinde weiß. Die Sanftmütigen werden die Erde besitzen, doch dies gibt es nur um den Preis von „masses of blood“ &#8211; so heißt es „Black Synagogue“, bevor sie einen Gospel imitiert und persifliert. Sehr autobiografisch in dem Zusammenhang ist „Black Dahlia“, das sich direkt an die eigene Mutter richtet und textliche und musikalische Derbheit vorübergehend verschmilzen lässt. Sakralsamples zur Illustration sorgen wie anderswo orientalische Instrumente dafür, dass das Klangbild nicht eindimensional gerät.</p>
<p>„Dirty Gold“ ist eine solide, virtuose Angelegenheit und ein gutes Stück jugendlich ungestümer Unterhaltungsmusik – vielleicht mag es etwas affektiert wirken, wenn ausgerechnet in einem Webzine mit einem Schwerpunkt auf experimentellere Musik das Glatte, streckenweise nur-Poppige zum Anstoß genommen wird. Doch gerade in der Hinsicht wiesen die frühen Tracks eben in eine andere Richtung, so dass dieser Kritikpunk nicht nur für Zaungäste relevant sein sollte. (U.S.)<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Label: Universal</strong></p>
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		<title>M.I.A.: Matangi</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/11/09/m-i-a-matangi/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Nov 2013 06:27:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[M.I.A. zählt zu den ewig polarisierenden Grenzgängerinnen, und so wie es aussieht, wird sich dieses Image über die Jahre eher noch mehr verfestigen. Die einen feiern sie, vielleicht etwas naiv, als Heldin einer forschen Imperialismuskritik. Andere unterstellen ihr Doppelmoral und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/11/09/m-i-a-matangi/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/MIAMatangi.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7843" title="MIAMatangi" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/MIAMatangi-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>M.I.A. zählt zu den ewig polarisierenden Grenzgängerinnen, und so wie es aussieht, wird sich dieses Image über die Jahre eher noch mehr verfestigen. Die einen feiern sie, vielleicht etwas naiv, als Heldin einer forschen Imperialismuskritik. Andere unterstellen ihr Doppelmoral und einen verkürzten Blick auf ihre Lieblingsthemen, ganz zu schweigen von ihrem Drang zur Selbstinszenierung. Eine dritte Gruppe sieht das alles nicht so eng, findet, dass eine Rapperin keine zweite Naomi Klein sein muss, würdigt die rotzige Riot Grrrl-Sexyness und sogar den eigentlich belanglosen Mittelfinger beim letztjährigen Superbowl, schon alleine, weil er der Hauptfigur Madonna die Show gestohlen hatte. Und<span id="more-7842"></span> einer Kravallgöre, die wegen ein paar provokanter Zeilen ein Visa gestrichen bekommt, verzeiht man auch, dass sie sich schon mal nachträglich für vorlautes Kollegenbashing entschuldigt. Und wurde sie nicht ohnehin längst von Martin Rev geadelt, der mit ihr auf der Bühne „Born Free“ zum Besten gab, für das sie sich zuvor freimütig bei Suicides „Ghost Rider“ bedient hatte?</p>
<p>Die alte Leier ihrer Kritiker findet man nicht ganz unzutreffend, aber auch abgenudelt und obsolet. M.I.A., die frühere Bürgerkriegsflüchtige, die immer noch Lanzen für die Verdammten dieser Erde bricht, obwohl sie selbst längst wie ein Popstar lebt und ihre Musik über große Konzerne vertreiben lässt. M.I.A., die in ihren Texten den totalitären Markt verhöhnt, während die fetten Sounds dazu nach Spektakel und Hightech klingen. Die sich den Arabischen Frühling als Abenteuerurlaub für schöne Rebellinnen vorstellte. Ist alles richtig. Dennoch: Es gibt Kapitalismuskritik, die so schlecht ist, dass gar keine besser wäre. Aber es gibt auch solche, die ihre Defizite hat und trotzdem Spaß macht, weil es auch irgendwie wieder „nur“ Musik ist und man es ja selbst besser machen kann.</p>
