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	<title>African Paper &#187; Vault of Blossomed Ropes</title>
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		<title>VAULT OF BLOSSOMED ROPES: Etidorhpa</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2021 06:08:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vault of Blossomed Ropes zählen mit Lüüp und den Black Lesbian Fishermen zu den großen Gemeinschaftsprojekten im musikalischen Underground des Großraums Athen. Was die vier Beteiligten &#8211; Anna Linardou, Nikos Fokas, Stelios Romaliadis, Giorgos Varoutas &#8211; auf ihrem neuen Album &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/11/13/vault-of-blossomed-ropes-etidorhpa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/etidorhpa.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-27618" title="etidorhpa" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/etidorhpa-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vault of Blossomed Ropes zählen mit Lüüp und den Black Lesbian Fishermen zu den großen Gemeinschaftsprojekten im musikalischen Underground des Großraums Athen. Was die vier Beteiligten &#8211; Anna Linardou, Nikos Fokas, Stelios Romaliadis, Giorgos Varoutas &#8211; auf ihrem neuen Album &#8220;Etidorhpa&#8221; mit relativ wenigen Instrumenten auf die Beine bringen, muss sich in Sachen Opulenz und Abwechslung keineswegs hinter den Erzeugnissen üppigerer Gruppen verstecken.<span id="more-27615"></span></p>
<p>Das etwas zungenbrecherisch betitelte Album startet noch recht zaghaft wie eine getragene Ambientplatte, in deren Texturen sanfter, aber keineswegs süßlicher Frauengesang verwoben ist. Gefahr ist im Verzug, wenn ein Hubschrauber durch die von zirpenden Zikaden erfüllte Nacht kreist, und kurz darauf legt sich eine doomige Schwere über den primär aus Samples kunstvoll zusammenmontierten Schauplatz.</p>
<p>Ein mystisch okkulter Grundtenor offenbart sich selbst dann, wenn man sich der Musik ohne weitere Hintergrundinformationen nähert. Nicht nur, wenn Linardou vor elektroakustischer Soundkulisse auf englisch aus einem &#8220;alchemistischen Brief&#8221; vorliest, denn auch das Soundgemenge, bei dem kurz darauf Bläser, Stimme und gesampelte Sounds zu einem &#8220;elektrifizierten Wald&#8221; oder zumindest einer unentwirrbar wirkenden Einheit verschmelzen, haftet der Eindruck von etwas Magischem an. Nicht nur bei dem Gesang, der in &#8220;The Cry From A Distance&#8221; an ein tibetisches Ritual erinnert und kurz darauf in atemloses Hecheln übergeht, bleibt dieser Eindruck bestehen, denn auch die schlicht-schönen Gitarrenparts, die sich in &#8220;Motion of Matter&#8221; aus einer knackenden und rauschenden Klangwelt herauswinden, haben die alchemistische Aura einer sich stets transformierenden Welt. Ein ähnlicher Eindruck entsteht wenig später, wenn sich Annas Stimme schnell und hastig aus einer steinernen Gerölllandschaft herauswindet, und den Rest der Klänge verzaubert – Die Musik auf &#8220;Etidorhpa&#8221; ist eine Musik des Vermengens, Legierens, Hereinbrechens und Herauskristallisierens.</p>
<p>Dass das Quartett die Hörer in eine unterirdische Parallelwelt entführt, ist keine bloße Floskel, denn der Titel, der – für alle, denen es ähnlich dem Rezensenten nicht unmittelbar aufgefallen ist – rückwärts buchstabiert Aphrodite bedeutet, ist einem mystischen Science-Fiction-Roman des amerikanischen Apothekers und Autors John Uri Lloyd aus dem Jahr 1895 entlehnt. In diesem wird die Geschichte der Entführung eines etwas farblosen, ebenfalls pharmazeutisch tätigen Mannes in eine Höhle im ländlichen Kentucky erzählt, von wo aus er ins Innere der Erde weiterreist. Dort werden ihm von Mitgleidern einer Geheimgesellschaft nach und nach alchemistische Geheimnisse offenbart, deren Ziel die Überwindung der Materialität ist &#8211; ein Aspekt, der im schwebenden Sound des abschließenden &#8220;The End of Earth&#8221; gekonnt umgesetzt wird. Wie Vault of Blossomed Ropes zu diesem Thema stehen, ob sie ein rein &#8220;kulturelles&#8221; oder ein ernsthaft esoterisches Interesse an dem Stoff haben, bleibt offen, und entsprechend wird den Rezipienten hier auch einiges gezeigt und zugleich wenig gepredigt.</p>
<p>Doch auch ohne diesen Überbau hat man es auf &#8220;Etidorhpa&#8221; mit einem ausgesprochen spannenden und in vielen Passagen emotional berührenden Klangkunstalbum zu tun, und müsste ich einzelne Tracks hervorheben, dann wären es vermutlich gerade die wehmütigen Stücke, in denen Romaliadis&#8217; Flötenspiel eine wesentliche Rolle spielt &#8211; der summende, orientalisierende Ambient des Titelstücks, die von den Flöten halb zugedeckte Geröllhalde in &#8220;Looking Backward&#8221; und v.a. &#8220;Vitalized Darkness&#8221;: Hier weckt die mit viel Atemluft gespielte Flöte eine asiatische Assoziation, doch wenn in den folgenden Abschnitten düsteres Rauschen und vermengte Gitarren die Führung übernehmen, tritt Annas Atem ganz an den vorderen Bühnenrand und steigert sich ein weiteres mal in einen geradezu apokalyptischen Sturm.</p>
<p>&#8220;Etidorhpa&#8221; ist Vassilios Filippakopoulos gewidmet, dem vor einigen Monaten verstorbenen Betreiber des Athener Underflow-Labels, bei dem es zu seinen Lebzeiten vielleicht herausgekommen wäre. Dass das (sub-)kulturelle Leben in der Gegend auf dem von Leuten wie Filippakopoulos geschaffenen Fundament weiter gedeiht &#8211; auch dafür ist dieses Album ein großartiger Beleg. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Tadoma</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2560228459/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Stimmen aus Heterotopia. Interview mit Anna Linardou</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/12/07/stimmen-aus-heterotopia-interview-mit-anna-linardou/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Dec 2019 05:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lüüp]]></category>
