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	<title>African Paper &#187; Vibra</title>
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		<title>GROWTHRINGS: Live at Vibra Berlin 2025</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2026 04:09:20 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/vibra.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50511" title="vibra" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/vibra-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit &#8220;Live at Vibra Berlin 2025“ legt das Berliner Projekt Growthrings – hinter dem sich die Klangkünstlerin und Mitbegründern von Howling Mystics Oleksandra Kopelyan verbirgt – ein Dokument vor, das weniger wie eine konventionelle Konzertaufnahme wirkt als vielmehr wie das Protokoll einer Beschwörung. Was hier festgehalten wurde, entzieht sich der klaren Form: Ein fließender, instabiler Klangkörper organisiert sich zwischen Stimme, Elektronik und Geräusch fortwährend neu, als folge er eher <span id="more-50510"></span>inneren Impulsen als kompositorischer Absicht.</p>
<p>Die beiden jeweils knapp viertelstündigen Stücke entwickeln sich aus einem zunächst diffusen, beinahe verdeckten Klangbild heraus, als dränge etwas durch Wände, aus der Ferne oder aus einer anderen Schicht der Wahrnehmung. Kratzige Texturen, verhallte Signale und eine eigentümlich entrückte Synthesizer-Ästhetik evozieren eine Art nostalgischen Futurismus, der sich im Verlauf zunehmend verdichtet. Allmählich treten Stimmen hinzu, zunächst kaum greifbar, eher als Ahnung denn als artikuliertes Ereignis. Kopelyans Gesang entfaltet sich nicht im Sinne klassischer Linearität, sondern ornamental, körperhaft, zwischen Hauch, Klage und klanglicher Geste – stellenweise erinnernd an archaische Gesangstraditionen, ohne je eindeutig referenziell zu werden.</p>
<p>Gerade diese Unbestimmtheit ist konstitutiv: Die Musik scheint sich aus einem halbbewussten Zustand heraus zu formen, als würden disparate Fragmente – Erinnerungen, Geräusche, emotionale Impulse – in einem offenen Prozess aufeinandertreffen. Immer wieder entstehen Momente flüchtiger Kohärenz, als zeichne sich für einen Augenblick eine Melodie oder Struktur ab, nur um im nächsten Moment wieder in rauschhafte, harsche Zusammenballungen zu kippen. Besonders eindrücklich ist dabei das Wechselspiel von Zurücknahme und Eskalation: Ruhige, fast kindlich anmutende Passagen stehen abrupt neben lärmenden Ausbrüchen, hochfrequentem Sirren und dröhnenden Noise-Flächen, die den Raum regelrecht aufreißen.</p>
<p>Die zweite Seite variiert und vertieft diese Dynamik. Aus zunächst fragilen, hohen Tönen schält sich erneut die Stimme heraus, diesmal präsenter, zugleich aber auch stärker verfremdet, am Himmel schwebend und zugleich in die elektronische Umgebung eingelassen. Sprachähnliche Formen blitzen auf, bleiben jedoch stets in der Schwebe zwischen Bedeutung und reinem Klang. Die Musik gewinnt an Drastik, ohne je in bloße Geste zu verfallen. Selbst die heftigsten Passagen wirken eingebettet in einen größeren, atmenden Zusammenhang.</p>
<p>So entsteht ein Set, das sich jeder eindeutigen Verortung entzieht und gerade darin seine Stärke entfaltet, als ein flüchtiges, intensives Gefüge aus Klang, Erinnerung und Imagination. Das als Tape erschienene Album ist weniger ein abgeschlossenes Werk als ein Prozess, der sich im Hören immer wieder neu aktualisiert – ungreifbar, durchlässig und von einer eigentümlich suggestiven Schönheit.</p>
<p>Label: Venalism</p>
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