<p>Das neue Album stand seit Ewigkeiten in den Startlöchern und hätte schon vor einem Jahr draußen sein können, wenn es nicht zu Meinungsverschiedenheiten mit dem Label gekommen wäre. Der Grund ließ nichts Gutes erwarten: Es sei zu fröhlich, nicht „negativ“ genug, und als man nach der soliden Vorab-Single „Bad Girls“ das dancige „Come Walk With Me“ zu hören bekam, befürchtete man, das Label könnte recht haben. Eine Art Electropunk, aber mit stark gedrosselter bis kaum noch vorhandener Wut und gesanglicher Manierismen, für die man vielleicht zu CocoRosie greift, aber nicht zu M.I.A. Die angekündigten Ethno-Elemente aus der Heimat ihrer Familie – prinzipiell nichts schlechtes – schienen dann auch nicht gerade zu dem zu passen, was man so mit ihr verbindet. Der dritte Blick durchs Schlüsselloch, „Bring the Noise“, stimmte dann versöhnlicher, denn hier reimte sich „rich“ auf „bitch“ und knarrige Electrosounds treffen auf hektische Beats zum Rumboxen. Nun ist „Matangi“ endlich draußen, und da sich der Frohsinn doch noch relativ in Grenzen hält, dürfen alle Fans aufatmen.</p>
<p>„Matangi“ &#8211; benannt nach ihrem Vornamen, sowie nach einer Hindu-Göttin und Schutzpatronin der Künste – ist persönlicher ausgefallen, aber ebenso wie der Sprung zu mehr Freundlichkeit ist auch dies nur eine kleine Akzentverschiebung, denn genau genommen waren alle M.I.A.-Alben Ausdruck ihres Befindens, gespickt mit persönlichen Anekdoten und trotzigen Seitenhieben. Und &#8220;Gesellschaftskritik und Verschwödungstheorien&#8221;, wie jeder schreibt, finden sich auch hier. Ich muss gestehen, dass mich der Sound ihrer schnoddrigen Endlosnörgeleien schon bei &#8220;Karmageddon&#8221; derart in Bann zieht, dass ich die inhaltliche Auseinandersetzung auf später verschoben habe. Eigentlich wäre das Titelstück die optimale Single-Auskopplung gewesen, denn es enthält alle typischen M.I.A.-Muster: verquere Rhythmen quer durch die Regale der urbanen Musik und schrilles Scratchen, alles in geschliffenem Sounddesign, während sie – in der Rolle der gelangweilten Streetfighterin &#8211; stimmlich alles gibt. Ich schätze niemals zuvor wurde ein ganzer Sack Dritte Welt-Länder so cool-indifferent heruntergeleiert.</p>
<p>Wirklich seicht, wenngleich sicher halb ironisch gemeint, präsentiert sich das zusammen mit The Weekend produzierte „Exodus“ (ich bevorzuge die Alternativversion „Sexodus“ am Ende des Albums), dagegen fügen sich die asiatischen Elemente, die oft Intro- oder Schmuckcharakter haben, besser als erwartet ins Gesamtbild ein (besonders gelungen mit „Omm“-Gemurmel in „Warrior“). Auch diesmal („Double Bubble Trouble“) huldigt sie ihrer alten Leidenshaft für rootslastigen Dancehall. Natürlich kann man das alles als kruden Mashup betrachten, nur wer kein Ohr für die vielen roten Fäden in Sound und Performance hat, wird das unzusammenhängend finden.</p>
<p>Gemessen am Trubel und der langen Wartezeit hört man auf „Matangi“ also vergleichsweise Vertrautes, auch der oben genannte Spagat zwischen Kritik und Vermartbarkeit ist der alte, und so wirft ihre Musik auch primär altbekannte Fragen auf. Gelingt es ihr, mit ihrer Masche „das System“ von innen aufzubrechen, oder ist sie längst dabei, von ihm geschluckt zu werden? Die Schnittmenge aus beiden Antworten ist groß, und man kann sich darin lebenslang einnisten und entsprechend polarisieren. Den Berufs-Unken, die jede „regressive Gesellschaftskritik“ auf Ungereimtheiten abscannen um von den eigenen ideologischen Sackgassen abzulenken, wünsche ich weiterhin viel Spaß bei der Erbsenzählerei.</p>