		<category><![CDATA[Underflow Records]]></category>
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		<description><![CDATA[Anna Linardou veröffentlichte vor einigen Monaten ihr erstes Soloalbum, das ganz im Zeichen der Heterotopie, des &#8220;anderen Ortes&#8221; steht &#8211; eines weiträumigen Bereichs alternativer Möglichkeiten, der oft im Rahmen kindlicher Fantasien erkundet wird und der doch weit mehr ist als &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/12/07/stimmen-aus-heterotopia-interview-mit-anna-linardou/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/annalinardoubyconstantinoslepouris.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19619" title="annalinardoubyconstantinoslepouris" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/annalinardoubyconstantinoslepouris-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Anna Linardou veröffentlichte vor einigen Monaten ihr erstes Soloalbum, das ganz im Zeichen der Heterotopie, des &#8220;anderen Ortes&#8221; steht &#8211; eines weiträumigen Bereichs alternativer Möglichkeiten, der oft im Rahmen kindlicher Fantasien erkundet wird und der doch weit mehr ist als ein irrationales Refugium. Das recht umfangreiche Repertoire der Sängerin und Stimm-Performerin reicht von kreativen Vokalexperimenten bis zu populären griechischen Kunstliedern, vielen<span id="more-19526"></span> unserer Leser ist sie sicher erstmals als Teil eines Biotops im Großraum Athen aufgefallen, zu dem Gruppen wie Lüüp, Vault of Blossomed Ropes oder die Black Lesbian Fishermen zählen, einer Szene, in der keine Genregesetze gelten und zwischen traditioneller Musik, Rock und Avantgarde alles möglich scheint. Da überrascht es kaum, dass ihr Album wie ein Raum anmutet, in dem verschiedenste Stimmen aus unterschiedlichen Sprachen, Epochen und Weltregionen zusammenkommen und miteinander in den Dialog treten. Über all dies und ihre vielfältigen Hintergründe sprachen wir im folgenden Interview.</strong></p>
<p><a title="Voices From Heterotopia. An Interview with Anna Linardou" href="http://africanpaper.com/2019/12/07/voices-from-heterotopia-an-interview-with-anna-linardou/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p><em><strong>Du hast klassischen und modernen Gesang studiert, und ich schätze, dass deine Leidenschaft für&#8217;s Singen schon viel früher da war. Was war es, das dein Interesse an der menschlichen Stimme als Ausdrucksmittel weckte?</strong></em></p>
<p>Ich war schon immer beeindruckt von der Vielseitigkeit der menschlichen Stimme. Seit meiner Kindheit wollte ich verstehen, was die Stimmen verschiedener Gesangsstile so unglaublich unterschiedlich klingen lässt. Zunächt hatte ich versucht, den technischen Aspekt des Problems zu verstehen. Dann begann ich zu erkennen und zu beobachten, wie kulturelle Konzepte, religiöse Überzeugungen und persönliche Erfahrungen, Ideologie im Allgemeinen, den Stimmapparat beeinflussen und damit seinen Klang definieren. Das Interessanteste an der menschlichen Stimme ist also dieser verborgene &#8220;Text&#8221;, der in seine Klangfarben eingeprägt ist. Die Melodie und die Texte, denke ich, sind dem Kontext untergeordnet, der sich selbst offenbart.</p>
<p><em><strong>Du hast einige Jahre mit verschiedenen Musikern zusammengearbeitet, bevor du dein erstes Solowerk aufgenommen hast. Wie ist die Idee dazu entstanden?</strong></em></p>
<p>Ich begann als professionelle Sängerin zu arbeiten, als ich noch ziemlich jung war, einfach getrieben von meiner Liebe zum Singen, ohne konkrete Karriereziele und sicherlich lange bevor ich eine klare künstlerische Vision hatte. Die Vision begann sich erst nach einiger künstlerischer Erfahrung und Lebenserfahrung zu formen. Die Idee zu dem Soloalbum keimte vor etwa 4 Jahren, als ich das Gefühl hatte, dass ich etwas Solides zu sagen und zu teilen habe.</p>
<p><em><strong>Sind einige der Stücke auf dem Album schon etwas älter?</strong></em></p>
<p>Abgesehen von &#8220;Heterotopia&#8221;, einem neuen Stück, sind alle anderen Songs gewissermaßen Studienobjekte aus den vergangenen Jahren. Einige von ihnen, wie &#8220;Ahmedo&#8221;, habe ich live mit verschiedenen Musikern und Orchestrierungen gespielt. Das Album ist aber der erste Versuch, sie so zu arrangieren und aufzunehmen, wie ich sie in meinem Kopf höre.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=688810108/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Du sagtest einmal, dass sich der Titel &#8220;Heterotopia&#8221; stark auf eigene Fantasien aus der Kindheit bezieht. Würdest du sagen, dass diese Fantasien auch ein Ausgangspunkt für deine kreative Arbeit waren?</strong></em></p>
<p>Die kreative Arbeit ist sicher die Fortsetzung des kindlichen Spiels. Wie alle meine Musikaktivitäten&#8230;</p>
<p><em><strong>Wie viele &#8220;fantastische&#8221; Werke und trotz seines Titels scheint das Album eng mit der realen Welt verbunden zu sein. Glaubst du, dass ein Ort wie die Heterotopie in uns und in unserem täglichen Leben ist, und dass es von uns abhängt, ihn wahrzunehmen?</strong></em></p>
<p>Nein, es ist nicht etwas, das bereits existiert und darauf wartet, wahrgenommen zu werden. Es ist ein Ort innerhalb und um uns, der durch Entscheidung geschaffen und bewahrt wird. Es erfordert Lebensanstrengungen, um unsere persönliche und kollektive Vergangenheit zu verstehen und in unser Bewusstsein zu integrieren, damit wir bewusst, kritisch und verantwortungsvoll den gegebenen Normen gegenüberstehen und entscheiden können, ob wir sie bewahren, verwerfen, überarbeiten oder entwickeln. Für mich ist die Heterotopie ein Ziel.</p>
<p><em><strong>Die Songs auf dem Album kommen von verschiedenen Orten, Zeiten und Sprachtraditionen, aber deine Interpretation verbindet sie miteinander. Warum hast du dich gerade für diese Stücke entschieden?</strong></em></p>
<p>Ich hatte sie ausgewählt, weil sie für verschiedene Gesangsstile repräsentativ sind, die für mich Einflüsse waren. Das Album ist sowohl ein Lebenslauf meiner Gesangsreise in den vergangenen Jahren als auch eine Aufnahme des Ortes, an dem ich jetzt musikalisch stehe.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/CL_1277.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-19620" title="_CL_1277" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/CL_1277-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" /></a>Haben sie ein starkes verbindendes Element, oder hast du es ihnen erst durch deine Versionen gegeben?</strong></em></p>
<p>Was sie vielleicht gemeinsam haben, ist, dass ihre Texte, obwohl sie aus verschiedenen kulturellen Kontexten stammen, sich auf Dinge beziehen, die mir nicht fremd sind. Mein Erfahrungsbezug zu dem, was ich singe, ist mir sehr wichtig.</p>
<p><strong><em>Deine</em></strong><em><strong> Interpretationen sind manchmal ziemlich unabhängig von den Ursprüngen der Songs, aber trotzdem scheint es, dass du sie mit Respekt behandelst. Ich denke, diese Kombination aus kreativer Freiheit und Wertschätzung ist wichtig, wenn man Lieder aus älteren Quellen wiederbelebt&#8230;</strong></em></p>
<p>Meine Absicht war nicht, alte Lieder zu &#8220;revitalisieren&#8221;. Ich teile nicht die Ansicht, dass alte oder Volksmusik &#8220;Modernisierung&#8221; braucht, um heute für das Publikum attraktiver zu werden. Ich stehe auch weit weg von der &#8220;Mix and Match&#8221;-Logik. Abgesehen von den einzelnen Elementen, die sich auf eine bestimmte Epoche, Geographie und Lebensstil beziehen, gibt es einen Kern in Liedern, der stark und direkt mit etwas Kollektivem, Universellem und Zeitlosem verbunden ist. Das ist es, was mich interessiert. Elektronik, Sampling sowie das Mischen von Gesangsstilen waren also kein Versuch, trendy zu klingen. Eher waren es Werkzeuge, um die Songs aus ihrem spezifischen Hintergrund zu extrahieren und Atmosphären zu schaffen, die das, was ich fühle, als ihren Kern voranbringen.</p>
<p><em><strong>Viele der Stücke erscheinen &#8220;derangierter&#8221; als in anderen bekannten Versionen. Wenn du das auch so siehst, warum hast du dich für diesen experimentierfreudigeren Ansatz entschieden?</strong></em></p>
<p>Es ist der Kontext der Songs selbst. &#8220;Yalla Tnam Rima&#8221; ist wahrscheinlich das repräsentativste Beispiel. Es ist ein Schlaflied für ein Mädchen namens Rima. Eine beruhigende Stimme singt ihr dieses Lied, zusammen mit einigen spielzeugartigen Klavierfragmenten. Als Rima beginnt, die Grenzen des Schlafes zu überqueren, wird das Klavier und die Klänge der Umgebung verändert und mit den Klängen ihrer verträumten Abenteuer vermischt, für die das Lied letztlich steht. Es ist ist ein beschützender Begleiter in die unberechenbare Welt des Unbewussten. Ein weiteres Beispiel ist &#8220;Little Sparrow&#8221;, wo ich irgendwann rhythmischen Kehlkopfgesang verwende, der sich allmählich intensiviert und verdoppelt, als ob zwei wilde Tiere versuchen, sich gegenseitig zu verschlingen. Es steht in einem starken Gegensatz zu der lyrischen, sanften, mädchenhaften Version von Jean Ritchie, die keine andere Wahl hatte, als lyrisch, sanft und mädchenhaft zu singen, das war ihr kultureller Auftrag. Aber ist dieser wilde, gefährliche und verschlingende Kampf nicht das, worüber sie eigentlich singt?</p>
<p><em><strong>Jede Kultur ist in gewisser Weise ein &#8220;Schmelztiegel&#8221; von Einflüssen, aber für Griechenland mit seiner alten Geschichte und seiner maritimen Lage an der Grenze zwischen Ost und West eignet sich der Begriff besonders. Würdest du sagen, dass &#8220;Heterotopia&#8221; mit seiner Vielfalt an Einflüssen auch ein typisch griechisches Album ist?</strong></em></p>
<p>Wenn ich keine Griechin wäre, wäre es eher unwahrscheinlich, dass ich diese spezifische Kombination von Einflüssen hätte. Ob ich typisch griechisch bin oder ob &#8220;Heterotopia&#8221; ein typisch griechisches Album ist, ist fraglich. Es hängt davon ab, wie man &#8220;Griechisch&#8221; definiert. Meine Meinung zu diesem Thema ist sicher nicht typisch für Griechen <img src='https://africanpaper.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><iframe src="https://player.vimeo.com/video/373601303" frameborder="0" width="640" height="360"></iframe></p>
<p><a href="https://vimeo.com/373601303">Anna Linardou &amp; Giorgos Varoutas &#8211; Yalla Tnam Rima</a> from <a href="https://vimeo.com/user85641796">Anna Linardou</a> on <a href="https://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><em><strong>Ich hatte mich gefragt, ob dein griechisches Publikum wohl eher die vertrauten oder eher die exotischen Aspekte des Albums sieht.</strong></em></p>
<p>Ich denke, dass sie beides sehen. Einer meiner Lieblingskommentare war: &#8220;Ich hatte das Gefühl, einen vertrauten Ort besucht zu haben, an dem ich noch nie zuvor war&#8221;.</p>
<p><em><strong>Was kannst du uns über die anderen Musiker sagen, die daran beteiligt sind?</strong></em></p>