<p><strong>Label: Interscope</strong></p>
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		<title>LANA DEL REY: Born To Die</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 08:25:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lana Del Rey]]></category>
		<category><![CDATA[Universal]]></category>
		<category><![CDATA[Vertigo Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wäre in den letzten Wochen echt gerne einmal jemandem begegnet, der Lana del Rey auf eine etwas sarkastischere Art toll gefunden hätte, so nach dem Motto „ich finde Lana gut, weil das was sie macht eigentlich ziemlich normal und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/01/28/lana-del-rey-born-to-die/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/lana-del-rey-born.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3521" title="lana-del-rey-born" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/lana-del-rey-born-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich wäre in den letzten Wochen echt gerne einmal jemandem begegnet, der Lana del Rey auf eine etwas sarkastischere Art toll gefunden hätte, so nach dem Motto „ich finde Lana gut, weil das was sie macht eigentlich ziemlich normal und vorhersehbar ist, und dass ein derart offensichtliches Image-Konstrukt so reibungslos ankommt, ist auf gewisse Weise schon fast wieder bewundernswert. Wer da noch meint, den endgültigen Tod des guten ehrlichen Pop bejammern zu müssen, der ist einfach ein hoffnungslos konservativer Althippie“. Obwohl ich die konservative Althippiekiste sonst gerne bemühe, hätte ich der Person unumwunden zugestimmt, denn geteiltes Checkertum verbindet bekanntlich. <span id="more-3520"></span>Alle Pasolinis und Penny Rimbauds dieser Welt wären brav in der antimerkantilen Mottenkiste geblieben, und ich wäre für einen Abend lang ein glühender Lana del Rey-Fan geworden.</p>
<p>Und warum auch eigentlich nicht – ihre Musik ist angenehm schön und von einer leichten aber konsequenten Schwermut durchzogen. Nicht dass letztere in der Form erst mit ihr in die Welt gekommen wäre und nicht von anderen schon xmal markanter umgesetzt worden sei, aber ich habe ja nicht vor, mich gleich zu verlieben, und muss auch nicht irgend einen Preis vergeben. Es ist ok, es ist nett und manchmal sogar ein bisschen mehr als das. Einige der Songs haben genug Markanz, um auch ein von allerlei exzentrischer Musik sensibilisiertes (oder abgestumpftes?) Gemüt wie meines zu berühren – das wäre in dem Fall vor allem das etwas ältere „Gramma“, bei dem die Melancholie am wenigsten phlegmatisch eingefärbt ist &#8211; es erschien auf einem früheren Album, das kaum bekannt war und momentan anscheinend auch etwas unter den Tisch fallen soll. Oder das fragile &#8220;Axl Rose Husband&#8221;, bei der ihre Stimme gerade deshalb so beeindruckt, weil sie noch von keinerlei orchestralem Zuckerguss überzogen ist. Und doch sind die Lieder zugleich dezent genug, um unaufdringlich im Hintergrund zu bleiben, wenn man sie als Begleitmusik in einer gepflegten, artsyfartsy-freien und irgendwie eher „normalen“ Bar zu hören bekommt. Ein guter Mittelweg also, der nicht gleich mit Mittelmaß verwechselt werden sollte. Sie ist irgendwie cool uncool und sieht hübsch aus, und ihre Lippen sind nun wirklich das, was mich am wenigsten stören könnte, denn sie zeigen ja das Artifizielle, das doch ohnehin ihr ganzes Image durchzieht, bloß am offenkundigsten und ehrlichsten, so dass es hier ausnahmsweise