<p>Die meisten Mitwirkenden bei &#8220;Heterotopia&#8221; spielen auch eine große Rolle in der Heterotopie meines Alltags. Der wichtigste Beitragende ist Giorgos Varoutas. Sein Händchen für Sampling und Mixing, sein Sinn für Ästhetik, seine künstlerische Tiefe zusammen mit dem gegenseitigen, mühelosen, tiefen Verständnis, das in den vielen Jahren, in denen wir zusammenarbeiten, entwickelt wurde, machen ihn zu einem unersetzlichen Kollaborateur. Dazu kommen Stelios Romaliadis mit seiner Flöte und Nikos Fokas mit seiner modularen Elektronik, Gefährten aus Vault of Blossomed Ropes. Nikos und Stelios haben zu dem Album nicht nur mit ihren Aufnahmen beigetragen, sondern auch mit ihrem beständigen Einfluss und ihrer Inspiration in den letzten 7 Jahren, in denen wir zusammen spielen. Außerdem Sophia Efkleidou, eine Bandkollegin aus Lüüp, eine ganz besondere Cellospielerin mit einem außergewöhnlichen Repertoire, das sich von Bach bis zur klassischen osmanischen Musik erstreckt. Nicht zuletzt Foad Ahmadvand, ein erstaunlicher iranischer Santur-Spieler. Ein guter Freund stellte ihn mir vor, während Foad in Athen in einem Erasmus-Programm war.</p>
<p><em><strong>Neben deiner Tätigkeit in Avantgarde-Gruppen wie Lüüp oder Vault of Blossomed Ropes hast du auch populäre griechische Songs gespielt (z.B. Stücke von Mikis Theodorakis). Spielst du diese Sachen nach wie vor, oder ist das ein geschlossenes Kapitel aus der Vergangenheit?</strong></em></p>
<p>Es ist mehr als vier Jahre her, dass ich dieses Repertoire das letzte Mal gesungen habe. Ich spürte ein großes Bedürfnis, mich mehr auf meine eigene Musik zu konzentrieren und auch zu meinen systematischeren Gesangsstudien zurückzukehren. Ich fühle mich immer noch mit diesem Repertoire verbunden, da es sehr stark mit der modernen Geschichte meines Landes und auch mit den sozialen und politischen Kämpfen der griechischen Linken zu tun hat. Doch obwohl ich mich der Erinnerung verpflichtet fühle, will ich auch aktiv handeln. Deshalb habe ich nicht vor, dieses Repertoire erneut aufzuführen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/CL_1071.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-19621" title="_CL_1071" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/CL_1071-819x1024.jpg" alt="" width="584" height="730" /></a></p>
<p><em><strong>Ist dies ein eigener, von deinen experimentellen Projekten getrennter Bereich, oder gäbe es auch einen Weg, beides zusammenzubringen?</strong></em></p>
<p>Diese Songs werden in Griechenland als &#8220;populäre Kunstlieder&#8221; bezeichnet und gelten als eine von Populärmusik unterschiedene Kategorie. Es waren hybride Songs (griechische Poesie von hoher Qualität kombiniert mit populären Musikformen, die aus der urbanen Rembetiko-Musik stammen), die erfolgreich versuchten, die moderne griechische Kultur nach dem Zweiten Weltkrieg neu zu definieren. Ihre Bezüge, ihre Wurzeln sowie die Intention ihrer Komponisten und Dichter sind sehr klar. Wer mit diesen Liedern arbeitet, muss diese Absicht verstehen und respektieren. Experimentelle Musik ist ein anderes Universum.</p>
<p><em><strong>Ist Ihre Gruppe Liminal Vanguard noch aktiv und gibt es Pläne für künftige Aufnahmen?</strong></em></p>
<p>Liminal Vanguard ist schon seit einiger Zeit auf Eis gelegt, weil wir alle in anderen Projekten parallel arbeiten. Es gibt einiges an aufgenommenem Material, aber noch nicht genug für ein Album. Eigentlich sind wir nicht sicher, ob wir ein Album aufnehmen wollen. Wir bleiben als Kollektiv bestehen, wir spielen zusammen und alles weitere wird sich zeigen.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=654020013/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Wird es irgendwann so etwas wie einen zweiten Teil zu &#8220;Heterotopia&#8221; geben, oder gehen deine Pläne in eine andere Richtung?</strong></em></p>
<p>Im Dezember erscheint eine neue Doppel-CD auf Underflow Records. Es ist ein kollaboratives Album der freien Improvisation, eine Zusammenarbeit zwischen dem japanischen Shó-Spieler Ko Ishikawa, Harris Lambrakis &#8211; ein griechischer Meister des aus dem Nahen Osten stammenden Ney, Nikos Sidirokastritis – einer der interessantesten Schlagzeuger in Griechenland, Giorgos Varoutas &#8211; ich habe schon über ihn und mich gesprochen. Die Aufnahme wurde im Januar letzten Jahres in Athen gemacht, und wir sind alle sehr enthusiastisch, was ihre Veröffentlichung angeht. Der Titel des Albums ist &#8220;The Depths Above&#8221;.</p>
<p>Interview: U.S. / A. Kaudaht &#8211; Übersetzung: U.S.</p>
<p>Fotos © Constantinos Lepouris</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/anlinardou"><strong>Anna Linardou @ Facebook</strong></a></p>
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		<title>Voices From Heterotopia. An Interview with Anna Linardou</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Dec 2019 05:46:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Anna Linardou recently released her first solo album, which is all about heterotopia, the &#8220;other place&#8221; &#8211; a wide range of alternative possibilities that is often explored in the context of child fantasies and which is still far more than &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/12/07/voices-from-heterotopia-an-interview-with-anna-linardou/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/annalinardoubyconstantinoslepouris1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19625" title="annalinardoubyconstantinoslepouris" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/annalinardoubyconstantinoslepouris1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Anna Linardou recently released her <a href="http://africanpaper.com/2019/07/20/anna-linardou-heterotopia-2/">first solo album</a>, which is all about heterotopia, the &#8220;other place&#8221; &#8211; a wide range of alternative possibilities that is often explored in the context of child fantasies and which is still far more than an irrational refuge. The singer and vocal performer&#8217;s extensive repertoire ranges from creative vocal experiments to popular art songs from Greece, and many of our readers have noticed her for the first time as part of a biotope in the greater Athens area, which includes <span id="more-19524"></span>groups such as Lüüp, Vault of Blossomed Ropes or the Black Lesbian Fishermen, a scene in which no genre laws apply and everything seems possible between traditional music, rock, psychedelia and avant-garde. Thus it&#8217;s hardly surprising that her album looks like a space in which different voices from different languages, epochs and regions of the world come together and enter into dialogue with each other. We talked about all this and her diverse backgrounds in the following interview.</strong></p>
<p><em><strong>It&#8217;s known that you studied classical and modern singing, and I guess you loved and practised singing before. What was it that draw your interest to the human voice as a means of expression?</strong></em></p>
<p>I was always impressed by the versatility of the human voice. Since my childhood I wanted to understand what makes the singing voices of various vocal styles sound so incredibly different. Firstly, I tried to understand the technical aspect of the issue. Then, I started realizing and observing how cultural concepts, religious beliefs and personal experiences, ideology in general, patronize the vocal apparatus and therefore define its sound. So, the most interesting thing about the human voice is this hidden “text” imprinted on its timbres. The melody and the lyrics are subservient to the context that sound itself reveals, I believe.</p>
<p><em><strong>You worked with numerous musicians for some years until you recorded your first solo work. How did this idea come into your mind and became a plan?</strong></em></p>
<p>I started working as a professional singer at a rather young age driven simply by my love for singing, without any specific career goals and surely long before I have a clear artistic vision. The vision started shaping as artistic and life experience was growing. The solo album became a plan about 4 years ago, when I felt that I do have something solid to say and to share.</p>
<p><em><strong>Are some of the pieces on the album already a bit older?</strong></em></p>
<p>Apart from the title song &#8220;Heterotopia&#8221;, which is a new piece, all the other songs were objects of study during the previous years. Some of them, like Ahmedo, were songs that I had performed live very often with different musicians and orchestrations. But this album was the first attempt to arrange and record them the way I was hearing them in my mind.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=688810108/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>You mentioned that the title &#8220;Heterotopia&#8221; strongly refers to your own childhood fantasies. Would you say that these fantasies were also some starting point for your creative work?</strong></em></p>
<p>The creative work is certainly the continuation of the childish play. As well as all my music activity&#8230;</p>
<p><em><strong>Like many &#8220;fantastic&#8221; works and despite its title the album seems strongly connected to the world we live in. Do you think that a place like heterotopia is in us and in our all day life, and that it depends on us to perceive it?</strong></em></p>
<p>No, it is not something already existing and waiting to be perceived. It&#8217;s a place within and around that is created and preserved by decision. It requires efforts of a lifetime to understand and integrate our personal and collective past, so that we can stand consciously, critically and responsibly before the given norms and decide if we will preserve, discard, revise or develop them. To me, Heterotopia is a purpose.</p>
<p><em><strong>The songs on the album come from various places, times and language traditions, but your interpretation connects them quite well to each other. Why did you chose these particular pieces?</strong></em></p>
<p>I chose them cause they are representing different vocal styles that have been influencial to me. The album is both a resume of my vocal journey during the previous years but also a capture of where I stand now musically.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/CL_1277.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-19620" title="_CL_1277" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/CL_1277-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" /></a>Do they have a strong combining element, or is this something that you rather gave them by creating your versions?</strong></em></p>
<p>Well, what they may have in common is that their lyrics, though they come from different cultural backgrounds, they do not refer to sceneries alien to me. My experiential relation to what I sing is important to me.</p>
<p><em><strong>Your interpretations are sometimes quite independent from the origins of the songs, but still it seems you treat them with respect. I think this combination of creative freedom and appreciation is important if you revitalise songs from older sources&#8230;</strong></em></p>