jeder registriert: „Lana ist wirklich toll, wenn ich sie höre, wird mir ganz schwer ums Herz. Nur ihre Lippen, die sind schon grenzwertig“. Blödsinn! Ihre Ambivalenz reibt sich an Dingen, die irgendwie jedem vertraut sein müssen, der seine Teenagerzeit in den 90ern oder später erlebt hat und so die amerikanische Populärkultur viel allumfassender verinnerlicht hat, als die großen Geschwister in den noch verhältnismäßig europäisch geprägten 80ern. Das Schwanken zwischen Indiepop und konservativer Cheerleader-Attitüde, die Sehnsucht nach Celebrity-Glamour und die Realität der Vorstadt-Tristesse, die ebenfalls von ehrlich bejahten Stereotypen bevölkert ist: das Liebhaberinnen-Syndrom aus dem gleichnamigen Jelinek-Roman in Positive gewendet – ich muss nicht alles wiederholen, was – ähm &#8211; professionellere Kollegen von Die Zeit bis Süddeutsche im mehr oder minder gleichen Wortlaut irgendwo aufgeschnappt haben, um unbemerkt die Geschichte des Lana del Rey-Simulakrums in der Welt des medialen Drumherum weiterzuspinnen. Ein Scheinbild übrigens, das auch Unmengen von kreativen und unkreativen Hipstern zueigen ist, die ich fast ausnahmslos lobe, weil sie so schön unprofessionell und erfolglos sind und weitgehend sich selbst und ihren eigenen Launen überlassen bleiben.</p>
<p>Dass der ironische Metadiskurs dazu, zusammen mit der Beobachtung, dass das ja auch alles ganz liebenswert ist, sich so sehr in Grenzen hält – ich weiß nicht recht, ob ich das interessant oder eher bedauerlich finden soll. Kuckt man sich in diversen Foren und Facebookdiskussionen um, so wird einem jedenfalls ganz schwindelig von den ganzen Begeisterungsstürmen darüber, wie authentisch und emotional und überhaupt zeitlos schön das doch alles sein soll. Man glaubt nicht nur, <em>die</em> Stimme und <em>das</em> Gesicht des angebrochenen Jahrzehnts vor sich zu haben, sondern Zeuge eines noch viel epochaleren Ereignisses zu sein – hier findet Pop zu seiner eigentlichen Bestimmung zurück, zum mal hedonistischen, mal verträumten Lifestyle nach 50er Jahre-Art, ohne alle Sophistication, auch wenn mal Abseitiges (man denke an Lanas Begeisterung für den an seiner Entfremdung zerbrochenen Kurt Cobain) gefahrlos integriert werden darf. Eine Unzahl an Fans, die wie Pilze aus dem Boden schießen und alles schlucken, was das Feuilleton so schreibt, daneben eine eitle Klasse von vereinzelten Kulturpessimisten, aber kaum jemand, der das ganze ein bisschen „tongue in cheek“-mäßig beschmunzelt – die Frage nach dem Warum ist sicher nicht leicht zu beantworten. Dass sich, wie ich mal ganz anmaßend spekuliere, hinter Lana eine wirklich sensible Seele verbirgt, die mit dem Tiefsinn ihrer öffentlichen Persona durchaus konkurrieren kann, mag einen Teil des Faszinosums ausmachen. Natürlich ist der ganze Fake auch irgendwie dreist cool, aber auf der anderen Seite will ich diese ganze Post-Rockabilly-Highschool-Normalität auch einfach öde finden, nicht weil sie keine Berechtigung hätte, sondern einfach aus Neigung und weil ich den Wirbel darum nicht verstehe. Aber vielleicht kann man die Schwermut, mit der das in Szene gesetzt wird, ja doch als eine Art Schwanengesang sehen, der freiwillig oder unfreiwillig viel näher an „Blue Velvet“ oder einigen Fantasien des frühen Stephen King ist, als man vermutet – an Stoffen, die ein ähnliches Setting mitsamt seinem Lebensgefühl auf verschiedene Weise dämonisieren. Aber vielleicht ist die Ambivalenz der Musik und ihrer Stimmung auch einfach ansteckend.</p>