<p>My intention was not to “revitalize” old songs. I do not share the view that old or folk music needs “modernization” in order to become more attractive to the audience today. I also stand far from the “mix and match” logic. Apart from the individual elements that refer to a certain era, geography and lifestyle, there is a core in songs which is strongly and directly connected to something collective, universal and timeless. This is what I am interested in. So, electronics, sampling, as well as the mixing of vocal styles was not an effort to sound trendy, but rather tools to extract the songs from their specific background and create ambiances that bring forward what I feel is their core.</p>
<p><em><strong>Many of the pieces appear more &#8220;deranged&#8221; than in other known versions. If you see this as well, what was the reason for this more experimenting approach?</strong></em></p>
<p>It is the context of the songs itself. &#8220;Yalla Tnam Rima&#8221; is the most representative sample, I think. This is a lullaby for a girl named Rima. A soothing voice sings this lullaby to her, along with some toy-like piano fragments. As Rima starts crossing the barriers of sleep, the piano and the sounds of the environment get altered and mixed with the sounds of her dreamy adventures, of which the lullaby tells. The lullaby is a protective guide to the deranged world of the unconscious. Another example is also &#8220;Little Sparrow&#8221;, where at some point I use rhythmical throat singing, which gradually becomes very intense and doubled, as if two wild animals try to consume each other. It is absolutely in contrast with the lyrical, gentle, girly version of Jean Ritchie who had no other choice than to sing in a lyrical, gentle and girly way, that was the cultural command. But isn&#8217;t this wild, dangerous and consuming battle what she is actually singing about?</p>
<p><em><strong>Every culture is in some way a &#8220;melting pot&#8221; of influences, but in the case of Greece with its ancient history and its maritime place at the border of east and west, this comes to mind even more. Would you say that &#8220;Heterotopia&#8221; with it&#8217;s variety of influences is also a typically Greek album in a certain way?</strong></em></p>
<p>Surely, if I were not a Greek, it would be rather unlikely to have this specific combination of influences. Whether I am a typical Greek and &#8220;Heterotopia&#8221; a typically Greek album is under question. It depends on how one defines “greekness”. My view on the issue is surely not typical among Greeks <img src='https://africanpaper.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><iframe src="https://player.vimeo.com/video/373601303" frameborder="0" width="640" height="360"></iframe></p>
<p><a href="https://vimeo.com/373601303">Anna Linardou &amp; Giorgos Varoutas &#8211; Yalla Tnam Rima</a> from <a href="https://vimeo.com/user85641796">Anna Linardou</a> on <a href="https://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><em><strong>I&#8217;m curious if your Greek audience might see rather the familiar or more the exotic aspects in your album..</strong></em></p>
<p>I think that they see both. One of my favorite comments was that “I felt I visited a familiar place where I had never been before”.</p>
<p><em><strong>What can you tell us about the people that contributed to it? You worked with some of them in various other projects before…</strong></em></p>
<p>Most of the contributors of the record &#8220;Heterotopia&#8221; have also lead roles in the Heterotopia of my every day life. The main contributor is Giorgos Varoutas. His sampling and mixing skills, his aesthetics, his artistic depth along with the mutual, effortless, deep understanding that has been developed during the many years we work together, make him an irreplaceable collaborator. Then it&#8217;s Stelios Romaliadis with his flute and Nikos Fokas with his modular electronics, comrades from the Vault of Blossomed Ropes. Nikos and Stelios have contributed to this album not only with their recordings, but also with their constant influence and inspiration during the last 7 years we play together. Sophia Efkleidou, band mate of Lüüp, a very special cello player with an extraordinary repertoire that spreads from Bach to classical Ottoman music, is also a contributor. Last but not least Foad Ahmadvand, an amazing Iranian santur player. A dear friend introduced him to me while Foad was in Athens in an Erasmus program.</p>
<p><em><strong>Besides your activity with avantgarde groups like Lüüp or Vault of Blossomed Ropes you&#8217;ve also performed popular Greek songs (like pieces by Mikis Theodorakis, to name just one). Do you still perform this popular music, or is this a closed chapter from the past?</strong></em></p>
<p>It&#8217;s been more than four years since I last sung this repertoire. I felt my need to focus on my own music very strongly and also the need get back to a more systematic vocal study. I still do feel related to this repertoire, since it is very much connected to my country&#8217;s modern history and also the social and political struggles of the Greek Left movement. But, though I do wanna serve Memory, I also need to act further. Therefore, I have no plans of performing this repertoire soon again.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/CL_1071.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-19621" title="_CL_1071" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/CL_1071-819x1024.jpg" alt="" width="584" height="730" /></a></p>
<p><em><strong>Is this a field that you keep separate from your more experimental projects, or do you also see a way to bring them together?</strong></em></p>
<p>In Greece, these songs you refer to are characterized as “popular art songs” and they are considered a different category than popular songs. They were hybrid songs (greek poetry of high quality combined with popular music forms originated in the urban music of Rebetiko) that attempted and achieved to redefine modern Greek culture after the Second World War. Their references, their roots, as well as the intention of their composers and poets are very clear. Whoever works with these songs has to understand and respect this intention. Experimental music is another universe.</p>
<p><em><strong>Is your group Liminal Vanguard still active and do you plan future recordings with them?</strong></em></p>
<p>Liminal Vanguard have been in pause for quite some time due to the fact that we all had been working parallelly in other projects too. There is some recorded material, but not enough yet for an album. Actually, we are not sure if we wanna record an album. We keep the collectivity, we play together and we&#8217;ll see.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=654020013/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Will there ever be something like a second part to “Heterotopia”, or do your future plans go in a different direction?</strong></em></p>
<p>There is a new double CD to be released in December by Underflow Records. It is a collective album of free improvisation, a collaboration between the Japanese shõ player Ko Ishikawa, Harris Lambrakis &#8211; a Greek master of the Middle Eastern ney, Nikos Sidirokastritis – one of the most interesting drummers in Greece, Giorgos Varoutas -I have already spoken about him, and me. This recording took place in Athens last January and we are all very excited with its release. The album&#8217;s title is “The Depths Above”.</p>
<p>Interview: U.S. / A. Kaudaht</p>
<p>Fotos © Constantinos Lepouris</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/anlinardou"><strong>Anna Linardou @ Facebook</strong> </a></p>
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		<title>BLACK LESBIAN FISHERMEN: The Metaphysics of Natron</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Nov 2019 03:37:43 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/blftmon.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19427" title="blftmon" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/blftmon-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt Musik, deren geheimnisvolles, mitunter okkultes Charisma daher rührt, dass sie wenig von sich preisgibt und sich ausgesprochen kryptisch und reduziert zeigt. Ohne den vielen gelungenen Beispielen dafür unrecht tun zu wollen, muss man sagen, dass diese Masche mittlerweile schon etwas zu gängig ist und außerdem leicht umzusetzen, wenn die Ansprüche dabei nicht allzu hoch sind. Die in Athen und auf der benachtbarten Insel Euböa ansässigen Black Lesbian Fishermen, trotz des Ortes im Namen eine<span id="more-19425"></span> internationale Truppe, machen genau das Gegenteil: Ohne übermäßig opulent zu sein bringt ihre ritualistische, immer leicht folkig eingefärbte Psychedelik die unterschiedlichesten Elemente unter einen Hut, Elemente die eigentlich heterogen und sperrig wirken müssten, doch auf wundersame Weise immer harmonieren.</p>
<p>Dass ihr neuer Longplayer &#8220;The Metaphysics of Natron&#8221; an das vor vier Jahren erschienene Debüt &#8220;Etopic Apiary&#8221; anknüpft, ist keinesfalls schlimm. Wieder wird hier gekommt zwischen fast anheimelnden Folkarrangements und dröhnender Elektronik, zwischen dezenten Songansätzen und surrealen Soundscapes changiert. Die Antwort, in welche Richtung die Reise nun gehen soll, deutet sich immer mal vage an, wird aber nie wirklich gewährt. Mit &#8220;To Sic a Goddess&#8221; beginnt das Album recht besinnlich mit dem klaren Gesang R. Loftiss&#8217;, dessen sanfte Melodramatik in ein Folkmusical der 70er passen würde. Durch das eruptive Herausstoßen der Worte und einen ambienten Hintergrund, an dem wahrscheinlich Soundbastler Nikos Fokas und Querflötist Stelios Romaliadis einen wesentlichen Anteil haben, bekommt das Stück jedoch den Charme eines verdrehten Krautrock-Klassikers. Auf mystische Anspielungen im Text folgt immer dichteres Bimmeln und Dröhnen, bis der Song fast lärmend ausklingt.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/DPW-7xvoTB0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Alle Stücke des Albums sind von einer feinsinnigen Detailverliebtheit, was in einigen Momenten deutlich im Vordergrund steht &#8211; so z.B. im verhuscht vor sich hinschnippenden und rumpelnden &#8220;Lox on Krax&#8221;, bevor es zu einer shoegazigen Dröhnlandschaft wird, oder im bimmelnden Sirup von &#8220;You Find the Noise&#8221; dessen Titel fast paradoxerweise von einer fragilen Kinderstimme angesagt wird, bevor es sich in ein raues Spacerock-Brett verwandelt. Andere Stücke wie das progressiv-angejazzte &#8220;Third Rubic&#8221; mit der deutlichen Handschrift von Stratis Sgourellis fallen treibender aus und hätten durch den harmonischen Frauengesang veritable Popsongs werden können, wenn so etwas denn in der surrealen Parallelwelt der Fishermen möglich wäre. Diese Welt offenbart sich vielleicht am besten dort, wo Gesang und melodisches Gitarrenspiel nur noch wie exotische Blätter und Blüten aus einem Gemisch bizarrer Sounds ragen. Solche Momente wären den Kollagen von Nurse With Wound, bei denen Gitarrist Alan Trench bereits mitwirkte, würdig. Höhepunkt dessen ist &#8220;Pigs Before Strawberries&#8221; mit seiner elektrifizierten, vom quakenden Fröschen durchtönten Sumpflandschaft aus schillernder Vorzeit.</p>