<p>Dieses Wochenende erscheint Lanas offizielles Major-Debüt und enthält neben unveröffentlichten Songs einige ihrer beliebtesten Stücke: „Video Games“, das sämtliche amerikanische Popmythen mit all ihren echten und nach-empfundenen Gefühlen komprimiert &#8211; in knapp fünf Minuten zwischen Harfe, Snaredrum und Zeilen wie „Heaven is a place on earth where you/tell me all the things you wanna do“. Die große Geste des Haltsuchens im Angsicht der Vergänglichkeit beim Titelsong „Born to die“. „Blue Jeans“ mit seiner an Chris Isaak erinnernden Schmachtmelodie, zu der das emotional Große im Gewöhnlichen vielleicht am treffendsten besungen wird.</p>
<p>Für Augenblicke scheint es, als wären all die vielen Paradigmenwechsel in fünf Jahrzehnten Jugendkultur nur die Irrwege des verlorenen Sohnes Pop gewesen, und die eigentliche, viel kontinuierlichere Linie dagegen reicht direkt von irgendeinem Highschool-Abschlussball 1959 bis zur ebenfalls austauschbaren, doch glamourösen Hotelbarbühne, auf der Lana ihr Lampenfieber in ein stilvolles Filmzitat verwandelt. Sollte sie mit all dem die Geschichte des Pop herausfordern, so kann dies nur gesund sein. (U.S.)</p>
<p><strong>Label:</strong> <strong>Vertigo Berlin/Universal</strong></p>
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		<title>CALEXICO: Selections from Road Atlas 1998-2011</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 08:10:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man könnte Calexico auf den ersten Blick einen gewissen Regionalismus nachsagen. Sie benannten sich nach einer Stadt im Südwesten der USA und spielen eine Musik, die in dieser Gegend verwurzelt ist. Natürlich ist eine solche Beschreibung nicht nur oberflächlich, sie &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/11/26/calexico-selections-from-road-atlas-1998-2011/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/11/calexicocompilation.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3223" title="calexicocompilation" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/11/calexicocompilation-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man könnte Calexico auf den ersten Blick einen gewissen Regionalismus nachsagen. Sie benannten sich nach einer Stadt im Südwesten der USA und spielen eine Musik, die in dieser Gegend verwurzelt ist. Natürlich ist eine solche Beschreibung nicht nur oberflächlich, sie setzt auch einen einseitigen Schwerpunkt. Wie der Name schon andeutet, liegt die Gegend um Calexico (sowie ihr mexikanischen Pendent Mexicali) an der Grenze zweier Kulturen, die sich als gravierend unterschiedlich definieren – einer Region, die von einer Dynamik von hoher politischer Brisanz durchzogen ist, die in den Texten der Band auch wiederholt zur Sprache kommt. <span id="more-3174"></span>Auch die Musik der Gruppe, die 1997 von Joey Burns und John Convertino nach ihrem Ausstieg bei Giant Sand gegründet wurde, spiegelt diese regionale Diversität, vereint Elemente aus hispanischen und angloamerikanischen Stilrichtungen, die meist in den jeweiligen Folktraditionen stehen.</p>
<p>Auch die Tatsache, dass Calexico einen starken Bezug zum Reisen haben, spricht gegen die Vorstellung einer regional verwurzelten Combo. Freilich sind sie nicht die einzige Americana-Band, die gerne tourt, doch bei ihnen hat das Konzertegebeben einen besonderen Stellenwert – einen so zentralen, dass es zur Tradition wurde, für jede der größeren Tourneen, die die Gruppe bislang auf alle Kontinente außer Afrika und die Antarktis brachte, ein exklusives Album zusammen zu stellen, das es dann nur am Merchandise-Stand zu kaufen gab. Bei den exklusiven Songs handelte es sich meist um etwas rauere Aufnahmen, vielleicht zum Teil auch einfach um Outtakes aus vorangegangenen Sessions, aber gerade dies hatte seinen Reiz und konnte auch diejenigen Fans versöhnlich stimmen, denen allzu brave Werke wie „Garden Ruin“ weniger zusagten. Für Liebhaber und Sammler werden diese Alben gerade in einer aufwendig gestalteten 12LP-Box wiederveröffentlicht, limitiert auf elfhundert Einheiten mit dem Versprechen, sie niemals auf CD heraus zu bringen. Für die No Die Hard-Fraktion gibt es jedoch die hier vorliegende Alternative, die man keinesfalls als Trostpreis abtun sollte.</p>