<p>Als die Black Lesbian Fishermen erstmals von sich reden machten, hielten manche sie für ein Projekt befreundeter Musiker, die in der Hauptsache bei Temple Music, Grey Field Recordings, Lüüp, Howling Larsens oder Vault of Blossomed Ropes spielen. Dass sie in eher größeren Abständen auftraten, schien das zu bestätigen. Dass &#8220;The Metaphysics of Natron&#8221; den roten Faden aber so gekonnt fortführt und in ähnlicher Weise die unterschiedlichsten Möglichkeiten anzapft, sollte Grund genug sein, in ihnen eine feste Band zu sehen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://underflow.gr/">Underflow</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=716068008/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>BLACK LESBIAN FISHERMEN: ectopic apiari</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2015 00:26:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom Namen her stapeln die Black Lesbian Fishermen zunächst einmal ziemlich hoch, denn von den vier Bandmitgliedern ist nur einer wirklich lesbisch, nämlich der Bassist Stratis Sgourellis, der auf der Insel Lesbos zur Welt kam und dort lebte, bis er &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/12/12/black-lesbian-fishermen-ectopic-apiari/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/11/BLFcover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11306" title="BLFcover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/11/BLFcover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vom Namen her stapeln die Black Lesbian Fishermen zunächst einmal ziemlich hoch, denn von den vier Bandmitgliedern ist nur einer wirklich lesbisch, nämlich der Bassist Stratis Sgourellis, der auf der Insel Lesbos zur Welt kam und dort lebte, bis er sich an einer Uni in Padmos einschrieb. Der Rest des Quartetts ist entweder auf dem griechischen Festland oder auf der Insel Euböa unterwegs, zu allem Überfluss sind die vier nicht einmal durchgehend männlich, auch wenn die einzige Frau an Bord ihren Namen dezent mit R. abkürzt. Doch nur soviel zur &#8211; um im Bildbereich griechischer Geografie zu bleiben<span id="more-11305"></span> &#8211; Korinthenkackerei, der Name ist natürlich großartig, von der seltsamen folkigen Ritualmusik, die unter diesem Namen fabriziert wird, ganz zu schweigen.</p>
<p>Die Black Lesbian Fishermen, kurz BLF, sind u.a. auch eine weitere Band des Briten Alan Trench, der schon vor Jahren seine Zelte in Griechenland aufgeschlagen hat, und seiner Frau Rebecca Loftis &#8211; ihn kennt man von zahlreichen Bands wie Orchis, Cunnan, Temple Music und 12000 Days, sie v.a. durch ihr Projekt Grey Field Recordings, ihr gemeinsames Duo sind die Howling Larsens. Neben ihnen und dem lesbischen Bassisten ist noch der Keyboarder Nikos Fokas mit von der Partie, mit dem er zusammen in der Psych-Combo Vault of Blossomed Ropes spielt.</p>
<p>Mehr als in ihren anderen Bands loten die Musiker hier die experimentelle Seite archaischer, folkloristischer Klänge aus, lenken ihre psychedelische Mischung aus akustischen und dezent elektronischen Elementen in eine soundscapige Richtung, und es ist interessant, wie sehr man gerade in den etwas anstrakteren Momenten eine Nähe zu Orchis ausmachen kann. Beim Opener &#8220;Lignite Light&#8221;, das hier als Livemittschnitt aus dem Athener Six D.O.G.S.-Club enthalten ist, finden sich solche Anklänge in den hintergründig dröhnenden Gitarrenfeedbacks, die unmissverständlich Alans Handschrift tragen. Dem tagträumerischen Modus, der anfangs noch sehr nach Fischeridyll klingt, geben sie eine rauere Note.</p>
<p>Erst bei den folgenden Stücken tritt das Rituelle, um nicht zu sagen Okkulte deutlicher ins Zentrum des Geschehens, der Titel &#8220;LiL&#8221; referiert auf den vom noch jungen Aleister Crowley gegründeten Orden Lamp of the Invisible Light, und selbstredend entstammt der geflüsterte Text, der sich über undefinierbaren organischen Loopsounds ausbreitet, dem Werk des Magus. Das dröhnende &#8220;Ragged Ritual&#8221; ist von flächiger Machart, und die Magie, die das leicht nach Cembalo klingende Keyboaddrone und die wenigen Fingerpickings zusammen mit Loftiss&#8217; entrückter Rezitation entfaltet, beeindruckt so sehr, dass ich nicht einmal um einen Vergleich mit Current 93s &#8220;The Cloud of Unknowing&#8221; verlegen bin.</p>
<p>Die zweite Seite ist ein gutes Stück heterogener ausgefallen: Während &#8220;White Reptiles&#8221; verstaubte Elektronica mit verhunzten Textzitaten aus Disney&#8217;s Peter Pan &#8211; &#8216;Never Smile At A Crocodile&#8217; &#8211; zum besten gibt, erblickt mit dem zweiten Livetrack &#8220;All in the Green&#8221; ein älteres Temple Music-Stück erneut das Licht der Welt und inkarniert als trippige Rockballade. Fast kosmisch endet die Platte mit dem ambienten &#8220;Ice&#8221;.</p>
<p>Für Kenner der Arbeiten von Rebecca Loftiss und Alan Trench enthält das Album einiges an Wiedererkennungswert, und es ist interessant, wie sehr die BLF in die Lücke zwischen ihren songorientierteren Projekten und den eher experimentellen Arbeiten als Howling Larsens passt, und mit ihrem okkulten Grundtenor doch weit mehr sind als nur ein missing link. Selbstredend ist dies auch der Verdienst von Fokas und Sgourellis, deren Namen hierzulande noch recht unbekannt sind. Ich habe ohnehin den Eindruck, dass im griechischen Musikunderground so einiges im Gange ist, das allerdings &#8211; sei es aufgrund mangelnder gesamteuropäischer Verbindungslinien, sei es aufgrund geringer lokaler Infrastrukturen, sei es vielleicht auch aufgrund etwaiger Unsicherheiten ob des Wertes eigener Subkulturen &#8211; kaum bis in unsere Breiten durchdringt. Dass die lesbischen Fischer auch da einiges in Gang bringen können, ist ein weiterer Teil ihres Potentials. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Crypthantus</strong></p>
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