<p>Wollte man das stilistische Panorama der Compilation an drei Eckpunkten festmachen, dann würde man auch gleich die musikalischen Schwerpunkte von Calexico generell benennen: Ein Großteil der Aufnahmen ist akustischer Natur und entstammt der typisch amerikanischen Songtradition, und es hängt vom jeweiligen Stück ab, ob eher das folkige Element oder ein etwas poppiger Singer Songwriter-Stil im Vordergrund steht. Eine andere Gruppe bilden instrumentale Texmex-Stücke unterschiedlicher Länge, die mit Hammondorgel und diversen Saiteninstrumenten hervorragend für Filmscores geeignet wären. Eine dritte, kleinere Kategorie spielt mit Rockansätzen. Bei den Folksongs herrscht meist eine relaxte und zugleich nachdenklich Stimmung vor. Bei „Half a Smidge“ schwingt bei all dem eine Coolness mit, wie sie nur auf den staubigen Hauptstraßen halbverfallener Geisterstädte geboren wird. Während „Ghostwriter“ fast schon ein wenig zu schön ausgefallen ist, bietet das traditionelle Kinderlied „All The Pretty Horses“ (bekannter mit dem Zusatz „little“) die vielleicht intensivsten Momente der Compilation – allein dieses Stück macht die CD für African Paper interessant, und viele wissen vielleicht nicht einmal, dass ein gewisser John Contreras in den 90ern noch als zweiter Gitarrist mit im Boot war, bevor er zum Cellisten einer britischen Band wurde, die ebenfalls eine bekannte Version des Songs spielte. Die Calexico-Version erschien damals bereits (passenderweise) auf einem Benefiz-Sampler für ein Kinderhilfswerk.</p>
<p>Die Instrumentalstücke zeigen die Band von ihrer klassischen und typischen Art – sie transportieren eine vitale Verwegenheit, die dem Flair bekannter Filme von Rodriguez und Tarantino nahe kommt. Die Midtempo-Nummer &#8220;Waitomo&#8221; ist mit ihrer aufwühlenden Surfgitarre ein hybrides Monster aus dem Lebensgefühl von California und Baja California, man wartet vergeblich auf Gesang, aber der Song ist auch so die reinste Feier fatalistischer Lebensfreude. Ähnliches lässt sich zu dem doch recht kurzen &#8220;Entrenado a los Tigros&#8221; sagen, das wie geschaffen scheint für eine kleine Lapdance-Einlage. Beim düsterfolkigen &#8220;Glowing Heart of the World&#8221; trifft Townes van Zandt auf Lee Marvin, doch das Wort überlassen die beiden dem stimmungsvollen Marimbaphon, bis der Song losgalloppiert und in fast so etwas wie Morricone-Pathos seinen Abschluss findet. Das schlägt die Brücke zu rockigen Stücken wie „Inch by Inch&#8221; und vor allem &#8220;Lost in Space&#8221;, sowie zu der etwas aus dem Rahmen fallenden Easy Listening-Nummer &#8220;Crystal Frontier&#8221;.</p>
<p>Auch wenn manche Songs ein bisschen fragmentarisch wirken, hat mich die Sammlung ausgezeichnet unterhalten und sogar dazu gebracht, mal wieder alte Scheiben wie &#8220;The Black Light&#8221; aus dem Regal zu ziehen. Wer auf den Geschmack kommt und gerade ein dickes Portemonnaie hat, der kann am 9. Dezember dann richtig zugreifen und gleich die ganze Box bestellen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.cityslang.com/">City Slang</a></strong></p>
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